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Umfrage
Die Musik und die Qualität der Aufnahme
1. Die Aufnahe ist das Wichtigste! (2.9 %, 3 Stimmen)
2. Die Musik ist das Wichtigste! (28.4 %, 29 Stimmen)
3. Es muss in einer gesunden Relation zueinander stehen. (67.6 %, 69 Stimmen)
4. Sonstiges (1 %, 1 Stimmen)
(Die Umfrage ist beendet)

Die Musik und die Qualität der Aufnahme

+A -A
Autor
Beitrag
Titan-Phonologue
Hat sich gelöscht
#1 erstellt: 11. Okt 2006, 21:52
Guten Abend

Mich interessiert doch einmal die Meinung der Stereo-Liebhaber.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Worauf achten Sie besonders beim Kauf von Medien für Ihre Stereo-Anlage.


Ich bin ganz klar für Punkt 3, wobei ich jede Audiophile-Aufnahme den anderen Vorziehe, wenn mir die darauf enthaltene Musik zusagt.

Gruß TP

P.S. Bitte liebe Mods, verschiebt diesen Thread nicht, denn in anderen Bereichen des Forums wird die Umfrage nicht so Aussagekräftig, wie hier.


[Beitrag von Titan-Phonologue am 11. Okt 2006, 21:55 bearbeitet]
Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 12. Okt 2006, 04:39
Hi!

Als Klassikhörer kommt man um manche maßgebliche Interpretation nicht drumherum, die in hundserbärmlichem mono aufgezeichnet wurde (Furtwängler, Toscanini, Kleiber, Klemperer...).

Natürlich ist es schöner, wenn die Medien bei toller Musik ebenso klingen. Wenn man einen Künstler aber wirklich liebt, ist der Klang nebensächlich - auch obwohl es im Klassik-Bereich zumeist Alternativeinspielungen gibt.

Grüße

Frank
Wolfgang_K.
Inventar
#3 erstellt: 12. Okt 2006, 06:32
Hüb, da muß ich Dir vollkommen recht geben. Wenn ich eine bestimmte Art von Musik liebe (oder einen Künstler) dann ist die Qualität der Scheibe nur von untergeordneter Bedeutung.
Ich habe zuhause grottenschlechte Bootlegs von Bob Dylan. Uralt und selten und von der Qualität so von be......, aber trotzdem liebe ich diese Kracher. Da reisst es klangtechnisch sogar eine relativ gute Anlage nicht mehr raus.

Oder andersrum ausgedrückt: Was nützen mir die schönsten und brilliantesten Aufnahmen aus der Mailänder Scala wenn mir der innere Bezug dazu fehlt..Oder mit Wagner kann ich absolut nichts anfangen, da kann es high-endmäßig noch so gut klingen.
mamü
Inventar
#4 erstellt: 12. Okt 2006, 06:52
Hallo,

OK wenn ich die Musik nicht gut finde kann die Klanqualität noch so gut sein, die bleibt im Laden.

Andersherum aber habe ich einige CDs wieder vertickert, weil ich sie einfach wegen der schlechten Aufnahme nicht ertragen konnte. Ein gesundes Mittelmaß muss da sein. Mit schlecht meine ich aber auch nicht ausschließlich Mono. Ein paar Jazzaufnahmen habe ich auch in Mono, deren Aufnahme ich aber nicht grundsätzlich als schlecht bezeichnen würde, vielmehr meine ich mit unerträglichen Aufnahmen - schrill oder dumpf oder ein Rauschen in Meereslautstärke.

Gruß, Marc
Hörbert
Moderator
#5 erstellt: 12. Okt 2006, 07:12
Hallo!

Wie schon Hüb' gepostet hat ist es bei Klassischer Musik (zumal bei Historischen Aufnahmen) nicht gut möglich Klangqualität und Interpretationsqualität immer oder auch nur häufig unter einen Hut zu bringen. Ebenso ist es bei Jazzaufnahmen bestellt, (ich denke da z.B. nur an Aufnahmen mit Albert Ayler) Dazu kommt noch das zumindestens ich sehr oft bei durchaus hochwertigen Aufnahmen die gebotene Interpretation und oder die gebotene Musikauswahl als eher Langweilig und nictssagend finde da es gerade auf dem Jazzsektor und dem Klassiksektor eher Mainstreamstücke mit Mittelmäßigen Orchestern, Interpreten und Dirigenten Angeboten werden. Sicher, es gibt einige rühmliche Ausnahmen, aber bis heute ist mir eine High-Endige Aufnahme von Werken Schönbergs, Bergs oder Webern noch nicht untergekommen. Aufnahmen die mich Interpretatorisch und Musikalisch ansprechen sind eher von guter bis mäßiger Durschnittsqualität.

MFg Günther
bela
Inventar
#6 erstellt: 12. Okt 2006, 11:48
Hi

Was für dir Klassik zutrifft, gilt ebenso für alte Jazz- oder Bluesaufnahmen.
Bei den ersten Hot Five/Seven-Aufnahmen mit Louis Armstrong, um ein Beispiel zu nennen, spielt die Klangqualität auch nur eine untergeordnete Rolle.
Der historische Wert und die Musikalität der Musik läßt einen den Rauschteppich vergessen.
Natürlich kann man solche Aufnahmen heutzutage auch entrauschen etc.
Was man damit aber Anrichten kann beweist der CD-Doppeldecker "The Complete Recordings Of Robert Johnson".
Die Aufnahmen sind dermaßen "zu Tode" entrauscht worden, daß ein eingeartiger völlig steriler Klangeindruck entsteht, der mit Blues, wie man ihn zu hören erwartet, nichts mehr zu tun hat.
Mittlerweile ist das aber gottseidank korrigiert worden.
Mr.DB
Inventar
#7 erstellt: 12. Okt 2006, 12:10
Moin,
habe ebenfalls dafür gestimmt das die Musik/Interpretation
vor der Aufnahmequalität kommt.
Als Musikliebhaber nimmt man schlechte Aufnahmen in Kauf,
man weiss ja aus welcher Zeit die Sachen sind.

