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Stromschläge

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Revisor
Neuling
#1 erstellt: 28. Aug 2003, 08:25
Hallo Hifi-Gemeinde,
ich bin vor kurzem in ein Hochhaus ca. Baujahr 1970 gezogen und habe seitdem ein Problem mit dem Strom. An der Elektrik wurde seit Bauerstellung wohl nix mehr gemacht, jedenfalls habe ich 5 Sicherungen, davon eine Starkstrom für den Herd. Das Stromnetz ist anscheinend insgesamt ein wenig schwach, denn wenn ich den Wasserkocher oder die Schreibtischlampe ein- bzw. ausschalte, kann ich im Fernseher kurz eine Welle/Strich sehen, ähnlich wie bei einem Oszilloskop/Oszillograph(?) oder auch ein Flackern der Deckenlampe in der Küche. Bei angeschalteter Anlage höre ich ein deutliches Knacksen. Besonders fies sind die Stromschläge, wenn sich der Kühlschrank ein- oder ausschaltet. Ich habe die Anlage auch schon an einen anderen Stromkreis, d.h. der über eine andere Sicherung läuft, angeschlossen, jedoch ohne wirkliche Besserung. Jetzt habe ich Angst, daß auf Dauer meine Anlage Schaden nimmt und diese deswegen schon nicht mehr am Netz. Kann da was passieren? Kann ich mir von einem Elektriker was gegen diese Spannungsspitzen bauen lassen? Was mag das wohl kosten? Müßte wohl was mit einer Schmelzsicherung sein, da die Umkippschalter zu träge sind (ist mir gesagt worden). Bitte die Antworten nicht zu technisch, ich bin Kaufmann, kein Physiker. Vielen Dank schon mal. Gruß Stefan
source_direct
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 28. Aug 2003, 08:44
Es gibt diverse "Netzfilter" für solche Effekte. Hat absolut nichts mit Voodoo zu tun. Eventuell würde ich mal versuchsweise einen "Trenntrafo" einsetzten.

http://www.conrad.de

http://www.reichelt.de

http://www.rsonline.de

wären z.B. Adressen bei denen dergleichen zu kaufen ist.


Gruß, Bernd
source_direct
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 28. Aug 2003, 08:55
Nachtrag: Bei Reichelt z.B. lauft das Filter unter "Überspannungs- und Blitzschutz". Es sollen Strom- und Spannungsspitzen verhindert werden. Kosten: 5,50 EUR + Versand.


Gruß, Bernd
cr
Moderator
#4 erstellt: 28. Aug 2003, 09:21
Das sind keine Spannungsspitzen im Netz, sondern elektromagnetische Impulse, die sich so ausbreiten (besonders was den Fernseher betrifft, der ist naturgemäß anfällig auf hochfrequente Störungen)
Revisor
Neuling
#5 erstellt: 28. Aug 2003, 11:47
Hi, vielen Dank für die Antworten. Ich möchte noch mal klarstellen, daß mich das Knacksen nicht weiter stört, ich jedoch vermute, daß meine Anlage beschädigt werden könnte. Kann das passieren? Inzwischen habe ich mir die Netzfilter im Internet mal angesehen. Bei den Filtern fehlt die Erdung. Heißt das, daß meine Geräte bei einem Defekt unter Strom stehen könnten? Kann ich an so einen Netzfilter meine Steckdosenleiste anschließen oder muß ich für jedes Gerät einen eigenen kaufen? Gruß Stefan
cr
Moderator
#6 erstellt: 28. Aug 2003, 12:00
Du kannst ohnehin nur die LS beschädigen, dazu müßte das Knacksen aber gewaltig sein. Ein Filter wird nichts nützen. Leih dir eins aus, du wirst sehen, es kommt nicht primär übers Netz. Bei Kühlschränken ist das ganz typisch, kenne ich. Das Lichtflackern kommt durch einen Spannungsverlust beim Einschalten im Netz zustande, aber es entstehen keine gewaltigen Stromspitzen (da bräuchtest du schon mehr Induktivität als ein Kühlschrank-Motor hat ).
Selbst eine kurze Spitze (gegen die würde ein Filter auch nichts nützen) spielt keine Rolle. Sie würde im Elko des Netzgeräts verpuffen.
dezibel
Stammgast
#7 erstellt: 28. Aug 2003, 13:18
Die meisten HiFi-Geräte benutzen sowieso nur Eurostecker, d.h. zweipolige Stecker, da hast du sowieso keine Erdung angeschlossen. Brauchst dir also keine Sorgen machen dass deine Geräte dann bei Defekt unter Strom stehen. Schau mal bei deinen Geräten ob du einen 2 oder 3 poligen Stecker hast.

