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Equalizer für HiFi-Anlage

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Beitrag
Mad_Dude
Stammgast
#1 erstellt: 26. Jul 2012, 10:54
Hallo Forenmitglieder

Ich habe mir in den Kopf gesetzt, einen Equalizer in meine Anlage einzubinden. Da die meisten Geräte aus dem Profi-Bereich kommen, wo ich mich überhaupt nicht auskenne, benötige ich etwas Hilfe...

Hintergrund: Ich höre 80% der Zeit über Kopfhörer (Kleine Mietwohnung, lärmempfindliche Nachbarn mit Kleinkindern, das übliche eben). Diese möchte ich gerne an meine klanglichen Vorlieben anpassen - ich habe genug von der Suche nach neuen Kopfhörern und dazugehörigen KHVs, um den "richtigen" Klang zu finden. Ausserdem könnte ich vie EQ "falsch" klingende Aufnahmen korrigieren (beispielsweise solche, die bereits im Studio eine Überdosis Bass oder kreischende Höhen erwischt haben).

Mittels EQ wäre eine solche Klanganpassung wesentlich einfacher - und günstiger! - als der Versuch, über Röhren-Verstärker, exotische Kabel und dergleichen Unsinn die richtige Balance zu finden.
Soweit die Theorie


Fragen:
1. Spricht etwas ganz grundsätzlich gegen die Einbindung eines EQs in die heimische Anlage? Könnte ein solches Gerät beispielsweise zu Störungen führen? Brummgeräusche, Rauschen, Kernschmelze im Verstärker etc.
(falls die Antwort "Ja" lautet, bitte die restlichen Fragen ignorieren)

2. Wäre für meine Zwecke eher ein grafischer oder ein parametrischer EQ geeignet? Eine Kombination von beiden, falls es so etwas gibt? Oder ganz was anderes?
Ich tendiere eher zu einem grafischen EQ, da hier meines Erachtens eine schnelle Anpassung einfacher vorgenommen werden kann. Vielleicht liege ich aber auch daneben...

3. Lohnt es sich, für so ein Gerät tief in die Tasche zu greifen, oder reicht eine Sparlösung? Ich wäre bereit, bis max. 1000€ auszugeben, wenns sein muss. Gerne weniger.

4. In Abhängigkeit der drei vorangehenden Fragen: Kann mir jemand ein bestimmtes Gerät empfehlen?
Ich habe mir mal den Yamaha Q2031B angesehen:
http://www.thomann.de/de/yamaha_q2031b_equalizer.htm
Taugt das was?

Danke fürs lesen
Apalone
Inventar
#2 erstellt: 26. Jul 2012, 11:07

Mad_Dude schrieb:
....
Ich habe mir mal den Yamaha Q2031B angesehen:
http://www.thomann.de/de/yamaha_q2031b_equalizer.htm
Taugt das was?


Der ist schon in Ordnung. Wenn du mehr ausgeben willst/kannst, auch mal die Geräte von BSS prüfen.

Wenn weniger -zB um erst mal zu prüfen, ob die Korrekturmöglichkeiten reichen- kann man auch zB mit phonic anfangen. Der Ia 231 ist ein recht ansprechendes Teil.

Von Behringer die Finger lassen...

Man sollte wissen, dass der Klangcharakter eines KH nicht völlig umgekrempelt werden kann. Aus einem AKG 501 wird durch volles Reindrehen des Basses höchstens ein Kandidat, der bald die Grätsche macht - sonst nichts.
UweM
Moderator
#3 erstellt: 26. Jul 2012, 11:14
ich habe privat sehr gute Erfahrungen mit einem Behringer DEQ2496 gamacht, den ich im Wesentlichen zur Bekämpfung von Raumresonanzen einsetze. Dieser hat neben vielen anderen Ausstattungsmerkmalen sowohl einen parametrischen als einen graphischen EQ.

Grüße,

Uwe
Apalone
Inventar
#4 erstellt: 26. Jul 2012, 11:55

UweM schrieb:
ich habe privat sehr gute Erfahrungen mit einem Behringer DEQ2496 gamacht,....


mit dem -und mit weiteren Behringer Geräten- habe ich schlechte Erfahrungen gemacht. Wackelige Schalter, Kanalausfälle, Kanalabweichungen usw.

Die grundsätzliche Leistungsfähgkeit der Behringerteile ist i.O. Nützt aber nichts, wenn die Detailverarbeitung unter aller Sau ist.
UweM
Moderator
#5 erstellt: 26. Jul 2012, 12:10
Bei mir und einem Bekannten läuft das Gerät seit Jahren ohne jegliche Beanstandung! Auch an der Verarbeitung ist nichts auszusetzen.
Mad_Dude
Stammgast
#6 erstellt: 26. Jul 2012, 15:15
Danke euch beiden für die Antworten!

Der BSS FCS 966 sieht vielversprechend aus. Kommt in meine Liste der in Frage kommenden Geräte. Aber: Lohnt sich der Aufpreis zum Yamaha Q2031B? Sind immerhin 200€ mehr...

Der Behringer 2496 sieht ebenfalls ganz interessant aus, auch wenn ich für 90% der Funktionen wahrscheinlich keine Verwendung habe. Aber mal abgesehen von der Frage der Qualität: Ich würde einen "klassischen" EQ mit Schiebereglern bevorzugen. Die Bedienung über das kleine Display im Behringer-Gerät kann ich mir nicht so recht vorstellen.

