Marantz Cd-67se Lautstärkeregelung

+A -A
Autor
Beitrag
karbes
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 14. Aug 2005, 09:32
Hallo,

der Marantz CD-67se (habe kein Handbuch dazu) hat eine nur über Fernbedienung regelbare elektronische Lautstärkeregelung, mit der gleichzeitig Kopfhörer- und Verstärkerausgang geregelt wird.

Ein großer Nachteil ist aber, daß beim Ausschalten die zuletzt eingestellte Lautstärke nicht gespeichert wird, wodurch das Gerät beim nächsten Einschalten auf größte Lautstärke gestellt ist. Leider zeigt das Gerät auch keinen permanenten Lautstärkebalken an, nur dann, wenn man die Lautstärke regelt.
Wenn man nicht permanent an diesen Umstand (dieses Manko) denkt, kann passieren, daß einem beim Einstecken eines Kopfhörers die Ohren wegfliegen, oder beim Einschalten des Verstärkers gar die Lautsprecher.

Natürlich kann man sich an (fast) alles gewöhnen, und entsprechend agieren, aber ein Gerät sollte grundsätzlich bediensicher und bedienfreundlich sein.
Es kann natürlich auch sein, daß im Gerät eine Lautstärkespeicherung vorgesehen ist, die auch beim Abschalten des Gerätes erhalten bleibt, nur daß sie eben bei meinem Exemplar nicht mehr funktioniert (ist ein Gebrauchtgerät).

Vielleicht können mir Besitzer dieser Marantz Baureihe darüber Auskunft geben.

In dem Zusammenhang frage ich auch, welche Lautstärkeinstellung für den Verstärkereingang denn nun die beste ist. Auf Vollanschlag, oder in der Mitte oder sonst wo ?.
Ich werde wohl keinen Klangunterschied hören, aber es ist doch ein beruhigendes Gefühl, zu wissen, wenn die Anschlußwerte zwischen den Bausteinen einer Stereokette stimmen, und oft hört man sich ja den Klang durch reine Einbildung schön (warum auch nicht).

Die Anschlußwerte zwischen den Bausteinen einer Audiokette sind wohl nicht völlig egal, sie unterliegen erst mal technischen Zwängen und werden wohl auch genormt sein, Herstellern wird aber auch nicht verboten sein, in Nuancen davon abzuweichen. Und je nach Modell, Schaltungskonzept, Fabrikat, aber auch aufgrund bestimmter Firmenphilosophien („Klangdesign“) und Kompromissen wird jeder Hersteller „seine“ Anschlußwerte so auslegen, bei denen mit geringsten Verzerrungen und Klangverfälschungen zu rechnen ist, und seine Geräte untereinander optimal kompatibel sind.

Hier warben Hersteller ja schon immer damit, daß ihre HiFi Bausteine aufeinander angepaßt seien, und man deshalb vorzugsweise die Bausteine eines Herstellers nehmen sollte.
Diverse Tests scheinen sogar zu bestätigen, daß es zuweilen Anpassungsprobleme zwischen Bausteinen unterschiedlicher Hersteller gibt. Oft ist dabei von Klangeinbußen, Klangverfälschungen oder Höhenverlusten die Rede.

Diesem „Problem“ nehmen sich nun Hersteller an, und statten meist hochpreisige CD-Player mit regelbaren Ausgängen aus, damit, wie es dann heißt, das Gerät optimal an jeden Verstärker angepaßt werden kann.
Das hört sich erst mal gut an, aber wie sollen die 99,9 % der Verbraucher, die keinen Meßgerätepark ihr eigen nennen, die richtige Ausgangsspannung einstellen ?
Außerdem widersprechen sich Hersteller, denn einige (darunter Marantz, ich habe es hier in einem Prospekt schwarz auf weiß stehen) stellen ihre Regelung als Vorteil dar, falls der Verstärker keine fernbedienbare Lautstärkeregelung hätte, könne man das dann mit der CD-Player-Regelung machen, quasi als Komfortsteigerung.
Dabei wird aber nichts anders gemacht, als Die Verstärkereingansregelung zu verändern, was aber andererseits, wie oben beschrieben, zu Klangverfälschungen führen kann, ja muß, denn sonst würden Hersteller das ja nicht thematisieren und regelbare Ausgänge einbauen.

Hier denke ich manchmal, daß sich die Hersteller ihre (Verkaufs-) Argumente gerade so zurechtlegen, wie es in den Kram paßt, dabei locker über offensichtliche Widersprüche hinweg gehend.

Ich habe übrigens noch einen älteren Onkyo CD-Player (DX 6570), der hat sogar drei Ausgänge, einer fix, einer regelbar und noch einer, der irgendwelche Filter im CD-Player umgeht. Ich verwende bei ihm den fixen Ausgang, deshalb ist mir bei dem Gerät der regelbare Aushang ziemlich egal, bzw. kann ich mit ihm nichts anfangen (ihn nicht wirklich optimal einstellen).
Dagegen kann ich bei dem Marantz-Spieler, den ich jetzt hauptsächlich verwende, weil ich mir einbilde, er ist der am besten klingende Spieler, den ich je hatte, kann mir der regelbare Ausgang nicht egal sein, denn das Gerät hat leider nur den, hat keinen fix Ausgang.

