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Enttäuschender Klang bei Terrasoniq Phase x64 usb

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entro
Neuling
#1 erstellt: 27. Nov 2010, 20:30
Hallo liebe Musikfreunde :),

nachdem ich mich lange Zeit mit den Kompatibilitätsproblemen der Terratec Phase 24fw herumgeärgert habe und sie zuletzt unter Windows 7 kaum noch zum laufen zu überreden war, habe ich mich dazu entschlossen die Terrasoniq Phase x64 usb auszuprobieren.
Zuvor hatte ich fast durchweg positive Tests und Kundenrezensionen gelesen und war also freudig erregt als sie nun gestern eintraf :).

Einen kleinen Dämpfer gab es beim auspacken, als 3 der 4 Standfüße die eigentlich am Gehäuse kleben sollten lose in der Packung lagen. Das macht psychologisch erstmal keinen sehr "wertigen" Eindruck, wenn man als erstes die Füße neu ankleben muss. Aber wahrscheinlich war es bei der Auslieferung mit 0°C für den Klebstoff zu kalt, und schließlich kommt es ja auf den Klang an (und ansonsten ist die Verarbeitung durchaus ordentlich).

Anschluss und Installation unter Windows 7 liefen mit dem aktuellen Treiber von der Musonik Homepage problemlos.
Also gleich mal foobar2000 angeschmissen und ein paar Lieblings-FLACs angehört... und ziemlich schnell ziemlich ernüchtert gewesen.

Aber zunächst erstmal die Kette die zum Einsatz kam:
Laptop -> Audiointerface: Terrasoniq Phase x64 usb -> Vollverstärker: XTZ Class A100 D3 -> Lautsprecher: Nubert nuLine 82

Das Audiointerface wurde per 2x Monoklinke auf 2x Cinch an den Verstärker angeschlossen.In der gleichen Kette hatte bisher die Phase 24 fw (gelegentlich) ihren Dienst getan, von deren Klang ich auch ziemlich überzeugt war, wenn sie mal lief :).

Im Vergleich zum alten Interface klang die Phase x64 usb aber leider sehr verwaschen und vor allem in den Mitten schwach, beinahe wie hinter einer Wand. Die Höhen hingegen waren mir viel zu scharf und schon nach wenigen Minuten haben die Hi-Hats aber auch Zischlaute angefangen zu nerven. Die ganze Musik "klebte" quasi an den Lautsprechern und kam auch bei größeren Lautstärken nicht richtig raus.
Kurz gesagt: es hat einfach keinen Spaß gemacht.

Zum Vergleich habe ich im Direktvergleich meine Notlösung ausprobiert: flac/mp3-Player per 3,5mm Klinke -> 2xCinch an den Verstärker angeschlossen und den gleichen Titel (auch als FLAC) im Vergleich gehört. Und die Phase x64 klang so schlecht, dass ich den mp3 Player fast noch besser fand - zumindest nicht schlechter (war ein Samsung YP-Q1).
Ein Direktvergleich mit der alten Terratec Phase 24fw war leider nicht möglich, da sie gerade wieder partout nicht laufen will.

Nachdem ich gestern also ziemlich enttäuscht war habe ich mich entschlossen erstmal eine Nacht drüber zu schlafen und gehofft dass der fehlende Hörgenuss auch psychologisch auf die Panne mit den Füßen zurückzuführen sein kann und heute alles besser klingt :). Dem war leider nicht so.

Zu guter letzt habe ich dem Verstärker die DA-Wandlung überlassen und die Phase x64 per Koaxialkabel angeschlossen. Der Unterschied war sehr deutlich und der Klang hat mich qualitativ schon eher an die "gute alte" Phase 24 erinnert (wie gesagt war leider kein direktvergleich möglich).
Dabei hatte ich irgendwo mal gelesen, dass die DA-Wandler vom XTZ Class A100 D3 schon nicht so gut sein sollen (ich glaube es sind AD 1955 Wandler. Ich kann mit den technischen Details leider nichts anfangen). Wie kann es sein, dass der DAC von der Phase x64 so mies klingt? Welcher Chip genau drauf sitzt habe ich noch nicht heraus gefunden. Man liest immer nur grundsätzlich von "einem Wolfson".

Ich erwarte in der Preisklasse ja keine Wunder, aber zumindest an die Phase 24 sollte er doch heran kommen können oder?
Kann der schlechte Klang noch auf einen Fehler meinerseits zurückzuführen sein? Z.B. sind ja die Klinke-Buchsen an der Phase x64 symmetrisch ausgelegt und ich habe lediglich eine unsymmetrische Verbindung zum Verstärker, aber vorher war die Verbindung ja auch schon unsymmetrisch.
Ich habe die Phase x64 auch an einem entsprechenden Netzteil laufen lassen (im Lieferumfang war kein Netzteil enthalten), leider ohne für mich hörbare Unterschiede.

Hat jemand eine Idee?
Danke schonmal im Voraus
zuglufttier
Inventar
#2 erstellt: 01. Dez 2010, 20:51
Ahoi,

stehen denn die DIP-Switches an der Seite bei Ch. 3/4 bzw. 1/2 auf Aux oder auf Phono?

Nutze doch mal ein normales Cinch-Kabel und guck, ob das dann noch genauso ist. Hat ja hinten schließlich einen normalen Ausgang. Ich habe mir das Teil auch schon ausgeguckt...
entro
Neuling
#3 erstellt: 12. Dez 2010, 18:25
Hallo,

erstmal Danke für deine Antwort und entschuldigung dass ich noch nicht darauf reagiert habe.

Die Schalter an der Seite waren beide auf Aux gestellt. Aber imho regeln die auch nur den Pegel der Eingangskanäle, die ich im Test auch garnicht verwendet hatte.
Lediglich den Instrumenteneingang hatte ich getestet.

