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PC-Lautsprecher summen trotz fehlendes Stroms

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mataze
Neuling
#1 erstellt: 01. Aug 2014, 19:18
tach liebe leute
der titel sagts schon. ich habe jetzt einige tage immer wieder mal n stündchen im netz nach ähnlichen problemen gesucht, finde aber nichts exaktes und in der zeit hätten auch schon einige antworten auf so einen thread kommen können daher:

ich habe diesen pc mit soundchip on board, der meine lautsprecher (hochwertiges zeug) zum summen bringt, sobald das aux-kabel im pc steckt. blindprobe (ipad, 2 laptops) fällt negativ aus, es liegt also nicht am lautsprechersystem, sondern am pc.

durch abstöpseln aller komponenten von meinem mainboard konnte ich folgendes feststellen: das summen wird zwar gefühlt 25% lauter, sobald mein OS startet (kein unterschied zwischen ubuntu und win7), es ist aber auch bei ausgeschaltetem pc deutlich und störend vorhanden. kurioserweise ist das auch so, wenn das netzteil off geswitcht ist.

das hat mich neugierig gemacht, und ich konnte feststellen, dass das netzteil sogar komplett vom board abgestöpselt sein darf, ohne dass das geräusch verschwindet, solange der monitor noch verbindung zum mainboard und zur steckdose hat. nehme ich beide geräte, die strom aus der steckdose nehmen, also netzteil und monitor zusammen vom strom (mainboardverkabelung darf dabei bleiben, wie sie sein muss, also mit allen usb- und pci-geräten angeschlossen), dann verschwindet auch das störgeräusch.

ich wurde noch neugieriger und fand heraus, dass es auch keinen unterschied macht, ob das jeweilige stromfressende gerät (also monitor oder netzteil) direkt in der steckdose steckt (habe auch andere steckdosen probiert) oder ob es über eine mehrfachsteckdose (ohne und mit anderen gleichzeitig eingesteckten geräten; letzteres ist mein üblicher betrieb) mit dem heimischen stromnetz verbunden ist.

ich folgere daraus, sobald der pc über eine beliebige seiner komponenten irgendwie mit dem stromnetz in verbindung kommt, entsteht das summen. es ist auch immer das gleiche und gleichlaut (steigerung gibts wie gesagt bei OS-betrieb).

ob das nun daran liegt, dass es dann erst richtig geerdet ist, oder ob es dann irgendwie noch an eine portion strom aus dem netz kommt, weiß ich nicht.
interessant war in diesem zusammenhang auch, dass die mehrfachsteckdose (leer bis auf pc-netzteil, netzteil-switch auf off) selbst in einem funk-switch stecken konnte, der ausgestellt war - die mehrfachsteckdose sollte also ihrerseits nicht mal strom bekommen - und das störgeräusch blieb unverändert.


ich wage schon gar nicht die große frage zu stellen, was da los ist. ich denke, das kann mir keiner ohne aufwendige obduktion meines mainboards sagen. meine frage ist eine hoffentlich leichtere:

ist es wahrscheinlich, dass eine usb-soundkarte (habe keine pci slots mehr frei, da µatx) das problem behebt? oder liegt es weniger am soundchip als am kompletten mainboard selbst?

hier fällt mir noch ein hinweis ein, der wichtig sein könnte: wenn ich das aux kabel nur zum spaß statt in den grünen slot in den pinken (mic) stecke, wird das störgeräusch erträglich leise, stecke ich das kabel gar in den blauen slot (aux in), verschwindet das geräusch ganz. das riecht für mich danach, als könnte eine externe soundkarte die lösung sein?

freue mich über jeden hinweis
Damarus
Schaut ab und zu mal vorbei
#2 erstellt: 01. Aug 2014, 20:49
Hört sich nach einer Brummschleife an. Ist relativ eindeutig, da das Störgeräusch verschwindet, sobald du alle sekundären Wege zum Schutzleiter entfernst. Die Notebooks werden sicher die selben Geräusche verursachen, sobald du sie gleichzeitig noch ans Stromnetz hängst, bzw. wenn du das iPad gleichzeitig über USB vom PC lädst.

