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Behringer DEQ2496 zum Einmessen?

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knucklehead23
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 01. Dez 2010, 20:44
Moinsen,

da ich mit der Raumakustik in meinem Wohnzimmer unzufrieden bin (Bassbereich) überlege ich, mir einen Behringer DEQ2496 zuzulegen. Allerdings frage ich mich, ob ich zuvor reguläre Messungen mit Carma o.Ä. durchführen sollte. Hintergrund der Frage ist, dass ich bisher kein entsprechendes Equipment besitze. Daher stellt sich die Frage, welche Investition sinnvoller ist:

1. Micro (z.B. ECM-8000) + Vorverstärker + ggf. später DEQ2496
2. Micro + DEQ2496

Kann ich mit dem DEQ2496 ebenfalls die Raumakustik messen (Frequenzverlauf, Nachhall, etc), oder benötige ich hierfür ohnehin zusätzlich noch einen Mikro-Vorverstärker? Lässt sich der DEQ irgendwie per Software konfigurieren?


TIA

Jan
detegg
Administrator
#2 erstellt: 01. Dez 2010, 22:40
Moin Jan,

der DEQ hat eine autom. Einmessfunktion. Du kannst ein ECM-8000 direkt anschließen, die Phantomspannung liefert der DEQ.
Die Auto-EQ Funktionen ergeben im TT-Bereich <100Hz keinen Sinn. Grundsätzlich ist ein EQ - auch ein parametrischer - nicht für die Fehlerkorrektur von Aufstellung/Raum im TT geeignet.

Zur Messung von F-Gang, Nachhall etc ist der DEQ nicht gedacht - hierfür benötigst Du Messsoftware (z.B. ARTA) und einen Mikro-VV.

;-) Detlef
knucklehead23
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 02. Dez 2010, 21:18
Hallo Detlef,

danke für die Antwort. Das hatte ich mir schon fast gedacht. Mittlerweile sind Mikro und Vorverstärker auf dem Weg zu mir, mal sehen, was die Messungen ergeben.



MfG,

Jan
-scope-
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 03. Dez 2010, 21:16

. Grundsätzlich ist ein EQ - auch ein parametrischer - nicht für die Fehlerkorrektur von Aufstellung/Raum im TT geeignet.


Wieso nicht? Ich habe das genau so im Heimkino mit den Subwoofern gemacht...Und zwar sehr (!) erfolgreich.

Der DSPeaker-antimode oder VelodyneSMS1 machen nichts anderes und funktionieren ebenfalls.

Ich habe u.A. den Behringer Feedback destroyer-Pro und den DEQ2496 im Einsatz. Ich bin mit 7 Filtern im Bereich bis 60 Hz ausgekommen. und habe alle Moden von ursprünglich fast 20 dB auf unter <5 dB für alle (drei ) Sitzplätze gebügelt.

Und DAS hat sich wirklich gelohnt! Tiefbass von Feinsten ohne zu nerven.

Eingemessen habe ich mit einem "kalibrierten" ECM 8000 und einem Neutrik A1 als "Messgerät".


[Beitrag von -scope- am 03. Dez 2010, 21:19 bearbeitet]
richi44
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 07. Dez 2010, 07:55
Die generelle Problematik solcher "Einmessungen" ist das Einschwingverhalten. Der Frequenzgang im Raum ist bei einem Dauerton (also im eingeschwungenen Zustand) schlecht. Während des Einschwingens aber ist er noch nicht negativ beeinflusst. Die Korrektur aber geht ohne einschwingen, also stimmt der Frequenzgang nachher im eingeschwungenen Zustand, ist aber beim Einschwingvorgang falsch.

Tatsache ist, dass ein Zuschauerraum bei einem Popkonzert ausgemessen und die Wiedergabe rudimentär korrigiert wird. Dies macht Sinn, weil die Lautsprecher je nach Aufstellung selbst schon unausgeglichen klingen. Da ist es meist von Vorteil, die "Korrektur" vorzunehmen. In einem Raum aber, in welchem die Lautsprecher fest montiert sind macht es mehr Sinn, die Raumprobleme direkt mit entsprechenden Massnahmen anzugehen, also den Raum zu verbessern.

In Studios jedenfalls wurden die EQs meist ausgemustert und es werden heute sehr selten noch welche für diese Zwecke eingesetzt, weil es letztlich ein wesentlich besseres Ergebnis liefert, wenn der Raum einmal optimiert ist.
-scope-
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 07. Dez 2010, 16:23

weil es letztlich ein wesentlich besseres Ergebnis liefert, wenn der Raum einmal optimiert ist.


Raumoptimierung ist "gut und schön", aber gerade im Bereich bis 60 Hz -wenn überhaupt- nur mit "schwerem Gerät", also ziemlich monströsen Absorbern zu bewerkstelligen. Was will man da in einem 20 Qm Raum groß machen, wenn man trotzdem (gerade bei Filmton) extremen "subsonischen" Tiefbass möchte, der ja bekanntlich in jedem Film vorhanden ist.

Da ist so eine Parametrischer EQ die einzige (und wirksame) Lösung, wenn man den Raum nicht schon in der Bauphase der Immobilie den Ansprüchen gerecht (aus)bauen konnte.

Die Vorteile sind -sofort- hörbar....Auch wenn eine Perfektion so kaum erreichbar ist.
detegg
Administrator
#7 erstellt: 07. Dez 2010, 18:00
... sorry scope - ich war eine Antwort schuldig geblieben.

Ritchi hat es schon zusammengefasst, alles was Du per EQ-ing im Diffusschall "abblendest", ist eben auch im Direktschall nicht mehr vorhanden bzw. im Pegel abgesenkt.
Wenn es um Raumeinflüsse/Moden geht, hilft in begrenztem Maße die Aufstellung, akustische Absorber oder eben die akustische Korrektur.
Ein DBA lässt sich mit einer DCX o.ä. leicht bewerkstelligen, das Ergebnis ist verblüffend

;-) Detlef
-scope-
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 07. Dez 2010, 18:33

Ein DBA lässt sich mit einer DCX o.ä. leicht bewerkstelligen, das Ergebnis ist verblüffend


Ein DBA mit vier 15" Woofern ist in meinem 20 Qm kleinen Kino sowieso verbaut, aber ohne DEQ ist trotzdem kein akzeptables Ergebnis zu erreichen.
Es gibt ja Menschen, die ihre Woofer (oder ihr DBA) so kompromisslos platzieren und dimensionieren, dass man an anderer Stelle dafür SEHR große Einschränkungen hinnehmen muss.
Das bezieht sich nicht nur auf die optische Darstellung des Kinoraumes, sondern auch auf die Aufstellung der weiteren Komponenten, der Sitzreihen usw...

Das gibt´s bei mir nicht. Der "Sound" ist jetzt äusserst beeindruckend, ohne an anderer Stelle heftige Kompromisse einzugehen.

Würde ich ein Kino komplett aus dem Boden Stampfen, dann würden entsprechende akustische Maßnahmen gleich beim Bau der Immobilie mit einfliessen. DAS wäre der absolute Optimalfall. alleine schon durch den separaten angrenzenden Projektorraum. Bloß wird das wohl den wenigsten Leuten möglich sein.


[Beitrag von -scope- am 09. Dez 2010, 18:34 bearbeitet]
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