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Emotionale Wirkung von Musik

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Autor
Beitrag
musicology
Neuling
#1 erstellt: 05. Mrz 2006, 12:01
Hallo zusammen!

Ich sitze gerade über meiner Examensarbeit zum Thema: "Emotionale Wirkungen beim Musikhören" und brauche Eure Hilfe!
Es wäre toll, wenn möglichst viele Leute mir folgende Fragen spontan beantworten könnten:
1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?
2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?
3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?
4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?

Tausend Dank!
Osi
Hat sich gelöscht
#2 erstellt: 05. Mrz 2006, 12:17
Hi,
Zu 1: Ja, mit Musik kann ich meine Emotionen verstärken oder einfach nur abschalten und mich sozusagen ablenken.
Zu 2: Ich weiß es nicht, sorry
Zu 3: Ich höre meistens New Metal, Hip-Hop und R'n'B (bischen Dance). Aber die Emotionen sind unterschiedlich je nach Song. Das hat mit der Musikrichtung bei mir echt wenig zu tun.
Zu 4: Das ist unterschiedlich bei mir je nach dem wie ich mich grad fühlen möchte. Wenn ich sauer bin hör ich mir New Metal Songs wie "Linkin Park - Crawling" an um mich in die Wut reinzufressen
Wenn's mir schlecht geht oder ich einfach nur abschalten möchte mehr Dance und R'n'B. Also zum ablenken.

Gruß OSi


[Beitrag von Osi am 05. Mrz 2006, 12:17 bearbeitet]
technicsteufel
Inventar
#3 erstellt: 05. Mrz 2006, 12:30

musicology schrieb:

1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?
2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?
3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?
4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?


zu 1. sogar bidirektional
die Emotion bestimmt die Musik und umgekehrt
zu 2. beats per minute? Rythmus? mag ich die Art oder Stielrichtung?
Wenn mir die Musik gefällt bin ich ausgeglichen und nerve meine Umwelt nicht.
Nervt mich die Musik nerve ich auch. Geht glaub ich jedem so.
Bei mir kommt noch dazu das ich ein Perfektionist bin und jeden gespielten Fehler oder falsche Abstimmungen bei einem Livekonzert höre.
zu 3. ein befreundetes Pärchen war mal bei mit. Es lief Hardrock. Die beiden haben sich in die Wolle bekommen. Darauf hin wechselte ich in Richtung Kuschelrock und es wurde der Umgang wieder liebevoller.
Musik kann also ganz klar Gefühle beeinflussen.
zu 4. beides
funzt sehr gut beim Autofahren
Strasse trocken -> Hardrock -> agressiver Fahrstiel
Strasse glatt -> Klassik -> und schon bin ich brav

Gruß Rolf
shizoMcfren
Ist häufiger hier
#4 erstellt: 05. Mrz 2006, 18:58
Schönes Thema

1. Gute Musik ist für mich der vollendete Ausdruck von Emotion. Früher hieß das "Affektenlehre", und sie hatten recht.

2. Meistens reichen ein paar Akkorde/eine Harmonie oder ein Stimmenfetzen, um den "dreh das mal lauter"-Effekt auszulösen, und dann GÄNSEHAUT!!!

3. Jede, die ich will. In einer Signatur hier im Forum steht es so: "Musik stimmt heiter und melancholisch, gelassen und glücklich. Musik macht zufrieden, traurig und aggressiv. Musik regt an. Musik beruhigt. Musik hilft, Abstand zu gewinnen."
Das trifft zu 100 % zu. Wer schonmal den Schindlers Liste Soundtrack gehört hat weiß, was ich meine....

4. Beides, ich passe die Musik meistens meiner Stimmung an, manchmal brauche ich aber auch einfach 1-2 Alben um mich z.B. wieder aufzumuntern
timmkaki
Hat sich gelöscht
#5 erstellt: 06. Mrz 2006, 12:57

musicology schrieb:

1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?
2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?
3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?
4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?


1. JA - Musik muss etwas zum klingen bringen in dir;
Musik geht ins Unterbewusstsein.

2. Alles - die Assoziationen müssen nicht (und sind es auch selten) bewusst sein. Es gibt aktive Erinnerungen an Erlebnise mit Musik (idR. emotional prägende Erlebnisse)und es gibt die passiven Erinnerungen, für die die Musik der Schlüssel des "sich wieder Erinnerns" ist. Pubertäre Erlebnisse, Erfolge, Misserfolge, aber auch manchmal ganz Irrationales werden durch Verknüpfung mit Musik(Titeln) verstärkt bzw. geprägt.

3. es gibt m.E. keine ausschließliche Verknüpfung 'Trauer=langsame Musik', 'Freude=flotte Musik'; obwohl dies oft so ist.

4. sowohl - als auch:
- ich kann in Musik versinken;
- Musik nur so mitdudeln lassen;
- mich in Stimmungen verstärken mit entsprechender Musik (also gibt's sie ja vielleicht doch ?? )
- oder auch abregen in Wut, Trauer, Freude, Begeisterung etc.

Bei mir persönlich spielt Rhythmik, Groove, Swing - wie immer Du es auch nennen magst - eine große Rolle. Wenn ich merke das ich mit der Musik mitgehe (Fuß-wippen, schnipsen, Körper-Bewegung allgemein etc.) dann passt das meistens. Außerdem nehme ich Musik gern auch laut zu mir. Nicht wegen der Geräuschkulisse sondern wegen der stärkeren Differenzierbarkeit der Nuancen, Instrumente, Stimmen etc.

