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Mehrere TMT in einem Gehäuse?

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aquascrotum
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Mai 2016, 20:48
Ich erlaube mir mal, meine Frage aus dem Magnat-Thread hier zu posten, damit die da nicht untergeht und auch nicht auf Magnat beschränkt ist.

Mal eine Anfängerfrage: Was ist der Vorteil mehrerer TMT? M.W. ist die tiefste Frequenz u.a. von der Membranfläche eines Chassis abhängig, d.h. zwei TMT dürften nicht weiter runterkommen als einer.

Wenn die unterschiedliche Frequenzbereiche abdecken, kann das ja ein Vorteil sein, aber zwei TMT, die den gleichen Frequenzbereich abdecken?
Merovinger-Audio
Ist häufiger hier
#2 erstellt: 06. Mai 2016, 20:57
Guten Abend,

zum Einen nimmt die Pegelfestigkeit zu. Der maximal erreichbare Pegel ist höher.
Zum Anderen können damit auch noch völlig andere Effekte erreicht werden. Die Montage eines Tieftöners weit oben und des zweiten weit unten im Gehäuse würde den Raum anders (in dem Fall in den meisten Fällen "besser"), bzw. gleichmäßiger anregen.
Ferne kann man zwei solche Tieftöner gegenüber seitlich im Gehäuse montieren und erreicht damit Impulskompensation. Das heißt, dass sich die durch die Membranbewegung entstehenden Kräfte gegenseitig auslöschen.

Die tiefste Frequenz ist übrigens nicht von der Membranfläche abhängig. Hier spielen sehr viele Parameter zusammen. Membranmasse, Bass-Wirkungsgradverstärkung - Bassreflex, Transmissionline, etc. - oder - im Fall von Aktivlautsprecher oder Aktivsubwoofern - aktive Entzerrung haben wesentlichen Einfluß auf die untere Grenzfrequenz.

Viele Grüße
ninioskl
Stammgast
#3 erstellt: 06. Mai 2016, 20:59
Wenn man zwei gleiche Tieftöner in ein Gehäuse verbaut, wird das benötigte Volumen doppelt so groß sein.
Der Lautsprecher wird die gleiche untere Grenzfrequenz haben, wie mit einem Chassis - aber 3dB mehr Wirkungsgrad haben und entsprechend auch 3dB mehr elektrische Maximalleistung verarbeiten können.
Grüße
Mwf
Inventar
#4 erstellt: 06. Mai 2016, 23:19
Hi,
ninioskl (Beitrag #3) schrieb:
... aber 3dB mehr Wirkungsgrad haben und entsprechend auch 3dB mehr elektrische Maximalleistung verarbeiten können...

das "entsprechend" macht hier keinen Sinn,
und sollte z.B. durch "zusätzlich" ersetzt werden.
Der Maximalpegel vergrößert sich gegenüber dem Einzeltreiber um 3 + 3 = 6 dB.

Gruss,
Michael
ninioskl
Stammgast
#5 erstellt: 07. Mai 2016, 00:02
Hallo Michael
Nun, mit den 6dB liegst du nicht richtig -

Der Wirkungsgrad - und auch der Maximalpegel - erhöhen sich bei zwei - in einem Gehäuse parallel betriebenen Chassis nur um 3 dB. - entsprechend der theoretisch angenommenen Leistungsverdopplung des Amps, durch Halbierung der Lastimpedance - aufgeteilt auf zwei Chassis .


6 dB mehr Wirkungsgrad wären es allerdings in dem Fall, wenn das 2. - nun dazu gekommene Chassis von einem eigenen - getrennten Verstärkerzug betrieben würde.

Bei Parallelschaltung an einem Verstärker sind es 3dB.

Das gesamte Lautsprecherpaar würde mit Doppelbestückung - ein 100% Monosignal vorausgesetzt - 6dB mehr Maximalpegel produzieren können.
Da hast Du natürlich Recht -- aber wir sprachen hier von einer Box mit zwei gleichen Chassis

Grüße


[Beitrag von ninioskl am 07. Mai 2016, 00:50 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#6 erstellt: 07. Mai 2016, 12:04

ninioskl (Beitrag #5) schrieb:
... aber wir sprachen hier von einer Box mit zwei gleichen Chassis ...

