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Audiophiles - geht es Euch auch so?

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audioinside
Inventar
#1 erstellt: 06. Jul 2009, 13:48
Als ich vor vielen Jahren erkannt habe, dass CD-Aufnahme nicht gleich CD-Aufnahme ist, kaufte ich immer häufiger gezielt audiophile CDs bekannter Labels und Künstler. Mir macht es einfach Spaß räumliche Stimmen und glasklare Instrumente zu hören, bei denen man den akustischen Eindruck hat, der Künstler würde leibhaftig vor einem stehen.

Wenn man dann wieder mal eine CD mit Musik aus den 70/80ern auflegt, mit Musik die man eigentlich sehr mag und mit der man aufgewachsen ist, aber Stimmen und Instrumente lieblos wie ein Brei aus den Lautsprechern quillen, macht es mir nicht mehr so viel Freude diese zu hören. Natürlich gab es auch damals schon erstklassige Aufnahmen, aber die sind auch selten.

Ich glaube nicht das sich mein Musikgeschmack in den letzten 10 Jahren grundlegend geändert hat (mag es heute auch noch gerne etwas rockiger) , aber ich tauche immer mehr in Genres der Singer/Songwriter, Weltmusik, oder auch der Folk-Szene ab, bei denen die Künstler besonderen Wert auf Klang legen, weil das Musikhören hier einfach mehr zum Genuss wird.

Bin ich da alleine, oder geht es Euch auch so?
kölsche_jung
Inventar
#2 erstellt: 06. Jul 2009, 14:01
da gibt es hier schon einen Thread ...

nicht vergessen sollte man, dass es möglicherweise an der Musik / Instrumentierung liegt, wenn Musik als klanglich besser empfunden wird.
Es gibt zB von beinahe jeder Metal-Band auch Balladen, die klingen meist auch sehr ordentlich ...
man sollte nicht vergessen, dass eine ab und an gezupfte gitarre und ein säuselnder gesang nicht gerade große Herausforderungen für Lautsprecher und Verstärker darstellen.
Wenn man hingegen ein druckvoll "zur Sache gehendes" Rock-lineup (brachiales Schlagzeug, wummernder Bass, Leadgitarre, Rhytmusgitarre, kreischender Sänger und womöglich noch div. Synthis) hat, da kommen LS schon mal arg ins Schwitzen.


audioinside schrieb:
...Mir macht es einfach Spaß räumliche Stimmen und glasklare Instrumente zu hören, bei denen man den akustischen Eindruck hat, der Künstler würde leibhaftig vor einem stehen.....

Mir macht es Spaß, die Musik zu hören, die ich mag.

klaus
audioinside
Inventar
#3 erstellt: 06. Jul 2009, 14:09

kölsche_jung schrieb:
man sollte nicht vergessen, dass eine ab und an gezupfte gitarre und ein säuselnder gesang nicht gerade große Herausforderungen für Lautsprecher und Verstärker darstellen.


Ich meine das aus musikalischer und nicht aus technischer sicht. Auch eine einzelne Gitarre die schlecht aufgenommen wurde, klingt auf der besten Anlage schlecht.


kölsche_jung schrieb:
Mir macht es Spaß, die Musik zu hören, die ich mag.

Das ist IMHO Vorraussetzung.

Ach ja, danke für den Hinweis mit dem anderen Fred!


[Beitrag von audioinside am 06. Jul 2009, 14:13 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#4 erstellt: 06. Jul 2009, 14:48

audioinside schrieb:

kölsche_jung schrieb:
man sollte nicht vergessen, dass eine ab und an gezupfte gitarre und ein säuselnder gesang nicht gerade große Herausforderungen für Lautsprecher und Verstärker darstellen.


Ich meine das aus musikalischer und nicht aus technischer sicht. Auch eine einzelne Gitarre die schlecht aufgenommen wurde, klingt auf der besten Anlage schlecht.
....


ja, aber:
Eine normal aufgenommene (Akustik)Gitarre ist klanglich einfacher zu erfassen (durch den Hörer), als 3 (akustische) Gitarren mit Schlagzeug, Bass etc..

und -wie bereits gepostet- laufen LS quasi "im Standgas" bei der minimalbesetzten Musik, je komplexer Musikmaterial wird, desto schwieriger (und fehlerbehafteter!) wird dem Lautsprecher die Darstellung.

