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Verstärker selbst bauen, wo fängt man an?

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triplecan
Neuling
#1 erstellt: 23. Mrz 2018, 20:08
So, ich möchte mir gerne einen Verstärker bauen, ich bin zwar mit der ganzen Materie vertraut aber ich weis überhaupt nicht womit ich anfangen soll, ich möchte die ganze Platine etc. selber designen. Ich habe mich schon in so manchen Threads hier im Forum umgsehen, jedoch nie einen Schaltplan gefunden der mir passen würde. Ich habe vermutlich sehr hohe Anforderungen aber der Verstärker sollte Class D sein, ich will nicht unnötig Strom verbrauchen ;). Auf die etwas schlechtere Audioqualität kann ich verzichten, mit passendem Filter sollte sie schon noch relativ gut sein, oder ist doch besser ein AB Verstärker, wie seht ihr das? Die Leistung hätte ich schon auf 300W+ angelegt, zu viel sollte es jedoch auch nicht sein. Das Hauptkriterium das ich mir gesetzt habe ist allerdings ein 2.1 Design, der Bass sollte dabei die meiste Leistung abbekommen.

Ich besitze natürlich eine Lötstation, Oszilloskop ist auf dem Weg und viel mehr werde ich fürs erste ja mal nicht brauchen. Ich bin auf der Suche nach Verstärker IC's auf Texas Instruments gestoßen, sie bieten viele Class D Verstärker an, viele von Ihnen können auch im 2.1 Modus laufen. Es ist oftmals sogar ein Schaltplan vorhanden, jedoch haben die meisten einen Digitaleingang und ich hab noch keinen IC gefunden der mir mein Analogsignal in ein Digitalsignal umwandelt das die Bassfrequenz schon getrennt hat. Mit den Analogverstärker habe ich ein ähnliches Problem, dieser hier bspw: http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tas5630b.pdf
Die Eingänge des Audiosignals lauten IN_Center_P und IN_Center_N für den Bass so wie ich das verstanden habe, ich weiß jedoch nicht wirklich was ich damit anfangen soll, im Blockdiagramm sind OPV's als "Vorstufe" geschaltet. Wobei dieser IC eher eine schlechte Entscheidung wäre, der brauch allein 2 verschiedene Spannungen als Input und einen Vorverstärker. Oder wäre es die bessere Idee die Frequenzen erst nach dem Verstärken mittels Frequenzweiche zu trennen?

Ich weiß das war viel Information und viele Fragen. Ich würde mich freuen wenn mir jemand helfen kann, ihr habt sicher mehr Erfahrung in diesem Bereich als ich, vielleicht kann mir jemand eine Schaltung empfehlen? Vielleicht entsteht auch ein cooles Projekt wovon andere profitieren können


[Beitrag von triplecan am 23. Mrz 2018, 20:18 bearbeitet]
CarlosDZ
Stammgast
#2 erstellt: 24. Mrz 2018, 01:15
Hallo "triplecan",

Dein anfänglicher Satz "ich möchte die ganze Platine etc. selber designen" steht im Widerspruch zu all' dem, was Du nachfolgend schreibst.

Wenn Dir Jemand eine Schaltung (Schaltplan) empfehlen würde, wäre es nicht mehr "Dein" Verstärker.

Und wer - außer Dir - sollte noch davon "profitieren", wenn Du aufgrund eines bereits vorhandenen, deshalb "vorgesagten" Schaltplans eine Platine zusammenlötest? - Ist wie "Abschreiben" in der Schule. Eher nicht so "schlau". Und wohl auch nur für Dich - falls überhaupt - "ein cooles Projekt".

Vielleicht überprüfst Du Deinen Wunsch nochmal.
Ansonsten gibt's glaube ich bei Conrad Verstärker-Bausätze zum selbst-zusammenlöten.
ZeeeM
Inventar
#3 erstellt: 24. Mrz 2018, 07:51
Wenn man die Schaltung nicht von Bauteilebene auf selber entwickeln will, dann kann man sich einer Menge fertiger oder halbfertiger Produkte bedienen und immer noch mehr Geld darin versenken als in einem kommerziellen Produkt.
Was man nicht unterschätzen sollte sind die nichtelektronischen Komponenten, die dann mal schnell kostenmässig den elektronischen Part übersteigen könnnen.
burkm
Inventar
#4 erstellt: 24. Mrz 2018, 08:22
Speziell die mechanischen Gehäuse-Teile sowie die Übertrager und Trafo, die ja für solch ein Gerät benötigt werden, sind ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Wenn man auch noch die Platinen machen lassen oder selbst anfertigen will und dabei einen gewissen Qualitätsstandard halten möchte geht das auch ganz schön "ins Geld", besonders wenn man mehr als einen Durchlauf dafür benötigt.
Zudem kauft bei den benötigten "Kleinstückzahlen" natürlich alles sehr viel teurer ein, als z.B. ein Hersteller, vom Zeitaufwand usw. ganz zu schweigen.