Ich denke, an Deinen Fragen kann sich noch eine rege Diskussion entwickeln.

Nimm aber auch mal die Suche oder scroll nur mal ien paar seiten durch, um Threads zu finden, die sich in ähnlicher oder artverwandter Form schon mit solchen Fragen beschäftigt haben oder deren Antworten solche Inhalte haben:

http://www.hifi-foru...rum_id=7&thread=1621
http://www.hifi-foru...rum_id=7&thread=1412
http://www.hifi-foru...rum_id=7&thread=1396

usw. etc. ...

Viele Erfolg

Timm
musicology
Neuling
#6 erstellt: 06. Mrz 2006, 14:02
Danke schon mal an Euch für die tollen Antworten, davon werde ich auf jeden Fall etwas gebrauchen können! Sehr gut ist auch, dass Ihr alle (bis jetzt) darin übereinstimmt, dass Musik bei Euch Emotionen auslöst. Man nimmt das so als selbstverständlich hin, aber für so eine Arbeit brauche ich natürlich auch Nachweise, und die liefert Ihr mir hier
Es läuft zurzeit in der "Fachwelt" eine spannende Diskussion darüber, ob man in der Musik Gefühle nur "wiedererkennt", bzw. "wahrnimmt" oder ob man sie tatsächlich "fühlt". Was denkt Ihr?
@shizoMcfren: könntest Du mir was über die Affektenlehre erzählen und warum Du glaubst, dass sie recht hatten? Womit?
@timmkaki: danke auch für die links

weiter so, weiter so...
Juno
Stammgast
#7 erstellt: 06. Mrz 2006, 17:33
Hallo,

Ein geiler Thread ,genau mein Ding !!!

Musik = Emotionen pur ,sofern man selbst bestimmt ,was im Moment läuft!!



@Timm : Stimme deinen Ausführungen zu 100% zu ,glaube sogar langsam an eine
Art Seelen-Verwandschaft mit Dir in Sachen Musik und derer Emotionen .

-------------------------


Nun aber zu den gestellten Fragen und den Versuch sie selbst zu beantworten
da ich es für sehr schwierig halte ,dieses Thema auf 4 Punkte aufzuteilen.


musicology schrieb:
1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?


Musik = Emotionen pur !
Sobald Musik läuft ,die mir gefällt ,fühle ich mich sofort besser ,egal wie es
davor in mir aussah.
Manche Musikstücke schaffen es sogar mich in einen "Rausch-änlichen" Zustand
zu versetzen !



musicology schrieb:
2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?


Erinnerungen sind nur bei ganz wenigen Musik-Stücken von Belang ,meistens sind es
die Musiker selbst ,die bei mir Emotionen auslösen ,je nachdem wie gut sie es
verstehen ihre Musik zu Transferieren .Man fühlt förmlich was der/die Musiker/in
denken und uns sagen wollen ,und lebt dieses mit.
Je lauter ,desto heftiger das Ganze.
Habe das Gefühl ,daß ab einer gewissen Lautstärke Endorphine freigesetz werden ,
die einem das Gefühl geben zu schweben ,als wenn Drogen bekommen hätte.



musicology schrieb:
3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?


Schwierig zu beantworten.
Langsame Lieder müssen nicht zwangsläufig traurig machen,
schnelle und Groovige heben meistens die Laune an.




musicology schrieb:
4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit

von Stimmungen ab?


Eigentlich beides.
Bin ich schlecht drauf ,...Guter Song aufgelegt ,...schon gehts mir besser.
Bin ich gut drauf ,wird die Laune noch besser.

------------------------


Musik ist ein großer Teil meines Lebens ,ergo "Ich lebe Musik" !
Es gibt nichts schöneres auf dieser Welt als eine "Gute Scheibe" aufzulegen
und sich davon in eine andere Welt tranportieren zu lassen.
Fühlen ,was die Musiker fühlen ,dahin schweben wenn die Musiker mich auf eine
Wolke setzen ,weinen wenn die Musik mein Herz ergreift.




musicology schrieb:
Es läuft zurzeit in der "Fachwelt" eine spannende Diskussion darüber, ob man in der Musik Gefühle nur "wiedererkennt", bzw. "wahrnimmt" oder ob man sie tatsächlich "fühlt". Was denkt Ihr?


Die Frage beantwortet sich ,glaube ich ,von selbst.


Grüsse JUNO
technicsteufel
Inventar
#8 erstellt: 06. Mrz 2006, 18:34

musicology schrieb:
...Es läuft zurzeit in der "Fachwelt" eine spannende Diskussion darüber, ob man in der Musik Gefühle nur "wiedererkennt", bzw. "wahrnimmt" oder ob man sie tatsächlich "fühlt". Was denkt Ihr?...


Das kommt zum großen Teil aber auf den Interpreten an.
Ist er schlecht kann man die Musik erkennen, spielt er gut kann man die Musik fühlen.
Wenn er aber so richtig gut ist bekommt man "Gänsehaut" oder dieses "unbeschreibliche" Gefühl.

Gruß Rolf
timmkaki
Hat sich gelöscht
#9 erstellt: 06. Mrz 2006, 19:09

Juno schrieb:
...
Ein geiler Thread ,genau mein Ding !!!
...


sachichdoch!


