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Klang von Radio/DJ Mix besser als CD/Mp3

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FForay
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 15. Feb 2014, 11:55
Hallo zusammen,
bin mir nicht sicher ob das Thema hier richtig aufgehoben ist. Ich leg einfach mal los:
mir ist aufgefallen, dass Lieder im Radio viel besser klingen als das Lied als Mp3 oder CD selbst. Oft erlebe ich es, dass ich ein Lied in einem DJ Mix oder im Radio höre und es anschließend als Mp3 oder von CD gar nicht mehr so stark finde. Woran kann das liegen?
Beispiel:
DJ Mix: http://youtu.be/QUJSixEleKI?t=21m4s
einzelnes Lied: http://www.youtube.com/watch?v=AQTmP05iM-U

Benutzt der DJ ein besonderes Soundsystem oder, dass das bei ihm so viel treibender klingt?
DOSORDIE
Inventar
#2 erstellt: 15. Feb 2014, 13:27
Also im Beispiel höre ich keinen wirklichen Unterschied, nur dass es im DJ Set etwas leiser ist, möglicherweise sind auch die Bässe ein wenig abgesenkt, aber das kann am Lautstärkeunterschied liegen ist aber bei der komischen youtube Qualität schwer feststellbar, woran es genau liegt. Ich kannte den Track nicht, finde ihn aber sehr schön, danke dafür ;-)

DJs benutzen Mixer, die mit Equalizern ausgestattet sind, das Klangbild der unterschiedlichen Tracks muss von der Lautheit und dem Sound an sich an das Set angepasst werden, der eine Titel ist bassiger abgemischt, der andere klingt etwas höhenreicher, dazu kommen Kompressoreffekte, die die Lautheit zusätzlich anheben, aber auch den Klang negativ beeinflussen können, wenn man es übertreibt.

Beim einen Song ist die Pegelanzeige im roten Bereich und es wirkt total leise, beim Anderen leuchten nicht Alle Segmente auf und es wirkt schon total laut, das ist Alles eine Sache des Abmischens im Studio und das muss man als DJ auch berücksichtigen, sonst würde man, wenn man so ein Set anhört ja ständig am Lautstärkeregler drehen, ein richtiger DJ macht sowas nach Gehör, Serato, Traktor und Co. können das aber auch automatisch, einige Mixer haben auch noch andere Effekte, die man zumischen kann, per Software geht das dann sowieso, wodurch sich das Klangbild zusätzlich verändern kann.

Gut und Schlecht ist halt auch Definitionssache. "Gut" ist im HiFi Sinne ja eigentlich auch eher darauf bezogen, dass die Wiedergabe möglichst originalgetreu ist, also so wie im Studio. Wenn man aber gern mit aufgedrehten Klangreglern oder total "verbogenen" Equalizern hört, wird man erst Mal so ziemlich Alles vermissen, wenn man dann eine richtig gute Stereoanlage hört, die komplett neutral eingestellt ist. Das wirkt dann erst Mal sehr dünn und bassarm, wenn man Loudness und Bassanhebung gewöhnt ist.

Mit 14 war der Bassregler bei mir immer auf Anschlag und die Loudness war auch eingeschaltet, im Laufe der Jahre habe ich angefangen mich damit auseinander zu setzen, wie man eigentlich "richtig" hört, in der Anfangszeit war es eine Qual mich an diesen dünnen Sound zu gewöhnen, dazu kommt noch, dass auch Boxen, die auf den Durchschnittskonsumer ausgelegt sind mutwillig gesoundet werden, die Loudness quasi schon integriert haben, damit der Sound etwas voller ist... Wenn man dann diesen Bollersound gewöhnt ist und sich dann neutral abgestimmte Boxen kauft, dann ist das erneut eine Qual.

Ich kenne viele Leute, die den Bose Sound oder den JVC Boomblaster und irgendwelche AIWA Kompaktanlagen mit Zusätzlichen Subwoofern als klanglich besser empfinden, als meine gute teure Stereoanlage, weil das auf den ersten Blick halt viel viel fülliger und bombastischer klingt.

