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Gedanken zu Preisen; Vodoo? und anderem

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Beitrag
T.M.
Schaut ab und zu mal vorbei
#1 erstellt: 09. Okt 2007, 13:30
Hallo zusammen,
ich habe in den letzten Tagen viele Berichte in diesem Forum gelesen bzw. auch nur überflogen.
Manche Dinge kann ich nachvollziehen, bei vielen sträuben sich jedoch meine Nackenhaare.

Ich versuche nun mal einige Punkte anzusprechen:
1.) Preise
Der Handel mit High-End Geräten ist nun mal sehr teuer, da die verkauften Stückzahlen sehr klein sind und man davon Leben muss. Das Gleiche trifft auch auf die Vertriebe zu.
Nicht umsonst hat der Händler und Vertrieb mehrere Hersteller in seinem Programm.
Der Hersteller muss für seine eingesetzten Bauteile ggf. nur für Ihn gefertigte bzw. veränderte Bauteile viel bezahlen, da die abgenommene Menge nur sehr klein ist.
Ich bin in Sachen kundenspezifische Tastaturen tätig. Unsere Tastaturen werden bei Fleischereimasch.; Meß und Regeltechnik; Medizintechnik usw. eingesetzt. Die Stückzahl ist auch hier klein und ein einzusetzendes spezielles Display kann schon mal 100.-€ pro Stück kosten.
Von dem mehrfach gefrästem Trägerteil usw. ganz zu schweigen.
Der High-End Hersteller, der für sein Produkt ein speziell für Ihn geferigtes Kabel einsetzen möchte, wird garantiert von dem Kabelhersteller gefragt, wieviel km Kabel er denn abnehmen möchte? Was Sie brauchen nur 100m im Jahr!
Können wir machen, aber nur mit zusätzlichen Einrichtungskosten usw.
Man kann diese Art von Geräten nicht mit den Geräten der großen Hifi-Hersteller vergleichen. Das geht nicht!

Das ein amerikanisches High-End Gerät bei uns in Deutschland deutlich mehr kostet ist auch zu erklären,
da für uns extra andere Netzteile eingesetzt werden müssen und auch andere Prüfungen und Vorgaben erfüllt werden müssen.

2.)Tuning oder Voodoo
Ich denke, hier kommt es erstmal hauptsächlich auf die Güte der eigenen High-End Anlage und Raumakustik an.
Nur wenn diese eine gewisse Qualität darstellt, macht in meinen Augen ein gewisses Fein-Tuning Sinn.
Manche Tuning Produkte sind wohl grenzgängig und die Wirkung kann man sich nur sehr schwer bzw. garnicht vorstellen.
Schreiben sollte man über diese Produkte jedoch nur, wenn man über eine Anlage hoher Güte verfügt und diese Dinge selbst ausprobiert hat.

3.) Kommentare
hier wird des öfteren über Personen; Geräte usw. hergezogen,
das es nicht mehr schön ist.
Nach dem Motto: die Person; das Magazin; das Gerät mag ich nicht, also ist es auch Mist.
Diese Einstellung kann den eigenen Geist vernebeln und führt auch zu nichts. Zu garnichts.

Ich bin mit meiner Anlage bestehnd aus VV; EV; CD von Jadis; LS; Kabel von Audioplan hervorragend zufrieden.
Ich käme nie auf die Idee, über eine andere Anlage; den Hersteller oder die Personen schlechtes zu schreiben.

Schöne Grüße
Hüb'
Inventar
#2 erstellt: 09. Okt 2007, 16:10

T.M. schrieb:
2.)Tuning oder Voodoo
Ich denke, hier kommt es erstmal hauptsächlich auf die Güte der eigenen High-End Anlage und Raumakustik an.
Nur wenn diese eine gewisse Qualität darstellt, macht in meinen Augen ein gewisses Fein-Tuning Sinn.
Manche Tuning Produkte sind wohl grenzgängig und die Wirkung kann man sich nur sehr schwer bzw. garnicht vorstellen.
Schreiben sollte man über diese Produkte jedoch nur, wenn man über eine Anlage hoher Güte verfügt und diese Dinge selbst ausprobiert hat.

