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Plattenspieler

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Micha2
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 11. Dez 2003, 18:12
Moin!
Bestimmt wurde so eine Frage schon oft gestellt, dafür erstmal sorry, aber ich habe über die Suche nicht soviel gefunden.

Also:
Ich beabsichtige, einen Plattenspieler zu kaufen.
Soll ein "vernünftiger" sein.
Vorhandene Anlage:
Yamaha AX-396 Amp, CDX-496 CD Player, TX-492 Tuner
Boxen: Momentan billige Conrad Standboxen (die höchstwahrscheinlich durch Canton LE 109 ersetzt werden) und ein AS 25 Subwoofer.

Ich höre Musik aus dem Rockbereich (Alice in Chains, Tool, A Perfect Circle, Tool,...)
Ich lege Wert auf einen klaren, vollen, runden Sound - falls man das so beschreiben kann.
Wie man an den Komponenten sieht, bin ich kein "High-Ender", oder jemand, der 300EUR für Kabel ausgeben muss.
Kann man sich als Student auch nicht leisten
Womit ich auch sagen will, an der Anlage wird sich wohl in den Jahren was tun, aber der Plattenspieler soll schon eine "endgültige" Lösung sein.

Habe viel (gutes) über den 1210 MK2 gelesen.
Mir stellt sich die Frage, ob ich einen Spieler brauche, der für den Discobetrieb ausgelegt ist, da ich weder eine Nebelmaschine betreibe noch scratche (aufschrei!).
Allerdings fällt auf, dass der MK2 immer wieder in diversen Tests (Stereoplay, Audio) bei den High-End Geräten mitrangiert, aber bedeutend billiger ist.
Dann habe ich gehört, dass die Antriebsart (Riemen/Direkt) sich auf den Klang auswirken soll, was mir aber nicht einleuchtet.



Über Meinungen dazu würde ich mich freuen!

Gruss
Master_J
Inventar
#2 erstellt: 11. Dez 2003, 18:22
Der Technics ist sicher nicht schlecht, aber als High-End würde ich ihn nicht bezeichnen.
Kommt auch immer auf den Abnehmer an, aber er ist nicht für seine Tiefbass-Fähigkeiten bekannt, eher für den Disko-Bass.

Gruss
Jochen
Micha2
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 11. Dez 2003, 19:15
Oh, ich hätte nicht gedacht, dass der Spieler an sich so grossen Einfluss auf den Sound hat!
Ein runder und satter Bass ist mir sehr wichtig.
Holger
Inventar
#4 erstellt: 11. Dez 2003, 20:48
Was willst/kannst Du denn ausgeben ?
Ich habe gerade heute Nachmittag noch Linkin Park, Creed, Deep Purple und ZZ Top gehört, und zwar mit einem Thorens TD 160 Mk. II mit TMC 63 und passenden Prepre PPA 990.
Für alles szusammen habe ich übrigens innerhalb der letzten drei Jahre 110 + 130 + 75 Euro bezahlt, also 315 Euro.
Und ich würde darauf wetten, dass die Kombi alles schlägt, was neu das Doppelte kostet.
Die Preise haben mittlerweile zwar etwas angezogen, aber für 400 Euro sollte das alles noch zu haben sein. Ist natürlich alles gebraucht, aber von der Qualität her erste Sahne.
Generell würde ich bis ungefähr 500 Euro eher einen Second-hand-Player nehmen, ggf. mit neuem TA-System.
Micha2
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 12. Dez 2003, 10:23
So 600EUR sind schon eigentlich die Schmerzgrenze.
Was mich nochmal interessiert, ist, inwieweit der Spieler Einfluss auf den Sound nimmt.
Master_J schrieb ja, dass der 1210er nicht gerade für seinen Bass bekannt ist.
Auch das Design ist mir wichtig, die Optik der aktuellen Thorenz Geräte gefällt mir nicht. Die Optik des 1210ers find ich schon klasse, was aber nicht heissen soll, dass ich unbedingt einen haben muss.
Achja: Was für eine Rolle spielt denn die Antriebsart Riemen oder Direkt?

