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Mausbewegungen im Sound hörbar. Brummschleife oder ähnliches? von Cinch auf Digital wechseln?

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Flow918
Neuling
#1 erstellt: 10. Dez 2015, 14:35
Hallo zusammen,

seit einiger Zeit fällt mir bei meiner Analge ein nerviges Störgeräusch auf, da ich mich aber wenig damit auskenne habe ich mir hier mal einen Account gemacht. Ich habe mich etwas eingelesen, scheinbar kommt es bei PC - Verstärker - LS Kombinationen öfters zu Problemen.

Wenn ich meinen PC als Quelle für den Verstärker nutze ist ein dauerhaftes elektrisches Ziepen zu hören (Vergleichbar mit dem Ziepen was Bildschirme manchmal haben oder was man von Kondensatoren kennt...), welches stärker wird wenn z.B. ein Spiel gestartet wird. Auch die Mausbewegung als solche ist im Ton zu hören, das Ziepen ändert sich dann etwas. Im Forum wird öfters 50 hz Brummen als typisches Problem genannt, ich kann es aber nicht einordnen, da ich nie etwas vergleichbares gehört habe :D.


Zum Setup:

- PC (interne Motherboard Soundkarte deaktiviert), Sound läuft über Creative Soundblaster X-Fi Titanium. Als Ausgang wird die 3,5 Klinke genutzt, per Cinch Kabel mit dem Verstärker verbunden.
- Der Verstärker ist ein Yamaha AX-497 Vollverstärker an dem 2 Lautsprecher (ELAC FS58) angeschlossen sind.


Wenn ich als Quelle mein Handy oder mein CD Player Yamaha CDX-497 nehme habe ich keine Störgeräusche (daher sollte es schon mal nicht am Verstärker / LS Kabel etc liegen, sondern am PC...). Alle Geräte sind in einer Steckleiste angeschlossen, selbst bei minimaler Anzahl aktiver Geräte (also PC, Verstärker, Bildschirm) tritt das Ziepen auf.

In einem ähnlichen Thread lag es scheinbar an einer Masseschleife, allerdings hatte die Person Aktivboxen und um un-/symmetrische Anschlüsse bei denen ich dann nicht mehr ganz durchgestiegen bin, daher vorsichtshalber der extra Thread.

1) Liegt bei mir auch ne Masseschleife vor? Welcher Filter zum dazwischenschalten ist zu empfehlen? Worauf muss ich achten?

2) Wäre es (im Vergleich zu 1.) eher besser den optischen Ausgang der Soundkarte zu nutzen und einen DA Wandler dazwischen zu schalten (der Verstärker hat ja keinen optischen Eingang). Worauf muss man beim DA Wandler achten, da gibt es ja scheinbar deutliche preisliche und technische Unterschiede? Ich bräuchte ja nur einen normalen Wandler (also ohne integrierten Verstärker / Phono Out etc.), reicht da sowas (Oehlbach DA Converter)? Was hat es mit "Bis zu 192 kHz und 24 bit Audio-Unterstützung" auf sich, ist das up to date?

Offtopic
3) Lohnt die Soundkarte überhaupt noch? In den Windows Sound Einstellungen ist ersichtlich, dass der SPDIF Ausgang der Creative Karte maximal 16/24/32 bit aber "nur" 96kHz kann. Der oben genannte Wandler (der bis zu 192 kHz kann) wäre dann ja schon überdimensioniert oder? Hört man da überhaupt einen Unterschied?

4) Durch Zufall habe ich in der Anleitung der Lautsprecher gesehen, dass sie Bi Wiring können. Wie ist eure Meinung dazu? Lohnt das, auch wenn man nur einen Verstärker nutzt?

Vielen Dank für die Hilfe, ich hoffe dass das Ziepen dann bald der Vergangenheit angehört.
altae
Stammgast
#2 erstellt: 10. Dez 2015, 17:07
Was du versuchen kannst:

- Netzteil ersetzen (vielleicht hast du ja eines zum probeweisen Tauschen), Störung könnte von da kommen.
- PCI-E Steckplatz wechseln, eventuell mit anderen Karten tauschen, manchmal können Störungen von anderen Karten ausgehen. Geht natürlich nur, wenn du auch Platz/ freie Steckplätze hast.
- Optische Verbindung verwenden, diese löst in der Regel zuverlässig Probleme mit Störgeräuschen. Welchen D/A Wandler du kaufen sollst, kann ich dir leider nicht sagen, habe null Erfahrung damit.