Wo liegt denn da der -- prinzipielle -- Unterschied ? (*)
Zwei gleiche Treiber sind insgesamt doppelt so hoch belastbar, mit entsprechend -- hier bewusst gewählt -- doppelter Verstärkerleistung ist der SPL +6 dB.

-----------------
(*) = (elektr.) Impedanzfragen (also Parallel- oder Reihenschaltung) sind nicht prinzipiell. Wir reden über Leistung (elektr. rein - akust. raus).
ninioskl
Stammgast
#7 erstellt: 07. Mai 2016, 12:53
Es sind 3dB .

Bei Zweifel daran und zum besseren Verständnis.... empfehle ich als Lektüre - Lautsprecherbau von Vance Dickason
Kapitel 2.9
Mehrere Tieftonchassis im Gehäuse
ab Seite 52 ff.
Zitat: Punkt E. " Die Empfindlichkeit steigt verglichen mit einem Chassis um 3dB bei Parallelschaltung und sinkt um 3dB bei Reihenschaltung"
Zitat Ende
Und klar sind zwei Chassis doppelt so hoch belastbar wie ein Chassis
Grüße


[Beitrag von ninioskl am 07. Mai 2016, 12:59 bearbeitet]
Mwf
Inventar
#8 erstellt: 07. Mai 2016, 14:42

ninioskl (Beitrag #7) schrieb:
...Und klar sind zwei Chassis doppelt so hoch belastbar wie ein Chassis ...

Eben,
3 dB durch doppelte Belastbarkeit,
3 dB durch doppelten Wirkungsgrad (Empfindlichkeit)
macht i.d. Summe 6 dB max. Pegel.
Warum sind wir da uneins ?
Mwf
Inventar
#9 erstellt: 07. Mai 2016, 14:48

aquascrotum (Beitrag #1) schrieb:
... Mal eine Anfängerfrage: Was ist der Vorteil mehrerer TMT? ...

Zum Maximalpegel wurde jetzt viel gesagt.
Das ist aber nicht entscheidend, es könnte ja ein einzelner größerer TMT zum Einsatz kommen, der ähnliche Eigenschaften hat.

Der tiefere Grund für die verbreitetete Doppelbass-Anordnung liegt im sog. Formfaktor.
Ganz simpel:
Mit zwei kleineren Treibern lassen sich schlankere, und damit leichter verkäufliche Boxen bauen.
ninioskl
Stammgast
#10 erstellt: 07. Mai 2016, 15:03
...und mehrere Tieftöner erzeugen auch eine bessere Abstrahlcharakteristik, sie bündeln weniger als ein großes Chassis.
Wenn man das Mittelhochtonsystem zwischen die Tieftöner platziert, kann man so Lautsprecher mit symmetrischem Abstrahlcharakter konstruieren - sogenannte D Appolito Anordnungen.
Mehrere Chassis koppeln im Tiefton den Raum gleichmäßiger an....
uvm.
Grüße


[Beitrag von ninioskl am 07. Mai 2016, 15:04 bearbeitet]
thewas
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 08. Mai 2016, 10:00
Vertikal bündeln sie meistens mehr als ein Chassis mit gleicher Fläche (da die vertikale Dimension größer wird) was aber im Bassbereich wie du sagst zu gleichmäßigeren Modenanregung helfen kann, aber im Mittelton oft Probleme macht (da es z.B. kaum D'Appolitos gibt die den geforderten Maximalabstand einhalten). Der Pegelvorteil ist übrigens in der Praxis meistens um die 6dB weil die Tieftöner fast immer parallel betrieben werden. Ein Vorteil bei günstigeren/schmalen Standlautsprechern ist dass man oft mit 2 TMT eine sogenannte 2,5-Wege Konfiguration betreibt wo man die Bafflestepüberhöhung im unteren Mittenbereich nicht aufwändig wie üblich per Weiche korrigiert, sondern in dem man beide Tieftöner "unten" parallel betreibt und den einen bei der Bafflestepfrequenz ausblendet, so gewinnt man auch Maximalpegel im kritischen Bassbereich und hat keine Probleme mit dem vertikalen Abstrahlverhalten im Mittenbereich.


[Beitrag von thewas am 08. Mai 2016, 10:45 bearbeitet]
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