Ach, dann lese ich doch lieber Beiträge von Menschen, die sich mit den physikalischen-technischen Grundlagen auseinandergesetzt haben und mir - im Gegensatz zum "esoterischen Grenzphysikgelabers" so manchen Herstellers - vernünftig erklären können, warum etwas nicht funktionieren kann...


[Beitrag von Hüb' am 09. Okt 2007, 16:28 bearbeitet]
Amin65
Inventar
#3 erstellt: 09. Okt 2007, 16:14
Hallo Thomas,

vermutlich spielst Du auf den 100.000 EUR Anlagen-Thread an?


T.M. schrieb:

Ich versuche nun mal einige Punkte anzusprechen:
1.) Preise
Der Handel mit High-End Geräten ist nun mal sehr teuer, da die verkauften Stückzahlen sehr klein sind und man davon Leben muss. Das Gleiche trifft auch auf die Vertriebe zu.
Nicht umsonst hat der Händler und Vertrieb mehrere Hersteller in seinem Programm.


Zum Glück hatte ich schon öfter das Vergnügen, hinter die Kulissen der Hifi-Branche schauen zu können. Und wenn Du wüßtest, welche Summen auf Geräte und Zubehör aufgeschlagen wird, teilweise nur durch das Weiterreichen diverser Komponenten und ohne auch nur ein Schräubchen eingesetzt zu haben, dann wirst Du alle in einem anderen Licht betrachten.

Und wie Du schon sagst, "Nicht umsonst hat der Händler und Vertrieb mehrere Hersteller in seinem Programm". Die einen Geräte sind die, mit den hohen Gewinn-Margen, weil man von den "ehrlichen" Marken mit den nachvollziehbaren Preisen nicht leben will oder kann.

Und ich will Dir mal ein paar Marken nennen, das "Spitzentrio", die in Deutschland besonders unverschämte Preise verlangen:

Burmester, Mark Levinson, Accuphase. Dazu gesellen sich noch eine ganze Reihe Kabelhersteller mit Kabelpreisen ab 1.000 EUR aufwärts!

Damit Du mich nicht falsch versteht, es gibt in der Tat exzellente Geräte, die auch ihr Geld (halbwegs) wert sind. Aber die meisten hochpreisigen Geräte oder LS sind einfach nur überteuert und leisten nur durchschnittliches.



T.M. schrieb:
Der Hersteller muss für seine eingesetzten Bauteile ggf. nur für Ihn gefertigte bzw. veränderte Bauteile viel bezahlen, da die abgenommene Menge nur sehr klein ist.
Ich bin in Sachen kundenspezifische Tastaturen tätig. Unsere Tastaturen werden bei Fleischereimasch.; Meß und Regeltechnik; Medizintechnik usw. eingesetzt. Die Stückzahl ist auch hier klein und ein einzusetzendes spezielles Display kann schon mal 100.-€ pro Stück kosten.
Von dem mehrfach gefrästem Trägerteil usw. ganz zu schweigen.


Ein High End Hifi-Hersteller wird aber dieses Display nicht für 100 EUR anbieten, sondern für freche 1.000 EUR oder 5.000 EUR. Das ist die Realität. Der High End Fan nimmt sie dann erst wirklich ernst. Genau diese Verkaufsmentalität hat sich seit etwa Mitte der 80er Jahre bis Ende der 90er kontinuierlich gesteigert. Ab der Jahrtausendwende gab es einen erheblichen Einbruch, aber inzwischen ist man wieder munter dabei.




T.M. schrieb:
Das ein amerikanisches High-End Gerät bei uns in Deutschland deutlich mehr kostet ist auch zu erklären,
da für uns extra andere Netzteile eingesetzt werden müssen und auch andere Prüfungen und Vorgaben erfüllt werden müssen.


Gerade die Hersteller, die weltweit exportieren, haben Netzteile im Einsatz, die man im Handumdrehen auf das Stromnetz im jeweiligen Land "umstöpseln" kann. Da wird am Netzteil nur einer anderen Stelle abgegriffen, ansonsten sind sie alle gleich.