Auf die Soundkarte würde ich persönlich nicht verzichten wollen. Gerade für Spiele ist es definitiv ein Unterschied, ob eine hochwertige Soundkarte oder der onboard Soundchip verwendet wird. Ausserdem kommt die Creative Karte mit vielen Features, die der Realtek Chip nicht bietet. Aber testweise könntest du durchaus mal den Realtek Chip in Betrieb nehmen, wenn da das Brummen auch auftritt, kannst du zumindest ausschliessen, dass deine Soundkarte defekt ist.
Flow918
Neuling
#3 erstellt: 11. Dez 2015, 01:03
Hey danke für die fixe Antwort,

- Pci Steckplatz habe ich schon gewechselt, ohne Erfolg
- Grafikkarte kann ich nicht ausbauen, habe keine Onboard Karte :/
- Realtek Onboard Karte ändert auch nichts, ziept schön weiter...hatte ich schon probiert, aber vergessen zu erwähnen.. daher ist die jetzt einfach standardmäßig immer deaktiviert. Es ist auch definitiv ein ziepen, kein 50hz brummen (habs mir mal bei youtube angehört ;D).

Die Soundkarte wollte ich auch eigentlich behalten, die Realtek hat eh keinen Digital Ausgang.
Ich denke ich versuche einfach mal über den optischen Ausgang zu gehen, schade das Du dich nicht mit D/A Wandlern auskennst, aber vllt bekomme ich ja noch nen Tipp (z.B. ob irgendetwas gegen den verlinkten Wandler von Oehlbach spricht) und ob die "Begrenzung" der Creative Soundkarte auf 24bit / 96kHz irgendetwas ausmacht.
altae
Stammgast
#4 erstellt: 11. Dez 2015, 10:56
Hast du denn überhaupt Soundquellen, welche deren Sampling Rate über 96 kHz liegt? Also CD's sind 44.1 kHz und Audio DVDs 48 kHz. Diese Modi werden ja unterstützt. Ausserdem wird wohl niemand eine Konvertierung von 192 kHz runter auf 96 kHz hören können. Das aber nur so am Rande erwähnt.

Wenn die Störung auch mit dem Realtek Chip auftritt, so können wir denke ich einen Defekt an der Karte ausschliessen. Bliebe noch das Netzteil oder eben die Verwendung des optischen Ausgangs sowie eines D/A Converters. Die Spezifikationen des von dir verlinkten Wandlers sind sicherlich gut, es fehlt mir einfach die praktische Erfahrung mit solchen Wandlern, weswegen ich keine Aussage über die Leistung des Gerätes in der Praxis machen möchte.

Ach ja, hängen Verstärker und PC eigentlich an der gleichen Steckdose? Ist zwar unwahrscheinlich aber ich habe es schon erlebt, dass hierdurch Störungen entstanden sind. Falls ja, versuch doch mal, die Geräte so ans Stromnetz anzuschliessen, dass sie nicht an der selben Steckdose/ Steckleiste hängen.
goomStar
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 11. Dez 2015, 12:39
Gleiche Steckdose oder nicht dürfte bei Flow wahrscheinlich keinen Unterschied in seiner Hauptproblematik machen, da diese Lösung nur Masseprobleme auflöst.

@Flow, gegen den Wandler spricht definitiv erstmal nichts. Den oder die goldene Version hatte ich bei meinem Problem ebenfalls im Visier (ebenfalls das hochfrequente Knistern/Fiepen/...). Wäre interessant zu wissen, ob die beiden noch irgendwelche Unterschiede aufweisen.

Da Du die Karte behalten willst, ist ein Wandler in meinen Augen die sinnvollste Lösung und da es Wandler offenbar auch als extreme Low-Budget Boxen gibt, machst Du bei der namentlich bekannten Firma und dem soliden Preis nichts falsch. Leider fehlt auch mir an dieser Stelle der direkte Vergleich zwischen verschiedenen Wandlern. Im wesentlichen unterscheiden die sich durch den Chip im Kasten, dessen Logik dann die tatsächliche Umrechnung durchführt. Allerdings habe ich mir da auch noch nicht die Mühe gemacht, nach Chip-Tests zu suchen

(Ist insgeheim ehrlicherweise immer noch meine Befürchtung, dass ich mir quasi mit dem AG03 nen "einfacheren" Chip angelacht habe, als er evtl im Oehlbach verbaut gewesen wäre)


[Beitrag von goomStar am 11. Dez 2015, 12:41 bearbeitet]
Timo1997
Ist häufiger hier
#6 erstellt: 11. Dez 2015, 13:48
Hallo Zusammen!