Such dir einfach mal ein paar Alben (von denen du jetzt denkst, sie "klängen" schlecht) ... vielleicht sind ja ein paar ruhige Stücke dazwischen ... du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie gut die klingen.
...und das liegt sicherlich nicht daran, dass diese einzelnen Titel besonders gewissenhaft aufgenommen wurden.

klaus
audioinside
Inventar
#5 erstellt: 06. Jul 2009, 15:30

kölsche_jung schrieb:
Such dir einfach mal ein paar Alben (von denen du jetzt denkst, sie "klängen" schlecht) ... vielleicht sind ja ein paar ruhige Stücke dazwischen ... du wirst wahrscheinlich überrascht sein, wie gut die klingen.
Hallo Klaus,

ich denke ich weiß was Du mir sagen willst, kenne meine Alben auch recht gut und kann das für viele Aufnahmen leider nicht bestätigen. Beispiele: Die Tage kramte meine Freundin eine alte "Best Of" von Rod Stewart aus dem Regal und der hatte ja auch genug Baladen mit wenig Instrumenten gemacht. Nein, gut klingt das wirklich nicht. Bei Elton John klingt die Stimme und sein Flügel recht gut und räumlich, aber die zusätzliche Begleitmusik ist auch eher breiig. Andererseits können Rock- und Popstücke (z. B. von Dire Staits) auf denen die Post abgeht hervorragend klingen. Selbst Aufnahmen von Metallica (nicht die Balladen) klingen gut.
kölsche_jung
Inventar
#6 erstellt: 06. Jul 2009, 16:09
"Best of" Alben und "Sampler" klingen oft grausam ...
hat bei LP was damit zu tun, dass sehr hohe Laufzeiten gefordert sind. Die Klangqualität einer LP hängt mit mit der Lauflänge zusammen.
Bei CD ist es wohl eher das Re-Mastern.
Die einzelnen Stücke müssen neu gemastert werden, damit keinen zu großen Lautstärkeunterschiede zwischen den Titeln bestehen.


audioinside schrieb:
... Selbst Aufnahmen von Metallica (nicht die Balladen) klingen gut.

wobei das gerade für das letzte album nicht gilt, das ist grausamer Klangmatsch.

klaus
audioinside
Inventar
#7 erstellt: 06. Jul 2009, 22:41

kölsche_jung schrieb:
wobei das gerade für das letzte album nicht gilt, das ist grausamer Klangmatsch.

Das kenne ich nicht, habe nur das "schwarze" Album, welches sehr gut klingt. Auch sehr gut finde ich die Sachen von Nightwisch, wobei da Klang auch irgendwie Programm ist.


[Beitrag von audioinside am 06. Jul 2009, 22:42 bearbeitet]
fast-eddie
Stammgast
#8 erstellt: 08. Jul 2009, 19:49
Ich habe mir auch eine Zeit lang audiophile Cds gekauft, weil mich der Klang einfach begeistert hat.

Leider gibt es kaum audiophil aufgenommene Cds aus den Genres die ich höre.
An Songwreiter & Co. find ich einfach kein Gefallen.
Also bin ich wieder zurück zu dem was ich mag in bescheidener Klangquali.

Grüße
audioinside
Inventar
#9 erstellt: 08. Jul 2009, 22:26

fast-eddie schrieb:
Leider gibt es kaum audiophil aufgenommene Cds aus den Genres die ich höre.
Welche Richtung magst Du denn?
fast-eddie
Stammgast
#10 erstellt: 09. Jul 2009, 20:45
Mittlerweile höre ich fast wirklich alles. Als Knirps war ich auch Micheal Jackson-Fan.

...aber eigentlich ist die Metall-und Hardcore-Schiene so meine Ecke. Und da wirst du nicht mit audiophilem verwöhnt.

audioinside
Inventar
#11 erstellt: 10. Jul 2009, 13:06

fast-eddie schrieb:
...aber eigentlich ist die Metall-und Hardcore-Schiene so meine Ecke. Und da wirst du nicht mit audiophilem verwöhnt.

