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…und plötzlich hört man Sara K.

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cassco
Stammgast
#1 erstellt: 11. Feb 2009, 16:22
Letzte Woche hab ich mir nach >15 Jahren eine neue Stereo-Kette gegönnt und die alte in den wohlverdienten Ruhestand geschickt. „Die Alte“ waren Pioneer Bausteine (A-501R,PD-S601,…) und Magnat Viva5 LS.
Musikalisch hab ich mich in der Zeit eigentlich nicht wirklich weiterentwickelt, ich höre immer noch 80er Indie & Wave (Smiths, Gun Club, Joy Division, Violent Femmes, Siouxsie & the Banshees, Bollock Brothers, Fuzztones, They might be giants, Psychedelic Furs, Jesus and Mary Chain, Pixies,…) und aktuelles von Interpol, Maximo Park, Arctic Monkeys, Bloc Party, Hard-Fi, Queens of the stone age, Strokes, F. Ferdinand, Rifles, Muse, Automatic, Editors, usw.

Zumindest tat ich das bis letzten Donnerstag…

Mit Aufbau der neuen Kette (siehe „Anlage/Weitere User-Infos“) hat sich meine Hörverhalten plötzlich (und unerwartet) geändert.
Ich bzw. wir ertappen uns immer häufiger dabei, dass wir ratlos vorm CD-Regal stehen – minutenlang – und einfach nicht wissen was wir hören sollen. Meine Frau zückt irgendwas, zeigt mir das Cover und ich sag nur: „vergiss es, die klingt schei…“.
So geht’s uns bei fast allem.
Gestern Abend hab ich mir sogar FREIWILLIG 3mal „Brothers in arms“ angehört – nur weils so gut klingt.
Abgesehen von „The Good, the Bad & the Queen“ und der S&M von Metallica kann ich von dem alten Zeug nix mehr hören – einfach zu grottig aufgenommen.
Lass mir jetzt sogar von einem Arbeitskollegen Sara K. und anderes „audiophiles Zeugs“ mitbringen.
IST DAS NORMAL ???
Kann mich bitte mal jemand beruhigen…

leicht verwirte Grüße
Pilotcutter
Administrator
#2 erstellt: 11. Feb 2009, 16:27

cassco schrieb:

IST DAS NORMAL ???

VÖLLIG! SO SOLL'S SEIN!

Kann mich bitte mal jemand beruhigen…

Nö! Nur gratulieren!

Viel Spaß weiterhin mit den Cambridges und KEF's.
Feine Kombi.
kölsche_jung
Inventar
#3 erstellt: 11. Feb 2009, 16:35
hallo cassco,

ich kann dich beruhigen.... das vergeht.....

irgendwann merkt man, dass

a.) dies klanggedudel zum teil extrem nervig ist
b.) teils gar nicht so toll klingt
c.) sachen aus den 80er eben anders klangen
d.) neue indie-sachen nicht schlecht klingen....

bei mir läuft grad the national (über KH) sooo schlecht klingt das nicht, auch Hard-Fi und Editors (liegen auch grad aufm Schreibtisch) find ich klanglich nicht so schlecht

ich hab das aber auch immer, wenn ich was neues hab, wird erst mal dudel gehört

falls du beim dudel bleiben willst .... schick mir mal ne Liste mit den Sachen die du verkaufst
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#4 erstellt: 11. Feb 2009, 16:36
und noch einer, der dank seiner sehr guten anlage merkt, mit was für miserablen aufnahme-produktionen wir verarscht werden
cassco
Stammgast
#5 erstellt: 11. Feb 2009, 16:41
...das schlimme ist ja, dass mir das mein "audiophiler Arbeitskollege" genau so vorausgesagt hat und ich es ihm einfach nicht glauben wollte

@Kölsche Jung
verkauft wird sicher noch nix...
kölsche_jung
Inventar
#6 erstellt: 11. Feb 2009, 17:00

cassco schrieb:
...das schlimme ist ja, dass mir das mein "audiophiler Arbeitskollege" genau so vorausgesagt hat und ich es ihm einfach nicht glauben wollte

@Kölsche Jung
verkauft wird sicher noch nix... :prost


gut für dich, schlecht für mich...

ich würde das alles mal sehr gelassen sehen... die dudelmucke macht es sich schon ein wenig einfach....

achte mal drauf ... da wird mal am bass gezupft, mal ein dünnes stimmchen, was irgendetwas durch die gegend haucht
.... komplexe musik ist das nicht gerade, natürlich ist es da einfach irgendein instrument toll rauszuhören
... spielt ja nur eins

ist bei richtiger musik wesentlich schwieriger...

aber wenn es dudel sein soll .... carol kidd
find ich musikalisch ansprechend, bar jazz würd ichs nennen, wenn ich müsste....

übrigens die dire straits - brothers in arms find ich klanglich nicht so dolle
war damals ohhhhh tooooooll DDD, aber richtig guter Klang, naja...

klaus
Haiopai
Inventar
#7 erstellt: 11. Feb 2009, 17:02

cassco schrieb:
...das schlimme ist ja, dass mir das mein "audiophiler Arbeitskollege" genau so vorausgesagt hat und ich es ihm einfach nicht glauben wollte

@Kölsche Jung
verkauft wird sicher noch nix... :prost


Moin ,sollte das derart schlimm werden ,das du deine Lieblingsmusik absolut nicht mehr hören kannst ,dann nur ein Tipp von mir .

Gib die ach so "audiophile Anlage " dem Händler wieder und gut ist .

Völlig richtig ,es gibt reichlich Aufnahmen die wirklich mies sind und wie kölsche Jung das schon sagte ,es gibt auch Trends wie man damals aufgenommen hat und ja eine gute Anlage macht das auch deutlich .

WIE DEUTLICH das aber werden muss ,hat nix mit der Qualität zu tun ,sondern ob du das so haben möchtest .
Man muss sich eben nicht selber quälen und sich schon gar nicht von seiner Anlage die Hörgewohnheiten diktieren lassen .
Eine wirklich auf mich zugeschnittene Anlage ist die ,mit der ICH Musik genieße ,ob das nun andere als audiophil oder richtig empfinden ,ist mir dabei völlig latte .

Für mich gilt ,hab ich eine Anlage zu Hause stehen ,die mich bei meiner Lieblingsmusik zu raus rennen animiert
,dann ist es für mich die FALSCHE .
Es gibt genügend Oberlehrer auf der Welt die einem den Spass vermiesen ,das brauche ich garantiert nicht auch noch in Form einer Stereoanlage .

Auf derartigen audiophilen Masochismus stehe ich nun gar nicht ,aber das solltest du ganz für dich allein entscheiden ,dir aber eben auch keinen Zwang antun ,das das was du da stehen hast nicht audiophil genug wäre .

Gruß Haiopai
cassco
Stammgast
#8 erstellt: 11. Feb 2009, 17:37

Haiopai schrieb:

Moin ,sollte das derart schlimm werden ,das du deine Lieblingsmusik absolut nicht mehr hören kannst ,dann nur ein Tipp von mir .

Gib die ach so "audiophile Anlage " dem Händler wieder und gut ist .

Gruß Haiopai


...vielleicht sollten sich die Mods doch mal Gedanken über die Einführung eines Ironie-Smilies machen (würde glaub ich manches Missverständnis vermeiden)




[Beitrag von cassco am 11. Feb 2009, 17:43 bearbeitet]
Haiopai
Inventar
#9 erstellt: 11. Feb 2009, 18:01
Kommt es so rüber ,war eigentlich gar nicht so beabsichtigt ,ich hab nur gerade was Lautsprecher anbetrifft schon oft genug Abstimmungen gehört ,die bei angeblich hundertprozentig perfekten Aufnahmen super klangen .

Und was hilft mir das ,wenn ich die Musik vielleicht einmal die Woche ertragen kann ???

Die besten Kandidaten nach meinem Hörempfinden immer wieder Piega oder neuere T+A Lautsprecher ,klanglich korrekt ,analytisch ,kristallklar und so wie die Aufnahme auch nur minimale Makel(?!) aufweist ,schlicht zum rauslaufen .

Das was du da erzählst ,das empfindet beinahe jeder ,der sich mit dem Hobby beschäftigt irgendwann mal so ,entscheiden tut sich dann ,ob dein Hobby in Zukunft "die theoretisch perfekte Anlage " heißt oder ob DU schlicht Musik hören möchtest.