T.M. schrieb:
3.) Kommentare
hier wird des öfteren über Personen; Geräte usw. hergezogen,
das es nicht mehr schön ist.
Nach dem Motto: die Person; das Magazin; das Gerät mag ich nicht, also ist es auch Mist.
Diese Einstellung kann den eigenen Geist vernebeln und führt auch zu nichts. Zu garnichts.


Wir sind hier in einem Forum, in dem jeder seine Meinung posten kann und auch soll. Hier sollten auch mal Mißstände angesprochen werden, anstatt nur alles schön zu reden. Im Gegenzug sollte auch jeder von seiner Begeisterung sprechen. Eine Seite auszuklammern kann nicht im Sinne von einer freien Meinungsäußerung sein.


T.M. schrieb:
Ich bin mit meiner Anlage bestehnd aus VV; EV; CD von Jadis; LS; Kabel von Audioplan hervorragend zufrieden.
Ich käme nie auf die Idee, über eine andere Anlage; den Hersteller oder die Personen schlechtes zu schreiben.


Ich schon. Scherz beiseite, ich weiß nicht, ob Du jemals über den Tellerrand von Herrn Kühn hinaus geschaut hast? Aber die Lautsprecher sind nicht gerade das Gelbe vom Ei. Erst recht nicht für die exzellenten Röhrenendstufen von Jadis.



Grüße, Amin
T.M.
Schaut ab und zu mal vorbei
#4 erstellt: 09. Okt 2007, 18:01
Hallo Armin,
wenn die Preiskalkulation der meisten High-End Herstellern wirklich so unverschämt ist wie Du sagst und vieles nur Show ist, dann wäre es doch ein Einfaches für die "Besserwissenden" aus diesem Forum, eine Firma zu gründen und es allen anderen mal richtig zu zeigen wie es geht.

Die Summe der Bauteile kann nicht der Verkaufspreis sein.
Der Multiplikator liegt wahrscheinlich bei 4-5 vermute ich.

Welcher High-End Händler hat sich schon mal eine goldene Nase verdient?
Im Grunde ist dies doch eher ein sehr schweres Geschäft genügend Geld damit zu verdienen.

Die Gefahr, das in diesem Forum alles schön geredet wird, ist absolut nicht zu befürchten.

Mit meinen Audioplan-Lautsprechern bin ich absolut zufrieden.
Für mich sind diese "das Gelbe vom Ei"
Da Dir ja nicht bekannt ist, welches Lautsprecher-Modell ich von Audioplan habe, gehe ich davon aus, dass Du alle Audioplan-Modelle für nicht Gut hälst.
Wenn dies nicht ein fundiertes Urteil von Dir ist!
CarstenO
Inventar
#5 erstellt: 09. Okt 2007, 18:14

Amin65 schrieb:
Das ist die Realität.


Das liest man hier leider häufiger ...

Zum Thema "Kalkulation" von HiFi-Komponenten kann mir hier im Forum zu einzelnen Produktgruppen ganz viele verschiedene Meinungen (!) lesen. Außer mit Vermutungen wartete bisher noch niemand mit etwas auf. Auch nicht die sich outenden Insider!

Wollen uns nicht die Herren Händler wenigstens einmal über die Spanne zwischen Netto-Ek und Brutto-Vk informieren?

Carsten
Kakapofreund
Inventar
#6 erstellt: 09. Okt 2007, 18:50
Um mal etwas Polemik zu betreiben:

Einige erlauchte Menschen bezahlen eben für den Klang eines Firmennamens mehr, als für das Hörerlebnis eigentlich von Nöten wäre. So ist das aber nicht nur im Bereich der Unterhaltungsindustrie, sondern überall in unserer "schönen Konsumwelt". Aber was erzähle ich das?, ihr wisst es ja selbst.

Sicherlich, Accuphase mag nicht schlecht sein, aber mit noch größerer Sicherheit steht fest: der Name "Accuphase" klingt runder, wärmer, analytischer, weicher, brillianter, plastischer... oder wie man es auch immer ausdrücken will - als Werbefachmensch - , als die Namen "Denon", "Yamaha", "Onkyo" oder gar "Sony" jemals klingen könnten.

Die plazeboischen Emotionen kommen eben oft nur mit besonderen Markennamen an ihren Siedepunkt.

