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Ein ABX Test: Meine Erfahrungen

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Dard
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 02. Mrz 2011, 22:52
Ich hatte ja schon einmal ein paar ABX-Tests gemacht.
Die Ergebnisse haben nicht nicht zufrieden gestellt, weil sie weit unter dem liegen, was andere von sich behaupten heraushören zu können.
Aber demnächst werde ich meine ganze CD-Kollektion auf Platte bringen, und dazu brauche ich auch zukunftssichere Bitraten.

Hardware:
Xonar Essence STX Soundkarte.
AKG K701 Kopfhörer.
Ich habe mir sagen lassen, dass man bei der Kombination schon ordentlich was raushören kann.

Ich habe zwei Gründen meine unbefriedigenden Ergebnisse beim ersten Versuch zugeschrieben:
- Ich weiß nicht, worauf ich genau achten muss,
- Ich weiß nicht, welche Musikstücke genau perfekt zum Testen sind.

Zumindest eines habe ich in der Zwischenzeit herausgefunden: Angeblich ist Rosa Rauschen sehr gut geeignet.
Also hab ich es zunächst damit probiert.

Und ich habe sofort gemerkt, dass man hier viel mehr raushört.
Ogg Vorbis auf Qualitätsstufe 1 habe ich früher schon ordentlich mehrere Tests machen müssen, aber mit Rosa Rauschen springen die Defizite förmlich ins Ohr.
Bei Mp3 war es nicht so deutlich. Aber bei 128 kbs konnte ich noch bei mehreren Tests fast eine 100% Trefferquote verbuchen.
Beide scheiden folglich vollkommen aus.

Dann bin ich eins höher gegangen.

Bei Ogg Vorbis Qualität 3 wurde es schon richtig schwierig. Angeblich geht bei Kompression als erstes das räumliche Gefühl des Klangs verloren. Versucht mal, bei Rosa Rauschen eine Räumlichkeit herauszuhören!
Das erstaunliche: Das geht wirklich, wenn auch sehr schwer.
Meine Tests haben schon recht lang gedauert, aber ich hab die Tests mit Fehlerquote etwa 15% abgeschlossen. Das geht noch.
Bei Mp3 mit 160 kbs konnte ich den Test nicht mehr weiter machen.
Das ständige Lauschen von einem (inzwischen ziemlich lauten) Wasserfallrauschen hat mir allmählich das Gehirn wegzuschmelzen gedroht.

Ich bin dann auf Grieg's Morgenstimmung umgestellt.
Da bilde ich mir ein, noch einen Unterschied zu hören, aber inzwischen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich geraten habe, bei 60% angelangt. Zu behaupten "Ich höre einen Unterschied" wäre da inzwischen Selbstüberschätzung.

Ich bin also bei einer Mindestanforderung von Ogg Vorbis Qualität 4 oder 5, oder Mp3 mit 160kbs angelangt.
Ich muss immer noch sagen, dass Mp3 erheblich besser abgeschnitten hat, als ich noch vor einem Jahr gedacht hätte.
Inzwischen frage ich mich immer mehr, ob der etwas schlechte Ruf von Mp3 nicht mehr dem schlechten Ausgangsmaterial oder schlechten Encodiern zu verdanken ist.
Ich meine, ich hab vor kurzem einige Mp3s bei Amazon gekauft. Viele davon wahren sehr gut, aber zwei so grottenschlecht, dass ich mir frage, ob die nicht absichtlich verunzt wurden.

Trotzdem: Ich bin immer noch nicht so recht zufrieden.
Ich hätte wirklich gerne irgend eine Referenzmelodie, die man sich im Netz runterladen kann und bei der man definitiv besonders gut einen Qualitätsverlust raushören kann.
Und ich habe immer noch den Eindruck, dass ich nicht so recht weiß, auf was ich genau hören muss. Aber Fortschritte hab ich gemacht, das ist immerhin schon mal gut.

Trotzdem, es fällt mir immer noch sehr schwer, jemandem zu glauben, der sagt, er hört sofort einen Unterschied bei 224 kbs bei Mp3.
pelmazo
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 05. Mrz 2011, 10:20
Ich finde Deinen Bericht durchaus glaubwürdig und real. Den Berichten von Leuten die behaupten sie hörten auch bei höheren Bitraten sofort einen Unterschied, und die deswegen über MP3 die Nase rümpfen, glaube ich auch nicht. Da ist nicht selten eine ordentliche Prise Snobismus im Spiel.