Ist fast ,wie bei einem super sportlichen Motorrad ,auf einer topf ebenen Rennstrecke ein Traum ,handlich ,ultraschnell ,nahezu perfekt und auf der täglichen Landstraßen Holperstrecke ein Alptraum .

watn Glück ,das ich derlei Entscheidungen hinter mir hab ,sowas kann teuer werden und verdammt lange dauern .

Gruß Haiopai
cassco
Stammgast
#10 erstellt: 11. Feb 2009, 18:15

Haiopai schrieb:

Das was du da erzählst ,das empfindet beinahe jeder ,der sich mit dem Hobby beschäftigt irgendwann mal so ,entscheiden tut sich dann ,ob dein Hobby in Zukunft "die theoretisch perfekte Anlage " heißt oder ob DU schlicht Musik hören möchtest.
Gruß Haiopai :prost


sicher steht Musik hören im Vordergrund, für intensives Geniesen fehlt mir die Zeit und der ( von innen verriegelbare und kindersichere ) Hörraum.

Ich komme mir halt nur gerade wie ein Sportwagenfahrer vor, der in der Stadt rumgondelt, am liebsten sein Gefährt aber mal artgerecht auf der Nordschleife bewegen möchte
kölsche_jung
Inventar
#11 erstellt: 11. Feb 2009, 18:25

cassco schrieb:
....

Ich komme mir halt nur gerade wie ein Sportwagenfahrer vor, der in der Stadt rumgondelt, am liebsten sein Gefährt aber mal artgerecht auf der Nordschleife bewegen möchte 8)


schönes Beispiel....

als ich das letzte Mal auf der Nordschleife fuhr (Beifahrer!) fand ich das ganz lustig, mit nem Serien-Golf GTi die ganzen PorscheMacker zu versägen! Naja, wir waren ja auch zu viert!
...aber der Fahrer hat ordentlich 24h-Erfahrung auf dem Ring...


soll heißen: "gewusst wie", ist manchmal wichtiger als viel PS unter der Haube


ach so, "white lies" klanglich auch ok

und .... wie würde Hendrix wohl unverzerrt klingen

könnte manchmal Absicht sein!

klaus
cassco
Stammgast
#12 erstellt: 18. Feb 2009, 09:08
Morgääähhhn!

So, meine audiophile Phase ist auch schon wieder vorbei.
Nach ein paar Tagen

kölsche_jung schrieb:
dudelmucke

kann ich das Zeuchs schon nicht mehr hören.
Gans besonders strange war ein Stockfisch-Sampler mit angeblich 8 oder 9 verschiedenen Interpreten: da hörte sich ein Stück wie das andere an (oder liegts an meinen Holzohren ? )

Jedenfalls gabs gestern zur Ohrenspülung so ziemlich das mieseste was meine CD-Sammlung zu bieten hat: Ramones

Hey! Ho! Let's Go…


[Beitrag von cassco am 18. Feb 2009, 15:20 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#13 erstellt: 18. Feb 2009, 15:59
gabba gabba hey

fischerai
Stammgast
#14 erstellt: 18. Feb 2009, 16:24
Ich kann Haiopai da nur zustimmen.
Es gibt sicherlich sehr schlecht aufgenommene CDs bei denen eine gute Anlage das noch deutlicher werden lässt. Aber der große Teil meiner Musik (und da haben wir eine große Schnittmenge) sollte auch auf einer "tollen" Anlage immer noch gut klingen - sonst ist die Anlage eben nur auf dem Papier so toll, bzw. unter Labor Bedingungen mit "audiophil" aufgenommenen CDs oder besser noch SACDs aus dem Jazz Genre.
Hast du eigentlich mal klassische sinfonische Werke ala Beethoven Sinfonie gehört? Würde mich interessieren, ob dir der Klang dort gefällt oder ob das auch nichts ist.

Gruß,
Rainer
cassco
Stammgast
#15 erstellt: 18. Feb 2009, 16:35

fischerai schrieb:
Hast du eigentlich mal klassische sinfonische Werke ala Beethoven Sinfonie gehört? Würde mich interessieren, ob dir der Klang dort gefällt oder ob das auch nichts ist.

Gruß,
Rainer


...da hast Du mich jetzt auf dem falschen Fuß erwischt.
Außer David Garrett (würde ich jetzt nicht unbedingt als "klassisch" einstufen), gibt da unsere Sammlung wenig her.
Die "Encore" klingt aber mal richtig gut
fischerai
Stammgast
#16 erstellt: 18. Feb 2009, 16:49
Zum Test würde ich einfach mal eine andere Elektronik ausprobieren, oder aber andere Lautsprecher bei gleicher Elektronik und dann wird sich zeigen, ob es an der Zusammenstellung der Komponenten liegt oder am Musikmaterial.
Vorausgesetzt ist hierbei natürlich, dass du mit der Aufstellung schon experimentiert hast und die Raumakustik nicht das Problem bereitet ;).
Steakslayer
Stammgast
#17 erstellt: 18. Feb 2009, 19:26
Kommt Zeit, kommt Rat.

Sich an ein "audiophiles" Klangbild zu gewöhnen, braucht halt seine Zeit. Mir waren auch zunächst viele Sachen fremd, nachdem ich mich Anlage-technisch verbessert hatte. Nach ein paar Monaten, wenn du dich an den neuen Klang gewöhnt hast (und deine Komponenten richtig eingespielt sind) wird sich das ein wenig "amortisieren".
Ganz weg geht das allerdings nie mehr, und zurück gibt es m.E. auch keinen Weg; jedenfalls nicht wenn man weiß, was mit guten Aufnahmen möglich ist.

Ach ja, und es gibt auch ganz hervorragend produzierte Musik jenseits des Klanggedudels. Sogar im Indie-Bereich.
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#18 erstellt: 19. Feb 2009, 10:05
und wenn man hier im forum sucht, wird man auch so manches schmuckstück finden. wenn man denn will
Schili
Hat sich gelöscht
#19 erstellt: 20. Feb 2009, 11:05
Hi.

Sara K. und Konsorten. DAS Synonym für Vorführmusik beim HiFi-Händler und Anlagenvorführungen auf Messen/Ausstellungen schlechthin.

So gnadenlos gut aufgenommen und abgemischt, dass es auf wirklich JEDER Anlage halbwegs gut klingt. Und genau dahinter vermute ich ein gut überlegtes Kalkül..

Vor einigen Jahren, auf der Suche nach neuen Lautsprechern, fiel mir bei Hörterminen auf, dass immer wieder Scheiben von dieser Sara K. als quasi Vorführmaterial in den Playern landeten. Nach drei Stücken, die mich an den Rand der Langweilsohnmacht brachten, stellte ich fest, dass da wohl System hintersteckte...:

Das ist eine Musik, die den Speakern überhaupt nichts abverlangt. Keine Dynamiksprünge, keine brutalen Bässe, keine elektronischen Gitarrenriffs...

Zu den nächsten Hörterminen nahm ich dann eigene Musik mit. Stanley Clarke, Deine Lakaien, Royksopp,...u.A.

Was landete beim Hörtermin zunächst wieder vom Verkäufer nonchalant eingelegt im Player ? Richtig ! Sara K.

Düdel.düdel,düdel..summ summ, klimper, klimper, jaul, jaul...hach - und so Audiophil !

Doch jetzt sollten die Hosen mal runter gelassen werden !

"Diese Scheibe, bitte. Stanley Clarke "At the Movies". Stück Eins, bitte. Und LAUT!" Das Unbehagen einiger Verkäufer vor dem, was nun käme, war physisch spürbar!

Huch - dem Düdelü wich plötzlich etwas ganz anderes ! Nämlich Musik, die den Speakern alles abverlangte ! ("Lauter, bitte!")...und DA stelle ich irgendwann fest, welche Speaker mich mit meiner Musik begeisterten ! Und da trennte sich auch ganz schnell die Spreu vom Weizen.

Der Albtraum des Verkäufers ging soweit, dass ich mit meiner Vorführmusik den Tieftöner eines Vorführ-(Besser nicht die Marke nennen!)Lautsprechers schrottete. Hach - dabei klang das bei Sara K. doch noch so...audiophil...und als dem Speaker Pegel abverlangt wurde, versagte er gnadenlos ! Nix düdeldü ! Düdeldü hatte fertig !

Was soll uns das nun eigentlich sagen?: Musikalische Präferenz hin oder her - dieses audiophile Gedudel wird 1. unglaublich schnell langweilig und 2. ist diese Musik völlig ungeeignet als Vorführmedium und 3. klingt die auf jeder Anlage gut. Hach,und weil´s doch so toll klingt...klingklongdüdeldüdel...mit dieser Mucke kann "man" nämlich überhaupt nix falsch machen....

