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Kondensatoren

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Autor
Beitrag
Makai
Stammgast
#1 erstellt: 21. Apr 2003, 03:23
HI,
Wie gute Kondensatoren werden denn heutzutage in Geräten verbaut? Trocknen die noch immer aus? Hab auch gehört,dass die langsamer austrocknen, und dass insbesondere Digitalgeräte besser klingen sollen,wenn man das Gerät immer am Netz lässt.Ich hab da zwar noch keine Unterschiede gehört,oder vieleicht noch nicht so genau hingehört.

mfg
westmende
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 21. Apr 2003, 10:49
Elkos können austrocknen; die findet man meist
im Netzteil, wobei das Austrocknen mit einem
Kapazitätsverlust einhergeht, der im Extremfall
bei Verstärkern mit schwächlich dimensionierter
Siebkapazität zu höherem Brummen bei Belastung führen kann.

An vielen anderen Stellen in Hifi-Geräten findet man
Folienkondensatoren, die normalerweise über viele
Jahre und Jahrzehnte hinweg physikalisch
unverändert bleiben - da ist Austauschen kaum
notwendig.

Klangunterschiede von Kondensatoren soll es ja
geben, sie verschwinden nur immer, sobald man
sie im Blindhörtest nachweisen will.
Na gut, es wäre auch ein Wunder, wenn der
Kondensator das einzige Bauteil wäre, dem nicht
irgendwelche Leute unmeßbare und/oder
unter der Wahrnehmungsgrenze liegende Klangeigenschaften
nachsagen - Widerstände und Lötbahnen klingen ja auch
(angeblich).

Daß ein MKP-Kondensator grundsätzlich besser klingt als ein MKT-Kondensator oder daß ein Glimmer-Kondensator einen anderen durch Parallelschaltung hörbar "schneller" macht, glaubt hoffentlich sowieso kaum jemand, der dem Physikunterricht der Jahrgangsstufe 10 noch intellektuell folgen konnte.
jakob
Hat sich gelöscht
#3 erstellt: 21. Apr 2003, 12:49
Hi Makai,

in diesem Thread gab es schon einige Beiträge, die sich auch mit dem Einfluss von Kondensatoren beschäftigen:

http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=18&thread=37&hl=kondensatoren+blindtest&z=&PHPSESSID#

Gruss
Makai
Stammgast
#4 erstellt: 21. Apr 2003, 21:20
Danke,habs gelesen,aber mir geht es nicht um den Klang,von den Elkos,sondern ums Netzteil.
Was heisst,wenn ich die Geräte immer am Netz lasse,passiert ja soweit nichts.Nur wenn die Elkos ausgetrocknet sind,stecke aus,sie entladen sich,stecke ein,dann ist das Netzteil futsch.
Bei Blaupunkt und Panasonic-Videos is das öfters der Fall.
Meine Anlage hängt immer am Strom,aber wollte sie eigentlich ganz ausschalten,wenn ich nich da bin.
Es sind nur die zwei Sony-MDs auf Stand by alles andere hat sowiso einen richtigen Schalter.
Und ich hatte gehört,dass die Elkos nicht so schnell austrocknen,wenn die Geräte immer am Netz hängen.Oder das die Temperatur-Differenzen zwischen aus/an/aus den Elkos zu schaffen machen.

mfg
jakob
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 24. Apr 2003, 08:42
Hi Makai,

sorry, hatte ich nicht sorgfältig genug gelesen.

Vielleicht kann Dir hier UweM auch weiterhelfen, der aus seiner Siemenszeit da über einschlägige Kenntnisse verfügt.

Aus meiner Sicht ist die Frage schwer zu beurteilen, da die Lebensdauer von Elkos von sehr vielen Faktoren beeinflusst wird.
Da es auch bei Elkos im Laufe der Zeit Fortschritte gegeben hat, spielt sicherlich auch das Alter der Geräte eine Rolle.
Bei moderneren Kondensatoren wird i.a.R. (bei Einhaltung der Randbedingungen) die Lagerfähigkeit mit bis zu 10/15 Jahren angegeben.
Im Betrieb altern Elkos umso schneller, je dichter sie an ihren Grenzen betrieben werden. Je größer der Sicherheitsabstand desto größer der Faktor mit dem die Lebensdauer, verglichen mit dem Betrieb bei Grenzbedingungen, multipliziert werden kann.

