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Chinabolide vs. Klassiker vs. neuere Geräte (Welche ist die richtige Wahl?)

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el_pro
Stammgast
#1 erstellt: 25. Dez 2006, 19:39
Hallo,
da ich wieder auf Stereo abrüste will ich zunächst meinen AV gegen einen guten Stereoverstärker eintauschen.

Was brauche ich? Teil 1
Diese Frage habe ich mir zuerst gestellt.
Zunächst war die Überlegung ob Röhre oder Transistor. Ich habe mich gegen die Röhren entschieden, da ich technisch nicht so versiert bin und lieber "auf Nummer sicher" gehen will.

Was brauche ich? Teil 2
Dann habe ich überlegt, ob ich eine Vor-Endstufen-Kombi oder einen Vollverstärker wählen soll.
Ich habe mich für den Vollverstärker entschieden, da diese a)meist ein besseres PL-Verhältnis haben durch den einmaligen Aufbau und damit mehr Klang für ihr Geld bieten als gleichteure Kombinationen b)optisch meist mehr hermachen und c)der Grund für Vor-Endstufen früher ja der Plattendreher und Störgereusche waren, diese Mängel heutzutage laut einigen Forumsthemen jedoch weitgehend ausgemerzt sind.

Also ging es weiter mit der Frage

Was für einen Vollverstärker brauche ich?
Da habe ich keine finale Entscheidung treffen können, obwohl ich lange im Forum gelesen habe und die Such-Funktion bis zur Erschöpfung gefordert habe.
Wenn ich das alles Richtig verstanden habe sind die Unterschiede im Class A bzw. Class B Betrieb zu finden, wobei einige auch AB haben.
Wirkliche Vorteile sind mir für Class A nicht aufgefallen, nur, dass sie bei lauterer Musik (so einige Forenmitglieder) etwas besser klingen und der Verstärker die LS besser unter Kontrolle hat. Dafür hat der Class B Betrieb Vorteile bei leiserer Musik, da er dort schon feiner abzeichnet als die Class A Konkurenz. Doch bei diesem Thema scheiden sich teils die Meinungen und manche behaupten _überhaupt keinen Unterschied_ zu erkennen und dass "Class A" ein weiterer Marketingschachzug ist, welcher High-End assoziieren soll.
Der Hauptunterschied wäre demnach, überspitzt ausgedrückt, darauf zu reduzieren, dass Class A Verstärker im Winter die Heizung ersparen und den Stromliferanten sogar das ganze Jahr glücklich machen, da sie unverhältnismäßig viel (Ruhe-)Strom verbrauchen.
Die Frage was ich also genau brauche konnte ich mir (und das Forum auch) nicht beantworten. Wahrscheinlich würde Class B aber (auch aus Stromspargründen) ausreichen. So könnte ich auch im Hochsommer noch gemütlich Musik hören, ausserdem höre ich auch oft und gerne leise zum Einschlafen.

Trotz dieser Ungewissheiten habe ich mich auch schon ein wenig auf die Suche nach möglichen Kandidaten gemacht. Dabei habe ich jedoch nicht auf Class A oder B geachtet, sondern darauf, was in meinem Preisrahmen (gebraucht bis 600 Euro) sehr beliebt und damit wohl auch gut scheint.

Welche Verstärker kämen in Frage? (eine kleine Vorauswahl)
Da gäbe es zum einen die China-Boliden, welche wohl kaum unter die Stromsparer fallen, jedoch mit deutlich teureren Geräten mithalten können. Die Besitzer hier im Forum scheinen jedenfalls mehr als begeistert und vergleichen die Geräte von z.B. Xindak, Jungson, Classic, etc. tatsächlich mit Geräten die teils das zigfache kosten und betonen, dass es derzeit für das Geld nichts besseres gibt und das die günstigeste Möglichkeit ist tatsächlich in den High-End Bereich aufzusteigen (wie eben mit vergleichbaren Geräten, wobei da sogar 5000 Euro Geräte und teurere verglichen werden).

Dann gibt es da noch einige Klassiker, wie z.B. aus der Sony Esprit Reihe. Besitzer einer 808 oder 870 hier im Forum werden ganz sentimental, wenn es darum geht sich darüber auszutauschen, wie wertig die Geräte damals waren, die Qualität seit Jahren abnimmt und soetwas heute kaum noch zu finden ist.

