Plattenteller verchromen?

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jentz68
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 27. Dez 2008, 21:57
Servus,
hätte da mal folgende Frage:
Hab einen Pro-Ject 1 Dreher und überlege mir aus optischen Gründen den Plattenteller (der, so vermute ich, aus Eisenguß o.ä. ist) verchromen zu lassen.
Weiss denn jemand, ob das überhaupt geht und was dies in etwa kostet?

Außerdem möchte ich in absehbarer Zeit die Zarge neu lackieren. Habt ihr Tipps für mich, oder soll ich es lieber lassen? Bin kein Superbastler, und man muss ja wohl allerhand aus- und vor allem wieder zusammenbauen....

Danke schon mal vorab...
germi1982
Moderator
#2 erstellt: 27. Dez 2008, 22:07
Der wird wohl wie die meisten Teller aus Zinkdruckguß sein. Dann muss da erste eine dünne Kupferschicht drauf und dann erst kann man das verchromen so das es auch länger hält. Aber das wird dir der Galvanikbetrieb schon machen, musst denen halt nur sagen was das für ein Material ist.


[Beitrag von germi1982 am 27. Dez 2008, 22:07 bearbeitet]
Bärlina
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 27. Dez 2008, 23:39
Verchroming ist m. E. wie Fingernägel lackieren !
Fhtagn!
Inventar
#4 erstellt: 28. Dez 2008, 00:51
Das verchromen wird dich mehr kosten als der Dreher gekostet hat .

Kannst du auch im Badezimmer machen, Mut und tolerante Mitmenschen vorausgesetzt. Dazu noch ein fehlendes Umweltgewissen.


HB


[Beitrag von Fhtagn! am 28. Dez 2008, 00:51 bearbeitet]
Vinylnudler
Schaut ab und zu mal vorbei
#5 erstellt: 28. Dez 2008, 10:59
Hallo,

meiner Meinung nach eignet sich dieser Teller nicht zum verchromen.
Der ist einfach zu dünn, er wird sich sicher verziehen

Wenn schon optisch pimpen, dann doch besser pulvern oder lackieren.

Gruß, Jens
jentz68
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 28. Dez 2008, 13:38
Hi und ein herzliches Dankeschön. Ich fasse dann mal zsamm:

Fingernägel lieber pulvern, weil sonst die schönen Nägelchen und die Geldbörse den Bach runtergehen, abgesehen davon, dass man beim Berlinä keine Chancen mehr auf ein Stelldichein hätte.

Gut, Aufwand in Bezug auf Ergebnis scheint mir etwas hoch bzw. riskant - Projekt für Pro-Ject wieder fallen gelassen. Kauf mir lieber ein neues System...Merci an alle
Ungaro
Inventar
#7 erstellt: 28. Dez 2008, 13:50
Hallo!


jentz68 schrieb:
Projekt für Pro-Ject wieder fallen gelassen. Kauf mir lieber ein neues System...Merci an alle :hail


Wenn Du dein Plattenspieler verschönern willst, es gibt auch Acrylteller, ist zwar nicht chrom, aber schön sind die.

Schöne Grüsse
Anton
MikeDo
Inventar
#8 erstellt: 28. Dez 2008, 15:28
Hallo, ich habe mich damals auch mal diesbezüglich erkundigt. Dies schrieb mir der Betrieb zurück:


Sehr geehrter Herr,

für Ihre E-Mail danken wir. Das Verchromen und Verzinken von Einzelteilen
aus Eisen und Buntmetall führen wir durch.

Der Preis richtet sich nach den notwendigen Vorarbeiten, dem Warenzustand,
dem Werkstoff, der Schichtkombination und der Geometrie der Werkstücke.

Eine Verchromung kann nur so gut sein, wie die Vorarbeit. Daher ist in der
Regel ein mehrfaches Schleifen, Bürsten und Polieren erforderlich. Die rohen
Werkstücke müssen in mehreren Arbeitsgängen "hochglanz-poliert" werden.
Grenzen hierfür liegen i.d.R. in der Geometrie und im Zustand des
Grundmaterials.