Ich bin seit längerem als Gast im Forum unterwegs, habe mich aber nun entschlossen mich zu registrieren.
Ich habe das gleiche Problem wie der TE, auch bei mir ist dieses "Ziepen" hörbar.

Allerdings:
Ich habe gerade zwei Verstärker im Zimmer stehen, einen alten Technics SU-V505 und eine t.amp E400 von Thomann.
Das Ziepen tritt nur auf, wenn ich die Lautsprecher an der Thomann Endstufe anschließe! (beide Verstärker sind an der Onboard-Soundkarte von meinem Acer-PC angeschlossen)

Gruß Timo
Flow918
Neuling
#7 erstellt: 11. Dez 2015, 15:09
@altae: In dem Zimmer gibt es nur 2 Steckdosen, von daher bleibt mir gar nichts anderes übrig als die Anlage + PC über eine Leiste zu betreiben. Ich stöber hier noch etwas im Forum und suche mir gescheite Kabel und bestelle dann mal den Wandler von Oehlbach.

@goomStar: Die beiden Wandler unterscheiden sich halt vom Chipsatz, beim preiswerten ist ein "hochwertiger Cirrus-Logic-Chip" verbaut (allerdings steht bei Oehlbach nicht welcher...) und beim golden ein "Hochwertiger AK4396-Chip". Mal sehen ob es hier im Forum dazu schon nen Beitrag gibt, sonst werden einfach beide bestellt und dann subjektiv entschieden.

@Timo1997: Kenne mich wie gesagt nicht aus, aber wenn du die gleichen LS udn die gleiche Quelle nutzt und das Ziepen nur bei dem einen Verstärker hast klingt das irgendwie nach einem Problem mit dem Verstärker. Kannst du ne andere Quelle an den Thomann anschließen um zu testen ob das Ziepen bleibt? Hoffe dir kann hier auch noch geholfen werden
Timo1997
Ist häufiger hier
#8 erstellt: 11. Dez 2015, 15:35
Ich habe nun festgestellt, dass das Störgeräusch doch bei beiden Verstärkern auftritt!
Entschuldigung für die evtl Verwirrung
Es bleibt jedoch zu sagen, dass es am Thomann viel heftiger ist, denn an meinem alten Technics hört man das ziepen erst, wenn man den Lautstärkeregler bis Anschlag aufdreht (was ich im normalen Musikbetrieb noch nie gemacht habe, deshalb ist es mir auch nicht früher aufgefallen) . Aber dann hört man es auch nur, wenn man das Ohr direkt vor die Lautsprecher hält.

Ich hab gerade ein Notebook als Quelle angeschlossen, da war das Ziepen nicht zu hören

Der Fehler wird also nicht vom Verstärker verursacht, eher von der Soundkarte. Komisch nur, warum das beim Thomann so viel heftiger ist als beim Technics Beim Thomann ist sogar während des Musikhörens das Ziepen zu hören, beim Technics ist mir das bis eben noch gar nicht aufgefallen.
Flow918
Neuling
#9 erstellt: 11. Dez 2015, 15:45
Kenne beide Verstärker nicht, vllt hat der Thomann im Vergleich zum Technics deutlich mehr Power, sodass vom PC übertragene Störgeräusche auch stärker wiedergegeben werden? Aber wie gesagt, kenne mich nicht aus, sind nur Vermutungen.

Ich bestelle mir die Tage mal den DA Wandler + Kabel, poste die Ergebnisse hier, vllt hilft dir das dann auch.
Timo1997
Ist häufiger hier
#10 erstellt: 11. Dez 2015, 16:00
Der Thomann hat in etwa die doppelte Leistung. Wenn ich aber beide Verstärker soweit aufdrehe, dass die Musik gleich laut ist (mit den gleichen Lautsprechern versteht sich ) ist beim einen das Störgeräusch deutlich zu vernehmen, beim anderen jedoch gar nicht. Ich habe dabei auch mal die Lautsprecher, Lautsprecherkabel und Signalkabel getauscht, keine Änderung.