Ich geb auch cr Recht, dass dir ein Filter nicht viel helfen wird. Von Monster gibts riesige "Home Theater Power Supplys" welche genau für solche Probleme entwickelt wurden, stabilisieren die Spannung und haben Netzfilter integriert. Aber die Teile gibts nur einstweilen nur für USA und UK, nur für unsere Stromnetz und sind sauteuer. Außerdem bin ich mir auch nicht sicher ob du die Probleme damit beheben könntest.

Ruinieren kannst du nur deine LS wenn du wirklich laut spielst und dabei die Knackser auftreten.

Gruß,

Mike
cr
Moderator
#8 erstellt: 28. Aug 2003, 14:18
Wobei die Frage ist, ob die Knackser vom Volume-Regler abhängen. Nach meiner Erfahrung kann das auch in den Verstärkerteilen hinter dem Volume-Regler entstehen, dann wäre die Abhör-Lautstärke egal.
Revisor
Neuling
#9 erstellt: 29. Aug 2003, 08:09
Elkos habe ich wohl nicht, sonst hätte ich keinen Einschaltplopp, oder? Dafür habe ich aber geerdete Geräte (Naim Audio). Das Knacksen ist bei mir volumenregler-unabhängig. Gestern hatten wir ein ordentliches Gewitter hier in Frankfurt/Main; auf meinem Fernseher waren ordentliche Ausschläge zu sehen. Früher hatte ich meine Anlage permanet angeschaltet, das werde ich jetzt auf die Hörzeiten beschränken. Mein Händler hat übrigens keinen guten Rat für mich. Vielleicht probiere ich das mit dem Filter doch mal aus; 6 Euro ist ja keine gewaltige Fehlinvestition, zumal ich das Ding dann anderweitig verwenden kann. Gruß Stefan
cr
Moderator
#10 erstellt: 29. Aug 2003, 08:20
Jeder hat Elkos. Es gibt keine Netzgeräte ohne Elkos.
Probier das Filter mit Rückgaberecht aus, ich garantiere dir, dass der Effekt Null ist.
Auch die Störungen durch Blitze kommen nicht übers Netz (außer er schlägt ein), sondern als elektromagnetscher Impuls über die Luft (Luft ist natürlich strenggenommen falsch, es breitet sich einfach im Raum aus).
burki
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 29. Aug 2003, 08:33
Hi,

das Thema hatten wir ja schon oefters.
Pauschale Aussage, dass ein Filter garantiert nichts bringen wuerde, taete ich nicht taetigen (kommt natuerlich auch auf die Filtercharakteristik drauf an), doch auch nach meiner Erfahrung liegt das Problem nicht unbedingt am Stromnetz selbst, sondern eher externe Einstreuungen sind das Problem.

Wurden schon alle Kabelverbindungen (manche Kabel sind wirklich nicht gut abgeschirmt, was mit dem Preis wenig zu tun hat) und Cinchbuchsen an den Geraeten ueberprueft --> z.B. einfach nur den TV mal anschliessen und so mit allen weiteren Geraeten verfahren ...

Gruss
Burkhardt
source_direct
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 29. Aug 2003, 10:57

Jeder hat Elkos. Es gibt keine Netzgeräte ohne Elkos.
Probier das Filter mit Rückgaberecht aus, ich garantiere dir, dass der Effekt Null ist.
Auch die Störungen durch Blitze kommen nicht übers Netz (außer er schlägt ein), sondern als elektromagnetscher Impuls über die Luft (Luft ist natürlich strenggenommen falsch, es breitet sich einfach im Raum aus).