Ärgern kann ich eigentlich nur darüber wenn Cd`s in einer
lieblosen Aufmachung verkauft werden.

Gruss
Thomas
bothfelder
Inventar
#8 erstellt: 12. Okt 2006, 12:12
Hi!

Die Zeit aus der eine Aufnahme stammt, sagt nichts über die Aufnahmequalität aus.

Andre
MH
Inventar
#9 erstellt: 12. Okt 2006, 12:18
die Musik ist das wichtigste
wenn die Aufnahmequalität stimmt - umso besser

aber dieses ganze "audiophile Gejammer" wird auch durch die beste Klangqualität nicht erträglicher

Gruß
MH
bela
Inventar
#10 erstellt: 12. Okt 2006, 12:29
Hi

Genau.
Das läßt mich immer an den alten Witz vom "High-Ender" denken, der zwar eine € 100.000 Anlage besitzt, aber nur 3 CDs, weil die ja alle nicht "klingen".
Zwei davon sind Meßplatten zum "Tunen und Testen" der Anlage und eine ist irgendwas von, sagen wir mal dem Chesky-Label, z.B. Sara K. alleine in einer Kirche mit akustischer Gitarre (hab' vergessen wie die genau heißt).
Da würde ich lieber ganz aufs Musikhören verzichten.


[Beitrag von bela am 12. Okt 2006, 12:32 bearbeitet]
hal-9.000
Inventar
#11 erstellt: 12. Okt 2006, 12:52

MH schrieb:
die Musik ist das wichtigste
wenn die Aufnahmequalität stimmt - umso besser

So siehts aus - zumindest bei mir ...
Amin65
Inventar
#12 erstellt: 12. Okt 2006, 17:00
Hallo Marc,



mamü schrieb:
OK wenn ich die Musik nicht gut finde kann die Klanqualität noch so gut sein, die bleibt im Laden.


Mir sind in der Vergangenheit schon sehr gute Aufnahmen vorgespielt worden, die mich anfangs musikalisch gar nicht interessiert haben. Allerdings nach längerem Hinhören wandelte sich auf einmal meine Meinung und mir haben diese Stücke und Stilrichtungen dann doch gefallen. Ich meine deshalb, wenn es richtig gut klingt, öffnet man sich manchmal für neue Musik- und Stilrichtungen, die man sonst nie beachtet hat.


mamü schrieb:
Andersherum aber habe ich einige CDs wieder vertickert, weil ich sie einfach wegen der schlechten Aufnahme nicht ertragen konnte.


Ging mir auch so. Meist habe ich danach erst recht von diesen Labeln und Musikern grundsätzlich Abstand genommen.


Grüße, Amin
HiFi_Addicted
Inventar
#13 erstellt: 12. Okt 2006, 21:18
Mir ist einen gute Klangqualität bei den Aufnahmen schon wichtig nur spielt da mein Musikgeschmackt Punk, Emo und Screamo nicht wirklich mit. Die Vinyls aus dem Musikbereich klingen eigentlich immer ziemlich gut im vergleich zu den CDs. Vermutlich liegt drann dass die nicht in den Hard Limiter gemastert werden.

MfG Christoph
plönlein
Stammgast
#14 erstellt: 13. Okt 2006, 05:49
Moin.

Natürlich gibt es maßgebliche Interpretationen aus der Frühzeit der Tonkonservierung um die man nicht herum kommt. Das kann grässlich klingen. Grundsätzlich denke ich aber, dass man als Klassikhörer doch um einiges besser bedient wird als der handelsübliche Pop-Konsument. Die entsprechenden Pop-Aufnahmen sind doch häufig - egal, wie jung sie sind - von unterirdischer Klangauqlität, ohne Dynamik, ohne Raum.

Dann schon lieber den knarzenden, rauschenden, polternden Casals als Mono-Aufnahme mit den Bach'schen Cello-Suiten.

Gruß, p.
zwaps
Stammgast
#15 erstellt: 13. Okt 2006, 10:57

bela schrieb:
Hi

Genau.
Das läßt mich immer an den alten Witz vom "High-Ender" denken, der zwar eine € 100.000 Anlage besitzt, aber nur 3 CDs, weil die ja alle nicht "klingen".
Zwei davon sind Meßplatten zum "Tunen und Testen" der Anlage und eine ist irgendwas von, sagen wir mal dem Chesky-Label, z.B. Sara K. alleine in einer Kirche mit akustischer Gitarre (hab' vergessen wie die genau heißt).
Da würde ich lieber ganz aufs Musikhören verzichten.



Wobei bei der CD in der tollen Kirche natürlich nur close-mic Verfahren benutzt werden, weil es nämlich sonst auf diesen audiophilen Wurfglocken nur verhallt klingt. Da hätte man auch sonstwo aufnehmen können.

Ich wage mal zu bezweifeln, dass die meisten eine wirklich gute Aufnahme und die Gründe dafür wirklich differenzieren können.
Und so sollte es auch bleiben. Viele gute Aufnahmen, besonders die "audiophilen", sind im Prinzip nur die Realisierung bestimmter, überholter Dogmen.
Interessant z.B. in der aktuellen Stereoplay gibts ein Lied wo lang und breit über den Einsatz ein großen Big-Band und ihre Mikrophonierung diskutiert wird, sodass man natürlich das Orchester in eine gewisse Entfernung vom Hörer setzen will aus allen möglich audiophilen Gründen. Da legt man dann die CD ein und das erste was man hört ist ein Schlagzeug das über die gesamte Stereobreite gepannt ist (20 Meter?), als wäre der Tonmeister gerade frisch ins erste Semester gestartet. Die Rechtfertigung davon will ich gar nicht wissen.


