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Linkslastiger Klang durch Anschlussfehler?

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Vielniks
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 18. Feb 2016, 19:13
Hi,

ich habe das Gefühl, dass der Sound an meiner Stereoanlage linkslastig ist. Kann dies ein Anschlussfehler sein? Gibt es Leute, die Ähnliches erlebt haben? Abhilfe?

Gruß
halo_fourteen
Stammgast
#2 erstellt: 18. Feb 2016, 19:53
Hallo,

mögliche Fehler:
Balance Regler falsch eingestellt?
Eventuelle Kontaktprobleme beim Balance-/Lautstärkeregler? (falls die Anlage schon etwas älter ist)
Kontaktprobleme der Cinchkabel?

Oder Probleme mit der Aufstellung der LS:
Linker Lautsprecher steht dichter an Wänden? Also eine Wand direkt links vom Lautsprecher, während der Rechte eher frei steht?

Zum Testen einfach mal den linken LS an den Anschluss des rechten LS und gucken ob der Fehler "mitwandert". Wenn ja, stimmt was mit der Anlage nicht, wenn nein, ist es einfach die Aufstellung.

Vielniks
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 18. Feb 2016, 20:29
Lautsprecher wechseln ist ne gute Idee, werde ich mal probieren.
Nein, die Aufstellung ist es nicht, beide stehen etwa gleich weit von der Wand. Balance-Regler scheidet aus, da der Sound per Direct-Output an den Reglern vorbei ausgegeben wird.
Kann die ungleiche Länge des Kabels etwas damit zu tun haben?
silberfux
Inventar
#4 erstellt: 18. Feb 2016, 20:44
Manchmal liegt es auch an den eigenen Ohren Bist Du erkältet, hat sich ein Propfen aus diesem gelblichen Schmalz gebildet, Knallschaden, zu viel in der Disco gewesen usw usw usw. Ich meine das ganz ernst. Lass doch mal ein paar andere Personen zuhören, ohne ihnen zuvor zu sagen, was Du bemängelst.
BG und viel Erfolg bei der Fehlersuche Konrad
halo_fourteen
Stammgast
#5 erstellt: 18. Feb 2016, 20:49

Vielniks (Beitrag #3) schrieb:

Kann die ungleiche Länge des Kabels etwas damit zu tun haben?


Bei handelsüblichen Lautsprecherkabeln auf gar keinen Fall.
8Quibhirfd8
Stammgast
#6 erstellt: 18. Feb 2016, 22:26
Was hat der TE für Tonquelle? Ein PC? Ich babe das gleiche auch bei mir, höre aber nur über den PC, wo ich beim Windows-Balanceregler links runterregeln muss, je länger ich höre um so mehr. Kabel sind natürlich in Ordnung. Es ist gleichermaßen bei Boxen wie bei Kopfhörer. DAC kann ich auch ausschließen da ich schon mehrere hatte.

Schön das das Thema mal jemand anspricht, da eine Balanceregelung zum Teil verpöhnt ist und die Industrie ihr übriges dazu tut.
Janine01_
Inventar
#7 erstellt: 18. Feb 2016, 22:34

Vielniks (Beitrag #3) schrieb:

Kann die ungleiche Länge des Kabels etwas damit zu tun haben?

Mit Sicherheit nicht.
Poste mal ein Bild von deinem Zimmer das Problem was du hast kann auch von der Raumakustik kommen.
Vielniks
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 19. Feb 2016, 16:56
Ich muss meine Eingangsfrage nochmal präzisieren.
Nicht der gesamte Klang ist linkslastig, sondern der Gesang, der ja doch eigentlich genau in der Mitte sein sollte. Die Stimme scheint leicht nach links versetzt (5-10 Grad), und das Phänomen ist auch nicht bei jeder Aufnahme gleich, mal mehr, mal weniger.
8erberg
Inventar
#9 erstellt: 19. Feb 2016, 17:02
Hallo,

wer sagt denn, dass der Gesang genau aus der Mitte kommen soll? Die Tonmeister machen das doch nicht immer gleich.

Hör mal die gleichen Titel auf einer anderen Anlage.

Peter
Vielniks
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 19. Feb 2016, 17:14
Interessant.
Ich dachte, das sei einfach so eine Art Standard: Sänger in der Mitte.
Aber klingt auch plausibel. Der Gesang muss ja abgestimmt sein auf das übrige Klangbild.
Ich werde mal ein wenig testen.
flyingscot
Inventar
#11 erstellt: 19. Feb 2016, 17:17
Ich habe einen ähnlichen Effekt auch hier. Die Stereomitte ist leicht nach links verschoben. Bei mir ist es nicht quellenabhängig und beim Überkreuz-Test von linken und rechtem Kanal ändert sich nichts. Auch die Lautsprecher selber sind es nicht. Ich vermute hier irgendein Problem mit der Aufstellung, obwohl die schon recht gut sein dürfte.