Generell sind Aluminium und Zinkdruckgusswerkstücke verchrombar. Da die
Laborierung im Einzefall nicht bekannt ist, kann es zu Haftungsproblemen
kommen. Weiterhin ist Aluminium ein besserer Wärmeleiter als Chrom. Bei
mechanisch und thermisch beanspruchten Teilen dehnt sich u.U. das
Grundmaterial stärker aus, als die Chromschicht duktil ist. Dies kann zu
Abplatzungen führen. Daher übernehmen wir keine Gewähr für die Verchromung
von Aluminium- und Gusswerkstoffen und raten hiervon generell ab. Alternativ
können wir Ihnen hierfür das Hochglanzpolieren anbieten. Einem Oxidieren des
Aluminiums könnte durch Aufbringung eines geeigneten Klarlacks entgegen
gewirkt werden.

Entedelungen, Schleif-, Bürst- und Polierarbeiten führen wir durch.
Entlackungen nehmen wir nicht vor.

Leider können wir über die Machbarkeit, Preis und Termin nur entscheiden,
nachdem die Werkstücke vorgelegen haben.

Für eine weitere Beratung stehen wir gern zur Verfügung. Bitte stimmen Sie
einen entsprechenden Termin vorab telefonisch mit uns ab.


Mit freundlichen Grüßen

T. Dörre
----------------------------------------------------
DÖRRE GALVANOTECHNIK GmbH
An der Wethmarheide 3
44536 Lünen
Telefon : 02306/20400-0
Fax: 02306/2040040



Habe ich dann doch nicht machen lassen und hätte auch "in die Hose" gehen können.


[Beitrag von MikeDo am 28. Dez 2008, 15:30 bearbeitet]
jentz68
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 28. Dez 2008, 21:38
Acryl ist ne Alternative, danke!
Ansonsten: Verstehe ich das richtig, man kann den Zinkdruckguß-Plattenteller auch polieren? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass das dunkle Geschoß plötzlich das Glänzen anfängt....
germi1982
Moderator
#10 erstellt: 28. Dez 2008, 22:02
Ja, kann man polieren. Läuft aber irgendwann wieder an wenn man es nicht mit einem Klarlack versiegelt.
jentz68
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 28. Dez 2008, 23:54
oky, jetzt kommen wir der sache langsam näher: kann ich auch selbst polieren? zb. mit polierpaste und bohrmaschinenaufsatz, oder sollte da ein profi ran???
Rillenohr
Inventar
#12 erstellt: 29. Dez 2008, 00:42
Mit Bohrmaschine besteht die Gefahr, dass man fortwährend abrutscht. Am Ende verzieht man die Kanten.
Es empfiehlt sich, den Teller selbst drehbar aufzunehmen. Ich hab mir dafür mal eine Vorrichtung mit einem alten Kugellager gebastelt, benutze ich auch für die Plattenreinigung.
Die Vorrichtung kann man z.B. in den Schraubstock spannen, den Teller von Hand drehen und feine Schleifleindwand bzw. einen Lappen und etwas Polierpaste an den Tellerrand halten. Auf diese Weise habe ich die Teller meiner Thorens, die leicht angelaufen waren, behandelt.
Es geht natürlich schneller mit einer entsprechenden Drehbank.
killnoizer
Inventar
#13 erstellt: 29. Dez 2008, 13:06

Rillenohr schrieb:
Mit Bohrmaschine besteht die Gefahr, dass man fortwährend abrutscht. Am Ende verzieht man die Kanten.
Es empfiehlt sich, den Teller selbst drehbar aufzunehmen. Ich hab mir dafür mal eine Vorrichtung mit einem alten Kugellager gebastelt, benutze ich auch für die Plattenreinigung.
Die Vorrichtung kann man z.B. in den Schraubstock spannen, den Teller von Hand drehen und feine Schleifleindwand bzw. einen Lappen und etwas Polierpaste an den Tellerrand halten. Auf diese Weise habe ich die Teller meiner Thorens, die leicht angelaufen waren, behandelt.
Es geht natürlich schneller mit einer entsprechenden Drehbank.




