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Frage zu Akai GX 75 MKII

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Autor
Beitrag
Drizzt_Baenre
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Nov 2007, 09:34
Guten Morgen,

Habe in der bucht 2 Angebote dieses Decks gesehen, meine Fragen: Ist das ein gutes Deck (Jeder Verkäufer preist seines ja als das Ultimative Deck an).
Was darf es kosten? (Ungefährer Richtwert)

mfg Andreas
fmx
Stammgast
#2 erstellt: 19. Nov 2007, 10:10
Hallo Andreas

Meines Wissens nach war das das 2. beste Deck seiner Akai-Zeit. Drüber gab es nur das GX95.
Ich habe meines für 40€ am Flohmarkt gekauft.
Hatte einen leichten defekt mit dem einpegeln der Aufnahme.
Poti war defekt, Verkäufer hatte es als Ok angepriesen.

mfg fmx
silberfux
Inventar
#3 erstellt: 19. Nov 2007, 15:06
Hi,

das war und ist ein super solides und gutes Gerät. Das 95 ist eigentlich das gleiche Gerät, kam nur einschließlich Fernbedienung und mit Holzwangen. Hier im Forum gibt es einige, die die Akais noch mit großer Freude benutzen. Für 40 € gehen die allerdings normalerweise nicht über den Tisch.

Gruß von Silberfux
Drizzt_Baenre
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Nov 2007, 15:11
Fazit: das Gerät könnte man kaufen, und man würde keinen Fehler machen, wenn ich das richtig verstanden habe.
Was würde ein fairer Preis sein?

mfg Andreas


[Beitrag von Drizzt_Baenre am 19. Nov 2007, 15:12 bearbeitet]
Cosimo_Wien
Stammgast
#5 erstellt: 27. Nov 2007, 13:19
Hallo!
Die "großen" AKAI-Decks sind alle sehr robust gebaut. Auch die GX Köpfe sind sehr verschleißfrei. AKAI gab darauf lebenslange Garantie, was jetzt allerdings nichts mehr bedeutet, da AKAI vor ein paar Jahren in Konkurs gegangen ist.
Alle AKAI Decks (auch die Tonbandmaschinen) sind klanglich allerdings ziemlich zurückhaltend im Hochtonbereich.
Grüße, Thomas
DOSORDIE
Inventar
#6 erstellt: 27. Nov 2007, 18:18
Zurückhaltend im Hochtonbereich? Hast du mal AKAI Geräte gehört? Die sind eher aufdringlich im Hochtonbereich. Das GX75 ist das Beste was mir je passiert ist, der einzige Nachteil ist, dass es keine Doppelschichtbänder mag, Einschichtbänder bespielt es allerdings großartig. Ich habe noch nie so gute Aufnahmen gemacht und die Dolbykompatibilität in allen anderen Geräten ist auch gegeben. Ich hatte noch nie Azimuthprobleme, soll heißen, wenn ich einen Tonkopf in Radiorecordern oder Walkmans justiert habe, habe ich immer Aufnahmen vom AKAI mit anderen und Kaufkassetten verglichen, wenn ich den Kopf auf AKAI justiert habe hab ich versucht bei den Kaufkassetten nochmal nachzujustieren, mit dem Ergebnis, dass der Kopf des AKAIs so genau eingestellt ist, dass ich durch das Nachjustieren den Kopf nur wieder verstellt hatte. Wenn alles ok ist und der Preis nicht über 100 Euro liegt, dann kaufs, lass alles so wie es ist und du wirst Freude dran haben, es sei denn es ist ein halbkaputtest Montagsmodell.

Ich liebe das Gerät und würde es um nichts in der Welt eintauschen. Ich glaube auch diesen ganzen Dragonschmu nicht, das mag vielleicht auf Fremdaufnahmen zutreffen durch die Azimuth Korrektur, aber ein direkt im gleichen Tapedeck aufgezeichnetes Band, richtig eingemssen nimmt sich mit anderen hochwertigen Tapedecks mit Sicherheit nix. Mehr als "Ich höre so gut wie keinen Unterschied zum Original" geht doch garnicht. Einen kleinen Unterschied gibts immer, durch evtl. Unreinheiten im Hochtonbereich, je nach Aufnahme, bei Platten hört man das, da wird aus einem undeutlichen S Laut auf dem Band mal ganz schnell ein Zischen, das man auch nicht weg kriegt. Wenn die Aufnahme aber von Natur aus rein ist, dann klingt sie auf Cassette ziemlich genauso rein.

