6 Ohm Boxen an 8 Ohm Verstärker?

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Nicron
Neuling
#1 erstellt: 09. Apr 2012, 12:43
Hallo
Ich hasse es selber zufragen ich habe mir schon ohne ende durchgelesen in allen möglichen Foren zum Thema Ohm und hab auch ne menge Verstanden aber ich würde zu meiner Frage oben erst mal nein sagen da ich gelesen habe
Ohm Boxen < Ohm Verstärker= Verstärker In Gefahr
Aber ich will wissen was ihr dazu sagt.
Hier noch die Daten von meiner Anlage
Sinus-Ausgangsleistung (FTC):

HK 3390: 80 Watt pro Kanal, 20 Hz – 20 kHz
bei < 0,07% Klirrfaktor (THD), beide Kanäle an 8 Ω
Was mich jetzt Verwundert sind die Angaben der Boxen

Bauart: 3-Wege geschlossen
Chassis:
Tiefton: 25 cm
Mittelton: 8 cm Konus
Hochton: 2 cm Kalotte
Belastbarkeit (Nenn-/Musikb.): 80/160 Watt
Wirkungsgrad: 87 dB / Watt
Frequenzgang: 25 - 25.000 Hz
Übertragungsbereich: 18 Hz -25 Khz
Übergangsbereiche: 900/4000 Hz
Impedanz: 6 Ohm (für Verstärker von 4-16 Ohm geignet)
Bitte kann mir das einer Erklären?
mfg.
Nico
Mickey_Mouse
Inventar
#2 erstellt: 09. Apr 2012, 13:02
das Missverständnis kommt immer wieder hoch!

ein Verstärker hat keine Ausgangsimpedanz von z.B. 8Ohm, die liegt i.d.R. um ca. Faktor 100 darunter. Der wird als Dämpfungsfaktor bezeichnet und bedeutet genau das: wieviel geringer ist die Impedanz des Verstärkers im Vergleich zu den LS. Im Prinzip kommt das mal wieder aus dem höher, schneller, weiter Wahn. Ein niedriger Widerstand/Impedanz ist bei Verstärkern besser. Das kann man aber schlechter verkaufen, also dividiert man beides und schon ist besser auch größer

Das was da oben zu dem HK AVR steht, sagt eben aus, dass der AVR 2*80W an 8Ohm LS abgeben kann. Und das wirklich gleichzeitig (beide Kanäle) und bei geringen Verzerrungen (<0,07% Klirr).
Viele andere Hersteller würden nur einen Kanal messen (völlig praxisfremd) und wesentlich höhere Klirrwerte zulassen. Bei solch einer Messung käme dieser AVR vermutlich auf 150W oder mehr.

Egal, darüber was für LS da angeschlossen werden können, sagt es nix weiter aus.

Nahezu alle heute verfügbaren LS sind eigentlich 4Ohm Typen. Wenn man den AVR umschalten kann, dann kann man zur Sicherheit die Einstellung für 4 oder 6 Ohm LS nehmen. Kann man nix einstellen, dann kann man da auch 4 Ohm LS anschließen, wenn nicht, taugt der AVR nix. Ausnahmen sind evtl. spezielle Kombi-Anlagen, die inkl. LS geliefert werden.
Nicron
Neuling
#3 erstellt: 09. Apr 2012, 13:13
Also das mit der Ausgangsimpedanz wusste ich schon das es nur ein Richtwert für die anzuschließenden Boxen ist.
Und denke schon das der HK3390 das Schafft aber ist doch echt ein scheiß mit den Ohm verwirren alle nur. Also muss ich mir keine sorgen machen das meiner Anlage oder den LS (Sony SS-E 620)
was passiert???
Hab irgendwo mal gelesen das wenn man 4Ohm LS an eine 8Ohm AVR anschließt dan Verdoppelt sich die Watt die zu den Boxen kommen.
Also 8/6=1,33
80*1,33=106Watt würden die Boxen bekommen und da sie eine Belastbarkeit (Nenn-/Musikb.): 80/160 Watt haben würden sie es Überleben.
Ist das so richtig?
Mickey_Mouse
Inventar
#4 erstellt: 09. Apr 2012, 13:52
das mit 4/6/8 Ohm Boxen kannst du dir so vorstellen:
wenn dein Auto auf gerader Strecke ("normale" 8Ohm) 180 läuft, dann schafft es bei 5% Gefälle (6Ohm) vielleicht 200km/h, irgendwann kommst du aber in den Drehzahlbegrenzer, einige Autos früher, andere später.
Um es dann nicht kaputt zu machen, was machst du dann? Genau, nimmst etwas Gas weg, damit es nicht immer schneller wird.
Im Prinzip ist es mit dem AVR und den LS dasselbe. Niedrigere Impedanz der LS bedeutet, dass bei derselben Spannung mehr Strom fließt -> mehr Leistung. Irgendwann geht aber dem AVR die Luft aus, er fängt an zu verzerren und man sollte schleunigst etwas Gas wegnehmen. Wenn die LS vorher an der Belastungsgrenze sind gilt dasselbe.