Juno schrieb:

@Timm : Stimme deinen Ausführungen zu 100% zu ,glaube sogar langsam an eine
Art Seelen-Verwandschaft mit Dir in Sachen Musik und derer Emotionen . ...


Danke, gleichfalls (mir fehlen allerdings Deine berühmten Smilies ...)


Juno schrieb:

Manche Musikstücke schaffen es sogar mich in einen "Rausch-änlichen" Zustand
zu versetzen !


JAU


Juno schrieb:
... meistens sind es
die Musiker selbst ,die bei mir Emotionen auslösen ,je nachdem wie gut sie es
verstehen ihre Musik zu Transferieren .Man fühlt förmlich was der/die Musiker/in
denken und uns sagen wollen ,und lebt dieses mit.


Da klaffen wir auseinander; die Musik ist für mich der Emotionsträger, der Künstler + auch die Texte sind nur selten von belang. Text ist für mich nur Ton durch Stimme.
(klar, es gibt Ausnahmen, aber die sind doch eher selten)
Die Stimmung, die erzeugt wird ist allerdings immer entscheidend. (und wird von jedem anders empfunden!)


Juno schrieb:
Je lauter ,desto heftiger das Ganze.
Habe das Gefühl ,daß ab einer gewissen Lautstärke Endorphine freigesetz werden ,
die einem das Gefühl geben zu schweben ,als wenn Drogen bekommen hätte.


Bedingt ja - es gibt Scheiben, da dudel ich weg, trotz hoher Lautstärke; das ist bei mir das, was Du mit 'Schwebezustand' bezeichnen kannst.


Juno schrieb:
... Musik ist ein großer Teil meines Lebens ...

JA, aber ich mag noch so viele andere Dinge, da ist Musik wichtig aber nicht übergeordnet.


Juno schrieb:
... ,ergo "Ich lebe Musik" ! ...

Nö, s. o.


Juno schrieb:
Es gibt nichts schöneres auf dieser Welt als eine "Gute Scheibe" aufzulegen ...

Einspruch, Euer Ehren! ich kenn da eine ganze Menge ... (allerdings nicht jugendfrei und auch gern mit Musik - im Hintergrund)


Juno schrieb:
... und sich davon in eine andere Welt tranportieren zu lassen.
Fühlen ,was die Musiker fühlen ,dahin schweben wenn die Musiker mich auf eine
Wolke setzen ,weinen wenn die Musik mein Herz ergreift.

Unbestritten, dass das saugute Momente sind.


Juno schrieb:


musicology schrieb:
Es läuft zurzeit in der "Fachwelt" eine spannende Diskussion darüber, ob man in der Musik Gefühle nur "wiedererkennt", bzw. "wahrnimmt" oder ob man sie tatsächlich "fühlt". Was denkt Ihr?


Die Frage beantwortet sich ,glaube ich ,von selbst.

Klar - weil alle drei Sachen stimmen. HIer gibt's kein 'entweder-oder' hier heißt es: 'sowohl-als auch'.

In diesem Sinne darf ich noch ausdrücklich auf meine Signatur verweisen:
SOUL IS A CONSTANT. IT’S CULTURAL. IT’S ALWAYS GOING TO BE THERE, IN DIFFERENT FLAVOURS AND DEGREES.
Aretha weiß, wie's geht; wie überhaupt Soul eine sehr ausdrucks-, gefühlsstarke Musik ist. Hier breche ich aber lieber ab, sonst komme ich wieder ins Dozieren.

Besten Gruß Timm
äksperde
Stammgast
#10 erstellt: 06. Mrz 2006, 19:25
Sehr schönes Thema!


musicology schrieb:

1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?


Ja! Für mich ist Musik ein Medium um Gefühle zu "speichern". Ein Komponist fühlt etwas, macht daraus ein Musikstück, und im Idealfall hat der Konsument beim Hören dasselbe Gefühl, welches der Künstler beim Schreiben hatte!


musicology schrieb:

2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?


Ich denke, Harmonien, Rythmen und auch Sounds sprechen direkt unsere Grundgefühle an (Freude, Trauer, Angst, Agression). Über die Erinnerung teilweise auch (wenn eine Ballade z.B. an eine Exfreundin erinnert).


musicology schrieb:

3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?


Gute Frage. Es ist sogar möglich, dass dasselbe Lied beim Zuhörer A) ein anderes Gefühl hervorruft als beim Zuhörer B). Als Extreme rufen getragene Sachen wie z.B. Balladen eher Melancholie hervor, während schnelle Techno- oder Metallstücke eher agressiv machen. Dazwischen gibt es aber viele subtile Abstufungen (und Mischungen), die mit Worten nicht zu beschreiben sind. Das macht Musik für mich auch so interessant!


musicology schrieb:

4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?


Meistens suche ich mir die passende Musik zu meiner gegenwärtigen Stimmung heraus. Als Ablenkung eigentlich nur, wenn ich zu faul zum Arbeiten oder zum Joggen bin, und dann absichtlich etwas "Schnelles" laufen lasse, um mich zu motivieren.

P.S. Mich würde das Ergebnis dieser Examensarbeit interessieren!
timmkaki
Hat sich gelöscht
#11 erstellt: 06. Mrz 2006, 19:45

äksperde schrieb:

...
P.S. Mich würde das Ergebnis dieser Examensarbeit interessieren!
...

Sehr gute Idee! Da gibt's doch vielleicht mal ein PDF zum Download ...