Wenn z.B. ein Elko mit einer Lebensdauer von 5000 Stunden bei 105 Grad Celsius und dem maximalen Ripplestrom spezifiziert ist, dann kann er durchaus 100000 Stunden halten, wenn er nur bei 30 Grad und geringem Ripplestrom betrieben wird.

Ich würde sagen, es spricht nichts gegen das Ausschalten, aber, wenn Du es genau wissen willst, hilft nur der Blick in die Datenblätter der verwendeten Elkos und Prüfen der Betriebsbedingungen (vor allem Temperatur, und überlagerter Strom)

Gruss
UweM
Moderator
#6 erstellt: 24. Apr 2003, 09:14
Hi Makai,

Jakobs Ausführungen ist praktisch nichts mehr hinzuzufügen.
In einem HiFi-Gerät herrschen für Elkos geradezu paradiesische Betriebsbedingungen: niedrige Temperaturen, geringe Eigenerwärmung durch niedrige Strombelastung usw.

Kritischer ist die Belastung in Schaltnetzteilen, die im Audiobereich aber kaum zu finden sind. Da werden bei billigen Sat-Receivern die Elkos schon mal nur so ausgewählt, dass sie ihre Spezifikationen gerade 10000h einhalten, also rund ein Jahr nonstop.
In der Praxis halten die Geräte dann doch länger, weil sie ja eben nicht rund um die Uhr laufen. Aber hier ist ein gealterter Elko tatsächlich eine der häufigeren Reparaturursachen.

Das Ein- und auschalten kann Bauelemente ebenso stressen wie der Dauerbetrieb. Es gilt, einen Kompromiss zu finden. Natürlich bringt es nichts, die Geräte abzuschalten, wenn man mal ne halbe Stunde aus dem Raum geht. Ich schalte meine Anlage über Nacht ab, tagsüber (meist natürlich nur nach Feierabend) läuft sie durch.

Grüße,

Uwe
Makai
Stammgast
#7 erstellt: 24. Apr 2003, 11:39
Danke Jakob und UweM.Das hilft weiter.
Dann kann ich die getrost abstellen.Denn man benutzt ja nicht jeden Tag ein Gerät.

mfg
Interpol
Hat sich gelöscht
#8 erstellt: 24. Apr 2003, 12:25


Na gut, es wäre auch ein Wunder, wenn der
Kondensator das einzige Bauteil wäre, dem nicht
irgendwelche Leute unmeßbare und/oder
unter der Wahrnehmungsgrenze liegende Klangeigenschaften
nachsagen - Widerstände und Lötbahnen klingen ja auch
(angeblich).


mir hat ein hifi haendler mal erzaehlt, man sollte ein geraet nach dem transportieren erstmal 24 stunden in ruhe lagern, bevor man es einschaltet. die kondensatoren muessten sich erst neu formatieren. vorher wuerde das geraet nicht so gut klingen

ich habe interessiert erstaunt getan. wie soll man dem mann noch helfen.

mfg
cr
Moderator
#9 erstellt: 24. Apr 2003, 12:28
Der hat die Kondensatoren wohl mit dem Kühlschrank verwechselt (im Kühlschrank kondensierts auch manchmal)
UweM
Moderator
#10 erstellt: 24. Apr 2003, 13:24
>>mir hat ein hifi haendler mal erzaehlt, man sollte ein geraet nach dem transportieren erstmal 24 stunden in ruhe lagern, bevor man es einschaltet. die kondensatoren muessten sich erst neu formatieren. vorher wuerde das geraet nicht so gut klingen

ich habe interessiert erstaunt getan. wie soll man dem mann noch helfen.<<

Klassischer Fall von Halbbildung. Klar müssen Kondensatoren neu formiert werden, wenn sie längere Zeit nicht in Gebrauch waren. Aber das geschieht unter Spannung, d.h. im Betrieb!

Gut gemeint ist eben manchmal genau das Gegenteil von gut.

Grüße,

Uwe
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