Nachdem ich von meinen billigen Magnat Monitor 880, die für ihr Geld super sind auf Linn Nexus LS 250 umgestiegen bin, die ich günstig von einem Bekannten abgekauft habe kam mir anfangs fast der Brechreiz, die Höhen stachen und ich hab verzweifelt das Fundament gesucht, nach einiger Zeit hören dachte ich mir dann dass das ganz schöne Scheißboxen sind und habe meine Magnat wieder angeschlossen, plötzlich fiel mir dann auf, dass die Höhen total dumpf und verschleiert wirkten und das Bassfundament im tieferen Bereich einfach komplett nicht vorhanden war, obwohl es große Standboxen sind...

Als ich die Linns wieder angeschlossen hatte kam dann der aha Effekt. Seitdem weiß ich, dass Investition in gute Boxen wirklich Sinn macht und dass die Unterschiede riesig sind. 90% meiner Freunde würden bei mir aber den Bassregler auf Anschlag drehen und dann behaupten, dass der Bass nicht da ist, würde man aber ihre Boxen gegen meine austauschen, würden sie merken, dass ihre Verstärkereinstellungen an meinen Boxen viel tiefer runter geht als bei ihren Kaufhausboxen.

Im Radio ist das noch Mal ne ganz andere Sache - UKW hat gewisse Einschränkungen, die man einhalten muss, ist der Sender zu laut übersteuert es nicht nur, sondern kann auch zu Übersprechen bei Nachbarstationen führen, deshalb darf ein gewisser Pegel + Headroom nicht überschritten werden. Früher war das Klangbild da bei allen Stationen sehr neutral und man hat Kompressoren und Limiter nur dazu eingesetzt um bei kurzzeitigen Übersteuerungen im Bereich des vorgeschriebenen Pegels zu bleiben und zu vermeiden, dass die Dynamiksprünge (Differenz zwischen Laut und Leise) zu groß sind, vor Allem damit die Autofahrer nicht ausflippen, wenn irgendein Klassik Konzert im Radio läuft, wo ja ein sehr hoher Dynamikumfang besteht.

Dann kam irgendwann das Optimod. Optimod ist so ein Kasten, der Softwarebasiert Alle wichtigen Dinge, die man für den typischen Radiosound braucht integriert hat und auch darauf achtet, dass man die Bestimmungen für UKW einhält. Wenn man das richtig einstellt kann sich das sehr gut anhören, aber durch den Privatfunk und die Konkurrenz sämtlicher Popwellen hat es sich irgendwann eingebürgert es dafür zu missbrauchen möglichst laut zu klingen, je lauter der Sender klingt umso geringer ist die Dynamik, gleichzeitig klingts aber auch umso matschiger und verzerrter, denn der zugelassene Maximalpegel darf ja nicht überschritten werden, also muss man den Sound künstlich zusammenpressen, leise Stellen werden lauter und laute Stellen leiser, so bricht quasi das ganze Originalklangbild des Songs zusammen, dazu kommen dann oftmals noch Stereoverbreiterungseffekte, was gut klingen kann, aber auch manchmal ganz schön stresst, dazu kommt dann noch eine Bassanhebung, damit der Sound noch voller wirkt....

Kulturwellen und ein paar von den Stationen fürs ältere Publikum (hr4, SWR4) klingen auch heute noch sehr neutral, wenn du auf Pop oder Rocksender umschaltest klingen die Alle sehr aggressiv und laut, schaltest du von so einem Popsender auf hr4 um wirst du im ersten Moment das Gefühl bekommen, dass das Alles viel leiser und dünner klingt (jetzt mal unabhängig davon, dass dir die Musik nicht gefällt, aber es geht jetzt mal rein um den Sound) in Wirklichkeit hat aber der Popsender den Scheißsound und hr4 den guten, weil da die Musik fast so aus dem Radio kommt, wie sie auch vom Tonträger direkt klingen würde.