Diese Stockfisch-Scheiben hab´ich auch allesamt. Nach kurzer audiophiler Blenderei haben die nie wieder den Weg in meinen Player gefunden. Ich höre Musik, die mir gefällt ! Und wenn die neue Linkin Park halt ein wenig röhrt und verzerrt - dann ist das halt so ! Aber sie röhrt LAUT ! Und gefällt mir ! Und überhaupt vertragen meine Speaker diese Musik klaglos! Diese audiophile Mucke a la Sara K. ist für mich pures klangliches Blendwerk. Vergleichbar mit den kunterbunten Zierfisch-Vorführ DVDs, die den ganzen Tag als Endlosschleifen das tolle Bild der TVs in den einschlägigen Discountern verdeutlichen sollen. Daheim kommt kurze Zeit später die Ernüchterung...Blendwerk, halt.


Ach ja, und es gibt auch ganz hervorragend produzierte Musik jenseits des Klanggedudels. Sogar im Indie-Bereich.


Absolute Zustimmung. Oder auch so etwas wie das Schwarze Album von Metallica - das ist richtig(!) gut aufgenommen - und da müssen Speaker halt schuften..und nicht nur düdeldüklingklong machen...

Sorry für diese kleine Polemik. Ich möchte natürlich in keinster Weise Fans von Sara K. persönlich angreifen. Das ist nur meine Meinung zu dieser Art Musik.



[Beitrag von Schili am 17. Apr 2009, 19:38 bearbeitet]
fischerai
Stammgast
#20 erstellt: 20. Feb 2009, 11:48
So krass wie Schili hab ich's nicht sagen wollen, aber genau das habe ich gemeint ;).
Meine Boxen müssen auch schuften und sie tun das vollkommen klaglos und daher klingen auch Linkin Park und viele andere nicht audiophile Scheiben einfach hervorragend.
Als ich letztes Jahr nach neuen Boxen gesucht habe, bin ich erst der Focal Elektra 1027 BE erlegen, musste dann aber ganz ähnlich fest stellen, dass sie mit Rock und Gitarrenmusik gar nicht so toll ist, wie bei Rene Aubry (den ich trotzdem gerne höre).
Ich habe sie daher wieder gegen eine KEF getauscht (vielen Dank nochmal an meinen Leid geplagten Händler) und bin nun happy, wobei das bei dir natürlich eine andere Wahl sein kann, da jeder unterschiedlich hört.
Obwohl Verstärker und CD Spieler nicht so viel am Klang ausmachen wie Lautsprecher, habe ich auch dort schon die Erfahrung gemacht, dass mir z.B. der Klang des T+A Music Players überhaupt nicht zusagt und ich da ein ähnliches audiophiles Hörgefühl erleiden musste.

Gruß, Rainer


[Beitrag von fischerai am 20. Feb 2009, 11:49 bearbeitet]
premiumhifi
Hat sich gelöscht
#21 erstellt: 20. Feb 2009, 12:17


Ich möchte natürlich in keinster Weise Fans von audiophiler musik persönlich angreifen.


zu spät



zu gewöhnungsbedürftigen (schlechten) aufnahmen:
ich halte es nicht für künstlerische freiheit, sondern für faulheit.
hangman
Hat sich gelöscht
#22 erstellt: 21. Feb 2009, 17:18

cassco schrieb:
Morgääähhhn!

So, meine audiophile Phase ist auch schon wieder vorbei.
Nach ein paar Tagen

kölsche_jung schrieb:
dudelmucke

kann ich das Zeuchs schon nicht mehr hören.
Gans besonders strange war ein Stockfisch-Sampler mit angeblich 8 oder 9 verschiedenen Interpreten: da hörte sich ein Stück wie das andere an (oder liegts an meinen Holzohren ? )

Jedenfalls gabs gestern zur Ohrenspülung so ziemlich das mieseste was meine CD-Sammlung zu bieten hat: Ramones

Hey! Ho! Let's Go… :prost


sehr löblich!!! welcome back!!!

ich finde es einfach nur albern, sich von seiner anlage vorschreiben zu lassen was man hören soll...!

mag daran evtl liegen, daß ich musikliebhaber bin, und kein audiophilist...

p.s.: manchmal liegt der unzureichende audiophile anspruch aber nicht an künstlerischer freiheit oder gar an faulheit, sondern ganz einfach am begrenzten budget...
ein paar meiner "perlen" sind tatsächlich absolute low-cost produktionen...

und ich würde mir in den arsch beißen, hätte ich diese mal in ner audiophilen phase weggegeben!!!


[Beitrag von hangman am 21. Feb 2009, 17:30 bearbeitet]
outofsightdd
Inventar
#23 erstellt: 17. Apr 2009, 10:29

Schili schrieb:
Sara K. und Konsorten. DAS Synonym für Vorführmusik beim HiFi-Händler und Anlagenvorführungen auf Messen/Ausstellungen schlechthin.

Klasse Beitrag, treffend beschrieben. Inzwischen haben selbst E-Groß-Markt-Händler (Saturn, MM) diesen Dudelmist entdeckt. Kommt man dann mit Peter Gabriels "Up" (Titel 1), bekommen alle im Hörstudio Angst, obwohl eine aufnahmetechnisch exzellente Platte.

Wichtig ist wirklich immer, bei Anlagenvorführungen mit der eigenen Musik anzutanzen, wirklich den Platten, bei denen man jeden Ton auswendig kennt und die Einsätze der Instrumente anzählen kann.
c3pojs
Hat sich gelöscht
#24 erstellt: 17. Apr 2009, 10:50

Peter Gabriels "Up" (Titel 1),

damit kannst du im mm schon mal ne kleine kompakte killen
gruß c3
TonyFord
Stammgast
#25 erstellt: 03. Mai 2009, 14:54
Meiner Meinung nach wird dieses Thema zu sehr "schwarz-weiß" betrachtet.

Ich finde schon, dass die Anlage selbstverständlich Einfluss auf die Hörgewohnheiten nimmt und man auf verschiedenen Anlagen auch verschiedene Musik mehr oder weniger stark bevorzugt.

U.a. höre ich im Auto andere Titel viel lieber als daheim mit meinen MEGs, genauso auch am PC habe ich auch wieder meine Favouriten.

So kann ich mich also keinesfalls dem Argument anschließen, dass eine Anlage nur dann passend ist, bei der man die Hörgewohnheiten beibehält.
Genauso wenig ist auch die Aussage, dass sich eine Anlage der Lieblingsmusik unterordnen soll, da dies dem Sinn des Musik hörens widerspricht.

U.a. deshalb, weil doch letztendlich nicht entscheidet welche Melodie, Genre oder Titel gespielt wird, sondern das Gefühl welches über die Musik transportiert wird, einzig dies entscheidet doch über das Hörerlebnis oder etwa nicht?
Bei wem es nicht so ist und wer sich definitiv auf nur einige wenige Genre konzentriert, der "begrenzt" seinen Horizont.

Eine gute Anlage kann durch höhere Auflösung und realistischere Abbildung also durchaus Einfluss auf die Wahrnehmung und Hörverhalten nehmen.
Ein schönes Beispiel ist Musik von Norah Jones, jeweils gespielt auf einer einfachen und einer hochauflösenden Anlage, der Unterschied ist gewaltig und lässt die Musik in einem ganz anderen Bild erscheinen bzw. macht es eben zu einem Erlebnis, welches es vorher nicht war.

Für mich ist daher eine hochwertige Anlage passend, wenn sie den "Horizont" erweitert und man neugierig auch außerhalb seiner Hörgewohnheiten und Lieblingstitel sucht bzw. sich die Hörgewohnheiten "erweitern" ggf. auch "ändern".
Wenn man eine gute Anlage hat, ist es doch auch verständlich, dass man neben schönen Melodien auch nach guter Klangqualität strebt.

Meine aktuellen Favouriten sind übrigens
Naturklänge, WellnessCDs, meditative asiatische Musik, ein Orchester und jede Menge alternative Musik in guter Qualität (z.B. Omnia, Faun sind absolut empfehlenswert).

Vor meinem Anlagenkauf war es vorwiegend alternative Musik und finstere Rockmusik.