Bisher habe ich mich mit einer leichten Anpassung der Lautsprecherabstände in der Laufzeitkorrektur des AVRs beholfen. D.h. der linke Lautsprecher wird hier minimal verzögert wiedergegeben (entspricht 5cm weniger Hörabstand als der rechte).


[Beitrag von flyingscot am 19. Feb 2016, 17:19 bearbeitet]
TYKO
Ist häufiger hier
#12 erstellt: 19. Feb 2016, 17:22
Mal generell die Frage:
Hast Du die Anlage (vll auch nur einzelne Geräte oder LS) neu oder war der Klang immer i.O. und ist erst seit kurzem so?
Gruß Sven
Vielniks
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 19. Feb 2016, 17:44
Ich habe die Anlage (Verstärker: Sony TA F808ES, Lautsprecher: Infinity Kappa 8.1) seit 20 Jahren in Betrieb und die Linkslastigkeit ist mir in diversen unterschiedlichen Räumen aufgefallen. Insofern wird es wohl nicht an der Aufstellung liegen. Den Kreuztest habe ich noch nicht gemacht.

Was ist das für ein Gerät mit der Laufzeitverzögerung?
flyingscot
Inventar
#14 erstellt: 19. Feb 2016, 17:48
AVRs, also Audio-Video-Receiver haben eine Laufzeitkorrektur und können darüber Laufzeitdifferenzen bei nicht optimale Aufstellungen ausgleichen.

Bei einem so alten Verstärker könnte es aber auch ein schwächelndes Lautstärke-Poti o.ä. sein. Tausch doch mal die Lautsprecherausgänge und gleichzeitig die Anschlüsse des Quellsignals. Wenn es dann rechtslastig klingt, hat der Verstärker eine Macke...


[Beitrag von flyingscot am 19. Feb 2016, 17:49 bearbeitet]
TYKO
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 19. Feb 2016, 17:52
Bei Modernen AV Receivern hat man die Möglichkeit die Laufzeit zu korrigieren, wenn die Lautsprecher unterschiedlich weit weg vom Hörplatz sind.
Zaianagl
Inventar
#16 erstellt: 19. Feb 2016, 18:23

Linkslastigkeit ist mir in diversen unterschiedlichen Räumen


In verschiedenen Räumen, mit durch Umbauen anderen Kabel und Anschlusskonfigurationen, lässt eigentlich nur ein Problem am Amp vermuten, so du denn links immer links angeschlossen hast...

Aber von vorne:

Hast du die LS rechts und links jetz mal getauscht?
Fehler gewandert?
Dann liegts am LS, hier dann mal die Potis hinten an den Weichen prüfen. Oft haben diese nach Jahren Korrosion angesetzt und ein Chassis ist leiser als das bei der anderen Box, obwohl gleiche Einstellung. (oder spielt im schlimmsten Fall gar nicht)

Falls nicht, und es bleibt linkslastik: Kanäle der Cinchkabel mal tauschen.
Immer noch? Dann Kabel der LS an den Anschlüssen am Amp tauschen.

Falls es jetzt immer noch ist, ist ein rein akustisches Phänomen.
Was bei der Kappa nicht zu sehr auszuschließen ist. Das sind klassische Hallsoßenwerfer, welche viel Reflexionsschall verursachen...
Eine seitliche Fensterfront oä kann da viel ausmachen.
8Quibhirfd8
Stammgast
#17 erstellt: 20. Feb 2016, 00:01
Bei einem Solosänger ist der Gesang heute zu 99% in der Mitte abgemischt, was aber nicht heißt das links und rechts gleich laut sein müssen.

In Oldiezeiten, hauptsächlich den 60er Jahren, war der Gesang auch öfters dezentral abgemischt, was schäußlich klang, weshalb man davon auch schnell wieder abgekommen ist.

In einem Duett kann bei guter und objektiver Abmischung links und rechts unterschieden werden.
Aber so viele Duettsongs gibt es nicht.

Die meißten sind auch der Meinung, die Musik muss so wiedergegeben werden wie sie aus der Signalquelle kommt.
Meine Meinung ist, das viele Aufnahmen auch heute noch nicht exakt mittig abgemischt sind, und wenn es nur kleine Nuancen sind, die können mich aber schon stören.

Ich mag auch nicht den Balanceregler, sondern ist mir eine kanalgetrennte Lautstärkeregelung wichtiger. Da können ein paar Prozentpunkte mehr an subjektivem Klanggewinn dabei rauskommen.

