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CD-Player brummt

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quietnight
Stammgast
#1 erstellt: 22. Mrz 2015, 18:33
Hallo,

ich habe heute festgestellt, dass mein CD-Player im Wohnzimmer angeschlossen leise brummt und vibriert, in der Küche angeschlossen jedoch nicht. Es war jeweils nur das Netzkabel am Player angeschlossen und keine CD eingelegt. Desweiteren lässt sich im Wohnzimmer mit Geräten, die anzeigen können ob man sie phasenrichtig angeschlossen hat, die richtige Phase nicht feststellen. Egal wie man den Stecker dreht, das Gerät zeigt immer "falsche Phase", an allen Steckdosen im Raum. Das selbe Gerät in der Küche angeschlossen zeigt die Phase richtig an. Es gibt also offenbar ein Problem mit dem Stromkreis im Wohnzimmer. Was könnte das sein? Ich habe testweise alle Geräte außer dem CD-Player vom Stromkreis getrennt, aber das Brummen bleibt.
flyingscot
Inventar
#2 erstellt: 22. Mrz 2015, 18:43
Hmm, brummt und vibriert ohne das der CD-Motor läuft? Da fällt mir nur ein deutlicher DC-Anteil im Netzstrom ein, der den eingebauten Trafo zum brummen/vibrieren bringt. Vorausgesetzt der CD-Player hat kein Schaltnetzteil, das wäre da immun...
quietnight
Stammgast
#3 erstellt: 22. Mrz 2015, 19:04
Ja, ohne dass der Motor läuft. Klingt wie Trafobrummen. Schließe ich den Player an den Verstärker an, dann pflanzt sich das Brummen bis in die LS fort, unabhängig davon ob mit XLR- oder RCA-Kabeln angeschlossen und unabhängig von der Lautstärkeeinstellung am Verstärker. Auch ein Stromaufbereiter von Accuphase oder ein Netzfilter ändern daran nichts.
flyingscot
Inventar
#4 erstellt: 22. Mrz 2015, 19:07
Es gibt extra DC-Filter, die meisten Netzfilter filtern eher hochfrequente Einstrahlungen o.ä. Ein DC-Filter lässt sich bei entsprechendem Wissen auch billig selber bauen. Habe ich mal gemacht: Brachte bei allerdings gar nichts, das Brummen des entsprechenden Trafos lag nicht am DC im Netzanschluss.
quietnight
Stammgast
#5 erstellt: 22. Mrz 2015, 19:29
Ich vermute einen DC-Anteil im Netz, da auch eine Stehlampe im Wohnzimmer brummt. Wie aufwändig ist es denn typischerweise so ein Problem an der Wurzel zu packen? In der Küche tritt das Problem wie gesagt nicht auf. Ich denke darüber nach deswegen einen Elektriker kommen zu lassen, oder sind die DC-Filter so gut, dass das gar nicht nötig ist?
flyingscot
Inventar
#6 erstellt: 22. Mrz 2015, 19:55
Dass es in der Küche nicht auftritt könnte eine simplen Grund haben: Dort wird vermutlich eine andere Phase verwendet als im Wohnzimmer.

Sicher wäre es am Besten das Problem bei der Wurzel zu beheben. Allerdings ist es nicht ganz einfach den Übeltäter zu identifizieren. Dieser könnte sich im Prinzip auch in anderen Wohnungen oder Nachbarhäusern befinden. Ein Elektriker könnte aber immerhin feststellen, ob es überhaupt eine DC-Spannung auf der Netzleitung gibt oder ggf. andere Probleme mit der Netzversorgung feststellen.

Es gibt sicher noch andere Möglichkeiten, die zu einem Brummen von Trafos führen können.

Die DC-Filter filtern nur einen kleinen Gleichspannungsanteil heraus (bis gut 1 Volt hatte ich mir mal gebastelt). Ist der DC-Anteil größer, wird der Trafo leiser weiterbrummen. Und diese Filter erhöhen minimal den Stromverbrauch (abhängig von der maximal möglichen DC-Sperrspannung).


[Beitrag von flyingscot am 22. Mrz 2015, 19:57 bearbeitet]
jororupp
Inventar
#7 erstellt: 22. Mrz 2015, 20:06
@quietnight,

ist das Brummen jetzt neu aufgetreten oder gibt es das möglicherweise schon länger? Wenn es neu ist: wurde irgendwo bei Dir oder in der Nachbarschaft geheimwerkert? Gebohrt, gedübelt, Lampen aufgehängt?
Da kann man die tollsten Effekte erleben.

