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Hörbereich zuhause selber testen?

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Burkie
Inventar
#1 erstellt: 17. Jan 2013, 22:06
Hallo,

mich interessiert es , welche hohen Töne ich noch selber hören kann. Kann man sowas halbwegs seriös zuhause selber testen?

Ich habe Audacity, eine 96kHz-Soundkarte, digital verbunden mit Yamaha-RX-V363, Kopfhörer Beyerdynamik DT770 Pro 250 Ohm.

Ich habe mir in Audacity, Projekteinstellung 96kHz, Sinus-Testtöne erstellt von 15kHz bis hinaus zu 20kHz..

Abgespielt über Yamaha und abgehört über Kopfhörer bei Lautstärke -40dB am Yamaha. Das entspricht bei normaler Musik von aktuellen CDs leicht gehobener Wohlfühllautstärke. Ist also nicht sonderlich extrem laut, sondern noch eher zivil.
16kHz höre ich noch deutlich wahrnehmbar als hohen Ton. Hier würde ich sinnvollerweise meine Grenze meines Hörbereichs setzen.
17kHz höre ich dabei noch als hohen Ton, aber deutlich leiser.
18khz auch noch sehr leise, eher als Druck auf den Ohren.
19kHz eher nicht mehr. Wenn ich auf -30dB aufdrehe, höre ich das als hohes "Drücken" auf den Ohren.
Bei 20kHz summt es eher weiter unten.

Inwieweit sind solche Hörempfindungen denn real?

Kann man denn mit Home-Equipment halbwegs verlässlich den eigenen Hörbereich testen?

Ist es denn überhaupt möglich, dass man mit Ende 30 noch soweit hören kann? Selbst wenn man sich von lauten Diskos und Konzerten immer fern gehalten hat, und auf Konzerten immer Ohrstöpsel getragen hat?

Wo kann man denn für kleine Münze sein Hörvermögen seriös testen lassen?

Grüße
proglodyte
Inventar
#2 erstellt: 18. Jan 2013, 00:16
Hi Burkie,

ich habe im letzten Monat meine Oma zweimal zum Hörgeräteakustiker gefahren, der auch kostenlose Hörtests anbietet. Hatte ihn beim letzten Termin darauf angesprochen und er meinte, dass wir den Hörtest beim nächsten Mal machen können, allerdings musste meine Oma verschieben sonst könnte ich Fakten/Erfahrungsbericht liefern.

Ich bin fast 31 und habe sicherlich zu viele Konzerte ohne Ohrstöpsel besucht, mal schauen was rauskommt.

Quintessenz zu

Wo kann man denn für kleine Münze sein Hörvermögen seriös testen lassen?

entweder Du hast einen ähnlich generösen Akustiker in der Nähe oder sprichst mit Deiner Krankenkasse über Kulanz.

Grüße
Puuhbaer68
Stammgast
#3 erstellt: 18. Jan 2013, 18:42
Hm,

du bist dir sicher, dass du beim Hörgeräteakustiker solch hohe Frequenzen hören kannst (also ob du sie dann wirklich hörst, steht ja dann auf einem anderen Blatt )?

Ich war wegen meines Tinnitus' bei verschiedenen HNO-Ärzten und habe aus Interesse allen die Frage gestellt, wo man denn mal seinen Hörbereich austesten könne. ALLE haben abwinken müssen, weil die Geräte nur bis 8kHz, in Ausnahmefällen bis 10kHz testen. Diese Frequenzen sind bei weitem hoch genug, um den Alltag sicher zu bestehen - so die Aussage der HNOs.
Man verwies mich dann an eine Uni oder FH, die dann eventuell Frequenzgeneratoren haben würden, mit denen man solche Tests machen könnte.
Na toll, an einem Frequenzgenerator scheitert es ja eher nicht. Dann doch eher an einem schalldichten Raum, damit man auch wirklich nichts anderes als die generierten Töne hört.

Da fände ich dann den Eigentest mit Kopfhörer zuhause gar nicht mal so schlecht. Vorausgesetzt, es herrscht Stille in der eigenen Bude. Aber wie hoch wäre denn die Referenzlautstärke, damit man einen Hörabfall bei den einzelnen Frequenzen einigermaßen zuverlässig herausfinden könnte?
Burkie
Inventar
#4 erstellt: 18. Jan 2013, 18:50
Hallo,

im Moment kam es mir nur darauf an, ob ich solche Freqeunzen höre.

Ich habs mit dem Kopfhörer probiert.

Wenn man nun auch noch die Gehörkurve aufnemen wollte, müsste der Kopfhörer oder Lautsprecher (+Hörraum) hinreichend linear sein. Weiß nicht, ob meiner gut genug für sowas ist.

Grüße
proglodyte
Inventar
#5 erstellt: 18. Jan 2013, 19:03

Puuhbaer68 schrieb:
Hm,

du bist dir sicher, dass du beim Hörgeräteakustiker solch hohe Frequenzen hören kannst (also ob du sie dann wirklich hörst, steht ja dann auf einem anderen Blatt )?


bisher hatte ich nur kurz mit ihm darüber gesprochen. Als ich ihm sagte, dass ich gerne wüsste ob ich noch 17kHz packe, gabs keine Einwände.