PS.: Wenn man nicht gerade über das " KnowHow" verfügt und den "Geistesblitz" hat, lohnt eine Eigenentwicklung nur in den seltensten Fällen.


[Beitrag von burkm am 24. Mrz 2018, 09:28 bearbeitet]
Apalone
Inventar
#5 erstellt: 24. Mrz 2018, 08:51

triplecan (Beitrag #1) schrieb:
.....
Die Eingänge des Audiosignals lauten IN_Center_P und IN_Center_N für den Bass so wie ich das verstanden habe, ich weiß jedoch nicht wirklich was ich damit anfangen soll, im Blockdiagramm sind OPV's als "Vorstufe" geschaltet. Wobei dieser IC eher eine schlechte Entscheidung wäre, der brauch allein 2 verschiedene Spannungen als Input und einen Vorverstärker. Oder wäre es die bessere Idee die Frequenzen erst nach dem Verstärken mittels Frequenzweiche zu trennen?

.....ihr habt sicher mehr Erfahrung in diesem Bereich als ich.....


Du kannst wirklich Verstärker selber entwickeln?!?

Wie dem auch sei, HIER werden eher weniger Leute davon Ahnung haben, den es gibt im Forum einen eigenen DIY Bereich.

Dort ist man mit Selbstbau mit Sicherheit besser aufgehoben.

Noch eine Anmerkung:
Es wird -gerade wenn man auf Qualität achtet- mit Sicherheit deutlich teurer als fertig gekauft...
DB
Inventar
#6 erstellt: 24. Mrz 2018, 16:37
Hallo,


triplecan (Beitrag #1) schrieb:
So, ich möchte mir gerne einen Verstärker bauen, ich bin zwar mit der ganzen Materie vertraut aber ich weis überhaupt nicht womit ich anfangen soll, ich möchte die ganze Platine etc. selber designen.

zuallererst solltest Du festlegen, was der Verstärker ausstattungsmäßig können und welche technische Daten er erreichen soll.


MfG
DB
*hannesjo*
Inventar
#7 erstellt: 24. Mrz 2018, 18:26
...... unzählige bebilderte Beiträge, hab's mal versucht -und voll in die Hose.

" Know-how " sollte man nicht unterschätzen - meine 4 Semester " El"

reichten ganz und gar nicht . " gute Gerätschaften unabdingbar "!!!

Respekt wer's selber macht / kann!

Elektrotechnik war ein Graus für mich. !!!!!!! ( VERSUCH macht KLUG )


[Beitrag von *hannesjo* am 24. Mrz 2018, 18:32 bearbeitet]
Doc-Brown
Stammgast
#8 erstellt: 25. Mrz 2018, 09:11
Class-D Verstärker selber bauen ist ganz einfach,

sofern man das notwendige Knowhow hat.

Ich würde mit dem Schaltnetzteil anfangen. Das benötigst Du sowieso. Es ist sehr mit entscheidend für den Klang und so etwas will man nicht aus der Hand geben. Und es ist eine lockere Vorübung für den Schaltverstärker.

Welchen Typ von Class-D willst Du bauen, nach welchem Prinzip soll er funkrionieren? Dazu hast Du sicherlich schon konkrete Vorstellungen, weil Du angeblich noch keinen geeigneten Schaltplan gefunden hast.

Unter selber bauen verstehe ich, ohne speziellen IC.

Ein Vorschlag von mir wäre, mal bei Philips nach UCD zu suchen. Für private Zwecke darfs Du den Schaltplan verwenden, aber wirst ihn sowieso noch nach Deinen Vorstellungen anpassen. Auf einer russischen Seite hat sich schon ein Kollege damit auseinander gesetzt und ein paar Änderungen vorgenommen. Das sieht übersichtlich aus und könnte für Dich als Vorlage und ersten Versuch zum Einstieg geeignet sein.