Vor Allem auf so einem Ghettoblaster, wo die Lautsprecher eng beeinander sind macht so ein Optimod Popwellen Sound aber unheimlich EIndruck, weil der Stereoeffekt dann echt so wirkt, als stünden die Lautsprecher viel weiter auseinander, auch im Auto ist der Sound dann während der Fahrt deutlicher wahrnehmbar, als es von CD oder Cassette oder eben vom gekauften mp3 ausm iTunes Store klingen würde, weil die Geräusche vom Autolärm grad auf der Autobahn Vieles verschlucken, auch wenn man lauter stellt und die richtig leisen Passagen durch das Optimod gar nicht mehr leise sind, auf ner guten Stereoanlage oder über gute Kopfhörer klingt das dann aber oft richtig beschissen und kaputt. Auch im Fernsehen zeichnet sich das seit Jahren ab. Guck mal son Assi Scheiß bei RTL II, da ist IMMER Krach, selbst wenn der Fernseher leise ist wirkt der Sound übertrieben laut, das ist auch ein Grund weshalb ich mir das Niemals zum Abschalten angucken könnte, es wirkt einfach völlig unentspannend auf mich.

Bei neuer Popmusik wird dieser Kompressor Lautheitswahn mittlerweile schon integriert und vom Radio dann noch mal zusätzlich hinzugefügt, weshalb der Titel auf CD schon Scheiße klingt, im Radio dann aber noch beschissener, diffuser, undefinierter, verzerrter und dreckiger, obwohl wir im Zeitalter hochauflösender Digitalaufnahmen leben, die rein technisch gesehen auch die CD um Längen übertreffen - auch wenn mans nicht hören kann.

Das Lustige ist nun, trotz der digitalen Übertragungswege der Radioprogramme per DVB, DAB+ oder das Internet wird das Lautheitssounding dennoch von den meisten Sendern übernommen, aber so ganz ohne Sounding ist auch schlecht. Der RBB hat das mal gemacht, da hab ich, wenn ich radioeins über Kabel digital gehört habe immer Schreckmomente gehabt, weil die Jingles viel lauter waren, als Sprache und Musik...

So, ich kann jetzt noch ewig so weiter erzählen, aber wir drehen uns im Kreis... Ich kenne den von dir beschriebenen Effekt auch und es gibt auch Softwarelösungen die du als Plugin hinter deine mp3s klemmst und dann kannst du dir da so einen matschigen lauten Popradiosound dran basteln, manchmal gefällt mir das auch ganz gut, vor Allem bei so alten Beat Aufnahmen aus den 60ern und Popmusik aus den frühen 70ern, da klingts manchmal sehr dünn und das wertet das teilweise etwas auf.

Aber in den meisten Fällen ist es halt doch so, dass originale Datei dann im Direktvergleich nachdem man den ersten oberflächlichen Höreindruck ablegt sauberer und besser klingt, man muss dem Gehör halt einfach Zeit geben. Aber wenn der Mix sich vom Ablauf her nicht unterscheidet ist es meistens eher eine Soundingsache vom DJ oder vom Radiosender, manchmal gibt es aber tatsächlich unterschiedlich abgemischte Versionen mit dem selben Ablauf, das ist aber eher bei älteren Aufnahmen der Fall. Gerade bei alten analogen Aufnahmen von den 50er Jahren bis in die 80er gibt es alle paar Jahre eine neue remasterte Fassung, die nicht immer besser klingt, als vorherigen Versionen, der Song ist dann 100%ig der gleiche, aber der Klang ist anders.

Ein gutes Beispiel wo das zigte Remaster wirklich besser ist, als die anderen Versionen ist z.B. The Who - The Kids are Alright, auf der Deluxe Edition ist ein ziemlich sauberer Stereomix, die Monoversion auf den übrigen CDs klingt dagegen sehr grottig und auf Schallplatte ist es noch schlechter...

