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Material Hochtöner Focal Chorus und Kauftipps

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Autor
Beitrag
hqimps
Stammgast
#1 erstellt: 11. Okt 2015, 12:54
Hallo,
habe 2 Standlautsprecher von Focal Chorus 715 mit TNC-Hochtönern und 2 Chorus 714 mit Al/Mg-Hochtönern und stellte fest, dass die Hochtöner Al/Mg die höheren Töne besser wiedergeben - diese sind auch etwa 5 Jahre neuer, von 2009. So ein Lautsprecherpärchen kostete mir nur etwa 400 €.

Worauf sollte man beim Neukauf achten, welches Material ist zur Zeit angesagt - oder sollte man allein vom Höreindruck ausgehen ?

Beim HiFi-Händler klingt ja meist alles perfekt, da dort ein guter Hörraum eingerichtet ist.

Da die Preise ja bekanntlich nach oben immer offen sind, würde ich gern wissen, bis in welche bezahlbare Preislage man gehen sollte, ohne zuviel Geld allein für Image und Hightec, die man nicht mehr vermag, zu hören, auszugeben.

Wenn es mich vom Hocker haut, könnte ich mir vorstellen, etwas deutlich mehr zu investieren. Bei 2-3 T€ sollte es aber dann gut sein.

Oder wäre bei der Hälfte schon die Grenze der hörbaren Verbesserungen erreicht ?

Als Zuspieler habe ich einen Marantz SR7009, vorher Yamaha RX-V 1400 RDS.
Dadof3
Inventar
#2 erstellt: 11. Okt 2015, 13:38
Woraus der Hochtöner gebaut wurde, spielt keine nennenswerte Rolle - es kommt darauf an, was man daraus macht.

In dieser Magisterarbeit wurden zahlreiche Hochtöner verschiedener Wirkprinzipien verglichen, und Unterschiede waren kaum hörbar.
https://www2.ak.tu-b...tterAndreas_MagA.pdf

Wie sehr die Ergebnisse verallgemeinerbar sind, kann man sicher in Frage stellen, aber klar ist auch: Der Eindruck höherer Auflösung wird oftmals nur durch eine tonale Anhebung im Brillanzbereich erzielt.

Die Bauart des Hochtöners und die Materialwahl wird meist eher aus Marketinggründen in den Vordergrund gesetzt, faktisch sind aber ganz andere Dinge ausschlaggebend.

Du kannst dir ja mal zwei Focal Twin6 anhören. Da weißt du ungefähr, was für 3000 € so geht. Das sind aktive Studiomonitore. Im Hifi-Sektor wirst du Schwierigkeiten haben, für das Geld allgemein ebenbürtiges zu finden, aber es kommt natürlich immer auf die individuellen Anforderungen an.


[Beitrag von Dadof3 am 11. Okt 2015, 13:52 bearbeitet]
ATC
Inventar
#3 erstellt: 11. Okt 2015, 17:52
Moin,

wenn du Hochton oder Auflösungsfetischist sein solltest würde ich mal Lautsprecher mit AMT oder Bändchen anhören.
(Swans, Elac oder Quadral/Aurum z.B.)

Die Grenze des hörbar/machbaren ist mit dem Budget ganz sicher noch nicht erreicht,
manche Lautsprecher haben auch was wichtigeres als Hochtöner verbaut,
dem m.E. viel wichtigeren Mitteltöner wird kaum Aufmerksamkeit geschenkt, warum auch immer.

Eine Swans RM 600F würde ich mir mal auf alle Fälle anhören bevor ich in der Preisklasse was anderes kaufe,
und natürlich entscheiden deine Ohren,
und das sollten sie mit deinem Favoriten vor dem Kauf auch Zuhause tun.

Wenn Gebrauchtkauf in Frage käme,
vllt mal eine unspektakuläre ATC SCM 40 anhören
Mickey_Mouse
Inventar
#4 erstellt: 11. Okt 2015, 18:22

hqimps (Beitrag #1) schrieb:
Worauf sollte man beim Neukauf achten, welches Material ist zur Zeit angesagt - oder sollte man allein vom Höreindruck ausgehen ?

letzteres!


Beim HiFi-Händler klingt ja meist alles perfekt, da dort ein guter Hörraum eingerichtet ist.

dann sollte man halt versuchen das zuhause so gut wie möglich zu kopieren

wenn man mal von "halbwegs vernünftigen" Lautsprechern als Minimal-Standard ausgeht, dann hängt eben auch extrem viel davon ab wie gleichmäßig der LS zu den Seiten abstrahlt. Da kann man dann wieder meine "Lieblinge" B&W nehmen, die einen großen Mitteltöner bis zu relativ hohen Frequenzen spielen lassen wo er schon nur noch sehr gebündelt abstrahlt und dann von einem Hochtöner übernehmen lassen, der auch noch extra oben auf dem Gehäuse montiert ist, damit er besonders breit abstrahlt.
So etwas kann man eigentlich nur als Fehlkonstruktion ansehen. Wenn man das in einem Raum hört der komplett mit Teppich ausgekleidet ist, dann wird das vielleicht nicht so stark auffallen, weil der die Reflexionen im Hochton komplett unterdrückt und es nicht weiter auffällt, dass es völlig anderes Verhalten als beim Mittelton ist.

