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Umfrage
Wer hat seine Anlage gegen Überspannung/Blitz geschützt?
1. Ja, Stromversorgung (28.1 %, 25 Stimmen)
2. Ja, Stromversorgung und Antenne (12.4 %, 11 Stimmen)
3. Ja, Stromversorgung - Antenne nicht erforderlich/nicht Vorhanden/Zimmer (14.6 %, 13 Stimmen)
4. Ja, Antenne (0 %, 0 Stimmen)
5. Kein Schutz gegen Überspannungen und Blitzschlag (44.9 %, 40 Stimmen)
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Wer hat seine Anlage gegen Überspannung/Blitz geschützt?

+A -A
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Beitrag
ta
Inventar
#1 erstellt: 15. Dez 2004, 19:17
Andi78549*
Inventar
#2 erstellt: 15. Dez 2004, 20:05
Beim Einschalten zieht meine Endstufe zu viel Strom sodass öfters die Sicherung im Blitzschutz durchbrennt.

Deshalb habe ich keinen Überspannungschutz.
tommyHH
Inventar
#3 erstellt: 15. Dez 2004, 20:07
noch nicht, will ich aber *schwör*, sobald ich eine hochwertige weiße Leiste finde ...
donperignon1993
Stammgast
#4 erstellt: 15. Dez 2004, 20:17

tommyHH schrieb:
noch nicht, will ich aber *schwör*, sobald ich eine hochwertige weiße Leiste finde ... :.



Ich habe schon eine vernünftige
und zwar genau diese hier!
sordit
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 15. Dez 2004, 20:39
Naja.. sobald der Blitz ziemlich direkt ins Hauseigene Stromnetz einschlägt bringt auch ne Steckdose mit Überspannungsschutz nichts (steht meist sogar drauf, das die Garantie nicht bei Blitzeinschlägen gilt).
"Die Spannungsspitzen können bis zu einer bestimmten Stärke gefiltert werden. Bei großen Spannungsspitzen, wie beispielsweise einem (fast) direkten Blitzschlag, ist der Schutz nicht gewährleistet" (Trust Power Protector 510)
Dafür braucht man schon soweit ich informiert bin schon eine relativ grosse Funkenstrecke zum Ableiten der Überspannung. Vom daher zieh ich auch trotz Überspannungsschutz lieber den Stecker raus, wenn es draussen gewittert oder ich mehrere Tage ausser Haus bin.

Hatt jmd. ne Ahnung was genau ein EMI/RFI-Filter ist? Die meisten Steckleisten mit Überspannungsschutz haben sowas nämlich eingebaut. Und das einzige Verständliche, was ich bis jetzt gefunden hab ist, dass der Filter wohl vor Hochfrequenten Störungen schützt. Sicherlich auch ein Thema für Klangverbesserung / Voodoo..
Erinnert mich daran, dass wir bei sensiblen elektronischen Messungen (Gehirnströme) mehrere recht dicke Kondensatoren an die Steckdosen angeschlossen haben um Störungen durch Leuchtstoffröhren abzufangen.
fjmi
Inventar
#6 erstellt: 15. Dez 2004, 21:08
im sicherungskasten + pseudoschutz durch steckerleiste + welche im gerät (wohl die selben wie in der leiste).
ratte
Stammgast
#7 erstellt: 15. Dez 2004, 21:21
Ich hab für "keinen" gestimmt, dabei habe ich den einzig vernünftigen: Eine Versicherung! Keine Steckdosenleiste dieser Welt kann einen Blitzschlag filtern. Ich habe schon solche Häuser gesehen: Da platzte der Putz über den Leitungen ab.

gruss
ratte
tiger007
Stammgast
#8 erstellt: 15. Dez 2004, 21:34
hi!
ich hab auch keinen schutz dazwischen,sondern bei uns werden auch sämtliche geräte bei nahenden gewittern ausgesteckt,da vertrau ich nicht auf so schutzleisten.
antennenkabel wird am tv bei gewitter auch abgesteckt,denn auch über diesen weg kann sich blitzspannung entladen.
fjmi
Inventar
#9 erstellt: 15. Dez 2004, 21:41
hab ganz vergessen, die antennenkabel beim fernseher stecke ich auch immer aus.
ta
Inventar
#10 erstellt: 15. Dez 2004, 23:13