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

LG, Tobi
Bollze
Inventar
#3 erstellt: 15. Feb 2014, 14:03
Ich muss ehrlich sagen, wo ich zum erstmal den Optimod fetten Sound auf den Bayern3 gehört habe, habe ich spontan das Kassettendeck angeschmissen und paar Aufnahmen gemacht und mir immer wieder angehört, weil es so ein fetter Sound war, irgendwann wann, waren mir die Songs ohne dem Aufgemotzen wieder lieber, das Original klingt immer noch am Besten, wennes gut gemastert wurde und ordentliche Wandler im Einsatz waren. Die Aufnahmen von Bayern 3 wurden wieder gelöscht. Man kann sagen je besser Soundwiedergabe der Anlage, um strörender wirken solche Aufbesserung des Sounds. Da man Radio oft über minderwertige Geräten hört, hat sich das Soundprozessing durchgesetzt.
Ich muss zu geben, das es zahlreiche CD-Pressung gibt, insbesondere aus den Hause SONY ( Label Columbia usw. , die spitz, kantig leer und nervig klingen und es verdienen durch den Wolf (leicht) gedreht zu werden,
Bei Youtube gibt es einige Video von den Soundtöter, die beim Radio im Einsatz sind, die allein sind ja nicht so schlimm , aber wenn die Geräte von einen grossen Kind eingestellt wird, was geil auf Bässe, übermässige Effekte und laut ist, dann komm oft nur grosser Lärm raus. Leider ist bei den meisten Radios so. Das Paradebeispiel für ein total vermurksten Sound ist für MDR Sachsen, allerdings übertont man hier die Mitten.

Optimod
http://www.youtube.com/watch?v=yThbJeVT4RY


[Beitrag von Bollze am 15. Feb 2014, 17:27 bearbeitet]
FForay
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 15. Feb 2014, 14:15
Wow, danke Tobi für die fundierte Antwort! Was du schreibst, klingt nachvollziehbar und plausibel. Allerdings geht deine Meinung grundsätzlich eher in die Richtung Radio/Dj Mix = soundmäßig schlechter als Originalquelle. Ich empfinde das oft (nicht immer) genau andersherum.
Ich gehe nun mal auf deine Analyse ein:
1.) ich höre sowohl auf meinen Laptopspeakern als auch auf meiner NAD + Dynaudio X16 einen Riesenunterschied zwischen den beiden von mir verlinkten Youtubevideos. Der Mix hat weniger Wumms im Kickdrum und die Höhen sind weniger prägnant, klatschend, stechend wie auch immer. Dafür wirkt das Ganze deutlich treibender und eben für meine Ohren besser, angenehmer und tanzbarer.
Du hörst tatsächlich keinen Unterschied?
2.) Sounding vom DJ. Ich habe den Hernan Cattaneo schon live in Action gesehen (und auch viele andere DJs). Die Regeln für den Übergang gerne mal an den EQ Knöpfen rum aber sobald das Lied alleine läuft, steht alles auf 0/Mitte.
3.) Sounding des Radios: das könnte ich mir schon eher vorstellen. Der Mix von Hernan Cattaneo ist wohl auch ein Radiomittschnitt. Meinst du es liegt an dem Optimod, den die zwischengeschaltet haben? So einen würde ich mir softwareseitig auch gerne vor meine Mp3 Wiedergabe schalten. Gibt es so etwas?
Alligatorbirne
Stammgast
#5 erstellt: 15. Feb 2014, 14:34
Das einzelne Stück etwas heller als der Mix, das könnte ja schon eine Ursache sein.
Ich würde auch sagen, dass im Mix ein Dynamik-Kompressor nachgeschaltet wurde, der Übersteuern und zu leise Stellen verhindern soll.
Bollze
Inventar
#6 erstellt: 15. Feb 2014, 17:17
Der handelsübliche VLC-Player bietet schon Kompressionsmöglichkeiten und EQ an. Viel Schieber, wo man rumdrehen kann.

Man findet die Einstellungen unter auf der Menüleiste unter Werkzeuge dann Effekte und Filter.
Na dann, viel Spass am Klangschrauben.

Bollze.


[Beitrag von Bollze am 15. Feb 2014, 17:18 bearbeitet]
DOSORDIE
Inventar
#7 erstellt: 15. Feb 2014, 19:17
Es gibt da ein sehr tolles Tool für den Winamp, das nennt sich einfach Stereo Tool: http://www.stereotool.com/

Gibts auch als Standalone, allerdings musst du da über den Digitalausgang rausgehen, zumindest ist das bei meiner Soundkarte so, das Ding macht genau das, was Optimod auch macht. Du kannst dir da nen Multiband Compressor einstellen, hast sogar eine Azimuth Korrektur, eine aktive Bassanhebung, die auch kompressorartig arbeitet und so diesen typischen Radio-Matschsound erzeugt.