Viel wichtiger aber noch ist: selbst "Sony" ist schon ein Statussymbol. Es klingt besser, wenn dort "Sony" statt "Medion" steht. Ein Porsche 911 Turbo steht mir ja auch besser, als ein VW Golf GTI... und "Accuphase" an der Stelle von "Sony" schafft so gleich einen multiplen Orgasmus mit anschließender vierstündiger Sabberorgie...

Wer sich Accuphase, Burmester, Krell, etc. leisten kann, den interessieren physikalische Phänomene oft wenig, ein Preis-Leistungs-Verhältnis ist für diesen jenigen ein Fremdwort (geworden) und er gehört eben oft zur Geldelite oder lebt auf anderen Gebieten sehr spartanisch - oder ist ein Verbrecher - wobei Letzteres oftmals ja eben auch auf Erstgenannte zutrifft...

Nun ja, es sei denen gegönnt, die dank Kimber, Accuphase, Burmester und Co. gravierende Klangverbesserungen an einer Aufnahme Beethovens Siebenter unter Richard Strauss von 1929 feststellen können...

Es sei angemerkt:
Es gibt immer Ausnahmen, die von mir hier nicht berücksichtigt wurden.


[Beitrag von Kakapofreund am 09. Okt 2007, 18:54 bearbeitet]
superfranz
Gesperrt
#7 erstellt: 09. Okt 2007, 19:41

Frank_P schrieb:
Um mal etwas Polemik zu betreiben:

Einige erlauchte Menschen bezahlen eben für den Klang eines Firmennamens mehr, als für das Hörerlebnis eigentlich von Nöten wäre. So ist das aber nicht nur im Bereich der Unterhaltungsindustrie, sondern überall in unserer "schönen Konsumwelt". Aber was erzähle ich das?, ihr wisst es ja selbst.

Sicherlich, Accuphase mag nicht schlecht sein, aber mit noch größerer Sicherheit steht fest: der Name "Accuphase" klingt runder, wärmer, analytischer, weicher, brillianter, plastischer... oder wie man es auch immer ausdrücken will - als Werbefachmensch - , als die Namen "Denon", "Yamaha", "Onkyo" oder gar "Sony" jemals klingen könnten.

Die plazeboischen Emotionen kommen eben oft nur mit besonderen Markennamen an ihren Siedepunkt.

Viel wichtiger aber noch ist: selbst "Sony" ist schon ein Statussymbol. Es klingt besser, wenn dort "Sony" statt "Medion" steht. Ein Porsche 911 Turbo steht mir ja auch besser, als ein VW Golf GTI... und "Accuphase" an der Stelle von "Sony" schafft so gleich einen multiplen Orgasmus mit anschließender vierstündiger Sabberorgie...

Wer sich Accuphase, Burmester, Krell, etc. leisten kann, den interessieren physikalische Phänomene oft wenig, ein Preis-Leistungs-Verhältnis ist für diesen jenigen ein Fremdwort (geworden) und er gehört eben oft zur Geldelite oder lebt auf anderen Gebieten sehr spartanisch - oder ist ein Verbrecher - wobei Letzteres oftmals ja eben auch auf Erstgenannte zutrifft...

Nun ja, es sei denen gegönnt, die dank Kimber, Accuphase, Burmester und Co. gravierende Klangverbesserungen an einer Aufnahme Beethovens Siebenter unter Richard Strauss von 1929 feststellen können...

Es sei angemerkt:
Es gibt immer Ausnahmen, die von mir hier nicht berücksichtigt wurden.
:D



wo ist C. O. ,

der Interessensvertreter der Unterhaltungselektronik...

so nach dem MOtto,

wenns sich nicht ändert,

joaa,dann bleibts sooa...

franzl
Amin65
Inventar
#8 erstellt: 10. Okt 2007, 10:35

T.M. schrieb:
Hallo Armin,
wenn die Preiskalkulation der meisten High-End Herstellern wirklich so unverschämt ist wie Du sagst und vieles nur Show ist, dann wäre es doch ein Einfaches für die "Besserwissenden" aus diesem Forum, eine Firma zu gründen und es allen anderen mal richtig zu zeigen wie es geht.