1. Ja, Stromversorgung
2. Ja, Stromversorgung und Antenne
3. Ja, Stromversorgung - Antenne nicht erforderlich/nicht Vorhanden/Zimmer
4. Ja, Antenne



Bemerkung: beim durchlesen ist mir aufgefallen:

Ja, Stromversorgung = Ja, Stromversorgung - Antenne ist ungeschützt!


Ist sonst vielleicht etwas mißverständlich...
hbitsch
Stammgast
#11 erstellt: 15. Dez 2004, 23:17
Ich habe passend zur Anlage meine Elektronik und Hausratversicherung angepasst (wobei man sagen muss, dass sich gerade die Hausrat das richtig teuer bezahlen laesst) und wer weiss, vielleicht fange ich in ein paar Jahren, wenn ich der Sache ueberdruessig bin, an, auf dem Dach Drachen steigen zu lassen
funny001
Stammgast
#12 erstellt: 16. Dez 2004, 05:38
hallo,

alle meine Geräte sind durch Überspannungsschutz bzw Blitschutz Steckleisten geschützt , auch der Computer ,sonst könnte ich bei Überspannung ja nicht mehr mein geliebtes Forum Lesen , für Antenne brauche ich so etwas nicht ,(den ich habe überhaupt kein Auto ,äh falscher Film ) den ich habe keine Geräte die daran anschliessen könnte ,
Das mit dem Schutz habe ich auch erst ernst genommen als ich durch eine Überspannung meinen Verstärker und CD Player verlor (1500 Euro) ,ja Schaden macht Klug ,

tschüss

funny001


[Beitrag von funny001 am 16. Dez 2004, 05:58 bearbeitet]
el-master
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 16. Dez 2004, 09:02
Als Teilnehmer eines Blitzschutzseminars bei der Firma Phönix erlaube ich mir mal ein paar Bemerungen loszulassen.


Eine korrekt aufgebaute Blitzschutzmasnahme besteht aus
Grob- Mittel- und Feinschutz.

Der Grobschutz sollte am Hausanschlusskasten, sprich direkt am Anfang der elektrischen Anlage befinden.
Der Mittelschutz ist dann im jeweiligen Sicherungsverteiler untergebracht.
Der Feinschutz ist dann das was in den Steckdosen bzw. Netzfilter oder Netzleisten montiert ist.
Da gibt es wiederum auch deutliche Unterschiede.
Die Spannungsabhängigen Widerstände wie sie gerne in den High-End Steckdosenleisten bzw. Filtern eingebaut sind, sind noch lange kein Feinschutz (eher vielleicht Feinstschutz).

Die Energieen die bei einem direkten Blitzeinschlag sind aber so immens dass es sich bei den ganzen Blitzschutzmasnahmen nur um Vorkehrungen habdelt um nach Möglichkeit den Schaden zu begrenzen.
Selbst eine korrekt aufgebaute Blitzschutzanlage mit Grob-Mittel- und Feinschutz kann die Energien die auftreten können nicht alle unschädlich machen.

Ich selbst habe mir die Schäden eines direkten Blitzeiinschlags bei einem Bekannten anschauen können. Dem ist ein Blitz in die Kfz-Werkstatt gefahren.
Die Schäden besaßen absolut kein logisches Muster. Ein PC in direkter Nähe zum Einschlagsort funktionierte noch, der Bremsenprüfstand in 50m Entfernung war dagegen Schrott.

Als kleiner Tip sei noch die Seite www.blids.de empfohlen.
Das ist ein Blitzinformationsdienst den die Firma Siemens eingerichtet hat. Ich hatte auch schon das Vergnügen mir das aus der Nähe anzuschauen.
Die Info´s sind zwar kostenpflichtig, werden aber nach Aussage eines Siemens-Mitarbeiters von den Versicherung als Nachweis von Blitzeinschlägen anerkannt.

