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Umbau MM auf MC

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Autor
Beitrag
derBerti
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Apr 2009, 10:36
Mahlzeit zusammen,

ich hab leider einen Fehlkauf getätigt, weil ich mich vorher nicht informiert habe und jetzt hab ich den Salat(+ viele Fragen)...

Geschichte ist wie folgt:
Wollte schon immer meinen Sandkasten gegen eine Röhrenheizung tauschen.
Hab dann zufällig und spontan für schmales Geld bei einer Röhre zugeschlagen. Danach hab ich festgestellt, dass das Teil nur einen Eingang hat und ich auch anfangen wollte Platten zu hören. Also hab ich mir wieder relativ spontan einen Vorverstärker zugelegt.
Soweit so gut. Klingt auch alles wunderbar und ich hab schön viele Eingänge.
Dann hab ich letztens einen alten Plattenspieler (Sonab 75S) im Keller "gefunden". Angeschlossen - Platte aufgelegt - scheiss Sound + nur linker Kanal. Dachte mir dann, dass die Nadel wohl kaputt ist und mir spontan nen neuen TA(ATE 95E) besorgt. Alles eingebaut - Platte aufgelegt - stereomäßig scheiss Sound.
Danach hab ich dann mal spontan angefangen hier nachzulesen und da ging dann eine große helle Birne nach der anderen über meinem Kopf an.

1. Fehler - Mit nem Multimeter die Spulen durchmessen.
2. Fehler - Vorverstärker mit MC-Phonoeingang kaufen, wenn man einen MM-TA hat.
3. Fehler - spontan irgendwas machen....

Also - mein Problem in kurzen Worten: Ich hab nen nigelnagelneuen MM-TA und nen MC-Phonoverstärker.

Kann ich jetzt einfach nen neuen MC-TA kaufen, einbauen und alles klingt super oder müssen da auch weitere "Modifikationen" am Dreher vorgenommen werden?
Fallen euch noch weitere Ideen ein, wie ich aus dem Schlamassel wieder raus komme?
Ich hatte auch schon dran gedacht meinen Dreher gegen einen schönen Thorens zu tauschen...Aber wenn man einen mit verbautem TA findet, dann immer nur MM...

Über Hilfe wäre ich sehr dankbar,

derBerti
wastelqastel
Inventar
#2 erstellt: 16. Apr 2009, 10:48
Hallo

Vorverstärker mit MC-Phonoeingang kaufen, wenn man einen MM-TA hat.

Du hast einen reinen MC vorverstärker ? welchen ?
Wenn ja sollte der trotzdem an einen Phonoeingang

Ich hatte auch schon dran gedacht meinen Dreher gegen einen schönen Thorens zu tauschen..

Wenn du jemanden findest der tauscht
GRüße Peter


[Beitrag von wastelqastel am 16. Apr 2009, 10:49 bearbeitet]
derBerti
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 16. Apr 2009, 10:54
Hey,

also einen finden, der mit mir tauscht, ist glaub ich unmöglich. Ich meinte auch eher bei mir die Geräte tauschen

Also ich hab eine Exposure VIII vorstufe.
Viele HI-Eingägnge für xbox/xbox360/tv/usw...und einen MC-Phonoeingang. Ich hatte das Gerät mal aufgeschraubt und verbaut ist eine "MC-Platine". Anfragen beim Hersteller nach einer "MM-Platine" blieben bis jetzt unbeantwortet...

Gruß
Albus
Inventar
#4 erstellt: 16. Apr 2009, 11:23
Tag,

also, zu den Exposure Vorstufen gab es immer sowohl eine MM-Platine aus auch eine MC-Platine für Phono wahlweise - und so ist es noch heute zu deren aktuellen Geräten. Vermutlich für ca. 100-150 Euro.

Dann, der Sonab 75S ist ein für die Schweden eingeschwärzter Plattenspieler von Yamaha, Modell YP500. Die Verkaufsbestückung als Sonab 75S war einst mit einem MM-Tonabnehmer Shure M75 oder einem Ortofon FF15; als YP 500 war es ein Tonabnehmer Yamaha CG 7000 (ein IM-Typ, IM- Induzierter Magnet). Der Tonarm ist schwer, mit effektiver Masse oberhalb 20 g, ein AT 95E mit gegebener Nadelnachgiebigkeit geht gerade noch (auch als einfacher Tonabnehmer); zum Reinhören aber in Ordnung.