Dazu fehlt hier meines Erachtens eine Lobby. Der Aufbau einer solchen Interessengemeinschaft kann entweder auf unentgeldlicher Basis laufen, aber darin sehe ich kaum Chancen, weil Zeit ist nunmal Geld. Oder man muss sich auf irgendeine Weise finanziell organisieren. Aber nüchtern betrachtet, wird kaum ein Hifi-Fan dafür Geld ausgeben wollen, solange die erdrückende Werbemacht der meisten Marken, Vertriebe und Händler dagegen halten werden. Insofern beschränken wir uns hier lediglich auf Mißstände aufmerksam zu machen. Was sich der Einzelne daraus ableiten oder lernen möchte, darf er selbst entscheiden.


T.M. schrieb:
Die Summe der Bauteile kann nicht der Verkaufspreis sein.
Der Multiplikator liegt wahrscheinlich bei 4-5 vermute ich.


Von einem Insider habe ich folgenden groben Multiplikator bekommen: Hersteller der Bauteile rechnet Faktor 2, also ein Bauteil kostet in der Herstellung sagen wir mal 10 Cent. Das wird mit 2x multipliziert (= 20 Cent) und wandert zum Hersteller des Hifi-Gerätes. Dieser baut es in sein Gerät und berechnet es wieder mit dem Faktor 2 (=40 Cent). Nun wandert es zu einem Vertrieb, der es wieder mit dem Faktor 2 multipliziert (=80 Cent). Und wenn man Glück hat, bekommt es jetzt der End-Händler und nicht ein weiterer Zwischenhändler, der es wieder mit 2 multipliziert (=1,60 EUR). Das ist die Wertsteigerung eines einzelnen Bauteils von der Herstellung zum Endkunden. Also nicht das 4-5-fache, wie von Dir vermutet, sondern bei meinem Beispiel bis zum 16-fachen! So zumindest funktioniert es im High End Hifi. Bei Kabeln ist es noch schlimmer!



T.M. schrieb:
Welcher High-End Händler hat sich schon mal eine goldene Nase verdient?


In den 80er - 90er haben einige Geschickte Händler und auch Vertriebler es tatsächlich geschafft.



T.M. schrieb:
Im Grunde ist dies doch eher ein sehr schweres Geschäft genügend Geld damit zu verdienen.


Für den, der es ehrlich mit den Kunden meint, ... ja! Den meisten Händler ist es egal, was der Kunde kauft, hauptsache die Margen stimmen. Aussage eines Händlers: "Die Marke XY verkaufen wir nicht so gern, weil man daran nicht viel verdienen kann. Wir wissen zwar, dass die Marke XY sehr gut ist, wahrscheinlich sogar besser, aber mit Burmester verdienen wir einfach mehr."



T.M. schrieb:
Die Gefahr, das in diesem Forum alles schön geredet wird, ist absolut nicht zu befürchten.


Wenn die Hifi-Presse mal wieder einen Testsieger hervorbringt und das besagte Gerät in Deutschland kurz danach ausverkauft ist, ist das schon sehr zu befürchten.




T.M. schrieb:
Mit meinen Audioplan-Lautsprechern bin ich absolut zufrieden.
Für mich sind diese "das Gelbe vom Ei"
Da Dir ja nicht bekannt ist, welches Lautsprecher-Modell ich von Audioplan habe, gehe ich davon aus, dass Du alle Audioplan-Modelle für nicht Gut hälst.
Wenn dies nicht ein fundiertes Urteil von Dir ist!


Ich habe Audioplan auf unzähligen Messen besucht und über Jahre hinweg die Verstärker- und LS-linie im Auge behalten. Im Endeffekt sind sie bei ihrer Klangrichtung geblieben. Ja, ich denke, dass ich das ganz gut beurteilen kann. Sie sind nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Mainstrem eben.

Um Dich mal ein wenig zu schocken ... Ich habe mit einem Bekannten (Händler), einen Vergleich zwischen Jadis JA 80 Mono-Endstufen und einer kleinen Stereo China-Röhre für ca. 300 - 400 EUR einen längeren Hörvergleich an wirkungsgradstarken Lautsprechern gemacht. Während die Jadis etwas mehr die ruhige Gangart bevorzugten, konterte die günstige China-Röhre mit einer deutlich lebendigeren Spielweise. Alles in Allem war es ein Patt. Die China-Röhre war die Dynavox VR-70. Die Monos VR-80 hatten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht. Mich hat es jedenfalls sehr nachdenklich gemacht.