Gruß Timm
sigma6
Inventar
#12 erstellt: 06. Mrz 2006, 19:56
1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?
2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?
3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?
4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?


Hi,
nettes Thema für ´ne Examensarbeit

1. jo, dauert aber zu lange, das auf die Schnelle zu analysieren und Beantworten

2. Erinnerung, Gefühl im Bauch, Sehnsucht, Wünsche, Miterleben...da spielt eine ganze Menge Zeugs mit, was im ersten Augenblick gar keinen Zusammenhang erkennen lässt.

3. oh, schwierig...Rock kann Wut besänftigen und genauso gut steigern, Blues kann macht heute freudig sentimental und morgen nur traurig, Punkt macht richtig Spass, Female Jazz löst bei mir fast alles aus...man o man, das könnte man echt stundenlang analysieren.

4. beides, mit Musik kann ich sogar meine Stimmungen (und nicht nur meine) ganz einfach selber bestimmen und umlenken, funzzt einwandfrei.

Viel Spass bei der Auswertung

MfG

Ronny
musicology
Neuling
#13 erstellt: 06. Mrz 2006, 22:59
ok, dann mal los
@Juno: Emotionen nur, wenn du die Musik selbst aussuchst? löst denn nur Musik, die du kennst ein gutes Gefühl aus? und was ist außerdem mit den weniger guten Gefühlen? ich selbst benutze Musik ganz oft als Verstärker und ich weiß genau, welches Stück ich anschmeißen muss, um zu tanzen, zu lachen oder zu heulen (naja meistens jedenfalls). Aber neulich hab ich zB einen Frank Sinatra Song gehört, den ich vorher nicht kannte. Aus Zufall. Ich hatte eigentlich ziemlich gute Laune, aber ich hab mich dann plötzlich heulend vor dem PC wiedergefunden, und wusste nicht, ob ich weine, weil ich traurig bin, oder das Lied, oder ob ich das so schön finde und es mich so glücklich macht, oder was. Aber das hat dann die nächsten Tage weiterhin als "Trigger" funktioniert, und ich glaube, es lag vor allem an der Stimme, dass ich mich jedesmal neu so traurig fühlte.
@technicsteufel, äksperde & Timm: ich hab auch immer gedacht, dass der Komponist seine Gefühle in der Musik verpackt und genau das dann bei mir ankommt. Angeblich ist das aber gar nicht so. Viele klassische Kompositionen waren zB Auftragswerke und viel von dem, was heute so im Radio läuft, ist ja auch nach Schema F zusammengebastelt und konsumorientiert. und es gibt, wie gesagt einen ganzen Haufen von Kognitionswissenschaftlern, die behaupten, das man sowieso nix fühlt, sondern nur denkt, das man was fühlt. ach, vielleicht werd ich auch an diesem verflixten, schönen Thema verzweifeln... Worte sind gerade hier ja doch ziemlich unzulänglich...
@äksperde: ja, das mit den Basis-emotionen ist auch noch so´ne Sache. Es gibt ja Leute,die behaupten, dass nur Emotionen wie Angst, Freude, Trauer und Ekel überhaupt richtige Emotionen sind. Sehr schwer, diesen Begriff abzugrenzen. Ich glaube, Du hast recht damit, das Musik diese anspricht, aber vielleicht ist das ganze gerade hier noch differenzierter. Außerdem ist es ja auch ganz interessant, das wir meistens lieber fröhlich als traurig sind, aber traurige Musik total gerne hören (ich zumindest)und musikalische Emotionen also vielleicht doch ganz anders sind, als "richtige"...

Ich werd jetzt erst mal ne ganze Weile lesen und schreiben und denken und die Arbeit wird erst so im Juli/August fertig werden, aber wenn dann noch Interesse besteht, kann ich bestimmt was davon ins Netz stellen.
Liebste Grüße an Euch alle,
Anne
Juno
Stammgast
#14 erstellt: 07. Mrz 2006, 00:37

musicology schrieb:
@Juno: Emotionen nur, wenn du die Musik selbst aussuchst? löst denn nur Musik,die du kennst ein gutes Gefühl aus?



Hallo Anne,

Selbstverständlich reagiere ich auch auf mir unbekannte Musik mit ähnlichen
Emotionen wie Du sie selbst auf den Song von Sinatra (Ich tippe mal "My Way")
empfunden hast.

Wenn ich Musik selber auflege ,kann ich bestimmen wohin die Reise geht.


Die Frage ob man diese Emotionen richtig fühlt würde ich von meiner Seite her
klar mit JA beantworten.
Ich finde es unglaublich wie mich Musik mitnehmen kann ,und dies könnte man
schließlich auch messen (Blutduck u. Puls steigt ,manchmal bis ins Unermessliche).


Vielleicht ist es eine noch "unbekannte Emotion" ,die sich bis Dato noch nicht
so einordnen lässt ? (In Bezug auf Angst, Freude, Trauer und Ekel)


Von meiner Seite wünsche ich dir gutes gelingen,

Grüsse Peter





PS: Das Ergebnis deiner Arbeit würde mich sehr interessieren ,
egal wie lange es dauert.
Mr._Cosmo
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 07. Mrz 2006, 01:28

musicology schrieb:

1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?

