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Mal wieder Nachbaunadel, hier Ortofon VMS 20E

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rorenoren
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 06. Nov 2007, 01:03
Moin,

ich hatte neulich zwei Nachbaunadeln auf blauen Dunst bestellt.

Ich habe einige der Ortofon Systeme die dem mit der VMS 20E ähneln.

Die Nadeln sollen angeblich elliptisch sein, naja.

Der Klang war soweit OK.

Heute habe ich erstmals mit einer Originalnadel verglichen.
(VMS 20E)

Erst Originalnadel, dann Nachbau.



Der Nachbau war erheblich leiser, nicht etwas, sehr viel leiser!

Zuerst dachte ich, schwächerer Magnet.

Dann, vielleicht sind die Systeme innen doch unterschiedlich in der Anordnung der Spulen/ Joche.

Drei Systeme später wusste ich, dass zumindest diese alle gleich waren.

Beim Herausziehen des Nadeleinschubs ändert sich die Lautstärke ja. (Magnetposition)

Bei der Originalnadel ca 1mm ohne gravierende Änderung,
Nachbau nach 1mm Ton fast ganz weg.

Da hat der Hersteller wohl gepfuscht.

Das Messingröhrchen sitzt leider ganz fest im Plastik, wäre wahrscheinlich auch zu lang geworden.

Also Nadelträger selbst etwas hineingedrückt (sitzt bei Ortofon und Nachbau nur durch das Gummi fest).

Und siehe da, es brüllt!

Jetzt stimmt auch die Position der Nadel auf der Schablone.

Hatte ich natürlich vorher gar nicht beachtet.
(einfach nur umgesteckt, man lernt nie aus)

Gibt es von diesen Ortofon Systemen tatsächlich unterschiedliche Typen, wo die Joche der Spulen weiter vorn sitzen?

Das Plastik ist beim Nachbau so geformt, dass es in alle Typen passt, die ich habe. (auch FF irgendwas...)

Oder ist diese Nadel einfach eine Fehlkonstruktion?
(die Zweite ist genauso leise)

Übrigens bei Aswo gekauft.

Danke für das Lesen dieses langen Textes!

Gruss, Jens

Vielleicht gibt´s morgen abend Bilder, wenn´s jemanden interessiert...
Wolfgang_K.
Inventar
#2 erstellt: 06. Nov 2007, 12:48
Hallo Jens!

Danke für den interessanten Bericht. Hatte dieses System selber über zehn Jahre auf meinem Plattenspieler. Und ich dachte immer, daß es für diese Nadeln keinen Ersatz mehr gibt....
rorenoren
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 06. Nov 2007, 20:59
Hallo Wolfgang,

bei Aswo hatte ich die Dinger auch nur durch Zufall entdeckt.

In der Firma haben wir einen Katalog von 2004-2005 (?), in dem nur Bilder und Bestellnummern zu sehen sind, sowie zwischendurch das Wort "ellipse".
(kein Herstellername)

Kostenpunkt: 9,95 plus MwSt. und Versand.

Dafür OK, wie ich finde.

Bei mir klingen die Systeme leicht mittenlastig, aber das passt manchmal sehr schön.

Sonst benutze ich das Shure V15II.
(auch mit Nachbaunadel von Aswo)

Schlimm ist die Nadel für mein Elac STS333.

Es ist vermutlich eine Nadel für Schellackplatten.

Der Nadelträger ist massiv Alu!

Der Magnet ist riesig, so dass das System unglaublich laut ist, aber durch die dicke Nadel und das Gewicht des Trägers furchtbar verzerrt, rauscht und klingt.

Interessant aber, für Schellackliebhaber.
(eine "normale" Nadel dafür gibt es wohl nicht bei Aswo)

Das Elac mag ich auch sehr.
(im Moment mit eingebastelter Dual- Nadel)

Die Ortofon Nachbauten dürfte es auch bei anderen Lieferanten geben, z.T. sogar Originalnadeln.
(bei William Thakker, glaube ich)

Leider habe ich die Bestellnummern der Aswo- Nadeln nicht parat.