Have fun!
burkm
Inventar
#9 erstellt: 25. Mrz 2018, 09:49
Da zwischen verschiedenen Class-D Implementierung und Schaltungsdesigns z.T. erhebliche (Klang-)Unterschiede existieren, dürfte das eher ein noch "schwierigeres" Metier sein als ein herkömmlicher Entwurf. Zumindest tun sich selbst "gestandene" Entwickler damit deutlich schwerer als mit Class A/B und deren Varianten. Die Thematik zieht sich ja auch schon ein paar Jahrzehnte hin ohne dass sich - bis auf wenige Ausnahmen - ein Durchbruch und "großer" Erfolg eingestellt hätte.
Sicherlich gibt es viele relativ anspruchslose 0815 Class-D Entwürfe, die nicht umsonst ihren Anteil an der bisher eher geringen Durchdringung des Verstärkermarktes haben, da sie meist kaum gehobenen Ansprüchen (speziell im Mittel-/Hochtonbereich usw.) gerecht werden.

"Einfacher" dahingehend ist dann (speziell auch für einen "Einsteiger") z.B. ein Class A/B Schaltungsdesign...


[Beitrag von burkm am 25. Mrz 2018, 09:51 bearbeitet]
SagIchNicht5582
Stammgast
#10 erstellt: 25. Mrz 2018, 12:58
Da sind wir ja schon zwei die einen 2.1 Verstärker bauen wollen

Aber ich setzte auf Verstärkermodule wie TDA7498 von Ebay. Die im PTL Mode bei 2Ohm 200Watt.

Ich würde empfehlen, dass du dir einen IC raussuchst (TDA7498 z.B) und dann ein schönes Layout machst.
Und JlcPcb bietet Prototypen für 2$!!! an wenn de Maße unter 10x10cm sind; und das beste für die 2$ bekommst du gleich
10Pcbs günstiger gehts nicht!

Das Viedeo könnte dir weiterhelfen; wenn du es doch auf den harten weg machen willst.


[Beitrag von SagIchNicht5582 am 25. Mrz 2018, 13:01 bearbeitet]
Mickey_Mouse
Inventar
#11 erstellt: 25. Mrz 2018, 13:11
meine Meinung?
wer tatsächlich in der Lage ist so einen Verstärker zu entwickeln, der stellt nicht diese Fragen!

auch für das Platinenlayout braucht man eine gehörige Portion Erfahrung, da geht es nicht nur danach die Stromstärken abzuschätzen und danach die Breite der Leiterbahnen zu dimensionieren...

wenn man so etwas noch nie selber gemacht hat, dann glaubt man gar nicht wie schnell aus einer Gegenkopplung eine Rückkopplung werden kann. Und weil man das nicht glaubt, hat man auch das Oszilloskop nicht an den richtigen Stellen angeklemmt und sieht den Rauch aufsteigen bevor man überhaupt weiß was los ist.

alleine die Betonung auf Lötstation lässt daran zweifeln, dass hier die "Risiken und Nebenwirkungen" richtig eingeschätzt werden. Ich komme seit >30 Jahren mit meinem Tip 260 aus, auch wenn man mal für die "mechanischen" Arbeiten das Brateisen zur Hilfe nehmen muss.
viel wichtiger ist eigentlich ein gutes Labornetzteil und eben auch hier die Erfahrung wie man das vernünftig einstellt. Wobei das bei einem "Fertig-IC Design" nicht unbedingt so viel hilft wie bei einem "analogen" Verstärker.

auf jeden Fall sind es zwei völlig verschiedene Dinge an einem "fertigen" Verstärker einen Fehler zu suchen oder den etwas nach seinen Vorstellungen zu "tunen", als einen Verstärker von Null aufzubauen, der noch nie gelaufen hat und den man erstmal "aufpäppeln" muss.
*hannesjo*
Inventar
#12 erstellt: 25. Mrz 2018, 13:42
..... und sowas von richtig, meine völlig unmaßgebliche Meinung -

" der Gescheiterte " ! ! !
ZeeeM
Inventar
#13 erstellt: 25. Mrz 2018, 14:21
in der ersten Hälfte der 80er haben wir im LK Elektrotechnik am technischen Gymnasium einen Vollverstärker entwickelt und gebaut. Platinen geäzt, Trafo gewickelt, Bleche für das Gehäuse gekanntet. etc. etc.
Das Wissen ist heute leicht zugänglich, würde mir das aber, wenn nicht der Weg das Ziel ist, nicht mehr antun.
Ein Audioverstärker ist nun auch keine Hightech mehr und es gibt eine Fülle an fertigen oder halbwfertigen Bausteinen.
Auwändig wird dann da eher das Casework.
Von den Kosten wird man nicht mal im Ansatz mit einem kommerziellen Produkt konkurrieren können.
An einen Yamaha A-S301, der 270.- € kostet, wird man nicht mal mit einer Bauteilliste dran kommen.
Köter
Inventar
#14 erstellt: 25. Mrz 2018, 19:08
Hi,

wenn man deinen Post in #1 so liest fragt man sich unweigerlich ob du dir das nicht ein wenig zu einfach vorstellst?!
Hast du schon mal ein Elektronik Projekt in dieser Größenordnung realisiert?