Gruß

Jörg
quietnight
Stammgast
#8 erstellt: 22. Mrz 2015, 20:32
@flyingscot
Vielen Dank für die Antworten

@jororupp
Nein es wird nirgends im Haus gebastelt. Ich bin mir nicht ganz sicher ob der CD-Player (und nur der!) immer schon etwas gebrummt und leicht vibriert hat. Ich denke eher nicht. Das Gerät wiegt fast 30kg. Das sollte eigentlich nicht so leicht zu erregen sein dachte ich. Es ist mir heute zum ersten mal aufgefallen. Es ist nicht so laut, dass man es sofort bemerken müsste. Ich höre es erst wenn ich mit dem Gesicht bis auf wenige cm am Gerät dran bin. An den LS ist es hörbarer, wenn keine Musik läuft, was in letzter Zeit selten vorkam. Es brummt vor allem aus dem Mitteltöner, weniger aus dem Hochtöner. Was mich etwas überrascht ist, dass der PS-520 die Störung 1:1 durch zu routen scheint. Bei einer Lampe im selben Stromkreis tritt das Brummen schon seit längerem auf, aber nicht immer, meistens ist sie ruhig.


[Beitrag von quietnight am 22. Mrz 2015, 20:39 bearbeitet]
cr
Moderator
#9 erstellt: 23. Mrz 2015, 03:01
Ob der CDP-Trafo brummt, wenn man mit dem Ohr bis wenige cm hingeht, ist ja wirklich uninteressant.

Interessant ist nur, warum die LS brummen, und das wird wohl andere Gründe haben als einen DC-Offset.

1. Brummen die LS auch ohne CDP am Verstärker (nur Verstärker an LS angeschlossen)?
2. CDP an Verstärker angeschlossen, aber Volume auf Null oder anderer Eingang gewählt. Brummen die LS?
3. Brummt der KH am CDP, wenn der CDP nirgends angeschlossen ist? Wenn er am Verstärker angeschlossen ist?

Problem zuerst einkreisen, das dann lösen!
quietnight
Stammgast
#10 erstellt: 23. Mrz 2015, 07:21
@cr
Ok du hast Recht. Trennen wir die beiden Themen. Wundert mich trotzdem, dass es bei einem CD-Player (Accuphase DP-720) dieser Preis- und Konstruktionsklasse überhaupt auftritt. Immerhin vibriert dieses 28kg Gerät dann auch merklich. Dass das Phänomen nicht auftritt, wenn ich den CDP an einer Steckdose in der Küche angeschließe hat mich auf die falsche Fährte gelockt. Ich habe zwischenzeitlich ziemlich viel herumprobiert/umgesteckt und dabei bemerkt, dass sich die Ursache für mich verdammt schwierig eingrenzen lässt, weil die Ergebnisse teilweise nicht reproduzierbar sind. Ich habe auf jeden Fall voreilige Schlüsse gezogen. Also mal zu deinen Fragen.

1) nein
2) ja in beiden Fällen
3) CDP hat keinen KH-Anschluss

Ich habe das Brummen in den LS inzwischen auch feststellen können, wenn der CDP aus ist. Einzige Bedingung scheint zu sein dass es eine Verbindung mittels XLR oder RCA Kabeln zum Verstärker gibt. Ebenso konnte ich es mit einem anderen CDP der aus gestellt, aber am Verstärker angeschlossen war, reproduzieren. Ich habe auch manchmal den Eindruck gehabt neben dem Brummen ein kurzes Radiosignal zu hören, so eine Art Piep, kommt aber nur kurz und verschwindet wieder. Da hilft wohl nur besser geschirmte Kabel zu verwenden oder was sagst du?
cr
Moderator
#11 erstellt: 23. Mrz 2015, 21:36
Typischer Fall von Brummschleife, wegen 2)

Eigentlich müßte man bei einem so teueren Gerät erwarten, dass der XLR-Ausgang galvanisch getrennt ist.
Hat dein Verstärker XLR-Eingang oder gehts über Adapter XLR > Cinch?
Bei XLR und einem kurzen Kabel überhaupt, sollte die Schirmung eigentlich unkritisch sein, würde mich wundern, wenns an der Schirmung läge.

Was ist, wenn CDP am Verstärker angeschlossen, aber CDP nicht angesteckt? (ggf. Zusatzfrage: XLR- und Cinchverbindung dasselbe Resultat?).
Abhilfe könnte schaffen:
a) DI-Box zur galvanischen Trennung: leider kein Klangverbesserer
b) Trenntrafo für den CDP. Da er nicht viel Leistung braucht, nicht so teuer und ohne klangliche Effekte.
cr
Moderator
#12 erstellt: 23. Mrz 2015, 21:38
Typischer Fall von Brummschleife, wegen 2)

Eigentlich müßte man bei einem so teueren Gerät erwarten, dass der XLR-Ausgang galvanisch getrennt ist.
Hat dein Verstärker XLR-Eingang oder gehts über Adapter XLR > Cinch?
Bei XLR und einem kurzen Kabel überhaupt, sollte die Schirmung eigentlich unkritisch sein, würde mich wundern, wenns an der Schirmung läge.