Sehr viel. Es gibt bestimmte Musikstücke - die "Gänsehaut-Stücke", die unmittelbar und in jeder Situation bei mir eine Emotion auslösen.
Ich höre zum ersten Mal in meinem Leben "Imagination And Tears" von Rüdiger Gleisbergs "Baktun". Die Gitarre (von seinem Bruder Harald gespielt) setzt ein und ergreift mich, wie mich kaum ein Musikstück zuvor ergriffen hat. Liebe, Trauer, Wut, Fassungslosigkeit, Dankbarkeit - eine unglaubliche Tiefe in ein paar auf der E-Gitarre gespielten Tönen. Später hat Rüdiger mir erzählt, warum ich diese ungeheure emotionale Tiefe in diesem Gitarrensolo gehört habe. (Übrigens: Die Gleisberg-Scheiben sind wirklich lohnend, Infos: www.gleisberg.com.)
Bei manchen Stücken stört mich jedes Nebengeräusch und ich unterbreche bisweilen sogar Gespräche, wenn ich sie auch nur zufällig im Radio höre.


2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?

Das obige Beispiel mit dem Gleisberg-Stück zeigt, dass es definitiv nicht nur Erinnerungen sein können, die die Emotionen auslösen. Ich hatte die tiefe Emotion bereits beim ersten Hören.
Vielleicht bringt bestimmte Musik in unserem Inneren gespeicherte Informationen zur Resonanz - bestimmte Harmonien oder Melodie-Muster. Was sagt eigentlich Frederic Vester dazu?


3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?

Es kommt nicht vor, dass Musik bei mir negative Emotionen auslöst. Nach meinen subjektiven Kriterien schlechte Musik (DSDS, Volksmusik, Schlager und sonstige Fahrstuhl- und Wegwerf-"Musik") löst eher keine als schlechte Emotionen aus. Akustische Umweltverschmutzung halt, die ich so weit wie möglich zu ignorieren versuche.


4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?

Sowohl als auch. Es gibt Situationen, in denen habe ich plötzlich eine bestimmte Musik im Ohr - ohne dass ich erklären könnte, warum gerade dieses Stück. Beispiel: Ich sitze mit meiner Frau (damals noch Freundin - übrigens eine Musiklehrerin) in der Bretagne auf dem Cap Fréhel und höre plötzlich "mit dem inneren Ohr" den 2. Satz von Beethovens Fünfter. (Ich würde mich freuen, wenn du mir das erklären könntest ...)
Wenn ich mal richtig sauer bin (kommt sehr selten vor), höre ich entweder ZZ Tops "Afterburner" (richtig laut) oder die gute alte "Dumpfbacke" von Stephan Stoppok. Nach wenigen Minuten ist die Wut verflogen, der Lautstärkepegel wird auf Normalmaß reduziert und es kommt etwas anderes in den Player - das kann dann Beethoven, Mahler, Zappa oder Santana sein und hängt stark von irgendwelchen, unvorhersehbaren und manchmal kaum nachvollziehbaren Assoziationen in meinem Denken ab. Bisweilen greife ich dann auch selber zur Blues Harp und spiele mit R.J. Mischo oder Dieter Kropp .


Tausend Dank!

Bitte sehr, gern geschehen.

Schöne Grüße
Dirk
sonic1
Inventar
#16 erstellt: 07. Mrz 2006, 13:15
hallo anne,

sehr interessante frage, schönes thema. auch ich versuch mal kurz zu antworten.





1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang


ja den zusammenhang gibt es, musik löst bei mir emotionenen aus, in verschiednenen richtungen, und hochwertige musik wurde auch aus diesem grund geschrieben, verfasst komponiert. begnadete menschen möchten uns etwas mitteilen und dies kommt dann entsprechend rüber.
man assoziert auch musik mit bildern, ich kenne musikstücke bei denen ich nur an bilder eines films denke und das berührt dann noch mehr.
musik ruft glückgefühle hervor, trauer, heiterkeit, enstpannt, aber kann auch aggresive wirkungen haben je nach musikrichtung.
Das muß auch so sein, man stelle sich eine szene in einem film vor wie in" er letzte mohikaner" ohne musik vor, bei der finalen verfolgung sich die frau lieber vom fels hinunter stürzt als sich mit dem huronen einzulassen- nicht vorstellbar und immer wenn ich mir diese melodie anhöre, muß ich an diese szene denken und es ergreift mich mit tiefen gefühlen für diese situation, stimmt mich traurig und gleichzeitig bewundere ich menschen die es schaffen einen solchen moment in musik zu bannen



2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?


hm, es gibt bestimmt beide möglichkeiten biologisch wie auch soziologisch, wobei sich das von mensch zu mensch anders äußert. bei mir löst musik viele gefühle aus. der schon beschriebe zustand der tranceist schon richtig, man verweilt in erinnerungen es regt an sich der phantasie hinzugeben, schwimmt auf einer welle der zufriedenheit, des glücks, den diesen moment und auch die musik die da läuft bestimme nur ich, und somit auch die emotion und das gefühl. nach solchen musiksessions fühle ich mich frei, wohl, bin offen für alles, sehr gefühlvoll weil ich es geschafft habe mich loszulösen vom alltag unabhängig von erinnerungen. emotionale zusammenhänge mit erinnerungen an musik können auch sein, ich habe bei diesem musikstück jemand wichtiges kennengelernt, mich verliebt, oder jemand für immer verabschiedet, sei es auf einer totenfeier oder sonstwo, dann habe ich auch wieder positive erinnerungen verknüpft mit musik. positiv weil auch wenn es ein trauerfall war es mich an einen menschen erinnert der mir etwas bedeutet hat.