Einspruch, Euer Ehren!

Natürlich gibt es Netzgeräte ohne Elkos!

Auch mit der Garantie wäre ich vorsichtig. Man hat schon Pferde kotzen sehen, sogar vor Apotheken!

Die Aussage mit den Blitzen ist auch nicht richtig. Blitze können nämlich sowohl als auch!

Ich würde Dir vorschlagen mal nach "de.sci.ing.elektrotechnik" zu gehen und dort Auskunft einholen.


Lieben Gruß, Bernd
cr
Moderator
#13 erstellt: 29. Aug 2003, 11:06
Und wie glättest du dann den gleichgerichteten Strom? Ich rede hier von Netzgeräten, wie sie in HiFi-Geräten verwendet werden (speziell Verstärker, um die es hier geht).

Blitz: Auch im Batterie-Transistorradio/Batterie-Fernseher krachts beim Gewitter (hängt aber nicht am Netz). Ich will hier nur sagen, dass es stark überschätzt wird, was aus dem Netz kommt und was als EM-Impuls. Habe mich selber lang genug mal mit Külschrankknacksen herumgeplagt (kam auch nicht übers Netz). Den Leuten wird nur gerne eingeredet, ein Filter und alles wird besser. Wenns nicht besser wird, war eben das Filter zu schwach, also ein teureres usw. Meist sind schlecht-konzipierte Verstärkerschaltungen mit Schwingneigung für die Krach-Anfälligkeit verantwortlich.
Albus
Inventar
#14 erstellt: 29. Aug 2003, 12:04
Tag Revisor,

aus eigenem Erleben kenne ich derartige Einschaltstörungen (wie Verdunkeln) in einem einzigen Verbraucherkreis ab Sicherungskasten. Ab Sicherungskasten teilen in einem solchen Fall alle Verbraucher eine gemeinsame Impedanz, da sie schlicht als 1er, 2er, 3er usw., von einer Hauptleitung abzweigen; ab Sicherungskasten sternförmig wäre besser. Wenn das Einschalten einer Schreibtischlampe bereits zu Störungen führt, dann ist die Elektro-Installation allerdings etwas untypisch, meine Ansicht. Wir hatten in einer luschig gebauten Wohnung sZt für den Herd sogar zu geringe Spannung. Ich konsultierte einen Elektro-Fachmann.

Was die Einschalt-/Ausschalt-Plopps angeht, die gehen auf gut gemeinte Besonderheiten der Konstruktion der NAIMs zurück (Einschaltverzögerungen usw gelten als klangschädlich). Was die EMV, d.h. Elektro-magnetische Verträglichkeit angeht, da stellt das Einstreuen von Kühlschrank-Funken der EMV der Geräte ein schlechtes Zeugnis aus (Stilblüte!). Man könnte auf den Einfall kommen, die Quellen der Störgeräusche, den Kühlschrank, im Stromkreis zu entkoppeln (also nicht nur der Blick auf die empfindlichen Empfänger). Und zwar dann, wenn es nicht gelingt, die Stereo-Anlage an einen eigenen Stromkreis-Abschnitt zu hängen. Was den Fernseher angeht, die Fa. Busch-Jaeger Elektro-GmbH, Artikel Nr. 2292, Preis ca. 25,00 Euro, im Elektro-Fachhandel, bietet seit Jahren einen so geannten TV-Netz-Bus an - zur Entkopplung des TV wegen dessen Schaltnetzteiles (Schmutzkanone ins Stromnetz). Versuch empfohlen. Auch für Digital-Geräte.

MfG
Albus
source_direct
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 29. Aug 2003, 13:33

Und wie glättest du dann den gleichgerichteten Strom? Ich rede hier von Netzgeräten, wie sie in HiFi-Geräten verwendet werden (speziell Verstärker, um die es hier geht).


Natürlich mit Elkos! Trotzdem gibt es auch Netzteile ohne Elkos.


