Hilfe bei Auswertung Nachhallzeit mit REW

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spede
Ist häufiger hier
#1 erstellt: 19. Mai 2012, 16:28
Hallo,

versuche gerade die Nachhallzeit zu optimieren. Hierzu habe ich die Rückwand, welche Deckenhoch mit Obi-Glasswolle-Paketen zugestellt ist, stellenweise mit Laminat verkleidet.

Foto(1)

Ziel ist es, die Nachhallzeit die vorher im Hochton bei unter 1 lag, wieder etwas anzuheben.

rt60 frage

bei RT 60 kann man ja verschiedene Graphen auswählen, TOP, EDT, T20 und T30.

Welcher ist denn nun für den Heimgebauch der Ausschlaggebende? EDT "tanzt" bei mir ein wenig aus der Reihe.
>Spider<
Inventar
#2 erstellt: 19. Mai 2012, 20:28

spede schrieb:

Welcher ist denn nun für den Heimgebauch der Ausschlaggebende?

Das soll, wie ich las Topt sein.


EDT "tanzt" bei mir ein wenig aus der Reihe.

Dann überprüfe mal den Correlation Factor dieser sollte nicht größer als -0,98 sein.

spede
Ist häufiger hier
#3 erstellt: 19. Mai 2012, 22:59
Hallo,

der Correlation Factor liegt so um die 0.98. Je nach Frequenz mal bei 0,95 oder 0,989.

Was mich halt wundert, ist das die T-Kurven und auch TOPT weitgehend deckungsgleich sind, und die EDT Kurve sehr zackig ist und größere Ausschläge hat. Wenn aber EDT nicht maßgeblich ist, so muß mich dies ja nicht weiter stören.

Wie ist denn der Nachhall bei mir zu beurteilen? Wenn ich die Glasswolle noch etwas mehr mit Latten verkleide und mir zwei Plattenabsorber besorge müsste der Nachhall doch im nutzbaren Bereich liegen.

Nachhallanzeige mit REW

Bei der Messung war der EQ im AV Receiver aus.
>Spider<
Inventar
#4 erstellt: 20. Mai 2012, 00:44

spede schrieb:

Was mich halt wundert, ist das die T-Kurven und auch TOPT weitgehend deckungsgleich sind, und die EDT Kurve sehr zackig ist und größere Ausschläge hat.

Weil die Messung über das EDT, den Abfall des Pegels von 0dB auf -10dB misst und diesen auf -60dB extrapoliert, ist die Abweichung größer, als bei T20 (von -5dB auf -25sB) oder T30 (von -5dB auf -35dB) ebenfalls auf -60dB extrapoliert.


Da je nach Frequenz der Pegel extrem schnell um ein paar dB abfällt erzeugt die Messung über EDT einen Messfehler, da hier direkt ab 0dB die Gerade bestimmt wird. Man sieht es sehr schön an der EDT-Geraden und am correlation Faktor, dass der Abfall unter der Geraden nicht die gleiche Steigung hat.




Wenn man von T20 ausgeht passt es schon sehr genau.




Topt benutzt in diesem Fall -9dB bis -44dB da in diesem Bereich der Abfall am linearsten ist.




Wenn ich die Glasswolle noch etwas mehr mit Latten verkleide und mir zwei Plattenabsorber besorge müsste der Nachhall doch im nutzbaren Bereich liegen.

Eigentlich finde ich den auch so ganz O.K.


[Beitrag von >Spider< am 20. Mai 2012, 01:02 bearbeitet]
spede
Ist häufiger hier
#5 erstellt: 20. Mai 2012, 01:04
Vielen Dank für die Erläuterungen!!!! Damit hast Du mir schon weitergeholfen.

Die Raumakustik ist schon eine Wissenschaft für sich. Jetzt, wo nach dem Rauswurf von 8 RTFS Wallpanels und der Verlattung der Rückwand wieder mehr Hochton vorhanden ist, muss ich mich erstmal an die neue Akustik gewöhnen.

Sobald die Bassfallen von MB Akustik da sind geht es weiter. Damit diese überhaupt in den Raum passen müssen entweder zwei Kantenabsorber weichen oder ein Teil der Glasswolle an der Rückwand.
>Spider<
Inventar
#6 erstellt: 24. Mai 2012, 00:07
Was ich vergessen hatte zu schreiben ist dass unter 200Hz der Wasserfall benutzt werden sollte.
spede
Ist häufiger hier
#7 erstellt: 25. Mai 2012, 13:05
Danke für den Hinweis.

Wenn ich die Messung richtig deute, habe ich eine Überdampfung im Mitteltonbereich.
Messung

Also muss ich entweder einen Weg finden, diesen Bereich weniger zu dämpfen, oder gezielt noch mehr Hochton zu absorbieren.