Grüße, Amin
CarstenO
Inventar
#9 erstellt: 10. Okt 2007, 16:13
Ich habe den VR 70 E 2 und kann mir nicht vorstellen, dass ich zum gleichen Ergebnis käme.

Carsten
ebenholz
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 10. Okt 2007, 16:33
@ T.M.


Das ein amerikanisches High-End Gerät bei uns in Deutschland deutlich mehr kostet ist auch zu erklären,
da für uns extra andere Netzteile eingesetzt werden müssen und auch andere Prüfungen und Vorgaben erfüllt werden müssen.


da wäre ich sehr vorsichtig...

ein blick in den berüchtigten-accuphase-import-thread reicht sicherlich aus um klarheit zu schaffen...

stichwort "p.i.a." sollte auch noch reichlich disk.-stoff liefern...

Amin65
Inventar
#11 erstellt: 10. Okt 2007, 17:05

CarstenO schrieb:
Ich habe den VR 70 E 2 und kann mir nicht vorstellen, dass ich zum gleichen Ergebnis käme.

Carsten


Ich war ebenfalls verblüfft, aber es ist ohne Übertreibung genauso wie ich gesagt habe. Getestet hatten wir das am Klipschhorn. Dazu wurden lediglich die NF- und LS-Kabel umgestöpselt.
Zwei meiner Hifi-Freunde sind inzwischen mit den Dynavox ausgestattet. Einer mit der 70er, der andere mit den 80er Monos.


Grüße, Amin
superfranz
Gesperrt
#12 erstellt: 10. Okt 2007, 19:46

Amin65 schrieb:

CarstenO schrieb:
Ich habe den VR 70 E 2 und kann mir nicht vorstellen, dass ich zum gleichen Ergebnis käme.

Carsten


Ich war ebenfalls verblüfft, aber es ist ohne Übertreibung genauso wie ich gesagt habe. Getestet hatten wir das am Klipschhorn. Dazu wurden lediglich die NF- und LS-Kabel umgestöpselt.
Zwei meiner Hifi-Freunde sind inzwischen mit den Dynavox ausgestattet. Einer mit der 70er, der andere mit den 80er Monos.


Grüße, Amin



Original Klipsch-Horn mit K 55 und T35 ?

Wieso überrascht, ihr Hifi-Recken!

...das mit dem Klipsch-Horn zu testen war nicht dumm Armie !

franzl
lini
Inventar
#13 erstellt: 11. Okt 2007, 00:04

T.M. schrieb:
(...) Das ein amerikanisches High-End Gerät bei uns in Deutschland deutlich mehr kostet ist auch zu erklären,
da für uns extra andere Netzteile eingesetzt werden müssen und auch andere Prüfungen und Vorgaben erfüllt werden müssen. (...)


Aha, deshalb also muss ein Grado-SR80-Kopfhörer, der in den Staaten deutlich unter US$ 100 zu haben ist, bei uns rund 175 Euro kosten - oder wie?


T.M. schrieb:
(...) wenn die Preiskalkulation der meisten High-End Herstellern wirklich so unverschämt ist wie Du sagst und vieles nur Show ist, dann wäre es doch ein Einfaches für die "Besserwissenden" aus diesem Forum, eine Firma zu gründen und es allen anderen mal richtig zu zeigen wie es geht. (...)


Wozu? Wenn ich mir etwa in den meisten Nouvelle-Cuisine-Schuppen abgezockt vorkäme, bräuchte ich ja auch nicht unbedingt Koch zu werden, sondern müsste nur auf andere Restaurants ausweichen...

Grüße aus München!

Manfred / lini
Amin65
Inventar
#14 erstellt: 11. Okt 2007, 08:30

superfranz schrieb:



Original Klipsch-Horn mit K 55 und T35 ?


Ja, das Original.


superfranz schrieb:
Wieso überrascht, ihr Hifi-Recken!


Über den Ausgang beim Röhrenendstufenvergleich: extrem teuer gegen extrem billig.