Blitz: Auch im Batterie-Transistorradio/Batterie-Fernseher krachts beim Gewitter (hängt aber nicht am Netz). Ich will hier nur sagen, dass es stark überschätzt wird, was aus dem Netz kommt und was als EM-Impuls. Habe mich selber lang genug mal mit Külschrankknacksen herumgeplagt (kam auch nicht übers Netz). Den Leuten wird nur gerne eingeredet, ein Filter und alles wird besser. Wenns nicht besser wird, war eben das Filter zu schwach, also ein teureres usw. Meist sind schlecht-konzipierte Verstärkerschaltungen mit Schwingneigung für die Krach-Anfälligkeit verantwortlich.


Wie Du schreibst: "stark überschätzt", was jedoch nicht bedeutet daß es so etwas nicht gibt!

Ich bin auch in keinster Weise an irgendwelchen filterherstellenden Firmen beteiligt, die Sache mit dem Filter war lediglich _ein_ (im Sinne von _einem_) Vorschlag.

Was den OP tatsächlich plagt kann hier wohl niemand verifizieren, es sei denn er setzt sich ein Viertelstündchen vor seine Glaskugel.



Schönes Wochende wünscht: "Der Bernd"


[Beitrag von source_direct am 29. Aug 2003, 13:40 bearbeitet]
Revisor
Neuling
#16 erstellt: 10. Sep 2003, 13:22
Nochmal Danke für die Antworten. Wollte Euch nur mal über den Ausgang meiner Suche berichten. Habe mir eine Leiste von HMS vom Händler ausgeliehen. Nennt sich 'energia' und hat Überspannungssschutz und diverse Filter. Kostenpunkt: 351,- Euro. Hat nix gebracht, außer deutlich dumpferen Ton, verglichen mit Naim-Leiste (ca. 40,- DM). Keine weitere Veranlassung. Gruß Stefan
cr
Moderator
#17 erstellt: 10. Sep 2003, 13:34
Entspricht meiner Erwartung, nämlich dass die Impulse über die "Luft" und nicht übers Netz kommen (ist in 99% der Fälle so).
Dennoch wird mit diversen Abhilfe-Einrichtungen (Netzfilter) viel Geld gemacht.
TTimm
Schaut ab und zu mal vorbei
#18 erstellt: 10. Sep 2003, 14:21
Hallo Revisor,

habe bis vor kurzem ein ähnliches Problem gehabt: Der Thermostat des Kühlschranks hat beim Abschalten des Aggregat einem HF-Impuls erzeugt, der als deutliches Knacken zu hören bzw. im Fersehbild sichtbar war.
Die Störung wurde in das Netz eingespeist und nicht "per Luft" übertragen (Kühlschranke bilden normalerweise einen guten Faraday'schen Käfig).
Abhilfe hat eine Drossel (je eine Spule in Phase und Masse, plus Ableitung über zwei Kondensatoren gen Erde, 6 A belastbar)in der Netzleitung des Kühlschranks gebracht. Kosten 15 ? für die Drossel und ein Bier für den fachgerechten Einbau durch einen Freund :-).

Ciao,
Timm
cr
Moderator
#19 erstellt: 10. Sep 2003, 18:19
Da hast du aber Glück gehabt, bei meinen Kühlschrank- und Waschmaschinen-Problemen war alles für die Katz. Erst ein anderer Verstärker ignorierte alle Einstreuungen.
alex0289
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 29. Mai 2006, 19:34
Man könnte den ganzen Sicherungskasten auch auf mehrere Phasen umbauen, was jediglich von einem Profi ausgeführt werden kann. Da würden diese Probleme nicht entstehen, da du deine Anlage über eine andere Phase als die anderen Geräte laufen lassen kannst. Da entsteht nicht so ein derartiger Konflikt.

MFG
alex0289
sakly
Inventar
#21 erstellt: 30. Mai 2006, 07:31

alex0289 schrieb:
Man könnte den ganzen Sicherungskasten auch auf mehrere Phasen umbauen, was jediglich von einem Profi ausgeführt werden kann. Da würden diese Probleme nicht entstehen, da du deine Anlage über eine andere Phase als die anderen Geräte laufen lassen kannst. Da entsteht nicht so ein derartiger Konflikt.

MFG
alex0289


Das ist 2 3/4 Jahre später sicher ein gut gemeinter Rat
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