Ich wäre dir sehr dankbar, wenn du hier posten könntest, ob das mit dem DA Wandler was gebracht hat
goomStar
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 11. Dez 2015, 16:15
Hey Timo,

in der Regel ist davon auszugehen, dass sämtliche Fiep-Probleme bei der Audiowiedergabe durch PCs mit der von Flow verwendeten Lösung behoben werden.
Der PC ist einfach eine furchtbare analoge Audioquelle (was meistens erst beim Einsatz von aktiven Elementen auffällt), daher lässt sich diese Störquelle wunderbar leicht beheben, indem man aus dem PC nur digitale Signale rauslässt (z.B. optischer Toslink). Da dürfen die Grafikkarte, das Netzteil, die Lüfter im PC noch so viel rumrödeln, auf den Lichtleiter haben die ganzen EM-Schwingungen keinen Einfluss mehr.

Die spannende Expertenfrage ist dann nur noch: "Welche Wandlerchips hören sich wie an?" (und kann ich als noob nen Unterschied hören).

Bei mir hat eine Form des DA-Wandlers beim selben Problem geholfen. Hab zwar keine zwei Verstärker sondern "nur" meine JBL Monitore, aber das Prinzip des Fiep/Qtuietsch/Kratz-Problems ist (besser: WAR) das selbe.

@Flow, danke für die Erinnerung mit den beiden Chips, das geisterte noch dunkel im Hinterkopf Kannst Du Dir noch den AG03 dazubestellen und vergleichen? xD Nur Spaß
cr
Moderator
#12 erstellt: 11. Dez 2015, 18:09
1. Wieviele Geräte sind geerdet (Schukostecker, Antennenanschlüsse)
Frage: Hat man Zirpen auch im Kopfhörer, wenn dieser direkt am PC angeschlossen ist, aber keine Verbindung PC zu Anlage
2. Man bekommt die Wiedergabe vom PC immer störungsfrei, wenn man in irgendeiner Form einen Lichtleiter dazwischen hat (zB Usb-SPDIF-Wandler), dann per Lichtleiter in den Wandler.

Ich mache das nur mehr so, da erspart man sich den ganzen Ärger
Timo1997
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 11. Dez 2015, 20:56
Zu 1: Es sind alle Geräte geerdet, bis auf der Technics-Verstärker, bei dem das Störgeräusch nur minimal auftritt.
Das Geräusch hat man im Kopfhörer nicht.
Übrigens ist das Ziepen über die Lautsprecher immer zu hören, egal wie laut das Signal am PC eingestellt ist bzw. auch wenn gar kein Signal anliegt.
Zu 2: Solche Gerätschaften besitze ich nicht, werde mir aber überlegen so etwas anzuschaffen.

Das Problem ist ja nur bei der Thomann-Endstufe wirklich störend, die ist aber eher für den Partyeinsatz gedacht und steht momentan nur zu Testzwecken in meinem Zimmer. Von daher ist das nicht besonders schwerwiegend, ich bin nur durch Zufall auf diesen Thread gestoßen und dachte, da könnte ich mich einklinken.

Danke für eure Hilfe!
cr
Moderator
#14 erstellt: 11. Dez 2015, 21:16
Ja, das liegt an den Erdungen und gerade prof. Geräte sind immer geerdet. Hatte dasselbe Problem mit geerdeten Aktivboxen.
Also wie gesagt, nur Lichtleiter nützt. Billigste Lösung:
Als USB-SPDIF-Wandler die Behringer UCA Soundkarte (35 Euro) (im PC-Bereich gibts so was auch schon um 12 Euro, mit gewissen Macken)
und halt einen externen Wandler (gibt auch schon um 30-50 Euro brauchbare).
Timo1997
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 11. Dez 2015, 21:44
Okay, danke für die Empfehlungen!
Ich werde mir das bei Gelegenheit mal anschauen
audiophilanthrop
Inventar
#16 erstellt: 11. Dez 2015, 21:50
Also mal der Reihe nach:

Flow918 (Beitrag #1) schrieb:
Zum Setup:

- PC (interne Motherboard Soundkarte deaktiviert), Sound läuft über Creative Soundblaster X-Fi Titanium. Als Ausgang wird die 3,5 Klinke genutzt, per Cinch Kabel mit dem Verstärker verbunden.
- Der Verstärker ist ein Yamaha AX-497 Vollverstärker an dem 2 Lautsprecher (ELAC FS58) angeschlossen sind.