Ich sage ja, dass das subjektiv auch besser klingen kann und das bei vielen Stücken auch echt Spass machen kann, auch diese Stereoverbreiterung ist manchmal echt cool, das hat eine ganz besondere Wirkung, wenn da schon Phaseneffekte im Mixing sind, so wie es bei 80er Jahre Sachen oft der Fall ist (diese Halleffekte, wie bei so Krachern wie Kyrie von Mr. Mister oder You're the Voice von John Farnham), da fühlt man sich teilweise richtig von der Musik umgeben. Bei so minimalistischer Technomusik hat das auch nicht so ne Wirkung, wie bei üppig arrangierten Popstücken wo auch viel mit Stereo gespielt wird, da wirst du merken, dass das das Klangbild eher kaputt macht und undeutlich macht, als es zu verbessern.

Diese ganzen Kompressoren und Limiter arbeiten alle Frequenz und Pegelabhängig, je nachdem wie das abgemischt ist hörst dus gar nicht und gerade bei kritischen Stücken wo Schnelligkeit gefragt ist (also kurze spitze Sounds z.B. oder auch schnelle Kickdrums - Double Bass oder sowas) bricht dadurch das Klangbild total zusammen, wenn das falsch eingestellt ist. Im Radio ist das auch oft so, gerade auf Sendern, wo oft alte Musik läuft, wenn die da so ne heftige Lautheit drin haben steigt der Kompressor bei leisen Accapella Intros voll an die Decke und du denkst dein Radio explodiert gleich, wenn das Lied richtig losgeht, dann setzt die Musik ein und die Lautstärke reduziert sich plötzlich auf die Hälfte und so wirkt das dann plötzlich total kraftlos und verschoben...

Wie gesagt, man muss das halt auch abhängig von der Musik einstellen, dann klingt das schon gut und subjektiv kann einem natürlich genau dieser Lautheits-Matschesound gut gefallen.

Ich habe mir das eben noch Mal angehört und muss zu meiner Verteidigung sagen, dass bei mir bei beiden Sachen unterste Bitrate eingestellt war. Jetzt über meine Stereoanlage höre ich ganz deutlich, dass beim DJ Set ein Kompressor am Werk ist und das ist genau das was ich meine... Oberflächlich betrachtet klingt die Kick heftiger, schwingt aber nicht so, weil sie zusammengepresst wird, du hörst jedes Mal, wenn die Kick kommt, wie der Rest kurzzeitig leiser wird, dass sind dann die Artefakte, die ich meine, die in vielen modernen Produktionen schon drin sind, das pumpt dann so... bei vielen kommerziellen House Sachen mit so 80er Samples wird das auch voll als Stil Mittel missbraucht, ich finde das klingt nicht schön.

Also ich finde die Version ohne Processing deutlich angenehmer und klingt für mich auch voller und sauberer.

LG, Tobi
FForay
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 17. Feb 2014, 15:29

DOSORDIE (Beitrag #7) schrieb:

Ich habe mir das eben noch Mal angehört und muss zu meiner Verteidigung sagen, dass bei mir bei beiden Sachen unterste Bitrate eingestellt war. Jetzt über meine Stereoanlage höre ich ganz deutlich, dass beim DJ Set ein Kompressor am Werk ist und das ist genau das was ich meine... Oberflächlich betrachtet klingt die Kick heftiger, schwingt aber nicht so, weil sie zusammengepresst wird, du hörst jedes Mal, wenn die Kick kommt, wie der Rest kurzzeitig leiser wird, dass sind dann die Artefakte, die ich meine, die in vielen modernen Produktionen schon drin sind, das pumpt dann so... bei vielen kommerziellen House Sachen mit so 80er Samples wird das auch voll als Stil Mittel missbraucht, ich finde das klingt nicht schön.

Also ich finde die Version ohne Processing deutlich angenehmer und klingt für mich auch voller und sauberer.