Dann gibt es natürlich auch alte bekannte wie NAD C352, Cambridge Azur 540/640, Marantz 7001, PM17 etc. welche a)stromsparender sein dürften und b)im Anschaffungspreis günstiger. Hier habe ich allerdings meien Zweifel, ob sie sich mit den oben genannten Geräten vergleichen lassen, da sie sich in die Unter-1000-Euro-Kategorie einordnen lassen, in welcher sie aber zur Creme de la Creme gehören.

Das größte Problem ist eben, dass Probehören beim Gebrauchtkauf schwer fällt und dies zusätzlich noch dadurch erschwert wird, dass es die China Boliden fast nirgends gibt und die alten Sony ES wohl garnicht bei einem Händler zu finden sein werden. Besonders nicht in silber.

Zu der sicher aufkommenden Frage "Welche LS?" ich betreiben will kann ich leider auch noch keine sichere Auskunft geben, da ich wie schon gesagt auf Stereo umsteige und deshalb mein HECO Mythos Set verkaufe. Welche LS mich danach beglücken werden hängt dann ganz von der erstandenen Elektronik, den Angeboten und dem Budget ab. Allerdings werden für die LS auch nochmal knapp 500 Euro investiert, vielleicht auch mehr (auch in gebrauchte), da diese eben doch das A und O einer jeden Anlage sind.

Zusammenfassend die Frage, welcher einer Aufklärung bedarf:

Chinabolide vs. Klassiker vs. neuere "kleine feine" ?

Oder habe ich wichtige Alternativen vergessen, welche in einem Rahmen bis 500 Euro gebraucht empfehlenswert und vorallem bessser oder vergleichbar sind?

Ich hoffe auf ein wenig Feedback, da diese Frage wohl nicht nur mich, sondern auch viele andere Suchende interessieren dürfte.

Gruß el_pro
gürteltier
Inventar
#2 erstellt: 26. Dez 2006, 00:38
hy,

zu den china-boliden kann ich wenig sagen, da ich noch keinen davon gehört habe, außer geräte der firma vincent, die ich sehr gut finde. wenn man sich einen klassiker halt muß man halt immer damit rechnen, das schnell mal ne reperatur oder überholung fällig wird. und das kann schon teuer werden. bei den "neueren" hast du schon sehr gute modelle herausgesucht, da würde ich mal genauer umschaun.

gruß
CarstenO
Inventar
#3 erstellt: 01. Jan 2007, 09:15
Moin el pro,

sehr viel Text gleich zu Jahresbeginn.

Deine Gedanken zur Verstärkerauswahl sind der zweite Schritt vor dem ersten. Da Du ja auch neue Boxen benötigst, sollten diese in jedem Fall das erste sein, was berücksichtigt wird.

Nach meiner Erfahrung bestimmen die Boxen fast selbst -wenn man pragmatisch vorgeht- welcher Verstärker hinterher spielt.

Da Du ältere Verstärker in Betracht ziehst, warum sollen die Heco Mythos weg? Wäre es nicht interessant, diese bspw. mit einem NAD C 372, Creek EVO Amp oder Cambridge Azur 640 A V2 zu betreiben?

Die Verstärkerkritiken, insbesondere zu chinesischen Exoten, würde ich mit äußerster Vorsicht genießen. Ich bin selbst Besitzer eines Dynavox VR-70E2 und kann Dir sagen, da klingt einer besser als der andere. Serienstreuung? Das Verstärkerprinzip, digital/analog, Röhre/Transistor, Class A/Class A-B ist m.E. nicht das Entscheidende. Manche Lautsprecher schließen durch ihre Konstruktion das eine oder andere Verstärkerkonzept aus.

Falls Du also Boxen und Verstärker wechseln willst, konkret meine Empfehlung:

1. Händler aufsuchen (vielleicht nicht unbedingt einen Flächenmarkt)
2. Anforderungen bzgl. Boxen äußern
3. Verstärker empfehlen lassen
4. Abspielgerät empfehlen lassen
5. Zubehör empfehlen lassen (Kabel, Rack?)
6. mit neuer Anlage glücklich werden

Viel Erfolg, Carsten
el_pro
Stammgast
#4 erstellt: 01. Jan 2007, 18:28
Hallo und Danke! Ich dachte schon das Theams wäre nach der ganzen Schreibarbeit irgendwie unter gegangen..

