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Fragen zur Schallplatten digitalisierung (USB vs. LineIn)

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Autor
Beitrag
qupfer
Neuling
#1 erstellt: 28. Nov 2009, 11:09
Hi,

ich habe mir vorgenommen Schallplatten zu digitalisieren.
Um überhaupt auch eine Abspielmöglichkeit zu haben, habe ich mir den Sony LX 300 gegönnt. Ursprünglich weil er u.a. auch gleich ein USB-Anschluss enthält. Nur bin ich mir mitlerweile garnichtmal mehr so sicher, ob ds überhaupt "die beste" Möglichkeit ist. Immerhin hat der Plattenspieler ja auch einen Vorverstärker integriert und kann ihn somit direkt ans Notebook anschließen und damit aufnehmen.
Meine gedankliche Sorge ist folgende:
Wenn ich Ihn über USB Anschließe, erfolgt doch die A/D Wandlung schon im Player, oder? Leider habe ich keine Vorstellung ob das gut- oder schlecht ist. Am LineIn übernimmt die A/D Wandlung ja erst die Soundkart bzw. Soundchip. Rein von den angeotenen Einstellungen scheint der LineIn die bessere Wahl zu sein. Während das "USB-Mikro" (als was der Spieler anerkannt wird) nur bis 16bit 48k geht (laut Windows-Audiogeräte-Verwaltung), geht der Realtek LineIn bis 16bit 192k. Dafür habe ich da aber eine analoge Steckverbindung((die zum Player gehörenden Stero-Chinchstecker <---->Chinchkupllung auf 3.5mm Klinke ) wo theoretisch auch die Umgebung noch einfluss auf die Aufnahme haben könnte, während ich bei USB nur eine digitale habe, wo wohl jede 1 und 0 in der richten Reihenfolge ankommen müsste.

Ich weiß natürlich, das bei meiner verwendeten Hardware diese Sorge völliger quatsch und übertrieben ist und man sicher keinen Unterschied hören wird, aber trotzdem möchte ich Wissen, dass ich einfach bestmögliche Qualität herusgegholt bekomme.

Falls von Bedeutung. Beim USB-Mik muss ich den Pegel auf <4 einstellen um ein Übersteuern zu verhindern, bei 0 ist es stumm.
Beim LineIn habe ich so eine "Verbesserung" zur automatischen Pegeleinstellung. D.h da kann ich den Pegel auf auf 100 Stellen und die Aufnahme übersteurt trotzdem nicht.
Schwere Entscheidung


[Beitrag von qupfer am 28. Nov 2009, 11:18 bearbeitet]
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 01. Dez 2009, 11:33
Die Frage wird Dir niemand beantworten können. Die anwählbaren Digitalisierungsparameter (Abtastrate, Amplitudenauflösung) sind das eine, die Qualität der Wandler und der vorgeschalteten Analogelektronik das andere.

Thema Störkomponenten
Schau Dir bitte mal unten angehängte Diagramme an. Das sind Spektren von Digitalrecordern bei offenem Eingang, also ohne angestecktes Zuspielgerät. Die Pegeleinstellung war dabei immer die gleiche - es hätte jeweils 2 Volt Eingangsspannung zur digitalen Vollaussteuerung geführt. Die Unterschiede bei dieser "Leeraufnahme" sind deutlich zu sehen - der Pioneer-DAT D500 hat deutliche Störkomponenten, der Sony-DAT DTC57ES ist da schon besser (beide Geräte von 1991) und die Terratec-Soundkarte EWX24/96 (von 2001) hat trotz Einbau in einem normalen PC keinerlei Störkomponenten und dazu ein deutlich niedrigeres Grundrauschen.

Da gibt es also deutliche Unterschiede. Bitte glaube mir, daß es sich hier um recht hochwertige Geräte handelt. Ich habe "Multimedia-PCs" erlebt, deren analoge Aufnahmen auf weniger als 50 dB Signal/Rauschabstand kamen - das ist unter dem Niveau eines guten Kassettendecks. Ohne Kenntnis des Rauschgrunds und der Störkomponenten Deiner Laptop-Soundkarte und im Vergleich dazu der im Plattenspieler eingebauten USB-Soundkarte kann Dir niemand etwas raten.