Die Einmesshilfe ist was ganz tolles, die hat mich noch nie enttäuscht, wenn da was nich funktioniert hat lags am Band, gerade die älteren BASF Bänder neigen dazu dünn zu klingen, da steht der Bias und Level Regler auch am Anschlag und man kann grad so einmessen, aber selbst wenn man im Inneren des Gerätes nachjustiert ändert das nichts, die deutschen Bänder haben keinen hohen Nutzpegel und dadurch kommt auch Dolby zum Pumpen, das liegt aber nicht am Deck sondern an den Bändern und ist auch bei anderen Tapedecks so. wenn man nach der Gebrauchsanweisung geht kann man Fe und CrO2 auf +4 dB und MTL auf +6 dB aussteuern, eine BASF Cassette erreicht den roten Bereich nicht annähernd ohne Verzerrungen, bei AGFA und ORWO war es noch schlimmer. Da leuchten die ersten 3 oder 4 Segmente auf, danach zerrts, oder man akzeptiert eine dumpfe Aufnahme bei anders justiertem BIAS.

Deshalb Kinners: Immer japanische Bänder benutzen. Wenn du TDK SA, Maxel XL II, Sony UX-S oder ähnliches darauf nutzt (und keine Doppelschichtbänder), dann wirst du vom Ergebnis deiner Aufnahmen überrascht sein und beim Monitorbetrieb feststellen, dass der Unterschied zwischen Original und Aufnahme kaum hörbar ist. Nicht nur beim GX75, das gilt auch für andere hochwertige Decks.

LG, Tobi
Drizzt_Baenre
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 28. Nov 2007, 07:48
Morgen,

Danke für die Antworten. Habe ein GX95 ergattert. Aufgrund eurer Beschreibungen kann ich kaum mehr erwarten das Deck auszuprobieren. Werde mich melden sobald ich es habe.

Nochmals danke Andreas
Cosimo_Wien
Stammgast
#8 erstellt: 28. Nov 2007, 11:41

DOSORDIE schrieb:
Zurückhaltend im Hochtonbereich? Hast du mal AKAI Geräte gehört?


Besitze ein GX 95 und eine Maschine GX 646.
Die Meinung, dass AKAI Tapes zurückhaltend im Hochtonbereich sind, haben schon mehrere Forenuser gepostet und selbst Fachzeitschriften sind bei Vergleichstests zum gleichen Ergebnis gekommen.
Grüße, Thomas
ronmann
Inventar
#9 erstellt: 28. Nov 2007, 11:49
habe noch einen alten Vergleichstest mit Sony 950, Akai GX95MK2, Nakamichi und Teac. Im Vergleich wurde dem Akai etwas eingschränkte Dynamik bescheint im Vergleich z.B. zu dem großen Sony, aber das Laufwerk scheint sehr robust zu sein. Hier und da wollen die Kassettenschachtklappen nicht richtig schließen bei älteren Akais, so auch beim 75MK2 eines Bekannten. Einfach mit drücken. Irgendwo stand mal die Lösung im Forum. Das 95er hat zusätzlich ein verkupfertes Chassis, FB hatte auch das 75MK2.
ton-feile
Inventar
#10 erstellt: 28. Nov 2007, 11:53
Hi,

Bin auch seit Jahren zufriedener Besitzer eines GX75 MkII.
Das ist wirklich ein sehr wertiges und wohlklingendes Tapedeck.
Zurückhaltende Höhen bei speziell diesem Gerät kann ich nicht bestätigen, allerdings sind die Höhen in der Praxis bei Tapedecks und Bandmaschinen immer eher zurückhaltend.

Gruß
Rainer
DOSORDIE
Inventar
#11 erstellt: 28. Nov 2007, 16:34
Wenn in den technischen Daten ein Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz angegeben ist, dann müssen die Frequenzen in dem Bereich ja linear sein, sonst würde ja das Falldown schon irgendwo vorher beginnen und man könnte bei jedem Billigrecorder sowas angeben weil er mit Fremdaufnahmen gerade so bis 15 kHz kommt...