Gruss
derausserirdische
Hat sich gelöscht
#6 erstellt: 12. Dez 2003, 17:01
Hi Micha,
für 600EUR Spieler, Anehmer und Preamp kaungsmöglicjkeitennn ich dir leider keinen Rat geben. Ich selbst betreibe einen Project Perspective mit Benz Glider und einer WBE diamond No. 36. Das alles zusammen spielt wunderbar ... ich könnte schwärmen und ist ein echter Hingucker im Wohnzimmer ...
aber nun zu deiner Frage direkt oder Riemen:
Beim Direktantrieb sitzt der Plattenteller / Platte eben direkt auf der Welle des Motors. Dadurch hast du alle Nachteile des Motors mit in deiner Hörkette. Z.B. Schlechte Lagerung (ganz entscheidend für den Klang), eventuell den Gleichlaufripple, den jeder Elektromotor erzeugt, es bestehen i.d.R. keinerlei Einstellmöglichkeiten (mechanisch) ... dies ist bei verschiedenen Riemengetiebenen Spielern der Fall (ein Beispiel oben). Der Riemen verschleisst allerdings ... wird spröde (reisst mit der Zeit) oder kann rutschen. Das sollte aber bei einen guten Dreher keine Rolle spielen. Er glättet aber eben auch Unregelmässigkeiten, die durch den Motor bestimmt sind. Und er ist tatsächlich auch Klang beeinflussend. Die Vorteile dieses Systems sind wichtiger denke ich als Wartungsarmut. Schau dir teure Plattendreher an. Kaum ein modell mit direktem Antrieb zu finden.
ich will dir nix einreden, aber suchst du tatsächlich eine endgültige Lösung dann überdenke deine Preisgrenze nochmals. Sonst wirst du jetzt beim Technics hängenbleiben - habe im übnrigen auch mit einem Model dieses Hauses wieder angefangen - und dich nach späteren Ausbau wieder einen neuen Phonozug aufbauen.
Mein Tipp: Gutes Laufwerk raussuchen mit Potenzial und erst mal günstigen Abnehmer verwenden, der später mit mehr Kohle noch verbessert werden kann, wenn eben das Laufwerk das Potenzial hat. Vorschläge: Perspektive Anniversary Angebot um 1.000,- EUR (inkl. Sumiko Blueppint sehr akzeptabel). Heute war ich grad beim Händler, der hat Einsteiger Dreher von Clearaudio dort ab knapp unter 1000,-EUR. Sehen alle super aus ...
Viel Spass
Jürgen
drbobo
Inventar
#7 erstellt: 12. Dez 2003, 23:36
Hallo
nur als Ergänzung.
So ein Riemen kostet ca. 10 Euro, ist je nach Betrieb in 5-10 Jahren zu wechseln, und das kann selbst jemand mit zwei linken Händen. Also kein Argument gegen einen Riementriebler

Gegen Riemen spricht nur (im Disco-Betrieb) die Hochlaufzeit von 3-10 Sekunden und scratchen ist natürlich auch nicht möglich.
Micha2
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 13. Dez 2003, 12:34
Danke erstmal für die Antworten!
Anscheinend muss ich mir den kauf des Technics gut überlegen.
Nun scheint die Schwierigkeit, auszuloten, wo ein guter Spieler preislich anfängt - was also bedeutet, wie lege ich fest, ob ein Spieler "gut" ist?!
Das hängt denke ich im wesentlichen von meinen Hörfähigkeiten ab. (eine anständige Verarbeitung der Geräte, über die wir sprechen, setze ich mal voraus)

Also versuche ich es mal:

Bin musikalisch schon etwas vorbelastet, habe 8 Jahre Gitarre in einigen Bands gespielt (ja, Ohren sind noch heil ) und mich viel mit Musik beschäftigt.

