RX-V1900 und PEQ

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Mickey_Mouse
Inventar
#1 erstellt: 09. Jun 2009, 09:17
nach meinen Englisch Kenntnissen ist die BDA leider etwas widersprüchlich, was die Einstellung des PEQ angeht.

Beim 1900 kann der PEQ ja leider nur durch das automatische Einmessprogramm (YPAO) beeinflusst werden und auch die Ergebnisse werden nicht (vollständig) angezeigt.

Jetzt steht im deutschen Teil der BDA:
"Parametrische Equalizer-Wahl PEQ SELECT
Verwenden Sie dieses Merkmal, um den parametrischen
Equalizertyp zu wählen, der während des automatischen
Setup-Vorgangs eingesetzt wird."

Das habe ich so verstanden, dass VOR dem Einmessen die Optionen Flat, Natural oder Front gewählt werden müssen und danach der PEQ eingestellt wird. (wird -> Zukunft)

Im englischen Bereich heißt es aber:
"Parametric equalizer select PEQ SELECT
Use this feature to select the parametric equalizer type that applied to the results of the automatic setup."

Das verstehe ich nun wieder so, dass während des Auto Setups alle drei Parameter-Sätze errechnet werden und ich im NACHHINEIN einen davon auswählen kann? (applied -> Vergangenheit)

Da mir keine Methode bekannt ist, wie die Paramter des PEQ angezeigt werden können (inkl. Q-Faktor) und auch beim Einmessen immer wieder andere Ergebnisse heraus kommen, ist es etwas schwierig zu bestimmen, was denn nun stimmt.

Bisher habe ich immer den PEQ-Type gewählt, Messvorgang gestartet und die Einstellungen in einem Speicher abgelegt, dann nächster Typ, dann mit Presence, dann mit Rear-back usw. usf.

Lange Rede kurzer Sinn:
kann ich einen Einmessvorgang durchführen und dann den PEQ Typ beliebig hin und her wechseln, oder muss ich für jeden Typ einen Einmessvorgang starten?
Pizza_66
Inventar
#2 erstellt: 09. Jun 2009, 09:37
Du musst für jeden Typ einen Einmessvorgang starten. Die Ergebnisse werden von YPAO immer auf Speichplatz 1 abgelegt. Also musst du dir die Ergebnisse auf den anderen Speicherplätzen ablegen, damit du nachher vergleichen kannst.

Irgendwo hier im Forum habe ich aber einen PEQ Editor für den 1700, 1800 (funktioniert auch für den 1900) eingestellt. Damit kannst du bequem per Laptop (RS 232 Schnittstelle - analoges Nullmodem Kabel) in den PEQ eingreifen.

Gruß
Mickey_Mouse
Inventar
#3 erstellt: 09. Jun 2009, 10:44
"PEQ Editor download" liefert gar keine, ohne "download" eine handvoll Ergebnisse, unter denen ich aber keinen Download finde. Die Yamaha Seite liefert auch nix :-(
hat jemand einen link für mich, gerne auch per Inbox?
outofsightdd
Inventar
#4 erstellt: 09. Jun 2009, 16:13
Suchfunktion "PEQ Editor", in "Thementiteln und Beiträgen" suchen:
Da ist er!
Viel Spaß damit.
Mickey_Mouse
Inventar
#5 erstellt: 09. Jun 2009, 19:09
danke, aber ich habe die SW inzwischen im AVS Forum gefunden!

nun frage ich mich natürlich, sollte der Beitrag von Pizza66 gezielte Desinformation/Verar***e sein, oder hat er in Wirklichkeit gar keine Ahnung von dem, was er da so selbstsicher schreibt? Ich vermute mal, dass die Aussagen für andere Modelle gelten, aber nicht den 1900?

Ich habe vorhin den 1900 auf Werkseinstellungen zurückgesetzt -> alle drei PEQ Tabellen "blank" (kontrolliert!) und anschließend ohne weitere Änderungen einen Einmessvorgang gestartet.
Alle drei PEQ Tabellen (Flat/Front/Natural) sind mit Werten <>0 "gefüllt" und auch durchaus unerschiedlich für die drei Typen! Zumindest die Frequenzen und Pegel ähneln denen, die ich von den vorherigen Messungen noch in Erinnerung habe. Jetzt könnte ich natürlich noch die anderen beiden PEQ Types auswählen, jeweils einen Messlauf starten und die Ergebnisse vergleichen. Dazu habe ich aber heute keine Lust mehr und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das im Rahmen der (extremen) Messungenauigkeiten bleibt (mein rechter Presence "hüpft" von Messung zu Messung zwischen 4m und 8,5m hin und her, real sind es 5m).

