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Accuphase immer angeschaltet lassen..?

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Sargnagel
Stammgast
#1 erstellt: 23. Jan 2004, 08:36
Hallo Forumsmitglieder,

ich stelle mir die Frage, ob es nun für die Elektronik und sämtliche Bauteile verträglicher ist die Geräte dauerhaft eingeschaltet zu lassen oder sie täglich häufiger ein- bzw. auszuschalten. Die verbauten Teile in den Accuphase-Geräten sollten eigentlich von hoher Qualität sein, nur welche Vorgehensweise begünstigt eine lange Lebensdauer? ( Geplant sind etwa 10-15 Jahre ).

Leider ist ja ein klassischer "Standby"-Betrieb bei Accuphase nicht möglich. Wie berechnet sich die Leistungsaufnahme des Vollverstärkers ( hier: E-408 )in dauerhaft eingeschaltetem Zustand ohne Last, also bei Lautstärkeregler in "Nullstellung"?

Wie handhaben es die anderen Accuphase-Eigner unter Euch?

Gruß
Peter
bicilindrico
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 23. Jan 2004, 09:51
Hallo!
meine Endstufe P 260 aus den 80ern läuft tadellos (kein Brummen, keine Mucken). Ich schalte sie immer nach jeder Session ab, ca. 1x täglich (wobei sie dann mind. 2 Std. gelaufen ist). Läuft sie im Class-A Betrieb lasse ich sie ca. 30 min. "warmlaufen" bei moderater Lautstärke.
Da sie keine Standbyfunktion hat ist mir die Leistungsaufnahme zu hoch um sie anzulassen (Strom wird jetzt ab Februar nochmal teurer...). Ob sie besser klingt wenn sie anbleibt? Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass sie eben im Class-A Betrieb erst nach 30 min. gut klingt (Vodoo??). Hinsichtlich der Lebensdauer der Bauteile: wie gesagt hat meine Endstufe 20 Jahre auf dem Buckel und dank gekapselter Bauweise vieler Bauteile und hervorragender Verarbeitungs- und Bauteilequalität kann ich keine altersbedingten Schwächen ausmachen (kein Kondensatorenbrummen aufgrund Austrocknung o.ä.). Was ich aber gehört habe ist, dass die Ringkerntrafos der Endstufen beim anschalten impulsartig ihr Magnetfeld aufbauen und dafür ein vielfaches der Stromleistung der normalen Betriebsleistung benötigen, d.h. vermehrtes Ein- und Ausschalten die Bauteile mehr beansprucht. Dies wäre aber nur bei Verstärkerelementen mit leistungsstarken Ringkerntrafos ein Thema. Ich habe das zwangsweise abgestellt durch einen Einschaltstrombegrenzer da die Endstufe meines Aktivsubs beim Einschalten einen 10A-Sicherungsautomaten (Trägheit B) immer zum auslösen brachte. Ob da was dran ist mit dem Ein- und Ausschalten könnte aber ein Elektroniker hier sicher qualifizierter beantworten. Na, wie siehts aus Ihr E-Techniker???
M8-Enzo
Stammgast
#3 erstellt: 23. Jan 2004, 10:59
Ja, das ist richtig. In dem Moment wenn man ein Gerät einschaltet, ist für einen kurzen Moment eine sehr hohe Leistungsaufnahme und somit Belastung für die Elektronik vorhanden (Einschaltimpuls). Je nachdem um was es sich für ein Gerät (Leistungsaufnahme) handelt kann man manchmal beim Einschalten ein kurzes Flackern der eingeschalteten Beleuchtung im Wohnraum sehen. Daran kann man erkennen, welche Belastung der Einschaltimpuls bedeuten kann.
Die Lebensdauer und Haltbarkeit eines E-Gerätes wird nachweislich verkürzt, wenn man dieses häufig in kürzester Zeit ein- und ausschaltet.
Z.B. bei Fernsehgeräten kommt es öfter vor, daß es nach dem Einschalten einen Defekt gibt. Bei Verstärkern ist es nicht ganz so auffallend, aber auch hier führt ständiges Ein/Aus zu einem deutlich höheren Verschleiß.

Ich halte es mit meinen Geräten so, daß ich diese in der "Kaltstartphase" mäßig belaste. Danach kann man, quasi wie beim Auto ,"Gas geben".
Von einem Stand-By-Betrieb halte ich nicht viel. Das kostet nur viel Strom. Die Lebensdauer wird dadurch nicht zwangsläufig verlängert.