Die BDA für den YP 500 gibt es vermutlich bei Yamaha. Leider nicht, nur den YP 700, der allerdings das baugleiche Laufwerk aufweist. Hier die BDA für den YP 700:
http://www2.yamaha.co.jp/manual/pdf/av/english/zot/YP-700.pdf

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 16. Apr 2009, 11:30 bearbeitet]
derBerti
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 16. Apr 2009, 11:45
Hallo Albus,

vielen Dank für diese Informationen!
Allerdings weiß ich jetzt noch nicht so ganz, welche Info´s ich dort für mich herausziehen soll.
Also ich habe bei der Exposure nur ein MC-Board und vorallendingen keine Lust nochmal 150e für ein MM Board hinzulegen.
Meine Frage ist vielmehr: Ist dem (also jetzt nicht mein spezieller sondern eher generell) Plattendreher egal, ob ich ein MM oder ein MC dranschraube? Ist das nur wichtig für den Verstärker? Oder ist ein MM-Dreher und ein MC-Dreher unterschiedlich?

Dann würd ich nämlich zusehen, dass ich wieder spontan werde und einen schönen Thorens + MC-TA kaufe und den AT95E verkaufe. Passt ja anscheinend eh nicht so gut zum Sonab/Yamaha...

Gruß
Albus
Inventar
#6 erstellt: 16. Apr 2009, 12:04
Tag erneut,

so ist das nur zu oft mit Information, die eine kommt, die nächste wird begehrt. - Also, dem Verstärker ist der Tonabnehmer nicht gleichgültig, in doppelter Weise allerdings. Der gängige Phonoeingang, Norm: 47 Kiloohm Eingangswiderstand, verlangt einen MM- oder IM-Tonabnehmer (Moving Magnet, Induzierter Magnet); der Phonoeingang für MC-Tonabnehmer ist nicht normiert = Eingangswiderstände sind je zu befragen, typisch sind Werte bei 100 Ohm, 200 Ohm, 300 Ohm. Zwischensatz: Man kann nicht beliebige MC-Tonabnehmer an jeden MC-Phonoeingang mit Aussicht auf guten Erfolg anschließen. Das Verhältnis von Tonabnehmers Innenwiderstand und Phonoeingangs Eingangswiderstand sollte passen, d.h. im Verhältnis 1 : 10 oder höher passen. Beispiel: MC-Abtaster 7 Ohm, dann MC-Phonoeingang mindestens 70 Ohm, die Empfehlungen lauten dann gewöhnlich 100 Ohm.

Was soll das jetzt? - Nutzanwendung: die Vorstufe Exposure VIII hat im MC-Phonoeingang einen Widerstand in Höhe von soundsoviel Ohm (100 Ohm?); dazu kaufte man gut einen Plattenspieler, und sei es ein hergerichteter Thorens, ferner einen MC-Tonabnehmer mit passendem Innenwiderstand, z.B. von Ortofon, da ist die Auswahl groß. Und, man richte das alles ordentlich ein.

Warum? - Erstens, weil es der Spontaneität ordentlich Nahrung und Erfüllung geben kann; zweitens, weil ein Sonab 75S = Yamaha YP 500 eine letztlich unrettbar mißglückte Tonarmgeometrie aufweist. Damals wußte man es dort noch nicht besser.