3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?


wie schon gesagt, wenn ich bewußt musik höre, dann bestimme ich was ich höre und dies löst dann entsprechend auch positive gefühle aus. wenn ich mit musik konfrontiert werde die mir momentan nicht in den kram passt oder die ich nicht beeinflussen kann, dann äußtert sich dies bei mir durch ein stark gestresstes verhalten, auch mit aggressionen verbunden. (allerdings muss das dann schon auch den entsprechende Musik sein, heavy metal oder für mich unmelodisch klingende schnelle töne.


4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?


sowohl als auch, ich benutze musik für beides, bin ich gut drauf und höre entsprechnden musik bei der ich die beine nicht mehr ruhig halten kann, dann steigert sich meine gute laune, meine zufriedenheit zu wissen das musik ein solches verhalten hervorrufen kann, ein kleiner aufwand mit großer wirkung, anders ist wenn ich nach einem stressigen tag nach hause komme und mir den luxus erlauben kann, mich ein paar stunden zurück zu ziehen und mich entsprechend mit musik aus dem alltag verabschieden kann, manchmal gelingt das einwandfrei, entsprechend fühle ich mich dann auch befreit, genial ist es natürlich wenn sich wie bei mir die freundin ähnlich für musik interessiert und dann auch das nötiger verständnis aufbringt, denn nur so kann man dann auch wirklich zufrieden sein.

ui, doch nicht so kurz geantwortet, die arbeit würde mich auch interessieren.

gruß und viel erfolg

gordon
Bassig
Stammgast
#17 erstellt: 07. Mrz 2006, 15:08

musicology schrieb:
"Emotionale Wirkungen beim Musikhören" und brauche Eure Hilfe!

Klasse Thema!

1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun? Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?

Auf jeden Fall gibt es einen Zusammnhang. Das ganze ist auch bei mir bidirektional. Bestimmte Musikstücke, die ich z.B. im Radio höre, lösen bestimmte Emotionen aus. Wenn ich mir selbst das Musikstück aussuchen kann, dann hat meine Stimmungslage natürlich Auswirkungen auf die Auswahl der Stücke.

2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?

Keine Ahnung. Bei mir ist es eher der Rhythmus, der Groove, aber auch nur kleine Klangfetzen, bestimmte Harmonien lösen Emotionen bei mir aus. Z.B. wenn etwas ziemlich funkig ist mit Popp/Slapp-Bässen, kernigen Bläsersätzen, Fender-Rhodes-E-Pianos oder Hammondorgeln.

Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?

Beides. Bestimmte Stücke lösen bei mir Erinnerungen an bestimmte Ereignisse in meinem Leben aus, die allerdings nicht immer unmittelbar bei dem Ereignis zu hören waren. Beispiel: "Love is a sheeld" von Camouflage erinnert mich an meine erste Freundin, obwohl es nicht wirklich "unser Lied" war, sondern ihr gefiel es auch damals.

Ansonsten sagt man ja, daß einem Musik gefällt, die man schon als Fötus im Bauch der Mutter gehört hat. Das Gehör arbeitet ja schon ab dem 3.Monat.
Volker Arzt hat in den 80er Jahren in seiner Wissenschaftsendung dazu mal ein interessantes Experiment gemacht. Einer werdenden Mutter hat man ab dem 3. Monat immer ein bestimtes Stück von Mozart vorgespielt. Nachdem das Kind auf die Welt gekommen war, hat man ihm einen Schnuller mit einem Sensor für den "Schnullerhythmus" gegeben. Je nach dem wie er geschnullert hat, wurde ihm ein bestimtes Stück vorgespielt, darunter auch das jenige von Mozart, was er im Bauch gehört hat. Nachdem der Kleine raushatte, wie er schnullern muß, damit das "ihm bekannte" Stück von Mozart gespielt wird, schnullerte er fast immer so, daß er das hören konnte. War sehr faszinierend.
Es scheint also auch biologische Ursachen zu geben.

Auch Joachim-Ernst Berenth hat sich mit dieser Frage sehr ausführlich beschäftigt, vielleicht ist das ja eine zusätzliche Quelle für Dich.

Übertragen auf mich, hat meine Mutter vermutlich zu viel Chicago, Blood, Seat & Tears oder die Temptations gehört.

3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?

Freude, Motivation:

Blood, Sweat & Tears - Siling Phases, God bless the Child
George Benson - On Broadway
Chicago - Make me smile
Earth, Wind & Fire - In the Stone
Huey Lewis & the News - too hip to be square
Maceo Parker - Shake everything you got, make it funky
Mezzoforte - Garden Party, Moving Forward
Incognito - Every Day
Oscar Peterson

Entspannung:

Crash Test Dummies - God shuffeld his feet (ganzes Album)
Fourplay - Still the one, ...
George Duke - Brazilian Love Affair
Getz/Gilberto - ganzes Album

Manchmal auch etwas Melancholie.

Camouflage - Love is a shield
Genesis - One Mans Fool
Bruce Hornsby - The Way it is
Incognito - Still a friend of mine

Nachdenklichkeit

Bruce Hornsby - Harbour Lights (ganzes Album)


4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?