Wie so etwas aussehen kann zeigt Stefan hier sehr eindrucksvoll.
Wenn du dir sowas zutraust nur zu - ich verfolge solche Projekte mit Freude!

Beste Grüße,
Köter
Mickey_Mouse
Inventar
#15 erstellt: 25. Mrz 2018, 19:13

ZeeeM (Beitrag #13) schrieb:
in der ersten Hälfte der 80er haben wir im LK Elektrotechnik am technischen Gymnasium einen Vollverstärker entwickelt und gebaut. Platinen geäzt, Trafo gewickelt, Bleche für das Gehäuse gekanntet. etc. etc.

habt ihr wirklich "bei Null" angefangen?!?
oder gab es zumindest "design rules" für die kritischen Punkte beim Platinenlayout?
ich meine es geht ja schon bei ganz "banalen" Punkten los. Nehmen wir ein ganz einfaches Beispiel:
nehmen wir mal an das Design der (Class-A/B) Endstufe ist vom Prinzip her nicht "eigenstabil" was den Ruhestrom angeht, d.h. je wärmer sie wird, desto mehr Strom fließt auch. Um das zu kompensieren wird ein NTC mit auf den Kühlkörper gesetzt.
ein typischer "Anfängerfehler" ist die Schaltung ohne (gemeinsamen) Kühlkörper in Betrieb nehmen zu wollen. Selbst mit Kühlkörper kann das in die Hose gehen, wenn man den "Sensor" zu weit weg von den eigentlichen Transistoren verbaut.
wenn man das alles "genau richtig" macht, dann läuft die Endstufe "eiskalt" mit einem stark erhöhten Ruhestrom los (der aber immer noch im grünen Bereich liegt), heizt sich dadurch selber auf und regelt sich somit automatisch selber ein.
Macht man irgendwo einen Fehler, fehlt die Regelung und es bleibt beim "heizt sich selber auf"...

das sieht alles trivial aus, aber meistens stecken hinter solchen "unscheinbaren" Skizzen wo z.B. die Bohrungen am Kühlkörper für die Leistungstransistoren und die Sensoren sitzen viele mehr oder weniger gescheiterte Versuche! Vielleicht nicht bei diesem Modell aber bei denen die der Entwickler und Zeichner dieser Skizzen in seinem Leben schon vorher gemacht hat.


Das Wissen ist heute leicht zugänglich

damit gibst du selber zu, dass ihr auch damals schon auf "fremdes" Wissen zurück gegriffen habt und nicht wirklich von Null selbst entwickelt habt.
die Grenzen sind da sicherlich verschwommen.
DB
Inventar
#16 erstellt: 25. Mrz 2018, 20:13
Bis jetzt wurden doch noch nicht mal handfeste Anforderungen an die Schaltung formuliert.
Also lohnt es sich auch nicht, darüber weiter nachzudenken.
Kay*
Inventar
#17 erstellt: 26. Mrz 2018, 01:57

Bis jetzt wurden doch noch nicht mal handfeste Anforderungen an die Schaltung formuliert.

wenn ich mir den ersten Beitrag anschaue, wird da auch nix kommen.

Der TE hat sich nach 16 Beiträgen nicht mehr gemeldet!
(ob der weiss, dass es Millionen Schaltungen für Fertiggeräte und Selbstbauprojekte gibt?
Bei Millionen Schaltungen, da müsste man schon sehr sehr gut sein, um individuelle Ideen auch nur argumentieren zukönnen )
alien1111
Inventar
#18 erstellt: 26. Mrz 2018, 09:44

triplecan (Beitrag #1) schrieb:
.....ich möchte mir gerne einen Verstärker bauen,
....... ich bin zwar mit der ganzen Materie vertraut aber ich weis überhaupt nicht womit ich anfangen soll, ich möchte die ganze Platine etc. selber designen.