Gruß aus Werne

Guido
Malcolm
Inventar
#4 erstellt: 23. Jan 2004, 11:24
Ist ja ein intesessantes Thema...
Hab hier eine Rotel Endstufe mit Ringkerntrafo, die schafft es auch gelegentlich meine Sicherung zum auslösen zu bringen....
Vor allem wenn ich via Master-Slave-Leiste meine Elektrogeräte gleichzeitig einschalte sitze ich im dunkeln.
Nutze die Leiste aber um Abends nicht aufstehen zu müssen wenn ich noch Musik höre vorm einschlafen.
Dann muss ich nur morgens "raus", die Endstufe abschalten, Vorstufe an, Endstufe an....
alles bestens
M8-Enzo
Stammgast
#5 erstellt: 23. Jan 2004, 12:06
Das ist ein sehr gutes Beispiel.
Du hast schließlich mehrere Geräte an der Leiste angeschlossen. Somit addieren sich die Einschaltimpulse aller Geräte gleichzeitig und Du kommst für einen kurzen Moment über die Belastbarkeit von normalerweise 2500 Watt der Steckdose. Und schon fliegt die Sicherung raus, - welches übrigens auch nicht besonders gut für die Geräte ist!
Die Endstufe nachträglich von Hand einschalten und schon gibt es keine Probleme mehr.

Gruß aus Werne

Guido
_axel_
Inventar
#6 erstellt: 23. Jan 2004, 14:12
Hallo.

Wie berechnet sich die Leistungsaufnahme des Vollverstärkers ( hier: E-408 )in dauerhaft eingeschaltetem Zustand ohne Last, also bei Lautstärkeregler in "Nullstellung"?

Ich glaube, dass man das nicht 'berechnen' (z.B. aus Max. Leistung o.ä.) kann.

Falls hier keiner mehr antwortet, der es zufällig weiß:
- im Handbuch steht nichts?
- ggf. mal beim Accuphase-Vertrieb/Import nachfragen?
- es gibt Messgeräte, die zwischen Stecker+Steckdose gesteckt werden und den Momentanverbrauch anzeigen (sollte es im Baumakrt oder Kaufhaus geben).

Wenn kein Signal anliegt, sollte es m.E. übrigens verbrauchsmäßig egal sein, auf welcher Position der Lautstärkeregeler steht.

Gruß
Oliver67
Inventar
#7 erstellt: 23. Jan 2004, 14:49
Hallo,

den Energieverbrauch kannst Du z.B. mit dem "Energy Check 3000" von Conrad messen (kann man natürlich auch für die Kaffeemaschine etc. verwenden). Bei vielen Stromlieferanten kannn man sich so ein Ding auch ausleihen.

Mein E-210 von Accupahse verbraucht ohne Eingangssignal unter 10 Watt. Trotzdem mache ich ihn aus, warum sollte er immer laufen?

Oliver
_axel_
Inventar
#8 erstellt: 23. Jan 2004, 15:03

Mein E-210 von Accupahse verbraucht ohne Eingangssignal unter 10 Watt.

das ist wenig. da hat mein alter Cyrus im Stand-by schon mehr verbraucht.
Gruß
Sargnagel
Stammgast
#9 erstellt: 23. Jan 2004, 17:24
Ich habe aus Neugier mal bei der PIA ( dem deutschen Accuphase-Vertrieb ) angerufen und mich wegen der Leistungsaufnahme im Leerlauf erkundigt. Diese beträgt beim E-408 etwa 50-55 Watt.

Ich werde meinen Vollverstärker künftig morgens einschalten und abends vor dem "zu Bett gehen" wieder ausschalten, das sollte eine vernünftige Vorgehensweise sein.

Gruß
Peter
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 23. Jan 2004, 17:41
Hi,
eine Grundforderung von mir ist ein mechanischer Ein-Aus-Schalter. Accuphase hat sowas. Das hat meiner Meinung nach die folgenden Vorteile:

- man spart Strom
- das Gerät wird geschont, auch die besten elektr. Geräte gehen irgendwann kaputt (hauptsächlich die Kondensatoren und Glühlampen)
- Schutz vor Überspannungen, was nicht mit dem Netz verbunden ist, dem ist das egal.

Nebenbei bin ich auch ein Accuphase-User, habe den CX-260 und DP-65V.
_axel_
Inventar
#11 erstellt: 23. Jan 2004, 17:44
hallo Joe,
hast Du Deinen Avatar verändert? so um die Mundwinkel herum? habe ihn 'grimmiger' in Erinnerung ...
reznor
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 23. Jan 2004, 17:48
Hallo!

Kein HiFi Gerät sollte wirklich dauerhaft eingeschaltet sein.

Finde es bei meiner Rotelendstufe auch doof, das sie nicht per Fernbedienung ausgeschaltet werden kann.

Die Elkos gehen mit den jahren kaputt und laufen aus. Dies geht schneller wenn das Gerät ständig an ist. Drum sollten diese so nach 15 Jahren spätestens auch erneuert werden. Das hört man dann in der Dynamik.

Ach ja, die Accuphase laufen doch im reinen Class-A Betrieb.

Habt ihr mal die Stromrechnung angesehen?
Class-A Verstärker saugen auch mit dem Ruhestrom schon eine unmenge an Strom. Nicht nur beim einschalten. Das ist technisch so. Naja, hat mir so ein Elektronik Fritze mal erklärt. Diese werden auch wesentlich wärmer, drum sind die auch in größeren Gehäusen verbaut.

