Yamaha A-S501 Impedanzschalter-Einstellungen usw.

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Gerhard76
Neuling
#1 erstellt: 17. Sep 2016, 07:42
Hallo liebes Forum,
nach vielen Jahren ohne "vernünftige" Anlage habe ich zum Geburtstag den Yamaha A-S501 mit 2 Lautsprecherpaaren geschenkt bekommen. Die Sachen sind auf jeden Fall ein Anfang.

Ich möchte den Verstärker im Speakermodus a+b (A+B Bi-Wiring steht an dem Schalter) betreiben.

Jetzt habe ich ein paar Fragen an euch:
1. Der Verstärker hat Anschlüsse für 4 Lautsprecher und ich möchte in der Front 2x Yamaha NS-50f mit 6 Ohm und im hinteren Bereich 2 x Magnat Soundforce 1200 mit 4-8 Ohm anschließen. Das ist doch technisch okay oder?
2. Auf was muss ich den Impedanzschalter auf der Verstärkerrückseite stellen?
canvas
imp
Muss ich den Wiederstand addiren? 6+6 Ohm und bei den 4-8 Ohm? das Mittelmaß dann auch 6+6?...

Ich hoffe ihr könnt helfen.

Gruß aus Wipperfürth
Sniedelwoods
Stammgast
#2 erstellt: 17. Sep 2016, 07:59
Moin,

der Yamaha AS-501 ist ein Stereovollverstärker, grundsätzlich sollte man damit keine zwei Paar Lautsprecher gleichzeitig betreiben.
Front bzw. "hinterer Bereich" (rear) gibt es grundsätzlich nur bei AV-receivern die bei entsprechendem Tonmaterial für solch ein Setup ausgelegt sind (Mehrkanalton) In deinem Fall würden lediglich Vorne und hinten jeweils das gleiche Zweikanalsignal ausgegeben werden was dir zusätzlich den Klang verwurstet.
Mal ganz abgesehen davon das du dir auf Dauer bei erhöhter Lautstärke den Verstärker zerstörst, da er nicht für den Betrieb von vier niederohmigen parallel geschalteten Lautsprechern ausgelegt ist (einfach ausgedrückt: Widerstand halbiert sich je Lautsprecherpaar -> Verstärker wird wegen dem zu hohen Stromrückfluss zerstört)

Gruß
RocknRollCowboy
Inventar
#3 erstellt: 17. Sep 2016, 08:57
Steht doch ganz klar in der BDA:
Speakers A UND Speakers B: mindestens 8 Ohm

Die Yamaha haben 6 Ohm und die Magnat 4 Ohm. Also ist die Impedanz für gleichzeitigen Betrieb zu gering.

Gruß
Georg
tinnitusede
Inventar
#4 erstellt: 17. Sep 2016, 12:17
die Gesamtimpedanz pro Kanal sollte nicht unter 4 Ω gehen.
Bei Parallelschaltung von 6 Ω und 4 Ω erhälst Du 2,4 Ω, dass ist arg wenig,

Die Formel dazu lautet in diesem Fall: 6Ω*4Ω/(6Ω+4Ω)=2,4 Ω, alles klar?,

Hans
cr
Moderator
#5 erstellt: 17. Sep 2016, 13:15
Wobei ich jetzt 2,4 Ohm noch nicht dramatisch sehen würde, zumindest solange man den Verstärker nicht voll fordert.
Wenn aber geplant ist, wie heute üblich, die Bassregler volle reinzudrehen, würde ich das lieber nicht riskieren
Gerhard76
Neuling
#6 erstellt: 17. Sep 2016, 20:46
Vielen Dank für die vielen Antworten.
Dann werde ich es mir nochmal überlegen.

Schalterstellung LOW würde ich dann wählen, nachdem was ich hier gelernt habe.

Vor 20 Jahren hat sich keinen nen Kopf drüber gemacht. Hatte man noch irgendwoher ein paar Boxen ... fein, hängen wir noch mit dran...

Dauerhaft so richtig laut höre ich aber eh nie. Ich überlege dann mal. Vielleicht kann ich die Magnat auch wieder umtauschen, was drauflegen und mir die Yamahas mit 6 Ohm dazustellen. Wären dann 3 Ohm Widerstand.
Gerhard76
Neuling
#7 erstellt: 17. Sep 2016, 20:55
Oder ich mach es noch anders und kaufe mir zu den 6 Ohm-Boxen noch 8 Ohm-Boxen und wäre dann bei der Rechnung bei 3,42 Ohm.

Das wäre doch vertretbar.

Trotzdem Schalterstellung LOW.


