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Hilfe! Ich habe mein B&W gekillt!

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Ungaro
Inventar
#1 erstellt: 29. Dez 2004, 23:00
Hallo sehr geehrte Forumer!

Heute habe ich einen alten, gebrauchten Rotel RB-870BX Endstufe geschenkt bekommen. Ich hab' mich echt gefreut, gleich an meinen Cyrus Vorstufe angeschlossen, Boxen dran und dann.... aus dem linken LS kam ein lautes PIIIEPS und dann KNACKS!
Rotel auseinander genommen, zwei Sicherungen sind ausgebrannt.
Meinen LS habe ich dann an meinen anderen VV angeschlossen und dann hätte ich heulen können! Er gibt nur noch Geräusche von sich. Ich glaube, dass mein Tieftöner hin ist. Habe ihn ausgebaut und glaube, dass die Spule gestunken hat.

Fragen:
1. Was könnte da passiert sein?
2. Wie viel kostet so 'ne Tieftöner so ungefähr?
3. Kann es sein, dass "nur" die Frequenzweiche hin ist?
4. Was soll ich jetzt machen? Ich glaube:

Für eure Antworten bedankt sich im voraus:
Ungaro
Blatzi
Neuling
#2 erstellt: 30. Dez 2004, 09:25
Hallo,

ich kenn die B & W Boxen nicht und kann nicht sagen ob es da evt. eine Absicherung gibt.

Technisch tritt bei solchen Fehlern oft folgendes auf:
Ausgangstransistor der Endstufen sind durchlegiert (haben einen kurzschluss). Dieser Kurschluss verursacht, daß der Lautsprecherausgang auf + oder - der Versorgungsspannung des Verstärkers liegt. Dies führt zu einer extremen Auslenkung des Lautsprechers, was, wenn man nicht sehr schnell abschaltet, zu einer Zerstörung führen kann. Im allgemeinen sind dadurch nur die Bass-Lautsprecher betroffen, da sie direkt bzw. über Drosseln an dem Verstärkerausgang hängen. (bekommen also die Gleichspannung ab. Hochtöner liegen im allgemeinen über Kondensatoren am Verstärkerausgang. Bekommen also keine Gleichspannung ab.
Da kannst mal den Bass lautsprecher durchmessen. Sollte zwischen 3 und 10 Ohm haben. (Könnte allerdings trotz guten Wert einen Windungsschluss haben. Kannst mal den Bass-Lautprcher direckt an den Verstärkerausgang klemmen. Die Frequenzweiche als umgehen. Der kann halt dann die Höhen nicht richtig wiedergeben.
Nach Deiner Schilderung muß ich leider sagen, dass es schlecht aussieht.
Ungaro
Inventar
#3 erstellt: 30. Dez 2004, 09:36
Hallo Blatzi!

Vielen dank für dein schnelles Antwort!
Du hast absolut recht. Vor eine Stunde habe ich den Tieftöner ausgebaut und direkt an den Verstärkerausgang angeschlossen und es hat sich bestätigt, dass er leider hinüber ist. Frequenzweiche und Hochtöner scheinen noch in Ordnung zu sein.
Ich frage mich jetzt was ich mit den Verstärker wohl machen sollte. Auf jeden Fall werde ich erstmal die Sicherungen austauschen und werde ihn nochmal ausprobieren, aber diesmal hänge ich zwei billige LS dran.
Was meinst du? Soll ich es wieder versuchen oder ist der Verstärker total unbrauchbar?

MFG
Ungaro
Ungaro
Inventar
#4 erstellt: 30. Dez 2004, 11:10
Hallo wieder!

Ich habe den Händler angerufen und da wurde mir mitgeteilt, dass so 'ne Tieftöner ungefähr zwischen 125 und 160 Euros kostet.
In dem Verstärker habe ich die Sicherungen ausgetauscht. Ohne irgendwelche LS dranzuhängen habe ich dann eingeschaltet und die Sicherungen sind auf der linken Seite gleich wieder rausgeflogen. Auf der rechten Seite sind die Sicherungen noch heil, also habe ich auf der Seite einen billigen LS angeschlossen, aber er gibt keinen Ton von sich.

MFG
Ungaro
Wiesonik
Inventar
#5 erstellt: 30. Dez 2004, 11:12
Hallo Ungaro,

willst Du ein 2. Boxenpaar himmeln ?

Der Verstärker gehört zur Überprüfung in eine Fachwerkstatt.