Im Prinzip gibt es nur zwei Möglichkeiten:

Entweder das komplette Schutzprogramm oder Stecker raus.

Gruß
Wolfgang_K.
Inventar
#14 erstellt: 16. Dez 2004, 10:58
Ich habe mir zwischen Hifi-Anlage, Video,- und Fernsehgerät einfach einen Personenschutzstecker (10 Amp) dazwischen geschaltet. Bei Überspannung löst das Teil in milli-Sekunden aus und schaltet alles ab.
ugoria
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 16. Dez 2004, 11:12
Hi,

folgende Überlegung zum Thema.
Wir hatten im letzten Jahr einen sehr heftigen Blitzeinschlag im Nachbarhaus und bei uns hat es den Fernseher zerrissen. Einzig der Computer, der an einer USV hing blieb verschont. Wobei auch die DSL-Leitung (Modem) über die USV eingeschleift wurde. Drucker hingen ebenfalls an der USV und wie gesagt, es ist nichts passiert.

Wäre doch denkbar, dass man für den Receiver, Verstärker, den CD-Player und den Kopfhörerverstärker eine USV dazwischenschaltet. Netter Nebeneffekt, bei Stromausfall würde dann nur der Verstärker recht schnell aufhöhren und man hat genug Zeit (sofern anwesend) alle Geräte ordentlich auszuschalten.
Weitere Vorteile für Gläubige: "sauberer Sinus", Blockung von Spannungsspitzen etc.

Was meint Ihr?

Liebe Grüße
Andi


[Beitrag von ugoria am 16. Dez 2004, 11:13 bearbeitet]
Oliver67
Inventar
#16 erstellt: 16. Dez 2004, 11:22
USV bringt Ärger (keine Sinusspannung sondern übelste Sägezahnspannung, etc.). Ein vernünftiger zweistufiger Überspannungsschutz hätte das Unglück aufgehalten:

An der Haus-/Panzersicherung ein Dehnschalter fürs Grobe
Im Sicherungskasten Dehnschalter für den Rest

+ eine Hausratversicherung, die Überspannungsschäden drin hat (haben fast alle neuen Verträge)

Oliver
el-master
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 16. Dez 2004, 11:24

Wolfgang_K. schrieb:
Ich habe mir zwischen Hifi-Anlage, Video,- und Fernsehgerät einfach einen Personenschutzstecker (10 Amp) dazwischen geschaltet. Bei Überspannung löst das Teil in milli-Sekunden aus und schaltet alles ab.


Kleines Gedankenspiel!

Die Kontakte des Personenschutzsteckers werden wenn das Gerät ausgelöst hat einen Abstand von vielleicht 5-10mm haben.
Warum sollte es für eine Energieentladung die groß genug ist um die Distanz von Wolke zu Boden (oder umgekehrt) zu überwinden nicht möglich sein diese 5-10mm auch zu überwinden.

Zweites Problem: Jedes Gerät bzw. jeder Schalter besitzt eine Stromgrenze bis zu der es in der Lage ist den Kontakt zu öffnen. Wenn ich´s jetzt aus dem Stehgreif gerade richtig weiss sollten dass bei einem Sicherungsautomaten 6kA sein. Alles was darüber ist kann er nicht mehr trennen, sprich die Kontakte lösen sich wahrscheinlich in Rauch auf, der Strom springt aber mit Hilfe eines Lichtbogens über diesen nicht mehr vorhandenen Kontakt.
Die Angaben für den max. Schaltstrom sollten aber auf dem Gerät stehen, zumindest in dem Blatt mit den technischen Daten.
Und im Fall eines Blitzeinschlags sind 6 kA (6000Ampere) so gut wie nichts. Deshalb ist ein solcher Personenschutzstecker auch keine Garantie für die Sicherheit der Anlage.