Fazit:
Eine bessere Anlage wird die Hörgewohnheiten beeinflussen. Wie stark dies sein soll entscheidet die Offenheit des Hörers.
Mein Motto ist, man sollte die Musik hören die einem wirklich am besten gefällt.
Je neugieriger man verschiedene Genre, Interpreten, CDs "ausprobiert", desto höher wird die Wahrscheinlichkeit sein, dass man die beste Musik für sich findet, so wie auch beim Anlagenkauf.
Schili
Hat sich gelöscht
#26 erstellt: 03. Mai 2009, 15:13

Ein schönes Beispiel ist Musik von Norah Jones, jeweils gespielt auf einer einfachen und einer hochauflösenden Anlage, der Unterschied ist gewaltig und lässt die Musik in einem ganz anderen Bild erscheinen bzw. macht es eben zu einem Erlebnis, welches es vorher nicht war.


Musik muß mir immer gefallen. Aus dem Ghettoblaster, im Auto, im Flugzeugradio, auf meiner Anlage und über Kopfhörer via IPod. Eine klangliche Aufwertung ist zwar schön und gut, jedoch sollte sich der Klang nicht der reinen Künsterperformance unterordnen. Ich könnte auch einfach schreiben: beschissene Musik wird nicht dadurch besser, dass sie gut klingt.Und wenn Sara K. halt nur auf einer hochwertigen Anlage musikalisch zu überzeugen weiß, dann ist das für mich der falsche Weg das Hobby Musik mit solch´Künstlern anzugehen. Ein tolles Bild und eine überragende Tonabmischung machen aus einem miesen Kinofilm kein Meisterwerk.


U.a. deshalb, weil doch letztendlich nicht entscheidet welche Melodie, Genre oder Titel gespielt wird, sondern das Gefühl welches über die Musik transportiert wird, einzig dies entscheidet doch über das Hörerlebnis oder etwa nicht?


Und daher von mir zu dieser These ein ganz klares NEIN. Denn ohne Melodie nur über den puren Klang definiert hiesse , dass man den Song SchniSchnaSchnappi von einem begnadeten Tonmeister abgemischt für sich als musikalische Offenbarung erlebte...und davon distanziere ICH mich ganz deutlich.

Boettgenstone
Inventar
#27 erstellt: 03. Mai 2009, 15:37
Hi,
diese Phase hatte ich auch eine Zeit lang dann besorgt man sich komisches Zeug und freut sich wie ein Schneider über den geilen Klang der Anlage-> bis einem plötzlich die Musik langweilig wird.

Ich hab dann angefangen alle meine alten Scheiben neu durch zu hören und gemerkt, so fies sind manche Aufnahmen ja gar nicht wie man meinen möchte (bzw behauptet wird) und vor allem gefällt einem das Musik hören wieder richtig.

Einige der Sachen die ich bei diesen audiophilen Streifzügen entdeckt habe blieben allerdings hängen.

Was mir aber noch aufgefallen ist, es gibt genug Musik die einfach auf bestimmten Lautsprechern mies klingt und das liegt da nicht an der Aufnahme.
Sara K und Co können halt schon von einem besseren Breitbänder ansprechend dargestellt werden, Gustav Holsts Planeten sind da ein ganz anderes Kaliber.

Und wenn ich den Regen auf bestimmten alten Metalaufnahmen höre gehts mir wieder richtig gut.
Schili
Hat sich gelöscht
#28 erstellt: 03. Mai 2009, 15:50

Ich hab dann angefangen alle meine alten Scheiben neu durch zu hören und gemerkt, so fies sind manche Aufnahmen ja gar nicht wie man meinen möchte (bzw behauptet wird) und vor allem gefällt einem das Musik hören wieder richtig.


So gehe ich die Sache auch an. Und bin überrascht, welches klangliche Potenzial in alten Fleetwood Mac, Billy Joel oder The Doobie Brothers Scheiben(um nur drei von ganz, ganz vielen Beispielen zu nennen)z.B. steckt. Da fördert eine gute Anlage aus sowieso tollen Scheiben das annähernd Optimale(was immer das auch bedeutet) hervor. Aber diese Künstler bzw. Aufnahmen wußten mich auch schon in meiner Jugend auf Papis Rosita-Anlage als Musicassette oder Vinyl zu überzeugen. Und wenn ein Künstler nur auf einer sehr guten Anlage in klanglicher Hinsicht zu überzeugen weiß, dann ist er für mich uninteressant. Ich hatte auch mal eine kurze Phase dieser Sara K. und Stockfisch Konsorten. Vorbei. Klangliches Blendwerk. Ich höre Musik, dir mir gefällt. Wenn sie dazu gut klingt, ist es halt das Sahnehäubchen.



[Beitrag von Schili am 03. Mai 2009, 16:00 bearbeitet]
op111
Moderator
#29 erstellt: 03. Mai 2009, 17:04

Schili schrieb:
Und wenn ein Künstler nur auf einer sehr guten Anlage in klanglicher Hinsicht zu überzeugen weiß, dann ist er für mich uninteressant. Ich hatte auch mal eine kurze Phase dieser Sara K. und Stockfisch Konsorten. Vorbei. Klangliches Blendwerk. Ich höre Musik, dir mir gefällt. Wenn sie dazu gut klingt, ist es halt das Sahnehäubchen.



Hallo Schili,

da hast du mir als leidendem Hifi-Demogedudel-Hörer aus der Seele gesprochen.


In der Klassik ist bei den Händlern und auf Messen die Bevorzugung von Demo-Aufnahmen, die Anlagen, die nach aktuellen HighEnd-Trends gesoundet sind, und speziell diesen Modeprodukten schmeicheln, ebenfalls zu beobachten.
Gegen diese Auswahl hilft nur, eigene Tonträger mitzubringen.
hangman
Hat sich gelöscht
#30 erstellt: 03. Mai 2009, 17:37
TonyFord

Fazit:
Eine bessere Anlage wird die Hörgewohnheiten beeinflussen. Wie stark dies sein soll entscheidet die Offenheit des Hörers.


wenn ne "bessere" anlage aus mir ebenfalls nen wellnes, naturklang (?) etc cd-hörer machen würde, bleib ich lieber bei meinem 0815-consumer-zeugs und erfreue mich weiterhin an emotionen, ausgelößt durch die musik, und nicht durch die chromblitzende front eines 15.000 euro amp...

Schili:

beschissene Musik wird nicht dadurch besser, dass sie gut klingt.Und wenn Sara K. halt nur auf einer hochwertigen Anlage musikalisch zu überzeugen weiß, dann ist das für mich der falsche Weg das Hobby Musik mit solch´Künstlern anzugehen. Ein tolles Bild und eine überragende Tonabmischung machen aus einem miesen Kinofilm kein Meisterwerk.


TonyFord
Stammgast
#31 erstellt: 03. Mai 2009, 17:38
Um es mal in Zahlen auszudrücken, wie ich den Einfluss sehe:

MP3-Player, 50€ Brüllwürfel
Einflüsse: Melodie 97% | Komposition & Klangqualität 3%
Typisch dafür ist SchniSchnaSchnappi, konnte sich lediglich durch die prägnante Melodie und weniger durch künstlerische Komposition oder Klangqualität durchsetzen

Standardanlage 500€
Einflüsse: Melodie 90% | Komposition & Klangqualität 10%
Klangqualität hat einen kleinen Anteil, die Melodie jedoch bestimmt ganz klar ob einen der Song gefällt.

hochwertige HiFi-Anlage 5000€
Einflüsse: Melodie 70% | Komposition & Klangqualität 30%
D.h. melodische Highlights und Lieblingssongs werden auf jeden Fall auch weiterhin zum Inventar gehören aber...
ein Song bei dem die Melodie nicht ganz so prägnant ist, kann durch eine künstlerische guter instrumentaler Komposition + Klangqualität eben zum neuen Lieblingssong werden.

D.h. ein Titel der absolut keine Melodie mitbringt, der wird auf Dauer sicherlich langweilig werden.
Ein Titel der eine gute aber vielleicht nicht die beste Melodie hat, der kann bei einer hochwertigen Anlage evt. mehr punkten und vom Platz 10 der Hörerrangliste vielleicht auf Platz 1 oder 2 hochschießen.

D.h. letztendlich möchte ich nicht aussagen, dass Melodie unwichtig ist, Klangqualität und Komposition kann man aber in ihrer zunehmenden Bedeutung nicht vernachlässigen, wenngleich sie nicht das erste entscheidende Kriterium sein können.
kölsche_jung
Inventar
#32 erstellt: 03. Mai 2009, 20:03

TonyFord schrieb:
...
Einflüsse: Melodie 97% | Komposition & Klangqualität 3%
Einflüsse: Melodie 90% | Komposition & Klangqualität 10%
Einflüsse: Melodie 70% | Komposition & Klangqualität 30%
......


schöne Unterteilung / Differenzierung .... aber wie unterscheidest du Melodie und Komposition?

ich dachte immer der Komponist komponiert Melodien ....

ich halte es da lieber mit schili:
beschissene Musik wird nicht dadurch besser, dass sie gut klingt


klaus
TonyFord
Stammgast
#33 erstellt: 03. Mai 2009, 20:11
hangman schrieb:

wenn ne "bessere" anlage aus mir ebenfalls nen wellnes, naturklang (?) etc cd-hörer machen würde, bleib ich lieber bei meinem 0815-consumer-zeugs und erfreue mich weiterhin an emotionen, ausgelößt durch die musik, und nicht durch die chromblitzende front eines 15.000 euro amp...