[Beitrag von Gerhard76 am 17. Sep 2016, 20:55 bearbeitet]
tinnitusede
Inventar
#8 erstellt: 17. Sep 2016, 21:46
also, ca. 3,5 Ω sollte keine Probleme mehr machen, da kann man ohne weiteres auch laut hören.
Auch haben die Verstärker eine gut funktionierende Schutzschaltung, die das Gerät bei Überhitzung abschaltet.
cr
Moderator
#9 erstellt: 17. Sep 2016, 21:46
Mit 2x6 Ohm solltest du keine Probleme haben.
Für eine bessere Beurteilung müßte man die Impedanzkurve kennen, so dürfen zB 4-Ohm Boxen stellenweise bis 3,2 Ohm runtergehen, tun aber nicht alle. Ähnlich wird es bei 6 Ohm sein, dass manche bis unter 5 gehen, andere nicht.
Stellung LOW ist korrekt.


Vielleicht kann ich die Magnat auch wieder umtauschen

Das ist eine gute Idee, denn diese scheinen ganz üble Kisten zu sein, weil man um diesen Preis nichts Sinnvolles in dieser Größe bauen kann.


[Beitrag von cr am 17. Sep 2016, 21:48 bearbeitet]
Passat
Moderator
#10 erstellt: 18. Sep 2016, 08:05

Gerhard76 (Beitrag #7) schrieb:
Oder ich mach es noch anders und kaufe mir zu den 6 Ohm-Boxen noch 8 Ohm-Boxen und wäre dann bei der Rechnung bei 3,42 Ohm.


Da musst du aber ganz genau hinschauen, denn 90% aller Lautsprecher, auf denen 8 Ohm steht, sind in Wahrheit 4 Ohm Lautsprecher.
So z.B. alle von B&W und KEF.

Also in den technischen Daten nach der Minimalimpedanz schauen.
Die darf um maximal 20% unterschritten werden.
D.h., ein 4 Ohm-Lautsprecher darf minimal 3,2 Ohm haben, ein 6 Ohm-Lautsprecher minimal 4,8 Ohm und ein 8 Ohm-Lautsprecher minimal 6,4 Ohm.
Liegen die Werte tiefer, stimmt die angegebene Nennimpedanz nicht.
So z.B. bei den erwähnten B&W und KEF.
Beide Hersteller geben 8 Ohm an, aber auch eine Minimalimpedanz, die bei nahezu allen Lautsprechern zwischen 3 und 4 Ohm liegt.
Das entlarvt die 8 Ohm als Falschangabe.

Echte 8 Ohm-Lautsprecher sind sehr selten.

Zu den Magnat:
Die haben mit HiFi nichts zu tun und das behauptet Magnat auch gar nicht.
Das sind Partylautsprecher. Da kommts nur auf Krach an.

Grüße
Roman


[Beitrag von Passat am 18. Sep 2016, 08:47 bearbeitet]
Stereo33
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 18. Sep 2016, 08:13
Mal davon ab, es hat Nachteile 2 Boxenpaare (vor allem wenn es Verschiedene sind) so zu betreiben. Man macht sich den Klang kaputt und mit einer guten Aufstellung wird es auch nichts mehr.
Gerhard76
Neuling
#12 erstellt: 18. Sep 2016, 17:08
Ja mal schauen, die 8 Ohm Lautsprecher sind von JBL ... war damals zumindest ne gute Marke. Die Magnat kommen wieder weg.

Ich habe auf jeden Fall viel gelernt. Die Formeln muss ich mir noch aufschreiben.
Schönen Sonntag-Abend noch.

Ach ja, HiFi hin oder her, ich hatte mir damals Boxen selber gebaut mit "sehr Preiswerten" Technocontron Bauteilen für 350 DM. Mein damals allerbester Kumpel hatte Viasaton Monitor Boxen für 10500 DM. Ich glaub ich war genauso zufrieden wie er.
Passat
Moderator
#13 erstellt: 18. Sep 2016, 18:20
Noch etwas zum "Impedanz"-Schalter:
Lass ihn auf der High-Stellung, auch bei 4 OHm-Lautsprechern!

Dieser Schalter hat mit der Impedanz nichts zu tun.
Es ist nichts Anderes als ein Leistungsbegrenzer (er schaltet die Versorgungsspannung der Endstufen zwischen 2 Werten um).
Die Leistungsangaben von Yamaha gelten auch bei 4 Ohm in High-Stellung.
In Low-Stellung hat der A-S501 nur noch ca. 1/3 der von Yamaha angegebenen Leistung.
Also statt 2x 85 Watt nur noch 2x 28 Watt.