Wenn du also etwas aufpasst und nur so weit aufdrehst, solange es noch sauber klingt, kann dir eigentlich nix passieren. Kritisch wird es immer, wenn es verzerrt, kreischt oder die Bässe anschlagen!
kailash1
Neuling
#5 erstellt: 28. Mrz 2014, 21:10
Guten abend und grüss euch ganz herzlich ,

Ich kaper den Fred da sich meine Anfrage und Unsicherheit nicht von der des Frederstellers unterscheidet und ersuche um Nachsicht da ich bis dato nur Baukläötzsysteme betrieben habe.

Ich habe fogende Boxen : JAMO A707 je 200w/4Ohm

und folgende Verstärker zur Auswahl : Marantz PM5004 2x55W unter 4 Ohm bzw 2x40W unter 8Ohm
und einen DENON AVR-1803 (so ein 6.1 Homecinemateil)
mit 6 Endstufen 4 x 110 W sowie 2x (110 +110W) alles auf 6 Ohm

Mein Ziel ist nicht die Boxen oder Anlage zu quälen sondern einfach auf guter Zimmerlautstärke (so dass die Nachbarn noch nicht klopfen kommen) Musik zu geniessen.


Gibt es von den Freaks hier ein OK für einen der beiden Verstärker . Und sollte ich über kurz oder läng einen Endverstärker auf 2x200W 4 Ohm zum Marantz dazu klemmen ?

Servus und danke für die Hilfestellung auch wenn die Frage schon gefühlte 1000 mal gestellt wurde .
Kaialsh1


[Beitrag von kailash1 am 28. Mrz 2014, 21:10 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#6 erstellt: 28. Mrz 2014, 22:00
bei Zimmerlautstärke benötigst du i.d.R. nicht mehr als 1W (EIN!)
allerdings geht das ganze logarithmisch weiter, damit es sich doppelt so laut anhört, brauchst du die 10 (zehn!) fache Leistung. D.h. 1W ist schon gute Zimmerlautstärke und lauter als man "normal" hört (jetzt mal ganz pauschal gesprochen) aber damit sich das jetzt wirklich doppelt so laut anhört, benötigst du schon 10W. Nochmal doppelt so laut wären 100W.
Daran kannst du erkennen, dass der Unterschied zwischen 50 und 100W gar nicht wirklich so groß ist wie es auf den ersten Blick aussieht. Damit sich 50W doppelt so laut anhören bräuchte man eben 500W und eine Verdopplung der Leistung bringt nur +3dB, das ist nicht viel.

Dazu kommt, dass die AVR Hersteller gerne bei den Leistungsangaben "schummeln". Oftmals werden die Leistungen zwar mit 5* oder 7*xyzW angegeben, aber klamm heimlich gilt das nur wenn nur EIN Kanal genutzt wird. D.h. der AVR hat 6 Endstufen und jede kann für sich alleine 110W liefern, aber das Netzteil ist weit davon entfernt 6*110=660W "am Stück" liefern zu können (wenn man den Wirkungsgrad von vielleicht 50...60% einrechnet, dann liegt man bei >1kW).

Ich habe lange meine LS mit einem 2*60W Stereo Verstärker betrieben. Das ist für eine Party in einer großen Halle oder Gartenparty etwas wenig, aber reicht definitiv ein normales Wohnzimmer zu rocken.
kailash1
Neuling
#7 erstellt: 29. Mrz 2014, 00:04
Hallo Mickey,

ich habe die Jamo heute gekauft - OVP und selbst die Folie war/ist noch auf der Oberseite drauf.
Nachdem der Denon schon seit einem Jahr auf einen Einsatz gewartet hat hab ich ihn gleich angeschlossen. Der Denon zieht anscheinend Maximal 260W was ich so eben gesehen habe und wie du schreibst auf die Watt kommt es nicht an ...mir wäre auch kleiner Röhrenverstärker mit 2x10 lieber als so ein Denon.
Was ich schreiben will... ich bin seit Jahren wieder einmal mit den Sound in der Wohnung zufrieden ;-) ...ein Anfang ist gemacht !
kailash1
Neuling
#8 erstellt: 29. Mrz 2014, 20:11
Nächste Anfängerfrage :

Bi-Wiring :

Bässe über die Frontanschlüsse und die Mittel - Hochtöner über die Surroundanschlüsse des Verstärkes laufen lassen ? Macht das Sinn (wenn ich einfach im Stereo-Modus des Verstärkers bleibe) oder ist das eine ausgewachsene Schnapsidee ?
Klassischen Bi-Wiring ist doch Nonsens , das leuchtet auch mir , da dadurch nur die Kabellänge verdoppelt wird , aber wenn der Verstärker schon so viele unnütze Ausgänge hat...... ;-9
LG

Kailash1


[Beitrag von kailash1 am 29. Mrz 2014, 20:13 bearbeitet]
Fuchs#14
Inventar
#9 erstellt: 29. Mrz 2014, 20:14
kannst du so machen, versprech dir aber nicht zu viel davon. In der Praxis wirst du keinen Unterschied hören, es sei denn du fährst sehr hohe Pegel. Schaden kann es aber auch nicht...