Die alles entscheidende Frage: Hängt sonst noch was am Yamaha? Ich vermute fast ja, und daß eine Erdverbindung darüber reinkommt, ergo bei unsymmetrischer Verbindung Masseschleifengerödel...

Der nächste bitte...

Timo1997 (Beitrag #8) schrieb:
Ich habe nun festgestellt, dass das Störgeräusch doch bei beiden Verstärkern auftritt!
Entschuldigung für die evtl Verwirrung
Es bleibt jedoch zu sagen, dass es am Thomann viel heftiger ist, denn an meinem alten Technics hört man das ziepen erst, wenn man den Lautstärkeregler bis Anschlag aufdreht (was ich im normalen Musikbetrieb noch nie gemacht habe, deshalb ist es mir auch nicht früher aufgefallen) . Aber dann hört man es auch nur, wenn man das Ohr direkt vor die Lautsprecher hält.

Ich hab gerade ein Notebook als Quelle angeschlossen, da war das Ziepen nicht zu hören

Ganz klarer Fall - der Thomann-Amp dürfte seine NF-Masse auf Schutzerde hängen, wie bei Profi-Equipment üblich (probier mal den Ground-Lift, besser?), der Technics dagegen hat als klassisches HiFi-Gerät überhaupt nur eine zweipolige Netzleitung und steuert nur ein bißchen kapazitive Kopplung zum Stromnetz über den Trafo bei, die aber im hörbaren Bereich ziemlich hochohmig ist und damit von der Masseverbindung zum PC leicht plattgemacht wird.

Klassische HiFi-Geräte sind (normalerweise) so konstruiert, daß man sie trotz der nervtötend anfälligen unsymmetrischen Verbindungen vernünftig betreiben kann. Das heißt im Zweifelsfall Minimierung jeglicher Kopplung zum Stromnetz und zum Schutzleiter. Profi-Gerät dagegen verläßt sich auf symmetrische Verkabelung, die bei richtiger Ausführung ungleich robuster ist - und dann ist die geerdete Ausführung tatsächlich die bessere. Prallen diese zwei Welten aufeinander, gibt es fast zwangsläufig Ärger.

Den gibt es auch, wenn in eine klassische HiFi-Anlage mehrere Erdpotentiale eingebaut werden - und da gibt es heutzutage jede Menge Möglichkeiten. Ob Kabelanschluß, Sat-Anlage oder terrestrische Antenne, diese sind i.d.R. geerdet. Viele Geräte haben heute Netzwerkanschlüsse - hierzulande übliches Verlegekabel ist geschirmt und stellt darüber Masseverbindungen her, und größere Switches u.a. Netzwerkequipment ist selbst geerdet. So etwas analog unsymmetrisch ohne Potentialtrennung zu verkabeln fällt bald unter fahrlässig.

Jetzt sollte klar sein, warum oft behauptet wird:

goomStar (Beitrag #11) schrieb:
Der PC ist einfach eine furchtbare analoge Audioquelle

...was eigentlich gar nicht stimmt. Der hängt nur seine Audiomasse (und alle anderen) hart auf Schutzerde, weil das letztlich die einzig wirklich sinnvolle Ausführung eines Geräts mit einem größeren Schaltnetzteil ist. Hängt da nur eine Einfachstanlage mit nur einem klassischen HiFi-Verstärker oder gar nur ein Kopfhörer dran, ist auch alles paletti. Will man hingegen interne Spannungen für einen Kleinverstärker abzapfen --> Masseschleife. Ist die externe Anlage anderswo geerdet --> dito.

Das Gute ist, daß sich grundsätzlich jeder unsymmetrische Ausgang auf symmetrisch trimmen läßt - genauer gesagt impedanzsymmetrisch. Für die Störfreiheit an einem symmetrischen Eingang zählen nämlich tatsächlich nur symmetrische Impedanzverhältnisse. Ob jetzt eine der zwei Leitungen signaltechnisch an der Signalmasse hängt, ist dabei völlig egal, symmetrische Signalspannungen sind nicht erforderlich (wie am Beispiel von wiedergegebener Stille leicht ersichtlich). Wer den Ausgangswiderstand (oder allgemeine die Ausgangsimpedanz) der unsymmetrischen Signalleitung einfach für die zweite symmetrische repliziert (je nach Anforderungen mehr oder weniger genau) und an unsymmetrische Ausgangsmasse hängt, hat gewonnen. Solche Ausgänge sind sogar bei Heimstudio-Equipment nicht ganz selten, man kann sie nämlich auch problemlos an unsymmetrischen Eingängen betreiben. Als Adapterkabel muß man sowas selber löten, nicht einmal die vereinfachte Version mit direkter Verbindung ist derzeit fertig erhältlich.
Werner_B.
Inventar
#17 erstellt: 11. Dez 2015, 22:21

cr (Beitrag #14) schrieb:
Also wie gesagt, nur Lichtleiter nützt.