Cu
Nitram
Stammgast
#13 erstellt: 23. Jan 2004, 18:02
Hallo @ all

meine SAC Igel sind immer an, immer warm, und immer einsatzbereit.
Mein Motto:"Never stop a Running System".
Abgesehen von der höheren Stromrechnung, ist das ganz gut für die Elektronik. ( Trafo )
Schaut mal bei unseren Energieversorgern, diese Schalten die Trafos nicht andauernd ein und aus, und wie alt sind die Teile? Alt.
Beim Ein und Ausschalten gehen die meisten geräte Kaputt.
Im Bertieb, ist doch selten ein elektrogerät Kaputt gegangen (Hifi).
Trafos wie Glühlampen beim Ein und Ausschalten brennen diese durch. Das hat auch etas mit der Sinuskurfe zu tun, wo und bei welcher Amplitute Geschalten wird.
Irgend etwas war doch da? Ach Selbstinduktion....
am besten währe eigentlich ein 0 = Schalter, der genau im Nulldurchgang zuschaltet. Da könnte man die Spitzenspannungen auser beachtung lassen.
Vieleicht finden sich noch einige Vorschläge zum Thema
von erfahreneren Leuten.
Mit der leistungsberechnung, mein Tip:
hol dir so ein zwischenstecker, der hat zwar ein bisschen Toleranz, aber der verrechnet sich nicht.
Interresant, ob unter volllast, oder im Leerlauf.
Joe_Brösel
Hat sich gelöscht
#14 erstellt: 23. Jan 2004, 18:07
Hi,
vielleicht sollte ich mal eine Abstimmung machen, welches besser gefällt.

Nachtrag: ich suche noch eine Morph-Software um die ineinander zu morphen.


[Beitrag von Joe_Brösel am 18. Apr 2004, 14:42 bearbeitet]
bolschoi
Stammgast
#15 erstellt: 23. Jan 2004, 18:10
ich finde das grimmige sympathischer:-)
Malcolm
Inventar
#16 erstellt: 23. Jan 2004, 22:22
Die Standbyschaltung löst Kenwood IMHO am besten!
Selbst die kleinen Receiver haben einen extra Standby-Trafo.
Dadurch haben die auf Standby einen Stromverbrauch von unter einem Watt.
Echt vorbildlich!
Leider sind alle (bis auf die ganz großen) recht "scharf" abgetimmt und nicht laststabil......
MH
Inventar
#17 erstellt: 24. Jan 2004, 01:07
hi,

ich hatte früher einen E-306 und einen 407. Ich habe die Verstärker nach dem Hören immer abgeschaltet da ich bei Accuphase keinen Unterschied feststellen konnte.

Gruß
MH
Peter_H
Inventar
#18 erstellt: 24. Jan 2004, 01:19
Hi,

also ich habe meine Hifi-Geräte (TV, Receiver, Sub, CD-Player, DVD-Player, Casettendeck) seit 13 Jahren an einer Steckerleiste mit Schalter.

Wenn ich die Geräte ausschalte, schalte ich sie alle auf Standby (ein paar ältere habe ich noch, die kennen nur ein oder aus, die werden ausgeschaltet).

Sollte ich nun des Wissens sein, die Geräte länger als 24 Stunden nicht mehr zu benutzen oder mehr als 3-4 Stunden aus dem Haus zu gehen, mache ich zusätzlich die Steckerleiste aus. (Bin halt übervorsichtig, man hörte ja schon von Fernsehern, die sich plötzlich zu implodieren gedachten oder in lustige Flammen ausbrachen etc.)

Einschalten dann in umgekehrter Reihenfolge: Erst Steckerleiste an, dann die Geräte.

Ich habe und würde auch nie die eingeschalteten Geräte mittels der Steckerleiste ein/ausschalten, wegen dem Einschaltimpuls.

Einzig außen vor ist der VHS-Recorder (klar wegen Programmierung/Aufnahme).
cr
Moderator
#19 erstellt: 24. Jan 2004, 01:29
Mit 50-100 W muß man bei einem AB-Vollverstärker im Leerlauf rechnen.
Mein ältester Verstärker ist jetzt über 25 Jahre und wurde schon täglich 1-3 mal eingeschaltet.
terrashot
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 24. Jan 2004, 16:14
Hallo,
ich hatte einen Accuphase E 207 und der klang auch erst nach längerer Laufzeit besser. Accuphase Verstärker sind ja sowieso recht kühl im Klang. Das muß man einfach mögen.
Ich habe inzwischen einen Lindemann Amp 3 und der klingt auch im Kaltzustand sehr angenehm. Und nach einer Stunde hat er sein volles Potential erreicht. Ich schalte das Gerät aber nach jeder Hörsitzung aus.
Der größte Verschleiß findet sowieso nur im Kondensator Bereich statt. Die zu erneuern ist kein Problem.
Viele Grüße, Andreas
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