Überhaupt ist die Klangqualität subjektiv.
Ein PA Großveranstalter wird euch nur traurig angucken, wenn der Bass, die Bassdrum und die Snare nicht alle aus der exakten Mitte kommen. Beim Audiophilen ist das auf gar keinen Fall erwünscht. Gut, dafür gibts, oder gab, es den Radio Mix.

Einige Techniken wie Entzerrung und Dynamikkompression sind dabei ziemlich verschrien, aber wenn ihr mal wirklich Musik hören würdet die man ganz ohne gemixt hat, dann würdet ihr auch keinen Spaß daran haben.

Irgendwo zum Beispiel meinte einer was von Hard Limitern. Das wird nicht nur unbedingt zum mastern benutzt, sondern auch beim mixen. Je nach dem was man wie aufnimmt, hat man sonst eine viel zu große Dynamik in den Spitzen. Wenn man die nicht stutzt, kann man die Aufnahme mitunter nicht mehr gescheit leveln. Je teuer der Preamp, desdo weniger schlimmer ist es, aber trotzdem.


Musik ist das wichtigste.
Haltepunkt
Inventar
#16 erstellt: 13. Okt 2006, 11:48

zwaps schrieb:

Viele gute Aufnahmen, besonders die "audiophilen", sind im Prinzip nur die Realisierung bestimmter, überholter Dogmen.
Interessant z.B. in der aktuellen Stereoplay gibts ein Lied wo lang und breit über den Einsatz ein großen Big-Band und ihre Mikrophonierung diskutiert wird, sodass man natürlich das Orchester in eine gewisse Entfernung vom Hörer setzen will aus allen möglich audiophilen Gründen. Da legt man dann die CD ein und das erste was man hört ist ein Schlagzeug das über die gesamte Stereobreite gepannt ist (20 Meter?), als wäre der Tonmeister gerade frisch ins erste Semester gestartet. Die Rechtfertigung davon will ich gar nicht wissen.


Möglicherweise hängst Du selbst noch alten Dogmen an
Über die von Dir kritisierte Aufnahme gibt es einen Thread, dort kannst Du Dich mit dem Tonmenschen, der die überbreite Schießbude ausgeheckt hat, direkt kabeln.

http://www.hifi-foru...read=77&postID=57#57

Grüße
Martin
zwaps
Stammgast
#17 erstellt: 13. Okt 2006, 19:48

Haltepunkt schrieb:

zwaps schrieb:

Viele gute Aufnahmen, besonders die "audiophilen", sind im Prinzip nur die Realisierung bestimmter, überholter Dogmen.
Interessant z.B. in der aktuellen Stereoplay gibts ein Lied wo lang und breit über den Einsatz ein großen Big-Band und ihre Mikrophonierung diskutiert wird, sodass man natürlich das Orchester in eine gewisse Entfernung vom Hörer setzen will aus allen möglich audiophilen Gründen. Da legt man dann die CD ein und das erste was man hört ist ein Schlagzeug das über die gesamte Stereobreite gepannt ist (20 Meter?), als wäre der Tonmeister gerade frisch ins erste Semester gestartet. Die Rechtfertigung davon will ich gar nicht wissen.


Möglicherweise hängst Du selbst noch alten Dogmen an
Über die von Dir kritisierte Aufnahme gibt es einen Thread, dort kannst Du Dich mit dem Tonmenschen, der die überbreite Schießbude ausgeheckt hat, direkt kabeln.

http://www.hifi-foru...read=77&postID=57#57

Grüße
Martin


Sehr interessant. Hab gleich mal einige Fragen gepostet.
hal-9.000
Inventar
#18 erstellt: 13. Okt 2006, 20:22

Amin65 schrieb:
Mir sind in der Vergangenheit schon sehr gute Aufnahmen vorgespielt worden, die mich anfangs musikalisch gar nicht interessiert haben. Allerdings nach längerem Hinhören wandelte sich auf einmal meine Meinung und mir haben diese Stücke und Stilrichtungen dann doch gefallen. Ich meine deshalb, wenn es richtig gut klingt, öffnet man sich manchmal für neue Musik- und Stilrichtungen, die man sonst nie beachtet hat.

Stimmt, ging mir so z.B. mit Pink Floyd - aber wenn mir die Musik wirklich nicht gefällt, kann die Qualität sein, wie sie will. Volksmusik z.B. da finde ich alles zum , die können sich mit der Aufnahmequalität auf den Kopf stellen
Anbeck
Inventar
#19 erstellt: 15. Okt 2006, 17:41
Hallo bothfelder

Die Zeit aus der eine Aufnahme stammt, sagt nichts über die Aufnahmequalität aus.

Nein?
Frage an alle:
Ich bin z.b. auf der suche nach älteren Cds von Rod Stewart, Guns N´Roses, Scorpions und alles was in den 70er so in war, am besten noch von jeder eine best of.
Ist es nicht so das auf der Aufnahmequalität früher noch nicht so großen Wert gelegt worden ist wie heute. Was eigentlich auch die Aufstellung der Micros bedeutet, Qualität der Mixer usw.
Oft ist es bei mir so das ich alte CDs nach den ersten Titeln okay finde wenn man sich etwas dran gewöhnt hat einen unterschied zu neueren aber sofort raus höre.

Dann, gibt es wirklich Remastered Versionen die wirklich Verbesserungen haben und ist es nicht so das von dem Original nichts verbessert werden kann da ja eigentlich nichts hinzugefügt werden kann sondern nur verändert wird?

Mein Onkel arbeitet in einem Aufnahmestudio mit dem ich aber leider keinen Kontakt habe, könnte er mir Cds neu abmischen und verbessern oder läuft es darauf hinaus das eigentlich nur der Pegel verändert werden. Kann mir jemand dazu was sagen oder sollte ich da Heinrich im anderen Thread mal fragen?
bothfelder
Inventar
#20 erstellt: 15. Okt 2006, 17:54
Hi!