Es gibt allerdings ein paar Gründe die zur Vorsicht mahnen:
  • MP3 reagiert nicht besonders gutmütig auf digitale Übersteuerung. Da besonders im Bereich der Pop/Rock-Platten in den letzten 10-15 Jahren immer lauter gemastert wurde ist das ein ernst zu nehmendes Problem. Es ist bei solchen Scheiben anzuraten, den Pegel vor dem Codieren um ein paar dB zurückzunehmen. Manche Encoder bieten dafür Unterstützung und machen das direkt beim Encodieren gleich mit.
  • Wiederholtes Codieren/Decodieren verschlechtert das Material immer weiter. Wenn man vom uncodierten Originalmaterial ausgeht ist das kein Problem. Wenn man aber von z.B. Digitalradio mitschneidet war das Material schon einmal codiert, und wurde im Empfänger decodiert. Besser als erneutes Codieren ist es in so einem Fall, das Signal in der Form abzuspeichern wie es empfangen wurde (also meist MP2).
  • Oft kriegt man codierte Dateien, die einfach Mist sind. Ob da jemand nicht wußte wie man ordentlich codiert, oder einpegelt, oder wie man eine fehlerfreie Anlage dafür aufbaut, egal: Jedenfalls ist das Ergebnis weit unterhalb dessen was man bei korrektem Arbeiten hätte erreichen können. Daran ist nicht MP3 schuld, aber es wird oft MP3 zur Last gelegt.

    Wenn es darum geht eine CD-Sammlung auf Festplatte zu übertragen würde ich allerdings heutzutage kein MP3 mehr einsetzen. Speicherplatz ist heute so billig daß man ohne große Kostendifferenz auch direkt in PCM abspeichern kann, und dann gibt's überhaupt keinen Qualitätsverlust und man kann sich derlei Gedanken sparen.
  • Dard
    Ist häufiger hier
    #3 erstellt: 05. Mrz 2011, 14:58

    pelmazo schrieb:
    MP3 reagiert nicht besonders gutmütig auf digitale Übersteuerung. Da besonders im Bereich der Pop/Rock-Platten in den letzten 10-15 Jahren immer lauter gemastert wurde ist das ein ernst zu nehmendes Problem.
    Wurde mir schon gesagt und das werde ich auch tun. Ich werde noch den sox dazwischen klemmen und bei meinen lauteren Scheiben etwas Lautstärke rausnehmen.

    pelmazo schrieb:
    Wenn man aber von z.B. Digitalradio mitschneidet war das Material schon einmal codiert, und wurde im Empfänger decodiert. Besser als erneutes Codieren ist es in so einem Fall, das Signal in der Form abzuspeichern wie es empfangen wurde (also meist MP2).
    Mache ich inzwischen nicht mehr so viel wie früher, aber ja, ich bin mir des Problems bewusst.
    Das Problem war und ist, dass nur wenige MP3-Player MP2 schlucken.
    pelmazo schrieb:
    Wenn es darum geht eine CD-Sammlung auf Festplatte zu übertragen würde ich allerdings heutzutage kein MP3 mehr einsetzen. Speicherplatz ist heute so billig daß man ohne große Kostendifferenz auch direkt in PCM abspeichern kann, und dann gibt's überhaupt keinen Qualitätsverlust und man kann sich derlei Gedanken sparen.
    Ich habe vor, die CDs zunächst auf FLAC zu encodieren und nachträglich in Ogg oder Mp3 zu wandeln.
    Bei Festplatte mag die Dateigröße kein Problem mehr sein, bei meinen Mp3-Player, meiner Mediastation und bei meinem Autoradio ist Dateigröße aber immer noch ein Faktor.
    KallisGrillimbiss
    Stammgast
    #4 erstellt: 09. Mrz 2011, 14:57
    Nur so als Tipp: Mit Programmen wie REACT (Ergänzung zu EAC) oder auch Mareo kann man in einem Rutsch die Dateien in mehrere Formate encodieren. Ich habe so alles einmal als Flac und zusätzlich als 160 Mbit MP3 gerippt, letzteres für MP3-Player etc. Spart einen Arbeitsschritt, man kann auch genau festlegen, was in welchen Ordner wandert.

    Da ich die Flacs habe, war mir für den mobilen EInsatz wichtiger, dass alle Geräte (auch zukünftige Handys usw.) MP3 abspielen können. Ogg Vorbis mag toll sein, habe ich deshalb aber gar nicht erst ausprobiert.
    Dard
    Ist häufiger hier
    #5 erstellt: 09. Mrz 2011, 16:56

    KallisGrillimbiss schrieb:
    Nur so als Tipp: Mit Programmen wie REACT (Ergänzung zu EAC) oder auch Mareo kann man in einem Rutsch die Dateien in mehrere Formate encodieren. Ich habe so alles einmal als Flac und zusätzlich als 160 Mbit MP3 gerippt, letzteres für MP3-Player etc. Spart einen Arbeitsschritt, man kann auch genau festlegen, was in welchen Ordner wandert.
    Ich hab mir eine Batch-Datei geschrieben. Hat etwa eine Viertelstunde gedauert. Danach ist alles in einem Rutsch durchencodiert worden.

    Viel ärgerlicher war ein Bug, der in grip war.
    Bei vielen CDs hat er die ersten ein oder zwei Tracks einfach ignoriert...
    KallisGrillimbiss schrieb:
    Da ich die Flacs habe, war mir für den mobilen EInsatz wichtiger, dass alle Geräte (auch zukünftige Handys usw.) MP3 abspielen können. Ogg Vorbis mag toll sein, habe ich deshalb aber gar nicht erst ausprobiert.
    Alle meine Geräte außer dem Autoradio können Ogg Vorbis und Flac abspielen.
    (Cowon F2, D2+, Xtreamer, Dreambox)
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