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problem mit RFT-Spieler Ziphona Türkis stereo

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thePatient
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 26. Dez 2008, 15:00
hallo zusammen.
mein dad gab mir seinen alten plattenspieler, dafür hab ich mir jetzt nen verstärker dazu geholt mit phonoeingang. leider ist der ton von der platte viel zu laut und irgendiwe sehr kratzig. lass ich den plattenspieler über einen aux oder tuner-eingang laufen so is wiederum das signal viel zu leise und irgendwie fehlts an höhen, bässen, klingt einfach lahm.
bin sehr frustiert weil nun nix gut klingt und der verstärker mir grad voll sinnlos vorkommt. bitte um fachmännische unterstützung, bin voller laie. beste grüße

amp: tangent amp-50
plattenspieler: RFT Ziphona Türkis stereo
richi44
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 26. Dez 2008, 15:42
Der Plattenspieler hat (vermutlich) ein Kristallsystem, das NICHT am Phonoeingang angeschlossen werden kann.
Und ein Anschluss an einem anderen Eingang des Verstärkers ist ebenfalls nicht optimal. Das Ding war mal für Röhrengeräte gebaut, die eine viel höhere Eingangsimpedanz haben als heutige Transistorgeräte.
Wenn Du gut löten kannst, kann man Dir ein Anpassteil zeichnen, wo Du die Bauteile kaufen und nur noch zusammenlöten musst. Das wird dann am Phonoeingang angeschlossen. Aber was wirklich feines wird das NIE!
thePatient
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 26. Dez 2008, 16:21
hmm, naja nen paar gitarreneffektgeräte hab ich mir mal selber gebaut, aber wenn es eh nie was richtiges bring, schade.
wäre da die anschaffung eines anderen amps sinnvoll? hab noch rückgaberecht... oder wär da die anschaffung eines neuen plattenspielers sinnvoller. bedenk das es nich kostenintensiv werden darf^^ ...
naja ersma besten dank
richi44
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 26. Dez 2008, 18:00
also, das Selbstgebastel betrifft die Stecker für das Zwischenstück (oder Du baust es gleich im Plattenspieler zwischen Kabel und Anschluss ein), etwas Kabel und zwei Kondensatoren und zwei Widerstände. Wenn Du also die Stecker und das Kabel sparen kannst, ist es wirklcih mit einigen Cent erledigt.

Aber wenn Du so direkt fragst: Der Verstärker ist kaum sein Geld wert, aber denn noch wäre der Plattenspieler die bessere Wahl, weil Du mit einem besseren Plattenspieler die Platten mehr schonst als mit so einem Hobel.

Aber bastel Dir mal das folgende Stück (ich zeichne es mit den Cinchsteckern und -Buchsen, damit gleich klar ist, wo rein (limks) und wo raus). Und ich zeichne nur einen Kanal, also das Ganze zwei mal.



[Beitrag von richi44 am 26. Dez 2008, 18:04 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#5 erstellt: 26. Dez 2008, 18:08
Hallo,

den Türkis kenne ich. Ist ein DDR-Gerät, Reibradler, Blechteller, grobschlächtiger Tonarm.

Er hat wohl entweder das Keramiksystem KS231 oder das Kristallsystem CS24/29 eingebaut. Das ist einfach vorne in die Headshell eingeschoben.
Damit kommt der Plattenspieler definitiv nicht an einen Phonoeingang, sondern müsste an einem Hochpegeleingang betrieben werden (AUX, CD...), wie richi44 schon sagte.
Der Klang wird trotzdem nicht zufriedenstellend sein, so richtig passt das nämlich trotzdem nicht (habe ich selbst schon ausprobiert).
Habe noch einen Rubin 2000 Stereo stehen, der hat einen integrierten Verstärker und klingt halbwegs passabel (mit CS29 Kristallsystem).

Wenn du nicht gerade auf Ostalgie stehst oder ein Fan solch alter, einfach gestrickter Geräte bist, empfehle ich dir, einen anderen Plattenspieler anzuschaffen. Zumindest einen mit Magnetsystem.

