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Frequenzganganalyse nur auf Filebasis möglich?

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Kumbbl
Inventar
#1 erstellt: 05. Feb 2012, 10:06
folgendes Problem: gibt es ne Möglichkeit, ne Frequenzgangkurve zu erzeugen, nur dadurch, dass man auf dem PC eine Musikdatei (oder einen kleinen Ausschnitt davon) abspielt? also keinerlei Aufnahme über ein Micro etc.. es soll schlichtweg die Frequenzverteilung der Aufnahme analysiert und dargestellt werden, um daran zu erkennen, wo man ggf. mittels EQ gegensteuern muss - wenn z.B. ein CD-Ausgabe deutlich zu viele Höhen hat und deswegen harsch klingt, dann müßte man das doch auch auf einem Frequenzgangschrieb sehen können, als Kurvenanstieg in den hohen frequenzen.... oder versteh ich da jetzt was falsch??

wenns grundsätzlich möglich ist, mit welcher Software?
eBill
Inventar
#2 erstellt: 05. Feb 2012, 16:25
Das geht zumindest mit "besseren" Wave-Editoren wie Steinberg WaveLab, Adobe Audition, Sony Sound Forge Pro; zu Freeware-Programmen/Freeware-Plugins kann ich nichts sagen, der Nero-Wave-Editor hat auf den ersten Blick keine solchen Analysemöglichkeiten.

Die oben genannten Programme haben umfangreiche Audio-Analysefunktionen für ganze Files bzw. für markierte Abschnitte mit verschiedenen Ausgabe- und Darstellungsformen tabellarisch und grafisch (Beispiele: Wave-Lab 3D-Spektralansicht, WL-Frequenzanalyse, Audition-Spektralanzeige).

Mit der Audition-Spektralanzeige habe ich übrigens einmal festgestellt, daß bei Kauf-CDs zweifelsfrei MP3s als Quelle verwendet wurden (erkennbar an Frequenzkappung glatt bei 16kHz).

Leistungsfähige Equalizer (mit Echzeit-Vorhören) gehören auch zum Funktionsumfang der genannten Programme.


eBill
Kumbbl
Inventar
#3 erstellt: 05. Feb 2012, 17:43
gut, erstmal danke für die antwort... Audacity kann auch die Frequenzzusammensetzung analysieren und darstellen...

meine Frage nun: bringt das überhaupt irgendwelche anhaltspunkte, sprich kann man aus so einer Anzeige irgendwelche Klangsünden ableiten/erkennen - oder - anderes Beispiel - könnte man an so einem Diagramm zweifelsfrei erkennen, ob ein Track mit preemphasis codiert ist?

mein Ziel wäre ja, auf grund von Anomalien in so einem frequenzgangschrieb mit einem guten EQ "gegenzusteuern"... frag mich aber eben, ob das gehen kann, denn woran erkennt man graphisch, dass nun zu viele Höhen vorliegen oder der bass überbetont ist? Gibts quasi nen referenzfrequenzgang, zumindest für bestimmte Musikrichtungen, z.B. für typische Rockmusik a la Deep Purple?

Oder sind "Hubel" im Diagramm verräterisch? woher weiß ich, dass nicht die Musik der Grund ist?


[Beitrag von Kumbbl am 05. Feb 2012, 17:46 bearbeitet]
eBill
Inventar
#4 erstellt: 05. Feb 2012, 19:28
Die Möglichkeiten von Audacity kenne ich nicht, hatte es mal vor Jahren interessehalber installiert.

Diese Spektralanzeigen der Profiprogramme sind sehr aussagekräfig und man kann auch etliche Bearbeitungsmöglichkeiten davon ableiten. Ich habe z. B. (nach meiner Erinnerung nur bei MP3s) kurze Störspitzen mit Pegeln deutlich über der MP3-Frequenzkappungsgrenze gesehen - nicht hörbar, weil extrem kurz und von übrigen Schallanteilen überdeckt - bei wenigen Störimpulsen kann man so etwas recht gut wegeditieren, bei sehr vielen besorgt man sich besser ein neues File oder belässt es mit Fehlern.

Ich rippe eigentlich nur von meiner sehr großen Original Audio-CD-Sammlung. Normalisierung mache ich nie, auch nicht EQ - u. a. weil es den Referenzfrequenzgang nicht gibt. Ich vergleiche oft den selben Titel von verschiedenen CDs (unterschiedliche reguläre Alben, Remaster, Sampler) - da gibt es teilweise unglaubliche Qualitätsunterschiede, die analysiere ich (Pegel, Spektrumanalysebild, Stereopanorama, Phase, Clippingstellen usw.) und behalte die beste Qualität, letzte Entscheidung durch Abhören über KH.

Du kannst Dir ja mal die Handbücher/Hilfe von WaveLab 7, Audition 3.0 (aktuelle Version CS 5.5 nicht gefunden) und Sony SF Pro 10 ansehen. Ich bin lange nicht in allen (mich interessierenden) Funktionen dieser Programme fit, die Thematik und die Programme sind schon sehr komplex!


eBill
Accuphase_Lover
Inventar
#5 erstellt: 05. Feb 2012, 19:29

eBill schrieb:


Mit der Audition-Spektralanzeige habe ich übrigens einmal festgestellt, daß bei Kauf-CDs zweifelsfrei MP3s als Quelle verwendet wurden (erkennbar an Frequenzkappung glatt bei 16kHz).


