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Lautstärkepoti-Tuning

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plz4711
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 14. Jul 2005, 11:53
Hallöchen,

der li/re-unterschied meines HK3470-Receivers nervt mich doch ab und an, wenn ich auf die Balance-Einstellung gucke.

Darüber hinaus habe ich festgestellt, dass gerade bei kleinen Lautstärken (nähe linker Anschlag) die Lautstärkesprünge sehr groß sind.

Bei höheren Lautstärken ist li/re gleichmäßiger und die Lautstärkesprünge sind kleiner.

Werde also mal 100kOhm/Kanal in Reihe einschleifen, das senkt den Pegel um ca. 10dB, verstärkt natürlich auch entsprechend den Rauschpegel - aber: man kann nicht alles haben.

Und über Rauschen kann ich mich bisweilen überhaupt nicht beklagen (außer das auf alten Aufnahmen).

Nur so als Tipp an alle, die sich auch an "better-Consumer-Products mit billig-Poti" ärgern.
plz4711
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 14. Jul 2005, 12:37
Ich werde heute nachmittag mal noch das Spektrum "auf weißes Rauschen" messen, auch bei verstelltem (Anschlag) Bass/Höhenregler, den Balance-Regler guck ich mir auch noch mal genauer an.

Nicht, dass sich am Ende herausstellt, dass dieses Präzisionsgerät (immerhin >400€) aufgrund Poti-Herstellungsschwankungen im Bass die ganze Zeit -4dB macht (oder so)
plz4711
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 15. Jul 2005, 06:33
Jaaaa, also:
Bass/Höhenregler sind in Raststellung "linear",
und außerdem sehr gut zu gebrauchen:

Bass: linearer An/Abstieg von ca. 300 bis 30Hz, +/-10dB
Höhen: linearer An/Abstieg von ca. 1kHz bis >16kHz, +/-10dB
(also nix "nur ein kleiner Hubbel um 100Hz/10kHz" - werde morgen mal meinen Denon PMA 495 vermessen).

Das LS-Poti ist bei lauteren Stellungen tatsächlich linearer und weniger groß im Lautstärkeanstieg.

Habe jetzt eine 12dB-Absenkung eingebaut (150kOhm), und alles ist wunderbar.
plz4711
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 16. Jul 2005, 16:13
Soodele, hier die Bilder der Messungen meines HK3470 (ohne Pegelabsenkungs-Widerstände):
Bassregler:

Höhenregler:


Guckt man genauer den Höhenregler an, stellt man fest, dass sich dieser in "Mittel-Rastposition" offensichtlich NICHT in Neutralstellung befindet, sonder der Verstärker somit zu den Höhen um ein paar dB abfällt.

Wenn also nächstens wieder mal jemand Klangbehauptungen über Verstärker aufstellt, dann bitte nur mit geeichtem Spektrometer, gelle?!

Ach so: Source Direct hat mein HK3470 nicht.


[Beitrag von plz4711 am 16. Jul 2005, 16:15 bearbeitet]
plz4711
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 19. Jul 2005, 08:51
mein Denon PMA495R liefert, was Bass/Höhenregler angeht, ein ähnliches Bild.
Was den (vermeintlichen?) Höhenabfall des HK3470 in "Raststellung" Angeht:
es scheint mir, dass auch meine Soundkarte in den Höhen etwas nachläßt.
wiesonich
Stammgast
#6 erstellt: 23. Jul 2005, 08:04
Moin.

Die ohmschen Widerstände zum Absenken des Lautstärkepegels schaltest du einfach so in Reihe?

Ich hätte jetzt gedacht, dass es besser wäre, die Impedanz beizubehalten, die das Potentiometer am Ausgang sieht, also den Pegel des Signals so abzusenken, wie es auch in passiven Weichen von Lautsprechern üblich ist: mit zwei Widerständen, einen in Reihe und einen parallel zur folgenden Stufe (bzw. dem Chassis).

plz4711
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 23. Jul 2005, 23:47
Die Widerstände sind zwischen Pre-Out und Main-In, also zwischen Vorverstärker-Ausgang und Endstufen-Eingang.

Habe damals beim Receiverkauf dran gedacht, ggf. einen Equalizer einzuschleifen.

Viele Grüße,

Jochen
wiesonich
Stammgast
#8 erstellt: 25. Jul 2005, 00:29
Ja, eben drum! Das verändert den Sachverhalt ja nicht.



Natürlich erreichst du durch das In-Reihe-Schalten eines ohmschen Widerstandes zwischen Pre-Out und Main-In, dass das Lautstärkepoti weiter aufgedreht werden muss und somit der Gleichlauf besser wird. Aber du dämpfst damit nicht nur die Signalspannung an den Endstufen, sondern auch den Signalstrom aus dem Vorverstärker. Ich bin zwar nicht sicher, ob das der Grund für den schlechteren Rauschabstand ist, den du da wahrnimmst, aber möglich wär´s.