Bei der USV kommt es auf den Aufbau an. Bis zu einem gewissen Mass wird sich der Schaden reduzieren bzw. vermeiden lassen. Wenn die Energie gross genug ist wird aber auch die USV nichts mehr ausrichten können.

Gruß
ugoria
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 16. Dez 2004, 11:30
Hi,

die Geschichte mit der Sägezahnspannung will mir nicht ganz einleuchten.
Wenn mein Schaltnetzteil vom Rechner damit keine Schwierigkeiten hat, warum sollte dann ein Trafo Schwierigkeiten haben?
Wenn ich mal bedenke, was in den guten alten Fernsehern ein Signalmüll an den diversen Übertragern anliegt, dürfte das wohl kein Problem sein.
Seis drum, ich werde mal das gute alte Scope rauszerren und meine Belkin USV mal auf den (Säge-)Zahn fühlen.

Liebe Grüße
Andi
Oliver67
Inventar
#19 erstellt: 16. Dez 2004, 11:35

Weitere Vorteile für Gläubige: "sauberer Sinus


Ich sagte nicht das Sägezahnspannung unverdaulich ist, ich bezog mich nur auf das oben von Dir geschriebene.

Ein ordentlicher Überspannungsschutz schützt die Installation im ganzen Haus, nicht nur einzelne Geräte: Heizung, Kühlschrank, TV, Radiowecker, ...

Oliver
ugoria
Hat sich gelöscht
#20 erstellt: 16. Dez 2004, 11:37
Nochmals Sägezahn: Dieser kommt ja eigentlich nur zum tragen, wenn die USV anspringt. Während des "normalen" Betriebs ist der Sinus vollkommen in Ordnung. Denn da geht es ja auch nicht übers Akku.
Meine USV hat sogar explizit in der Beschreibung stehen, dass sie vor Blitzschlag schützt (hat sie ja auch bereits einmal bewiesen) und mit 160 Euros pro USV bei 750 VA habe ich auch noch eine Versicherung im Preis.
Hab zwar eine Hausrat, die damals den Fernseher anstandslos bezahlte, aber doppelt hält besser

Was spricht noch gegen USVs?

Viele grüße
Andi
jaywalker
Stammgast
#21 erstellt: 16. Dez 2004, 12:04
Das ist hier jetzt etwas Offtopic, aber:
Weiß von Euch vielleicht jemand, wo man eine guenstige und zuverlässige Hausratversicherung (natürlich mit Überspannungsschutz) abschließen kann??

Zum Thema:
Daß die kleinen Überspannungs-Schutzteile für die Steckdose gegen Blitzeinschläge helfen, glaube ich nicht. Nützlich sind sie trotzdem, vor allem am PC, denn sie verhindern sehr effektiv z.B. plötzlich ausfallende Festplattenelektronik, wenn der Nachbar (Großbauer) seine Melkanlage einschaltet...
Sowas ist mir früher mehrfach passiert, bis ich meinem Pc so ein kleines Kästchen gegönnt habe. Als das half, hat's die Anlage dann auch bekommen - da war zwar nie was kaputt, aber Schaden kann's ja nicht.

Viele Grüße
Heiner
uherby
Inventar
#22 erstellt: 16. Dez 2004, 12:30
Also, wer seine Gerätschaften (egal welcher Art)sicher vor Überspannungen und vor allem Blitzschutz schützen möchte, muß einige tausend Euro investieren.

Mein Pa hat sein Haus entsprechend vor vier Wochen von einem Blitzschutzspezialisten der Feuerwehr absichern lassen.

1. es werden rund um's Haus zum Teil bis zu 3 Meter tief
Stangen in den Boden gebohrt

2. vorher wird mit einem speziellen Meßgerät gemessen, ob
die vorgesehene Bohrstelle überhaupt geeignet ist, die
Spannung optimal abzuleiten (Zusammensetzung der Erde)

3. die Bohrabstände müssen mindestens 2 - 3 Meter vom Haus
entfernt sein, damit - falls der Blitz einschlägt,sich
dieser optimal im Erdreich ausbreiten kann

4. Blitzableiter aufs Dach

5. spezielle Sicherungen im Sicherungskasten

6. spezielle Steckdosen

7. dann kommt erst die Steckerschutzleiste

Alles andere ist Schwachsinn - so der Spezialist und gehört in's Reich der Abzocke.