Gleichlaufschwankungen von einem viertel- oder sogar einem Halbton veranlassten mich, ein altes Tapedeck auf den Müll zu schmeissen.

Neulich habe ich mir (verzeihung, nun wird es digital ) zum vergleichen mp3-Tracks erstellt, die mit konstanter Bitrate von 128,192 kbs und variabler Bitrate bis 256 kbs codiert waren.
Diese habe ich dann mit der Orginal-CD auf meiner Anlage gegengehört und für mich war ein Unterschied hörbar, die 256er vbr mp3 klingen klar am besten und waren für mich ganz nah an der CD. Vielleicht kann man auf einer High-End Anlage oder schon mit besseren Boxen als ich sie habe einen weiteren Unterschied feststellen.

Allerdings bin ich sicher kein Ton-Ing und wahrscheinlich sind die Ansprüche der Klassik-Fans an ihre Anlagen höher (?)
Ich denke schon, dass ich in der Lage bin, sowas wie "Dynamik" zu hören.

Vielleicht kann man so weiterdiskutieren, welche Spieler Sinn machen könnte.

Vielen Dank schonmal und ein schönes WE!


[Beitrag von Micha2 am 13. Dez 2003, 12:35 bearbeitet]
derausserirdische
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 14. Dez 2003, 02:54
Hi Micha,
deine erneute Frage ist nicht so leicht zu beantworten ...
Du solltest dir im guten Fachhandel oder bei einem Bekannten erst mal einen Phonozug anhören. Denn weist du wirklich, ob du Analogblut in den Adern fliessen hast. Oder möchtest du scratchen --> dann ist der Technics erste Wahl.
Willst du gepflegt Musik hören ohne die digitale Härte eines CD Spielers, dann musst du erst mal rausfinden mit welchem Aufwand dein Gehör / Geschmack zufrieden zu stellen ist.
Analog ist sehr subjektiv, man kann herrlich darüber streiten. Meine Kollegen sind zumeist alle Digitaltechniker - die lachen mich aus, wenn ich davon anfange. Aber glaub´ mir es ist was dran. Ein Freund von mir baut Anlagen, Boxen und sogar Dreher selbst - er hat mich in einigen Hörsitzungen auf den Geschmack gebracht. Er verwendet die verücktesten Konzepte. Technisch teilweise unvernünftig. Aber er hat recht, wenn man es richtig macht dann klingt´s.
Ich mag dir keine weiteren Modelltipps geben - es gibt viele gute Dreher (Laufwerk plus Tonarm) im Bereich ab 600 - 1200 EUR ... das ist Geschmackssache eben.
Vielleicht ein paar Dinge, die ich wichtig finde. Wähle einen Dreher an dem du möglichst alles einstellen kannst, das gibt dir Flexibilität bei probieren: alles am und um den Tonarm, Möglichkeit den Dreher waagerecht zu tarieren, möglichst weite Einstellung des Abnehmers sollte Möglich sein, Möglicherweise die Ankopplung eines etwaigen Subchassis an den Dreher Träger, verschiedene Gewichte sollte es geben um flexibel bei der Auswahl des Abnehmers zu sein. Vielleicht ist es noch wichtig einen Tonarm zu haben, der Mittelschwere Abnehmer am besten akzeptiert, dann hast du die größte Auswahl ...
Bedenke auch, dass du eine Phonovorstufe brauchst, wenn dein Verstärker keinen Eingang hat. Auch wenn das der Fall ist höre dir einmal ein paar gute Vorstufen - du wirst überrascht sein was deine Ohren erleben. Vorstufe ist für mich entscheidender als der Verstärker ...
es gibt noch viele Ideen an einem Dreher kreativ zu arbeiten blaube wenn man auf den Geschmack gekommen ist ist es eine Sucht ...
Viel Spass
Jürgen
Micha2
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 14. Dez 2003, 12:02
Moin ausserirdischer!
Neeee, scratchen will ich nicht. Allein bei dem Gedanken daran, dass man sowas einer Platte antut, fällt mir was aus der Hose
Ich denke, ich werde wohl einige Kombis probehören müssen.
Ein Phonoeingang hat mein Yamaha AX-396. Ist allerdings der billigste Amp dieses Herstellers. Ich bekomme gerade Zweifel, ob bei 200EUR Neupreis die vorhandene Phono-Vorstufe etwas taugt. Ansonsten finde ich den Amp richtig gut. Sicherlich nicht die Preiskategorie, die hier sonst diskutiert wird, aber für das Geld bin ich mehr als zufrieden mit dem Gerät.