Frag ihn mal.
Aufnahmetechnik hat immer auch was mit persönlichem Geschmack zu tun.

Oft sind ältere Aufnahmen ziemlich lieblos auf CD gezogen wurden... daher sicher Dein Eindruck.

Es gab immer schon Leute, die auf Qualität geachtet haben, heute wie gestern, damals, früher, sonstwann, ...
Morgen wird das auch so sein.

Andre
hal-9.000
Inventar
#21 erstellt: 15. Okt 2006, 17:56
Ich denke, es kommt zusätzlich drauf an, was die Quelle für die Remastered-Versionen sind (z.B. die Originalaufnahmen)...
lumi1
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 16. Okt 2006, 08:16
Tach´auch!

Obwohl ich natürlich gute bis sehr gute Aufnahmen über alles liebe, so stimme ich trotzdem für Punkt eindeutig für die Musik selbst.

Sie ist und sollte das wichtigste bleiben.
Nach Geschmack kann ich den Klang ja "verbiegen".

Aber gerade bei vielen älteren Aufnahmen der 60er u. 70er empfinde ich den Klang nicht als schlecht im eigentlichen Sinn.

Vielmehr ist es für mich ein künstlerisches Zeitzeugnis,
wo die Unzulänglichkeiten einfach dazu gehören.

Ich empfinde es sogar oft als Graus, "remasterde" Aufnahmen zu hören.
Da geht manchmal das ganze Flair, die Emotionen des Werks flöten.

Es geht so oft als höchstes Ziel in unserem Hobby um authentische Musikwiedergabe, wobei ich immer wieder sage, diese ist aus der Konserve gar nicht möglich.

Deshalb kann ich auch mit den Eagles, Beatles, Jagger&Co im originalen Zustand, am besten von Platte besser leben,
als mit mancher modernen Aufnahme guter Musik, welche totkomprimiert für den Ghettoblaster wurde.

MfG.
Amin65
Inventar
#23 erstellt: 17. Okt 2006, 16:22

Anbeck schrieb:
Hallo bothfelder

Die Zeit aus der eine Aufnahme stammt, sagt nichts über die Aufnahmequalität aus.

Nein?
Frage an alle:
Ich bin z.b. auf der suche nach älteren Cds von Rod Stewart, Guns N´Roses, Scorpions und alles was in den 70er so in war, am besten noch von jeder eine best of.


Für Pop und Rock ist das Wort "Aufnahmequalität" eh nur zweitrangig, egal aus welcher Zeit.


Grüße, Amin
Anbeck
Inventar
#24 erstellt: 17. Okt 2006, 16:50
Hallo Amin

Für Pop und Rock ist das Wort "Aufnahmequalität" eh nur zweitrangig, egal aus welcher Zeit.

Findest du?
dann mach mal einen Vergleich zwischen eine alte Rod Stewart und z.b. Tracy Chapman oder Flipsyde.
Richtig ist das der unterschied sofort hörbar ist und nach dem 2-3 Titel von Rod Stewart hat sich das Gehör etwas drauf eingestellt und klingt dann auch besser. Guter Vergleich ist auch "Phudys-25 Jahre die totale Aktion" (Live) so schlecht ist die nach den ersten Titeln nicht mehr und fängt an richtig Spass zu machen.
Aber ich glaube du willst eher auf die Musikrichtung hinaus aber das ist Geschmacksache.
Kannst ja mal das Ergebniss durchlesen was eine Raumoptimierung auch bei Pop und Rock bewirkt.
und zwar in diesem Thread den ich gerade bearbeite.
Anlagenaufstellung, Optimierung, Sofortmaßnahmen für neue Wohnung in Allgemein
Amin65
Inventar
#25 erstellt: 17. Okt 2006, 17:30

Anbeck schrieb:
Hallo Amin

Für Pop und Rock ist das Wort "Aufnahmequalität" eh nur zweitrangig, egal aus welcher Zeit.

Findest du?


Ja.


Anbeck schrieb:
dann mach mal einen Vergleich zwischen eine alte Rod Stewart und z.b. Tracy Chapman oder Flipsyde.
Richtig ist das der unterschied sofort hörbar ist und nach dem 2-3 Titel von Rod Stewart hat sich das Gehör etwas drauf eingestellt und klingt dann auch besser. Guter Vergleich ist auch "Phudys-25 Jahre die totale Aktion" (Live) so schlecht ist die nach den ersten Titeln nicht mehr und fängt an richtig Spass zu machen.


Da alle aufgezählten nicht zu meiner Stilrichtung gehören, kann ich diese Beispiele weder bestätigen noch dementieren. Sicherlich mag es selbst in der Pop und Rockmusik auch mal "erträgliche" Sachen geben, die Regel ist das aber nicht.


Anbeck schrieb:
Aber ich glaube du willst eher auf die Musikrichtung hinaus aber das ist Geschmacksache.


Würde es Dich überraschen, wenn ich Dir erzähle, dass allein schon die Stilrichtung "Jazz" bereits einen grundsätzlich besseren Klang aufweist als die Rock und Popbranche? Übrigens kann man Tracy Chapman gerade noch als Randerscheinung des Jazz bezeichnen.

Und würde es Dich überraschen, dass in der Klassik noch eine deutlich bessere Aufnahmequalität vorherrscht als im Jazz? Die Rock und Popmusik liegt da im Vergleich schon weit abgeschlagen auf den hinteren Rängen.




Anbeck schrieb:
Kannst ja mal das Ergebniss durchlesen was eine Raumoptimierung auch bei Pop und Rock bewirkt.


Ach? Was glaubst Du, was Raumtuning erst bei besserer Software bringt?


Grüße, Amin
Anbeck
Inventar
#26 erstellt: 17. Okt 2006, 17:37
Hallo Amin
ich lasse mich darauf weiter nicht ein, du hast recht!

Ich bin aber mit dem was ich habe vollkommen zufrieden, das kannst du mir echt glauben.

