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DA-Wandler

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kaki@kassel
Stammgast
#1 erstellt: 23. Aug 2009, 14:00
Das Thema DA Wandler beschäftigt mich nun schon über ein Jahr. Erst wollte ich nur meinen PC und vielleicht noch einen Streamingclient anschließen, aber mittlererweile ist noch eine PS3 zum Blueray schauen dazu gekommen und bei so vielen Quellen lohnt sich das richtig.

Ich hatte letztes Jahr schon den Aqvox und einen alten Theta gehört, war aber nciht 100% glücklich gewesen.

In den letzten viereinhalb Wochen habe ich aber 4 weitere Wandler gehört und auf Grund des kurzen Abstands zu den einelnen Hörproben wage ich es mich mal hier meine Eindrücke subjektiv und völlig abhängig von meiner Kette schildern. Vielleicht interessiert oder hilft es ja einem.

Meine Kette sah folgendermaßen aus:
Rotel RCD 1070 -> Inakustik OnOff 202 -> DA Wandler -> Kimber KS 1030 -> Audionet Pre I G3 -> Transparent MusicLink Ultra -> Bryston 4BSST -> Transparent MusicWave Ultra -> Heco Anniversary
Zusätzlich speißt die Vorstufe noch über Mogami XLR zwei Velodyne DD18 und der Strom kommt von einem PS Audio PowerPlant Premier, wobei für die Subwoofer aus einer anderen Leitung normal aus der Steckdose.
Ich hab jeden Wandler mindestens zwei Tage spielen lassen, bevor ich mir ein Bild über ihn gemacht habe. Wobei die einzig Fabrikneuen Geräte waren der Bryston und der Berkley und beide Firmen rühmen sich ja ihre Geräte schon einzubrennen. Der Weiss war ein schon mehrfach gelaufenes Vorführmodel und der Levinson hatte naturgemäß schon viele Jahre auf dem Buckel.

Folgende Titel habe ich zum vergleich gehört (ich hab zwar auch Tracks über den PC mit 176,4kHz gehört, die hat meine Soundkarte aber auf 192kHz hochgesampelt und ich hab eigentlich nur gecheckt, daß es nicht schlechter als CD klingt - klang aber immer besser):
1. Nikolaus Harnocourt - Mozart Requiem - Track 5 (sehr gut aufgenommen und interessant wieviel Körper das Orchester hat und wie gut man die einzelnen Stimmen des Chors trennen und orten kann)
2. The Corrs - Unplugged - Everybody Hurts (wie gut ist unplugged)
3. Rammstein - Reise, Reise - Dalai Lama (wieviel Druck kann der Wandler aufbauen und wie gut klingen übersteuerte Gitarren und lautes Schlagzeug)
4. Nightwish - Oceanborn - Sleeping Sun (wie klingt ihre Stimme und wie die Keyboard/Synthi Effete)
5. Bear McCreary - Battlestar Galactica Season 2 - Scar (Tiefe treibende Trommeln (vermute Taiko) wo man das Fell gut ausschwingen hört, dazu kann das Stück sehr emotional traurig klingen)

- Je nachdem kamen ab und zu noch andere CDs zum Einsatz, wenn ich einen Unterschied nochmal raushören wollte (darunter Loreena McKennitt, Audioslave, Chamber & ASP Live, Annie Lennox, ...)

Beim Händler konte ich einen Bryston BDA-1 gegen einen Mark Levinson 360 hören. Da der BDA im direkten Vergleich sonorer und druckvoller klang, nahm ich diesen mit nach Hause. Wobei der ML 360 den Chor Teil bei Mozart noch besser auflößte (gehört an Thiel CS 3.7).
Auch bei mir klang er druckvoll und dynamisch. Hatte eine ganze Portion mehr Oberbass als mein Rotel und lößte super auf. Doch Tiefbass fehlte ganz. Passagen mit tiefstem Bass wirkten wie abgeschnitten. Im Übrigen der Bryston ist lauter als der Rotel oder der Levinson. Wenn ich nicht so viel Wert darauf legen würde, wäre meine Suche hier schon zu Ende gewesen.

Also zurück zum Händler und den ML 360 ausgeliehen. Der brachte auch den wünschten Tiefbass mit, war tendentiell aber etwas leiser im Bass als mein Rotel, ohne das etwas fehlen würde. Er lößte auch besser auf. Er wirkte aber eine Spuhr weniger energiereich und dynamisch. War aber was die breite und tiefe der Bühne an geht noch einen Tick besser als der Bryston. Ich hatte viel über den ML360 gelsen, unter anderem daß bei ihm seiner Zeit (aktuell gibt es ihn ja nicht mehr) sehr viel mit der Upgradebarkeit geworben wurde, so daß er auch in Jahren noch aktuelle Tonformate unterstützt. Leider kann er aber auch heute nur 96kHz entgegen nehmen. Ein Upgrade auf 192kHz ist nie erschienen, auch wenn er es von den verbauten Chips wohl können soll. Dies und daß er eher mit Klassik als mit Rock gut klang, trieben mich weiter zu suchen. Ich würde gern mal den ML 360S hören, ob der vielelicht in seiner Klangauslegung einen Tick "rockiger" ist.

Ich hatte etwas bei computeraudiophile.com gelesen und entschied mich deshalb mir den Weiss Minerva zur Probe schicken zu lassen. Dieser hatte super Tiefgang und klang auch energiereich und dynamisch. Aber gerade Details in den Mitten konnte er noch besser rausarbeiten. Nightwish's Sleeping Sun hatte ich so noch nicht gehört, die Synthi Effekte waren "plastisch" und Stimmen klangen hervorragend. De Track Scar nahm sich beim Bass mit dem Rotel nix. Ich würde sagen einen Tick mehr Oberbass zugunsten des Weiss und die Emotionalität war beim Weiss besser. Er hatte aber zwei Schwächen: im Vergleich zu den Mitten fand ich die Höhen etwas leise und hatte den Levinson viel höher auflösend im Ohr, und die Bühne war nicht breit sondern alles eher etwas eng bei einander. Bei soviel Geld wollte ich nunmal keine Kompromisse machen.