Wie es aussieht hat er an den LS-Ausgängen Gleichspannung (...was für die Boxen "tödlich" ist).
Ungaro
Inventar
#6 erstellt: 30. Dez 2004, 11:16
Hallo Wiesonik!


Wiesonik schrieb:
Wie es aussieht hat er an den LS-Ausgängen Gleichspannung (...was für die Boxen "tödlich" ist).


Woran kann das liegen?
Kann man dagegen selbst was unternehmen oder muss er unbedingt ins Werkstatt?

MFG
Ungaro


[Beitrag von Ungaro am 30. Dez 2004, 11:17 bearbeitet]
Stereogigant
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 30. Dez 2004, 11:23
Du könntest dir andere Boxen einbauen z.B von Conrad da bekommst du schon Tieftöner um 30 €

Bsp:
TONSIL GTC 20/60 40HM ++
Artikel-Nr.: 328251 - 13
Modell GTC 20/60
Sinus-/Musikbel. 80/120 W
Übertragungsbereich 22 - 5000 Hz
Resonanz 42 Hz
Impedanz 4 OHM;
Qts 0,35
Vas 41 l
Korb-Ø 207 mm
Einbau-Ø 178 mm
Einbautiefe 97 mm
Gewicht 1800 g
Preis nur 28,99 EUR
(WWW.CONRAD.AT)
Falls die nicht passt gibts auch in alle anderen grössen!!

STEREOGIGANT


[Beitrag von Stereogigant am 30. Dez 2004, 11:24 bearbeitet]
Ungaro
Inventar
#8 erstellt: 30. Dez 2004, 11:28
Hallo Stereogigant!

Danke für deine Hilfe, aber ich stehe zu meine B&W und da will ich keine "Fremdkörper" einbauen, trotzdem danke!

MFG
Ungaro
Wiesonik
Inventar
#9 erstellt: 30. Dez 2004, 11:34
Hallo Ungaro,

ist ohne fundierte Grundkenntnisse ein Thema für die Werkstatt.
Ungaro
Inventar
#10 erstellt: 30. Dez 2004, 11:37
Hallo Wiesonik!

Ich fürchte du hast recht!
Vielen dank!
Ich rufe ihn gleich mal an.
Trotzdem (ohne was selbst unternehmen zu wollen!) frage ich mich wie so etwas passieren kann!?!

MFG
Ungaro
TakeTwo22
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 30. Dez 2004, 12:44
Hallo Ungaro, ich habe Deinen "Super-Gau" erst jetzt gelesen...also zuerst einmal meine herzliches Beileid!!!

Ich denke mal, daß die Erklärung mit den kurzgeschlossenen Ausgangstransistoren der Endstufe schon eine hohe Trefferwahrscheinlichkeit hat, denn dadurch wird die Versorgungsspannung an die TT's geleitet!

Wie dem auch sei, alles "im trüben Wasser fischen" bringt jetzt doch eh nix, also bring die Endstufe zur Fachwerkstatt und laß Dir einen fachgerechten Kostenvoranschlag machen, wonach Du dann kritisch überlegen solltest, ob Du die Reparatur kostenmässig als rentabel siehst, denn sonst kannst Du fast schon ein zweites (funktionstüchtiges) Gerät als Ersatzteillager erstehen!

Denn ich habe die 870BX mal für ein halbes Jahr mit der Vorstufe RC850 in Betrieb gehabt und bin der Meinung, daß dieser Verstärker zwar wirklich gut klingt aber die "reihenweise Überhäufung" mit hervorragenden Testurteilen in vielen Fachblättern doch etwas übers Ziel hinausschießt! Das Klangbild war mir etwas zu unpräzise im räumlichen Aufbau und ich empfand den Stimmbereich immer als etwas zu hell und nasal! Auch fehlte mir der Druck im Bass und Tiefbass, wo ich einfach die knackige Spielweise vermisst habe! Bei höheren Pegeln hatte ich den Eindruck, daß Stromversorgung/Laststabilität nicht für eine präzise Wiedergabe oder Impulstreue ausreichten! Das Bild änderte sich auch nicht wesentlich im Zusammenspiel mit einer Luxman C-03.