Viel Spass noch mit deiner Anlage.
mutzelputz
Hat sich gelöscht
#27 erstellt: 17. Okt 2006, 19:49
Für mich ist beides wichtig,
Gute Aufnahmen machen den Zugang zu Neuem leichter.
Schlechte Aufnahmen machen auch bei guter Musik keinen Spass.
umher
Inventar
#28 erstellt: 18. Okt 2006, 01:01
Hallo Amin, Deine Aussage kann hier im Thread wohl keiner ernst nehmen!


Amin schrieb: "Für Pop und Rock ist das Wort "Aufnahmequalität" eh nur zweitrangig, egal aus welcher Zeit."


Ist es wirklich Dein voller Ernst? Also ich glaubs nicht und Du, Amin, ja wohl auch nicht.

gruss umher
cr
Moderator
#29 erstellt: 18. Okt 2006, 01:27

"Für Pop und Rock ist das Wort "Aufnahmequalität" eh nur zweitrangig, egal aus welcher Zeit."


Aus diesem Satz spricht wieder mal typisch die Arroganz gewisser Klassikhörer (die ich auch mal hatte, aber zum Glück überwunden habe).
Ich kann nämlich nicht bestätigen, dass unter Pop nur Schund produziert wird. Man sollte vielmehr gewissen Weitblick haben und sich mit der Materie befassen, ehe man vorschnell Pauschalurteile abgibt.
Hüb'
Inventar
#30 erstellt: 18. Okt 2006, 06:03

cr schrieb:
Aus diesem Satz spricht wieder mal typisch die Arroganz gewisser Klassikhörer (...).

Bitte nicht alle über einen Kamm scheren!

Ich gebe Amin ja nur ungern Recht (:D), denke aber, dass seine Aussage stimmt, wenn man den jeweiligen Durchschnitt der Pop-/Rock- und der Klassik-Produktionen betrachtet.
Aber was nützt es, schließlich will man die Musik hören, die man mag, und nicht die, die besonders gut klingt.

Gute und schlechte Produktionen gibt es in allen Genres.

Grüße

Frank
hal-9.000
Inventar
#31 erstellt: 18. Okt 2006, 06:09
Ich frage mich woher Amin das weiß, wenn er die Musik eh verschmäht bzw. nicht hört - da ist IMHO 'ne Menge Vorurteil dabei.
tjobbe
Inventar
#32 erstellt: 18. Okt 2006, 06:15

umher schrieb:
Hallo Amin, Deine Aussage kann hier im Thread wohl keiner ernst nehmen!


Amin schrieb: "Für Pop und Rock ist das Wort "Aufnahmequalität" eh nur zweitrangig, egal aus welcher Zeit."


Ist es wirklich Dein voller Ernst? Also ich glaubs nicht und Du, Amin, ja wohl auch nicht.

gruss umher



nun, Amin hat sowohl recht wie auch unrecht

in vielen Fällen sind die eigentlichen Aufnahmen durchaus qualitiv hochwertig (gewesen...man höre sichmal einige Rockaufnahmen der späten sechsizer und frühen siebziger an nachdem sie z.B. für DVD-A's aufgehübscht wurden) nur ist "Klan gqualität" nur dann ein wichtiges Kriterium gewesen wenn es entweder dem Plattenverkauf half/hilft oder vom Künstler als Kriterium bei der Produktion vorgegeben wurde. Das es Stereo in Jazz und Klassik bereits 1955 gab und man im Rock zehn Jahre später Holzhammerstereo als die "Klangentdeckung" gefeiert hat....nun ja. Die aktuell auf O dB ausgesteuerten "Digitalaufnahmen" sind ja wohl auch in der Regel Pop/Rock sachen und Loudnessrace schein bisher auch relative selten ein Problem der KLassiker gewesen zu sein.

Sorry, aber ein paar "aussreisser" nach oben machen den miesen Gesamteindruck nicht wett.


Aber tröstet euch.... auch bei den "anderen" wird die Qualität langsam aber sicher schlechter....

Cheers, Tjobbe
cr
Moderator
#33 erstellt: 18. Okt 2006, 06:22
Pop besteht aber auch heutzutage nicht nur aus Teeni-Musik, sondern es gibt auch Songwriter(innen) mit tw. exzellenter Musik, auch aufnahmetechnisch
TrottWar
Gesperrt
#34 erstellt: 18. Okt 2006, 06:33
Punkt 3, denn:

- was bringt mir's, wenn eine CD supergeil aufgenommen wurde, mir aber - wie bei manchen Chesky-CDs z.B. - die Musik einfach nicht gefällt?
- was bringt mir's im Gegenzug, wenn die Musik super genial ist, aber die Aufnahme so grottig, dass man's nicht anhören kann? Sowas kauf ich dann auch nur, wenn ich's unbedingt haben muss und das Medium extrem günstig ist. Ansonsten bleibt's eher im Laden...
tjobbe
Inventar
#35 erstellt: 18. Okt 2006, 06:40

cr schrieb:
Pop besteht aber auch heutzutage nicht nur aus Teeni-Musik, sondern es gibt auch Songwriter(innen) mit tw. exzellenter Musik, auch aufnahmetechnisch :prost


gut... da haben wir dann halt ein musikalisches Problem
hal-9.000
Inventar
#36 erstellt: 18. Okt 2006, 06:41

TrottWar schrieb:
- was bringt mir's im Gegenzug, wenn die Musik super genial ist, aber die Aufnahme so grottig, dass man's nicht anhören kann?

