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Soundblaster X-Fi: Rückkopplung über S/P-DIF IN /OUT

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ThommyDD
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 06. Sep 2007, 15:36
Hallo,

ich habe meine bisherige SB Live! 5.1 durch eine X-Fi Xtreme Music ersetzt und habe nun folgendes Problem:

Wenn ich meinen A/V-Receiver (Pioneer VSX-916) über optische Kabel in beiden Richtungen mit der Soundkarte verbinde, gibt es einen Rückkopplungseffekt. D. h., die Soundkarte bekommt über den Digitaleingang das gleiche Signal wieder zurück, das sie am Digitalausgang gerade ausgegeben hat, und gibt es wieder aus uswusf.. Das gibt ein furchtbares Durcheinander. Meine alte Live!-Karte hat das nicht gestört. Die war auch die ganze Zeit in beiden Richtungen digital mit dem Receiver verbunden, ohne dass es zu Rückkopplungen kam. Ich konnte ganz normal Musik und Filme über den PC hören und bei Bedarf vom digital am Receiver angeschlossenen CD-Player Musik auf dem PC aufnehmen, ohne irgendwas umstecken oder umschalten zu müssen, außer am Receiver auf den CD-Eingang zu schalten. Gibt es einen Trick, wie das Problem zu beheben ist? Ich habe schon versucht, den Digitaleingang der Soundkarte im Mixer vorübergehend stumm zu schalten, leider ohne Erfolg.

Grüße,
Thomas
walpi
Neuling
#2 erstellt: 18. Sep 2007, 17:09
Hallo!

Ich kann dir zwar leider nicht bei deinem Problem weiterhelfen aber vielleicht du mir.
Wäre nett.
Ich will auf die selbe art wie du musik abspielen. Heißt, ich möchte meinen Receiver mit meinem Laptop verbinden. Wie wichtig ist die Qualität der Soundkarte (externe natürlich), weil doch über die optische verbindung keine Verluste zu erwarten sind, oder?
Ich hab da ne Soundkarte gefunden, die diesen Anschluss hat: "Optischer S/P-DIF Digital-Eingang (TOS-Link)"
ist das der richtige?

Danke

Gruß Patrick
ThommyDD
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 18. Sep 2007, 18:18
Hallo Patrick,

ich habe mein Problem jetzt damit "gelöst", dass ich wieder meine alte Live!-Karte eingebaut habe. Dort kann ich explizit den S/P-DIF-Eingang stumm schalten und trotzdem darüber aufnehmen. Der Eingang bleibt damit aktiv, wird aber nicht mit dem Ausgang kurzgeschlossen. Die eher theoretischen Vorteile der X-Fi wiegen die praktischen Nachteile (beispielsweise auch die völlig überladenen Treiber) für mich in keiner Weise auf. Für meinen Zweitrechner habe ich jetzt noch eine Live! bei eBay ersteigert, für einen symbolischen Euro. Für den Preis muss ich mich nicht mit Onboard-Sound herumschlagen.

Zu deinem Problem: Einen Laptop habe ich noch nicht digital mit dem Receiver verbunden gehabt, zumindest nicht zum Musikhören. Deshalb habe ich dazu keine Erfahrungswerte. Analog kannst du Onboard-Sound vergessen, so weit habe ich das schon mitbekommen. Wenn es um Filmton über Dolby Digital oder DTS geht, dann ist die Soundkarte egal. Das Signal wird von der DVD direkt an die Digitalschnittstelle geleitet. Nur den Dolby-Digital-PassThrough muss die Karte unterstützen. Sofern keine Störungen in der Übertragung entstehen, die sich durch Aussetzer und Knackser bemerkbar machen, ist da das billigste Equipment so gut wie das teuerste. Entscheidend ist dann alles ab dem Decoder, und der sitzt heutzutage üblicherweise im A/V-Receiver.