Ich will den Türkis keinesfalls schlechtreden, für Sammler sicher ein interessantes Gerät.
Aber für's "normale" Plattenhören eher weniger geeignet, meiner Meinung nach.
Du kannst ihn auch nicht auf Magnetsystem umrüsten; der Tonarm erlaubt ja nicht einmal eine Einstellung der Auflagekraft.


Einen brauchbaren Einstiegs-Plattenspieler bekommst du schon für ca. 20 Euro und darunter (natürlich gebraucht), neue Tonabnehmer dafür gibt es dann auch für 20-40 Euro.


Gruß
Benjamin
thePatient
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 26. Dez 2008, 20:30

richi44 schrieb:
also, das Selbstgebastel betrifft die Stecker für das Zwischenstück (oder Du baust es gleich im Plattenspieler zwischen Kabel und Anschluss ein), etwas Kabel und zwei Kondensatoren und zwei Widerstände. Wenn Du also die Stecker und das Kabel sparen kannst, ist es wirklcih mit einigen Cent erledigt.

Aber wenn Du so direkt fragst: Der Verstärker ist kaum sein Geld wert, aber denn noch wäre der Plattenspieler die bessere Wahl, weil Du mit einem besseren Plattenspieler die Platten mehr schonst als mit so einem Hobel.

Aber bastel Dir mal das folgende Stück (ich zeichne es mit den Cinchsteckern und -Buchsen, damit gleich klar ist, wo rein (limks) und wo raus). Und ich zeichne nur einen Kanal, also das Ganze zwei mal.



oh danke.
und dadaurch wird wohl der sound gedämpft und kommt weniger kratzend zum amp? wär ja cool wenns so einfach klappt... (jetz grad nochmal ganz doof: für 230V spannung aber, bei effekten hab ich immer mit 9V gearbeitet... ?.)
edit: so einen hier http://www.mercateo....ondensator_250V.html und widerstand als kohle od so mit 5% toleranz is doch ausreichend


[Beitrag von thePatient am 26. Dez 2008, 20:45 bearbeitet]
thePatient
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 26. Dez 2008, 20:35
@ Bepone,

schade is es schon, da er an sich noch gut funktioniert. du meinst aber wegen den tonabnehmern, dass ich die brauch wenn die bei nem gebrauchten hinüber sind, oder wie.
naja mal sehn, ach das müsste doch auch mal gleich alles passen^^...
danke
Bepone
Inventar
#8 erstellt: 26. Dez 2008, 21:03
Hallo thePatient,

wie ist denn dein richtiger Name (damit könnte man dich besser ansprechen)?

Nein, ich meinte mit meinem Beitrag vorhin, dass du mit dem Ziphona Rubin wohl nicht allzu lange Freude haben wirst, wenn du wirklich ernsthaft Platten hören willst.

Einen neuen Tonabnehmer (CS 29) wirst du für den Türkis schon noch bekommen. Auch die Nadeln gibt es noch einzeln.

Es ist nur so, dass die Musikqualität mit diesen von mir genannten Kristall- bzw. Keramiktonabnehmern, die bei den RFT Geräten zum Einsatz kamen, nicht die beste ist.
Und andere Tonabnehmer passen an den Türkis leider nicht ran.


Versteh mich nicht falsch, ich habe auch mit einem Rubin 2000 angefangen, Platten zu hören. Dachte auch, das klingt ganz vernünftig.
Als ich dann aber mal einen Plattenspieler mit Magnetsystem hörte, war mir klar, mit dem Rubin geht es nicht weiter.



Ach ja, falls du nicht weißt was ich mit "System" meine: Das ist das Teil, was vorne am Tonarm montiert ist. Es wird auch Tondose, Tonabnehmer, Abtaster genannt.
Dort ist auch die eigentliche Abtastnadel montiert, welche in die Plattenrillen eintaucht.

Tonabnehmer arbeiten nach verschiedenen Prinzipen, so gibt es die genannten Keramik- und Kristalltonabnehmer und Magnettonabnehmer.
Es gibt da auch noch einige Unterarten; wenn dich das interessiert wirst du auch hier im Forum tiefgreifenderes Infomaterial finden.