Carsten, die von dir vorgeschlagene Reihenfolge ist mit bekannt und natürlich die zu empfehlende.
Bei mir ergibt sich nun mal das Problem mit den Lautsprechern. Ich will tatsächlich erstmal die Heco Mythos 500 ausprobieren und herausfinden, ob es sich bei ihr tatsächlich um eine der meistunterschätzten LS handelt.
Bei dem Wiederverkaufswert treibt es mir nämlich auch so schon die Tränen in die Augen bei so (auch optisch) schönen LS.
Jedoch glaube ich trotz allem (und da gebt ihr mir sicher recht), dass da sicher noch "mehr" geht. Und da die LS nunmal das Herzstück einer jeden Anlage sind will ich mir da die Möglichkeit nach "oben" offenhalten.

Meine Reihenfolge wäre also:
1. 7.1 Receiver gegen Stereoverstärker austauschen
2. mit dem Verstärker bei Händlern oder Hifi-Freunden LS hören, um einen wirklichen Vergleich zu meinen Hecos zu haben

Das diese Reihenfolge suboptimal ist weiss ich auch, aber was soll ich mit einem 7.1 Av und nur 2 LS?
Andererseits möchte ich nicht den Fehler machen mir einen Verstärker zu kaufen und dann in der Lautsprecherwahl zu sehr eingeschränkt zu sein. Zu guter letzt will ich natürlich, wie sollte es auch anders sein , das beste für mein Geld.
Deshalb hatte ich gehofft, dass sich hier die China-, Klassiker- und Neukauf-Verstärker-Fraktionen ein bisschen austoben und einen besseren Einblick in "Was bekomme ich für was?"-Frage geben können.
Wenn z.B. ein Classic 6.6, ein Xindak oder andere eine _deutliche_ Steigerung zu z.B. einem Nad bee oder Cambridge Azur darstellen würde ich mich später nur ärgern, dass ich nicht gleich 200 Euro mehr ausgegeben habe und mich wieder auf die Suche nach einem Neuen machen. Es heißt ja so schön: Wer spart kauft zweimal.

So sehe ich das übrigens auch bei den Lautsprechern. Wenn mich die Hecos überzeugen behalte ich diese weiterhin, werde aber wohl (suchtgesteuert von der Droge HiFi/High-End) auf bessere Modelle sparen.
Auch hier würde sich mir dann wieder die Frage nach Klassikern mit gutem Preisleistungsverhältnis stellen. Ist z.B. eine Piega mit UVP 12.000 DM für ~1000 Euro (nur mal als Beispiel für den Preisverfall bei älteren LS) die bessere Wahl, oder die alten Quadral (Beispiel für ältere LS, die hier im Forum eine große Fangemeinde haben), oder vielleicht doch eine Monitor Audio um die 1000 oder vergleichbare andere renomierte Hersteller?
Klar muss ich mich auch hier auf meine Ohren verlassen, interessant wäre aber die allgemeine Ansicht von Leuten mit Erfahrung, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den alten besser ist und ob es da "Geheimtipps" gibt.

Puh... das war jetzt wieder viel Text und wenig konkretes befürchte ich. Aber vielleicht kann ja trotzdem jemand "mit Erfahrung" etwas mit seinem Wissen zu diesen wohl bekannten Problemen beitragen.

Gruß Simon
CarstenO
Inventar
#5 erstellt: 01. Jan 2007, 18:39
el pro, ich kann Deinen "Entscheidungsbaum" nachvollziehen. Bei Deinen Boxen weißt Du, ich welchem Zustand sie sind. Bei gebrauchten Modellen, egal von welchen Herstellern, weißt Du nicht, ob diese im Dauerstresspegel liefen oder wie häufig schon in den Membranen herumgedrückt wurde.

Was die Verstärker angeht, würde ich mich an Marken orientieren, die auch einen offiziellen Vertrieb haben. Diese haben auch meist ein Händlerverzeichnis.

Gruß, Carsten
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