Wenn ich etwas angespannt bin oder nicht so richtig in Schwung kommen, dann suche ich mir die passende Musik zur Entspannung bzw. Motivation aus. Wenn ich gelegentlich mal melancholisch bin (was selten vorkommt), dann versuche ich mich auch mit entsprechender Musik abzulenken. Nur recht selten verstärke ich das noch mit entsprechender Musik.
musicology
Neuling
#18 erstellt: 07. Mrz 2006, 18:51
Ich hab grad noch mal eine "Ankreuz-Umfrage" erstellt - %-Zahlen sind ja so toll wissenschaftlich
Wär schön, wenn ihr da auch noch kurz vorbeischauen könnntet.

zu den letzten einträgen:

@Juno: nein, "my way" ist mir dann zb schon wieder zu abgenudelt. es war "send in the clowns" - irgendwie klingt er da so weise

@Mr._Cosmo: lösen denn die stücke, die beim ersten mal eine krasse emotion hervorgerufen haben, auch beim 10ten mal die gleichen aus? sicherlich bei eingen mehr, bei anderen weniger, aber gibt es stücke, bei denen das nie aufhört? und was hat denn rüdiger gesagt: warum hast du das empfunden? weil er es empfunden hat? und wer ist frederic vester? das mit beethoven´s fünfter würde ich dir gern erklären - vielleicht kann ich´s in ein paar wochen. vielleicht gibt es ja irgendwelche unbewusste trigger: ein gedankenfetzen, ein geruch. warum überhaupt kommen und gehen erinnerungen?

@sonic1:in bezug auf filmmusik stimme ich dir voll zu: was wären auch stummfilme ohne musik? da werden ja sämtliche emotionen von der musik transportiert. angeblich nutzen wir "fremde" emotionen, also die, die in filmen rüberkommen oder eben auch in der musik dazu, situationen, in die wir vielleicht mal kommen könnten schon mal zu "erfühlen". dann können wir nachher besser handeln. und für den feierabend: hast du´s schon mal mit chet baker zu einem glas wein versucht?

@Bassig: danke für die schnuller-anekdote, bzw den versuch und auch für den berendt-tip. du bist, bis jetzt glaub ich, der erste der musik nicht als verstärker benutzt. interessant, das einige das tun und andere nicht...
Mr._Cosmo
Ist häufiger hier
#19 erstellt: 07. Mrz 2006, 23:43
Hallo Anne,

musicology schrieb:

@Mr._Cosmo: lösen denn die stücke, die beim ersten mal eine krasse emotion hervorgerufen haben, auch beim 10ten mal die gleichen aus? sicherlich bei eingen mehr, bei anderen weniger, aber gibt es stücke, bei denen das nie aufhört? und was hat denn rüdiger gesagt: warum hast du das empfunden? weil er es empfunden hat? und wer ist frederic vester? das mit beethoven´s fünfter würde ich dir gern erklären - vielleicht kann ich´s in ein paar wochen. vielleicht gibt es ja irgendwelche unbewusste trigger: ein gedankenfetzen, ein geruch. warum überhaupt kommen und gehen erinnerungen?

Die Antworten habe ich dir per PM geschickt.

Schöne Grüße
Dirk
technicsteufel
Inventar
#20 erstellt: 08. Mrz 2006, 16:53

musicology schrieb:
...und es gibt, wie gesagt einen ganzen Haufen von Kognitionswissenschaftlern, die behaupten, das man sowieso nix fühlt...


Glaub´mir, die Gänsehaut die ich bekomme wenn eine Violine falsch gespielt wird ist echt!
Ich kann ja mal ein Foto machen und den Kognitionswissenschaftlern zuschicken.

cu
shizoMcfren
Ist häufiger hier
#21 erstellt: 08. Mrz 2006, 19:06
Bitteschön...

http://de.wikipedia.org/wiki/Affektenlehre

ist wesentlich genauer als unser Musiklehrer, da siehst du: es haben sich schon früher Leute mit dem Thema auseinandergesetzt

PS: Ich hatte gerade wieder ein musikalischen Emotionsschub:
Dave Brubeck - Jazz Impressions of New York.
Wahnsinnig entspannender, sanfter Jazz und eine geile Aufnahmequalität.

Gruß Shizo
mugafi
Neuling
#22 erstellt: 08. Jun 2006, 14:50
Lieber Musicology, ich wäre sehr an Deinen bisherigen Erkenntnissen interessiert da ich genau zu dem Thema immer wieder kl. Vorträge halte. Würde mich über eine Kontaktaufnahme freuen. christianbabl@yahoo.de
LG
c.
HiFi_Addicted
Inventar
#23 erstellt: 08. Jun 2006, 19:42

musicology schrieb:
Hallo zusammen!

Ich sitze gerade über meiner Examensarbeit zum Thema: "Emotionale Wirkungen beim Musikhören" und brauche Eure Hilfe!
Es wäre toll, wenn möglichst viele Leute mir folgende Fragen spontan beantworten könnten:
1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?
2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?
3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?
4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?

Tausend Dank!


1) Eindeutig. Wenn ich mit dem Nerven fertig bin greif ich eher zu Emo CDs und Platten ala Jimmy Eat World, Fall Out Boy, My Chemical Romance und Afi anstelle von gute Laune scheiben wie die Less Than Jake - Anthem oder anderem Kram.

2)Ich habs noch nicht rausgefunden warum aber Hold On von Good Charlotte macht mich fertig. Gibt aber auch noch andere Tracks von Jimmy Eat World oder MCR

3)Von Trauer über Langeweile und Freude ist alles dabei
4)Wenn ich Happy bin halt ich keine Emo scheibe aus und wenn ich wieder mal unten bin dann kommt nix anderes in den CD Player oder auf den Plattenspieler.