Im Wasserfall sieht man zwar die Raummoden deutlich, die fallen im Hörtest zumindest mir nicht negativ auf.

Vielen Dank für die Hilfe.
TasteOfMyCheese
Stammgast
#8 erstellt: 25. Mai 2012, 16:48

Wenn ich die Messung richtig deute, habe ich eine Überdampfung im Mitteltonbereich.

Die minimalen Unterschiede hier sind nicht wesentlich. Natürlich kannst du da noch etwas mehr dämpfen, ich würde aber keinesfalls dämpfende Elemente wegnehmen.


Im Wasserfall sieht man zwar die Raummoden deutlich, die fallen im Hörtest zumindest mir nicht negativ auf.

Man gewöhnt sich auch sehr gut an Basslöcher, wie du eines bei ca. 100-120Hz hast. Dieser Bereich ist aber emminent wichtig für den fühlbaren Kickbass. Daher solltest du eher versuchen, hier anzusetzten und etwas zu ändern (am besten durch Aufstellung oder Hörplatzplatzierung).

Grüße
Berti
spede
Ist häufiger hier
#9 erstellt: 25. Mai 2012, 17:44
Ja, das Bassloch sieht schon ziemlich groß aus. Ich sehe es aber eher bei 90 Hz, oder habe ich hier einen Denkfehler?

Waterfall mit Bassloch

Ich benutze das Teufel Theater 8 am Pioneer LX 83. Eingemessen als THX, also mit Übernahmefrequenz 80 Hz. Was mir zu denken gibt ist, dass das Bassloch um die Übernahmefrequenz 80 herum auftritt. Vielleicht stimmt ja hier etwas nicht.


[Beitrag von spede am 25. Mai 2012, 17:51 bearbeitet]
bartman4ever
Inventar
#10 erstellt: 25. Mai 2012, 17:52
120 Hz sind schon richtig. Du musst das Tal vorne im Diagramm sehen.
spede
Ist häufiger hier
#11 erstellt: 25. Mai 2012, 18:38
Jetzt dache ich ich, dass ich REW ansatzweise verstanden hätte, und nun das... Ich verstehe es irgendwie nicht. Das schönste wäre, wenn jemand im Diagramm das Loch markieren könnte.
>Spider<
Inventar
#12 erstellt: 25. Mai 2012, 18:57

spede schrieb:
Ich verstehe es irgendwie nicht.

Das Diagramm ist dreidimensional!
Das Loch kann man auch ganz einfach im Frequenzgang Diagramm erkennen.
spede
Ist häufiger hier
#13 erstellt: 25. Mai 2012, 21:24
Ok, verstanden.

Ich habe es nun soweit möglich mit der Aufstellung und dem Hörplatz ausprobiert. Das Bassloch bekomme ich nicht in den Griff .

Grün ist neu:

waterfall 25. mai 12.jpg new overlay



Grün ist auch hier die "neue" Aufstellung.
spl

Was kann denn der kundige Leser an der Decay Darstellung erkennen?

decay
bartman4ever
Inventar
#14 erstellt: 25. Mai 2012, 22:33
Hast du einen Subwoofer im Setup? Wenn ja, wie ist die Übernahmefrequenz eingestellt und wie die Phase am Sub?
spede
Ist häufiger hier
#15 erstellt: 25. Mai 2012, 23:20
Hallo,

ja, einen Sub habe ich. Phase ist auf Null, Übernahmefrequenz ist 80 Hz.

Falls es hilft - Raumgröße: 6m lang, 4,54 brei und 2,50 hoch.
>Spider<
Inventar
#16 erstellt: 25. Mai 2012, 23:28

spede schrieb:
Übernahmefrequenz ist 80 Hz.

Aber nur am AVR, am Subwoofer auf dem größten Wert, nur zur Sicherheit.
Mwf
Inventar
#17 erstellt: 25. Mai 2012, 23:40
Moin,
spede schrieb:
...ja, einen Sub habe ich. Phase ist auf Null, Übernahmefrequenz ist 80 Hz...

Einfach mal (versuchsweise) die Polarität des Subs umkehren bzw. Phase auf -180°.

Gruss,
Michael
bartman4ever
Inventar
#18 erstellt: 26. Mai 2012, 07:44
Main und Sub müssen phasengleich laufen. Tun sie das nicht, dann gibt es meist einen Frequenzeinbruch um die Übernahmefrequenz herum. Ich würde Phase auf 45, 90, 135 und 180 messen und dann die mit dem grössten Pegel im Bereich um 80 Hz wählen. Jetzt kannst du eventuell noch die ÜF hoch- oder runtersetzen.
Mwf
Inventar
#19 erstellt: 27. Mai 2012, 00:32

bartman4ever schrieb:
...Main und Sub müssen phasengleich laufen....