Ich verstehe die Aussage höhenarm nicht... Ein guter Recorder - egal ob analog oder digital - ist darauf ausgelegt, dass er Aufnahmen macht die sich vom Original nur möglichst wenig oder garnicht unterscheiden lassen, wäre ein Recorder höhenarm hätte er mit der Originalaufnahmen nichts mehr gemein, er darf weder höhenlastig noch höhenarm klingen, weil sonst die Aufnahme verfälscht wäre. Er muss neutral/linear klingen. Wenn ich eine Cassette mit der Einmesshilfe im AKAI richtig einmesse, dann höre ich nur kleine Unterschiede zum Original die aber nicht im Bereich Frequenzumfang zu suchen sind sondern eher in solchen Geschichten wie der eingeschränkten Dynamik und den Systembedingten Schwächen der Cassette, z.B. unsauberen S Lauten. Natürlich ist mir klar dass eine wirklich lineare Aufnahmen bei Analogtechnik garnicht wirklich möglich ist, weil ja bei der Aufnahme das Signal völlig verbogen und bei der Wiedergabe wieder spiegelbildlich angeglichen wird, aber bei Eigenaufnahmen im jeweiligen Deck ist die Angleichung sicherlich so halbwegs genau, dass alle Frequenzen so ungefähr gleichlaut sein müssten.

In Fremddecks klingen die AKAI Aufnahmen eher höhenlastig, was aber gut ist, weil so auch Dolby Kompatibilität selbst bei leicht unterschiedlichem Azimuth gewährleistet ist, Nakamichi hingegen klingt tatsächlich höhenarm, aber niemals im eignenen Deck. Bei Bandmaschinen ist es das Gleiche, wenn man Bandmaterial benutzt, das nicht auf die Maschine eingemessen ist klingt es höhenarm oder höhenlastig. Aber wie kann eine korrekt eingemessene Aufnahme die ja dann möglichst ausgeglichen gemacht wurde höhenarm oder höhenlastig sein?

Soviel dazu.

LG, Tobi
Drizzt_Baenre
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 28. Nov 2007, 17:35
Hallo Leute,

ihr habt einiges Über geeignete Kassetten geschrieben. Ich habe noch eine unberührte „Sony Metal Master“ Ceramik ist die geeignet oder nicht? Mit der wollte ich das Tape testen.

Danke vorab Andreas
ton-feile
Inventar
#13 erstellt: 28. Nov 2007, 20:42

DOSORDIE schrieb:
Wenn in den technischen Daten ein Frequenzgang von 20 Hz bis 20 kHz angegeben ist, dann müssen die Frequenzen in dem Bereich ja linear sein, sonst würde ja das Falldown schon irgendwo vorher beginnen und man könnte bei jedem Billigrecorder sowas angeben weil er mit Fremdaufnahmen gerade so bis 15 kHz kommt...

Ich verstehe die Aussage höhenarm nicht... Ein guter Recorder - egal ob analog oder digital - ist darauf ausgelegt, dass er Aufnahmen macht die sich vom Original nur möglichst wenig oder garnicht unterscheiden lassen, wäre ein Recorder höhenarm hätte er mit der Originalaufnahmen nichts mehr gemein, er darf weder höhenlastig noch höhenarm klingen, weil sonst die Aufnahme verfälscht wäre. Er muss neutral/linear klingen. Wenn ich eine Cassette mit der Einmesshilfe im AKAI richtig einmesse, dann höre ich nur kleine Unterschiede zum Original die aber nicht im Bereich Frequenzumfang zu suchen sind sondern eher in solchen Geschichten wie der eingeschränkten Dynamik und den Systembedingten Schwächen der Cassette, z.B. unsauberen S Lauten. Natürlich ist mir klar dass eine wirklich lineare Aufnahmen bei Analogtechnik garnicht wirklich möglich ist, weil ja bei der Aufnahme das Signal völlig verbogen und bei der Wiedergabe wieder spiegelbildlich angeglichen wird, aber bei Eigenaufnahmen im jeweiligen Deck ist die Angleichung sicherlich so halbwegs genau, dass alle Frequenzen so ungefähr gleichlaut sein müssten.

In Fremddecks klingen die AKAI Aufnahmen eher höhenlastig, was aber gut ist, weil so auch Dolby Kompatibilität selbst bei leicht unterschiedlichem Azimuth gewährleistet ist, Nakamichi hingegen klingt tatsächlich höhenarm, aber niemals im eignenen Deck. Bei Bandmaschinen ist es das Gleiche, wenn man Bandmaterial benutzt, das nicht auf die Maschine eingemessen ist klingt es höhenarm oder höhenlastig. Aber wie kann eine korrekt eingemessene Aufnahme die ja dann möglichst ausgeglichen gemacht wurde höhenarm oder höhenlastig sein?

