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Lautsprecher für Klassik gesucht gebraucht

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Brucknerianer
Neuling
#1 erstellt: 11. Sep 2013, 16:39
Hallo !

Kurz vorweg: ich hatte vor einiger Zeit schonmal hier im Forum eine Kaufberatung erbeten, aber ich denke mir, dass vielleicht jetzt auch ein paar neue Leute mitlesen.

Nachdem ich vor einem Jahr neue Lautsprecher kaufte, habe ich eine kleine unerfreuliche akustische Odyssee mit mehreren Lautsprecherpaaren hinter mir. Seit ich andere Lautsprecher mit stark ausgeprägten Hochton gehört habe, stört mich auch an meiner IQ TED 1 (die aber dennoch das Rennen gegen alle anderen Lautsprecher gewonnen hat) der Ultrahochton über 6000 Hz (Zischeln usw.). Das finde ich bemerkenswert, habe ich doch selbige von ca. 1989 bis 2012 gehört, ohne dass mir ein Zischeln aufgefallen wäre, und zwar anfangs mit den Originalsicken, eine Zeitlang mit langsam zerfallenden Orignalsicken und dann mit selbst neu angebrachten Sicken. Am Sickentausch liegt es also nicht. Das ganze ist wohl ein psychoakustisches Phänomen, eine andere Erklärung wüsste ich nicht. Mir fallen auch bei anderen Gelegenheiten inzwischen gerade die Höhen und Zischeltöne weitaus deutlicher auf. Wer dagegen ein Rezept hat, sollte sich melden. Eigentlich sollte ja mit zunehmendem Alter gerade die Hörfähigkeit im Höhenbereich langsam nachlassen; bei mir scheint im Moment auf lästige Weise das Gegenteil der Fall.

Kurz und gut, ich würde mich über Kaufempfehlungen freuen, da ich mir evtl. doch noch mal ein Paar Lautsprecher anschaffen möchte (gebraucht versteht sich, möglichst unter 100 Euro), denn die eine der IQ Ted 1 kratzt immer noch bei extrem lauten Bass um 110 Hz (was freilich bei mir fast nie vorkommt).

Damit ich gute Tipps bekomme, werde ich meine Situation so genau wie möglich beschreiben.

Meine Daten:

Musikart: Klassische Musik und Folk / Neofolk / Mittelalter

Hörertyp : Emotional ! Hochauflösende, analytische Lautsprecher klingen meist nur ein paar Minuten gut und sind mir zu intellektualistisch, bringen auch die orchestralen Höhepunkte meist nicht mit genügend Kraft hervor. Ohne einigen Leuten hier zu nahe zu treten, glaube ich sagen zu können, dass auch nur Menschen, die meinem Geschmack von Musik entsprechen und meinem Hörertyp ähnlich sind, wirklich gute Empfehlungen geben können. Wie soll auch jemand, der noch keinen Piep Klassik gehört hat, einen eingefleischten Klassikhörer beraten können ?

Raum : 15 qm, kleine Lautsprecher dürften genügen. Angeblich ideale Hörsituation kann ich leider nicht einhalten. Hörabstand ist nicht mehr als 2 Meter. Die Boxen müssen mit dem Rücken fast an der Wand stehen, anders geht es nicht. Auch rechts und links von den Lautsprechern wird in der Regel etwas stehen.

Die akustischen Anforderungen wären folgende:

Bassbereich darf nicht überbetont sein und darf auch den Grundtonbereich nicht umwölken. Subwoofer brauche ich nicht.

Grundtonbereich, so von 150 bis 400 Herz, muss Durchschlagskraft haben, eine gewisse Halligkeit bzw. ein gewisses Volumen ist erwünscht, da die Musik sonst kalt klingt. Bruckner soll ja nicht nach Kammermusik klingen.

Präsenzbereich sollte angenehm zurückgenommen sein, während die höheren Höhen, so ab 2000 Hertz, deutlich zurückgenommen sein müssen. Gegen Zischeln bei s-Lauten, Überbetonung der Schrillheit von Beckenklängen, übertrieben gellende Trompeten und Violinen usw. ist mein Ohr sehr empfindlich, wie bereits erwähnt. Es ist durchaus erwünscht, wenn z.B. der Bereich über 5000 Hertz um 10 Dezibel hinter dem Grundtonbereich zurückbleibt.

Zu Lautsprechern mit „ausgeglichenem Frequenzgang“: von denem habe ich den Eindruck, dass sie in meiner Hörsituation im Grundtonbereich ein Loch haben. Das darf auf keinen Fall sein.

Geehrter Leser, danke für Ihre Geduld.

Viele Grüße
yahoohu
Inventar
#2 erstellt: 11. Sep 2013, 17:03
Moin,

ich versuche es mal so:

Deine Anforderungen (auch gebraucht) für 100 Euro?
Geht m.E. nach nicht.