Dann wird die nächste Hürde sein, einen Händler zu finden, der entsprechende Vorführmöglichkeiten hat.
Wohne in S-H und bin aber öfter mal in Hannover, mal sehen.

Wird nur etwas schwierig, da ich kaum Anhaltspunkte habe, welche Marken die gängigeren sind und welche nicht.
Ich kannte vor Besuch dieses Forums Technics, Dual, Thorenz.
Von diesen Herstellern scheint Thorenz der einzige zu sein, der hier ernstgenommen wird. Nur leider finde ich diese Geräte optisch zum weglaufen.

Ich werde mal sehen, bzw. hören!
Wenn noch jemand Tipps für mich hat, bin ich dankbar.


Gruss
hifi-chris
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 14. Dez 2003, 13:31
Hi Micha,

ich selbst bin zufriedener Thorens-Eigner und könnte dir diese auch nur wärmstens ans Herz legen. Aber es gibt natürlich noch andere gute Marken, du selbst hast ja auch Dual genannt. Schau dich doch mal imwww.analog-forum.de um, dort gab es mal einen Beitrag zum Dual 505-4. DAs ist zur Zeit Duals Spitzenmodell und ein sehr ordentlicher Dreher, gibts z. B. hier: http://www.phonophono.de/html/dual_cs505.html (das ist ein sehr guter Händler, Beratung per Telefon und E-Mail sind auch sehr gut). Dort bekommst du den Dual mit einem Ortofon VM Red, ein gutes MM-System (hatte ich selbst mal), für 410Euro. Dann hättest du noch genügend Geld für einen separaten Phonoverstärker, eine gute Auswahl wirst du auch bei phonophono finden.

Gruß
Christoph
hifi-chris
Hat sich gelöscht
#12 erstellt: 14. Dez 2003, 13:48
Zum Phonoverstärker ist mir noch folgendes eingefallen:
http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=3260035355&category=12050 .Dieser Verstärker wurde auch mehrfach im Analog-Forum dikutiert und soll wohl für seinen Preis sehr gut sein(unschlagbar will ich jetzt nicht sagen). Auf dem Foto ist zwar nur eine Platine zu sehen, aber im Text wird auch die Möglichkeit angeboten, das Ganze als Fertiggerät zu erwerben. Kann sogar MC.


[Beitrag von hifi-chris am 14. Dez 2003, 13:48 bearbeitet]
EWU
Inventar
#13 erstellt: 14. Dez 2003, 17:38
Hallo Micha2,
außer Thorens gibt es noch Transrotor, Rega, Projekt, Acoustic Signature, Scheu, Clearaudio, Linn, Wilson Benesch, Oracle Delphi, HP Ulysses,ua.Jeder dieser Hersteller hat verschiedene Modelle im Programm.Es ist also für jeden genügend Auswahl vorhanden.
Mein Tipp: gehe zu einem Händler und höre Dir einige PS an.Und zwar diese PS, die aufrüstbar sind mit anderen Tonarmen.So kannst Du jederzeit, wenn du wieder etwas Geld hast, den PS aufrüsten.Du solltest dir auch mal ein Modell in der Grundausstattung und aufgerüstet anhören, damit du die Unterschiede mal hörst.

Gruß Uwe
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