Nur soviel noch, erst mit einem Magnettonabnehmer ist es möglich, überhaupt die HIFI-Norm zu erreichen.


Gruß
Benjamin
thePatient
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 26. Dez 2008, 23:06
ahh, und ich bräuchte nun für meinen phonoeingang am amp einen plattenspieler mit magnettonabnehmer. da wäre der klang dann klarer und nicht mehr so kratzig und verzerrt.

besten dank!
welche geräte wären da jetz zu empfehlen, irgendwelche favouriten in euren kreisen?

mfg andré

edit: wäre da ein phono-vorverstärker vlei sinnvoll, da brauch ich keinen neuen plattenspieler, od müsst den amp vlei nich mal zurück geben...
oder amp mit mc/mm-umschalter,
bin für bessere amp-vorschläge immer zu haben.

gruß


[Beitrag von thePatient am 26. Dez 2008, 23:59 bearbeitet]
rorenoren
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 27. Dez 2008, 08:39
Moin,


das Kristallsystem hat eine Ausgangsspannung von ca. 1 Volt.

Ein Magnetsystem hat ca. 3 Millivolt.

Das Kristallsystem könnte theoretisch an einen anderen Eingang angeschlossen werden.
(Tuner, Tape, Aux usw.)

Das funktioniert aber nur sehr eingeschränkt, weil der Eingangswiderstand moderner Verstärker, also auch der des Tangent, zu niedrig ist.

Du wirst da etwas hören, es wird nicht ganz so schlimm verzerren, aber Bässe wird es nicht geben.

Die Schaltung von Richi44 eröglicht es, das Kristallsystem an den Phonoeingang anzuschliessen.

Sie verkleinert das Signal entsprechend und "biegt den Frequenzgang etwas gerade".

Damit könntest du im Rahmen der Möglichkeiten des Kristallsystems musikhören.

Besonders gut klingt so ein System aber eben nicht.
(auch bei bescheidenen HiFi Ansprüchen nicht)

Zusätzlich ist das Auflaggewicht solcher Systeme meist höher als das von Magnetsystemen.
(auch die Nachgiebigkeit der Nadelaufhängung ist härter)

Damit verschleissen die Platten schneller.

Dein Verstärker dürfte in seiner Preisklasse OK sein und ist hier sicher nicht das Qualitätsproblem.
(hörbar verzerren darf auch ein billiges Gerät nicht)

Mit einem Magnetsystem an deinem Verstärker wird der Klang deutlich klarer und sauberer sein, als es bisher der Fall war.
(ganz minimal verzerren Schallplatten je nach Zustand)

Da dein Verstärker einen eingebauten Phono Vorverstärker hat, brauchst du keinen extra zu kaufen.
(es sei denn, du willst unbedingt ein (teures) MC (moving coil) System anschliessen)

Ein Kristallsystem braucht eigentlich keinen Phonovorverstätker, Richis Schaltung passt es nur daran an.


Die sinnvollste Lösung würde ich so sehen:

du kaufst dir irgendwo günstig (ab ca 10 Euro aufwärts) einen gebrauchten Plattenspieler.

Das sollte ein "HiFi Gerät" sein, also kein DJ- Dreher oder "Nostalgie Plattenspieler".
(beispielhafte Bezeichnung für modernen Schrott)

Ein schlichter Dual Plattenspieler (eigentlich fast alle Modelle) mit Shure M75 System wäre zum Beispiel schon eine sehr deutliche Steigerung.
(Ersatznadeln gibt es notfalls für ca 15 Euro(Nachbau) bis ca 40 Euro(Original) neu, ganze, neue Magnetsysteme ab ca 20 Euro)

Die kleinsten Modelle haben bei Dual hinten kleine Zahlen.