Ich habs auch so
Mickey_Mouse
Inventar
#10 erstellt: 29. Mrz 2014, 20:19
schaden kann es nicht und wenn es hinterher deutlich besser klingt, dann weißt du schonmal ganz sicher, dass du einen Schrott-Verstärker hast


[Beitrag von Mickey_Mouse am 29. Mrz 2014, 20:20 bearbeitet]
Crazy-Horse
Inventar
#11 erstellt: 30. Mrz 2014, 11:13
Bitte nicht die Angabe auf der Rückseite eines Verstärker verwenden um Rückschlüsse auf das verbaute Netzteil zu ziehen.

Wenn da Angaben zur verbauten Sicherung erkennbarn sind, bei einem Onkyo 5010 sind das z.b. beim US Modell 120V bei 12,8A, das sind fast 1600W, das reicht schon für ne Party.

In Deutschland ist der aber mit 1050W angegeben, also da passt es einfach nicht zusammen.
Mickey_Mouse
Inventar
#12 erstellt: 30. Mrz 2014, 11:32
ich wäre auch vorsichtig aus der Sicherung Rückschlüsse auf die Leistung zu ziehen.
Ok, man kann zumindest die maximal Aufnahme bestimmen (mehr geht nicht) und über einen üblichen Wirkungsgrad von nicht viel mehr als 50% (außer bei Class-D) auf die Ausgangsleistung tippen.

Aber mal ein Beispiel von meinem 2*60W Stereo Amp, der ist als Europa Modell bei 230V mit 2,5A (und das auch noch träge!) abgesichert, das wären dann ja knapp 600W Input...

In der Anleitung meiner Endstufe steht explizit die Warnung, dass in "fordernden Situationen" (demanding situations) über 2kW aufgenommen werden und man dementsprechend für freie Aufstellung sorgen soll. Ich muss mal gucken was da an Sicherung drin steckt, muss eigentlich 10A sein, sonst dürfte keine Kaltgeräte/Schuko Schnur verwendet werden.
Noxar
Neuling
#13 erstellt: 30. Jan 2018, 14:07
Ich hab mir als Elfjähriger meine erste Anlage von Technics gekauft. 6-Ohm-Boxen (35/70Watt) waren schon dabei und mit kindlichem Leichtsinn, Ahnungslosigkeit und Experimentierfreudigkeit hab ich kurze Zeit später einfach zwei weitere Boxen (50/100Watt) durch Verdrillen der Boxenkabel an ein und dem selben Ausgang angeschlossen, weil die Anlage nur einen Ausgang für Rechts und Links hatte. Später kamen sogar nochmal zwei kleinere Boxen dazu. Das alles hat der Verstärker in einer Silvesternacht bis zum Volume-Anschlag verkraftet.
Die zwei kleineren Boxen kamen dann wieder weg, aber mit den vier "großen" läuft die Anlage auch heute, 25 Jahre später, noch tadellos.

Soll heißen die Anlage ist für 6 Ohm ausgelegt, läuft aber im Endeffekt mit 3-Ohm-Boxen, wenn ich das richtig verstehe.


[Beitrag von Noxar am 30. Jan 2018, 14:11 bearbeitet]
Comeback
Stammgast
#14 erstellt: 31. Jan 2018, 19:58
Deswegen musst du aber nicht einen thread nach fast 4 Jahren wieder ausgraben.
Noxar
Neuling
#15 erstellt: 01. Feb 2018, 10:51
Sag das mal Google. Jeder der heute etwas googelt, kann heute auf diesen thread stoßen. Anders war's bei mir ja auch nicht. Das bedeutet die Unterhaltung (thread) lebt solange sie nicht gelöscht wird.
erddees
Inventar
#16 erstellt: 01. Feb 2018, 14:54

Noxar (Beitrag #13) schrieb:
Soll heißen die Anlage ist für 6 Ohm ausgelegt, läuft aber im Endeffekt mit 3-Ohm-Boxen, wenn ich das richtig verstehe.

In Abhängigkeit davon, wie viel Ohm Widerstand die zusätzlich angeschlossenen Lautsprecher tatsächlich hatten, hat sich der Gesamtwiderstand drastisch verringert. Zumal beim Anschluss von drei ( !? ) Paar Lautsprechern, womöglich noch mit unterschiedlichen Widerständen. Und zwar auf deutlich weniger als 3 Ohm.
Bei der von dir beschrieben Konstellation, jetzt nur mit 3-Ohm-Lautsprechern, würde sich der Gesamtwiderstand dann noch einmal dramatisch verringern und unweigerlich den Verstärker mit Überhitzung ins Elektronik-Nirvana schicken.

Wenn das dein Geraffel "in einer Silvesternacht bis zum Volume-Anschlag verkraftet hat und immer noch "tadellos" läuft, spricht das zwar auch für die Qualität des Technics-Produkts, in erster Linie aber dafür, dass du nur Schwein gehabt hattest.

Dein Rückschluss ist insofern nicht richtig und ich rate auch dringend von einer Nachahmung ab.
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