Das nur mal als meine ganz vsubjektive Erfahrung mit der Rotel 870BX...auch wenn danach hier nicht gefragt war

Grüsse vom Bottroper

P.S. Der VK für einen TT für die 602.3S liegt übrigens lt. B&W http://www.bwspeaker...ode=DE&cname=Germany bei 120EUR inkl. MWSt.
Ungaro
Inventar
#12 erstellt: 30. Dez 2004, 12:59
Hallo TakeTwo Steffen!


TakeTwo22 schrieb:
Hallo Ungaro, ich habe Deinen "Super-Gau" erst jetzt gelesen...also zuerst einmal meine herzliches Beileid!!!


Danke, echt nett von dir! Bin jetzt wirklich traurig.


Das nur mal als meine ganz vsubjektive Erfahrung mit der Rotel 870BX...auch wenn danach hier nicht gefragt war


Vielen dank für deinen Erfahrungsbericht. Ist echt nützlich für mich, da ich noch keinen Ton von ihm gehört habe.


wonach Du dann kritisch überlegen solltest, ob Du die Reparatur kostenmässig als rentabel siehst,


Optisch gesehen gefällt mir diese Endstufe sehr.
Ich wäre echt froh, wenn das Jemand wieder hinkriegen könnte. Nächste Woche gehe ich zu eine Fachwerkschaft und werde mich nach Kosten erkundigen. Ich habe ihn schon bereits angerufen, aber er muss sich das Gerät natürlich mal ansehen.
Was meinst du wie viel sollte man in dieses Gerät höchstens investieren?
Ich will auch noch eventuell einen LS-Schutzschaltung einbauen lassen.

MFG
Ungaro


[Beitrag von Ungaro am 30. Dez 2004, 13:11 bearbeitet]
TakeTwo22
Hat sich gelöscht
#13 erstellt: 30. Dez 2004, 13:13
Hallo Ungaro...das ist natürlich eine schwierige Frage, denn das hängt natürlich auch davon ab, was einem dieses Gerät rein persönlich wert ist! Es gibt sicher Rotel-Fans oder andere User, denen diese Endstufe klanglich sehr gut gefällt...die würden sicher einen deutlich höheren Preis bezahlen als ich es täte! (somit binn ich vielleicht ein schlechter Ratgeber )

Ich sehe da auch noch das Problem mit der Fachwerkstatt: Sinnvoll wäre es natürlich, wenn die nach dem Service-Manual vorgehen würde, wobei ich aber nicht beurteilen kann, ob sie darüber verfügen! Der Unsicherheitsfaktor ist und bleibt immer gleich: Auch Werkstätten haben schon defekte Geräte "kaputtgebastelt", falsche Fehler behoben oder eine unsinnige und kostentreibende Fehlersuche betrieben...natürlich gibt es auch andere Fälle! Ich sehe aber auch die Gefahr, daß an dem Teil durchaus noch andere, weiterführende Defekte auftreten oder diagnostiziert werden könnten...

Ich persönlich würde nicht mehr als 150 - 180EUR, denn mehr sollte die Reparatur nicht kosten und mehr wäre es mir die Sache auch nicht wert, denn funktionierende und gut erhaltene 870er kannst Du mit Geduld und Glück auch schon für 250 - 300EUR kaufen! Und nicht vergessen: Der Schaden an Deiner B&W muss ja auch noch bezahlt werden!

Grüsse vom Bottroper


[Beitrag von TakeTwo22 am 30. Dez 2004, 13:14 bearbeitet]
Ungaro
Inventar
#14 erstellt: 30. Dez 2004, 13:23
Hallo mal wieder!

Vielen dank erstmal für deine nette Unterstützung!


Ich sehe da auch noch das Problem mit der Fachwerkstatt: Sinnvoll wäre es natürlich, wenn die nach dem Service-Manual vorgehen würde, wobei ich aber nicht beurteilen kann, ob sie darüber verfügen


Da mache ich mir eigentlich keine Sorgen, da ich mich nicht an den "offiziellen" Rotel-Werkstatt gewandt habe, sondern eine kleine, in Ungarn sehr berühmte Firma. Die heissen Alisca Orange und machen sehr professionelle Tunings und Modifizierungen. Na ja, mal sehen!


Und nicht vergessen: Der Schaden an Deiner B&W muss ja auch noch bezahlt werden!


Hast natürlich recht! Der arme LS sieht jetzt wirklich blöd aus, da ich bereits den Tieftöner ausgebaut habe.
Na ja, so lange ich kein neues TT habe kann mein Hamster darin wohnen.

MFG
Ungaro
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