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decrackler nach Digitalisierung von Schallplatten

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Autor
Beitrag
Niels63
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 10. Dez 2011, 13:45
Hallo,

aktuell bin ich mal wieder "vintage- mäßig" unterwegs und stocke meine Plattensammlung auf. Beim Hören werden die guten Scheiben gleich digitalisiert. Leider sind einige bereits "grenzwertig" und ganz schön verknistert. Ich möchte nach der Digitalisierung gerne einen decrackler einsetzen. Was sind eure Erfahrungen damit? Lohnt es sich, dafür Geld auszugeben oder sind die Freeware Produkte gut genug oder taugt das alles nix? ich hab schonmal mit dem declicker VST (Uralt Teil von Steinberg WaveLab 5) rumgespielt, das ist aber nicht so Klasse.

Vielen Dank für jeden Kommentar,

Axel
Radiowaves
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 13. Dez 2011, 09:14
Ich habe mir (und den Aufnahmen) bislang in solchen Fällen mangels wirklich anständiger Software in meinem Besitz das Entknistern erspart. Was ich vor Jahren (!) als Freeware (!) in die Hände bekam, taugte alles nichts und brachte mehr Kollateralschaden als Nutzen.

Kürzlich lag aber eine DDR-LP auf dem Plattenteller, mit der extralangen Version von City - "Am Fenster". Da ist eine Art Hörspielteil drin, in dem man deutlich das Plattengrundgeräusch (dieses "Wabern") und natürlich jeden Knack hört. Die Aufnahme sollte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gespielt werden und tat es dann auch. Der die Sendung betreuende Techniker ist da mit einer Restaurationssoftware von CEDAR Audio rangegangen. Das ist keine Freeware - im Gegenteil. Vor nicht allzulanger Zeit gab es so etwas nur als separates Rechnersystem für fünfstellige Beträge. Jetzt kann man es - immer noch sauteuer - als Softwarelösung kaufen.

Mir liegen Original, gereinigte Version sowie die Differenz als Dateien vor.

Fazit: sämtliche Störgeräusche, auch weitgehend das Hintergrundwabern, wirken wie mit einem Schalter ausgeschaltet. Man hört faktisch nur noch Musik und sonst nichts mehr. Der Titel startet leise, extrem leise ist im Hintergrund noch das Wabern zu erahnen. Man wartet förmlich darauf, daß beim ersten Knack so etwas wie ein Dolby-Rauschatmen einsetzen könnte, also ein kurzes "Aufreißen" der Störkulisse. Aber nix da, das bleibt so. Knackser sind faktisch komplett weg. Störende Nebenwirkungen fand ich keine, zumindest nicht unter pragmatischen Rundfunk-Gesichtspunkten. Es ist unfassbar, was heute auf diesem Gebiet möglich ist.


Den Preis wirst Du aber nicht zahlen wollen, das wird soweit mir bekannt vierstellig. Und irgendwie fehlte mir in der restaurierten Fassung etwas. Na, was schon?

Letztlich hilft bei wenigen derben Knacksern aber auch oft das gute alte "von Hand rausmalen" im Waveeditor. Dabei tut man, wenn man es gut macht, nichts anderes, als was CEDAR hier ganz unten zeigt. Gegen das Wabern hilft das freilich nicht, aber das gehört bei mir einfach zur Platte dazu.
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