Nicht nur, es gibt auch DACs mit galvanischer Isolierung am USB-Anschluss, und es gibt separate USB-Isolatoren.

Beispiel: https://electronics-shop.dk/isolated_usb_hub.htm?currency=EUR

Gruss, Werner B.
cr
Moderator
#18 erstellt: 12. Dez 2015, 02:09
Gute Alternative
Billiger kommt das aber auch nicht als der Behringer USB/SPDIF-Wandler.
Ein USB-DAC, der seinen Strom normalerweise über den USB bezieht, müßte man dann mit einem Y-USB-Kabel betreiben können (der datenlose Teil des Y-Kabels kommt in eine USB-Netzgerät...)

ES gibt im übrigen auch so USB-Spannungstrenner, die dann eine eigene Versorgungsspannung mitbringen. Weiß aber nicht mehr, von wem das Zeug ist. Ist natürlich größer und mit Netzteil


[Beitrag von cr am 12. Dez 2015, 02:11 bearbeitet]
Flow918
Neuling
#19 erstellt: 12. Dez 2015, 13:08
@cr:
1. PC und Bildschirme sind mit Schukostecker angeschlossen, Verstärker und CD Player haben den Eurostecker, der ist fest mit dem Gerät verbaut. Antennenanschlüsse werden nicht genutzt, habe IP-TV.
2. Wenn die Kopfhörer direkt mit dem PC verbunden sind ziept nichts.

@audiophilanthrop:
An dem Verstärker hängen die 2 Boxen aus Ausgabemedium. Der verlinkte CD Player und eine Vodafone TV Box (nutzt LAN als TV Input, keinen Antennenanschluss) sind mit dem Verstärker verbunden . Allerdings ziept es ja auch wenn ich alle "unnötigen" Geräte (CD Player, Vodafone Box, Lampe etc...) die in der gleichen Steckleiste stecken abziehe und vom Verstärker trenne, sodass nur noch der PC mit dem Verstärker verbunden ist.
Werner_B.
Inventar
#20 erstellt: 12. Dez 2015, 23:15

cr (Beitrag #18) schrieb:
Ein USB-DAC, der seinen Strom normalerweise über den USB bezieht, müßte man dann mit einem Y-USB-Kabel betreiben können ...

Das von mir genannte Beispiel reicht bis 400mA über einen DC-DC-Koppler durch (ebenfalls galvanisch getrennt), das dürfte für den einen oder anderen DAC reichen.

Und ganz nebenbei gibt's noch ein paar mehr Möglichkeiten: Wandler von USB auf elektrisch S/P-DIF mit Übertrager am S/P-DIF-Ausgang (HiFace, Firestone BlueKey und RedKey), oder Übertrager auf der analogen Seite (ich ziehe allerdings die Trennung auf der digitalen Seite vor).

@Flow918: Du wirst nicht umhin kommen, eine galvanische Isolierung zwischen PC und Audioanlage zu implementieren. Etliche Lösungsmöglichkeiten sind nun benannt ...

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 12. Dez 2015, 23:27 bearbeitet]
Flow918
Neuling
#21 erstellt: 15. Dez 2015, 22:07
So kleines Update meinerseits.
Heute sind die Wandler und Kabel angekommen, hat alles perfekt funktioniert, kein Ziepen, kein Brummen, alles läuft wie gewünscht. Habe mich nach längerem Probehören für den teureren Wandler von Oehlbach entschieden, kann man sich ja zu Weihnachten mal gönnen. ;D

Danke für eure Hilfe, echt ein solides Forum!
Schöne Weihnachtstage
Werner_B.
Inventar
#22 erstellt: 15. Dez 2015, 23:35

Flow918 (Beitrag #21) schrieb:
So kleines Update meinerseits.