Wenn ich happy bin:

Green Day, Mest, Sum 41, Ska-P, Farin Urlaub, Die Toten Hosen, Ärzte, Linkin' Park, Limp Bizkiz, Less Than Jake, OPM

Langeweile:

Dire Straits, Fleetwood Mac, Allister, Adam Green, Men At Work, Maroon 5, Simple Plan, MxPx, New Found Glory

Wenn mich mal wieder die Emo Welle befallen hat:

Good Charlotte, Jimmy Eat World, Fall Out Boy, Get Up Kids, AFI, Say Anything und noch einige andere Sachen...

MfG Christoph
shaddow666
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 21. Aug 2006, 13:10
Ich habe mich selber schon schriftlich mit einem ähnlichen Thema beschäftigt, aber nicht im Umfang eines Examen.

1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Musik enstand aus Emotionen, Musik fördert Emotionen und Musik bildet Emotionen, Es gibt kaum einen Emotionsträger oder Emotionsmanipulator der so stark wie die Musik ist.

Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?
siehe Antwort zu 1.) Musik entstammt aus den Emotionen des Komponisten/DJ's etc. Dies ist der Hauptzusammenhang. Es kommen dann noch sehr viele Variablen dazu, z.B. Identifikation, viele Ghetto Gangster identifizieren sich mit ihren Idolen der am besten noch von ihrer Stadt rappt, Death - Metaller geben sich einer Art musikalischen Blutrausch hin, wenn ihre Hass Ikonen von der Apokalyspe schreien. (jetzt ganz arg vereinfacht)

2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?

Ich habe das große Glück Zugang zu den diverstesten Musikrichtungen zu haben. Ich kann mich genausogut im unendlichen Hass und der tiefen Verachtung den Death Metal suggeriert wiederfinden, als auch die chilligen Beats von Bob Marley aufsaugen, und mich in einer Welt voller Nächstenliebe befinden. Ebenso kann ich mich den monomentalen Emotionen eines Beethovens zurechfinden, als auch mich durch die treibenden Beats Goa/Trance alà Shongle/Infected Mushroom wegtreiben lassen.
Auch mit den deutschen/amerikanischen Ghetto Gangster Rappern kann ich mich zum Teil identifizieren, genau so wie ich mich quasi fast im Urlaub auf Cuba befinde wenn ich Eliades Ochoa beim spielen und singen zuhöre.
Selbst an Volksmusik alà Hansi Hinterseer, Karl Moik etc. kann ich zu gewissen Teilen minimalistisch Freude finden


3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?
das hängt davon ab welche Musik ich höre, und bei mir zu einem gewissen Teil hängt es auch von meiner omentanen Stimmung ab.


4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?
Sowohl als auch da ich sehr sensibel auf Musik reagiere kann ich sie für verschiedensten Zwecke ge- und Missbrauchen.
JesusCRamone
Stammgast
#25 erstellt: 22. Aug 2006, 10:42
Hi!

1. Hat Musik für Dich etwas mit Emotionen zu tun?
Wo gibt es da für Dich einen Zusammenhang?
>> Gute Musik ensteht gerade aus Emotionen. Sie bekommt dadurch Seele und dann kann ich dort auch etwas spüren, egal welche Musikrichtung es ist!

2. Wie, glaubst Du, löst Musik bei Dir Emotionen aus?
Nur über die Erinnerung, oder gibt es biologische/soziologische Ursachen?
>> Denke es hat hauptsächlich soziologische Ursachen, verknüpfe Stimmungen und Beziehungen mit Menschen mit der Musik, oft ist man dann aber im Verlauf des Hörens derart reduziert, dass das "warum", der Auslöser des Gefühls verschwindet, das würde ich als "sich treiben lassen" bezeichnen

3. Welche Emotionen löst welche Musik aus?
>>Bei Rockmusik etc. kann ich es nicht wirklich genau auf den Punkt bringen, es ist eher ein Gefühl von Freiheit wenn ich es beschreiben müsste. (Hallo... Stairway to Heaven)
Agression bei Rock/Metal/Hardcore/Punk wie oft beschrieben, kann ich bei mir nicht nachvollziehen, sieht man allerdings ab und an bei Pogos, ich liebe Pogo..., aber die Leute die da gelegentlich ausrasten(absolute Mindehreit) sind keine normalen Leute sondern sehr labile Menschen.

4. Benutzt Du Musik als Verstärker Deiner Emotionen oder lenkst Du Dich damit von Stimmungen ab?
>>Umbedingt, es ist gerade das oben beschriebene "treiben lassen" auf einer anderen Bewusstseinsebene, welche nach der ersten Phase des Hörens eintritt, die die Musik zur Droge werden lässt.
Problem ist nur bei all diesem Liebeskram der einem so passiert, die richtige Musik zu finden in dem gerade nicht von DIR und deinen Problemen mit Freundinnen gesungen wird

Bis denn, Micha
DER-Optimist
Ist häufiger hier
#26 erstellt: 22. Aug 2006, 23:59
Hi Anne!

Bevor ich mir jetzt die Seele aus dem Leib schreibe - ist es noch sinnvol auf deine Fragen zu antworten, oder hast du die Arbeit schon fertig - falls die Arbtei fertig ist, könntest du sie bitte hier veröffentlichen (Link, Download, o.ä.)

Gruß
Optimist
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