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Pioneer PL-518X oder Dual 521

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hificello
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 11. Jun 2009, 01:29
Hallo,

Ich habe jetzt mein Flugzeugträger-grau, riemengetriebene, PL-514 eingepackt und möchte mich jetzt entscheiden zwischen die beiden schwarzen Plattenspieler im Titel.

Die Tonabnehmer zur Auswahl sind einmal ein Denon DL-110 und ein junggebliebene Dual DMS 242 E samt Originalnadel. Ich könnte den Denon Tonabnehmer am Dual benutzen wenn es zur Tonarm passt, aber Dual geht nicht am Pioneer headshell. Mein erster Eindruck sagt der Denon ist ruhiger, mehr ausgewogen, aber der 242E ist bestimmt nicht schlecht. Ist der Denon definitiv besser?

Vom Design, Alter und Zustand gefallen mir beide. Der Pioneer ist vom ersten Eindruck weniger anfällig,(o.k. der Pitchregler spinnt etwas) hat Direct Drive und ist ein Brettlaufwerk. Mir gefällt die vollautomatische Dual Technik a la Rube Goldberg und ich habe mich beim Dual-Board auch registriert. Der Steuerpimpel und Pitch Control habe ich schon mit viel Freude instandgesetzt.

Der Dual Riemen rutscht nicht bei Drehzahlumschaltung von einer Stufe auf die andere und kommt mir so schlaf vor, dass ich ein neuer bestellt habe.

Welcher Vorteil bietet ein schwerer oder leichter Tonarm? Sind Rumpelwerte vergleichbar? Ist der Dual (0,08%) vom Gleichlauf den Pioneer (0,03%) gleichzusetzen?

Ich möchte die beiden eine Zeit lang nebeneinander vergleichen, aber dann einen behalten. Wie gehe ich am Besten vor? Welche Art von Aufnahmen kann ich am besten benutzen in A/B vergleich, und wonach soll ich hören. Eure hilfe mit der Entscheidung wäre sehr Willkommen.

Grüße,

Peter
Hörbert
Moderator
#2 erstellt: 11. Jun 2009, 07:15
Hallo!

Wenn bei beiden Tonarmen die Compliance des jeweiligen Systems gleich gut passt ist ein leichter Tonarm ein wenig bei Plattenverwellungen im Vorteil. Dafür tastet ein schwerer Tonarm mit entsprechendem System bei großer Auslegung eine Spur länger sauber ab. Allerdings sind die Tonarme deines Pioneers und deinnes Duals nicht direkt ver5gleichbar da der Dual einen Tonarm mit dynamisch geregelter Auflagekrafteinstellung hat und somit ohnehin sowohl bei verwellten Schallplatten wie auch bei der Spurtreue allgemein Vorteile hat.

Beim Testem mit Musik solltest du dir vor Augen halten daß System und Tonarm eine Einheit bilden bei der das System den Löwenanteil zum Ergebniss liefert.

Gut zum Testen eignen sich -neben Solo-Klavieraufnahmen-, Sopranarien wobei vor allem auf Textverständlichkeit und Verzerrungen an lauten Stellen zu achten ist, das ist ohnehin ein Prüfstein für jede Stereroanlage. Um die Problematik allerdings hier richtig einschätzen zu können sollte man sein Gehör mit Hilkfe einer CD mit ahnlichen Sopranstücken gewissermaßen "Eichen" damit der Toinarm/Systemkombination nicht die Fehler der Lautsprecher angelastet werden.

Nützlich finde ich auch die diversen Teststücke mit beiden Tonarm/Systemkombinationen auf eine CD zu brennen und hier direkt zu vergleichen, dabei vergeht keine Zeit mit Umbau und Platte umlegen u.s.w. zumeist relativieren sich hier eventuelle Unterschiede etwas.

Weitere Tests könnten z.B. mit einem Klaviertrio erfolgen, hier ist das tonale Verhältniss der Steicher zum Klavier genauso interessant wie z.B. die exakte Position der Instrumente zueinander. Auch kann hier leich aufschluß über die Dynamik gewonnen werden -obwohl die natürlich zum sehr großen Teil auch von der Aufnahme abhängt.

Zu guter letzt wäre noch die Wiedergabe eines großen Orchesters vom Wagner/Strauß-Typ zu nennen, hier sollte sowohl auf eine gute Durchhörbarkeit -insbesondere im Bereich der unteren Mitten und des Oberbaßes- geachtet werden wie auch darauzf daß der Zusammenhang der Komposition gewahrt bleibt. Auch hier setze ich natürlich eine gute Aufnahme voraus die nicht schon von sich aus dermaßen undurchsichtig ist daß jede Bemühung auf Durchhörbarkeit zum scheitern verurteilt ist.

Natürlich ist das erzielbare Ergebniss immer Relativ zu werten, sollte aber im direkten Vergleich rasch zu Aufschlüssen über die Verwendbarkeit der einen oder anderen Kombination für KJlassische Musik geben.