Ich habe mich schon in so manchen Threads hier im Forum umgsehen, jedoch nie einen Schaltplan gefunden der mir passen würde.
..... Ich habe vermutlich sehr hohe Anforderungen aber der Verstärker sollte Class D sein, ich will nicht unnötig Strom verbrauchen ;).
..... Die Leistung hätte ich schon auf 300W+ angelegt, zu viel sollte es jedoch auch nicht sein.
......Das Hauptkriterium das ich mir gesetzt habe ist allerdings ein 2.1 Design, der Bass sollte dabei die meiste Leistung abbekommen.

Ich besitze natürlich eine Lötstation, Oszilloskop ist auf dem Weg und viel mehr werde ich fürs erste ja mal nicht brauchen. ....... ich weiß jedoch nicht wirklich was ich damit anfangen soll, im Blockdiagramm sind OPV's als "Vorstufe" geschaltet.

.......Wobei dieser IC eher eine schlechte Entscheidung wäre, der brauch allein 2 verschiedene Spannungen als Input und einen Vorverstärker.
.......Oder wäre es die bessere Idee die Frequenzen erst nach dem Verstärken mittels Frequenzweiche zu trennen?

Ich weiß das war viel Information und viele Fragen. Ich würde mich freuen wenn mir jemand helfen kann, ihr habt sicher mehr Erfahrung in diesem Bereich als ich, vielleicht kann mir jemand eine Schaltung empfehlen?

Du willst wirklich selber einen Amp entwickeln und bauen?
Dazu braucht man das Wissen und die Erfahrung.
Sehr gut, dass eine Lötstation und Oszilloskop hast.
Ich habe trotzdem für dich viel besseren Vorschlag.
Bitte gehen zu MediaMarkt, Saturn & Co. Dort kann man verschiedene, fertige Verstärker/Anlagen finden.
Media Markt-, Saturn- Berater helfen dir gerne bei der Kaufentscheidung.
Schnell, preiswert und ohne Enttäuschung.


[Beitrag von alien1111 am 26. Mrz 2018, 09:59 bearbeitet]
SagIchNicht5582
Stammgast
#19 erstellt: 26. Mrz 2018, 10:00
Oder falls du etwas bauen willst es dir aber nicht zutraust gibt es viele Platinen aud Fernost. Dann kannst du dir immernoch ein schönes Gehäuse bauen.
alien1111
Inventar
#20 erstellt: 26. Mrz 2018, 10:09
Das auch stimmt.
tomkaeptn
Schaut ab und zu mal vorbei
#21 erstellt: 26. Mrz 2018, 10:35
Ist halt die Frage was du möchtest. Bei HiFi würde ich eher A-B als D empfehlen. Bei diesen Class D
China Boards mußt du die Ausgangsfilter an die Lautsprecherimpedanz anpassen ausserdem besteht die
Gefahr daß du dir einen Störsender baust und die Lautsprecherleitungen wie eine Antenne wirken.
Bei diesen China-Boards beziehen sich die Leistungsangaben auf einen Klirrfaktor von 10% was eigentlich
schon nicht mehr erträglich ist.
Ich baue mir gerade selbst (Versuchsweise) einen Verstärker mit TDA8932 Boards, mal schauen. Ich muß
aber andere Ausgangsfilter benutzen weil ich 16ohm Boxen verwende. Bis jetzt hat mich noch kein
Verstärker mehr überzeugt als mein uralter Harman Kardon A402.

Viel Erfolg.
*hannesjo*
Inventar
#22 erstellt: 26. Mrz 2018, 11:12
Mit Überzeugung - warum hast Du dann keinen Grundig Fine Arts A9000/9009!

..... uralt und " SAU - GUT " !!!!....... hat den " Harman " damals weggeputzt.

Dein " Selbstversuch " Respekt, Respekt - " wenn's gut werden soll " !!!!!!

wünsche DIR Zeit, Muße und gutes Gelingen.


[Beitrag von *hannesjo* am 26. Mrz 2018, 11:30 bearbeitet]
tomkaeptn
Schaut ab und zu mal vorbei
#23 erstellt: 26. Mrz 2018, 11:57
Ich hab halt noch nie viel ausgegeben. Den HK hab ich mal vor 25 Jahren billigst/defekt gekauft und
repariert und die Boxen habe ich geschenkt bekommen. Bis jetzt hat er von allen von mir getesteten
Verstärkern am besten gefallen /waren auch nicht viele, den Grundig kenne ich nicht.
Außerdem ist mein HK schon wesentlich älter/laut Chassisaufkleber 1969.