:prost


Gestern Abend hatte ich zufällig ein Gespräch mit einem Musiker aus der Metal-Szene. Er meinte, die mit hohem Aufwand aufgenommenen Rock/Metal-CDs wären ihm meistens viel zu steril.

Da sieht man's mal wieder, alles Ansichts- und Geschmacksache.
fast-eddie
Stammgast
#12 erstellt: 10. Jul 2009, 19:54
Stimmt schon, da hat er nicht unrecht.
Audiophil soll es auch garnicht sein. Aber wenn ich mir nur mal als Beispiel die Metallica - St. Anger anhöre, die ist einfach nur grauenhaft. Und das soll sogar gewollt gewesen sein...
Accuphase_Lover
Inventar
#13 erstellt: 13. Jul 2009, 15:10

fast-eddie schrieb:
Stimmt schon, da hat er nicht unrecht.
Audiophil soll es auch garnicht sein. Aber wenn ich mir nur mal als Beispiel die Metallica - St. Anger anhöre, die ist einfach nur grauenhaft. Und das soll sogar gewollt gewesen sein... :cut



Allein deshalb ist mit das Genre "Metal & Co." schon suspekt !

Gerade im Bereich Jazz aber (also mein Ding ! ) finden sich viele sehr hochwertige Aufnahmen. Dort legt man traditionell mehr Wert auf hohe Klangqualität.

Leider aber macht sich inzwischen auch im "Adult Urban Contemporary" - Bereich (der mit Jazz ja verwand ist) der Loudness-Wahn deutlich bemerkbar.

Da Rock von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht meine Sache ist, bleibe ich von vielen Werken des Schreckens, wie sie wohl beispielsweise die RHCP abliefern, verschohnt.


In den 1990ern habe ich bevorzugt CDs audiophiler Label wie DMP oder Chesky gekauft.

Allerdings macht das ganze wirklich kaum Sinn, wenn die Musik nicht stimmt, denn DIE ist mir immer noch am wichtigsten !





Grüße
fast-eddie
Stammgast
#14 erstellt: 13. Jul 2009, 21:31
Genauso habe ich das auch gemacht.

Ja, ich habe sogar einige Jazz-Platten gekauft.
Die einzige mit der ich mich gut angefreundet habe ist Holly Cole.


Grüße
hangman
Hat sich gelöscht
#15 erstellt: 13. Jul 2009, 21:45

audioinside schrieb:

fast-eddie schrieb:
...aber eigentlich ist die Metall-und Hardcore-Schiene so meine Ecke. Und da wirst du nicht mit audiophilem verwöhnt.

:prost


Gestern Abend hatte ich zufällig ein Gespräch mit einem Musiker aus der Metal-Szene. Er meinte, die mit hohem Aufwand aufgenommenen Rock/Metal-CDs wären ihm meistens viel zu steril.

Da sieht man's mal wieder, alles Ansichts- und Geschmacksache. :*


dieses "sterile" ist aber genau das, was viele als (sehr)gut klingend empfinden

und das beschränkt sich im übrigen nicht nur auf den metal-bereich...


[Beitrag von hangman am 13. Jul 2009, 21:45 bearbeitet]
audioinside
Inventar
#16 erstellt: 13. Jul 2009, 22:35

hangman schrieb:
dieses "sterile" ist aber genau das, was viele als (sehr)gut klingend empfinden ;)


Genau so ist es. Wenn ich im richtigen Leben das anzupfen einer Gitarrensaite, das trockene pochen einer Trommen, das metallische klirren eines Beckens, oder das Einatemgeräusch des/der Säger/in höre, möchte ich das auch auf einer Aufnahme hören.

Apropos: Am Wochenende war ich auf dem Idsteiner Jazzfestival. War wieder mal sehr nett. Einer der Highlights war sicher Hellen Schneider. Nur mit Gitarre, Schlagzeug und Contrabass begleitet konnte Sie mit ihrer unglaublich vielseitigen Stimme wirklich begeistern. Aber auch andere Bands haben tolle Stimmung verbreitet. Wenn die Stimmung dann zu Hause auf der Anlage ebenso rüberkommt, darf es ruhig steril sein.


[Beitrag von audioinside am 13. Jul 2009, 22:38 bearbeitet]
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