Für mich zählt allein das Ergebnis. Wie ich schon sagte, es ist nicht entscheidend was man hört, sondern was man wahrnimmt, nämlich Gefühle und Emotionen.
U.a. gibt es auch Leute, welche allein durch den Anblick ihrer hundsteuren Komponenten ein Gefühlserlebnis haben und dies jeden Tag aufs Neue.
Es gibt Leute die einen alten VW Golf 2 auftunen und sich daran jeden Tag aufs Neue erfreuen, obwohl das rein technisch betrachtete Fahrgefühl/Handling der heutigen Wagen deutlich besser ist.
Was letztendlich zählt sind reine Emotionen und Gefühle und da schadet es nicht, wenn sich der Horizont erweitert und man an neuer Musik zusätzlich gefallen findet und sich die Prioritäten ein wenig verschieben.

Wer ehrlich zu sich selbst ist, der wird über kurz oder lang sowieso bei der Musik "hängen" bleiben die ihm am Besten gefällt, deshalb ist es Quatsch sich vor eigentlich positiven Veränderungen zu scheuen.

Neugier und Offenheit ist für mich tugend und nicht nur im Bereich HiFi, sondern allgemein.
Nur wer offen für neue Dinge ist, der kann sich im Leben auch optimal weiterentwickeln und seinen Horizont erweitern, zudem wirkt es befreiend.

Im allgemeinen scheut sich der Mensch aber gerne vor Neuerungen und hält an gewohnten bewährten Dingen fest.
U.a. weil er Angst vor negativen oder unerwarteten Veränderungen hat, die seine "heiligen" Gewohnheiten über Bord werfen, ihn vielleicht sogar zur negativen Erkenntnis bringen, dass er jahrelang an weniger optimalen Dingen festgehalten hat.

Der deutsche Bürger ist hierbei besonders konservativ, weil er im Allgemeinen auch eher der Skeptiker und Kritiker von neuen Dingen ist und Beispielsweise sein Geld viel lieber aufs Sparbuch oder in Festgeld investiert statt in Aktien.
Ein US-Bürger hingegen ist das ganze Gegenteil, sozusagen ein Daueroptimist. Egal wie tief die USA momentan in der Krise steckt, ich bin mir sicher, dass der Optimismus immer noch größer als bei uns.

Dies nur mal meine psychologische Betrachtung der Situation wie sie sich teilweise hier darstellt.
Schili
Hat sich gelöscht
#34 erstellt: 03. Mai 2009, 20:22
Deine Betrachtungsweise darf ja für DICH auch durchaus seine Berechtigung haben.


Dies nur mal meine psychologische Betrachtung der Situation wie sie sich teilweise hier darstellt.


Aber versuch doch deine dogmatische Schwurbelei bitte nicht anderen Leuten krampfhaft schmackhaft zu machen...das sind die Dinge, die wirklich nerven. Bei aller Toleranz.


Der deutsche Bürger ist hierbei besonders konservativ, weil er im Allgemeinen auch eher der Skeptiker und Kritiker von neuen Dingen ist und Beispielsweise sein Geld viel lieber aufs Sparbuch oder in Festgeld investiert statt in Aktien.


Ein prima Beispiel unbeholfenen Ablenkens mangels echter Argumentation.



[Beitrag von Schili am 03. Mai 2009, 20:24 bearbeitet]
TonyFord
Stammgast
#35 erstellt: 03. Mai 2009, 20:26
kölsche_jung schrieb:

schöne Unterteilung / Differenzierung .... aber wie unterscheidest du Melodie und Komposition?

ich dachte immer der Komponist komponiert Melodien ....

Natürlich resultiert aus der Komposition die Melodie, aber eine Melodie sind letztendlich eine Aneinandereihung von Tönen in verschiedenen Tonlagen, mehr nicht.

D.h. es ist schon ein Unterschied ob man einen originalen Titel oder eine Coverversion mit gleicher bzw. sehr ähnlicher Melodie hört. Ich erinnere da vor allem an die vielen elektronischen Coverversionen, die teilweise echt schrecklich anzuhören sind, wenngleich sie vielleicht auch ein Stück weit Melodie im Ohr bleiben.

Es ist auch ein Unterschied ob man einen Song von Pink Floyd als Studioaufnahme oder als Liveaufnahme anhört (u.a. gefallen mir die Liveaufnahmen besser als die Studioaufnahmen)

Es ist auch ein Unterschied ob man Dire Straits Brothers in Arms die originale oder das Remaster 1 oder Remaster 2 anhört.

Dabei ist es aber auch ein Unterschied, ob man die verschiedenen Dinge auf einer einfachen Anlage anhört, die die Details weniger stark hervor bringt und man dadurch nur einen Teil der Klanginformationen hört oder man eine hochwertige Anlage besitzt, die die kleinen Details feinfühlig darstellen kann und man eben einen größeren Unterschied zwischen Live und Studioaufnahme, etc. hören kann.

Deshalb sind Melodie und Komposition (d.h. auf welche Art und Weise der Künstler die Melodie transportiert) schon ein Unterschied.
kölsche_jung
Inventar
#36 erstellt: 03. Mai 2009, 20:31

TonyFord schrieb:
.....

Deshalb sind Melodie und Komposition (d.h. auf welche Art und Weise der Künstler die Melodie transportiert) schon ein Unterschied.


schön, aber inwieweit hängen jetzt Komposition und Klang zusammen?

ich finde zB die PetSounds selbst auf meinem Radiowecker oder meinem Laptop kompositorisch ganz hervorragend ... das möchte ich klanglich aber erst gar nicht bewerten....
hangman
Hat sich gelöscht
#37 erstellt: 03. Mai 2009, 20:34
@TonyFord:

mit deiner psychologischen beurteilung liegst du was mich betrifft allerdings kpl daneben

ich werde mich hier aber auf keine grundsatzdiskussion was offenheit, toleranz, horizonterweiterung etc zu betrifft einlassen, beschränke dies hier lediglich auf die musik und die gerätschaften die zur reproduktion dieser von nöten sind!

und nur weil ich mir von keiner anlage vorschreiben was ich zu hören habe, so bedeutet das keinesfalls ich wär nicht open-minded!!! da bist du etwas schnell mit dem inschubladenstecken...

meine tonträgersammlung erstreckt sich durch alle möglichen (sub)genres, angefüllt mit independent und underground perlen, und ja, wie schon weiter oben erwähnt oftmals beschissen aufgenommen oder produziert!

aber priorität hat ganz klar die musik, die attitüde und all das. wenns gut klingt, gerne.
wenn nicht, die musik wird dadurch nicht schlechter...
so wie sie halt durch audiophile produktion auch nicht besser wird...


Wer ehrlich zu sich selbst ist, der wird über kurz oder lang sowieso bei der Musik "hängen" bleiben die ihm am Besten gefällt, deshalb ist es Quatsch sich vor eigentlich positiven Veränderungen zu scheuen.


von welchen positiven neuerungen sprichst du?
von der audiophilen kette, welche ihre klasse nur mit angesprochenen audiophilen tonträgern offenbahren kann?
angeboten vom high-end händler, der dich belächelt, dir aufgrund deiner mangelnden hifidelen reife einen mitleidigen blick zuwirft, weil du ihn fragtest "und wie klingt das gabze mit motörhead?"

und nun denke bitte mal darüber nach wo der reifeprozess stattfindet


[Beitrag von hangman am 03. Mai 2009, 20:36 bearbeitet]
TonyFord
Stammgast
#38 erstellt: 03. Mai 2009, 20:34
Schili schrieb:

Aber versuch doch deine dogmatische Schwurbelei bitte nicht anderen Leuten krampfhaft schmackhaft zu machen...das sind die Dinge, die wirklich nerven. Bei aller Toleranz.


Welcher Toleranz? Ich sehe bei deinen Beiträgen keine Toleranz, sondern die Tendenz, dass du deine Meinung als die Einzige hier hinstellt und legitimierst deine Meinung, indem du vielleicht eine größere Zustimmung bekommst.