Grüße, Amin
0le9
Stammgast
#15 erstellt: 11. Okt 2007, 22:07

T.M. schrieb:

Das ein amerikanisches High-End Gerät bei uns in Deutschland deutlich mehr kostet ist auch zu erklären,
da für uns extra andere Netzteile eingesetzt werden müssen und auch andere Prüfungen und Vorgaben erfüllt werden müssen.

Nein.
In Amerika ist die Elektronik i.d.R. grundsätzlich billiger, als in Deutschland, auch wenn man die Mehrwertsteuer berücksichtigt.

Mein neu gekaufter IBM/Lenovo t61p Notebook z.B. kostet da auch einen Tausender weniger, und das obwohl er aus China kommt.

Das hat nix mit Netzteil Aufpreisen, sondern mit globaler Vertriebspolitik zu tun. Viele Firmen, die weltweit Produkte vertreiben, haben für jede Land/Region einen anderen Preis.
Europa wird dabei meistens als Hochpreisgebiet behandelt.

tja, pech gehabt...


[Beitrag von 0le9 am 11. Okt 2007, 22:09 bearbeitet]
casesdaily
Stammgast
#16 erstellt: 12. Okt 2007, 12:35

0le9 schrieb:
Europa wird dabei meistens als Hochpreisgebiet behandelt.


Wenn ich mir überlege, was ich vor 5 Jahren für 50 Mark im Einkaufswagen hatte und heute für 25 Euro... Kein Wunder, dass Importieren selbst mit Zoll + Porto oft die bessere Alternative ist.



T.M. schrieb:
Schreiben sollte man über diese Produkte jedoch nur, wenn man über eine Anlage hoher Güte verfügt und diese Dinge selbst ausprobiert hat.


Natürlich. Wir vergessen schnell mal die kinetische Gastheorie und erklären z.B. den Raumanimator für funktionsfähig. Sonst gehts wohl noch...


[Beitrag von kptools am 12. Okt 2007, 13:42 bearbeitet]
SayRonnie
Schaut ab und zu mal vorbei
#17 erstellt: 12. Okt 2007, 13:17

Amin65 schrieb:

Von einem Insider habe ich folgenden groben Multiplikator bekommen: Hersteller der Bauteile rechnet Faktor 2, also ein Bauteil kostet in der Herstellung sagen wir mal 10 Cent. Das wird mit 2x multipliziert (= 20 Cent) und wandert zum Hersteller des Hifi-Gerätes. Dieser baut es in sein Gerät und berechnet es wieder mit dem Faktor 2 (=40 Cent). Nun wandert es zu einem Vertrieb, der es wieder mit dem Faktor 2 multipliziert (=80 Cent). Und wenn man Glück hat, bekommt es jetzt der End-Händler und nicht ein weiterer Zwischenhändler, der es wieder mit 2 multipliziert (=1,60 EUR). Das ist die Wertsteigerung eines einzelnen Bauteils von der Herstellung zum Endkunden. Also nicht das 4-5-fache, wie von Dir vermutet, sondern bei meinem Beispiel bis zum 16-fachen! So zumindest funktioniert es im High End Hifi. Bei Kabeln ist es noch schlimmer!


Das ist doch aber die "normale" Wertschöpfungskette, wie man sie in der Volkswirtschaftslehre kennt. Und an jeder Position der Wertschöpfungskette arbeiten Personen, die bezahlt werden möchten und Share Holder, die auch noch was abhaben möchten. Deine Aussagen darf man also nicht auf HiFi beschränken. Eigentlich finde ich es noch nicht einmal besonders viel, wenn pro Station der Wertschöpfungskette 100% aufgeschlagen wird.

Bei den meisten HighEnd Marken, gibt es übrigens den Hersteller, dann den Vertieb bzw. Importeur und dann schon den HiFi Händler. Ist doch eigentlich recht schlank für mein Empfinden...


Gruß
Ronnie
CarstenO
Inventar
#18 erstellt: 12. Okt 2007, 13:31

SayRonnie schrieb:
Bei den meisten HighEnd Marken, gibt es übrigens den Hersteller, dann den Vertieb bzw. Importeur und dann schon den HiFi Händler.