Was ich sagen will:
der Hochtöner sollte zu dem Mitteltöner passen. Es macht keinen Sinn von beidem "das Beste" zu nehmen, wenn es nicht zusammen passt und beides zusammen muss zu dem Raum passen. In einer gemütlichen Stube mit Möbeln, Regalen, Schränken, Teppichen, Vorhängen usw. sind andere LS angesagt als in einem dieser Schwimmhallen mit dem Charme eines Wartezimmer beim Arzt mit einer Couch als einzigem Einrichtungsgegenstand

Viel wichtiger als das Material ist eben die Bauform und wie/wo der HT montiert ist.
Ein tendenziell breit abstrahlendes Bändchen macht halt nicht "mehr" Hochton, aber du bekommst eben zusätzlich auch noch die Reflexionen von von den Seiten dazu. Obwohl der LS auf Achse neutral ohne Höhen-Anstieg ausgelegt ist, klingt er umso "heller", je mehr der Raum reflektiert und gedämmt ist.
Bei einem Horn oder angedeutet als Waveguide bei einem "normalen" HT wird eben absichtlich möglichst gerichtet abgestrahlt.
Beides hat seine Vor und Nachteile...
thewas
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 12. Okt 2015, 08:56
Wie die Vorredner geschrieben haben ist beim Lautsprecherbau (eigentlich auch bei jedem technischem Produkt) mit Abstand das wichtigste die Abstimmung also Knowhow vom Entwickler, als irgendwelche teuren und exotischen Materialien und Prinzipien die Kataloge schmücken um Halbwissende zu beeindrucken. Wie Ex-Kanzler Kohl gesagt hatte "Entscheidend ist, was hinten rauskommt", also die technischen Messwerte des Produktes, deren Defizite müssen möglichst unter den menschlichen Hörschwellen sein und das in allen Disziplinen. Es nützt z.B. der beste Hochtöner bei Lautsprecher A nichts wenn sein Klirr das zehnfache unter den Hörschwellen ist, aber es dafür hörbare Probleme im Tiefton oder Abstrahlverhalten gibt, da ist Lautsprecher B wo der Hochtöner Klirr nur gerade unter den Hörschwellen ist der sinnvollere Kauf wenn er die anderen Probleme nicht hat.
hqimps
Stammgast
#6 erstellt: 12. Okt 2015, 10:07

meridianfan01 (Beitrag #3) schrieb:
Moin,

wenn du Hochton oder Auflösungsfetischist sein solltest würde ich mal Lautsprecher mit AMT oder Bändchen anhören.
(Swans, Elac oder Quadral/Aurum z.B.)
...
Eine Swans RM 600F würde ich mir mal auf alle Fälle anhören

Wenn Gebrauchtkauf in Frage käme,
vllt mal eine unspektakuläre ATC SCM 40 anhören


Auflösungsfetischist bin ich bestimmt nicht,

überlege nur, ob es Sinn macht, die Qualität der LS zu verbessern.

Die Swans scheinen ein guter Tipp zu sein - vllt. mehr Qualität zum günstigeren Preis.


[Beitrag von hqimps am 12. Okt 2015, 10:09 bearbeitet]
ATC
Inventar
#7 erstellt: 12. Okt 2015, 10:14
Na dann hör dir die Swans halt mal unverbindlich an und berichte....
hqimps
Stammgast
#8 erstellt: 12. Okt 2015, 10:32
Muß erst mal herausfinden, wo Swans zum Anhören stehen.
hqimps
Stammgast
#9 erstellt: 19. Okt 2015, 13:55
Die Hochtöner der neueren Chorus scheinen ja von der Electra-Reihe übernommen zu sein - also, wohl schon ziemlich hochwertig, wenn auch preiswert..


hqimps (Beitrag #1) schrieb:
...
Chorus 714 mit Al/Mg-Hochtönern und stellte fest, dass die Hochtöner Al/Mg die höheren Töne besser wiedergeben - ...

Da die Preise ja bekanntlich nach oben immer offen sind, würde ich gern wissen, bis in welche bezahlbare Preislage man gehen sollte, ohne zuviel Geld allein für Image und Hightec, die man nicht mehr vermag, zu hören, auszugeben.


Hat jemand noch einen Tipp, wo ich mal Hörprobemäßig ansetzen sollte ?
Dadof3
Inventar
#10 erstellt: 19. Okt 2015, 14:05
Ja, ich glaube aber von der alten Electra-9xx-Serie, de mittlerweile durch die Aria abgelöst wurde.

Die heutigen, deutlich teureren Electra 10xx haben definitiv andere Hochtöner.

Von Chorus bis rauf zur (heutigen) Electra wirst du ohne Zweifel große Unterschiede hören; erst ab der Sopra wird die Luft langsam dünner.


[Beitrag von Dadof3 am 19. Okt 2015, 14:07 bearbeitet]
hqimps
Stammgast
#11 erstellt: 19. Okt 2015, 14:07
Also, wars damit nichts.
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