Bei o.g. Methode ist das Haus wie ein faradayscher Käfig abgesichert inkl. der darin befindlichen Elektronik. Und das kostet nun mal etwas mehr.


[Beitrag von uherby am 16. Dez 2004, 12:36 bearbeitet]
Sero
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 16. Dez 2004, 13:29
Bei mir verhält es sich so wie bei jaywalker.
Wenn ein Gewitter heranzieht zieh ich lieber die Stecker.Habe auch Schutzleisten aber die sollen auch eher vor den benachbarten Großbauern,an irgendwelchen Kästen frickelnden RWE Mitarbeitern und anderen Stromspitzen schützen .

Verwante von mir wohnen in einem ausserhalb liegenen Stadtteil von Essen und bei denen ist das Stromnetz regelmäßig überlastet,es kommt zu Ausfällen etc.Es wird auch im allg. darüber berichtet das (angeblich) überdurchschnittlich häufig Elektro Geräte den Geist aufgeben.Ich kann mir gut vorstellen das häufige Stromspitzen etc nicht gerade förderlich sind,oder?


MfG
Sebastian
el-master
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 16. Dez 2004, 13:34
Hallo Uherby

Die Massnahme ist in eurem Fall sicher korrekt. Es ist aber keine Pauschalanleitung wie man den Blitzschutz aufbauem sollte.

Es kommt auch darauf an welche Netzform die Energieversorgung hat.

Zum zweiten ist das schon wieder ein Punkt der auch in Kreisen der Blitzschutzspezialisten noch keine eindeutige Antwort hervorgebracht hat.
Es gibt die Meinung dass das Haus jetzt zwar perfekt geschützt ist.
Die andere Fraktion wird aber behaupten, und damit hat sie nicht Unrecht, dass der Blitzableiter den Blitz erst "anzieht".
Das heisst dass wenn zwei identische Häuser nebeneinander stehen von dem nur eines einen Blitzableiter hat und der Blitz zu beiden Häusern die selbe Strecke zurücklegen muss er dann mit Sicherheit den Weg des geringsten Widerstand, in dem Fall der Blitzableiter, nimmt.
fjmi
Inventar
#25 erstellt: 16. Dez 2004, 13:37
sero, stimmt, das hatten wir auch...natürlich hat keiner dafür bezahlt außer die versicherung

auch wenn ein blitz ziemlich weite entfernungen zurücklegt heist das nicht, dass ein paar cm/mm (??) das nicht aufhalten könnten, muss halt ein viel bessere isolator als luft sein.
wynton
Stammgast
#26 erstellt: 16. Dez 2004, 17:47
HI
stimme El-Master zu, dass nur eine Kombination aus Grob- Mittel- und Feinschutze ein komplettes Blitzschutzkonzept darstellt.
Allerdings sollte man beachten, das der überwiegende Teil der Schäden nicht durch direkte sondern durch indirekte Blitzeinwirkungen zustande kommt. D.h. Überspannungen im Netz. So kann also auch ein Feinschutz in der Steckdose durchaus schon schädliche Spannungsspitzen "löschen".
Grob und Mittelschutz gibt es mittlerweile als sogenanntes Kombischutzgerät und muß in die Hausverteilung.
Den Feinschutz gewährleistet dann die Steckdosenleiste oder die STeckdose mit integrierten Ableiter.
Man sollte auch mal seine Versicherungspolice anschauen.
Einige Policen schützen nur vor direkten Blitzeinschlag. Überspannungen sind ausgenommen oder aber müssen extra in die Police eingebunden werden.
Gruß
wyn
Oliver67
Inventar
#27 erstellt: 16. Dez 2004, 18:02
Viele alte Hausratversicherungen haben noch keinen Überspannungsschaden inklusive. Die neu abgeschlossenen Verträge haben ihn (Ohne Aufpreis).