LG, Tobi


Vielen Dank nochmal. Dann weiß ich dass der von euch beschrieben Soundmatsch bzw. das Pumpen genau das ist, was ich suche. Wie gesagt: ich finde es klingt deutlich tanzbarer und angenehmer.
Wobei: ich habe gerade mit Audacity die oben verlinkte Mp3 mit einem Kompressor bearbeitet und es klingt überhaupt nicht gut. Naja, ich werde mal das Winamp Tool ausprobieren.
NDakota79
Stammgast
#9 erstellt: 17. Feb 2014, 19:48
Dass der Effekt bei dem Lied auf dich positiv wirkt, liegt aber wohl auch daran, dass es eben sehr minimalistischer Techno Sound ist. Mmn ist der einzige Unterschied, dass die Höhen im Mix stark runtergedreht wurden.
Bei klassischer Musik oder Musik mit Gesang oder Musik mit Dymanik hat so ein Equalizing in der Regel nicht so einen positiven Effekt.
FForay
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 23. Nov 2016, 14:25
Sorry, dass ich meinen vor fast 3 Jahren erstellten Thread wieder ausgraben muss aber ich habe mal wieder ein exemplarische Beispiel für den Klangunterschied wischen Radio und Mp3 bzw. Wave-File gefunden oder besser finden müssen.

Ich habe in einem DJ-Set folgendes Lied gehört: YMC - Last Stop. Das ist oldschool house von 1999. Quelle: https://soundcloud.com/rinsefm/bake250816
Minute 01:36:20. Die Aufnahme ist von einem Radiosender (RinseFM).
Ich habe mir das Ding dann direkt von Beatport heruntergeladen: http://classic.beatport.com/track/last-stop-original-mix/139124
Hört euch mal den Klangunterschied an! (Das Vorhörschnipsel von Beatport klingt exakt wie das heruntergeladenen Mp3 File). Beatport ist wahrlich nicht bekannt für schlechte Soundqualität. Aber das Lied klingt in dem DJ Set weitaus direkter und groovender, allein die Percussions sind deutlich präsenter. Ich weiß, dass der Song in dem Set stark geruntergepitched ist, daran liegt es aber nicht.

Wie kann es bitte sein, dass ein DJ im Radio ein Lied so viel anders und besser kann klingen lassen?
Alligatorbirne
Stammgast
#11 erstellt: 23. Nov 2016, 19:03

FForay (Beitrag #10) schrieb:
Aber das Lied klingt in dem DJ Set weitaus direkter und groovender, allein die Percussions sind deutlich präsenter

Wie kann es bitte sein, dass ein DJ im Radio ein Lied so viel anders und besser kann klingen lassen?


In dem DJ-Set klingt es für mich völlig flach und pappig, typischer FM-Radio-Sound mit starker Dynamik-Komprimierung.

Bei Beatport finde ich es schon besser, hier wirkt es aber etwas dumpf.
Dem Hochton-Bereich zu urteilen könnte es von einer Schallplatte kommen.

Wenn der Klang von dem DJ-Set nachgebildet werden soll, würde ich mal einige Kompressor-Plugins für Foobar o.ä. ausprobieren.
FForay
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 23. Nov 2016, 19:37
Danke für die schnelle Antwort Alligatorbirne. Ich nehme es wie gesagt genau andersherum war. Habe den Soundunterschied nun auch verschiedenen anderen Personen vorgespielt, die dies genau so empfinden wie ich. Den breiigen sowie kratzigen Sound im DJ Set nehme ich auch war. Klingt nicht so klar und "brilliant" wie das Beatport-File. Aber entscheidende Elemente (vor allem im Hochtonbereich), die das Lied erst so geil klingen lassen (nach meinem Geschmack) fehlen einfach.
Ich glaube du hast recht, dass das Lied direkt von Schallplatte kommt (gutes Ohr!!!) denn bei Sekunde 01:36:41 klingt es kurz so als wenn der Dj ausversehen an den Plattenteller gekommen ist, so dass ein Leiermoment entsteht.
Ist das vielleicht genau der Knackpunkt? Du schreibst ja, dass man die Quelle (Vinyl) anhand der Hochtöne erkennt und genau die sind meiner Meinung nach einer der zentralen Unterschiede zu dem dumpfen Beatport-Download.
Das mit den Kompressor-Plugins, EQ Einstellungen usw. habe ich alles schon ausprobiert. Das haut einfach nicht hin. Wenn ich in diesem Fall den Beatport-Download über Audacity mit Kompressor bearbeiten und Treble hochziehe, klingt das kagge.
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