Eigentlich ist ja auch die Erklärung im englischen Manual eindeutig (wenn auch in einem etwas fernöstlich angehauchtem Slang) und vermutlich die deutsche Übersetzung etwas verwirrend.

Die nächste Aussage ist genauso falsch, im Speicher #1 wird nix abgelegt. Will man den nach der Messung anwählen, so bekommt man ein ganz lapidares: "empty"...
Alle drei Parameter Sätze sind nach dem Einmessen _immer_ verfügbar, egal welchen Speicher man wählt. Macht ja auch Sinn, ohne extra Software und PC kann man daran ja auch nix ändern, warum sollte man das gezielt speichern können?

versteht jetzt vielleicht jemand, wenn ich die BDA und die Bedienung des RX-V1900 für komplziert und verwirrend halte?
thomas_hb
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 11. Jun 2009, 18:36
Hallo,
ich habe auch den 1900er, und ich bin mir ziemlich sicher, daß du den PEQ-Typ NACH der Messung auswählen kannst.
Die Messung ermittelt IMHO den Frequenzgang im Raum (also den IST-Stand).
Danach werden dann die Korrekturwerte für die 3 unterschiedlichen PEQs berechnet, ggf. über die unterschiedlichen Messpositionen gemittelt, also quasi die "Korrekturfaktoren", um auf die Sollkurve zu kommen. Von daher ist es wohl egal, welchen PEQ man einstellt VOR der Messung, die Werte werden ja erst danach BERECHNET. Eine Art "Kontrollmessung" oder ein iteratives Annähern findet wohl nicht statt, dann müssten die "Sweeps" auch jedesmal etwas anders klingen.
Gruß, thomas_hb

(Werde mir gleich mal den PEQ-Editor herunterladen, das wäre ja geil, wenn mal die selbst beeinflussen kann. Habe nämlich gerade etwas mit der "Carma"-SW gespiel. Da müsste man ja schön die Raummoden bekämpfen können!)
deepmac
Inventar
#7 erstellt: 11. Jun 2009, 21:15
dann wurde das beim 1900er geändert, beim 1800 musst du definitiv vor der Messung dich für einen der 3 PEGs entscheiden, du hast dann im Soundmenü unter equalizer nur die Möglichkeit, an oder aus oder den GEQ anzuschalten, da hatte Pizza, auf den bis 3800 bezogen, schon recht
thomas_hb
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 11. Jun 2009, 21:51
Ja, das ist beim 1900 dann wirklich anders, der speichert die Werte nach dem Einmessen für alle drei PEQs, und diese lassen sich dann beliebig ohne neues Einmessen auswählen.
geht auch aus der Beschreibung für des PEQ-Editor im AVSforum hervor...
thomas_hb
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 11. Jun 2009, 21:57
Ich kann das mit den Messungenauigkeiten, die von Mickey Mouse angeführt wurden, übrigens nicht bestätigen. Ich konnte mir zwar noch nicht die genauen Werte des PEQ anschauen, aber die LS-Abstände waren nach der Messung immer sehr exakt und reproduzierbar, eigentlich bis auf 10cm genau. Das finde ich schon echt faszinierend...
Zuviele Nebengeräusche vielleicht?
Mickey_Mouse
Inventar
#10 erstellt: 11. Jun 2009, 22:26

thomas_hb schrieb:
Ich kann das mit den Messungenauigkeiten, die von Mickey Mouse angeführt wurden, übrigens nicht bestätigen. Ich konnte mir zwar noch nicht die genauen Werte des PEQ anschauen, aber die LS-Abstände waren nach der Messung immer sehr exakt und reproduzierbar, eigentlich bis auf 10cm genau. Das finde ich schon echt faszinierend...
Zuviele Nebengeräusche vielleicht?


nein, keine Nebengeräusche!
Die Kiste kommt mit omni-direktional abstrahlenden LS (Bipole/Dipole usw.) gar nicht klar. Meine Vermutung ist, dass YPOA da nicht zwischen Direkt-Schall und den fast genauso starken (aber wesentlich später eintreffenden) Reflexionen unterscheiden kann!