Gut so? - Das AT 95E bringt dir nichts als Erlös, das behalte man besser.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 16. Apr 2009, 12:20 bearbeitet]
Ludger
Inventar
#7 erstellt: 16. Apr 2009, 12:14
Hallo,
MM-oder MC-Plattenspieler gibt es nicht, es gibt nur Plattenspieler, die mit einem MC-oder MM-System ausgerüstet sind.
MC-Systeme haben im Normalfall eine erheblich geringere Ausgangsspannung als ein MM-System, sind also einfach gesprochen sehr viel leiser und müssen daher durch den Phonovorverstärker mehr verstärkt werden.
Du kannst also an deinem Exposure, den ich nicht kenne, der aber wie es aussieht von guter Qualität ist, nur ein Low-Output-MC anschließen, also ein MC mit geringer Ausgangspannung.
Wenn der Sonab qualitativ hochwertig genug ist, würde ich dir empfehlen, ein MC zu kaufen, Tips wären bis 120€ ein Denon DL 103, bis 200€ Ortofon MC Nr. 2 (baugleich mit MC 15 Super). Nach oben gibt es natürlich wieder keine Grenze.
Gruß
Ludger
Ludger
Inventar
#8 erstellt: 16. Apr 2009, 12:25
Hallo,
ich habe gerade den Beitrag von Albus gelesen. Sollte der Tonarm des Sonab nichts taugen, dann würde ich dir auch einen anderen Plattenspieler empfehlen.
Wenn allerdings Thorens, dann am besten mit dem Tonarm TP 90, der schwer genug für die meisten MCs ist, denn die meisten MCs harmonieren eher mit mittelschweren bis schweren Tonarmen.
Gruß
Ludger
derBerti
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 16. Apr 2009, 14:08
Vielen Dank an Euch zwei.
Das waren ja schonmal jede Menge nützliche Informationen.

Das heißt für mich bzw ich fasse mal zusammen:

- Innenwiderstand vom Verstärker ermitteln (Kann man den selbst ermitteln?)

- Plattenspieler mit schwerem Tonarm spontan zulegen
(wenn es ein Thorens wird, dann mit TP90)

- Passenden MC-TA ermitteln (Tonarm/Innenwiderstand/Musikrichtung)


Falls mein spontanes Studentenbudget nicht zum Thorens passt, wonach kann/sollte man noch Ausschau halten? Ich möchte einen vernünftigen Dreher haben, der schon besser ist als der 08/15 Kram. Ich hab z.B. beim Sonab gemerkt, dass der Tonarm gerne mal hüpft, wenn man nur aufsteht und sich aus dem Kühlschrank ne neue Blondine holt...Und das liegt nicht am falsch eingestelltn Gewicht!
Albus
Inventar
#10 erstellt: 16. Apr 2009, 14:29
Tag erneut,

nun denn: 1. Je die Spezifikation des Herstellers Exposure für den Eingang des betimmten MC-Phonomoduls (Modell VIII) suchen (erfragen, herausfinden), und zwar für Eingangswiderstand (in Ohm), die Eingangsempfindlichkeit (in mV, Millivolt) und für den Verstärkungsfaktor (in dB). 2. Soliden Plattenspieler verfügbar haben. 3. Das Anspruchsniveau festlegen, zugleich das Budget. 4. Einen MC-Tonabnehmer wählen.

Freundlich
Albus
Albus
Inventar
#11 erstellt: 17. Apr 2009, 06:28
Morgen,

als Nachtrag. - Exposure VIII (nicht etwa? XXVIII), Spezifikationen sind offensichtlich nicht leicht zu finden; zu anderen Geräten, IV, XIII oder eben XXVIII werden Spezifikationen gar in Hochglanzmagazin-Besprechungen nicht aufgeführt oder nur punktuell erwähnt. 1997 liest man für das MC-Modul einen Eingangswiderstand von 460 Ohm, als mindeste Ausgangsspannung des Tonabnehmers gilt dem Referenten 0,3 mV (um das deutliche Rauschen zu überbieten). Derselbe Referent erwähnt 2004 Spezifikationen des XXVIII (28) überhaupt nicht, nur, dass er ein Dynavector Karat am MC-Zweig betreibt - dessen Innenwiderstand liegt bei 40 Ohm (40 Ohm nach der Regel 1 : 10 = 400 Ohm, was passte).

Dann noch, das AT95E, Bauhöhe 17,25 mm, ist für den PL noch nicht hoch genug, auch nicht mit der originalen Headshell HS 600S mit eingebautem 4,5 mm-Sockel, daher wohl die Springneigung; unter die Plattentellermatte könnte man eine geeignet zugeschnittene Pappe legen, den funktional nötigen Höhenausgleich zu bewirken.

