Pro-Ject Pre Box DS, Kaufberatung, Erfahrungen, Alternativen ?

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azeg
Stammgast
#1 erstellt: 22. Jun 2014, 21:16
Hallo zusammen,

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit der Pro-Ject Pre Box DS gemacht ?
Ich finde zwar zu der SE einge Tests, insbesondere bezüglich des Rauschverhaltens; dieses soll sich mit dem Nachfolger
aber wohl grundlegend geändert haben.
Würde mich freuen von Besitzern der Box ein paar Erfahrungen zu hören.
Vor allem, wie klingt die Kiste ?

VG
AZe
basti__1990
Inventar
#2 erstellt: 22. Jun 2014, 21:54
Was für Antworten erwartest du eigentlich?

"Klingt seidenweich und super neutral" oder wie? Höreindrücke kann man nicht vergleichen. Die kleinen Kisten sind an sich super (kompakt, robust, wertig verarbeitet und fürs gebotene fairer Preis) , allerdings fehlt eine Klangregelung komplett. Ob man's braucht ist wieder abhängig vom Geschmack.

eine Alternative wäre
http://www.elektrowe...stufe--schwarz-.html
Nicht so kompakt aber dennoch schön flach und bietet einen Kopfhörerausgang, Phono-VV und Klangregelung (überbrückbar).


[Beitrag von basti__1990 am 22. Jun 2014, 22:00 bearbeitet]
azeg
Stammgast
#3 erstellt: 22. Jun 2014, 22:17
Danke Dir für Dein Feedback,

Ja, Höreindrücke sind immer subjektiv.
Aber es lassen sich Tendenzen aufzeigen. Und Vergleiche zu anderen VV aufstellen.
Und mit akustischer Erfahrung lassen sich auch die klanglichen Eigenschaften verbalisieren. Siehe sämtliche Testzeitschriften und -Portale.

Freue mich auf Erfahrungen von DS Pre Besitzern.

VG
Soulbasta
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 22. Jun 2014, 22:47
ein vorverstärker sollte nicht klingen, sonst stimmt was nicht.
eine endstufe auch nicht aber ihre laststabilität hat einen einfluß darauf wie ein lautsprecher klingt.
azeg
Stammgast
#5 erstellt: 23. Jun 2014, 16:07
Hallo und danke für Dein Feedback;

jede Komponente in der Kette hat einen Einfluss auf den Klang der am Ende durch den Lautsprecher erzeugt wird; auch ein Vorverstärker.
Dieser ist mehr oder weniger groß, aber er ist vorhanden.
Lass Dir mal beim Hifi-Studio Deines Vertrauens an einer Kette im Spielbetrieb zwischen zwei Komponentne umschalten.
Du wirst erstaunt sein, welchen Einfluss dies auf den Klang hat, der an Deinen Trommelfellen ankommt.
Das ist auch nicht verwunderlich, da der eletronische Aufbau der Komponenten in Bezug auf die Verarbeitung und Verstärkung des Signals
teilweise doch recht unterschiedlichen Konzepten folgt.

OK,
freue mich, neben den allen ganz allgemeinen Beiträgen, weiterhin auf Feedback von Pre Box DS Nutzern.

VG
Tywin
Inventar
#6 erstellt: 23. Jun 2014, 19:13
Hallo AZe,


jede Komponente in der Kette hat einen Einfluss auf den Klang der am Ende durch den Lautsprecher erzeugt wird; auch ein Vorverstärker.
Dieser ist mehr oder weniger groß, aber er ist vorhanden.


manche Einflüsse sind wirklich relevant und andere Einflüsse sind sehr gering bis irrelevant. Hier Infos:

http://www.hifiaktiv.at/?page_id=177
http://www.hifiaktiv.at/?page_id=192
http://www.audiophysic.de/aufstellung/regeln.html


Lass Dir mal beim Hifi-Studio Deines Vertrauens an einer Kette im Spielbetrieb zwischen zwei Komponentne umschalten.


Es wird beim Umschalten zwischen Verstärkern - im Grund nie - ein brauchbarer Lautstärkeausgleich vorgenommen. Somit klingt die lautere Kombination nahezu immer besser. Dazu kommen psychoakustische Einflüsse, die teurere/imageträchtigere/begehrenswerte Geräte "toller" klingen lassen. Dieses Wissen wird von manchem Händler gerne genutzt um ein gutes Geschäft zu machen.