Auf das Ausgangssignal hatten die Schalter für mich keinen hörbaren Einfluss.

Auch mit normalem Cinch-Kabel (auf den Ausgängen 3/4) klang es leider nicht besser. Mittlerweile ist die Karte Retour gegangen.

Trotzdem will ich meinen ersten Post, der bei meiner ersten Enttäuschung vielleicht etwas hart ausfiel noch etwas relativieren.
Das Audiointerface hat für den Preis eine gute Ausstattung und wurde von meinem Laptop auch stets problemlos erkannt. Für Hobbymusiker die gerne ein bisschen Musik aufnehmen und hören wollen kann sie durchaus eine ordentliche Wahl sein.

Um damit primär Musik zu hören, schien sie meinen Ohren aber nicht geeignet zu sein :). Die ersten Eindrücke stehen ja schon im Eröffnungspost. Insgesamt klang sie bei mir eher schwach und mechanisch, übrigens auch auf dem Kopfhörerausgang (mit einem AKG K701).
Außerdem gab es bei mir das Problem dass das Umschalten zwischen den Verschiedenen Abtastraten teilweise sehr lange dauerte (auch gerne mal 30 sekunden). Wobei ich noch nicht sagen kann ob es an meinem Rechner lag oder am Interface - da hab ich einfach noch nicht das nötige Hintergrundwissen.
Evtl kann ich dazu mehr sagen wenn ich demnächst alternative Interfaces testen kann
zuglufttier
Inventar
#4 erstellt: 12. Dez 2010, 18:43
Ich hab' sie nun mittlerweile auch aber über den Klang kann ich mich nicht beschweren. Ich habe momentan noch mysteriöse Tonaussetzer, die aber an einem anderen Laptop nicht auftreten, von daher schließe ich noch die Karte aus
entro
Neuling
#5 erstellt: 16. Dez 2010, 13:34
Tonaussetzer hatte ich bei höheren Abtastraten auch. 96kHz ließen sich auch bei maximaler ASIO-Latenz nicht ohne Aussetzer abspielen. Beim Suchen im Internet klang es für mich aber so dass das eher am Gesamtpaket Rechner, Treiber, Karte liegt und viele Ursachen haben kann. Deshalb hatte ich das auch noch nicht erwähnt.

Irgendwo hatte ich gelesen dass man mit einem Tool die DPC Latenz anzeigen lassen und Schritt für Schritt alle Geräte im Gerätemanager die nicht unbedingt notwendig sind deaktivieren soll um zu sehen wo es "hängt". Bei Anschluss der Terrasoniq ist bei mir die DPC Latenz von unter 100µs auf über 4000µs gestiegen. Das Deaktivieren von fast allen anderen Geräten hatte nicht geholfen, nur sobald ich die Terrasoniq deaktiviert habe ist die DPC Latenz wieder auf unter 100µs gesunken.
Was das technisch bedeutet oder ob das normal ist weiß ich nicht. Vielleicht kennt sich hier jemand damit aus?

Freut mich jedenfalls, dass deine Karte gut klingt. Vielleicht hatte ich ja auch einfach ein Montagsgerät erwischt oder sie war irgendwie defekt. Der Klang war jedenfalls grausam
entro
Neuling
#6 erstellt: 21. Dez 2010, 13:58
Ok, mittlerweile weiß ich dass die Aussetzer bei der Terrasoniq zumindest nicht nur am Laptop lagen. Zur Zeit habe ich die Möglichkeit ein sehr gutes Interface zu testen, das leider auch in einer wesentlich höheren Preiskategorie liegt (eine RME Babyface für gut 500€).

Ich will die beiden Interfaces wegen des Preisunterschieds jetzt nicht direkt vergleichen, aber zumindest kommt die Babyface ohne Probleme mit höheren Abtastraten zurecht. Auch 192 kHz Files spielt sie ohne Aussetzer ab. Weshalb es imho nicht ausschließlich an meinem Laptop liegen kann dass die Terrasoniq bei 96 kHz etwas Schwierigkeiten hatte.
zuglufttier
Inventar
#7 erstellt: 21. Dez 2010, 16:15
Ich hatte schon Probleme bei ganz normaler Musikwiedergabe. Aber das kann im Zusammenspiel mit meinem Laptop und Windows 7 liegen, denn unter Windows XP kann ich die Karte einwandfrei nutzen. Die DPC-Latenz ist unter Windows XP bei mir wesentlich geringer.

Aber ganz ausschließen möchte ich die Karte als Ursache auch nicht... Die Terrasoniq nutzt den Treiber von dieser Firma: http://www.usb-audio.com/

Da finden sich ja auch noch andere namhafte Hersteller.
AlbertG
Neuling
#8 erstellt: 15. Jul 2011, 10:35
Wenn Ihr Ärger mit der Latenz habt , seht Euch doch mal die Einstellungen des ASIO-Treibers an. Tonaussetzer hat man leicht , wenn der Puffer zu klein gewählt wurde. Übrigens diese Karte ist was für Studios.Also Profis. Ebenso würde ich keine Stereoanlage anschließen , sondern aktive Nahfeld-monitore. z.B. Behringer oder Cakewalk ex Edirol. Dann kann man den wirklich ausgezeichnet Klang dieser Audiobox feststellen.
zuglufttier
Inventar
#9 erstellt: 18. Jul 2011, 08:21
Mahlzeit,

die ASIO-Einstellungen machten bei mir keinen Unterschied. Ich habe das Gerät letztendlich eingeschickt und es wurde gegen ein Neugerät ausgetauscht, welches ich dann aber nicht mehr ausprobiert habe. Das landete bei eBay...
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