Aber auch bei Direkt-Strahlern stimmt die Entfernung nur näherungsweise!
Nimm mal eine DVD mit den THX Tests (z.B. StarWars) und höre dir den Phasentest zwischen vorne und hinten an. Dann verstelle mal die Entfernung von einer der beiden LS. Bei mir waren es 20cm und auf einmal war bei "in Phase" die Rauschquelle genau in der Mitte des Raumes! Mit den automatisch ermittelten Settings war das nur ein im Zimmer verteilter Brei!
Und um diese +/-20cm hüpfen die Ergebnisse bei mir immer hin und her!
deepmac
Inventar
#11 erstellt: 11. Jun 2009, 22:43
ehrlich gesagt ich fand alle Messungen (Onkyo,Denon,Yamaha) bisher grütze und optimiere dann doch per Hand, Entfernungen stimmen, die lasse ich aber der Rest
thomas_hb
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 12. Jun 2009, 17:45
Ich habe heute ein paar Stunden optimiert mit Carma und dem dem PEQ-Editor. Genial!
Ich hatte mich echt schon etwas geärgert, mir nicht den RX-V3900gekauft zu haben, da man bei dem ja auch direkt an die Parameter kommt, aber so ist es ja noch viel besser!!
Da man ja auch die Werte anschauen kann der Einmessung, kann ich bestätigen: Viel bringt das nicht... Manuell kann man aber nochmal echte "Wunder" vollbringen mit dem Tool.
Wieder mal hat das Forum mir echt geholfen (und der Programmierer von dem Teil )
Wie dem auch sein, Auto-PEQ ist nicht so doll, wenn auch besser als nichts, aber mit den Abständen habe ich kein Problem, ds funktioniert wie gesagt gut und passt auch, wenn man sich anschaut, wo die Boxen stehen.
Vielleicht kommt er wirklich mit deinen Boxen nicht klar
Gruß, Thomas
Pizza_66
Inventar
#13 erstellt: 18. Jun 2009, 07:48
@MickeyMouse


nun frage ich mich natürlich, sollte der Beitrag von Pizza66 gezielte Desinformation/Verar***e sein, oder hat er in Wirklichkeit gar keine Ahnung von dem, was er da so selbstsicher schreibt? Ich vermute mal, dass die Aussagen für andere Modelle gelten, aber nicht den 1900?


Weder Desinformation noch Verarsche. Ahnung habe ich auch keine, schreibe aber einfach hier gerne mit ....


dann wurde das beim 1900er geändert, beim 1800 musst du definitiv vor der Messung dich für einen der 3 PEGs entscheiden, du hast dann im Soundmenü unter equalizer nur die Möglichkeit, an oder aus oder den GEQ anzuschalten, da hatte Pizza, auf den bis 3800 bezogen, schon recht


Das die Moeglichkeit beim 1900-er geaendert wurde, war mir nicht bekannt. Das wird auch in der BA nicht explizit erwaehnt.

Deine Ausgangsfrage habe ich in erster Linie mit dem Verweis auf den PEQ-Editor beantwortet, weil Dieser doch das "bessere" und bequemere Handling bietet.

Wollte ich dich Verarschen oder Desinformationen streuen, haette ich dir einen Link zu unserem oertlichen Baecker eingestellt.

Ich finde deine Formulierung schon recht heftig, mir zu unterstellen, ich wuerde bewusst falsche Infos geben oder eben Null Ahnung haben.
Andere User sind mit dem PEQ Editor zufrieden (ich auch). Ich haette dir auch gar nicht den Hinweis auf den PEQ-Editor geben muessen .....

Deswegen meine Bitte an dich: Vielleicht demnaechst mit den "Formulierungen" etwas vorsichtiger umgehen.

YPAO arbeitet, wie viele andere Einmesssysteme auch, nicht fehlerfrei. Wer meint, nach dem automatischen Setup ist die Welt in Ordnung, sollte sich wirklich einen Receiver ohne Einmessautomatik holen. Da braucht man nur die wichtigsten Parameter zu bestimmen und wird nicht mit mehr Enistellmoeglichkeiten belaestigt.

Sieht man aber YPAO als Basis an, kann man gerade wegen den verwendeten PEQ sehr zufrieden mit den ermittelten Werten sein, auch wenn eine manuelle Nachbearbeitung erforderlich ist.

Mit dem PEQ-Editor gehts dann nochmals "feiner" und "eleganter".

So, genug gemeckert .....

Gruss


[Beitrag von Pizza_66 am 18. Jun 2009, 07:49 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#14 erstellt: 18. Jun 2009, 20:49
sorry, ich hatte mir nach einigen "blöden" Sprüchen hier im Forum die BDA wirklich aufmerksam durchgelesen und habe dann auch mal die englische Variante dazu gezogen, weil mir die deutsche Übersetzung an einigen Stellen etwas komisch vorkam.
Als ich dann immer noch nicht schlauer war, habe ich die Frage ins Forum gesellt und du hast als erster sehr zielsicher geantwortet, leider in den fraglichen Punkten genau falsch...
Inzwischen weiß ich auch, dass die Vorgänger sich da wohl grundlegend unterscheiden (obwohl das auf den ersten Blick alles genau gleich aussieht) und wahrscheinlich sogar die verwirrende Formulierung in der BDA daher rührt.
Ich kam mir im ersten Moment wirklich ver*** vor und es war nicht böse gemeint!
In diesem Sinne
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