Bei Musik über die Digitalschnittstelle bin ich mir nicht sicher. Meinem Verständnis nach ist da die Abspielsoftware für den Digitalteil zuständig (beispielsweise Winamp für MP3) und gibt ihr Signal als Wave oder über DirectSound aus. Allerdings könnte es sein, dass die Soundkarte weitere Veränderungen vornimmt, beispielsweise die Lautstärkeregelung, sowie gegebenenfalls sogar ein Resampling (meine SB Live! beispielsweise rechnet generell mit 48kHz Abtastrate, normale Musik mit 44,1kHz wird also am Eingang auf 48kHz gewandelt, intern weiterverarbeitet und bei der Ausgabe erneut gewandelt, wieder auf 44,1kHz zurück). Ich persönlich halte die dabei auftretenden Verluste für vernachlässigbar, für echtes High-End-HiFi ist das aber untragbar. Bitgenaue Übertragung ist damit nicht möglich. Diese Verluste sind gegenüber dem Analogteil jedoch um Größenordnungen geringer. Richtig relevant wird das erst nahe der oberen Grenzfrequenz, die die Hälfte der Abtastrate beträgt. Da ich persönlich sowieso nicht mehr als 16kHz höre, wo das Resampling noch nicht so große Auswirkungen hat, stört es mich nicht.

Ich würde also mal davon ausgehen, dass für die Digitalübertragung die eingebaute Soundkarte ausreichend ist, sofern sie denn einen Digitalanschluss hat, was bei praktisch allen neueren Modellen der Fall ist. Näheres dazu steht im Handbuch. Eine externe Soundkarte halte ich da für übertrieben. Willst du aber auch Musik aufnehmen, dann wird das sicher nicht ohne externe Karte gehen, ich habe zumindest an den üblichen Consumer-Notebooks noch keinen Digitaleingang entdeckt, selbst die meisten PCI-Soundkarten, gerade von SoundBlaster, haben serienmäßig keinen Eingang. Das ist alles optional.

Externe Soundkarten für Notebooks sind aber gerade dafür gedacht, die Notebook-Einschränkungen zu umgehen, sind also generell für höhere Ansprüche ausgelegt. Wirklich was falsch machen kann man da wohl nicht. Digitalübertragung gibt es im Audiobereich nur auf zwei Arten: Entweder elektrisch oder optisch. Elektrisch geht es wie von der Analogtechnik bekannt über Cinch oder teilweise auch Miniklinke, wobei da ein "Mono"-Kabel reicht. Optisch gibt es den Standard-Toslink-Anschluss oder eine Miniklinke, letzteres besonders bei tragbaren Geräten wie CD-Player und Notebook, dort in einer Buchse mit dem Stereo-Analogausgang vereint. Innerhalb des jeweiligen Übertragungsverfahrens gibt es Adapter für die verschiedenen Anschlüsse. Nur die Kombination aus optischer und elektrischer Übertragung geht nicht ohne Weiteres. Will man Geräte miteinander verbinden, die jeweils ausschließlich die entgegengesetzte Methode unterstützen, muss man Wandler zwischenschalten, die aus dem elektrischen ein optisches Signal machen und umgekehrt. Ganz billig sind die zwar nicht, aber immerhin geht es.

Wenn dein Receiver also optische Ein- und Ausgänge hat, braucht auch deine Soundkarte optische Ein- und Ausgänge. Sind am Receiver elektrische Anschlüsse, braucht auch die Soundkarte elektrische. Bei externen Notebook-Soundkarten und Digital-Erweiterungen für PCI-Soundkarten sind üblicherweise gleich beide Möglichkeiten gegeben, da sie sich ja ohnehin an anspruchsvollere Kunden wenden.
walpi
Neuling
#4 erstellt: 19. Sep 2007, 16:26
Hey danke für deine ausführliche Antwort! Ich bin jetzt um einiges klüger geworden, danke!
Da ich ganz sicher kein high - end musikhörer bin, kann ich mit den geringen verlusten leben.
Werd mir wohl ne externe Soundkarte kaufen mit optischen ausgang, da mein receiver auch einen solchen besitzt.

Gruß patrick
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