Freundlich
Albus
derBerti
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 17. Apr 2009, 09:20
Guten Morgen Albus,

vielen Dank für die Recherche. Ich hatte da gestern irgendwie spontan was falsches im Kopf
Hab gerade nochmal nachgeguckt.
Es ist eine Exposure Stereo Pre-Amplifier XVII.
Danke auch für den Tipp gegen die hüpfende Nadel, aber ich werde in diesen Plattenspieler keine Arbeit mehr stecken.
Ich such jetzt erstmal eine gute Basis als Dreher. Solange können die Platten auch warten.
Was gäbe es denn noch für Alternativen zu einem Thorens? Ich hab ein paar Seiten gefunden, die über Thorens Auskunft geben. Allerdings sind die, die ich gern hätte, vlt doch ein wenig zuuuu teuer im Moment.
Am liebsten hätte ich gern einen guten Dreher mit Endabschaltung, in Schwarz und einem passenden Tonarm für meinen "schweren" MC-TA...

Gruß,
derBerti
Ludger
Inventar
#13 erstellt: 17. Apr 2009, 09:56
Hallo,
in Frage kommen neben dem TP90 auch der TP 11 bzw. TP 16 MK I, verbaut auf dem TD 165/166 /TP11) bzw. TD 160 (TP16), jeweils MK I.
TD 165/166 ab ca. 100€, der TD 160 wird etwas teurer.
Solltest du mehr Geld haben, wäre ein TD 320 mit dem TP 90 empfehlenswert, da werden dann allerdings schnell 250€ und aufwärts fällig.
Hier gibt es Infos zu den Thorens-Playern:
http://www.thorens-info.de/
Gruß
Ludger
derBerti
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 12. Mai 2009, 08:28
Sooooo,

ich hab spontan mal wieder zugeschlagen.
Hab mir einen Thorens TD 320 mit TP90 zugelegt. Sollte die Tage eintreffen.
Des weiteren hab ich ein paar Informationen vom Hersteller der Exposure XVII mit MC-Board bekommen können:

Hi Daniel
the loading for the MC input is 470 ohms in parallel with 6n8 of capacitance. The sensitivity is around 250uV if I remember correctly. I'm sorry we no longer have a data sheet for it
best regards
Tony Brady


Jetzt fehlt mir nur noch ein guter Tonabnehmer.
Leider ist mein Musikgeschmack nicht auf eine Richtung festgelegt...Von Klassik, über 60er/70er bis hin zu HipHop und Electro wird alles dabei sein.
Über Vorschläge und die Vor-/Nachteile der einzelnen Vorschläge würde ich mich sehr freuen.

Gruß,

derBerti
Nobbi56
Stammgast
#15 erstellt: 12. Mai 2009, 11:13
Hallo Berti,

zum Tonarm TP 90 passt wunderbar der Tonabnehmer AT33PTG von Audio Technica.
Restbestände des ehemals 1100-Euro-TAs kann man über Direktversand in Japan für ca. 260 Euro bestellen. Viele Infos dazu und Bezugsquellen findest du über die Suchfunktion im Analog-Forum.

Viele Grüße
Nobbi

Wieso nur muss ich die ganze Zeit an den Film "Manta, Manta" denken??


[Beitrag von Nobbi56 am 12. Mai 2009, 11:27 bearbeitet]
Bendias
Stammgast
#16 erstellt: 12. Mai 2009, 11:27
Hallo Berti,