MFG Günther


[Beitrag von Hörbert am 11. Jun 2009, 07:40 bearbeitet]
hificello
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 12. Jun 2009, 12:19
Hallo!

@Hörbert


Gut zum Testen eignen sich -neben Solo-Klavieraufnahmen-, Sopranarien wobei vor allem auf Textverständlichkeit und Verzerrungen an lauten Stellen zu achten ist, das ist ohnehin ein Prüfstein für jede Stereroanlage. Um die Problematik allerdings hier richtig einschätzen zu können sollte man sein Gehör mit Hilkfe einer CD mit ahnlichen Sopranstücken gewissermaßen "Eichen" damit der Toinarm/Systemkombination nicht die Fehler der Lautsprecher angelastet werden.


Du hast es mir wirklich leicht gemacht! Ich habe mich zuerst auf die hohe Stimmen konzentriert und siehe da, genau das was mir oft bei Streichern gestört hat ist deutlicher aufgtreten. Bei gehobene Lautstärke, und da meine ich die Lautstärke wo die leise Stellen in der Musik nicht komplett verschwinden, wird der Klang in den oberen Mitten rauh oder blechern. Bei Orchesterstellen wo die Geigen forte auf die höchste Saite spielen klingts fast penetrant oder forciert.

Ich habe dann gleich CDs probiert und bei gleiche Lautstärke tritt diese Effekt fast genauso auf. Abends beim Oper schauen (DTV receiver), wieder das Gleiche. Ich könnte versuchen die Plattenspieler mit KH zu vergleichen, aber das Problem bleibt.

Verlange ich zuviel von meine Anlage? Heisst dass, das ich meine Boxen (Heco Victa 300) tauschen muss? Wie gehe ich dann vor? Wieviel muss ich ausgeben?

Danke,

Peter
Hörbert
Moderator
#4 erstellt: 12. Jun 2009, 15:35
Hallo!

Klassische Musik verlangt leider einer Sterteroanlage insbesondere bei den Lautsprechern und dem Tonabnehmersystem/Tonarm ungleich mehr ab als Rock-Popmusik.

Gute Lautsprecher die auch für Oper/Kantate und Kammermusik geeignet sind sind nicht nur recht dünn gesät sondern in der Regel nicht gerade billig.

Nebenbei bemerkt sollte auch der verwendete Verstärker einiges an Leistung aufbringen können da wesentlich höhere Dynamikunterschiede zu bewältigen sind als bei Rock-Popmusik.

Gerade aus diesem Grund baue und konstruiere ich mir seit ca. 2 Jahrzehnten meine Lautsprecher und Endstufen selbst.

An deiner Stelle würde ich mich erstmal um entsprechend geeignete Lautsprecher kümmern und die Plattenspielerprobleme hintenanstellen da du sonst gar nicht in der Lage bist zu entscheiden welcher Plattenspieler mit welchem System jetzt für dich geeignet ist.

MFG Günther
hificello
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 12. Jun 2009, 16:19
Hallo!

Selbstbau klingt sehr interesant, aber für mich (Musiker) eher wohl ein Traum, oder?

Peter
germi1982
Moderator
#6 erstellt: 12. Jun 2009, 17:11
Geschicktes Händchen braucht man schon, im Netz finden sich viele ordentliche Konstruktionen die man dann entsprechend nachbauen kann. Die Kenntnisse die man braucht kann man aus entsprechender Fachliteratur, oder ebenfalls aus dem Netz bekommen.

Man kann sich da schon viel Geld sparen, es dauert aber halt bis man das fertige Endprodukt hat...


[Beitrag von germi1982 am 12. Jun 2009, 17:12 bearbeitet]
Hörbert
Moderator
#7 erstellt: 13. Jun 2009, 09:52
Hallo!

Wenn du handwerklich nicht sonderlich beschlagen bist solltest du dich erstmal um einen guten Fertiglautsprecher bemühen. Hier wird es aber eventuell recht teuer den Ansprüchen klassischer Musik zu genügen. Am ehesten wäre wohl noch ein Gebraucht-Lautsprecherpaar realistisch.

Leider bin ich aus der kommerziellen Lautsprecher-Szene als Selbstbauer mehr oder weniger "draussen", aber ich habe bislang eigentlich keine fertigen Lautsprecher unter 4.000-5.000 Euro/Stück gehört die mich bei Klassischer Musik wirklich zufriedengestellt haben. Für meine derzeitigen selbstgebauten Lautsprecher habe ich so ca.1.800-2.000 Euro insgesamt hingelegt (80 Liter 3 Wege) genauer weiß ich es nicht mehr, da müßte ich erst die alten Rechnungen ausbuddeln. Natürlich muß man bei kommewrziellen Lautsprechern noch einiges zusätlich für´s Design und den Markennamen berappen.

MFG Günther
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