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MP3 klingt besser als CD - Studienergebnis

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Autor
Beitrag
cr
Moderator
#1 erstellt: 08. Apr 2009, 01:44
http://futurezone.orf.at/stories/1503857/


Experte: MP3 klingt besser als CD
Kategorie:
MUSIKWAHRNEHMUNG
Erstellt am
7. 4. 2009 - 06:00Uhr
|

Musik klingt nicht immer gleich: Es kommt ganz darauf an, in welchem Format sie abgespielt wird und welche Gewohnheiten der Hörer hat. Ein über sechs Jahre angelegter Hörtest an der Universität Stanford brachte erstaunliche Ergebnisse zutage: Studenten bevorzugen das MP3-Format gegenüber der CD.
smitsch
Stammgast
#2 erstellt: 08. Apr 2009, 02:17
Nun, da die wenigsten gelernt haben, analytisch zu hören, lassen sie sich von der Gewohnheit leiten.
Dass ein vom CD-Format auf MP3 gerechnetes Rockstück besser klingen, können von mir aus 1 Mio. studenten behaupten - es ist immernoch genauso unwahr.
Wenn schon müssten da die Konservatorien zum Test gebeten werden, alles andere klingt für mich nach "Marktberuhigung".
dkP74
Stammgast
#3 erstellt: 08. Apr 2009, 05:46

Das Ergebnis: "Es hat sich schon gezeigt, dass es von der Qualität des MP3-Files abhängt, ob man Unterschiede hört.


Schöner Artikel, danke für den Hinweis.
Ich sehe das ähnlich, würde selber aber "gut" bei über 192 kbps ansiedeln. Bei 320 kbps bilde ich mir zunindest manchmal ein Unterschiede zu hören...aber selbst nicht verblindet ist mir das extrem schwer gefallen und einen BT würde ich wohl nicht bestehen.
Wer einen Blindtest gemacht hat und Treffsicher (ich sag mal 90 % Trefferquote hat) die mp3 heraushört, hut ab.

Eins sei dazu noch gesagt. Ich mag mp3/flac weil es bequem ist, bevorzuge es aber nicht. Manchmal stehe ich vor dem CD Regal und suche mir ganz in Ruhe eine CD zum Hören raus und manchmal schmeiße ich einfach den PC an weil ich einfach spontan meinen "persönlichen Sampler" hören will.
Ach ja, bei FLAC ist es mir noch nie gelungen Unterschiede zu hören.
furvus
Inventar
#4 erstellt: 08. Apr 2009, 18:41
Sehr interessant zu lesen. Immer schön zu sehen, wenn Lehrende sich mit solch vermeindlich profanen Alltagsfragen beschäftigen, die zudem so nah an der Lebenswelt der Studenten sind.

Danke also für den Hinweis, normal stolpert man ja eher selten über soetwas.

Besten Gruß vom Chris
zlois
Stammgast
#5 erstellt: 09. Apr 2009, 09:01
Grundsätzlich halte ich es schon für möglich, dass die von MP3 verursachte Klangverfälschung von manchen Hörern als angenehm empfunden wird. Nichts anderes ist es doch mit der ewigen Analog/Digital-Diskussion, eine CD ist einer LP oder einem Tonband aus technischer Sicht auf jeden Fall überlegen, dennoch bevorzugen viele (auch ich) den harmonischeren, analogen Klang, auch wenn das Signal dabei ebenfalls verfälscht wird.
Technisch kann eine MP3 selbstverständlich nicht besser sein als eine CD, im besten Fall erreicht man höchstens eine Qualität, die so nah an die CD heranreicht, dass der Unterschied vom menschlichen Gehör nicht mehr wahrgenommen werden kann.


Ach ja, bei FLAC ist es mir noch nie gelungen Unterschiede zu hören.

Das ist nicht weiter verwunderlich, bei FLAC gibt es nämlich keinerlei Unterschiede, nicht einmal theoretisch. Die originalen PCM-Daten (Wave) werden lediglich durch einen speziell für diesen Zweck entwickelten Algorithmus auf ca. 50% der Originalgröße verkleinert, es gehen dabei jedoch keinerlei Informationen verloren, die Originaldatei kann jederzeit wieder zu 100% rekonstruiert werden. Im Grunde das gleiche, als würde man eine Wave-Datei mit Zip oder Rar komprimieren und dann wieder entpacken, nur ist FLAC hier effektiver.
furvus
Inventar
#6 erstellt: 09. Apr 2009, 10:08
Flac oder auch andere Lossless-Formate sind schon eine tolle Sache nur kann ich persönlich nicht so recht nachvollziehen, warum es zunehmend auch auf Portis verwendet wird. Insbesondere bei Geräten mit wenig Flash-Speicher.