bei den TA hast Du eine ganze Menge Auswahl, insbesondere preislich. Ist vielleicht ganz gut, wenn Du sagst, wo dein Budget für TA aufhört, dann lässt sich die Auswahl leichter eingrenzen.
derBerti
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Mai 2009, 12:34
Also ich suche inbesondere einen TA der auch zu meinem Vorverstärke passt und nicht nur zum TP90.
Deshalb hatte ich extra die Informationen vom Hersteller eingeholt.
Preislich will ich maximal um die 200e ausgeben.
Sollte ein TA nur geringfügig besser sein als das günstigere Pendant, nehm ich tendenziell eher den Günstigen...
Das wird nämlich meine letzte Ausgabe zu meiner Anlage für eine längere Zeit sein. Danach ist erstmal wieder sparen und Musik hören angesagt!
Jazzy
Inventar
#18 erstellt: 12. Mai 2009, 20:15
Die 470Ohm passen oft schon.Wenn du 100Ohm brauchst,kannst du einen Widerstand parallel schalten(in den Cinchstecker einlöten,beidseitig natürlich) .Bei 100Ohm brauchst du 127Ohm als Parallelwiderstand.Die meisten Ortofon gehen an 100Ohm gut.
derBerti
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 13. Mai 2009, 08:15
Danke für den Tipp, aber eigentlich wollte ich ohne groß rumlöten ein passendes System erwerben. Das sollte doch machbar sein? Sowohl für den TP90 als auch für die Exposure.
Ich weiß leider nicht, wo ich suchen könnte, deshalb frag ich ja hier...
Albus
Inventar
#20 erstellt: 13. Mai 2009, 13:21
Tag,

die Suche nach in mehrfacher Hinsicht Passendem wird nicht einfach. Man bräuchte für den Exposure mit MC 470 Ohm für den erwarteten Direktanschluss, was vernünftig ist, einen Tonabnehmer als MC mit Innenwiderstand von 30-50 Ohm, Derartiges ist heutzutage eher selten. Früher nahm man aus dem Angebot von Yamaha (30-40 Ohm), Denon (40 Ohm), Satin, Dynavector - auch in dem Bereich. Ferner sollte - wie einst im Magazin berichtet, die Ausgangsspannung >0,3 mV/5cm/s betragen (der Geräuschspannungsabstand der Exposure ist wohl eher etwas kritisch).

Heute gibt es noch von Denon das (ewige) DL-103, ca. 120 Euro, mit Innenwiderstand 40 Ohm, Ausgangsspannung ~0,4 mV/5cm/s, die Nadelnachgiebigkeit liegt in tatsächlichen Exemplaren stets im Bereich des zum TP 90 (17 g effektive Masse) Passenden, bei 8-9 µm/mN. Die gut möglichen Yamaha MC-11, MC-9, MC-7 werden längst nicht mehr hergestellt (ein herber Verlust). Ich mag das DL-103 schlicht nicht. Und dann zu bedenken, der Hersteller Denon misst sein DL-103 mit 1000 Ohm (Frequenzschrieb liegt je bei).

Ein Ortofon MC Nr. 2 (7 Ohm Innenwiderstand, 0,35 mV Ausgangsspannung) ist mit den mehreren Hundert von Ohm des Exposure nicht gut drauf, machte ich nicht.

So scheide ich aus, ohne einen brauchbaren Rat zu wissen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 13. Mai 2009, 13:23 bearbeitet]
Ludger
Inventar
#21 erstellt: 13. Mai 2009, 13:32
Hallo Albus,
was passiert denn, wenn das Ortofon mit 470 Ohm abgeschlossen wird? Meine Recherchen im Netz haben dazu leider keine allgemein gültigen Regeln ergeben. Bei Kapazitäten bei MMs ist das leicht nachvollziehbar, bei MCs leider nicht.
Es gibt Ausssagen, dass eine deutliche Erhöhung keinen relevanten Einfluss habe, andere sprachen davon, der Hochtonbereich würde ansteigen.
Hier ein Thread aus dem Forum:
http://www.hifi-foru...mc-system&postID=0#0
Es wäre interessant zu wissen, ob die Erhöhung von 100 Ohm, wie für das Nr.2 empfohlen, auf 470 Ohm eine klangliche Veränderung nach sich zieht, denn außer dem Denon DL 103, das aus meiner Sicht ruhig einen noch schwereren Arm benötigt, fällt mit wirklich nur noch das Nr.2 bzw. MC 15 Super MK II ein. Kosten ca. 200€, das würde passen.
Gruß
Ludger