Soviel dazu.

LG, Tobi


Hallo Tobi,

du hast mit deiner Kritik imO insofern recht, dass ich mich nicht gut ausgedrückt habe.

Mit dem "höhenarm" meinte ich den im Vergleich zu digitalen Medien viel früher einsetzenden Pegelabfall in den Höhen.

Ein Studer Masterrecorder A80 hat zB. bei 38cm/sek einen Frequenzgang über Band von 60Hz bis 15KHz +/-1dB und 30Hz bis 18kHz +/-2dB.
Bei 19cm/sek sind es nur noch 60Hz bis 12kHz +/-1dB und 30Hz bis 15kHz +/-2dB.

Die Aufnahmen klingen trotzdem wunderbar und es fehlen subjektiv auch keine Höhen.

Ich finde die Bedienungsanleitung von meinem GX nicht. Was gibt denn Akai für das GX75 MkII an? Vor allem ist es wichtig, um welchen dB-Wert die Amplitude bei 20kHz schon gefallen ist.


Es wäre wirklich interessant, das beim GX75 mal zu testen.
Wenn Interesse besteht, kann ich ja am WE mal eine Frequenzgangmessung versuchen.
Wobei mich da der Frequenzgang von normalen Cromdioxyd-Bändern mehr interessieren würde, weil die mein Normalmedium sind.

Gruß
Rainer

Edit: Rechtschreibfehler


[Beitrag von ton-feile am 29. Nov 2007, 07:35 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#14 erstellt: 28. Nov 2007, 20:58
Frequenzgangmessungen bei Cassetten und Tonbandgeräten sind eh schwierig, die Bänder sind in den Höhen so empfindlich, dass reine sinustöne schwierig aufs Band zu kriegen sind, die überlagern dann schon sehr früh mit irgendwelchen Resonanzfrequenzen. Ist zwar auch Bandabhängig aber den maximalen Pegel erreicht man mit einem Sinuston erfahrungsgemäß nicht. Wenn man aber normale Musik die das komplette Spektrum umfasst aufnimmt hört man das absolut nicht. Es macht sich dann eben nur durch die Unreinheiten bei zischenden S Lauten bemerkbar. Komisch ist, dass die S Laute nicht unrein werden, wenn sie auf dem Original rein sind, wenn sie bei einer Schallplatte aber schon etwas kritisch sind, wirds auf der Aufnahme auf Band dann noch deutlicher hörbar. Das mit dem Dynamikumfang mag an dem hohen Frequenzgang liegen, das habe ich aber schon bei vielen besseren Tapedecks bemerkt, es müssen ja auch mehr Frequenzen aufs Band.

Mal so zum Vergleich, mit einem Philips EL3302 (quasi ein Update vom ersten Cassettenrecorder) von 1968 kann man sehr laut aussteuern, selbst Ferroband ist dann bei modernen Geräten unermesslich im roten Bereich und völlig übersteuert, klingt aber kein bisschen verzerrt, aber das Gerät kommt auch nur bis 8 kHz glaube ich. Wenn man ein Tapedeck hat das bis 14 oder 15 kHz geht hört man das kaum, es fällt nur in der Brillianz etwas auf, aber auch nur, wenn man einen direkten Vergleich zum Original macht oder eine Aufnahme aus einem anderen Tapedeck vergleicht, das eben höher kommt. Mit dieser Einschränkung muss man leben, man hört zwar von den Frequenzen oberhalb 15 kHz fast nichts mehr, aber sie sind da und müssen aufs Band, dadurch sinkt der Dynamikumfang.