Ich jedenfalls höre auch mit einem sehr guten Hörer (DT880) keinen Unterschied zwischen einer 320er MP3 und einer FLAC. Demnach halte ich es eigentlich für Speicherplatzverschwendung, wenn Flacs mobil verwendet werden. Beruhigen Leute, die es dennoch tun, nur ihr Hifi-Gewissen, suggerriert man sich selbst psychoakustischerdings eine Klangverbesserung oder sind das alles Goldohren, die tatsächlich eine Verbesserung hören?

Solange die Player mit Flash-Speicher noch derart limitierten Platz haben und HDD-Player (abgesehen vom IPod) zusehens auszusterben scheinen, sehe ich das Einsatzgebiet von FLAC´s (und anderen Lossless-Formaten) eher im Bereich der Archivierung von Musik.

Besten Gruß vom Chris
Simple_Simon
Hat sich gelöscht
#7 erstellt: 09. Apr 2009, 10:44

XpressionistIII schrieb:
Flac oder auch andere Lossless-Formate sind schon eine tolle Sache nur kann ich persönlich nicht so recht nachvollziehen, warum es zunehmend auch auf Portis verwendet wird.


Es ist nunmal angenehm, die als Flac archivierte Musik direkt auf den Player zu ziehen und nicht erst nochmal zu MP3 umzucodieren.
Und die Größenunterschiede zwischen einer Flacdatei bei höchster komprimierung und einer mp3 Datei bei 320 kBits/s sind jetzt nicht gerade die Welt. Bei mir ist eine Flac Datei in etwa doppelt so groß, wie eine mp3 Datei.

Da mein Player 16 GB Flashspeicher hat, den man zusätzlich über SD Karten erweitern kann, ist dieser Größenunterschied für mich nicht weiter wichtig.


[Beitrag von Simple_Simon am 09. Apr 2009, 10:45 bearbeitet]
furvus
Inventar
#8 erstellt: 09. Apr 2009, 10:56
Klar der Aufwand, nocheinmal zu komprimieren, ist natürlich ein Argument. Bequemlichkeit halt...

Inwieweit man dann mit dem Speicherplatz auskommt hängt sicherlich an der Größe der zu bewegenden Musiksammlung bzw. an der Lust des Nutzers öfter mal mit dem Player an den Rechner zu gehen. Ich jedenfalls komme mit meinen 20 GB noch nichteinmal mit MP3´s aus, geschweige denn mit Flac´s...

Über die Hälfte an Platz zu sparen, ist mir jedenfalls den zusätzlichen Aufwand wert, wodurch ich ja wiederum auch Aufwand spare, da ich nicht so oft an den Rechner zum Befüllen muss.

Aber jedem, wie es beliebt
zlois
Stammgast
#9 erstellt: 09. Apr 2009, 14:01
Das kommt wohl auch ganz auf das Nutzungsverhalten an.
Ich habe einen Sony SX67 Audiorecorder/Player mit stolzen 512MB Festspeicher (übrigens ein wie ich finde sehr edles Teil, weitaus mehr als ein Diktiergerät, als was es offiziell beworben wird), und bin mit dem Speicherplatz bisher immer leicht ausgekommen bzw. habe sogar die 512MB noch nie voll ausgenutzt. Ich habe aber auch nicht das Bedürfnis, meine gesamte Musiksammlung ständig mit mir herumzutragen, sondern lade mir immer das auf den Player, was ich zu hören beabsichtige.
Abgesehen davon verwende ich meinen MD-Walkman immer noch häufiger als den MP3-Player, besonders wenn ich länger unterwegs bin (Urlaub, etc.), weil ich den Großteil meiner Musiksammlung auf MD habe und sich daran in absehbarer Zeit wohl auch nichts ändern wird. Der MP3-Player ist dagegen für den Sport bzw. zum immer dabei haben aufgrund der mechanischen Unempfindlichkeit äußerst praktisch.
edin71
Inventar
#10 erstellt: 14. Apr 2009, 09:26
Vom Ergebniss der Studie ist nichts zu halten, da sie nicht mit BT durchgeführt wurde
Duckshark
Inventar
#11 erstellt: 18. Apr 2009, 10:50
Interessant ist, dass der lange zurückliegende Test der c't etwas Ähnliches ergeben hat. Vielleicht ist also doch was dran!

http://www.heise.de/...-CD--/artikel/124391
hyrocoaster
Stammgast
#12 erstellt: 18. Apr 2009, 17:19
Schlimm ist das MP3-Format denke ich weniger.

Schlimmer ist die langsam übergreifende Macht Apple's.
Nur da es ein Namen hat und für einfach "das beste" gehalten wird unter Otto-Normal-Verbrauchern, ist es den Leuten wert, sich IPods en masse zu kaufen.

So war es meiner Ex-Freundin wert, nur für das bessere Ordnungssystem und eine Sekunde schnellere "Hochfahrenzeit" den IPod einem sonst gleichwertigen Player vorzuziehen - dafür musste sie 80€ mehr blechen.

So kann es sich Apple auch erlauben, eigene Formate einzuführen.