Grund für diesen Schalter sind Vorschriften bzgl. der max. erlaubten Gehäusetemperatur.
Bei 4 Ohm-Lautsprechern ist die Leistung höher als bei 8 Ohm-Lautsprechern.
Mehr Leistung = mehr Wärme.
Bei 4 Ohm, High und Dauervollgasbetrieb (Stundenlange Party o.Ä.) kann das Gehäuse wärmer werden als erlaubt.

Ergo baut man so einen Schalter ein, der die Leistung und damit auch die Wärme reduziert und schreibt da "Impedanzschalter" dran und ermahnt den Besitzer, den Schalter auch zu betätigen.

Als es diese Vorschriften noch nicht gab, hatte kein Verstärker so einen Umschalter.
Schau mal die Rückseite eines alten Yamaha AX-530 an:


Der hat die gleiche Leistung wie der A-S501 und dessen Gehäuse ist sogar etwas kleiner (1 cm weniger Höhe, 5,5 cm weniger Tiefe) als das des A-S501, aber so einen "Impedanzumschalter" wirst du da nicht finden.

Grüße
Roman
fishboxx
Ist häufiger hier
#14 erstellt: 27. Dez 2016, 17:55
Moin Freaks

Irgendwie werde ich nicht schlau. Auch die Anleitung gibt nicht viel her.
Ich habe lediglich nur zwei Lautsprecher, also nur Stereo.
Aber wie muss der Schalter jetzt stehen?
Nach meinen Boxen zu urteilen muss der Schalter am Yamaha auf LOW sein. Oder habe ich ein Denkfehler?IMG_1076IMG_1077
Passat
Moderator
#15 erstellt: 27. Dez 2016, 18:00
Egal, was in der Anleitung drin steht: Immer auf High lassen, auch bei 4 Ohm-Lautsprechern!

Das ist kein Impedanzumschalter, sondern ein Leistungsbegrenzer!
In Stellung Low hat der nur noch 1/3 der von Yamaha angegebenen Leistung.

Grüße
Roman
fishboxx
Ist häufiger hier
#16 erstellt: 27. Dez 2016, 18:13
Alles klar. Besten Dank!
Jeck-G
Inventar
#17 erstellt: 27. Dez 2016, 21:49
@Passat:
Wobei das nicht generell so ist, wie du das schreibst (beim Yamaha wird es aber stimmen). So verfügt meine große Lab.Gruppen über einen ähnlichen Umschalter (2 oder 4 Ohm).
Die Endstufe ist für 2 x 780 W an 2 Ohm ausgelegt, an 4 Ohm wären es (geschätzt, nicht dokumentiert) dann nur ca. 400 W und an 8 Ohm noch weniger (etwas über 200 W).

Durch die Umschaltung auf 4 Ohm hat man die 2 x 780 W nun an 4 Ohm zur Verfügung, an 8 Ohm sind es 2 x 410 W. Man kann auch mit der 4 Ohm-Stellung auch 2 Ohm-Boxen betreiben (wären 2 x 1440 W), aber dann besteht die Gefahr, dass bei längerer starker Belastung der Übertemperaturschutz greift).

Beim Brücken ebenso, die Leistung beträgt dann 1560 W an 8 Ohm (schalter auf 4 Ohm) und an 4 Ohm (Schalter auf 2 Ohm, jeder Kanal sieht (mehr oder weniger ) bekanntlicherweise die halbe Impedanz).

Also hier dient der Schalter nicht zum Schutz vor zu hohen Temperaturen, sondern dass man bei hochohmigeren Boxen mehr Leistung zur Verfügung hat.


[Beitrag von Jeck-G am 27. Dez 2016, 21:54 bearbeitet]
cr
Moderator
#18 erstellt: 01. Jan 2017, 16:39
Wie wird das genau gemacht?
Werden am Trafo Wicklungen mit höherer Spannung angezapft?
Wäre zumindest relativ kostspielig, solche Trafos zu verwenden.
Spannungsverdoppelung geht ja noch einfach, mal die Wicklungen parallel, mal in Reihe, aber man wird es wohl etwas feiner brauchen.


[Beitrag von cr am 01. Jan 2017, 16:41 bearbeitet]
Jeck-G
Inventar
#19 erstellt: 01. Jan 2017, 16:54
Meinst Du jetzt beim Yamaha oder bei der Lab.Gruppen?
Die Lab.Gruppen hat ein Schaltnetzteil.
Passat
Moderator
#20 erstellt: 01. Jan 2017, 18:41
Die Yamahas haben 2 Wicklungen mit unterschiedlicher Spannung.
Ist auch bei den AVRs so, siehe Ausschnitt aus dem Schaltbild:
Impedanzumschaltung

Grüße
Roman
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