In meiner Gebrauchsanweisung steht:

Fe: 20 Hz - 19 kHz +- 3dB
CrO2: 20 Hz - 20 kHz +- 3dB
MTL: 20 Hz - 21 kHz +- 3dB

LG, Tobi
Cosimo_Wien
Stammgast
#15 erstellt: 29. Nov 2007, 10:53
Technische Daten sind aber nur die eine Seite der Medaille, das Gehör und das Gehirn funktionieren etwas komplizierter, als es sich mit Frequenzen und dB ausdrücken läßt.
Wie läßt es sich sonst erklären, dass zwar kaum jemand einen Sinuston von 20 kHz und darüber hören kann, der Klangeindruck bei der mit 20Hz - 20 kHz und 16 bit-Auflösung beschnittenen herkömmlichen CD aber hinter den hochauflösenden und breitbandigeren Medien zurück bleibt.
Nicht umsonst geben sich die Hersteller viel Mühe, um die Daten der CD auf bessere Auflösung und höhere Frequenzen hochzurechnen.
Genau das war/ist aber der Vorteil von guten Analogkomponenten, sie sind in Auflösung und Frequenz nicht "künstlich" beschnitten wie die CD. Selbstverständlich sind auch Analogkomponenten keine "idealen" Datenträger, aber eben in Frequenz und Auflösung nicht "absichtlich" begrenzt, zur Begrenzung der Datenmenge wie bei der CD.
Die AKAI Tapes sind unzweifelhaft faszinierende Komponenten, vorallem was Mechanik und "Anfassqualität" anbelangt, wie oben geschrieben habe ich selbst ein GX 95 und eine GX 646. Doch klanglich, vorallem in den Höhen, geht wesentlich mehr, z.B. Teac V 8030, V 6030, Sony TKA6ES und vorallem Pioneer CT 95.
Grüße, Thomas
gangster1234
Inventar
#16 erstellt: 29. Nov 2007, 16:29

Drizzt_Baenre schrieb:
Guten Morgen,

Habe in der bucht 2 Angebote dieses Decks gesehen, meine Fragen: Ist das ein gutes Deck (Jeder Verkäufer preist seines ja als das Ultimative Deck an).
Was darf es kosten? (Ungefährer Richtwert)

mfg Andreas


Nicht wenige der alten Helden haben diverse Defekte. Solide ist etwas anderes. Da nützt auch kein unkaputtbarer Glaskopf. Es gibt halt immer wieder mal einen Run darauf. Meist vor Weihnachten.

gruß gangster
hf500
Moderator
#17 erstellt: 29. Nov 2007, 23:03
Moin,
oben stand etwas zu inkompatiblen Aufnahmen bei Nakamichi.
Der Grund ist einfach, Nakamichi benutzt eine eigene Entzerrung und nicht
den Standard (IEC), den so ziemlich alle anderen Geraete haben.

Daher sind die nur zu sich selbst kompatibel.

Wenn ich mich recht erinnere, werden die Frequenzgrenzen bei Heimtonbandgeraeten
auf -5dB gegenueber dem Pegel bei 333Hz bezogen, soweit nichts anderes angegeben ist.
Den Frequenzgang misst man uebrigens bei 20dB unter Vollaussteuerung, bei 0dB bekommt
man einen Haufen Kombinationstoene, weil Vollaussteuerung auf 3% Klirr bezogen wird.

73
Peter
ronmann
Inventar
#18 erstellt: 29. Nov 2007, 23:22
Das kann ich mir gar nicht so recht vorstellen, dass Nakamichi zu anderen inkompatibel ist. Die sorgen durch Einmessen genauso dafür dass der Frequenzgang gerade ist, die Verbiegungskurve von Dolby ist genormt, wieso soll da was anders sein? Ich glaube auf HXPro für bessere Höhenaussteuerbarkeit verzichtet man glaube ich. Oder hieß das so? Ist schon zu lange her.
op111
Moderator
#19 erstellt: 30. Nov 2007, 09:19
Hallo zusammen,
meine Nakamichi-Tapedecks hatten wie Peter dargestellt hat, eine von der Norm abweichende Entzerrung.
Da sich die unterschiedlichen Charakteristiken sowohl auf Aufnahme als auch Wiedergabe auswirken, bleibt der Frequenzgang linear, sofern man auf dem selben Gerät wiedergibt, auf dem man aufgenommen hat.
Fremdcassetten werden falsch wiedergegeben.
Auch eine nicht ganz freundliche Art der Kundenbindung.

Das interne Dolby greift erst auf das entzerrte Signal (linearisierte) Signal zurück, von der Aufnahme/Wiedergabeentzerrung ist es unabhängig, ebenso wie von der Bandsorteneinstellung (Fe,Cr,Met), die ja auch die Entzerrung verändert.

Ich hatte auch mit Nakamichis externem Dolby-C Kompatibilitäts-Probleme. Dort hat man anscheinend auch nicht dem Standard entsprechende Veränderungen vorgenommen, oder viel zu weite Toleranzen erlaubt.