Beschäftige Dich besser mit Lautsprechern, Lautsprecheraufstellung, Raumakustik und Hörplatzposition um wirklich klanglich weiter zu kommen. Das ist allerdings sehr viel mühseliger als Metallschachteln auszutauschen. Für Händler ist der Verkauf von Metallschachteln ein problemloses einfaches schnelles Geschäft.

Beim Verstärker zählt nur die Leistungsfähigkeit (Stromversorgung + Endstufe) und dazu kannst Du Dir mal einen auftrennbaren Sherwood RX-772 für etwa 270€ im Vergleich mit den überteuerten ProJect-Geräten anschauen oder gar einen Denon AVR X-4000 für etwa 700€ im Abverkauf.

VG Tywin


[Beitrag von Tywin am 23. Jun 2014, 19:16 bearbeitet]
azeg
Stammgast
#7 erstellt: 23. Jun 2014, 21:55
Hallo Tywin,

danke für die Links.
In dem Sammelsurium von Informationen steckt vieles was stimmt, leider IMO aber auch Müll.
Beispiel ? :
[..]billige Lautsprecher können genau so räumlich klingen wie teure, vor allem auch deshalb, weil sie kaum Probleme im entscheidenden Mitteltonbereich haben[..]
Wie kommt jemand ohne fachliche Begründung auf die Idee zu verkünden, dass billige Lautsprecher kaum Probleme im Mitteltonbereich haben sollen ??
Ich kann mir nur erklären, dass der Ausgangstext aus verschiedenen Quellen zusammengefügt ist und die eingrenzende Info hier fehlt.
Ansonsten ist das grober Humbug.

OK, back to (Off-)topic:
Jedes halbwegs gute Systemumschaltpult bietet einen Lautstärkeausgleich an; die Lautstärkeunterschiede entstehen in der Hauptsache durch den unterschiedlichen Wirkungsgrad der angeschlossenen Boxen.
Deshalb stellt man einmal für die leisere Kette im Vergleich ein Offset in der Lautstärke mit einem rosa Rauschen ein und pegelt die wirkungsgradstärkere Kette auf diese Lautstärke ein und speichert das ab um lautstärkekorrigiert zu hören.
Ich habe so ein System zu Hause stehen um Komponenten im Betrieb miteinander vergleichen zu können; genau aus dem Grund, weil ich mich schon seit Jahren nicht mehr auf so ein geschwurbsel wie in den Links verlasse. Es zählt, was Du selber hörst.
Ich habe hier momentan 6 unterschiedliche Endstufen stehen (vom Class A Mono bis zur Röhre), einige Zuspieler und im Moment 4 Vorstufen(ARCAM, Luxman, Jade, JungSon) und zwei DAC. Das ganze spielt auf die unterschiedlichsten Lautsprecher (Transmission-Line 3,5 Wege; Bandpass 2 Wege; 2 Wege Bassreflex) (T&A;Sehring;Spendor).
Du bist gerne eingeladen, Dir mal den klanglichen Unterschied eines Class A Verstärkers gegen einen Class AB, Class D bzw. Röhre anzuhören.
Ich würde Dir empfehlen, Dich mit den technisch konzeptionellen Unterschieden solcher Verstärkerkonzepte auseinanderzusetzen. Du wirst feststellen, dass die Kategorisierung alleine über die Leistungsfähigkeit schlichtweg nicht richtig ist.
Um mal auf den von Dir genannten Sherwood Receiver zu sprechen zu kommen.
Gerne erörtere ich mit Dir z.B. unterschiedliche Lautstärkeregelungskonzepte wie eine preisgünstige digitale All in one Chip-Lösung (Sherwood) gegen eine aufwändigere, diskrete, relaisgesteuerte Festwiderstandsregelung (z.B. Pro-Ject) in Bezug auf Klirrfaktor und weitere hörbare Faktoren.