Oha, DAS ist nur bei 128kbit/s - MP3 der Fall !

Und das bei KAUF-CDs ?



@ Kumbll :

Meine Einschätzung bezüglich der Sichtbarkeit von Fehlern in der Spektralanalyse hatte ich dir ja schon mitgeteilt.

Ein kostenloses Spektralanalyse-Plugin findest du hier : http://www.voxengo.com/product/span/


[Beitrag von Accuphase_Lover am 05. Feb 2012, 19:37 bearbeitet]
eBill
Inventar
#6 erstellt: 05. Feb 2012, 20:05

Accuphase_Lover schrieb:
Oha, DAS ist nur bei 128kbit/s - MP3 der Fall! Und das bei KAUF-CDs? :?

Das war definitiv so der Fall - ist mir aufgefallen, als ich wieder mal verschiedene Ripps desselben Titels im Wave-Editor verglichen habe. Ich muß mal unbedingt die betreffende CD heraussuchen bzw. erst mal finden ... war so ein Billig-Sampler von Kaufland (wenn ich nicht irre, Disky?). Ich hatte das schon einige Male in Foren angemerkt und Nachfragen erhalten.

eBill
Accuphase_Lover
Inventar
#7 erstellt: 05. Feb 2012, 20:19
Das würde mich mal interessieren.
Kumbbl
Inventar
#8 erstellt: 06. Feb 2012, 09:47

Accuphase_Lover schrieb:

eBill schrieb:


Mit der Audition-Spektralanzeige habe ich übrigens einmal festgestellt, daß bei Kauf-CDs zweifelsfrei MP3s als Quelle verwendet wurden (erkennbar an Frequenzkappung glatt bei 16kHz).


Oha, DAS ist nur bei 128kbit/s - MP3 der Fall !


ah,. ich dachte, bei 16 khz wäre bei MP3 in jedem fall schluß, auch bei höchter Bitrate?! aber kann mich auch täuschen...
Butti2
Stammgast
#9 erstellt: 06. Feb 2012, 11:43
Das Thema gabs schonmal.

Grüße
Kumbbl
Inventar
#10 erstellt: 06. Feb 2012, 12:44
danke - hab ich wohl was durcheinander gebracht ...
Kumbbl
Inventar
#11 erstellt: 06. Feb 2012, 13:01

Accuphase_Lover schrieb:
ein kostenloses Spektralanalyse-Plugin findest du hier : http://www.voxengo.com/product/span/


danke für den Link - gleich ausprobiert - schönes Plugin, einfach zu bedienen - und läßt sich per VST-Bridge bestens in Foobar einbinden...sehr schön.
HiFi_Addicted
Inventar
#12 erstellt: 06. Feb 2012, 14:13

Accuphase_Lover schrieb:


Oha, DAS ist nur bei 128kbit/s - MP3 der Fall !

Und das bei KAUF-CDs ?




Die ersten beiden Owl City Albem (Of June + Maybe I'm Dreaming) sind so ein Fall.
Weitere:
Monomate - Grand Battle
Boyce Avenue - All You're Meant To Be
Pianos Become The Teeth - Saltwater

MfG
UweM
Moderator
#13 erstellt: 06. Feb 2012, 14:22

Kumbbl schrieb:

ah,. ich dachte, bei 16 khz wäre bei MP3 in jedem fall schluß, auch bei höchter Bitrate?! aber kann mich auch täuschen...


Das war in der Tat eine Eigenheit älterer Konvertierungsprogramme wie z.B. Xing.

Fraunhofer oder Lame, um die beiden prominentesten zu nennen, spielen bis 20kHz.

Grüße,

Uwe


[Beitrag von UweM am 06. Feb 2012, 14:23 bearbeitet]
Accuphase_Lover
Inventar
#14 erstellt: 06. Feb 2012, 16:01
Zumindest ab 192kbit/s !

Wobei ich den Fraunhofer-Codec allerdings schon seit Jahren nicht mehr probiert habe.




HiFi_Addicted schrieb:

Accuphase_Lover schrieb:


Oha, DAS ist nur bei 128kbit/s - MP3 der Fall !

Und das bei KAUF-CDs ?




Die ersten beiden Owl City Albem (Of June + Maybe I'm Dreaming) sind so ein Fall.
Weitere:
Monomate - Grand Battle
Boyce Avenue - All You're Meant To Be
Pianos Become The Teeth - Saltwater


Ist da wirklich bei 16 kHz Schluß, oder tritt nur ein deutlicher Roll-Off ein ?


Ich hatte auch schon "320k" MP3s bei denen "seltsamerweise" auch bei 16 kHz dicht war.
HiFi_Addicted
Inventar
#15 erstellt: 07. Feb 2012, 00:39
Die CDs haben allesamt einen extrem steilen Roll Off deutlich unter 20 kHz.

MfG
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