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Gibt es überhaupt eine echte, unabhängige (Schutz-)Erdung?

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Autor
Beitrag
Bartók-Fan
Stammgast
#1 erstellt: 05. Jun 2012, 20:14
Hallo,
da ich gerade in ein altes Haus gezogen bin, wo ich die vorhandene Elektrik beeinflussen und verändern kann, und nun gerne eine komplette eigene Leitung vom Hausanschluß aus zu der Anlage legen möchte, taucht folgende Frage auf:
Gibt es überhaupt eine wirklich unabhängige, eigenständige Erdung?

In diesem Haus (Einfamilienhaus) kommen die 3 Phasen und der Nullleiter vom/zum Hausanschluß rein, hier die Vorsicherungen, dann der Stromzähler, und dann in der ersten Verteilerstufe wird bereits die Hauserdung auf den Nulleiter gelegt. Die meisten Leitungen sind auch nur 2-adrige Leitungen, und die Erdung ist meistens nur in den Steckdosen zusammengelegt.

Wie sieht die Erdung einer modernen Installation aus?
Da laufen wohl überall dreipolige Leitungen, und die Erdung hat nirgendwo (wirklich nirgendwo??) eine Verbindung zum Nulleiter?

Und was kann ich aus meiner Situation am besten machen??

Natürlich kann ich eine der 3 Phasen nur für Hifi benutzen, zumindest bis auf die wenigen Geräte, die mit 3 Phasen arbeiten (Starkstrom-/Drehstrommotor für die Pumpe der Grundwasserabpumpung, die aber selten mal kurz in Betrieb ist; evtl. Herd mit Ceranfeld, das ebenfalls 3 Phasen benötigt).

Weiterhin kann ich theoretisch eine extra, neue Staberdung für meine Anlage installieren, die unabhängig von der anderen Plattenerdung ist. Bringt das aber Vorteile? Oder kann ich die Erdung auch zusammen mit den übrigen Verbrauchern lassen?

Was als Problem bleibt ist lediglich der Nullleiter, den ich nicht separieren kann. Und an diesem Nullleiter hängt ja auch gleichzeitig die ganze Hauserdung dran. Oder macht das auch nichts??

Wie sieht es mit Gleichstromanteilen aus? Handele ich mir Nachteile ein?

Zumindest vor den Quellengeräten läuft eh ein PS Audio PPP.

Danke für jegliche Hinweise und Meinungen!
germi1982
Moderator
#2 erstellt: 05. Jun 2012, 20:26
Nein, gibt keine Nachteile.

Was sein könnte, wären Störungen die übers Lichtnetz laufen, also z.B. Knacken aus den Lautsprechern wenn der Kühlschrank einschaltet. Oder eben diese Pumpe, gerade solche Drehstrommotoren sind Netzverschmutzer erster Güte. Da du aber sagst die läuft selten, ist das dann nicht so gravierend.

Das sind aber auch Sachen die sehr davon abhängen welche Geräte am gleichen Strang hängen, und dann noch wie gut die Konstruktion des Verstärkers ist bezüglich Einstreuung.

Der nächste Schritt war das nicht mehr genullt werden durfte, also der Nulleiter nicht als Schutzerde mehr mißbraucht werden durfte. Stattdessen hat man die Erdung mit der Wasserleitung verbunden, aber auch das ist nicht mehr zulässig, so seit ca. 1990 darf das nicht mehr gemacht werden.


[Beitrag von germi1982 am 05. Jun 2012, 20:36 bearbeitet]
Jeck-G
Inventar
#3 erstellt: 05. Jun 2012, 21:53

wo ich die vorhandene Elektrik beeinflussen und verändern kann
Dann verfällt der Bestandschutz der alten installation, d.h. musst in der ganzen Bude die Elektrik neu machen lassen, inklusive richtigen Schutzleiter in allen Räumen und FI-Schalter für Bad oder ganze Wohnung, also auf den aktuellen Stand.
Also lege schonmal Hilti & Co. in greifbare Nähe bzw. warne schonmal den Elektriker Deines Vertrauens vor... Du darfst ohnehin nichts dran machen, denn Du bist keine elektrotechn. Fachkraft (du darfst auch selber kein Lichtschalter austauschen).

Eine eigene Leitung für die Anlage bringt nichts, da der Strom aus dem selben Hauptkabel kommt. Was bringen die letzten paar Meter abgetrennt und ggf. mit überteuerten Kabeln, wenn der Strom von der selben Trafostation kommt und die anderen Häuser der Straße mit dranhängen? Bringt nur was fürs "Gute Gewissen", klanglich hingegen absolut nichts.


[Beitrag von Jeck-G am 05. Jun 2012, 22:01 bearbeitet]
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