Ich glaube gar nicht an Class-D und daß es besonders gut wird, ist nur ein Versuch. wenns nichts
wird auch egal, kostet mich auch fast nichts.

Viele Grüße
alien1111
Inventar
#24 erstellt: 26. Mrz 2018, 12:14
Wenn kostet fast nichts, ist sehr gut.

*hannesjo*
Inventar
#25 erstellt: 26. Mrz 2018, 12:24
@ Tomkaeptn ....

K önnen macht Freude - und W issen macht schlau.!

Costa fast gannix.!


[Beitrag von *hannesjo* am 26. Mrz 2018, 12:25 bearbeitet]
mike150
Stammgast
#26 erstellt: 27. Mrz 2018, 04:46
Meine Versuche mit den billigen Class-D Endstufen waren enttäuschend.
Rauschen wie Sau...
Aus Kostensicht lohnt sich Selbstbau heute nicht.
alien1111
Inventar
#27 erstellt: 27. Mrz 2018, 05:20

mike150 (Beitrag #26) schrieb:
Aus Kostensicht lohnt sich Selbstbau heute nicht.

Das stimmt. Das kostet auch sehr viel Zeit.
Nicht alle Class-D Endstufen rauschen. O.g. Problem ist sehr oft mit billigen China Produkten verbunden (oder Bastlern)


[Beitrag von alien1111 am 27. Mrz 2018, 05:22 bearbeitet]
elchupacabre
Inventar
#28 erstellt: 27. Mrz 2018, 05:24
[quote="mike150 (Beitrag #26)"
Aus Kostensicht lohnt sich Selbstbau heute nicht.[/quote]

Also da hab ich und viele Andere gänzlich unterschiedliche Erfahrungen machen dürfen.

Weder meine Abletec noch Hypex Module rauschen oder brummen. Klar, wenn ich das Billigste vom Billigen kaufe, darf ich auch nicht überrascht sein, das sollte ich aber dann auch nicht als Referenz heranziehen.
mike150
Stammgast
#29 erstellt: 27. Mrz 2018, 05:27
Ja, ok, die waren eher billig.
Aber Selbstbau, im Vergleich zu ev. Gebrauchtkauf lohnt sich nicht; außer vielleicht wg. dem Lerneffekt.
elchupacabre
Inventar
#30 erstellt: 27. Mrz 2018, 05:42
Und weil ich bei DIY genau das bekomme, was ich brauche und möchte, nicht abhängig bin vom Gebrauchtmarkt und keinen ungewissen Zustand habe.

Selbstbau hat Vor und Nachteile, wie alle Dinge im Leben.

Generell zu sagen, Selbstbau lohnt nicht, ist so einfach nicht korrekt.
ZeeeM
Inventar
#31 erstellt: 27. Mrz 2018, 05:46

Mickey_Mouse (Beitrag #15) schrieb:

habt ihr wirklich "bei Null" angefangen?!?
oder gab es zumindest "design rules" für die kritischen Punkte beim Platinenlayout?


Fast bei Null. Im LK erstmal grundlegende Schaltungen. Masseführung und Probleme bei der Gegenkopplung und Arbeitspunktstabilisierung mussten wir aber nicht empirisch ermitteln, das wurde im Unterricht demonstriert.


[Beitrag von ZeeeM am 27. Mrz 2018, 05:53 bearbeitet]
ZeeeM
Inventar
#32 erstellt: 27. Mrz 2018, 05:56

tomkaeptn (Beitrag #21) schrieb:
Bei diesen China-Boards beziehen sich die Leistungsangaben auf einen Klirrfaktor von 10% was eigentlich
schon nicht mehr erträglich ist.


Das steht meist schon in den Datenblättern der Chips.
gapigen
Inventar
#33 erstellt: 27. Mrz 2018, 06:10
Wenn ich die Ahnung und Lust hätte, einen Verstärker zu bauen, dann nur, weil der Weg das Ziel ist. Wie beim Aufbau einer elektrischen Eisenbahn.
Das Ergebnis aber wird doch nie und nimmer an das von professionellen Herstellern heranreichen, die teilweise auf Erfahrungen von Jahrzehnten Verstärkerbau und ganze Entwicklungsabteilungen zurückgreifen können...
mike150
Stammgast
#34 erstellt: 27. Mrz 2018, 06:24
Hi,
sehe es genauso wie gapigen.
Und Selbstbau ist für mich nicht nur Zusammenstöpseln von Netzteil und Fertigmodulen...
alien1111
Inventar
#35 erstellt: 27. Mrz 2018, 06:54

mike150 (Beitrag #34) schrieb:
Und Selbstbau ist für mich nicht nur Zusammenstöpseln von Netzteil und Fertigmodulen...