Noch eine Frage: So ziemlich alle Geräte aus dem Pro-Bereich haben symmetrische Ein- und Ausgänge. Kann ich einfach ein XLR > Cinchkabel verwenden, um den EQ anzuschliessen? Entstehen dadurch irgendwelche Nachteile?
UweM
Moderator
#7 erstellt: 26. Jul 2012, 15:20
Du kannst problemlos XLR-Cinch-Adapter verwenden. Im Behringer-Handbuch steht sogar eine Anleitung wie man ein Adapterkabel löten kann.
Apalone
Inventar
#8 erstellt: 26. Jul 2012, 15:44

Mad_Dude schrieb:
....Die Bedienung über das kleine Display im Behringer-Gerät kann ich mir nicht so recht vorstellen. ....


Da muss ich dann fairerweise mein Posting relativieren/zurückziehen: ich dachte gerade, "wieso kleines Display, der hat doch Schieberegler"...
>> ich habe relativ schlechte Erfahrungen mit dem DEQ 1024 gemacht...

Der 2496 ist aus der gleichen Serie wie das Ultradrive, das ich als drei-wege-Weiche einsetze.

BSS und Yamaha tun sich in der Praxis wahrscheinlich nicht viel. BSS hat aber einen legendären Ruf. Von Yamaha habe ich zB Mischpulte im Einsatz (MG 16). Deren Qualität ist absolut tadellos.
Mad_Dude
Stammgast
#9 erstellt: 26. Jul 2012, 15:56
Danke nochmals für die Anworten.

Ich habe soeben einige Erfahrungsberichte zum LA EQ231-G durchgelesen - Scheint ebenfalls ein würdiger Kandidat zu sein. Preislich klar das attraktivste Gerät, und hat alle Funktionen, die ich benötige. Bisher mein Favorit!
weimaraner
Hat sich gelöscht
#10 erstellt: 26. Jul 2012, 19:40
Hallo,

hat jetzt nichts mit einem EQ zu tun,
vllt interessiert es den Kopfhörerhörenden ja trotzdem

http://www.musik-sch...a=tsid:36017&refID=1

Gruss
Mad_Dude
Stammgast
#11 erstellt: 27. Jul 2012, 14:52
Ja, so ein Realiser ist sicher ein tolles Spielzeug. Andererseits kann man sich für den Preis auch ein sehr ordentliches System zusammenstellen. Mit echten Lautsprechern
... Was natürlich das grundsätzliche Problem von Lautsprechern in ungeeigneter Umgebung nicht behebt, ist schon klar - so gesehen kann sich der Realiser durchaus bezahlt machen. Bei der nächsten Gehaltserhöhung vielleicht (ha, ha...).

Ich habe mich mittlerweile für den LA Audio-EQ entschieden. Ich werde ggf. eine kurze Rückmeldung schreiben, wenn ich das Ding habe. EQs sind ja doch eher selten in klassischen HiFi-Anlagen zu finden - wohl nicht audiophil genug...
Apalone
Inventar
#12 erstellt: 27. Jul 2012, 15:27

Mad_Dude schrieb:
....Ich werde ggf. eine kurze Rückmeldung schreiben, wenn ich das Ding habe.


Ja, bitte!



Mad_Dude schrieb:
... EQs sind ja doch eher selten in klassischen HiFi-Anlagen zu finden - wohl nicht audiophil genug...


Ich habe mehrere Kopfhörerketten. Vor den Stax SRM 006 T würde ich so ein Ding auch nicht packen. Aber ich habe zwei Kopfhörerverstärker, vor denen je ein EQ wurschtelt (Alesis MEQ 230 und ein Phonic; beide als Terzband-EQs - wie bei dir. Der Behringer DEQ 1024 ist derzeit "in Bereitschaft". Der Behringer 2496 Ultradrive wäre grundsätzlich auch noch als EQ einsetzbar).

Die jeweils für gut befundende Korrektur gilt dann natürlich nur für genau diese Kette - inkl. KH!
Mad_Dude
Stammgast
#13 erstellt: 27. Jul 2012, 15:53
Ich möchte als erstes versuchen, den Stax SR404 via EQ zu "korrigieren". Der Stax ist ein wirklich toller Hörer: Von allen KHs, die ich bisher anhören konnte, ist der SR404 der Einzige dessen Präsentation dem eines Lautsprechersystems nahekommt. Soll heissen, Die Instrumente werden tatsächlich in einem Halbkreis vor dem Hörenden dargestellt - eben ähnlich wie eine klassische Stereobühne. Alle anderen Hörer scheinen die Instrumente entweder im Kopf oder rundherum zu platzieren. Der Stax ist da die Ausnahme...

Nur nützt das nicht viel, da der Frequenzgang des SR404 verdammt schief daherkommt. Vor allem die Mitten sind grausig...
Daher möchte ich dem Stax mittels EQ zu Leibe rücken. Mal sehen, was sich da machen lässt.

Falls das kein Erfolg werden sollte, werde ich einfach weiterhin mit dem Koss ESP-950 hören und den EQ dazu einsetzen, "falsch" klingende Aufnahmen zu korrigieren. Deshalb wollte ich halt einen grafischen EQ, da hier ein schnelles Umstellen von CD zu CD einfacher sein sollte.


[Beitrag von Mad_Dude am 27. Jul 2012, 15:54 bearbeitet]
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