Nur weil vielleicht eine Mehrheit eine Meinung vertritt, muss es nicht unbedingt die beste Meinung sein.
Ich finde, wenn man die Dinge aus vielen Winkeln betrachtet, wird das Ergebnis am Ende doch ein Gutes sein, nämlich dass es zum Nachdenken angeregt hat.
Dies hat also nix damit zu tun, dass ich meine Meinung jemanden aufdrängen will ;-)
TonyFord
Stammgast
#39 erstellt: 03. Mai 2009, 20:51
kölsche_jung schrieb:

schön, aber inwieweit hängen jetzt Komposition und Klang zusammen?

Indirekt, da eine schlechtklingende Gitarre in 1A-Klangqualität genauso schlecht klingt wie eine 1A-Gitarre in schlechter Klangqualität. Somit reduziert eine schlechte Aufnahme die Komposition. Wobei man natürlich auch die Kirche im Dorf lassen muss, weil man nicht zwischen audiophilen CDs die Note 1 Klang haben und den "normalen" CDs die Note 5 haben.

U.a. findet man in jedem Genre genügend "normale" CDs die man durchaus auch mit Note 1 oder 2 bewerten könnte und die Masse der CDs wird sich am Ende irgendwo bei 2 bis 4 wiederfinden, was jedoch nicht negativ sein muss, da Beispielsweise CD-Aufnahmen alter Songs aus den 70er Jahren durchaus attraktiv sein können, obwohl sie weniger gut klingen, weil es eben das Zeitgefühl der 70er auch ein Stück weit in unsere Zeit transportiert.

hangman schrieb:

aber priorität hat ganz klar die musik, die attitüde und all das. wenns gut klingt, gerne.
wenn nicht, die musik wird dadurch nicht schlechter...
so wie sie halt durch audiophile produktion auch nicht besser wird...

Selbstverständlich, nichts anderes habe ich geschrieben.

Doch wonach suchst du denn deine "Perlen" aus?
Welche Kriterien muss eine "Perle" für dich erfüllen?
1. Melodie
2. Komposition (sozusagen Musik als Kunstwerk)
3. Klangqualität

In Summe ist es die Musik, die in dir die meisten und größten Emotionen erzeugt.
Klangqualität hat hierbei sicherlich den geringeren Anteil, ABER wenn die Qualität stimmt, ist es nicht von Nachteil ;-)


von der audiophilen kette, welche ihre klasse nur mit angesprochenen audiophilen tonträgern offenbahren kann?
angeboten vom high-end händler, der dich belächelt, dir aufgrund deiner mangelnden hifidelen reife einen mitleidigen blick zuwirft, weil du ihn fragtest "und wie klingt das gabze mit motörhead?"

Dann hast du einen Händler gefunden, der die HighEnd zu schönen Preisen verkaufen möchte, übrigens ein sehr großer Teil des Marktes.

HiFi jedoch hat vielmehr mit höchster Klangtreue zu tun, bei der es keine Musikrichtung gibt, die schlecht klingt.

Bzw. klingt eine HiFi-Anlage nicht, sondern gibt die Musikinformationen möglichst nahezu 1:1 wieder. Selbstverständlich etwas übertrieben dargestellt, doch zeigt es einen unterschiedlichen Ansatz in der Branche, nämlich HighEnd und HiFi. ;-)


[Beitrag von TonyFord am 03. Mai 2009, 20:54 bearbeitet]
kölsche_jung
Inventar
#40 erstellt: 03. Mai 2009, 21:42

TonyFord schrieb:
kölsche_jung schrieb:

schön, aber inwieweit hängen jetzt Komposition und Klang zusammen?

Indirekt, da eine schlechtklingende Gitarre in 1A-Klangqualität genauso schlecht klingt wie eine 1A-Gitarre in schlechter Klangqualität. Somit reduziert eine schlechte Aufnahme die Komposition. .....


meine extrem party-geschädigte Rock'n'Roll Swindle ist für mich trotz miesem klang extrem geil... vielleicht sogar deshalb, das schranzelige hat halt ne ziemlich punkige attitüde....

das was du über komposition und klang schreibst, zeigt mir nur, dass du relativ wenig ahnung hast, was du da schreibst...

melodie ist ein teil der komposition, der klang resultiert aus aufnahme, mixing und mastering (technik)!

und jetzt komm mir bitte nicht mit dem loudnessrace ...

klaus
hangman
Hat sich gelöscht
#41 erstellt: 03. Mai 2009, 22:09

Doch wonach suchst du denn deine "Perlen" aus?
Welche Kriterien muss eine "Perle" für dich erfüllen?
1. Melodie
2. Komposition (sozusagen Musik als Kunstwerk)
3. Klangqualität


sie muß KEINE bestimmten kriterien erfüllen, sie muß mich einfach nur packen! irgendwie!!!
das kann ein eingangsriff sein, das sich in mein hirn fräst,
das kann ein schlagzeug sein, das mich zum mitklopfen auf dem imaginären riesigen drum-set bringt,
das kann ein stimme sein die mir die nackenhaare stellt,
pure energie, die ich spüre wenn ich das stück höre,
diese liste könnte nahezu endlos weitergeführt werden, denn es gibt kein bestimmtes kriterium das erfüllt werden muß,
oder aber tausende, je nach dem...

und musik ist für mich absolut keine kunst!!!
kunst im allgemeinen ist etwas kpl überflüssiges für mich,
definiert durch irgendwelche möchtegernintellektuelle die sich zwanghaft dadurch bestätigen müssen, daß sie ein verständniß für dinge haben, das dem normalo entbehrt...!


[Beitrag von hangman am 03. Mai 2009, 22:10 bearbeitet]
MarkusNRW
Inventar
#42 erstellt: 03. Mai 2009, 22:13
ich höre mittlerweile auch ruhigere musik oder bands,sänger,die ich vorher nie für möglich gehalten habe.aber erstens wird man älter und "ruhiger",und 2tens wie schon von dir erwähnt kommen viele stücke auf einer gut klingenden anlage besser rüber.

als tip,hör mal SADE oder MARIANNE FAITHFUL.genial,da viel instrumental und einfach nur geil gesungen
TonyFord
Stammgast
#43 erstellt: 03. Mai 2009, 22:26
kölsche_jung schrieb:

das was du über komposition und klang schreibst, zeigt mir nur, dass du relativ wenig ahnung hast, was du da schreibst...

melodie ist ein teil der komposition, der klang resultiert aus aufnahme, mixing und mastering (technik)!


Ich sehe du hast die Ahnung die mir fehlt, oh mein lieber Gott im Himmel, ich bin nun einmal mehr erleuchtet worden ;-)

Hier zu diskutieren finde ich wirklich nicht schön und hat auch nix mit Meinungsaustausch zu tun.
Wenn man nicht der allgemeinen Meinung hinterher rennt und vielleicht auch Dinge etwas anders sieht, so wird von allen Seiten für dumm erklärt und schon mit Beginn der Diskussion wird von einigen Leuten Richtig und Falsch schon festgelegt.

Gegenargumente gibt es auch nur sehr wenige und meist wird mit "Du mit deinem Geschwurbel, typisch wieder vom Thema ablenken..."

oder

"Also dies siehst du völlig falsch, da es auf mich nicht absolut zutrifft..."

Demzufolge ist das Ergebnis dieses Threads, dass die Klangqualität bei Musik egal ist, solange man noch irgendwie die Melodie und damit auch das Kunstwerk wahrnehmen kann, weil schließlich die Klangqualität nicht entscheidet ob einem ein Song gefällt oder nicht.
Demzufolge ist dieses ganze Streben nach HiFi sinnlos, da es auch der Brüllwürfel für 50€ ausreichend gut tut.

Für mich ist gute Musik immer auch ein Stück weit gute Klangqualität, denn ein Künstler der gedenkt gute Musik zu machen, der legt doch auch wert auf gute Qualität, schlichtweg die Liebe zum Detail und zur eigenen Kunst.

Dass es selbstverständlich auch Aufnahmen aus anderen Zeiten gibt oder Aufnahmen mit einer etwas weniger perfekten Klangqualität gibt, die sich aber gerade deswegen als "Kunstwerk" auszeichnen, habe ich nie bestritten.