[Beitrag von op111 am 30. Nov 2007, 09:20 bearbeitet]
Drizzt_Baenre
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 13. Dez 2007, 19:23
Hallo Leute,

Habe heute meinen GX95 erhalten und war begeistert
Perfekter Zustand! und den Klang finde ich sehr sehr gut!

Habe aber gleich noch eine Bitte es war keine BDA dabei Hat jemand eine in Elektronischer Form? Oder weiß hoher man eine bekommt? Da die Firma Akai nicht mehr existiert, wird das schwer werden.

Im Google habe ich nichts gefunden

Danke Andreas
fmx
Stammgast
#21 erstellt: 14. Dez 2007, 12:08
Hallo Andreas
Ich habe eine für das GX75, das soll ja bis auf Holzwangen und Fernbedienung dasselbe sein.
Schick mir bei Interesse eine PN mit deiner Emailadresse, ich schick dir's dann zu.

mfg fmx
Drizzt_Baenre
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 15. Dez 2007, 07:49
@fmx

Besten Dank die BDA ist angekommen.

Andreas


[Beitrag von Drizzt_Baenre am 15. Dez 2007, 07:50 bearbeitet]
voelki60
Neuling
#23 erstellt: 23. Dez 2007, 11:44
Hallo werte Forumsgemeinde,

auch ich bin nun stolzer Besitzer eines GX-75 MKII. Ich habe es einem Kollegen abgekauft, der es seit Jahren nicht mehr benutzte.
Nach gründlicher Reinigung des Innenlebens, stellte ich zu meiner Begeisterung fest, daß die Aufnahme- und Wiedergabequalität (immer noch) ausgezeichnet ist. Ich musste leider feststellen, dass es kaum noch metallbänder zu kaufen gibt, weder bei den Branchenriesen noch im ansonsten gut sortierten kölner Fachhandel. Nun habe ich hier gelesen, daß das GX-75 ein wenig "hadert mit Metallbändern. Kann mir jemand einen Tip geben, mit welcher Kasette ich das beste Ergebins erziehle?
Leider war keine Bedienungsanleitung mehr da und googlen brachte auch nichts. Könnte mir jemand vielleicht diese per PN zukommen lassen?
So, als "Neuling" noch eine letzte Frage:
Wie funktioniert das manuelle Kallibrieren?
Müssen beide Pegel auf gleiche Höhe gebracht werden, oder so nah wie möglich an die Marker Positionen?
Diese Forum ist echt "EINSAME SPITZE", bin für jede Hilfe dankbar.
Allen hier eine Frohes Fest und guten Rutsch
fmx
Stammgast
#24 erstellt: 23. Dez 2007, 12:01
Hallo voelki60

Schick mir deine Emailadresse ich sende dir die BDA dann zu.
Das mit dem Kalibrieren ist darin alles beschrieben.

mfg fmx
gdy_vintagefan
Inventar
#25 erstellt: 23. Dez 2007, 12:12
Und noch mal zu den Bändern:

Ich hatte nun zwar damals leider ein Akai-Exemplar mit ein paar Macken ("Montagsserie"), aber meine Erfahrung ist, dass auch Chromdioxidband nicht immer gleich Chromdioxidband ist. Die teureren Bänder, speziell Maxell XL II-S und TDK SA-X, scheinen auch nicht ganz so mit diesem Deck zu harmonieren. Das schrieben auch schon mal andere Foren-User. Bei mir hatten diese Bänder schon ziemlich schnell Höhenverluste, eine ältere Serie der XL II-S (die mit dem goldenen Label) ließ sich gar nicht benutzen, die späteren mit dem schweren Gehäuse funktionierten wieder besser (die gab's zu der Zeit noch neu), aber eben noch nicht ganz optimal.
Die besten Erfahrungen machte ich mit den "Standardkassetten" aus dem Chromprogramm: Maxell XL II und TDK SA.
Überhaupt waren das, auch in meinen anderen Decks, stets sehr unkomplizierte und zuverlässige Kassetten.

Meines Wissens gibt es zumindest die TDK SA heute noch.