Also Makler anrufen und gegebenenfalls den alten Vertrag in einen neuen überschreiben lassen - kostet nichts. Ich habe das z.B. bei mir gemacht (HUK)

Wer im alten Vertrag noch die Fahrräder kostenlos gegen Diebstahl drin hat, ist diesen Schutz im neuen Vertrag allerdings los.

Oliver
RainerG
Schaut ab und zu mal vorbei
#28 erstellt: 17. Dez 2004, 13:34
Ich stimme den Ausführungen von "elmaster" voll zu. Es macht nämlich keinen Sinn, einfach nur eine Steckerleiste mit Überspannungsschutz zu verwenden.
Man sollte übrigens noch einen wichtigen Sachverhalt bedenken: Bei einem Blitz fließen Ströme im Blitzkanal von mehreren 1000 Ampere - können bis zu 10000 A betragen. Wie nach der Maxwellschen Theorie bekannt, entsteht um jeden stromdurchflossenen Leiter ein Magnetfeld. Bei einem Strom in der Größenordnung von 100 kA werden in allen in der Nähe befindlichen elektrischen Leiter auch dementsprechend hohe Spannungen induziert und ein Elektronisches Gerät kann - selbst dann wenn es gar nicht am Netz angeschlossen ist - durch dies extremen Induktionsspannungen zerstört werden!
Zur Erinnerung: Induktionsgesetz: dphi/dt! Also, je kürzer der Blitzimpuls ist, desto größer ist die induzierte Spannung.

MfG
RainerG
lumi1
Hat sich gelöscht
#29 erstellt: 17. Dez 2004, 21:13
N´abend!


Bei o.g. Methode ist das Haus wie ein faradayscher Käfig abgesichert inkl. der darin befindlichen Elektronik.


Keine Frage, daß ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die beste Art, die Hütte zu schützen.

Ebenfalls mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist die Tatsache, daß dennoch ein Blitz einschlagen kann.

1. ...ist das Haus dadurch nun noch kein richtiger faradayscher Käfig.
Dazu müßte es quasi vollkommen vom Erdreich isoliert sein.
Das dürfte mehr als schwer werden, im wahrsten Sinn des Wortes.

2. ... kann tatsächlich das hier greifen:

Wie nach der Maxwellschen Theorie bekannt, entsteht um jeden stromdurchflossenen Leiter ein Magnetfeld. Bei einem Strom in der Größenordnung von 100 kA werden in allen in der Nähe befindlichen elektrischen Leiter auch dementsprechend hohe Spannungen induziert und ein Elektronisches Gerät kann - selbst dann wenn es gar nicht am Netz angeschlossen ist - durch dies extremen Induktionsspannungen zerstört werden!
Zur Erinnerung: Induktionsgesetz: dphi/dt! Also, je kürzer der Blitzimpuls ist, desto größer ist die induzierte Spannung.


Dazu genügt es, wenn der Blitz "am Haus" einschlägt.
Zugegeben, dazu braucht´s sehr viel Pech.

Auch das stimmt:

Die andere Fraktion wird aber behaupten, und damit hat sie nicht Unrecht, dass der Blitzableiter den Blitz erst "anzieht".
Das heisst dass wenn zwei identische Häuser nebeneinander stehen von dem nur eines einen Blitzableiter hat und der Blitz zu beiden Häusern die selbe Strecke zurücklegen muss er dann mit Sicherheit den Weg des geringsten Widerstand, in dem Fall der Blitzableiter, nimmt.


Erst recht schlimm, wenn der "Blitzableiter" gar kein richtiger ist, wie er sein sollte.
Habe schon Dachböden erlebt, da war er mit besserem Draht an die Wasserrohre geklemmt.



Das ist besser, wie russisches Roulette.