... sowas ist mir noch nicht untergekommen, so "scheisse" hab ich noch keine Aufnahme erlebt, als dass ich das nicht anhören könnte ... wenn ich was richtig geil finde und das gäbe es z.B. nur in Mono oder auf einer Schallplatte mit Pressfehler, dann ist mir das dann auch Wurst ...
TrottWar
Gesperrt
#37 erstellt: 18. Okt 2006, 06:44
Über eine gewisse Musikrichtung zu lästern, ist Blödsinn.
Es gibt genau so "modernere" Musik, die sau gut aufgenommen ist (Eagles, Porcupine Tree, Dire Straits, diverse Schwedinnen, die vermutlich nicht jedem was sagen,...) wie es Klassikscheiben gibt, die einfach grottenschlecht klingen.
Dieses altbackene "nur Klassik ist wahre Musik"-Gejaule hat mir damals den Spaß an Musikschule,... so gewaltig verdorben. Und nicht nur mir! Trotzdem merk ich noch immer, wie's die ewig Gestrigen gibt, die von ihrer etwas arg überheblichen Position garnicht runterkommen wollen.
Ich mein, selbst Roxette kann man als "Pop" im weitesten Sinne bezeichnen, schlecht aufgenommen ist es aber nicht...
TrottWar
Gesperrt
#38 erstellt: 18. Okt 2006, 06:45

hal-9.000 schrieb:

TrottWar schrieb:
- was bringt mir's im Gegenzug, wenn die Musik super genial ist, aber die Aufnahme so grottig, dass man's nicht anhören kann?

... sowas ist mir noch nicht untergekommen, so "scheisse" hab ich noch keine Aufnahme erlebt, als dass ich das nicht anhören könnte ... wenn ich was richtig geil finde und das gäbe es z.B. nur in Mono oder auf einer Schallplatte mit Pressfehler, dann ist mir das dann auch Wurst ...


Mir so direkt auch nicht, aber diversen Mischpultmurks gibts schon hie und da...
cr
Moderator
#39 erstellt: 18. Okt 2006, 07:19

"Für Pop und Rock ist das Wort "Aufnahmequalität" eh nur zweitrangig, egal aus welcher Zeit."


Hatte ich schon. Bei einer KlassikCD war ein Sinus-Ton drinnen (in 2 Sätzen), der wirklich dem Ohr wehtat.
Oder eine CD, wo ständig der Stereobalance zusammenbricht (auch Klassik)
Onemore
Inventar
#40 erstellt: 18. Okt 2006, 07:49

Amin65 schrieb:

Da alle aufgezählten nicht zu meiner Stilrichtung gehören, kann ich diese Beispiele weder bestätigen noch dementieren. Sicherlich mag es selbst in der Pop und Rockmusik auch mal "erträgliche" Sachen geben, die Regel ist das aber nicht.



Hallo Armin65,
diese Aussage kann man so nicht unkommentiert stehen lassen. Es gibt sogar herausragende Pop- und Rockproduktionen. Auch die Tonmeister in diesem Genre sind keine Musikdeppen und wissen schon was sie tun. Und es ist durchaus die Regel, dass anständige Qualität abgeliefert wird.


Gerade in den 70-ern gab es viele sehr gute Aufnahmen. Beispiele:
War - The World is a Ghetto
Eric Burdon & War - Declares War
Frank Zappa - One Size Fits All
Gentle Giant - In A Glass House
Al Stewart - Year Of The Cat
Lou Reed - Transformer
Livin' Blues - Blue Breeze
Blood Sweat & Tears - Nuclear Blues
um nur einige zu nennen.

Das sind Aufnahmen die sich vor nichts verstecken müssen. Sowohl als LP und CD absolut einwandfrei.

Es gibt auch recht zweifelhafte Abmischungen wie Deep Purple - In Rock. Da verzerrt so ziemlich alles. Fireball dagegen ist wiederum anhörbar.

Die Soundvorstellungen waren zu dieser Zeit ganz andere als heute. Das muss man natürlich berücksichtigen. Insbesondere die Pegel im Bassbereich liegen bei aktuellen Aufnahmen oft schon recht nahe am Unerträglichen.

Es gibt auch eine hervorragende Rockaufnahme mit nur akustischen Instrumenten, Lynyrd Skynyrd - Endangered Species. Was Aufnahmequalität und Abmischung betrifft ist diese CD ein Muss. Dazu kommt eine unbändige Spielfreude von Musikern, die tatsächlich ihre Instrumente beherrschen. Für Lynyrd Skynyrd Fans: Sweet Home Alabama ist auch drauf.

Sogenannte "audiophile" Aufnahmen sind oft auch, sagen wir mal, "sehr übersichtlich" produzierte Musik von zweit- oder gar drittklassigen Musikern. Die Kompositionen selbst oft langweilig bis unerträglich, dafür nett aufgenommen und hie und da noch ein kleiner Extraping von der Triangel und ein Extrapong von der Bassdrum. Mir scheint, dass die Soundeffekte oft wichtiger sind als die Musik selbst.


Gruss Bernd
Hüb'
Inventar
#41 erstellt: 18. Okt 2006, 07:56

Onemore schrieb:
Sogenannte "audiophile" Aufnahmen sind oft auch, sagen wir mal, "sehr übersichtlich" produzierte Musik von zweit- oder gar drittklassigen Musikern. Die Kompositionen selbst oft langweilig bis unerträglich, dafür nett aufgenommen und hie und da noch ein kleiner Extraping von der Triangel und ein Extrapong von der Bassdrum. Mir scheint, dass die Soundeffekte oft wichtiger sind als die Musik selbst.

Hi!

IMHO würde es der Diskussion sehr gut tun, wenn weniger pauschaliert werden würde. Ich denke es gibt sehr wohl eine ganze Reihe audiophil produzierter Scheiben herrausragender Musiker.
Erwähnenswert z. B. die Stockfish- und Chesky-Produktionen.