[Beitrag von Ludger am 13. Mai 2009, 13:36 bearbeitet]
Albus
Inventar
#22 erstellt: 13. Mai 2009, 13:47
Tag erneut,
und Tag Ludger,

ich habe es mit den Einstellmöglichkeiten des Luxman C-02 mehrfach versucht; die Möglichkeiten sind low, mid, high = tatsächlich 70, 220, 470 Ohm, und zwar per Übertrager mit zugeschalteten Widerständen. Mein MC Nr. 2 ist dabei dann gut in harmonischer Balance bei 70 Ohm, etwas heller bei 220 Ohm, noch tolerierbar (für mich), aber bei 470 Ohm dann aus der Balance = kräftig hell. Maximal sollte man bei 220 Ohm versuchen, die maximale Zulässigkeitsgrenze nennt Ortofon ja auch mit 50-200 Ohm, Erinnerungswerte. Die 50 Ohm gehen auch gut, so beim Yamaha C-2a probiert.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 13. Mai 2009, 13:52 bearbeitet]
Ludger
Inventar
#23 erstellt: 13. Mai 2009, 14:39
Hallo Albus,
interessant zu hören, letztendlich hilft wie immer nur probieren. Da könnte ich bei meinem Nr. 2 ja mal ein wenig experimentieren, allerdings nur Absenken des Widerstandes.
Für den armen Themenersteller bleibt dann nur noch, mehr auszugeben oder ein gebrauchtes System zu kaufen.
Benötigen die Benz ACE nicht so um die 500 Ohm?
Gruß
Ludger
derBerti
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 13. Mai 2009, 14:51
Also ich versuche mal eure Beiträge auf ein minimum zu reduzieren:

In Frage kommt in der Preislage nur Denon Dl-103 oder Ortofon Nr.2, ist das richtig?

Denon würde, nur auf die Werte geachtet, sehr gut passen. Allerdings persönliche Abneigungen(Welche und wieso?)
Ortofon Nr.2 passt nicht ganz so gut zum Vorverstärker, aber würde auch noch gehen...
Alles andere wäre über 200e. Wieviel teurer eigentlich?

Hab ich das korrekt zusammengefasst?
Ludger
Inventar
#25 erstellt: 13. Mai 2009, 19:01
Hallo Berti,
ich hatte das Denon DL 103 und habe jetzt das Ortofon MC Nr.2.
Das Denon kann ganz ausgezeichnet klingen, das ist aber abhängig vom Plattenspieler und der Elektronik, sprich Phono-VV. Es ist extrem günstig, braucht aber einen sehr guten VV. Ob es mit dem TD 320 mit TP90 harmoniert, kann ich nicht sagen, aber die Kombination wird sicherlich von Forumsmitgliedern gefahren, einfach mal fragen.
Das Nr.2 gilt als System um die 200€ mit einem ausgezeichneten Preis/Leistungsverhältnis, in England nicht umsonst als Best-Buy eingestuft.
Das nächst teurere MC wäre das Goldring Eroica, ca. 290€. Es soll sehr schön klingen, aber dynamisch eingeschränkt sein.
Das schon empfohlene AT 33 wird hier im Forum als Superpreistip gehandelt, vermutlich zu Recht, hätte ich das Geld übrig, würde ich es auch gerne haben.
Dann kommt das Audio Technica AT-OC 9, ca. 370€. Und dann das Benz ACE, ca. 550€.
Gruß
Ludger
Jazzy
Inventar
#26 erstellt: 13. Mai 2009, 19:28
Das DL 103 harmoniert mit dem TD320 und dem TP90.Es klingt eher rockig,rustikal.Die Feinauflösung ist nicht so die Stärke.Das MC Nr.2 löst die Höhen besser auf,zischelt nicht.Ich habe das MC 10 super,das klingt am ehesten neutral,gute Hochtonauflösung und guter Tiefbass,Oberbass schlank.Also empfehle ich das DL 103 bei Rock/Pop und die Ortofons bei Allround/Klassik/Frauenstimmen.
derBerti
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 13. Mai 2009, 19:37
rockig rustikal hört sich so an, als wäre es ein versuch wert.
zuverlässige bezugsquellen?
Jazzy
Inventar
#28 erstellt: 13. Mai 2009, 19:40
An der Innenrille kann das DL 103 aber schon mal zum Zischeln neigen.Allerdings ist der TP90 ja sauschwer,das sollte die Fehler wieder minimieren.
Ludger
Inventar
#29 erstellt: 13. Mai 2009, 20:27
Hallo Berti,
ich habe gute Erfahrungen mit Thakker gemacht. Hier der aktuelle Preis:
http://www.williamth...173-177_p4580_x2.htm
Gruß
Ludger
Albus
Inventar
#30 erstellt: 14. Mai 2009, 06:28
Morgen,