Ich suche sie aber gern heraus, wenn du Interesse hast.



Gruss, Jens
Wolfgang_K.
Inventar
#4 erstellt: 07. Nov 2007, 01:36
Danke Jens, momentan habe ich keinen Bedarf für so etwas.
Habe meinen Plattenspieler vor 2 Jahren einer Generalüberholung unterziehen lassen, und bin seitdem restlos zufrieden damit.

Aber das ist ein wirklich interessanter Beitrag, hat Spaß gemacht daß zu lesen. Sind wirklich gute Informationen, an denen andere User einen hohen Nutzen haben werden.
Archibald
Inventar
#5 erstellt: 07. Nov 2007, 14:57
Hallo Jens,

meine bisherigen Erfahrungen mit Nachbauten waren derart, dass ich nur noch Originalnadeln kaufe, auch wenn ich sie importieren muss. ADC-XLM
Es freut mich aber, wenn Ihr bessere Ergebnisse erzielt.

Gruß

Archibald
vinylrules
Stammgast
#6 erstellt: 07. Nov 2007, 19:40
Für das Ortofon VMS 20E gibt es noch ganz offiziell Nadeln, direkt von Ortofon. Haben die Bezeichnung D 20 E MkII, sollte jeder Fachhändler besorgen können.

Gruß

Matthias
rorenoren
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 07. Nov 2007, 20:23
Hallo Archibald, hallo Matthias,

danke für die Tips.

Die Originalnadeln sind bestimmt ihr Geld wert, verglichen mit den Nachbauten.

Nur sind diese Systeme mir nicht so wichtig.

Daher wäre mir der Preis zu hoch.

Ich hatte nur vor, alle mit Nadeln auszustatten.
(bei dem Preis für den Nachbau einfach 2x bestellt, weil sowieso etwas bestellt werden musste))

Klanglich habe ich Nachbau und Originalnadel (leicht beschädigt am Nadelträger) noch nicht intensiv verglichen.

Durch seine Mittenlastigkeit (bei mir) ist es nicht mein Lieblingssystem.

Verzerrungen konnte ich noch nicht feststellen.

Ich vermute, dass die meisten der billigen Nachbaunadeln mehr oder weniger aus einer Quelle stammen.

Also werden auch diese nichts besonderes sein.
(zumal ja scheinbar falsch montiert)

Mein Shure V15III ist mein Lieblingssystem, an dem ich keine Schwächen im Vergleich mit meinen anderen (billig-) Systemen finde.

Und das hat eine Nachbaunadel.

Die Originalnadel habe ich noch nie gehabt/ gehört, soll aber besser sein.

Das muss dann richtig klasse sein. ( für meine Verhältnisse)

Da der Grossteil meiner Platten in nicht eben tollem Zustand ist, lohnt ein richtig teures System bzw. eine teure Nadel für mich eher nicht.

Mit einigen meiner Systeme kann ich die Musik aber trotz allem sehr geniessen.

Meine Ansprüche sind wohl nicht allzu hoch.

(werde die Ortofonnachbaunadel jetzt mal anwerfen...)

Gruss, Jens
Archibald
Inventar
#8 erstellt: 07. Nov 2007, 23:01
Hallo Jens,

ich gebe Dir Recht, man soll vor lauter Technik nicht das Musik hören vergessen. Viel Spaß mit Deinen schwarzen Scheiben.

Gruß

Archibald
rorenoren
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 11. Nov 2007, 21:57
Moin,

so, ich habe mal "den Test" gemacht.

Originalnadel VMS20E (mit ehemals verbogenem aber wieder gerichtetem Nadelröhrchen) gegen Aswo irgendwas Nachbaunadel "modifiziert".
(Nadelröhrchen etwas weiter nach innen geschoben)

Das System klingt bei mir mit beiden Nadeln etwas mittenbetont, aber nicht unangenehm.
(je nach Aufnahme)

Ganz minimal bilde ich mir ein, dass der Nachbau etwas mehr Höhen bringt, das Original erscheint mir aber dafür feiner.