Ein Dual 1214 ist zum Beispiel ein Gerät, das gerade eben so brauchbar wäre, ein 1219 das Topmodell aus derselben Zeit.
(70er- 80er Jahre, die beste Zeit der Plattenspieler)

Diese Geräte gibt es sehr preiswert beim Trödler, in der Bucht oder auf dem Flohmarkt.

Es lohnt sich, hier ein überholtes Gerät zu erweben, wenn man keine Lust hat zu basteln.
(dann ist es aber teurer)

Oft sind die Geräte aber selbst nach über 30 Jahren noch funktionsfähig.
(es gibt eigentlich kaum wirkliche Defekte, nur verharztes Fett und zu wenig Öl und den "Steuerpimpel", ohne den aber nur die Automatik nicht geht)

Natürlich gibt es auch andere Plattenspieler die sich eignen, aber Dual ist eine sichere Bank.
(Thorens (teuer aber fast immer gut bis hervorragend), PE, Philips, Technics usw. sind auch meistens gut)

Vielleicht wohnt in deiner Nähe ein Forenmitglied, das dir einen solchen Plattenspieler (oder einen anderen) günstig überlässt.

Du kannst ja mal deinen Standort angeben.

Fazit:

Der Verstärker ist nicht das Problem,
ein Plattenspieler mit Magnetsystem würde dein Problem vollständig lösen.

Gruss, Jens


[Beitrag von rorenoren am 27. Dez 2008, 08:44 bearbeitet]
Bepone
Inventar
#11 erstellt: 27. Dez 2008, 11:57
Hallo André,

Jens hat es ganz gut auf den Punkt gebracht.

Ich möchte noch hinzufügen, dass sich im Prinzip so gut wie jeder 70er-80er Jahre Plattenspieler eignet, halbwegs vernünftig Platten zu hören.


Mit Dual bist du aber meistens schon gut beraten.


Du musst dabei auf folgende Dinge achten:
- Der Plattenspieler soll eine Headshell mit 1/2 - Zoll - Aufnahme haben. Das sind 2 Langlöcher im Halbzoll - Abstand. Dort lassen sich dann alle Systeme ranschrauben, die entsprechende Löcher haben - das ist bei den meisten erhältlichen der Fall.
- Der Tonarm soll eine einstellbare Auflagekraft (z.B. drehbares Gegengewicht mit Skale) haben.
- Der Plattenspieler sollte "Antiskating" haben, das ist meist ein Drehrädchen mit Skale.
- Wenn dein Verstärker Cinch-Eingänge hat, sollte der Plattenspieler auch Cinchstecker für das Tonsignal haben, sonst brauchst du einen Adapter. Ist aber nicht das Problem.


Mein zweiter Plattenspieler war z.B. ein Grundig PS-2500, den ich bei ebay für 1€ ersteigert habe. Dort steckt Technik von Technics drin.
Dafür musste ich mir allerdings noch einen neuen Riemen (10€) und eine neue Nadel für den montierten Tonabnehmer (15€) kaufen.
Der Grundig ist zwar ein Plasteteil, aber fürs Plattenhören schon recht gut brauchbar und um Längen besser als der heutzutage angebotene Sondermüll für unter 100€.
Zudem ist er noch ein Vollautomat.


Gruß
Benjamin
thePatient
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 27. Dez 2008, 13:04
Besten Dank!
Finsterling2312
Neuling
#13 erstellt: 18. Jan 2009, 00:27
Hallo,
ich bin hier gelandet, weil ich ursprünglich nach der Auflagekraft für den Türkis suchte...

Der Türkis erschien damals in drei Varianten, 1. mit Kristallsysten (grau), 2. mit Keramiksystem (schwarz), und 3. mit einem verbesserten Laufwerk und Magnetsystem (Blech von vorn sichtbar).
Dieser hat allerdings den Vorverstärker im Gerät integriert, somit sind alle Geräte am normalen Audioeingang, nicht am Phonoeingang zu betreiben, notfalls mit oben beschriebenen Spannungsteiler.
Ich habe den DIN-Stecker gegen zwei Cinch-Stecker vertauscht,es traten keine Anpassungsschwierigkeiten auf.

Gruß, Gernot
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