Auch jenes hier ist wahr:

Die Kontakte des Personenschutzsteckers werden wenn das Gerät ausgelöst hat einen Abstand von vielleicht 5-10mm haben.
Warum sollte es für eine Energieentladung die groß genug ist um die Distanz von Wolke zu Boden (oder umgekehrt) zu überwinden nicht möglich sein diese 5-10mm auch zu überwinden.


Ich mache bei mir einfach die Sicherungen raus.
Entweder nur von der Anlage / Kino, oder alle.
Wenn ich länger weg bin, die Hauptsicherungen.
Im Haus wo ich wohne, habe ich gar keinen Blitzableiter.

Warum?
In meiner Reihenhausreihe haben beide mir angrenzenden Nachbarhäuser noch die guten alten Antennen auf´m Dach.
Locker ein Meter hoch.
Die guten Nachbarn......


Dennoch bewege ich mich, wie jeder, auf sehr dünnem Eis.
Denn absolute Sicherheit gegen diese Urgewalt gibt es definitiv nicht in einem Haus.

Big_Daddy
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 23. Dez 2004, 13:42
Da ich sehr an meiner Anlage hänge, habe ich mich für die Maximalabsicherung entschieden.

Grobsicherung des Hausanschlusses, Feinabsicherungen aller relevanten Steckdosen/Antennenbuchsen/Telefon-/DSL-Dosen.

Daneben habe ich meine Hausratsversicherung so angepasst, dass alle Geräte zum Neuwert versichert (ca. 35.000,00 EUR)sind bei Überspannung, da der Elektriker einen Schaden trotz Absichrung bei direktem Einschlag nicht ausschließen konnte.

Nur kein Risiko!

Gruß

Big Daddy
achim81
Stammgast
#31 erstellt: 23. Dez 2004, 19:26
Das mit dem Faradayschen Käfig ist ja ganz toll, aber wenn in der Nähe des Hauses der Blitz in eine Stromleitung reinsaust, kriegt man trotzdem Überspannung ab. Und meiner Meinung nach sind die Überspannungs-Schütze begrenzt funktionell. Wenn die Sicherung anspricht, ist es meistens schon zu spät. Abgesehen davon können, ganz nach Spannung, die Blitze auch überspringen. Aber ich will hier mal nicht den Teufel an die Wand malen...
Großinquisitor
Hat sich gelöscht
#32 erstellt: 25. Dez 2004, 15:43
Ich stimme el-master auch zu.

Ein richtiger Blitzschutz baut sich in mehreren Stufen auf, und selbst dann ist es kein 100%tiger Schutz, da einfach enorme Energien frei werden können die selbst dann nicht mehr abzuleiten sind.


Auch das mit der fehlenden Logik bei den Blitzschäden kann ich bestätigen aus der Arbeit.


Wir haten schon des öfteren Blitzschäden, trotz mehrstufigen Blitzschutzeinrichtungen, welche sich ein Privathaushalt teilweise nicht mal leisten könnte, aber auch da kommt es vor das mal eine Spannungsspitze durchkommt und irgendwas hopps geht.

Und was dann kaputt geht, ist total durcheinander von der Verteilung her. Wir hatten schon Schäden in Prozesssteuersystemen, wo der eine Karteneinschub hin war, der nebendrann gin aber, zwei weiter war wieder einer hin, obwohl die Überspannung in die gesamte Anlage fuhr. Oder es kam vom Stromnetz her ein Überspannungsstoß, aber im Schaltschrank blieb alles heil, dafür brannten über 100m weit entfernte Meßumformer durch, die nur durch die Meßsignalleitung mit der Schaltanlage verbunden waren. Die Elektronik im Schaltschrank war bzw. ist aber im Prinzip genauso empfindlich auf Überspannung.


Ich hab zwar auch einen Überspannungsschutz vor der Anlage, ich weiß aber auch das im Falle eines Blitzschlages dieser höchstwahrscheinlich zwar hübsch rauchen wird, aber nicht das geringste helfen.

Wenn man keine vorgeschalteten Grob und Mittelschutzstufen hat, dann kann man sichs im Prinzip sparen.
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