Allgemeines Streben nach Vollendung und Perfektion ist es doch auch, was HiFi so spannend und außergewöhnlich macht. Dabei kann natürlich ab einem gewissen Maße durchaus auch die Rationalität auf der Strecke bleiben, aber so sind (einige) Menschen nunmal, dazu möchte ich mich nicht ausschließen.
Aber letztendlich hat jeder irgendetwas worauf er besonderen wert legt und bei dem er schlichtweg irrational handelt. Beim Auto fängt es schonmal an und dort diskutiert kaum jemand über die "inneren" Werte eines Autos ;-)

Gut da bin ich wieder offtopic und habe erneut geschwurbelt, aber so bin ich nunmal, einfach penetrant ein bisschen Querschläger und alles andere als ein JA-Sager ;-)
kölsche_jung
Inventar
#44 erstellt: 03. Mai 2009, 22:38

TonyFord schrieb:
....

Demzufolge ist das Ergebnis dieses Threads, dass die Klangqualität bei Musik egal ist, solange man noch irgendwie die Melodie und damit auch das Kunstwerk wahrnehmen kann, weil schließlich die Klangqualität nicht entscheidet ob einem ein Song gefällt oder nicht.
Demzufolge ist dieses ganze Streben nach HiFi sinnlos, da es auch der Brüllwürfel für 50€ ausreichend gut tut.
.....


mitnichten.....

mein Zwischenergebnis ist einfach nur, dass die Melodie ein Teil der Komposition ist und diese nicht dem Klang zuzurechnen ist. Mithin ist deine Differenzierung etwas seltsam....

Dass ein Musikstück besser gefällt, wenn es denn fehlerfrei aufgenommen ist, steht wohl außer Frage (im Regelfall)

ob man deswegen HighEnd-Vorführ-Gedudel hören muss, muss wohl jeder (für sich) selbst entscheiden ... möglicherweise gibt es ja sogar Leute, die Sara K und Konsorten wirklich gut finden.....

ich hör lieber musik die mir gefällt, auch wenn sie nicht ganz so toll aufgenommen ist.

klaus
TonyFord
Stammgast
#45 erstellt: 03. Mai 2009, 22:41
hangman schrieb:

sie muß KEINE bestimmten kriterien erfüllen, sie muß mich einfach nur packen! irgendwie!!!
das kann ein eingangsriff sein, das sich in mein hirn fräst,
das kann ein schlagzeug sein, das mich zum mitklopfen auf dem imaginären riesigen drum-set bringt,
das kann ein stimme sein die mir die nackenhaare stellt,
pure energie, die ich spüre wenn ich das stück höre,
diese liste könnte nahezu endlos weitergeführt werden, denn es gibt kein bestimmtes kriterium das erfüllt werden muß,
oder aber tausende, je nach dem...



Es gibt immer ein Kriterium, weshalb dir Musik gefällt, nämlich dass dir irgendetwas daran gefällt und dies ist ungleich von NIX.
Also sind es letztendlich doch Melodie und die Art und Weise wie dir die Musik entgegen gebracht wird.
Dass man dabei auf seine Wahrnehmung setzt und vielleicht auch nicht genau beschreiben kann, warum einen das Lied so besonders gut gefällt ist doch auch klar.



und musik ist für mich absolut keine kunst!!!
kunst im allgemeinen ist etwas kpl überflüssiges für mich,
definiert durch irgendwelche möchtegernintellektuelle die sich zwanghaft dadurch bestätigen müssen, daß sie ein verständniß für dinge haben, das dem normalo entbehrt...!


Deine Aussage kommt bei mir ziemlich stark als "Klischeedenken" rüber.
Kunst als etwas für "Intellektuelle" zu betrachten, nunja dazu möchte ich nix weiter sagen, da möchte ich nicht DU sein und die Welt so vorurteilend und einschränkend betrachten.

Musik ist übrigens immer ein Stück weit Kunst, denn sonst würde es bedeuten, dass jeder jede x-beliebige Mensch auf dieser Welt problemlos jede Komposition spielen und komponieren kann.
Ich denke dazu braucht es viel Talent, Ehrgeiz und sehr viel Kreativität.
Aus dieser Kreativität in Vollendung entstehen dann die "Lieblingsstücke" und soetwas hat immer ein Stück weit mit "Kunst" zu tun, weil es eben nicht jeder bzw. nur eine begrenzte Anzahl von Menschen können und diese Kreativität in einem oder mehreren Bereichen besitzen.
TonyFord
Stammgast
#46 erstellt: 03. Mai 2009, 22:45
kölsche_jung schrieb:

mein Zwischenergebnis ist einfach nur, dass die Melodie ein Teil der Komposition ist und diese nicht dem Klang zuzurechnen ist.


Das eine lässt sich vom anderen nicht trennen ist doch logisch. Was ich nur damit sagen wollte ist, dass man eine Melodie (samt Komposition) auch auf dem Handy hören kann, es aber einen Unterschied macht, wenn man es auf der Anlage anhört. Die Melodie bleibt gleich, die Komposition natürlich auch, mit dem Unterschied, dass man von der Komposition deutlich mehr wahrnehmen kann.

Schlichtweg fehlen beim Handy viele Klanginformationen, die man auf der Anlage (zusätzlich) hört.
kölsche_jung
Inventar
#47 erstellt: 03. Mai 2009, 22:58

TonyFord schrieb:
kölsche_jung schrieb:

mein Zwischenergebnis ist einfach nur, dass die Melodie ein Teil der Komposition ist und diese nicht dem Klang zuzurechnen ist.


Das eine lässt sich vom anderen nicht trennen ist doch logisch........


wer hat den getrennt? ... und sogar klangpunkte verteilt?

jetzt behauptest du es ginge nicht zu trennen.....

überleg doch erstmal was du schreiben willst.

vorab ...
ja auf dem mobiltelefon klingt musik scheiße, trotzdem hör ich da lieber musik als Klanggedudel, gleiches gilt (für mich) für radiowecker, hifi- und highendanlagen....

mal ein kleiner küchenvergleich ...
scheiße schmeckt auch gratiniert und mit einem kleinen sträußchen petersilie als deko
.... na, wonach? ...
richtig nach scheiße! übrigens auch mit silberbesteck....

klaus
hangman
Hat sich gelöscht
#48 erstellt: 03. Mai 2009, 23:45

Es gibt immer ein Kriterium, weshalb dir Musik gefällt, nämlich dass dir irgendetwas daran gefällt und dies ist ungleich von NIX.

kannst du lesen? stichwort: ...erfüllt werden muß...




da möchte ich nicht DU sein und die Welt so vorurteilend und einschränkend betrachten.



wer ver(vor)urteilt hier wen...?


Musik ist übrigens immer ein Stück weit Kunst, denn sonst würde es bedeuten, dass jeder jede x-beliebige Mensch auf dieser Welt problemlos jede Komposition spielen und komponieren kann.


nun, ich spiel dir jetzt was vor, auf der klampfe, du kannst es nachspielen.
folglich ist es keine kunst, obwohl es ein stück absolut geiler musik ist.

ich spiel dir nochmal was vor, total vertrackt und schnell, du kannst es nicht nachspielen, also ist es kunst, weil nur ich es kann?

mein kumpel, besoffen in der garage gitarrespielend und ein prolo, schüttelt ein riff aus dem ärmel, nach dem tony iommi seit dreisig jahren sucht, das diesen black sabbath song zu DEM klassiker gemacht hätte...!
kunst?
nein???
wieso? weil er nicht tony iommi heißt?
TonyFord
Stammgast
#49 erstellt: 03. Mai 2009, 23:57
kölsche_jung schrieb:

wer hat den getrennt? ... und sogar klangpunkte verteilt?

jetzt behauptest du es ginge nicht zu trennen.....

überleg doch erstmal was du schreiben willst.


Worauf möchtest du mit dieser Aussage hinaus?
Mich etwa in Widersprüche verwickeln versuchen? ;-)

Zwar kann man beide Dinge nicht voneinander trennen, was aber nicht bedeutet, dass man alles als einen "Klangbrei" betrachten kann.


mal ein kleiner küchenvergleich ...
scheiße schmeckt auch gratiniert und mit einem kleinen sträußchen petersilie als deko
.... na, wonach? ...
richtig nach scheiße! übrigens auch mit silberbesteck....

Stimmt, da stimme ich dir zu.

Du kannst es aber auch so sehen
Esse zügig ein paar schöne verschiedene Schokopralinen und halte dir dabei die Nase zu.
Das gleiche mit dem Stück Scheiße machen.

Nun wirst du feststellen, Pralinen schmecken gut bis sehr gut, die Scheiße schmeckt Scheiße.