???????


sorry

Wie lange willst du an dem Teller auf diese Weise drehen ?

Natürlich geht ein Polieraufsatz für die Bohrmaschine ganz gut dafür , keine Ahnung wie damit " Kanten verzogen werden sollen " ???

Die Umdrehungszahl dabei ist relativ gering , sonst fliegt dir auch nur das schleifmittel um die Ohren .

Du kannst versuchsweise jede Lackpolitur verwenden , es gibt verschiedene Grade von abschleifenden Zusätzen darin ( abrasiv ) .

Anfangen kannst du je nach Oberfläche mit Nassschleifpapier ab Korn 600 aufwärts .

Ab Korn 1000 dann Politur , Zahnpasta geht aber auch ...

Gerrit
jentz68
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 29. Dez 2008, 14:35
OK, jetzt hab ichs langsam:
Hab den Plattenteller mal genommen und genauer angeschaut: Ist natürlich aus Zinkdruckguß und schwarz lackiert. An der Unterseite bin ich jetzt mal vorsichtig mit Lackpolitur ran, und die schwarze Farbe ging ab. Mit etwas Zeit müsste ich den Tellerrand auch manuell langsam aber stetig polieren können.

Allerdings geht das überhaupt nicht mit der Oberseite des Plattentellers, weil sie gerillt ist - ich müsste also in Kauf nehmen, dass die Seiten glänzen und die Oberseite schwarz bleibt, was nicht sooo schlimm wäre, weil ich ja mit einer Korkauflage fahre.
Rillenohr
Inventar
#15 erstellt: 29. Dez 2008, 14:55

killnoizer schrieb:

Wie lange willst du an dem Teller auf diese Weise drehen ?


Das macht man so lange, bis man genug hat. Feinschleifen oder Polieren ist ein Geduldspiel. Jeder, der das schon mal mit Sorgfalt versucht hat, weiß das.


killnoizer schrieb:

Natürlich geht ein Polieraufsatz für die Bohrmaschine ganz gut dafür , keine Ahnung wie damit " Kanten verzogen werden sollen " ???


Gehen tut freilich viel, ich habe nicht behauptet, dass eine Bohrmaschine nicht "geht".
Wenn man sich die teilweise angebotenen Geräte mit polierten Tellern anguckt - ich gehe von ca. 15mm hohen Thorens-Tellern aus, bei anderen ist es u.U. etwas anders - dann sieht man bei genauem Hingucken, dass die Dinger zwar hübsch glänzen, aber nach oben und unten nicht mehr zylindrisch, sondern tonnenförmig wirken. Das Auge ist bei polierten Oberflächen recht sensibel. Wen das nicht stört, ok.
Im übrigen würde ich Metallglanz empfehlen. Oder Herdplattenreiniger.

edit: Um Mißverständnissen vorzubauen, ich beziehe mich natürlich nur auf den im Betrieb sichtbaren Tellerrand, also die Seite des Tellers. Wer schleift/poliert schon unter der Tellerauflage?!


[Beitrag von Rillenohr am 29. Dez 2008, 16:55 bearbeitet]
analogi
Schaut ab und zu mal vorbei
#16 erstellt: 02. Jan 2009, 22:35
Hallo Leute,

ein Tipp von mir-lass es sein. Einen Plattenteller polieren -händisch- gibt eine never ending Story. Wenn er stehend gut ausschaut wirst Du verrückt wenn er dreht. Jeder kleine Fleck jeder Schatten kommt ständig vorbei. Das muss maschinell gemacht werden und der Teller vom Project ist dafür einfach nicht geeignet. Das wird ein ziemliches Drama. Als Tipp wenn Du es versuchen willst bestellt Dir nen Teller als Ersatzteil der kostet nicht die Welt und beginn damit.

Ciao

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