Die Nachbaunadel hat jetzt ca 10 Schallplattenseiten "durchpflügt".
(eingespielt?)

Der einzige deutliche Unterschied ist, dass der Nachbau eine etwas höhere Auflagekraft benötigt um schwierige Passagen sauber abtasten zu können.
(ca 0,2-0,3Gramm höher, nur mit Musikmaterial getestet)

Die höhere notwendige Auflagekraft deutet auf eine festere Einspannung (fühlt sich so an) oder auf eine weniger gute Nadel selbst hin. (Schliff?)

Also vermutlich typische Nachbaunadel.

Für mich Ok.
(bis auf die Frechheit des Herstellers, das Nadelröhrchen falsch einzusetzen/ zu justieren)


Nun spielt wieder das Shure V15III.

Klingt doch um Einiges schöner, irgendwie feiner und klarer.
(auch mit Aswo Nachbaunadel)


Gruss, Jens
killnoizer
Inventar
#10 erstellt: 13. Nov 2007, 00:04
ich habe mir grade nur wegen des günstigen Preises eine Nachbaunadel EPS 25 CS für das system EPC-P25 Technics gekauft , dieses system war in den 80ern so ziemlich auf jedem der Technics Komplettspieler montiert ( bernsteinfarbenes Klarsichtgehäuse ) , und da ich einige dieser Player besitze lagen mehrere davon in der Grabbelkiste ,

und ehrlich gesagt habe ich niemals in erwägung gezogen auch nur eines davon zu benutzen . . .

Nach einer Reparatur sollte nun aber mein Hauptplattenspieler probeweise montiert werden , also musste eine günstige Ersatznadel her da ich nicht gerne ständig Systeme neu einbaue und justiere , der Preis war knapp 15,- euro , angegeben war das die Nadel einen sphärischen schliff besitzt ,
- was ich allerdings nicht nachprüfen kann .

Ergebnis der Prozedur : Die Kombination aus altem System und günstiger Nadel klingt unglaublich , ich benutze sonst Audio Technica sowie SUMIKO Black Pearl , insbesondere wegen der höeren Ausgangsleistung . Das Technics spielt zwar leiser , aber mit einem unglaublich soliden und präzisem Fundament , ich bin absolut begeistert und werde auf jeden Fall noch einen der Tonabnehmer wiederbeleben !!

auf Ebay gekauft .

Und mein Lieblingsspieler Sony PSX 60 läuft wieder ohne die geringsten Gleichlaufschwankungen !!!
rorenoren
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 13. Nov 2007, 00:15
Moin Killnoizer,

"sphärisch" ist "konisch", also einfach rund, nicht elliptisch.

Letztere ist wohl anspruchsvoller in der Herstellung.
(also teurer)

Das wird dann schon stimmen.

Schön, dass dir der Klang mit dem System und der Nadel gefällt.

Es ist ja oft so, dass man ältere Geräte oder Zubehörteile mal wieder hervorkramt und staunt,
wie gut auch schon die "alten Sachen" waren.

Macht mir auch immer wieder Spass.

Gruss, Jens
audiophilanthrop
Inventar
#12 erstellt: 14. Nov 2007, 22:24
@killnoizer: Magst du auch die Bezeichnung oder den Anbieter der Nachbaunadel verraten?

Ich habe noch ein P24-System mit einer ziemlich grottigen Nachbaunadel rumfliegen (die originale ist leider damals mal zu Bruch gegangen). Das hatte ich durch ein OMP10 ersetzt, welches allerdings zusammen mit der offenbar eher hohen Eingangskapazität meines Onkyo-Receivers einen FFT-technisch leicht sichtbaren Höhenabfall produzierte - im Gegensatz zum alten System, mit dem ich seinerzeit über denselben Phono-Eingang durchaus nicht schlechte Aufnahmen gemacht habe (mit einer OEM-Aztech von '95, Mann ist das lange her...). Es steht zu vermuten, daß die 08/15-Systeme von Audio Technica just auf ebenso durchschnittliche Phonoeingänge angepaßt waren. Das OMP10 geht jetzt auch gut am TC-750 mit seinen 220 pF.
rorenoren
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 21. Mrz 2008, 16:44
Update:

Moin,

heute habe ich mal wieder einige Systeme ausprobiert.