Grüße

Hüb'
MjjR
Inventar
#42 erstellt: 18. Okt 2006, 08:05

TrottWar schrieb:
Über eine gewisse Musikrichtung zu lästern, ist Blödsinn.
Es gibt genau so "modernere" Musik, die sau gut aufgenommen ist (Eagles, Porcupine Tree, Dire Straits, diverse Schwedinnen, die vermutlich nicht jedem was sagen,...) wie es Klassikscheiben gibt, die einfach grottenschlecht klingen.
Dieses altbackene "nur Klassik ist wahre Musik"-Gejaule hat mir damals den Spaß an Musikschule,... so gewaltig verdorben. Und nicht nur mir! Trotzdem merk ich noch immer, wie's die ewig Gestrigen gibt, die von ihrer etwas arg überheblichen Position garnicht runterkommen wollen.
Ich mein, selbst Roxette kann man als "Pop" im weitesten Sinne bezeichnen, schlecht aufgenommen ist es aber nicht...

ich glaube, darum ging es ja nicht, dass klassik die einzige musik sein soll.

was mich allerdings wundert ist, dass klassikscheiben angeblich so gut aufgenommen und gemischt sein sollen (im gegensatz zu den anderen)? aufnahmetechnik war in dieser sparte ein stiefkind, erst in den 70er jahren hat man sich da richtig gedanken dazu gemacht. man vergleiche zB eine miles davis platte aus den 60ern mit "klassik"-aufnahmen aus diesem jahrzehnt.

wenn amin meint, dass im pop und rock sektor die guten aufnahmen die ausnahme sind, dann ist das (s)ein vorurteil. man höre nur einmal auf details bei peter gabriel oder queen.
und auch der heutige mainstream (so sehr es mir auch vor dieser musik graust) ist top-of-the-art abgemischt.

hoffe inständigst, kein öl ins feuer geschüttet zu haben

lg,
TrottWar
Gesperrt
#43 erstellt: 18. Okt 2006, 08:12

MjjR schrieb:

hoffe inständigst, kein öl ins feuer geschüttet zu haben

lg,

Nein, das denke ich nicht. Ich persönlich sehe es ja nicht viel anders als du, mein Musikrepertoire reicht von Klassik bis Hiphop, von Progressive bis Country...

Und ich muss zustimmen, wenn Hüb' schreibt, dass die Chesky- und Stockfish-Albem verdammt geil aufgenommen sind. Gerade die Stockfish sind dabei auch vom Musikalischen her verdammt interessant, was bei den Chesky eher Geschmackssache sein kann...
Denn wer jazzige Töne nicht so mag, wird dabei - trotz aller super Aufnahmequalität - einfach nicht glücklich werden, das hat keinen Taug...
Duncan_Idaho
Inventar
#44 erstellt: 18. Okt 2006, 08:12
Für die Roxette-Alben könnte ich den Tonmeister noch heute auspeitschen.... wirklich gute Musik.... mit teilweise peinlichen Aufnahme-/Misch-fehlern.

@Thema
An erster Stelle steht immer die Musik.... aber recht kurz dahinter auch die Aufnahme. Wobei ich unter einer guten Aufnahme nicht unbedingt perfekten Klang verstehe, sondern eine sinnvolle Aufnahmetechnik, die der jeweiligen Musik angepaßt ist.

@Klassik
Es ist zum Heulen wie viele miese Aufnahmen in letzter Zeit auf den Markt geschmißen werden.... teilweise nur durch mieses Mastering verhunzt.... sind grade solche Aufnahmen auch nicht ganz unschuldig an den Verkaufseinbrüchen.... wobei auch bei der 100.ste Mahlerfassung selbst der treueste Fan den Geldbeutel streckt.
umher
Inventar
#45 erstellt: 18. Okt 2006, 11:45
hallo

Also ich bekenne mich zu Punkt 2.

Wenn doch die Musik gefällt, ist alles andere sekundär. Kleines Erlebnis : Erst beim dritten mal anhören fiel mir auf, dass die Aufnahme Mono ist, derart gut war die Musik.


Was die Aufnahmequalität betrifft, will ich meinen, dass es mit Musiksparten wenig zu tun hat. Eher was mit den Labels.
In der Popmusik fällt (mir) auf, dass zum zB. Polydor, Mercury, A+M oder Warner Brothers eine vielfach bessere Qualität liefert als Andere.

Auch sind frühere, ältere CD-Pressungen oftmals angenehmer zum anhören als ReReReReReRemasterversionen.

Gruss umher
Mietzekotze
Stammgast
#46 erstellt: 18. Okt 2006, 12:14

umher schrieb:
hallo

Also ich bekenne mich zu Punkt 2.

Wenn doch die Musik gefällt, ist alles andere sekundär. Kleines Erlebnis : Erst beim dritten mal anhören fiel mir auf, dass die Aufnahme Mono ist, derart gut war die Musik. :L


Hallo,

das ist mir vollkommen unerklärlich. Mir würde bei der besten Musik sofort auffallen, wenn sie mono wäre.
Aber wie auch immer, ich empfinde es meinst genau umgekehrt.

Auch Musik die nicht unbedingt zu meinen Vorlieben zählt, kann deutlich mehr Spass machen und gefallen, wenn sie von guter Aufnahmequalität ist und auf einer vernünftigen Anlage gespielt wird.
Jazz zum Beispiel begeistert mich gar nicht, höre ich Jazz aber auf einer richtig guten Anlage, kann diese Musik schon begeistern.
Eine meiner Lieblingsbands ist "Shadow Project". Aufgund des alter der Aufnahmen und der damals begrenzten finanziellen Möglichkeiten der Band, gehört das Laben auf dem die meisten Shadow Project" Platten erschienen, nicht unbedingt zu den Soundfabriken 1. Güte.
Man kann aber schon ne Menge mit der guten Anlage herausholen.
Jetzt habe ich gerstern eine DVD der Band bekommen. Klangqualität ist unter aller Sau und das Bild begeistert auch nicht gerade. Plötzlich gefiel mir die Musik so wenig, dass ich nach 10 Minuten ausgeschalten habe.


umher schrieb:

Was die Aufnahmequalität betrifft, will ich meinen, dass es mit Musiksparten wenig zu tun hat. Eher was mit den Labels.
....