Ich musste das gleiche Problem bei mir auch ganz aktuell beseitigen. Die sichersten Methoden sind die, die die Masseverbindung, welche über das Audio Kabel entsteht, auftrennen. Das wären Trennfilter oder ein DAC mit optischem Eingang. Mit beiden erreicht man eine galvanische Trennung, also eine Unterbrechung der Masseschleife beim Audiokabel.
Eine externe Soundkarte habe ich persönlich nicht ausprobiert. Die kann das Problem beheben, muss aber nicht. Das problem ist, dass diese halt über USB angeschlossen wird, was letztendlich auch über die Masse des PCs geschützt ist.
Werner_B.
Inventar
#3 erstellt: 01. Aug 2014, 21:18

Damarus (Beitrag #2) schrieb:
Die kann das Problem beheben, muss aber nicht. Das problem ist, dass diese halt über USB angeschlossen wird, was letztendlich auch über die Masse des PCs geschützt ist.

Es gibt USB-Isolatoren, die eine galvanische Trennung erreichen (für den Hausgebrauch ist es wurscht, welchen man kauft, es ist ohnehin immer der gleiche Chip drin - die Geschwindigkeit ist allerdings limitiert, HighRes über 24Bit/96kHz geht damit nicht). Es gibt auch (wenige) DACs mit bereits eingebautem galvanisch getrennten USB-Anschluss.

Gruss, Werner B.
Weischflurst
Gesperrt
#4 erstellt: 02. Aug 2014, 12:09
Hast du mal versucht, PC und Anlage über den gleichen Mehrfachstecker mit Strom zu versorgen?
mataze
Neuling
#5 erstellt: 02. Aug 2014, 16:06
@Damarus
du hast vollkommen recht. es reicht zwar nicht, den laptop nur an strom zu packen, um das brummen zu provozieren, aber was ich beim erstellen des themas verschwiegen hatte, weil ich es erst mal für unwichtig gehalten habe, ist, dass tatsächlich exakt das gleiche brummen wie am pc auch am laptop eintritt, wenn der laptop mit einem pc monitor verbunden wird, der am strom hängt. das ipad per usb an diesen brummenden laptop gepackt, brummt auf ein mal auch. scheint also wirklich die brummschleife zu sein. vielen dank erst mal dafür!

jetzt bin ich natürlich gierig und stelle gleich noch ne frage. wie hast du das problem bei dir konkret behoben?

ich hab mal beide deiner schlagwörter gegoogelt, dabei sah so ein DAC auf den ersten blick durchschnittlich deutlich teurer aus, als ein trennfilter, weshalb die für mich automatisch wegfallen (auch wenn eine ausrüstung á la 3 pcs plus ipad das gegenteil suggeriert, geld is hier mangelware).
aber auch die trennfilter haben erst so ab 20€ (annähernd) zufriedenstellende bewertungen.

das brummen stört mich nun eben stark, deshalb muss ich das geld wohl oder übel locker machen.

wenn du mir aber vielleicht 2 sätze erfahrung schenken könntest, die du im verlaufe deines lösungsprozesses gemacht hast?

und wenn du, oder irgendwer, vielleicht eine meinung zu diesem ding hier hat? (bekomme ich bspw. probleme mit den angegebenen 20hz als untere schwelle? damit meine ich, ist bei so einer angabe davon auszugehen, dass die tatsächliche schwelle eher noch mal drüber liegt, vielleicht bei 30hz oder so, und ich deswegen weniger spaß an meinem bass habe?)

http://www.amazon.de...cm_cr_pr_product_top

@Werner
alles klar, danke dir. schätze aber, wenn ich eine lösung um die 20€ bekommen kann, dann ziehe ich die einer teureren soundkarte vor.

@Perpetuum
erst auf deinen hinweis hin, macht aber leider keinen unterschied.
Werner_B.
Inventar
#6 erstellt: 02. Aug 2014, 20:25

mataze (Beitrag #5) schrieb:
... vielleicht eine meinung zu diesem ding hier hat? ...

http://www.amazon.de...cm_cr_pr_product_top

@Werner
alles klar, danke dir. schätze aber, wenn ich eine lösung um die 20€ bekommen kann, dann ziehe ich die einer teureren soundkarte vor.

