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Phono-Stereo brummt, Mono nicht

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Coltrane
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 16. Nov 2003, 13:51
Hallo liebe Brummexperten,

habe folgende Situation:

Wenn ich meinen Vorverstärker (Revox A720) im Phono-Betrieb auf "MONO" stelle, ist kein Brumm hörbar, ain "STEREO" Betrieb dagegen ist Brumm hörbar, nicht sehr laut, aber deutlich wahrbehmbar.

das klingt für mich Elektronik-Laien nach einem Asymmetrie-Problem der Schirmung und/oder Masseleitung zwischen meinem Phono-MC-Vorvorverstärker (Kenwood HMA-50) und meinem Vorverstärker?

Wenn ich mein MC-System direkt an den MM-Phono-Eingang des A720 anschließe ist natürlich die Verstärkung unzureichend, aber es ist kein Brumm vorhanden.

Die Gehäuse-Masse vom Plattenspieler zum MC-Vorvorverstärker ist gelegt, eine weitere Verbindung (oder wahlweie) zum A720 zur Gehäuse-Masse bringt keine Verbesserung, alle Geräte sind schutzisoliert, also Erde-los.

Eine geringe Verbesserung erreiche ich, wenn ich die beiden Schirmungs-Masse-Leiter meiner NF-Cinch-Kabel (also rechte und linke Kanalmasse/schirmung) am Vorverstärker (also A720) miteinander verbinde. Wenn ich dies "senderseitig" (also am MC-Vorvorverstärker tue ändert sich nix.

Hat jemand einen Tipp?

Hilft vielleicht eine "quasi-symmetrische" Leitung?
Also Plus-Signal und Minus-Signal getrennt von der schirmung, plus senderseitig isolierter Schirmung?


Gruß, Christoph
Coltrane
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 16. Nov 2003, 23:02
Versuch macht kluch,

ganz offenbar fungiert meine Verbindung vom MC-Vorvorverstärker zum Vorverstärker als eine Antenne für 50Hz-Brumm - jedenfalls habe ich festgestellt, daß der Brumm umso stärker wird, je weiter ich die Kabel für rechten und linken Kanal auseinanderbewege - jetzt habe ich eine Parallel-Schlaufen-Konfiguration an der Wand geführt gefunden (nach der Methode try and error), die den Brumm fast verschwinden läßt.

Der Brumm ist unabhängig davon, ob ich asymmetrische Leitungen benutze oder quasi-symmetrische.

Ber Brumm ist auch vollkommen unabhängig davon, ob mein MC-Vorverstärker zur anderen Seite mit dem Plattenspieler verbunden ist, ob er an seinem Netzteil ein-/ausgeschaltet ist, ob das Netzteil angeschlossen ist oder nicht. Die Brummspannung scheint ausschließlich von "außen" in die ca 1 Meter lange NF-Leitung (qualitativ immerhin Audio-Technika extra gut geschirmt) induziert zu werden.

Kann es sein, daß die Hauptstromleitung des Hauses, die unterhalb der Wand läuft ,an der meine Komponenten stehen, eine solch starke "Ausstrahlung" hat?

Hat jemand Kenntnisse und/oder Erfahrung damit?

Gruß, Christoph
Albus
Inventar
#3 erstellt: 17. Nov 2003, 09:36
Morgen Christoph,

ein derartiges Problem in einer elektrisch schmutzigen Umgebung (Pseudo-Wandmauer mit eingelassenen Stromleitungen und Steckdosen) und AudioTechnica Kabel, Twisted Pair mit doppelter Schirmung, Schirm einseitig mit Rückleiter verbunden, Type AT 51 ... . Netzbrumm streut ein und bleibt hörbar bis Öffnung Volume 9.00 Uhr, -34 dB, (pedantisch gehört, weniger pedantisch gehört Volume 11.00 Uhr -20 dB). Netzbrumm stärker, wenn Kabel-Ground to MC-Transformer, Netzbrumm geringer, wenn Kabel-Ground to Amp, AVM-Bi-Coax, mit Kabel-Ground to PS. Statt AT 51 ein Simpel-Coax verschlechtert die Situation (d.h. Die Richtungsbeachtung bewirkt, die jeweilige 'Reinheit' der Quelle bzw. des Amp bleibt geschirmt). Der (nicht eben billige) MC-Transformer ist wohl dazu ein Sensibelchen. - Konsequenz: Trotz nicht idealer Impedanzverhältnisse zwischen MC-System und MC-Verstärker-Stufe des PreAmp, verbindet das Bi-Coax nun den PL direkt mit dem PreAmp, weil, nur noch das allerleiseste Rauschen - keinerlei Brumm, bei Volume 0 dB (max.).