wenn auch schon entschieden, man könnte noch ein Benz Micro 20 E 2 L (L steht für Low, es gibt auch eine High Output-Version) in Erwägung ziehen, Preis ca. € 160, "sehr guter Test in Stereoplay", ich kenn's nicht. - Dort gemessen: Innenwiderstand 31,4 Ohm, Gewicht 3,4 g, Ausgangsspannung bei 8 cm/s 1 mV, d.h. bei 5 cm/s 0,625 mV = eher hoch (eher gut für Exposure), Tiefenresonanz am 13 g-Arm ist 11 Hz, entspricht rechnerischen 12 µm/mN Compliance, am 17 g-Arm ~10 Hz, also günstig.

Hat der Exposure Klangregler? Wenn ja, dann ist das im Zweifelfalle nützlich. Teure Versuche machte ich am Exposure nicht, der eigenartig hohen Kapazität von 6 nF wegen - auch MC-Tonabnehmer sind gegen enorm hohe Kapazitäten nicht immun (die genannten 6 nF sind enorm hoch).

Ich fand ein DL-103 immer langweilig, wie auch verwendet, mit Übertrager oder Vorverstärker-Phono; damit's gut klingt, muss man angeblich einen optimal passenden Übertrager verwenden (von Denon z.B.), na ja... Was aber absolut kein Maß ist, das sind meine Meinungen.

Freundlich
Albus


[Beitrag von Albus am 14. Mai 2009, 06:32 bearbeitet]
derBerti
Ist häufiger hier
#31 erstellt: 14. Mai 2009, 08:17
Ich fang jetzt mal beim Denon Dl-103 an.
Da ich ja doch etwas jüngeren Alters bin und nicht mit Platten groß geworden bin, muss ich wohl erstmal meine Ohren "justieren". Was ihr ansprecht bzw. wovon ihr sprecht werd ich erst mit der Zeit (wenn überhaupt) wahrnehmen.
Und sollte ich dann mal wieder Geld übrig haben, kann man ja mal nen Test mit dem Benz machen...
Ehrlich gesagt kann ich mir auch garnicht vorstellen, wie ein TA "langweilig" sein kann. Und solange ich nur meine Anlage höre und nichts anderes, denke ich weiterhin, dass ich guten Sound habe

Viele vielen Dank für all eure Antworten und Tipps.

Eine letzte Frage hätte ich noch und zwar zum Einbau.
Wo bekomm ich denn eine Anleitung her, wie man Tonarm und Tonabnehmer optimal einstellt?
germi1982
Moderator
#32 erstellt: 14. Mai 2009, 18:13
Ich kann mich ja täuschen, aber sollte man das DL-103 nicht am besten mit einem Übertrager fahren statt einem normalen Phonovorverstärker der auch MC kann? Habe das mal irgendwo gelesen...das hat man ja früher oft so gemacht, und das DL-103 ist seit 1964 auf dem Markt und wurde ursprünglich für den professionellen Einsatz in Radiostationen hergestellt. Das hat wohl den Vorteil das man flexibler ist und die Geschichte mit dem Abschluss besser anpassen kann als einen Phonovorverstärker der auch MC kann.

Ich habe hier schon gelesen das es wohl Leute gibt die empfehlen das DL-103 mit mindestens 1,2 kOhm abzuschließen...und das kann bestimmt nicht jeder Vorverstärker/Entzerrer...