Gruß
Michael
DOSORDIE
Inventar
#26 erstellt: 23. Dez 2007, 13:27
Also ich habe in dem Deck sämtliche Sonys ausprobiert, die scheinen alle mehrschichtig zu sein, das klappt nicht, klingt stumpf auch wenn sie nach der Anzeige richtig eingemessen sind, wunderbar hingegen klingen BASF Metallcassetten, vor allem die TP IV und die 353er, die lassen sich auch unendlich hoch aussteuern, super ist auch TDK MA und andere ältere Typen aus dem TDK Programm, die gehen aber nicht ganz so hoch, That's klappt auch super. ich muss aber sagen, dass das Deck mit guten Ferro und Chrombändern so tolle Ergebnisse liefert, dass es eigentlich Schwachsinn ist so viel Geld für Metallcassetten auszugeben, ich habe zwischen Typ II und Typ IV noch nie einen hörbaren Unterschied gehört, auch in anderen Decks nicht, natürlich ist das Rauschen minimal geringer, aber die 2 dB sind wirklich so gering, dass sie wahrscheinlich nicht mal im direkten Vergleich groß auffallen.

Am Besten du nutzt für das Deck TDK SA, Maxell XL II oder Sony UX-S, ältere BASF Cassetten lassen sich gerade so einmessen (dafür kann aber das Deck nichts), sind aber nicht so hoch aussteuerbar, dennoch kann man damit wunderbare Aufnahmen machen, Dolby klingt damit allerdings etwas stumpf, die letzten BASF Bänder, die noch unter dem Namen EMTEC verkauft wurden sind aber gleichwertig mit den japanischen Cassetten, ältere BASF TP II und BASF Chrom Maxima lassen sich auch durchaus nutzen, vorsicht aber mit dem Dolby, das pumpt bei denen ganz gerne mal, das ist aber jetzt allgemein, nicht nur beim GX75 so.

Desweiteren erzielen

TDK SF
TDK Super CDing (II)
maxell SQ
maxell UD
TDK D
Sony CD it

und diese ganzen "Sparkassetten"

und allgemein alte Sony Cassetten vor 1987 sehr gute Werte, die Anfang der 90er sind dann auch wieder ok, die End 80er Serie ist aber sehr Dropoutlastig, diese Probleme hatte ich aber nicht nur mit dem GX75.

Metal Z von Fuji habe ich noch nicht ausprobiert. Auf keinen Fall solltest du Restbestände von Metal ES oder Metal XR von Sony kaufen, die klingen auf dem GX75 nicht, da brauchst du eine 3 fache Kalibrierung.

Zur Einmessung:

So lange drehen bis beide Balken gleichlang sind und bis zum roten Pfeil zeigen, ich mache das immer so, dass die ersten 2 roten Segmente noch ab und an mal aufblinken, minimal mehr Sättigung tut dem Dolby nicht schlecht.

Achja, alte deutsche Bänder sind so schlecht, dass sie sich garnicht einmessen lassen, bei BASF LH ist es unmöglich 2 gleichlange Balken zu bekommen und wenn man das dann mal hinbekommt, dann ist die Sättigung so beschissen, dass man nicht in den roten Bereich aussteuern kann. Das ist dann erst ab den besseren Typen möglich LH extra und LH super oder wie die alle heißen, die sind dann aber wirklich ganz gut. Genauso verhält es sich bei AGFA, SUPERFERRO ist ein ganz ausgezeichnetes Band, es lässt sich sehr hoch aussteuern und klingt für ein Normalband sehr gut, im Gegensatz dazu kannst du alle Typen darunter vergessen, und die Chromcassetten sind auch mist, erst ab den IEC Typen fängts an besser zu werden, Superchrom HDX z.B. geht dann schon und Folgetypen sind auch besser. ORWO Cassetten aus der DDR, die Typ I Bänder sind durchaus zu gebrauchen, bei Typ II gibts Schwierigkeiten wegen der geringen Sättigung. Auf Ostgeräten klingen die gut, weil sie darauf eingemessen sind, haben dann aber ein hohes Grundrauschen, ich würde fast behaupten die Typ I Bänder aus der DDR sind besser, auf die 2 kHz pfeiff ich.

Mit Mehrschichtbändern habe ich Allgemein Probleme, Maxell XL-S II ist, selbst wenn sie neu ist unbrauchbar, vor allem die alten goldenen, und gerade die sehen doch so schön aus, wenn man denn mal beide Balken gleichlang bekommt klingt die Cassette total kaputt. Bei den schwarzen hat man ab und an die Chance dass sie besser klingen, aber dann auch nicht perfekt, auf anderen Decks funktionieren die aber auch nicht richtig, entweder sie klingen dumpf oder lassen sich nicht richtig einmessen, da braucht man schon ein Deck mit 3 stufiger Kalibrierung, komischerweise funktioniert aber die TDK SA-X sehr gut im GX75, zumindest die alten goldenen.