Gutes und erfreuliches Benehmen Danke.


Flow918 (Beitrag #21) schrieb:
Habe mich nach längerem Probehören für den teureren Wandler von Oehlbach entschieden, kann man sich ja zu Weihnachten mal gönnen. ;D

Ein güldenes Gehäuse macht für manchen mehr her (besonders an Weihnachten), das Auge hört mit ... Hauptsache: Problem gelöst. Viel Spass!

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 15. Dez 2015, 23:36 bearbeitet]
Tesl0r
Ist häufiger hier
#23 erstellt: 16. Dez 2015, 09:50

Flow918 (Beitrag #21) schrieb:
So kleines Update meinerseits.
Heute sind die Wandler und Kabel angekommen, hat alles perfekt funktioniert, kein Ziepen, kein Brummen, alles läuft wie gewünscht. Habe mich nach längerem Probehören für den teureren Wandler von Oehlbach entschieden, kann man sich ja zu Weihnachten mal gönnen. ;D

Danke für eure Hilfe, echt ein solides Forum!
Schöne Weihnachtstage :)



Vielen Dank für dein Update. Ich habe das selbe Problem und habe mir den DacMagicPlus zugelegt, leider fiept es immer noch leise im Hintergrund (vielleicht liegt es auch an meinem aktiven System). Nun frage ich mich, ob die Investition überhaupt Sinn gemacht hat und ob ich den D/A-Wandler einfach zurückgeben soll. Habe z.Z. ein Teufel 2.1 Motiv-System im Einsatz und plane die Lautsprecher bald auszutauschen. Mit den aktiven Nu-Pro A-200 wäre der D/A Wandler überflüssig. Ich bin mit meinem Latein am Ende und weiß nicht ob und wie ich vorgehen soll.

Laptop + DacMagicPlus + Versträker + Passive Lautsprecher

Laptop + Nu-Pro A-200
DaleWintry
Stammgast
#24 erstellt: 16. Dez 2015, 10:11
Hast du den Grund/Lift-Schalter probiert?

Servus
Tesl0r
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 16. Dez 2015, 10:37
Jap, auf Lift ist es kaum zu hören, aber wenn ich mit dem Ohr an die LS gehe und die Maus bewege, höre ich fiepen, wobei ich mich frage wie das sein kann.

Auf Ground ist es nicht zu ertragen, da es brummt und fiept ohne Ende.

Der erste Eindruck ist dementsprechend sehr enttäuschend. Hättest du noch weitere Tipps bzw. was meinst du zu der Idee das Gerät zurückzugeben und nach einer anderen Lösung (ohne das teufel-System) zu suchen?
cr
Moderator
#26 erstellt: 16. Dez 2015, 13:46
Probier doch diesen USB-Trennungsstick oder das ähnliche Teil von DeLock
http://www.delock.de/produkte/G_62588/merkmale.html
bekommt man überall (reichelt, pc-Versand etc...), den Stick anscheinend nur in Dänemark
Wenns mit dem DeLock nicht klappt, zurückschicken
Werner_B.
Inventar
#27 erstellt: 16. Dez 2015, 14:27

Tesl0r (Beitrag #25) schrieb:
Hättest du noch weitere Tipps ...

Wir haben doch oben schon praktisch alle (zumindest alle praktikablen) Lösungsalternativen aufgeschrieben. Wenn Du nicht liest, was hier bereits geschrieben steht, warum glaubst Du, dass das dann aufgrund Wiederholung besser würde?

Gruss, Werner B.
Tesl0r
Ist häufiger hier
#28 erstellt: 16. Dez 2015, 14:42

Werner_B. (Beitrag #27) schrieb:

Tesl0r (Beitrag #25) schrieb:
Hättest du noch weitere Tipps ...

Wir haben doch oben schon praktisch alle (zumindest alle praktikablen) Lösungsalternativen aufgeschrieben. Wenn Du nicht liest, was hier bereits geschrieben steht, warum glaubst Du, dass das dann aufgrund Wiederholung besser würde?

Gruss, Werner B.



Ich bitte um Verzeihung, meine Frage bzgl Tipps war eher auf Geräte bezogen, die mein aktuelles System ablösen sollen. Ich habe mich entschieden den D/A Wandler zurückugeben und vorerst in bessere LS zu investieren.