Darf ich mal fragen wie alt Du bist?

Bei Ebay wird gerade eine ProAc Super Tablette angeboten, die Deinen
Ansprüchen gerecht werden könnten. Allerdings preislich deutlich höher.

Was vernünftiges für 100 Euro nur durch Zufall, mit Glück und einem unwissenden Verkäufer

Gruß Yahoohu
Tywin
Inventar
#3 erstellt: 11. Sep 2013, 17:08
Auf Wunsch von yahoohu gelöscht.


[Beitrag von Tywin am 11. Sep 2013, 19:19 bearbeitet]
Varadero17
Inventar
#4 erstellt: 11. Sep 2013, 17:16
Hallo!
Die ProAc ist schon ein sehr guter Tipp! Wenn es dafür nicht reicht, wäre eventuell eine Wharfedale aus der Evo-Serie eine Option.
Wenn Du z.B. die Evo 2-10 irgendwo entdeckst, solltest Du sie anhören. Könnte passen.
yahoohu
Inventar
#5 erstellt: 11. Sep 2013, 19:12
Moin,

Tywin, das war flüssig, sogar überflüssig mit den Zitatfunktionen.

Versuch mal zu lesen mit welcher Art von Hörer Du zu tun hast,
da geht es nur innerhalb des beschriebenen Szenarios.

Varadero hat das kapiert.

Gruß Yahoohu
Gelegenheitshörer
Stammgast
#6 erstellt: 11. Sep 2013, 19:16

Brucknerianer (Beitrag #1) schrieb:
Es ist durchaus erwünscht, wenn z.B. der Bereich über 5000 Hertz um 10 Dezibel hinter dem Grundtonbereich zurückbleibt.


Hierzu fallen mir nur zwei Optionen ein:

1. Klangregler/Equalizer (hier zwar verpönt, aber für den Zweck ideal)
2. Irgendeine missratene Breitbandkonstruktion

Mal im Ernst: Mit Hifi haben derartige Lautsprecher kaum etwas zu tun, und deswegen wird auch kaum ein Hifi-Hersteller sowas bauen. Also wäre es doch am einfachsten, wenn Du einen LS nimmst, bei dem Dir der Grundtonbereich gefällt, und dann zu Option 1 greifst, um die Höhen auf das von Dir gewünschte Maß abzusenken.
baerchen.aus.hl
Inventar
#7 erstellt: 11. Sep 2013, 19:51
Hallo,

hier könnte man ein Blick drauf werfen

http://www.ebay.de/i...&hash=item43bf5a5a11
http://www.ebay.de/i...&hash=item3a83e919ac


Gruß
Bärchen
Gelegenheitshörer
Stammgast
#8 erstellt: 11. Sep 2013, 19:56

baerchen.aus.hl (Beitrag #7) schrieb:
hier könnte man ein Blick drauf werfen


Aber die fallen doch nicht ab 5 kHz um 10 dB ab, oder?
yahoohu
Inventar
#9 erstellt: 11. Sep 2013, 19:56
Hallo,

erstmal: Danke m00, du bist ungeheuer diszipliniert.

@Gelegenheitshörer: Der TE hat ja selbst auf einen vorherigen Thread hingewiesen.
Also alles etwas "naja....". Deshalb auch meine Frage nach dem Alter, ist ja nix schlimmes...

Eine passende missratene Breitbandkonstruktion zu finden dürfte schwierig sein.

Wenn die Schwingspule seiner IQ im A... ist dürfte auch der EQ nicht helfen.
Wäre aber bei neuen Lautsprechern eine Lösung.

Wie eine Messe von Bruckner klingen kann hat vor ein paar Wochen Schwiegermutter vom
Hocker gehauen.

Edit: zu viele smilies

Gruß Yahoohu


[Beitrag von yahoohu am 11. Sep 2013, 19:58 bearbeitet]
Tywin
Inventar
#10 erstellt: 11. Sep 2013, 20:07
Ich hatte letztens die Tannoy Mercury V1 bei mir zu Hause. Der Tiefton klang - naturgemäß - zurückhaltend, der Oberbass relativ neutral, die Mitten mäßig warm und der Hochton zeigte mir deutlich zu wenig Brillanz und Auflösung. Dies bei freier Aufstellung auf Ständern.

In diesem speziellen Fall, könnte der Lautsprecher eine Möglichkeit darstellen, da auch ein wandnaher Betrieb bei nicht zu hohen Lautstärken gut möglich sein sollte. Ggf. dann mit einem EQ feintunen.

Die sind zwar neu, vielleicht trotzdem mal ausprobieren?