Deshalb meine obigen Fragen, ich tendiere zwar dazu, die höchste Einstellung zu nehmen, zumal sie beim Einschalten des Gerätes eh eingestellt ist, ich die wenigste Arbeit habe und das beschriebene Kopfhörerproblem mich eh wenig berührt, da ich den Kopfhörer am Verstärker betreibe.
Wie gesagt, ich höre keine Klangunterschiede, ob ich jetzt den Eingang klein regele und dafür die Lautstärke am Verstärker hoch oder umgekehrt (meßtechnisch tut sich da bestimmt einiges).
Ich möchte einfach nur die Gewißheit haben, daß die Einstellung so gewählt ist, damit der Geräteverbund das klanglich optimale von sich gibt. Das beruhigt einfach, hat viel mit Psychologie zu tun, wer kann sich von deren Einflußkraft schon freisprechen (das wissen übrigens auch die Hersteller....).

Gruß, Karbes
ronmann
Inventar
#2 erstellt: 15. Aug 2005, 19:31
Wenn ich richtig informiert bin, steckt da eine digitale Lautstärkeregelung drin. D.h. wenn du den CDP sehr runterregelst, "fehlen" paar Bits, es kommt also zu Auflösungsverlusten. Es ist deshalb vorzuziehen, die Lautstärke über das konventionelle Poti deines Verstärkers zu regeln. Oder fehlt dem die Fernbedienung? Der Yamaha CDP meiner Freundin ist nach dem Ausschalten auch wieder auf volle Pulle. Die geregelten Ausgänge von CDP´s, egal ob digital oder analog mit Poti, sind oft nur 2. Wahl, wenn man´s hört.
Gruß ronmann
directdrive
Inventar
#3 erstellt: 17. Aug 2005, 12:20
Hallo karbes,

ronmann hat recht, sinnvoll erscheint mir auch die Nutzung der Lautstärkeregelung am Verstärker/Receiver.

Ich hatte selbst 'mal einen ähnlichen Marantz, allerdings mit Handbuch. Wenn ich mich recht entsinne, kann man die Lautstärke des Gerätes mittels der FB fest einstellen, Beschreibung steht eben in der Anleitung....

Nur, wenn das Gerät vollständig vom Netz getrennt wird, spielt der Marantz nach dem Einschalten dann wieder mit maximalem Pegel.

Viele Grüße von

Brent
Suche:
Das könnte Dich auch interessieren:
clipping bei mittlerer lautstärke
Hosenlos am 21.07.2011  –  Letzte Antwort am 21.07.2011  –  6 Beiträge
Dual DT250 - brummt bei hoher Lautstärke
verpeilo am 25.05.2016  –  Letzte Antwort am 31.05.2016  –  5 Beiträge
Ab halber Lautstärke nur noch ein Piepton
Zischga am 21.04.2011  –  Letzte Antwort am 25.04.2011  –  6 Beiträge
MARANTZ cd-73 pfeift!
vinyljul am 31.03.2009  –  Letzte Antwort am 06.04.2009  –  3 Beiträge
Lautstärke Plattenspieler
skybeamer am 18.10.2004  –  Letzte Antwort am 18.10.2004  –  9 Beiträge
plattenspieler lautstärke
matula am 24.11.2004  –  Letzte Antwort am 26.11.2004  –  4 Beiträge
Lautstärke des PP2
Schnaufi am 29.06.2005  –  Letzte Antwort am 29.06.2005  –  16 Beiträge
Immernoch Probleme mit der Lautstärke.
kaibenobi am 27.04.2004  –  Letzte Antwort am 24.05.2004  –  35 Beiträge
Lautstärke Problem bei Plattenaufnahme HILFE !!!
ventus1985 am 24.02.2005  –  Letzte Antwort am 27.02.2005  –  10 Beiträge
Wie Lautstärke anheben bei Plattenspieler?
nothingisperpetual am 25.12.2008  –  Letzte Antwort am 25.12.2008  –  11 Beiträge
Foren Archiv
2005

Anzeige

Top Produkte in Analogtechnik/Plattenspieler Widget schließen

Aktuelle Aktion

Top Hersteller in Analogtechnik/Plattenspieler Widget schließen

  • Marantz
  • Denon
  • Dual
  • Thorens
  • Pro-Ject
  • Pioneer
  • Omnitronic
  • Lenco
  • Teac

Forumsstatistik Widget schließen

  • Registrierte Mitglieder818.101 ( Heute: 5 )
  • Neuestes MitgliedCopyCat
  • Gesamtzahl an Themen1.365.500
  • Gesamtzahl an Beiträgen18.007.506