Anlass war das Anpassen eines Shure "Hi Track" Nadeleinschubes an ein Technics System (EPC270xxx)

Das klang gut, sehr satt und warm, allerdings minimal "unterbelichtete" Höhen.

Die Nadel tastet erstaunlich sauber ab.

Dazu habe ich dann die "üblichen Verdächtigen" gegengetestet.

Unter anderem auch die Aswo Ortofon- Nachbauten.
(zunächst eine)

Zufällig scheine ich eine Platte erwischt zu haben, die hohe Ansprüche an die Nadel stellt.

Mit der ersten Nachbaunadel verzerrte die Stimme am Anfang des Stückes extrem.

Nadel gereinigt, immer noch.

Auflagekraft bis ca 3 Gramm erhöht, kaum Besserung.

Dann die andere, noch nicht "modifizierte" Nadel aufgesteckt.
(siehe ersten Beitrag)

Minimal besser, dafür leiser.

Also auch Nadelröhrchen etwas weiter eingeschoben.
Immer noch etwas weniger Verzerrungen, aber sonst gleichlaut.

Dann zwei ziemlich geschundene Originalnadeln ausprobiert:

Es verzerrte nicht mehr störend, fast gar nicht.

Dann wieder das Shure V15III mit der Aswo- Nadel und eines mit unbekannter Nachbaunadel drangebaut.

Keine hörbaren Verzerrungen.

Altes Stanton 500E, nicht schön, verzerrte aber ebenso wie die DJ Nadel deutlich weniger als die Ortofon Nachbauten.

Die Shure Nadel passt übrigens trotz eckigen Einschubs fast perfekt in das Stanton (/Pickering).

Dann klingt´s gleich netter.

Die Shure Nadel klingt etwas sanfter, ist aber auch nicht gerade ein Hochtonwunder.

Es verzerrt mit dieser Nadel nichts!
(bei dem Teststück)

Kann eine Nadel so dermassen schlecht geschliffen sein, dass sie so starke Verzerrungen verursacht, oder ist das Problem eher in der Aufhängung zu suchen.

Einen Diamanten halbwegs in Form zu schleifen sollte doch eigentlich möglich sein.

Dass das bei so billigen Nachbauten nicht besonders toll ist, kann ich ja verstehen, aber so gravierend. (im wahrsten Sinne des Wortes)

Bei unkritischen Platten hört man ja keine Verzerrungen..

Ich werde wohl mal eine der Nadeln in ein anderes Gummi/System schieben und testen.

Gruss, Jens
rorenoren
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 21. Mrz 2008, 19:08
So,

habe jetzt beide Nadelträger mitsamt dem Gummi herausgezogen und wieder zusammengesteckt.
(fummlig, das!)

Die eine Nadel (die schon vorher nicht ganz so schlimm war) ist jetzt gut.

Die andere verzerrt deutlich weniger, ist aber trozdem nicht gut.
(und leiser als die andere, hatten aber auch verschiedene Best. Nr.)

Die Nachgiebigkeit ist durch das Heraus- und Hineingefummle grösser geworden.
(hat vielleicht hunderte Stunden Einspielen ersetzt )

Aber irgendwie hat das jetzt mein Verhältnis zu Nachbaunadeln erheblich getrübt.

Am Anfang dieses Threads dachte ich noch, die Nadeln seinen halbwegs ok.

Jetzt werde ich wohl keine Nachbaunadel mehr kaufen.
(abgesehen von angesehenen Herstellern)

Gruss, Jens
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