Ich würde zwar eher auf der Digitalseite galvanisch trennen, weil da fast keine negativen Auswirkungen zu befürchten sind. Auf der Analogseite hat man eben wegen des Übertragers höheren Klirr im Bass - probier's einfach, funktionieren wird das sicherlich, wahrscheinlich hörst Du den Klirr gar nicht. Lies mal auch die 1*-Bewertungen nach dem o.g. Link, das Dingens scheint nicht sooo sehr fein zu sein, da weist einer der 1*-Rezensenten auf ein anderes Produkt hin, möglicherweise ist das tatsächlich besser. Grundsätzlich gibt's die Teile in den Bereichen Auto-Hifi und Tonstudio bzw. PA, weil dort dieserart Probleme schon lange auftraten, bevor Klein-Fritzchen zu Hause den Läppi an die heimische Hifi-Anlage angeschlossen hat.

Ansonsten, wenn's Geld nicht ganz knapp sitzt, wäre noch die optische Verbindung zum DAC eine Lösung (soweit der Läppi / PC / Soundkarte überhaupt einen optischen Ausgang hat). Ein günstiger DAC wäre für unter 100 EUR zu haben, gutes Renommee hat sich z.B. FiiO erworben.

Gruss, Werner B.
Damarus
Schaut ab und zu mal vorbei
#7 erstellt: 02. Aug 2014, 20:51
Ich bin selber noch dabei abzuwägen, welche Lösung mir besser gefällt. Zufriedenstellende DACs kriegt man jedoch auch schon zum selben Preis wie einen Trennfilter. Konkret vorliegen hab ich folgende Geräte zwischen denen ich eine Entscheidung treffen werde:

Monacor FGA-30
Deluxecable DAC

Vom Deluxecable hab ich eine ältere Version, das sollte sich aber nicht merkbar auf den Vergleich auswirken. Generell liefern beide Varianten ein ordentliches Signal, bei dem ich mit meinem subjektiven Empfinden keine klanglichen Veränderungen feststellen kann.
Ich musste leider feststellen, dass der Trennfilter die Störsignale bei mir nicht endgültig eliminiert. Es sind deutlich weniger geworden und sie sind kaum noch hörbar aber sie sind nunmal noch da. Ich liste einfach mal Pro und Contra auf.

Trennfilter:
+ Simpel, fügt sich nahtlos in die Signalkette ein
+ Jack Sensing funktioniert weiterhin (Hinterer Audio Ausgang wird gemuted, wenn Kopfhörer am Frontpanel angeschlossen werden)
+ Funktioniert unabhängig vom Eingangssignal
- Lässt weiterhin einige wenige Störsignale durch
- Zwangsläufig verfälschung des Klangs (Wenn auch minimal)
- Lässt tiefe Frequenzen nicht durch (Konnte ich bis zu den ~50Hz die meine Lautsprecher noch erreichen nicht bestätigen)

DAC (Optisch):
+ Eliminiert verlässlich sämtliche Störgeräusche
+ Verfälscht den Klang weniger
- Braucht eigene Stromzufuhr
- Teuer, wenn man die Signalqualität von hochwertigen Soundkarten erreichen will
- Optische Kabel sind nicht sonderlich robust


[Beitrag von Damarus am 02. Aug 2014, 20:52 bearbeitet]
mataze
Neuling
#8 erstellt: 03. Aug 2014, 01:08
alles klar danke euch vielmals.

für mich is zu dem thema erst mal alles gesagt, kann geschlossen werden.
mataze
Neuling
#9 erstellt: 08. Aug 2014, 09:29
ps der bestellte massetrennfilter

http://www.amazon.de...rds=massetrennfilter

wirkt wunder. nicht nur ist das summen komplett weg, die soundqualität ist für unsere 4 ohren hier zu hause unverändert und selbst der in den rezensionen häufig zu lesende makel mit dem wackelnden innenleben trifft auf unser exemplar nicht zu.

klare kaufempfehlung für menschen mit ähnlichem problem.
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