Mag der eine das bei einem AVR, der keine Balanceregelung hat, über eine Laufzeitregelung machen. Bei einem Kopfhörer geht das nicht, da hilft nur Potiregelung oder der PC.
Panzerballerino
Inventar
#18 erstellt: 20. Feb 2016, 00:07
Monoaufnahme mit Gesang als Referenz benutzen, ggf. am Tuner auf mono stellen. Oder Stereoaufnahme am PC in mono umwandeln. Immer noch verschoben? In der Tat kann ein Schmalzpropfen im Ohr dafür die Ursache sein [eigentlich aber nicht úber 20 Jahre hinweg]. Der HNO-Arzt behebt das in 1 Minute.


[Beitrag von Panzerballerino am 20. Feb 2016, 00:16 bearbeitet]
_ES_
Administrator
#19 erstellt: 20. Feb 2016, 00:23

Was bei der Kappa nicht zu sehr auszuschließen ist. Das sind klassische Hallsoßenwerfer, welche viel Reflexionsschall verursachen...
Eine seitliche Fensterfront oä kann da viel ausmachen.


Ich würde das "sogar" pauschalisieren wollen:

Die Stimme aus der Mitte ist Pseudo-Akustik pur, wenn die LS auf jeder Seite nicht die gleichen Verhältnisse haben, kann das schon ausreichend sein, das die Stereo-Mitte verschoben wird.
Es reicht aber auch schon ein biologischer Aspekt, wenn man unterschiedlich laut hört - ein Test beim Ohrenarzt/Hörgeräte-Macher klärt auf - verschiebt sich die Balance entsprechend.
Ein nettes Beispiel für Pseudo-Akustik ist ein alter Elektro-Klassiker:

Planet Rock

Drei Stimmen, eine aus der Mitte, die beiden anderen mehr oder weniger unmittelbar daneben, links und rechts- aber nicht "knallhart" links und rechts, sondern so, als wenn die "drei" nah zusammenstehen würden.
8Quibhirfd8
Stammgast
#20 erstellt: 20. Feb 2016, 00:29
Warum HNO-Arzt? Otowaxol...

Zaianagl
Inventar
#21 erstellt: 20. Feb 2016, 12:23
Naja, man wüste mehr wenn der TE mal seine LS und Verkabelung gegentauschen würde. Oder sich mal rückwärts vor seine LS setzen würde.
Dann wäre die Ursache recht schnell klar...
Panzerballerino
Inventar
#22 erstellt: 20. Feb 2016, 12:49
Kopfstand ginge auch.
Zaianagl
Inventar
#23 erstellt: 20. Feb 2016, 12:51
Yo!
Vielniks
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 20. Feb 2016, 13:20

Zaianagl (Beitrag #21) schrieb:
Naja, man wüste mehr wenn der TE mal seine LS und Verkabelung gegentauschen würde. Oder sich mal rückwärts vor seine LS setzen würde.
Dann wäre die Ursache recht schnell klar...


Das mit den Ohren ist mir auch schon in den Sinn gekommen. Die sind bei mir zwar noch relativ ok (laut Ohrenarzt vor zwei Jahren) ich bin aber auch 54 Jahre und hatte schonmal einen Hörsturz. Naja.
Ich mache mal ein paar Tests und berichte dann. Das wird aber erst morgen was.
Vielniks
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 21. Feb 2016, 11:43
So, das war jetzt leicht.
Das mit dem Rückwärtshören war der entscheidende Hinweis.
Effekt: Jetzt scheint die Gesangsstimme zur anderen Seite verschoben.
Ich hab es erst gar nicht glauben wollen, hab ein paar Mal gewechselt. Immer derselbe Effekt, die Stimme scheint zum linken Ohr verschoben.
Ich meine jetzt auch den Effekt besser verstanden zu haben. Es ist schon so, dass ich den Gesang zentral lokalisieren kann, aber die Stimme scheint sich nach links stärker auszudehnen. So als würde ich mit dem linken Ohr Frequenzen wahrnehmen, die rechts nicht oder nur abgeschwächt vorhanden sind.
Ich werde dennoch mal weiter testen, aber einen technischen Defekt schließe ich nach diesen Ergebnissen aus.
Dank an alle, die bei der Analyse geholfen haben.

Gruß
Frank
Zaianagl
Inventar
#26 erstellt: 21. Feb 2016, 12:05
Krass
Womöglich hat eines deiner Ohren mal was "abbekommen"...
Panzerballerino
Inventar
#27 erstellt: 21. Feb 2016, 12:50

Zaianagl (Beitrag #26) schrieb:
Krass
Womöglich hat eines deiner Ohren mal was "abbekommen"...


Hörsturz/Tinnitus mit einseitiger "Frequenzgangverbiegung" ist leider nicht selten.
Zaianagl
Inventar
#28 erstellt: 21. Feb 2016, 13:01
Muss ja nicht mal n definiertes Krankheitsbild sein. Ein Besuch beim HNO sollte Aufschluss geben...
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