Solche Untersuchungen kannst Du aber auch mit Freeware selbst anstellen. Dazu bei abgehobener Nadel eine Aufnahme auf dem einen und auf dem anderen Weg anfertigen und dann vergleichen.

Frequenzgang
Das wid ohne Meßschallplatte schon schwieriger, sollte aber auch bedacht werden.

Klirrspektrum
Da scheitert der Amateur dann völlig. Hier dürfte bei Verwendung einer Testschallplatte vor allem der Abtastvorgang selbst den größten Anteil liefern. Da wäre eine Fremdeinspeisung eines Testsignals in den Phono-Vorverstärker angebracht. Prinzipiell auch ohne großen Gerätepark möglich, nur sollte man Elektronik-Grundkenntnisse haben und löten können.

Letztlich bleibt Dir nur, auf Störkomponenten bei "Leeraufnahme" zu untersuchen und dann Deinen Ohren beim Gesamtergebnis zu vertrauen.

Und falls Du CDs aus den Aufnahmen machen willst oder Dateien, die sich auf stinknormaler und nicht nur auf Highend-Hardware abspielen lassen sollen, mußt Du sowieso 44.1 kHz nehmen und kannst die 192 kHz getrost ignorieren.

Btw, mir behagen Windows-integrierte Audiolösungen nie, weil ich keine Ahnung davon habe, welche Wege das Signal nehmen muß - vor und nach dem Wandler. Ich habe schon Soundkarten erlebt, die durch einen CD-Player oder eine andere Hochpegelquelle massiv übersteuert wurden, obwohl die Wandler keinesfalls voll ausgesteuert waren (und die Software-Pegelanzeige also auch weit unter 0 dBfs stand). Da war vor dem A/D-Wandler halt ein analoger Mixer (VCA) und der war eingangsseitig hoffnungslos überfahren...

cr
Moderator
#3 erstellt: 03. Dez 2009, 13:21
Ich glaube, die oben erwähnten Probleme sind eher Nebenschauplätze.

Das Wichtigste ist guter Tonarm/Abnehmer, richtig justiert und zusammenpassend etc. Mit einem USB-Plattenspieler ist man hier ohnehin schon eher im unter(st)en Segment.
???!!!???
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 04. Dez 2009, 19:31
Am besten du probierst beide Varianten mal aus, mit der selben LP natürlich, und vergleichst beide Aufnahmen mal mit einem Kopfhörer, da hörst du Unterschiede am ehesten raus. Das Ergebnis ist das Ziel.

Ich habe mich bis vor kurzem auch mit zwei Aufnahmeverfahren rumgeschlagen. Allerdings mit Aufnahmen vom Sat-Receiver. Hier sollte man meinen, das ist doch schon digital, da gibts doch keine Probleme...

Da ich jetzt auch über Kopfhörer höre habe ich mein altes Aufnahmeverfahren von früher ausgergraben als ich noch keinen SPDIF-Eingang an der Soundkarte hatte. Die Alternativlösung sieht so aus, das der Sat-Receiver digital erst einmal an einen hochwertigen D/A Wandler angeschlossen ist, und von da geht es analog in die Terratec Phase 22, und wird dann mit Audacity aufgenommen. Man kann sagen es sind so ein D/A und ein A/D Wandler in Reihe geschaltet. Ergibt zwar kein Sinn und ist paradox, das Ergebnis kann sich aber hören lassen. Der analoge Umweg klingt reiner, klarer. Es sind auch alle Feinheiten zu hören, aber besser aufgelöst. Auch diese „Bröseleffekte“ bei übersteuerten Aufnahmen senderseitig sind weitgehend eliminiert.

Warum das nun so ist, ich kann es mir nicht erklären, aber wie schon erwähnt, das Ergebnis ist das Ziel.

In deinem Fall würde ich auch die analoge Lösung wählen, denn der digitalen USB-Elektronik in dem Sony würde ich auch nicht so ganz trauen.
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