Du hast alles sehr korrekt formuliert.
Ohne oder mit weniger Ahnung kann man bei Fertigmodulen zusammenstöpseln leider auch sehr viele Fehler machen. Danach alles brummt und rauscht.


[Beitrag von alien1111 am 27. Mrz 2018, 08:46 bearbeitet]
SagIchNicht5582
Stammgast
#36 erstellt: 27. Mrz 2018, 10:05

Und Selbstbau ist für mich nicht nur Zusammenstöpseln von Netzteil und Fertigmodulen...

Das mag stimmen. aber Ich mache auch gerade einen 2.1 AMP.

Und die Module sind zwar fertig Class-D amps aber der Rest DSP, Ringkern, Gehäuse u.s.w das ist schon viel Arbeit.
Vorallem wenn man dann dass ganze noch auf kleinstem Raum bringen will..
Köter
Inventar
#37 erstellt: 27. Mrz 2018, 13:10
Hi,


gapigen (Beitrag #33) schrieb:

Das Ergebnis aber wird doch nie und nimmer an das von professionellen Herstellern heranreichen, die teilweise auf Erfahrungen von Jahrzehnten Verstärkerbau und ganze Entwicklungsabteilungen zurückgreifen können...


Inwiefern? Was macht den modernen Endverstärker also besser? Die Mechanik? Der Verstärker? Das Netzteil?

Ich verstehe deinen Standpunkt - man muss schon ein bisschen bescheuert sein um sich seine Geräte selber zu bauen. Aber ich denke jeder der sich mit HiFi beschäftigt hat einen gewissen Spleen...
Vielleicht solltest du mal ein Treffen von DIY-Anhängern besuchen und Dir eine Meinung bilden...

Grüße,
Köter
gapigen
Inventar
#38 erstellt: 27. Mrz 2018, 13:33

Inwiefern? Was macht den modernen Endverstärker also besser? Die Mechanik? Der Verstärker? Das Netzteil?

Ich schwanke zwischen Bauchgefühl und gesunden Menschenverstand hin und her. Das Ergebnis bleibt das selbe: ich mag nicht glauben, dass am Ende des Tages ein Verstärker auf der grünen Wiese entworfen und dann gebaut wird, der an Kauf-Verstärker ähnlicher Specs herankommt.

Und falls doch, dann sollte der TE ernsthaft überlegen in das Verstärker-Geschäft einzusteigen...

Aber aus Spaß an der Freude und zu Schauen, was so machbar ist, reicht doch-oder?
mike150
Stammgast
#39 erstellt: 27. Mrz 2018, 13:34
Als Hobby sicher ok, nur sollte man sich nicht einbilden was dabei zu sparen...
Köter
Inventar
#40 erstellt: 27. Mrz 2018, 18:45
Hi,

ich denke es ist ein eher romantischer Gedanke einen Verstärker von Grund auf neu zu entwickeln. Irgendwer hat irgendwann sicher irgendwo schonmal eine ähnliche Schaltung aufgebaut. Es macht also sicher wenig Sinn das Rad neu zu erfinden...

Und Geld sparen sollte nicht das Ziel sein. Auch da gebe ich dir Recht.

Und wenn jemand keinen Bock auf DIY hat - so what?
Dann geht man halt Angeln, kochen, biken oder hört Musik...

Nichtsdestotrotz können selbstgebaute Verstärker hervorragend klingen. Davon bin ich überzeugt! ;-)
Beispiele dass diese auch Messtechnisch mit gekaufter Ware mithalten können, gibt es zu Hauf. Vielleicht einfach mal im englischsprachigen Schwesterforum lesen...

Köter
mike150
Stammgast
#41 erstellt: 28. Mrz 2018, 06:30
In meiner Jugend habe ich auch Verstärker aus der Elektor nachgebaut und dabei auch viele Erfahrungen bez. EMV gesammelt...
Merke: Ein Verstärker kann auch ein Oszillator sein.
Mickey_Mouse
Inventar
#42 erstellt: 28. Mrz 2018, 09:14

mike150 (Beitrag #41) schrieb:
In meiner Jugend habe ich auch Verstärker aus der Elektor nachgebaut und dabei auch viele Erfahrungen bez. EMV gesammelt...
Merke: Ein Verstärker kann auch ein Oszillator sein.