Tannoy Mercury V1

http://cgi.ebay.de/w...ebayCategoryId=14990


[Beitrag von Tywin am 11. Sep 2013, 20:38 bearbeitet]
Brucknerianer
Neuling
#11 erstellt: 14. Sep 2013, 18:12

yahoohu (Beitrag #2) schrieb:
Moin,

ich versuche es mal so:

Deine Anforderungen (auch gebraucht) für 100 Euro?
Geht m.E. nach nicht.

Darf ich mal fragen wie alt Du bist?

Bei Ebay wird gerade eine ProAc Super Tablette angeboten, die Deinen
Ansprüchen gerecht werden könnten. Allerdings preislich deutlich höher.

Was vernünftiges für 100 Euro nur durch Zufall, mit Glück und einem unwissenden Verkäufer

Gruß Yahoohu


Meine derzeitigen, alten IQ TED 1 würden selbst in ganz tadellosem Zustand heute wohl kaum mehr 50 Euro bringen. Ich habe Lautsprecher gehört, die sowohl vom Gebrauchtpreis als auch vom früheren Neupreis deutlich über der IQ liegen, aber keine hat gegen die IQ das Rennen machen können. Wenn Du es genauer wissen willst, es waren Lautsprecher dabei, die im Neupreis ca. 1990 die IQ um das drei- bis fünffache übertrafen, und auch heute im Gebrauchtpreis deutlich höher als die IQ liegen. Deshalb glaube ich auch nicht, dass im Gebrauchtsektor der Preis unbedingt über 100 Euro liegen muss, um einen Lautsprecher zu finden, der mich anspricht. Die MB Quart One, die ich auch noch hier habe, etwas zu präsent klingend, habe ich für 60 Euro erworben - es sind meine zweitliebsten Lautprecher.

Was das Alter betrifft...sagen wir so, es liegen 25 Jahre Hörerfahrung in klassischer Musik vor...also ich bewege mich schon im Gammelfleischbereich 40 +.

Viele Grüße
Brucknerianer
Neuling
#12 erstellt: 14. Sep 2013, 18:19

yahoohu (Beitrag #9) schrieb:
Hallo,

erstmal: Danke m00, du bist ungeheuer diszipliniert.

@Gelegenheitshörer: Der TE hat ja selbst auf einen vorherigen Thread hingewiesen.
Also alles etwas "naja....". Deshalb auch meine Frage nach dem Alter, ist ja nix schlimmes...

Eine passende missratene Breitbandkonstruktion zu finden dürfte schwierig sein.

Wenn die Schwingspule seiner IQ im A... ist dürfte auch der EQ nicht helfen.
Wäre aber bei neuen Lautsprechern eine Lösung.


Equalizer habe ich, aber so ganz erfolgreich war ich damit nach meiner Auffassung nicht, obwohl ich nichts Grundsätzliches gegen selbige einzuwenden habe. Nun, die Tiefmitteltöner klingen tadellos, aber wie gesagt, es gibt dieses kleine Problem bei hoher Lautstärke des Bereichs um 110 Hertz, den man im Notfall per EQ soweit runterschrauben kann, dass nicht mehr kratzt. Ob die Schwingspule damit als defekt gilt, weiß ich nicht.

An alle, die hier Tipps gepostet haben, danke; ich werde mal über die vorgeschlagenen Lautsprecher mehr nachlesen.

Viele Grüße
Brucknerianer
Neuling
#13 erstellt: 14. Sep 2013, 18:23

Gelegenheitshörer (Beitrag #6) schrieb:

Brucknerianer (Beitrag #1) schrieb:
Es ist durchaus erwünscht, wenn z.B. der Bereich über 5000 Hertz um 10 Dezibel hinter dem Grundtonbereich zurückbleibt.


Hierzu fallen mir nur zwei Optionen ein:

1. Klangregler/Equalizer (hier zwar verpönt, aber für den Zweck ideal)
2. Irgendeine missratene Breitbandkonstruktion

Mal im Ernst: Mit Hifi haben derartige Lautsprecher kaum etwas zu tun, und deswegen wird auch kaum ein Hifi-Hersteller sowas bauen. Also wäre es doch am einfachsten, wenn Du einen LS nimmst, bei dem Dir der Grundtonbereich gefällt, und dann zu Option 1 greifst, um die Höhen auf das von Dir gewünschte Maß abzusenken.


"Hifi" als Etikett tragen viele grundunterschiedlich klingenden Lautsprecher. Die Unterschiede sind derartig groß, dass man sich fragt, ob das alles wirklich "hifi" sein kann. Es ist ja auch nicht so wichtig, ob man mit Etiketten um sich wirft, wichtig ist ein Lautsprecher, mit denen man stundenlang entspannt Musik hören kann.

Deine Tipps habe ich schon probiert, aber so ganz überzeugt bin ich von dem Ergebnis noch nicht.

Viele Grüße
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