Also folgte ich dem Testbericht aus computeraudiophile und bestellte den anderen so hoch gelobten Wandler: Berkley Alpha DAC. Dessen Bühne ist tatsächlich Breiter aber manchmal nicht stabil. Dann hat man das Gefühl von einem Moment zu dem anderen sind die Leute näher aneinander gerückt. Mit Höhen hat er es auch nicht. Irgendwie habe ich das Gefühl der Fokus liegt auf den oberen Mitten und alles andere fällt dazu etwas zurück. Der Rotel hat mehr Körper und der Bass ist treibender. Ähnlich dem Levinson reißt es einen aber oft nicht so mit. Z.B. habe ich viel mehr beim Rotel, Bryston oder Weiss den Drang zum Mittwippen erlebt (z.B. bei Everybody Hurts). Beim Berkley hatte ich als einziger das Gefühl, daß er mich über längere Zeit bei mancher Musik anschreit - mag an mener Kette liegen.
Was nett ist: der Berkley hat eine Lautstärkereglung. Diese ist allerdings digital. Laut Hersteller geht dies aber verlustfrei. Ausschalten läßt sich diese aber nicht (ich hatte dort nachgefragt). Die beigelegte Bedienungsanleitung empfiehlt eine Einstellung von 55. Die im Internet eine von 54. Anfangs habe ich auf 60 (Maximum gehört) und dann auf Empfehlung des Herstellers etwas abgesenkt. Auf 56 war die Lautstärke etwa mit dem Rotel gleich.
Ich habe auch den den Berkley direkt an die Bryston die Velodynes angeschlossen. Ich weiß nciht, ob ich es mir aufgrund meiner Skepsis gegenüber digitalen Lautstärkeregluungen eingeredet habe, aber die Hi-Hats klangen für mich nicht ganz so detailliert. Aber ich habe den Vergleich bald aufgegeben da das Umstecken zu lange dauerte und cih erstmal gegen den Rotel klären wollte, ob ich den Berkley behalten mag.
Ich kann den Testbericht bei computeraudiphile nicht verstehen, der Weiss und Berkley so nah bei einander sieht. Wahrscheinlich hatte ich ein Montagsmodel erwischt.

Fazit: Man sollte meinen, daß Hifi bedeutet, daß das Signal möglichst original wiedergegeben wird und daher in dieser Preisklasse keine großen Unterschiede mehr zu hören sind, aber ich fand, daß jeder Wandler seinen eigenen charakteristischen Klang hatte.

Vielleicht können ja auch andere hier ihre Hörerfahrungenmit verschiedenen Wandlern posten.
pelmazo
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 23. Aug 2009, 23:52
Wie sieht's beim verwendeten Musikmaterial mit Intersample-Overs aus (also wie hart war das Material ausgesteuert)?

Waren die Vergleiche blind oder "sehend"? Wurden die Probanden direkt mit unmittelbarem Umschalten verglichen oder einzeln ohne Umschalten probegehört? Wurden die Pegel beim Vergleich angeglichen (die Vorstufe soll das ja erlauben), und wenn ja wie?
cbv
Inventar
#3 erstellt: 24. Aug 2009, 09:08
Schau mal in der Abteilung Kaufberatung - Test-/Erfahrungsberichte, da findest Du zB diesen Vergleich von V-DAC, DacMagic, Wadia 12 und Linn AV 5103.

Nach meiner Beobachtung hier im Forum tendieren allerdings die meisten zum V-Dac.
kaki@kassel
Stammgast
#4 erstellt: 24. Aug 2009, 21:44
Hallo,

bis auf den Test Rotel gegen Weiss, habe ich alle sehend gemacht. Ich hab allerdings Umstecken lassen. Habe nur ein Paar der Kimber Kabel.
Pegelabgleich hab ich Anfangs nach Gehör gemacht und mir die Lautstärkeeinstellung gemerkt und immer beim Wechsel umgestellt.

Daher viel mir auch auf, daß manche Wandler lauter waren. Das gibt aber auch das Datenplatt her, wenn man sich die Ausgangspegel ansieht. Wenn der Pegel der Geräte selbst zu verstellen war, habe ich maximiert (Weiss, Berkley). Wobei ich beim Berkley auch die epfohlenen 54 bis 55 probiert habe.

Danke für den Hinweis. Vielleicht kann ich den V-Dac auch mal hören.

LG
Christian
rebel4life
Inventar
#5 erstellt: 27. Aug 2009, 11:47

kaki@kassel schrieb:

Daher viel mir auch auf, daß manche Wandler lauter waren.


Darin liegt das Problem bei einem Vergleich.

Auch wenn der Ton nur minimal lauter wiedergegeben wird, empfindet das Ohr das als besser, obwohl es eigentlich klanglich keine Veränderung gegeben hat. Nur die Lautstärke wurde erhöht. Diesen Trick machen sich manche Hifi Händler (bei den meisten Fachgeschäften natürlich nicht, aber wenn ich da an MediaMarkt&Co denke...) zu nutze und so kauft ein Kunde mal schnell einen 200€ teureren Verstärker, welcher eigentlich gleich gut ist (bis auf z.B. die Ausstattung) als wie das günstigere Modell, nur war der teurere etwas lauter eingestellt war und der Kunde diesen so als besser wargenommen hat.


MFG Johannes
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