Dunkel erinnere ich mich an meinen einzigen Hörtest, das war ein Blindtest. Zuhause stelle ich mir dessen Umsetzung recht schwierig vor, ich saß in einem - wahrscheins schalltoten - dunklen Kämmerlein mit KH und bestätigte per Tastendruck wenn ein Ton hörbar war. Manchmal war da auch keiner...

Mit KHs kenne ich mich überhaupt nicht aus.


[Beitrag von proglodyte am 18. Jan 2013, 19:04 bearbeitet]
cr
Moderator
#6 erstellt: 20. Jan 2013, 00:10
@Burkie

Ja, so ähnlich hört sich das schon an, wie du es beschreibst. Das bei 20 kHz sind aber Verzerrungen. Die treten relativ rasch auf, wenn man dem KH mehrere mW zuführt (sag ich dir als wer, der früher mal 20 kHz recht gut hörte)

Jeder gute KH und LS stellt den Bereich bis 25 kHz dar. Ein Problem sind noch beim Sinus die stehenden Wellen oder Auslöschungen (wie auch immer das genau heißen mag). Bereits geringe Abstandsänderungen bei KH - Ohr oder zum LS können die Lautstärke dieser Töne ganz stark ändern. Deshalb kann man auch LS gehörmäßig nie mit Sinus vernünftig auf Frequenzgang abhören. Das macht man mit Terzrauschen.
Burkie
Inventar
#7 erstellt: 20. Jan 2013, 09:56
Hallo,

das mit den 20kHz und dem Summen, die Verzerrungen, war mir auch schon klar.

Seltsam finde ich es, dass ich auf dem Kopfhörer so bis 17, 18kHz noch was wahrnehme.

Grüße
Buschel
Inventar
#8 erstellt: 20. Jan 2013, 14:50
Als Student habe ich per Kopfhörer mal meine Ruhehörschwelle gemessen. Dazu habe ich den PC aus dem Zimmer gebracht, den PC per SPDIF an meinen DAT-Recoder und daran wiederum die Kopfhörer angeschlossen. Mittels CoolEdit habe ich dann Sinustöne mehrfach ein- und ausgeblendet und jeweils den Pegel vermerkt, an dem der Ton hörbar wurde bzw. verschwand. Den Mittelwert habe ich dann als Hörschwelle angenommen. Den absoluten Pegel erhält man damit zwar nicht, der Verlauf der Hörschwelle ist aber brauchbar und entsprach im großen und ganzen auch dem üblichen Verlauf. Während dieser Zeit hatte ich Kontakt zu diversen Testhörern (User und Entwickler von verlustbehafteten Audiocodecs) mit teilweise beeindruckenden Ausreissern, sprich sehr hoher Empfindlichkeit auch bis 20 kHz...

Aus Interesse habe ich erst vor kurzem noch einmal selbst die maximale Tonhöhe per KH am Notebook geprüft. Ich kann 16 kHz auch noch deutlich hören, bei 17 kHz muss ich dann schon ordentlich laut machen bis ich etwas wie einen Ton höre, bei 18 kHz ist dann nur noch unangehmenes Drücken wahrnehmbar (ich bin auch Ende 30). Damit habe ich gegenüber den alten Messungen 1-1,5 kHz verloren. Das ist aber auch nach 10-15 Jahren zu erwarten.

Viel ernüchternder finde ich, dass offenbar meine Ruhehörschwelle nicht mehr das ist was sie mal war, und dass ich offenbar auf dem linken Ohr eine Senke um 7 kHz habe. An die Ursache mit dem linken Ohr kann ich mich noch gut entsinnen... Nichts davon war übrigens bei Hörtests beim Hörakustiker auffällig. Dort geht es wohl um andere Größenordnungen.
cr
Moderator
#9 erstellt: 20. Jan 2013, 15:53
Die frustrierende Frage, die man sich stellen kann, (selbst wenn beim üblichen Hörtest alles im grünen Bereich liegt), ist, ob man im hohen oberen Bereich besser hören würde, wenn man als Kind nicht mit Spielzeugpistolen herumgeknallt hätte und später nicht manchmal in Diskotheken versumpft wäre (wobei ich Lautheitspolen auch dort immer aus dem Weg gegangen bin) (vom Walkman ganz zu schweigen, nur hatte ich keinen, sodass mich dieses Thema weniger bewegt)

Was mich früher extrem nervte: Der 15 kHz Zeilentrafoton, den ich bei manchen TVs kaum ausgehalten habe, weil er mich so belästigte (sonst hat sich nie wer darüber beklagt), und Ultraschall-Alarmanlagen, die in Museen meist eine halbe Stunde vor Schluss eingeschalten wurden (ich habe auch mal in einem Museum gejobbt und mußte mir dabei die Ohren mit Watte verstopfen. Dieser Ton hat mich wirklich geschmerzt, ich kann aber seine Höhe nicht einschätzen, echter Ultraschall wohl nicht (weiß wer diese Frequenz? Es war immer dieselbe....)


[Beitrag von cr am 20. Jan 2013, 15:57 bearbeitet]
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