MfG
Albus


[Beitrag von Albus am 17. Nov 2003, 09:38 bearbeitet]
Coltrane
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 19. Nov 2003, 01:04
Moin Albus,

danke für die Schilderung, die mir immerhin zweierlei vermittelt.

1. Bin ich nicht der einzige mit einem solchen Problem.

2. gibt es offenbar keine "Patent"-Lösung.

Im Moment lebe ich ganz gut mit der kunstvollen Verlegung des Kabels an der Wand - der probeweise Austausch meines MC-Vorverstärkers gegen einen NAD PP1 brachte sowohl deutliches Rauschen als auch stärkeren Brumm - spannenderweise ist der Brumm auch Tageszeitabhängig - ich vermute, daß dies mit der fließenden Stromstärke der Hauptleitung zu tun hat. Nachts ist es optimal

Werde mal weitere Kabel durchprobieren,

Gruß, Christoph
heinrich430
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 20. Nov 2003, 19:17
Hi,

bei Auftauchen von "Brummbären" hilft wirklich nur probieren!
Man sollte jedoch den Verursacher egalisieren und nicht den Geschädigten behandeln!

Vorschlag: Geh ins Bauhaus und besorge die eine Isoliermatte, die man zwischen Heizkörper und Aussenwand klebt - diese sind meist alubeschichtet - für unsere Anwendung muss sie es sein!
Weiters einen gelb-grünen Draht (1,5 quadrat reicht dicke) und einen SCHUKO-Stecker

Gelb-grünen Draht an die Erdungsklemme des Steckers klemmen - sonst natürlich nix anschließen - zweites Ende an die Matte - Stecker in die normale Steckdose und dan mit der Matte zwischen Wand (wo das Hauptkabel liegt) un deiner Anlage.

ACHTUNG: Wenn du dir nicht sicher bist wo der Erdungsanschluss am Stecker ist bitte fragen - bei Verwendung der falschen Klemmen besteht Lebensgefahr!!!!

Wenn möglich unbedingt die zwei Stifte, die unten aus den Stecker kommen ENTFERNEN

Viel Erfolg
Coltrane
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 21. Nov 2003, 08:32
Hallo heinrich340,

wenn ich deinen Vorschlag mit meinen Physik-Erinnerungen kombiniere entsteht vor meinem geistigen Auge ein Faraday´scher Käfig - ist es das, worauf Deine Idee beruht?


Dann müßte es doch auch Alufolie. oder ein engmaschiges Drahtnetz tun, oder? Habe ich schon probiert, allerdings ohne Erdung, das werde ich mal machen und berichten.

Erstaunlich ist für mich, daß der Brumm bei Verbindung der Steckermassen empfängerseitig (also Vorverstärker-Eingang) deutlich abnimmt, dagegen bei verbindung der Steckermassen am anderen Enbde der Leitung gleich bleibt - deutet das auf ein Impedanz-Problem hin?

RätselratGruß, Christoph
heinrich430
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Nov 2003, 14:42
Hallo Christoff,

Na, ein so ein Käfig nicht gerade, einfach die Störquelle wegschirmen (wenn dich ein Licht blendet Stück Karton dazwischen halten und nicht die Lampe auswerfen)

"Empängerseitige Masse" ist meist besser da ansonsten die Brummschleife länger wird - und immer (fast) die Massen vom empfinlichsten Gerät (Vorverstärker Eingang) STERNFÖRMIG zu den anderen Geräten legen. Versuche auch mal den VV zu erden. Das wird mit den heutigen Euro-Steckern ja nicht mehr gemacht (Phantomerde -Pfuiteufel)

Falls du ein Metallgestell hast -> Erde

Aber immer eines nach dem Anderen probieren - wenns nicht mehr brummt - Genial

Heinrich
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