Bänder vor Ende der 70er sind allerdings generell nicht so dolle, dazu zählen nicht nur die Deutschen sondern auch die Sony Chromcassetten beispielsweise.

Fuji allgemein machte bei mir nie eine sehr gute Figur, auch in anderen Decks nicht, wenn sie neu und unbespielt sind vielleicht, aber irgendwie neigten die dazu Dropouts bei der Neuaufnahme zu erzeugen, die vorher irgendwie garnicht da waren.

Jetzt fallen mir keine Bänder mehr ein, die ich schon ausprobiert habe...

LG, Tobi


[Beitrag von DOSORDIE am 23. Dez 2007, 13:41 bearbeitet]
ronmann
Inventar
#27 erstellt: 23. Dez 2007, 13:45
von Denon gab es auch eine gute Metallkassette, von der mein Bekannter mit seinem GX75MK2 schwärmte. So um die 10DM. Ich glaube 3 oder 4 Buchstaben war der Name der Kassetten. Auch nach Jahren keine Höhenverluste.
Ich frage mich gerade warum man Kassetten überhaupt verschieden einmessen muß. Worin liegt der Unterschied? Unterschiedlich dickes Kunststoffband und verschieden dicke Beschichtung? Der Unterschied Typ1 2 und 4 ist mir klar.
DOSORDIE
Inventar
#28 erstellt: 23. Dez 2007, 15:07
Von Denon.... richtig, HD6/S und HD8/S besitze ich einige, ganz großartig, sehen auch cool aus.

Na is doch logisch. Das Original Chromdioxidband (mal so als Beispiel) war ja glaub ich von der BASF, der Japaner hat dann versucht, das nachzuäffen weil das BASF Band ja lizensiert war mit dem Ergebnis, dass die Japaner das besser hinbekommen haben, aufgrund der unterschiedlichen Magnetpartikelbeschichtungen und Gemische gibts logischerweise auch Abweichungen von den 120 oder 70 us (u sei jetzt mal das zeichen für Mikro) und Unterschiede in der Sättigung, weil unterschiedliche Magnetschichten ja auch unterschiedlich auf die Magnetisierung reagieren, deshalb muss man das angleichen.

Ich vermute das jetzt einfach mal so... ist das richtig?

LG, Tobi
gdy_vintagefan
Inventar
#29 erstellt: 23. Dez 2007, 16:30
Wenn es auch alte gebrauchte Kassetten sein dürfen, dann ist die Maxell UDXL II um 1980 ein Geheimtipp von mir. Diese Kassette gab es auch als "Hitachi EX". Damit habe ich in den meisten Decks optimale Ergebnisse erzielt. Sehr gut ist aber auch ihr Nachfolger XL II der ersten Generationen (schwarz/gold, gold). Wobei aber auch die späteren XL II stets sehr gute Kassetten waren.
Wie Tobi schon schreibt, war AGFA Superferro ein ganz hervorragendes Band, wohl so ziemlich das Beste, was ich in der Typ I Klasse hatte. Leider waren aber die Gehäuse nicht so gut, so dass manche anfingen zu leiern. Ähnlich war das bei mir auch mit den BASF-Kassetten der 80er (z.B. CR-S II), da war die Mechanik der Schwachpunkt, während die Bänder gar nicht mal schlecht waren. Aber zumindest in meinem GX-75 funktionierten diese BASF auch auf mechanischer Seite (beim kleineren Bruder GX-67 war genau das Gegenteil der Fall).

Stimmt, diese DENON Chromkassetten sind auch ein Geheimtipp. Davon hatte ich Mitte der 90er mal etliche.
voelki60
Neuling
#30 erstellt: 23. Dez 2007, 16:35
Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure hilfreichen Antworten.
@fmx: Das Angebot der BDA nehme ich gerne an, Du hast eine PM
Bin jetzt ein wenig schlauer

Grüße, voelki60
ronmann
Inventar
#31 erstellt: 23. Dez 2007, 16:54
Dosordie, nimm doch einfach das Zeichen µ für micro
("Alt Gr" und "M" drücken)
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