...das Angebot ist so überwältigend, dass es schwierig ist alle Möglichkeiten selber herauszufinden. In meinen lokalen Hifi-Geschäften habe ich im Grunde immer die selben Geräte stehen sehen. Von daher bin ich froh, hier neue Anregungen zu bekommen


[Beitrag von Tesl0r am 16. Dez 2015, 14:44 bearbeitet]
Werner_B.
Inventar
#29 erstellt: 16. Dez 2015, 23:35

Tesl0r (Beitrag #28) schrieb:
… meine Frage bzgl Tipps war eher auf Geräte bezogen, die mein aktuelles System ablösen sollen.

Das ist genau ein häufiger Trugschluss, dass Masseschleifen durch ein spezielles Gerät sofort zu beheben wären. Gleichwohl gibt es Lösungen, welche eine Masseschleife sicher verhindern, es ist nur immer eine Einzelfallbetrachtung abhängig von den weiteren Anforderungen, ob etwas auch vernünftig realisierbar ist.

Grundsätzlich sind schutzgeerdete Geräte in Verbindung mit asymmetrischer Signalverbindungstechnik problematisch - @audiophilanthrop hat dazu schon einiges geschrieben.


Tesl0r (Beitrag #25) schrieb:
Jap, auf Lift ist es kaum zu hören, aber wenn ich mit dem Ohr an die LS gehe und die Maus bewege, höre ich fiepen, wobei ich mich frage wie das sein kann.

Die elektrische galvanische Isolierung trennt kapazitiv oder induktiv. In beiden Fällen werden Gleichspannungen geblockt, höhere Frequenzen können je nach Dimensionierung kurzgeschlossen werden. Möglicherweise geht da im Cambridge noch zu viel (also zu niedrige Frequenzen) durch, allerdings kann ich nicht durch das Forum durchhören, wie schlimm das ist.


Tesl0r (Beitrag #23) schrieb:
Laptop + DacMagicPlus + Versträker + Passive Lautsprecher

Sind die Netzstecker aller Geräte in der gleichen Steckdosenleiste? Falls nein: genau das einrichten. Mal einzelne Stecker (Laptop, DAC, Verstärker) um 180 Grad gedreht einstecken, und hören ob’s besser wird.

Hat der Laptop einen optischen TOS-Link-Ausgang (meist in die Kopfhörerbuchse integriert)? Falls ja: Optokabel zum Cambridge, das ist eine sichere Lösung. Ggf. dem Vorschlag von @cr folgen und einen Wandler USB > TOS-Link verwenden (der USB-Eingang des Cambridge bleibt dann ungenutzt).

Was ist noch am Verstärker angeschlossen? Fernseher, Radio? Falls ja und keine Sat-Antenne: Mantelstromfilter in die Antennenzuleitung. Das gilt ebenso, falls eine TV- oder Radiokarte mit Antennenanschluss im Laptop steckt.

Der Laptop hat wohl ein Netzteil mit Anschluss über Schukostecker (3-polig), korrekt? Falls ausserhalb der Garantie: schutzisoliertes (!) Fremdnetzteil mit Anschluss über 2-poligen Eurostecker verwenden. Ist der Laptop in einem kabelgebundenen Ethernet eingebunden? Falls ja: welche Kabel werden verwendet? Ggf. geschirmte Kabel durch UTP ersetzen.

Hat der Verstärker nur Cinch-Anschlüsse? Wie wird er an’s Stromnetz abgeschlossen - über einen 2-poligen Eurostecker oder einen 3-poligen Schukostecker?

So ungefähr müsste man sich da rantasten …

Bei meinem DAC funktioniert die galvanische Isolierung am USB-Eingang perfekt, ausserdem ist er symmetrisch an die LS angeschlossen. Mantelstromfilter ist in der Antennenzuleitung. Da herrscht Ruhe, wenn keine Musik läuft …


Tesl0r (Beitrag #23) schrieb:
Laptop + Nu-Pro A-200

Die A-200 sind nicht schutzgeerdet. Könnte möglicherweise eine Lösung sein; nur wenn noch ein weiteres schutzgeerdetes Gerät dazukommt, fängt es garantiert wieder an.

Gruss, Werner B.


[Beitrag von Werner_B. am 16. Dez 2015, 23:46 bearbeitet]
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Digital (Toslink/Coaxial) auf Analog (Cinch) wandeln
bideru am 05.09.2009  –  Letzte Antwort am 07.09.2009  –  2 Beiträge
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