Gruss umher


Zwangsläufig ist es aber so, dass es sich gewissen Bands aus gewissen Musiksparten nun mal nicht leisten können zu z.B. Polydor zu gehen.
Da bleibt es nicht aus, dass z.B. Musikstiele die eher im Underground angesiedelt sind eher auf dem Label "XYZ" als auf "Warner" gepresst wird.
Demzufolge kann man schon grob zu der Aussage neigen, dass populäre Musik einfach besser in der Klangqualität ist.

Einer der größten Soundfetischisten ist "Peter Gabriel". Um solche Künstler reißen sich die großen Aufnahmestudios und schwups klingt alles von ihm gigantisch.
Das nur als Beispiel am Rande.

Grüße,
Jens
Duncan_Idaho
Inventar
#47 erstellt: 18. Okt 2006, 12:22
Nur.... Peter Gabriel oder Mark Knopfler und Dave Stewart haben eigene Studios. Wohl nicht ganz aus Geldüberfluß....

Es hängt auch weniger vom Label als dem Zusammenspiel Musiker Tontechniker zusammen. Wenn da auf einer Seite eine Pfeife hockt die auf ihrer Vorstellung beharrt, dann kann es noch so ein gutes Label sein.... das Ergebnis ist mau.
klaus_moers
Inventar
#48 erstellt: 18. Okt 2006, 12:46

Hüb' schrieb:

Onemore schrieb:
Sogenannte "audiophile" Aufnahmen sind oft auch, sagen wir mal, "sehr übersichtlich" produzierte Musik von zweit- oder gar drittklassigen Musikern. Die Kompositionen selbst oft langweilig bis unerträglich, dafür nett aufgenommen und hie und da noch ein kleiner Extraping von der Triangel und ein Extrapong von der Bassdrum. Mir scheint, dass die Soundeffekte oft wichtiger sind als die Musik selbst.

Hi!

IMHO würde es der Diskussion sehr gut tun, wenn weniger pauschaliert werden würde. Ich denke es gibt sehr wohl eine ganze Reihe audiophil produzierter Scheiben herrausragender Musiker.
Erwähnenswert z. B. die Stockfish- und Chesky-Produktionen.

Grüße

Hüb'


Pauschalierungen kommen auch oft von Durchschnittsannahmen oder -angaben. (siehe Deine Nachricht weiter oben).
Wir würden ja analog dazu auch nicht behaupten wollen, alle Türken sind Moslems. Wir würden wir nicht, oder... nein, würden wir nicht.

Wenn es so schwierig ist, gute Rock- und Popaufnahmen zu finden, dann sollte es doch noch wichtiger sein, auf die Aufnahmequalität zu achten. Demzufolge wird sie auch wichtiger. (nur eine Überlegung ...)

Den Vergleich mit der dazugehörigen Aussage, bei Rock und Pop wäre die Aufnahmequalität zweitrangig, finde ich auch äusserst misslungen. Musik und Qualtität ist für jeden da, hier gibt es auch keine logische Abgrenzung mit Verallgemeinerungen. Es bleibt etwas Subjektives genauso wie der persönliche Musikgeschmack.


Hal-9.000 schrieb:
Ich frage mich woher Amin das weiß, wenn er die Musik eh verschmäht bzw. nicht hört - da ist IMHO 'ne Menge Vorurteil dabei.

Dieser Kommentar war die gerechte Antwort!


Ich habe für Punkt 3 gestimmt, weil ich mich immer über gute Musik in guter Qualität freue. Deshalb kann nur 3 für mich zutreffen.

@Trottwar,
der Musikunterricht in den Schulen war auch bei mir früher eine Katastrophe. Man kannte auch nur Klassik (begrenzter Horizont!) und trockene Theorie. Glücklicherweise änderte sich das später mit einer tollen Musiklehrerin.
Hätte ich nicht vorher schon ein Musikinstrument gespielt, wäre mein Zugang zur Klassik vermutlich schwieriger geworden.

Ich hätte sogar beinahe Musik studiert.
TrottWar
Gesperrt
#49 erstellt: 18. Okt 2006, 12:55

Duncan_Idaho schrieb:
Nur.... Peter Gabriel oder Mark Knopfler und Dave Stewart haben eigene Studios. Wohl nicht ganz aus Geldüberfluß....

Das hat imho "Mr.-zischelnde-S-Laute" Phil Collins imho auch, trotzdem bekommt er's nicht hin, in einem gebührenden Abstand zum Mikro zu stehen, weshalb das "S" halt doch mal zischelt...
Amin65
Inventar
#50 erstellt: 18. Okt 2006, 13:27

hal-9.000 schrieb:
Ich frage mich woher Amin das weiß, wenn er die Musik eh verschmäht bzw. nicht hört - da ist IMHO 'ne Menge Vorurteil dabei.


Na ganz einfach, weil ich die Entwicklung von Pop zu Jazz zu Klassik jahrelang selbst durchgemacht habe. Die alten Sachen verotten inzwischen in Kartons.

Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich Leute mit besten oder teuersten Anlagen treffe, die darauf nur die Rolling Stones, die Beatles oder neumodischen Pop hören. Für soetwas wäre mir ein solcher Aufwand zu schade.


[Beitrag von Amin65 am 18. Okt 2006, 13:30 bearbeitet]
bela
Inventar
#51 erstellt: 18. Okt 2006, 13:34
@ Amin

Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich Leute mit besten oder teuersten Anlagen treffe, die darauf nur die Rolling Stones, die Beatles oder neumodischen Pop hören. Für soetwas wäre mir ein solcher Aufwand zu schade.


Mein Gott, jedem seine eigene Meinung, aber das ist ja wohl doch ein wenig überheblich.
Oder gibt es irgendwo eine Vorschrift, die besagt, daß man "neumodischen Pop" nur auf Schrottanlagen hören darf.
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