Jau.

Es ist nur die Frage, was die Hersteller auf ihre Skalen schreiben
Das ist nämlich nicht so klar. Es geht ja um die relativen Phasendrehungen von Mains relativ zum Sub.

Dazu kommt, mit welchen Phasendrehungen die Mains sich nach unten verabschieden
-- mechanisch-akustisch, d.h. geschlossen oder BR, ggfs. plus elektrischem Hochpass (meist 2. Ordnung), überlagert von Raummoden...

Oft führt die 180°-Einstellung (Polaritätsschalter) oder 90 - 180° (Phasensteller) zum gewünschten Ergebnis.
spede
Ist häufiger hier
#20 erstellt: 27. Mai 2012, 19:06
Übernahme bei 80 Hz

x.over 80

Bei 150 Hz ist das Bassloch weg, dafür handele ich mir eine stärkere Anregung der Raummode in diesem Bereich ein.

x.over 150

Eine Übernahme bei 100 Hz brachte keine Veränderung.

Im nächsten Schritt werde ich testweise die Phase am Sub verändern.


[Beitrag von spede am 27. Mai 2012, 19:06 bearbeitet]
bartman4ever
Inventar
#21 erstellt: 27. Mai 2012, 19:25
Erst Phase ändern, dann ÜF einstellen.
spede
Ist häufiger hier
#22 erstellt: 27. Mai 2012, 20:08
Merkwürdige Ergebnisse

Hallo,

ich habe nun mit den Phaseneinstellungen experimentiert. In der ersten Messung ist mir zwischen Phase 0 und Phase 180 kein Unterschied aufgefallen. Warum? Der THX Schalter am Sub war aktiv, dadurch ist die Phaseneinstellung und die Übernahmefrequenzschaltung am Sub deaktiviert. Muss man erst mal darauf kommen.

Alle Einstellungen habe ich mit der am AV Receiver eingestellten Übernahmefrequenz von 80 Hz vorgenommen.

Bei Phase 180 ergibt sich wie angekündigt ein Einbruch bei der Übernahmefrequenz. Das "alte" Bassloch ist jedoch entschärft.

Phase 180

Jetzt die Bilder der anderen Phaseneinstellungen:
Phaseneinstellung 90
Phase 90

Phaseneinstellung 45
Phase 45

Phaseneinstellung 20
Phase 20

Jetzt wird es für mein Empfinden etwas komisch
Phaseneinstellung NULL !!!!
Phase 0

Und nun im direkten Vergleich mit THX ON, sollte eigentlich Phase 0 entsprechen.

THX ON

Zumindest nach dem Wasserfalldiagramm zu urteilen wäre die Einstellung Phase 0 die richtige, oder?

Wer sich die REW Messung anschauen möchte
http://dl.dropbox.com/u/79818282/bassloch%20Phase.mdat


[Beitrag von spede am 27. Mai 2012, 20:08 bearbeitet]
>Spider<
Inventar
#23 erstellt: 27. Mai 2012, 21:20

spede schrieb:
Der THX Schalter am Sub war aktiv, dadurch ist die Phaseneinstellung und die Übernahmefrequenzschaltung am Sub deaktiviert.

Es sieht aber so aus als wäre dann die Übernahmefrequenz am SW auf 80Hz gestellt.
spede
Ist häufiger hier
#24 erstellt: 27. Mai 2012, 21:28
die THX Einstellung ist Fullrange, dadurch wird Phase und Übernahmefrequenz nur noch durch den AV Receiver gesteuert. Aber sie muss noch irgendwas anderes machen. Sonst müsste ja der Wasserfall von THXX ON und Phase 0 gleich sein.

Am AV Receiver habe ich nach wie vor 80 Hz als Übernahme und THX On eingestellt.
spede
Ist häufiger hier
#25 erstellt: 27. Mai 2012, 22:02
ist denn nun lt. Messung die Einstellung ok?
bartman4ever
Inventar
#26 erstellt: 27. Mai 2012, 22:13
Die Messungen macht man ohne aktivierten EQ, THX, dyn.EQ und dyn.Vol am Receiver. Man will ja nur die Phase anpassen. Danach dann eine Einmessung mit Audyssey. Und dann das manuelle Setzen der ÜF und des Pegels des LFE-Kanales.

In REW kannst du ja direkt die Kurven umschalten. Für mich sieht die 45-er auch gut aus.
spede
Ist häufiger hier
#27 erstellt: 05. Jun 2012, 19:08
Ich möchte nicht versäumen mich für die Hilfe zu bedanken!
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