Nun halte dir nicht mehr die Nase zu und führe erneut den Test durch, indem du die Pralinen genießt und nicht einfach nur schnell schluckst.
Ergebnis wird sein Scheiße bleibt Scheiße -> hattest du ja schon geschrieben und stimme ich dir vollkommen zu.
Aber zwischen den Pralinen schmeckst du nun einen größeren Unterschied als zuvor und so kann es deine Auswahl deiner Lieblingspraline durchaus beeinflussen.
Dabei wird es ja nicht so sein, dass dir die anderen Pralinien nicht mehr schmecken, sondern eben deine Lieblingspralinie vielleicht ein paar wenige Plätze in der Hitliste verliert und andere Pralinien dafür aufholen.

Dies hat letztendlich doch auch nicht viel damit zu, dass einem eine Stereoanlage die Musik vorschreibt, sondern lediglich, dass eine Beurteilung der Musik erneut stattfindet und es Abweichungen geben kann, aber nicht zwangsläufig muss.

Soetwas pauschal zu Verneinen, entspricht eben nicht meiner Meinung und ist auch meine Motivation gewesen mich auf diese Diskussionsrunde einlassen zu wollen.

kölsche_jung eines muss ich dir an dieser Stelle zugestehen, mit dir zu diskutieren gefällt mir gut, weil du stets sachlich antwortest, auch wenn wir anderer Meinung sein mögen.

Mein Fazit dieser Diskussion, welches ich für mich selbst ziehe ist, dass man durch "HighEnd" nicht sein Ich verliert oder anfängt zu verleugnen, man bestrebt bleibt die Musik nicht anhand der Klangqualität festzumachen und interessiert an allerlei Musik sein sollte.
Die "langlebigste" Musik nicht unbedingt mit Klangqualität zu tun hat, aber Klangqualität in Verbindung mit einer gelungenen Komposition & Melodie natürlich schon fördernd sein kann und man bei höherwertigen Anlagen ggf. stärker bestrebt sein wird, die "inneren" Werte der Musik mit den "äußeren" Werten (guter Klangqualität) verbinden zu wollen, sofern es möglich ist ohne sich durch die "äußeren" Werte lenken zu lassen.

Und wenn ich es auf mich projeziere, so bin ich davon nicht so weit entfernt, da ich

1. Sara K. usw. auch gehört habe, es mir natürlich gefallen hat ABER...

2. ich Sara K. heute eher selten anhöre und meine gewohnte
Musiklinie (alternative Rock/Folk, Pink Floyd, Fleetwood Mac, ...) schnell zurückgekehrt und auf Melodien den Schwerpunkt gelegt habe.

darüber hinaus ich
3. aber Interpreten, Bands aus meinem gewohnten Genre gesucht habe, welche meinen Musikgeschmack treffen und es gekonnt wissen ihr "Kunstwerk" in Szene zu setzen.
(wiegesagt Omnia und Faun zwei wunderbare Gruppen mit genialer instrumentaler Komposition, auf die ich dadurch aufmerksam geworden bin)

aber damit nicht genug ich
4. so viel Neugier entwickelt habe und heute eben Naturklänge und asiatische Entspannungsmusik sehr gerne höre, meine Wunschliste größer geworden ist bzw. weiter wächst und ich mich oftmals gar nicht entscheiden kann, was ich hören möchte, weil eben so viele Titel, Interpreten und Genre wirklich gut klingen.
TonyFord
Stammgast
#50 erstellt: 04. Mai 2009, 00:13
hangman schrieb:

nun, ich spiel dir jetzt was vor, auf der klampfe, du kannst es nachspielen.
folglich ist es keine kunst, obwohl es ein stück absolut geiler musik ist.

ich spiel dir nochmal was vor, total vertrackt und schnell, du kannst es nicht nachspielen, also ist es kunst, weil nur ich es kann?

mein kumpel, besoffen in der garage gitarrespielend und ein prolo, schüttelt ein riff aus dem ärmel, nach dem tony iommi seit dreisig jahren sucht, das diesen black sabbath song zu DEM klassiker gemacht hätte...!
kunst?
nein???
wieso? weil er nicht tony iommi heißt?


Du hast meine Worte nicht verstanden, denn ich habe geschrieben, dass Talent + Kreativität vorhanden sein müssen.

Kreativität wird man nicht erlangen, indem man einen Titel 1:1 nachspielt oder wahllose etwas daherklimbert, dazu braucht man lediglich talent oder eine flinke Hand.
Wiederum wenn man eine eigene Coverversion daraus macht und seinen Stempel aufdrückt und man dies einem Publikum "verkaufen" kann bzw. das Publikum dieses Stück mit dem Künstler verbindet, dann ist neue "Kunst" entstanden.
Musik machen können viele Leute, dies aber einem Publikum "verkaufen" zu können ist die große Schwierigkeit.

Thema Kunst,
U.a. kann Kunst auch ein weißer Punkt auf großer Schwarzer Leinwand sein (gibt es wirklich und kostet sehr viel Geld), die Frage ist, ob der Künstler es schafft, ein solches Werk zu "verkaufen". Kunst betrachtet und beurteilt daher jeder individuell unterschiedlich und es gibt auch Kunst in Form von Prestige, die mir so wie dir hangman widerstrebt.

Eines würde ich mir von dir wünschen, nämlich konstruktivere Beiträge ;-)


[Beitrag von TonyFord am 04. Mai 2009, 00:16 bearbeitet]
hangman
Hat sich gelöscht
#51 erstellt: 04. Mai 2009, 06:27

Du hast meine Worte nicht verstanden, denn ich habe geschrieben, dass Talent + Kreativität vorhanden sein müssen.



wieder hast du wohl nicht aufmerksam gelesen!?
genau das beschreibt mein drittes beispiel.
oder schreibst du einem besoffenen prolo talent und kreativität ab, da er grundsätzlich nicht in dein bild eines "künstlers" paßt?
oder aber ist das deine art der argumentation, dinge auf die du keine argumente hast, als nicht gesagt in den raum zu stellen und zu übergehen?


Kunst betrachtet und beurteilt daher jeder individuell unterschiedlich


yep! allerdings scheinst du mit meiner definition von kunst nicht so ganz klar zu kommen!?
du erinnerst dich?:


Deine Aussage kommt bei mir ziemlich stark als "Klischeedenken" rüber.
Kunst als etwas für "Intellektuelle" zu betrachten, nunja dazu möchte ich nix weiter sagen, da möchte ich nicht DU sein und die Welt so vorurteilend und einschränkend betrachten.


und das von jemanden der sich als weltoffen sieht?


Wiederum wenn man eine eigene Coverversion daraus macht und seinen Stempel aufdrückt und man dies einem Publikum "verkaufen" kann bzw. das Publikum dieses Stück mit dem Künstler verbindet, dann ist neue "Kunst" entstanden.
Musik machen können viele Leute, dies aber einem Publikum "verkaufen" zu können ist die große Schwierigkeit.


also wäre eine von zb modern talking
gemachte coverversion von irgendeinem klassiker dann kunst, wenn diese klar als modern talking erkennbar ("...künstler verbindet...") wäre und verkauft werden würde? (was bei modern talking zweifellos der fall wäre)
oder sind modern talking keine künstler, da zu trivial und wenig ansprechend an ein klientel welches definiert was kunst ist und was nicht?

bei mir in der straße wohnen zwei (sich selbst so nennende) künstler: ein violinspieler, tätig am ortsansässigen theater, und ein maler, der portraits uä in öl malt...
nun mag ich nicht zu beurteilen ob sie es besser können als alle anderen. zweifellos sind sie gut in dem was sie tun. auch ist kreativität und virtuosität sicher vorhanden.
und sie verkaufen ihr "produkt".
entsprechen also deinem bild eines künstlers dadurch wohl weitgehend!?

nun kann ich an einem 50ccm sachs-motor den vergaser nur anhand des klanges, der farbe des abgases und dem verhalten beim gasgeben und wegnehmen nahezu perfekt einstellen, ganz ohne technische hilsmittel.
können bestimmt nicht sehr viele, und dafür braucht man sicher auch ein gewisses maß an kreativität und talent...
würde ich da jetzt ein riesen primborium drumrum machen, evtl bei "deutschland sucht das supertalent" oder "next uri geller" oder was auch immer damit aufteten, damit geld verdienen...
wäre es dann kunst?

ja, wäre es wohl, wenn man es versteht mit scheiße geld zu machen...


Eines würde ich mir von dir wünschen, nämlich konstruktivere Beiträge ;-)


no comment, da so wie es da steht genug aussagekräftig


[Beitrag von hangman am 04. Mai 2009, 07:32 bearbeitet]
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