Was ist, wenn CDP am Verstärker angeschlossen, aber CDP nicht angesteckt? (ggf. Zusatzfrage: XLR- und Cinchverbindung dasselbe Resultat?).
Abhilfe könnte schaffen:
a) DI-Box zur galvanischen Trennung: leider kein Klangverbesserer
b) Trenntrafo für den CDP. Da er nicht viel Leistung braucht, nicht so teuer und ohne klangliche Effekte. Würde ev. auch das Trafobrummen beheben.......
audiophilanthrop
Inventar
#13 erstellt: 23. Mrz 2015, 21:55

cr (Beitrag #11) schrieb:
Eigentlich müßte man bei einem so teueren Gerät erwarten, dass der XLR-Ausgang galvanisch getrennt ist.

Wie kommst du auf dies dünne Brett?

cr (Beitrag #11) schrieb:
Hat dein Verstärker XLR-Eingang oder gehts über Adapter XLR > Cinch?
Bei XLR und einem kurzen Kabel überhaupt, sollte die Schirmung eigentlich unkritisch sein, würde mich wundern, wenns an der Schirmung läge.

Wobei der Witz der symmetrischen Übertragung ja im Eingang liegt und nicht im Ausgang. Ein symmetrischer Ausgang an einen unsymmetrischen Eingang gepfriemelt ist für die sprichwörtliche Katz'. Andersrum kann man mit der richtigen Verkabelung zumindest einen Teil der Störunterdrückung nutzbar machen.

cr (Beitrag #11) schrieb:
Abhilfe könnte schaffen:
a) DI-Box zur galvanischen Trennung: leider kein Klangverbesserer

Wobei nicht alles, was als DI-Box verkauft wird, sich auch als reiner Trennübertrager eignet, denn klassisch machen die auch noch eine Impedanzanpassung (um hochohmige Tonabnehmer an niederohmige, aber empfindliche Mikrofoneingänge zu bringen) und sind damit typisch 10:1 gewickelt. Reine Trennübertrager sind normalerweise 1:1.

cr (Beitrag #11) schrieb:
b) Trenntrafo für den CDP. Da er nicht viel Leistung braucht, nicht so teuer und ohne klangliche Effekte.

Auch eine Möglichkeit. Man sollte aber wirklich mal einen Elektriker prüfen lassen, was da auf der Phase (oder dem Schutzleiter) los ist, mir wäre das nicht ganz geheuer.

Der DP-720 hat zwar eine dreipolige IEC-Netzbuchse, aber es sollte mich doch sehr wundern, wenn die die Signalmasse hart auf Schutzerde gelegt hätten. Gut, im Zweifelsfall sollte es einem ein Multimeter verraten (das billigste reicht), aber Accuphase ist ja nun mal keine Bastelbude...
quietnight
Stammgast
#14 erstellt: 24. Mrz 2015, 22:12
@cr

Verstärker Accuphase E-600 hat XLR-Eingang. Signalkabel ist kurz und verläuft nicht parallel zu Stromkabeln. Cinch und XLR exakt das selbe Resultat, Störgeräusch am Mitteltöner hörbar. Wenn der CDP nicht am Strom hängt verschwindet die Störung.

Super, danke dir. Trenntrafo probiere ich aus nachdem meine Steckdosen durchgemessen worden sind.


[Beitrag von quietnight am 24. Mrz 2015, 22:23 bearbeitet]
quietnight
Stammgast
#15 erstellt: 24. Mrz 2015, 22:20
@audiophilanthrop
Ich bin mir fast sicher, dass im Raum in dem die Anlage steht etwas mit dem Strom nicht stimmt. Leider bin ich auf dem Gebiet unwissend. Ich habe jedoch zwei Audiogeräte mit integriertem Phasenprüfer die beide im Problemraum "falsche Phase" anzeigen, unabhängig davon wierum sie in die Steckdose gesteckt werden. In anderen Räumen funktionieren beide korrekt.
Uwe_Mettmann
Inventar
#16 erstellt: 27. Mrz 2015, 22:33
Das Brummen sehe ich als sekundäres Problem, daher möchte und werde ich mich damit nicht beschäftigen.


quietnight (Beitrag #1) schrieb:
Es war jeweils nur das Netzkabel am Player angeschlossen und keine CD eingelegt. Desweiteren lässt sich im Wohnzimmer mit Geräten, die anzeigen können ob man sie phasenrichtig angeschlossen hat, die richtige Phase nicht feststellen. Egal wie man den Stecker dreht, das Gerät zeigt immer "falsche Phase", an allen Steckdosen im Raum.

Das ist das primäre Problem, denn wenn die Geräte nicht über einen Trenntrafo betrieben werden, kann im Wohnzimmer ein sicherheitskritisches Problem vorliegen, wie z.B. ein nicht angeschlossener Schutzleiter. Das muss sich ein Fachmann anschauen.


Gruß

Uwe
quietnight
Stammgast
#17 erstellt: 31. Mrz 2015, 18:58
@Uwe_Mettmann
Ja, es waren im Raum kein Schutzleiter angeschlossen. Da es sich um einen Altbau mit 2-adrigen Stromleitungen handelt, hat der Elektriker den Schutzleiter an den Nullleiter angeschlossen.
SoonDonn
Neuling
#18 erstellt: 11. Apr 2015, 15:39
interessantes Problem, kam so bisher nie bei mir vor.
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