Der Übertrager wird zwischen Plattenspieler und Moving Magnet-Phonoeingang eingeschliffen. Der besteht im Endeffekt aus zwei Trafos, für jeden Kanal einen. Der Eingangswiderstand des Trafos bildet den Abschluss für das System. Das Verhältnis der Wicklungen der Trafospulen zueinander bestimmt die Verstärkung. Man hebt damit im Endeffekt das mickrige MC-Signal auf MM-Niveau an...

Dann gibt es noch den aktiven MC-VorVorverstärker oder PrePre, der ist einfacher anpassbar und rauschärmer. Aber auch teurer als ein Übertrager.


[Beitrag von germi1982 am 14. Mai 2009, 18:17 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#33 erstellt: 14. Mai 2009, 18:49
Hallo!

Um das DL-103 wird viel zuviel Wind gemacht, das System kann mit 500 Ohm abgeschlossen werden und iist zudem nicht besonders leise. Mit 0,3 Millivolt gehört es eher schon zu den lauteren MCs. Es ist halt ein 120 Euro-System und in seiner Preisklasse weder besonders gut noch besonders schlecht. Man muß doch wirklich keine Klimmzüge machen um ein Einsteiger MC einigermaßen zum Klingen zu bringen. Man sollte sich bloß nicht allzuviel von dem kleinen Denon erwarten.

MFG Günther
Jazzy
Inventar
#34 erstellt: 15. Mai 2009, 18:44
Habe mal gelesen und gehört...jaja.Habe auch schon viel gelesen und gehört Fundierte Meinungen wären IMHO hilfreicher: also DL 103 selber betrieben oder mehr als 5min probegehört.Ich schätze,in den 60ern waren rauscharme MC-Pres Mangelware,deshalb der Trafo.Heute alles kein Thema.Übrigens haben auch günstige Pres oft 47kOhm und somit volle Anpassbarkeit.Siehe Nano,BC,Trigon usw. usf.
germi1982
Moderator
#35 erstellt: 15. Mai 2009, 19:11
47 kOhm ist für Moving Magnet, für MC braucht man weniger...über den Widerstand verändert man den Frequenzgang eines MC-Systems.

Frag mich nicht wieso, aber Denon fährt wohl seine Systeme mit 47 kOhm-Abschluss für die Messung, den Schrieb dazu gibts nicht nur beim DL-103R mitgeliefert, sondern auch beim normalen 103er....beim DL-160 war bei mir sowas nicht dabei Oo

http://www.hifi-phon...20R%20Datenblatt.jpg


[Beitrag von germi1982 am 15. Mai 2009, 19:20 bearbeitet]
derBerti
Ist häufiger hier
#36 erstellt: 16. Mai 2009, 15:10
soooo jungs und mädels,

thorens und dl-103 sind eingestellt.

nachdem ich das erste album (doors-2originals) komplett durchgehört habe, kann ich nur sagen -> megageil.
und wisst ihr auch wieso?
ich weiß nicht, wie sich das original anzuhören hat! aber was ich höre ist echt super!
das ist der vorteil, wenn man a) nicht in der zeit groß geworden ist und b) ich absolut keinen vergleich habe...
es ist laut, klar, höhen und tiefen stimmen, absolut kein brummen...so hab ich mir platten hören vorgestellt
und ich muss sagen, dass ich "lange" dafür gebraucht habe, dass es so ist, wie es jetzt ist, aber es macht ungeheuren spass!

in diesem sinne
vielen dank für all die freundliche hilfe und unterstützung


edit:

p.s.: spontan sein ist doch einfach am besten!


[Beitrag von derBerti am 16. Mai 2009, 15:12 bearbeitet]
Bendias
Stammgast
#37 erstellt: 16. Mai 2009, 16:38
herzlichen Glückwunsch und viel Spass beim Geniessen!
Albus
Inventar
#38 erstellt: 18. Mai 2009, 06:16
Morgen,

interessant die Messung nach Datenblatt 103R mit 47 Kiloohm; das 103er zeigte noch stets als Abschluss 1 k.

Dann viel Freude mit Schallplatten.

Freundlich
Albus
germi1982
Moderator
#39 erstellt: 20. Mai 2009, 18:41
Wunderte mich auch, ich habe den Meßschrieb des normalen 103ers auch mit 1k vor dem inneren Auge...
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