siehe Post #11
"wenn man so etwas noch nie selber gemacht hat, dann glaubt man gar nicht wie schnell aus einer Gegenkopplung eine Rückkopplung werden kann. Und weil man das nicht glaubt, hat man auch das Oszilloskop nicht an den richtigen Stellen angeklemmt und sieht den Rauch aufsteigen bevor man überhaupt weiß was los ist."

wenn man sich nicht gerade ein extrem lammfrommes Design aussucht (das dann aber auch das Temperament einer Schlaftablette hat), dann muss man selbst mit komplett fertig vorgekauten Bauanleitungen, inkl. Platinenlayout und sogar Verdrahtungsplan noch höllisch aufpassen.
ohne etwas Erfahrung lässt sich ein "vernünftiger" Verstärker mit dem ersten Schuss und reichlich Verlusten kaum selber bauen.

ich würde also auf jeden Fall mit einer "langweiligen" Bauanleitung anfangen, da kann noch genug schief gehen und man hat genug "Spielraum" um das Teil Brumm und Schwing frei zu bekommen.
alien1111
Inventar
#43 erstellt: 28. Mrz 2018, 09:44

Mickey_Mouse (Beitrag #42) schrieb:
"wenn man so etwas noch nie selber gemacht hat, dann glaubt man gar nicht wie schnell aus einer Gegenkopplung eine Rückkopplung werden kann. Und weil man das nicht glaubt, hat man auch das Oszilloskop nicht an den richtigen Stellen angeklemmt und sieht den Rauch aufsteigen bevor man überhaupt weiß was los ist."

wenn man sich nicht gerade ein extrem lammfrommes Design aussucht (das dann aber auch das Temperament einer Schlaftablette hat), dann muss man selbst mit komplett fertig vorgekauten Bauanleitungen, inkl. Platinenlayout und sogar Verdrahtungsplan noch höllisch aufpassen.
ohne etwas Erfahrung lässt sich ein "vernünftiger" Verstärker mit dem ersten Schuss und reichlich Verlusten kaum selber bauen.

ich würde also auf jeden Fall mit einer "langweiligen" Bauanleitung anfangen, da kann noch genug schief gehen und man hat genug "Spielraum" um das Teil Brumm und Schwing frei zu bekommen.

Das ist nackte Wahrheit sehr poetisch ausgedrückt.
Einfach ist immer so, wie oben beschrieben.

Gruss


[Beitrag von alien1111 am 28. Mrz 2018, 09:52 bearbeitet]
mike150
Stammgast
#44 erstellt: 28. Mrz 2018, 10:00
...gut, dass mich die Post mit ihren Messwagen damals nicht erwischt hat.
Hatte kurzzeitig so was wie nen Mittelwellensender am laufen. So schlimm, dass sogar der CD-Spieler gestoppt hat.
*hannesjo*
Inventar
#45 erstellt: 28. Mrz 2018, 10:06
.... und nach vielen vielen Stunden war es - BEI MIR - mit dem Brummen vorbei ....

der Vorschlaghammer verrichtete den Rest. Das wunderschöne Kupferblech-

Gehäuse dient jetzt als Rattenfalle, alle wollen hinein.!
mike150
Stammgast
#46 erstellt: 28. Mrz 2018, 10:12
Hatte halt damals keine Ahnung von Sachen wie: Rück-, Mitkopplung, Phasenreserve, etc.
Und das Messequipment war auch bescheiden.
gapigen
Inventar
#47 erstellt: 28. Mrz 2018, 11:30
Ist der TE überhaupt noch dabei?
alien1111
Inventar
#48 erstellt: 28. Mrz 2018, 11:46
Wahrscheinlich auf den Ostern-Urlaub.


[Beitrag von alien1111 am 28. Mrz 2018, 13:04 bearbeitet]
mike150
Stammgast
#49 erstellt: 29. Mrz 2018, 17:33
Glaube, den haben wir vergrault...
Kay*
Inventar
#50 erstellt: 30. Mrz 2018, 10:25
... oder er hat den Knopf "Suchen" gefunden
tomkaeptn
Schaut ab und zu mal vorbei
#51 erstellt: 30. Mrz 2018, 11:45
Ich z.B. hab erst einmal in meinem Leben einen Verstärker gebaut und berechnet, Ist schon ewig her, war während meiner Ausbildung. Ein ganz einfacher A-Betrieb Verstärker mit 2 Transistoren (einer Vorstufe und einer Endstufe), bestimmt ganz weit weg von HiFi mit einer Leistung von ca. 1 Watt.

Viel Erfolg
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