Widerum der absolute Gipfel des Schlecht-Hörens ist Youtube & der Rest - wie auch immer die Videoseiten alle heißen.

Die Klangqualität reicht teilweise soweit, dass nicht mehr mal Mono dargestellt wird. Und das ist bis auf wenige in meinem Alter vollkommen egal.

Alleine aus dem Grund halte ich es für gut, wenn Youtube alle Musikvideos löschen müsste/wird - auch wenn viele Vorteile dadurch verloren gehen werden.

Diese schlechte Qualität wird zur Gewohnheit werden bei den Jugendlichen. Da werden die neuen Logitech-Serien nicht weit sein...


lg Patrick
zlois
Stammgast
#13 erstellt: 20. Apr 2009, 15:58

für das bessere Ordnungssystem

Darüber könnte man jetzt diskutieren, das ist nämlich genau das, was ich an Apple allgemein hasse. Ich ordne meine Dateien gerne selber, und zwar so, wie sie für mich persönlich zusammengehören. Dass hier immer alles nach Interpret, Titel, Jahr, Musikrichtung, Schuhgröße des Sängers oder was auch immer alphabetisch zwangssortiert wird und ich erst umständlich mittels Playlisten ein bisschen Ordnung hineinbringen muss nervt mich ziemlich. Aus diesem als auch anderen Gründen verwende ich persönlich keinen iPod bzw. Mac.

Ansonsten finde ich die zunehmende Macht Apples nicht weiter schlimm, es ist ja (noch?) niemand gezwungen Produkte von Apple zu kaufen, sodass von einer Quasi-Monopolstellung zu reden wäre, wie es bei Apples großem Konkurrenten seit langem der Fall ist. Ich sehe Apple-Produkte eher als Design-Objekte, und dass das Volk bevorzugt etwas kauft das Rang und Namen hat ist ja nichts neues. Apple und iPod ist jedem ein Begriff und wird mit hoher Qualität assoziiert, während Cowon, iRiver und wie sie alle heißen für den nicht fachkundigen Durchschnittsverbraucher eher in die Kategorie "No-Name" fallen, sozusagen auf einer Stufe mit Silva Schneider...
sprec000
Stammgast
#14 erstellt: 22. Apr 2009, 16:28
Ich bin auch schon seit dem Beginn der allg. Verbreitung von mp3 (auch im www) dabei, so ab Mitte/Ende der 90er hab ich hunderte meiner CD´s digitalisiert (für MP3-Autoradio/Festplatte/Heimkino-PC/iPod etc.) und immer mal wieder Tests ohne Ende durchgeführt.

Ergebnis in Kürze:

Achtet man auf einen qualitativ guten Encoder (da lag früher einiges im Argen!) sowie eine hohe Bitrate, sowie auch ein Wiedergabegerät mit qualitativ ansprechender Wiedergabe (auch da gab es früher üble Ausreisser!) dann ist das Ergebnis im Blindtest nicht auseinander zu halten, das gilt in vielen Fällen schon für 128 kBit/s., meist sind 160 kBit/sec. variable Bitrate ausreichend oder 192 kBit/s. feste Bitrate. Bei 256 kBit/s. (oder gar 320 kBit/sec.) gilt das dann für wirklich alle Fälle.
In der Praxis haben sich 192 kBit/s. als am besten erwiesen.

Im Heimkinoraum gibt´s eine ganze Wand die mit über 1000 (hintergrundbeleuchteten) CD´s in Reihen vollgestellt ist:
http://sprec000.xardas.lima-city.de/technik.html
(siehe Bild unter dem Leinwand-Screenshot mit Raumschiff Enterprise).
Auf der Festplatte der Heimkino-PC´s, im Heimnetzwerk, auf der Festplatte im Auto sind zehntausende Musikstücke/Audiobücher auf Mausklick oder via wahlmaske sofort verfügbar. Ich komme eigentlich nie auf die Idee zum CD-Regal zu laufen, eine CD rauszusuchen (sind sortiert nach Alphabet) und in den Raum (das Auto) zu wechseln in dem ich sie hören möchte.

Ausnahme: na ja... so ein oder zweimal pro Monat leg ich eine CD aus dem Regal in den DVD-Player im Heimkino ein, das Regal steht ja direkt neben der CD-Sammlung...

Die Bitraten auf den Video-DVD´s des Audiotracks bewegen sich übr. meist bei 384-448 kBit/s (bei 5-Kanal) und klingen bei den großen Hollywoodfilmen sehr beeindruckend. Das entspricht bei MP3 von CD (2 Kanal) in etwa 128 bis 160 kBit/s fester Bitrate.
Was recht gut mit meinen Erfahrungen harmoniert.

In diesem Zusammenhang mag man die Bitraten der Audiospur auf den neuen BluRays (3-4 MBit/s. bei 7-Kanal) als "overkill" bezeichnen. Sicher ist aber Eines:
Kompressionsartefakte gibt es da mit Sicherheit nicht ;-)
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