Tut mir leid, dass das jetzt ins Off-Topic geraten ist, aber bei so vielen Hinweisen, die eigentlich überhaupt nichts mit meiner Ursprungsfrage zu tun haben, erlaube ich mir mal die eine oder andere plakative Aussage hier etwas in Frage zu stellen.

Da es aber keine Besitzer des angefrageten VV zu geben scheint die hier posten möchten (oder den Thread einfach nicht gefunden haben), bedanke ich mich für Eure Beteiligung und bestelle mir mal ein solches Gerätchen für einen intensiven Check .

VG


[Beitrag von azeg am 23. Jun 2014, 22:03 bearbeitet]
Mer0winger
Stammgast
#8 erstellt: 23. Jun 2014, 22:52
Hallo azeg,

ich hatte noch bis vor ein paar Monaten eine Project Pre Box DS. Tatsächlich scheint Pro-Ject das problem mit dem Rauschen gelöst zu haben. Genrell war ich zufireden mit dem kleinen Teil. Die Fernbedienung ist etwas zu klein geraten was aber nicht tragisch ist, dafür ist das LCD Display schön hell und groß. Bei meiner Box und wohl auch bei vielen anderen ist der line-out mit dem rec-out vertauscht. Das hat mir nach dem ersten Anschließen nen ordentlichen Schrecken eingejagt
Klanglich ist schwer was zu sagen, evtl ließe sich sagen dass es recht offen geklungen hat. Habe sie vor paar Monaten über ebay versteigert für 160,- € glaube ich. Also wenn du eine günstige Vorstufe suchst, machste nichts falsch mit der Pre Box DS.

Grüße
azeg
Stammgast
#9 erstellt: 23. Jun 2014, 23:15
Hallo Mer0winger,

das ist doch mal eine Einschätzung; vielen Dank dafür.
Für den von Dir erzielten Preis hätte ich sie auch gekauft; wenn es nicht das wahre für die großen Anlagen gewesen wäre, wäre sie ins Büro zu den selbstgebauten Class D Monos gekommen.
Darf ich fragen, warum Du sie wieder verkauft hast ?
VG
Tywin
Inventar
#10 erstellt: 23. Jun 2014, 23:19

Wie kommt jemand ohne fachliche Begründung auf die Idee zu verkünden, dass billige Lautsprecher kaum Probleme im Mitteltonbereich haben sollen ??


Warum sollte ein "billiger" Lautsprecher Schwierigkeiten mit den Mitten haben. Wie ausgeprägt Mitten dargestellt werden ist keine Preisfrage, sondern der Wille der Konstrukteure.

Die Qualität des Tieftons ist eine Preisfrage. Das hat aber mit der Räumlichkeit der Wiedergabe nichts zu tun.
Mer0winger
Stammgast
#11 erstellt: 24. Jun 2014, 10:43
Moin,

ich verkaufte die Vorstufe da ich auf einen Vollverstärker umgestiegen bin. Ich hatte ständig Probleme mit der Endstufe (alter französischer Hersteller aus Frankreich dessen Name ich gerade vergessen habe). Die Vorstufe lag dann noch ne weile bei mir rum und da mir kein Verwendungszweck für sie einfiel, stelle ich sie ins Ebay...

Grüße
kempi
Inventar
#12 erstellt: 02. Jul 2014, 22:36

Mer0winger (Beitrag #11) schrieb:
.......französischer Hersteller aus Frankreich.......

sehr schöne Formulierung
Mer0winger
Stammgast
#13 erstellt: 03. Jul 2014, 13:35
da wollte ich wohl unterbewusst die Misere verdeutlichen

ärgerlichweise ist mir immer noch nicht eingefallen wie der Hersteller heisst. Geklungen hat die Endstufe richtig gut, war ein Class-A Teil und war top Verarbeitet. Evtl. schau ich in der Garage nochmal nach ihr, evtl hat jemand Interesse daran.

aber btt:
und die Box gekauft Azeg? bist du zufrieden?