Hallo Ronnie,

das trifft auf die meisten Hersteller zu. Sie unterscheiden sich meist darin, ob der Vertrieb regional über Handelsvertretungen oder eigene Außendienstler durchgeführt wird.

Carsten
Zweck0r
Moderator
#19 erstellt: 12. Okt 2007, 22:27

T.M. schrieb:
Manche Tuning Produkte sind wohl grenzgängig und die Wirkung kann man sich nur sehr schwer bzw. garnicht vorstellen.
Schreiben sollte man über diese Produkte jedoch nur, wenn man über eine Anlage hoher Güte verfügt und diese Dinge selbst ausprobiert hat.


...und Irrtum/Einbildung durch geeignete Maßnahmen aus der Bewertung ausgeschlossen hat.

Grüße,

Zweck
Amin65
Inventar
#20 erstellt: 13. Okt 2007, 08:55

SayRonnie schrieb:


Das ist doch aber die "normale" Wertschöpfungskette, wie man sie in der Volkswirtschaftslehre kennt. Und an jeder Position der Wertschöpfungskette arbeiten Personen, die bezahlt werden möchten und Share Holder, die auch noch was abhaben möchten. Deine Aussagen darf man also nicht auf HiFi beschränken. Eigentlich finde ich es noch nicht einmal besonders viel, wenn pro Station der Wertschöpfungskette 100% aufgeschlagen wird.


Die von mir gewählte Abfolge war auch recht kurz. Normalerweise gibt es wohl noch ein paar Leutchen dazwischen, die ebenfalls die Hände aufhalten.

Wenn man allerdings einen VW Golf so berechnen würde, wie ich es oben als Hifi-Beispiel getan habe, dürfte er nicht 20.000 EUR sondern über 100.000 EUR kosten.


Grüße, Amin
SayRonnie
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 15. Okt 2007, 07:21

Amin65 schrieb:

SayRonnie schrieb:


Das ist doch aber die "normale" Wertschöpfungskette, wie man sie in der Volkswirtschaftslehre kennt. Und an jeder Position der Wertschöpfungskette arbeiten Personen, die bezahlt werden möchten und Share Holder, die auch noch was abhaben möchten. Deine Aussagen darf man also nicht auf HiFi beschränken. Eigentlich finde ich es noch nicht einmal besonders viel, wenn pro Station der Wertschöpfungskette 100% aufgeschlagen wird.


Die von mir gewählte Abfolge war auch recht kurz. Normalerweise gibt es wohl noch ein paar Leutchen dazwischen, die ebenfalls die Hände aufhalten.

Wenn man allerdings einen VW Golf so berechnen würde, wie ich es oben als Hifi-Beispiel getan habe, dürfte er nicht 20.000 EUR sondern über 100.000 EUR kosten.


Grüße, Amin


Auch beim Golf ist die Wertschöpfungskette eingepreist, wenn man bedenkt, wie viele Fremdhersteller fertige Teile an VW liefern. Auch die werden sich ihre Produkte gut bezahlen lassen. Und ein VW Händler spielt da ja auch noch mit. Ich denke, daß ein Golf eher deutlich unter 10.000€ kosten würde, wenn alle auf ihren Gewinn verzichten würden. so long...


Gruß
Ronald
NewNaimy
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 15. Okt 2007, 20:26
Dass einige Hersteller oft schlecht beim Namen genannt werden haben sie sich doch in der Regel selbst zuzuschreiben. In den 90ern gab es den ein oder anderen Klangtipp der sich als Heizofen rausstellte aber wegen seines Preises trotzdem gekauft wurde.

Das Autosuggestivproblem verbinden sicher viele mit einem klangvollen Namen, allerdings hat man doch durchaus die Auswahl, sich aus dem riesigen Sortiment einen gesunden Kompromiss zwischen Klang (hörbaren) und Namensklang in Verbindung mit Design, Haptik und Langzeitkonstanz auszusuchen. Wie in vielen Fällen macht hier das Marketing und die Art der Überzeugungsarbeit der Händler den meisten Verkauf aus.

Ein Mercedes muss auch alle Nase lang in die Werkstatt zum Ölwechsel oder Verschleissteile wechseln...

Solange es allerdings Spass macht...
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