Ich würde die Dämpfung der Signalspannung in jedem Fall mit einem Spannungsteiler verwirklichen, dann bliebe die Höhe des Signalstromes vom gewünschten Dämpfungsmaß unabhängig. Der Spannungsteiler lässt sich sogar relativ einfach berechnen, weil seine Widerstände sich proportional zu den Spannungen verhalten (dabei seien der Innenwiderstand des Vorverstärker-Ausganges sowie eine eventuelle Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung einmal vernachlässigt):

au = Dämpfungsmaß der Signalspannung
Ri = Innenwiderstand des Endstufeneinganges
Rv = Reihenwiderstand zwischen Vorverstärker und Endstufe
Rp = Parallelwiderstand zum Endstufeneingang
Re = Ersatzwiderstand aus Rp parallel Ri

Zunächst der Innenwiderstand (Ri) der Endstufe mit Hilfe des von dir genannten Reihenwiderstandes (Rv) von 100k und dem festgestellten Dämpfungsmaß (au) von 10dB:

Ri = Rv / (10^(ua / 20dB) -1)
Ri = 100k / (10^(10dB / 20dB) -1)
Ri = 46,2k

Diesen Wert sollte der Vorverstärker meiner Meinung nach immer an seinem Ausgang sehen. Im Idealfall entspricht der Gesamtwiderstand des Spannungsteilers inkl. Endstufe (Rv+Re) also dem Innenwiderstand der Endstufe (Ri):

Rv + Re = Ri = 46,2k

Ersatzwiderstand (Re):

Re = Ri / 10^(ua / 20dB)
Re = 46,2k / 10^(10dB / 20dB)
Re = 14,6k

Reihenwiderstand (Rv):

Rv = Ri - Re
Rv = 46,2k - 14,6k
Rv = 31,6k

Parallelwiderstand (Rp):

Rp = 1 / (1 / Re - 1 / Ri)
Rp = 1 / (1 / 14,6k - 1 / 46,2k)
Rp = 21,4k

Bei Conrad-Elektronik gibt´s Widerstände mit Werten von 33k und 22k, jeweils mit einer Toleranz von 0,1%. Als Spannungsteiler vor die Endstufen geschaltet ergeben die ein Dämpfungsmaß von etwa 10dB bei annähernd unveränderter Anschlussimpedanz für den Vorverstärker.

Probe Dämpfungsmaß (au):

au = 20*log(Rv / Re +1)
au = 20*log[Rv * (Rp+Ri) / (Rp*Ri) +1]
au = 20*log[33k * (22k+46,2k) / (22k*46,2k) +1]
au = 10,14dB

Probe Anschlussimpedanz (Rg):

Rg = Rv + (Rp * Ri) / (Rp + Ri)
Rg = 33k + (22k * 46,2k) / (22k + 46,2k)
Rg = 47,9k

Ich würde deinen 100k Widerstand ersetzen durch einen 33k, und dahinter einen 22k parallel zum Eingang der Endstufe schalten.

Gruß
wiesonich


[Beitrag von wiesonich am 25. Jul 2005, 08:23 bearbeitet]
plz4711
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 28. Jul 2005, 08:43



Punkt 2: "normal" (1uF, 47k)
Punkt 4: 150kOhm Vorwiderstand
Punkt 6: 36/15k Spannungsteiler.

Man beachte: ab 0.1Hz!

Spannungsteiler sieht dem Original deutlich ähnlicher... aber ob man's hört?

Lustigerweise ist die GroupDelay bei Vorwiderstand im hörbaren Bereich eher geringer (aber wahrscheinlich unhörbar )


[Beitrag von plz4711 am 28. Jul 2005, 08:45 bearbeitet]
wiesonich
Stammgast
#10 erstellt: 29. Jul 2005, 19:07
Rauscht es weniger?
plz4711
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 30. Jul 2005, 13:17
Jaaa...
also, hab die Schaltung so gebastelt und in ein Stahlblechgehäuse verwurstelt (bloß keine HF-Einstreuungen!),

oben 34,5k; unten 11k (was grad da war),

rauschen hab ich weder beim 150kOhm Vorwiderstand noch mit der neuen Schaltung wahrgenommen.

Aber wie Du nicht ganz zu unrecht sagtest: der Spannungsteiler hinterläßt ein ruhigeres Gefühl
plz4711
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 30. Jul 2005, 13:21
Hab grad nochmal gehört, ich hör nix rauschen - bin aber auch a bissi schwerhörig.
Letztlich muß jeder selbst entscheiden, ob's gefällt.

Mich als schwerhörigen hats jedenfalls schon genervt, wenn's mal links/rechts lauter ist - gerade, wenn man etwas mehr auf sein Gehör achtet ("hör ich jetzt auf einmal rechts schlechter???").
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