/Edit:
Micromega heisst der französische Hersteller mit der gutklingender aber anfälliger Endstufe


[Beitrag von Mer0winger am 03. Jul 2014, 13:41 bearbeitet]
azeg
Stammgast
#14 erstellt: 03. Jul 2014, 14:20
Hallo,

nein, ich habe mir eine gebrauchte Audreal 3200 MK2 gekauft (Audreal ist der europäische Ableger von Xindak).
Wenn die kommt und die Röhren eingespielt sind, lasse ich sie gegen die Luxman und ARCAM laufen.
Mal schauen, ob sich dann noch eine Pro-Jekt dazugesellt.
uoiea
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 18. Jan 2018, 10:20
Interessieren eigentlich jemanden noch Erfahrungen mit der Pre Box DS?
Manchmal wird ja auch ein uralter Thread noch von manchem verfolgt...
Ich habe sie seit einer guten Woche zu Hause und behalte sie.
cempaja
Stammgast
#16 erstellt: 18. Jan 2018, 21:35
Ja, ich würde mich über eine genaueren Eindruck freuen.
uoiea
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 21. Jan 2018, 13:11
Hier mein Eindruck:
Die pro-ject Pre Box DS ist ohne jeden Abstrich empfehlenswert.
Nach meinen Hörerfahrungen "klingt" sie nicht.
D.h. sie entspricht ziemlich genau einfach einer möglichst hochwertigen fernbedienbaren Lautstärkeregelung für mehrere Quellen, was mein Ideal ist.
Wer Klangtuning mit einer Vorstufe betreiben will, für den ist sie nichts.
Wer das Signal möglichst unverfälscht und ungebremst an Endstufe - oder wie in meinem Fall - direkt an Aktivlautsprecher weitergeben will, für den ist die kleine Box genau das richtige, mehr brauche ich nicht.
Bisher habe ich ohne Komfort einer FB mit einem Abacus Linetreiber gehört, der klanglich dem Abacus Prepino entspricht und für seine absolute Neutralität bekannt ist. Im Blindvergleich würde ich mit Sicherheit keine Unterschiede zwischen beiden hören, nach jeweils direktem Umstecken kann ich keinen klanglichen Unterschied ausmachen.
Nach dem Eindruck meines "Langzeithörgedächtnisses" ;-) habe ich den Eindruck, dass Stimmen mit der Pre Box DS einen Tick angenehmer, müheloser, natürlicher rüberkommen als mit dem Linetreiber. Das ist aber auch schon alles. Feinauflösung, Räumlichkeit, Dynamik, Klangfarben (da meinem Eindruck nach unverändert/unverfärbt) sind absolut hervorragend, genau wie mit dem Linetreiber.

Einziger - für mich vernachlässigbarer - leiser Kritikpunkt für manchen wäre wahrscheinlich die FB. Man muss sie recht genau ausrichten, die Lautstärkeverstellung reagiert etwas verzögert - das liegt wohl aber einfach an der Art der Lautstärkeregelung (relaisgesteuert). Aber ich mag solche spartanischen und winzigen Scheckkarten-FB. Verstauben auch nicht so wie normale mit großen Tasten.

Besondere Erwähnung verdient übrigens die Lautstärkeregelung: Nach meinem Kenntnisstand wird die beste und teuerste Art der Lautstärkeregelung verwendet, nämlich die relaisgesteuerte Lautstärkeabschwächung. In dem Fall mit 6 Relais/6 verschiedenen Widerständen, die insgesamt 64 verschiedene Stufen ermöglichen.
Siehe diese gute Erklärung, Abschnitt "Der relaisgesteuerte Abschwächer (RCA)"
http://www.lake-peop...staerkeregelung.html
Genau diese Art wird hier verbaut.
Ich finde das höchst respektabel. Selbst hochwertige Potis werden irgendwann wahrscheinlich nicht mehr perfekten Gleichlauf ermöglichen, von daher finde ich es super und zu dem Preis auch höchst bemerkenswert, wie hochwertig die kleine Pre-Box gebaut ist.

Der niederohmig Ausgang (4 Ohm) zahlt sich nach meinen Erfahrungen auch aus. Ich kann keine Klangunterschiede zwischen Sommer Epilogue und Cordial CFU feststellen - genausowenig wie beim Linetreiber (0 Ohm). Ich hatte durchaus Geräte zu Hause, wo hier Unterschiede deutlich wurden.

Also: Ich kann nur eine klare Kaufempfehlung geben.


[Beitrag von uoiea am 21. Jan 2018, 13:55 bearbeitet]
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