Hoch- / Mitteltöner: Funktion prüfen?

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doc_relax
Inventar
#1 erstellt: 30. Dez 2004, 02:33
So, da bin ich nochmal mit 2 Fragen... dachte ich mach mal 2 Threads draus (siehe 1 drunter) wegen der thematischen Trennung.
1) Leider funktioniert bei einer meiner Boxen der Hochtöner nicht. Gibt es eine Möglichkeit, einen Hochtöner einfach auf Funktion zu überprüfen? So daß ich ihn nicht in eine andere Box einlöten muß?
2) Was kann man noch von einem solch lädierten Mitteltöner erwarten? http://www.mynetcologne.de/~nc-adlerbo/mt_delle.jpg
Sprich: geht der überhaupt noch? (Ohr dran ergab, es kommt zumindest was raus). Wie wirkt die Beschädigung sich auf den Klang aus?
Vielen Dank und späte Grüße
doc
DaPickniker
Inventar
#2 erstellt: 30. Dez 2004, 02:43
@doc_relax .

1.DU kann st den Hochtöner ausbauen und mit einer kleinen 1,5 Volt Batterie prüfen, ob der Hochtöner funktioniert. Wenn du die Drähte, die vom Hochttöner kommen, an die Pole der Batterie hältst , muss ein kurzes Knacken zu hören sein , wenn der Hochtöner in Ordnung ist ( der Fehler kann ja auch in der Box an der Frequenzweiche liegen )oder du überprüfst mit einem Mulimeter , ob die Schwingspule des HTs Durchgang hat.

2.Du kannst probieren, mit einem Stück Klebestreifen die Kalotte des Mitteltöners wieder geradezuziehen. Wenn die Schwingspule des MTs ( wie oben beschrieben ) in Ordnung ist, müsste der wieder einwandfrei spielen
doc_relax
Inventar
#3 erstellt: 31. Dez 2004, 02:50
Danke, die Sache mit der Batterie kannte ich schon. Knacksen tut er. Aber das muß ja nicht heißen daß er wirklich einwandfrei funktioniert. Habe mal ein Foto der Frequenzweiche gemacht, der HT-Anschluß liegt oben rechts (verdeckt) und die dortige Spule hat Durchgang ok. Könnte an der Weiche noch was defekt sein? TT und MT funktionieren.
http://www.mynetcologne.de/~nc-adlerbo/freq.jpg
Kann ich den HT testweise auslöten, direkt an einen Verstärker anschließen und vorsichtig leise testen, ob da was rauskommt? Hab sowas noch nie probiert
Gruß
doc
cr
Inventar
#4 erstellt: 31. Dez 2004, 03:24
Mit Sinustönen werden scheppernde MT/HTs schnell entlarvt.
Aber aufpassen, damit die LS nicht überlastet werden!

Mit Terzrauschen kann man den Frequenzgang ganz grob testen.
doc_relax
Inventar
#5 erstellt: 31. Dez 2004, 14:45
Hi,
ich wüßte nicht wo ich so nen Sinuston hernehmen sollte... aber ich weiß ja inzwischen daß der HT, in der Box eingebaut, gar nicht tönt.
Wie siehts denn aus mit HT direkt an Verstärker? So würde ich wohl am schnellsten wissen, obs an HT oder Weiche liegt. Zum Thema Frequenzweiche: ich hatte mit den Bauteilen darauf bisher nie was zu tun. Ich schätze einer der beiden Kondensatoren (?) oben rechts könnte die Störung auch verursachen, oder?
Gruß
doc
sakly
Inventar
#6 erstellt: 31. Dez 2004, 14:56
HT direkt an Verstärker ist garnicht gut. Geht nur, wenn du nen SInuston auf den VErstärker gibst, vielleicht vom PC aus, dann funktioniert das direkte Anschließen. Aber wenn du schon weiß, dass der defekt ist, warum willst du das dann noch testen?
Wenn der Defekt von der Weiche kommen sollte, wäre das vermutlich offensichtlich, da der Elko dann meist etwas anders aussieht.

Zum Mitteltöner:
Ich denke, dass der verloren ist. Die Kalotte kriegt man wohl nicht mehr hin. Dadurch geht das Rundstrahlverhalten/Abstrahlverhalten verloren. Klingt zwar noch, aber anders als vorher.
doc_relax
Inventar
#7 erstellt: 31. Dez 2004, 16:54
Hi Sakly,
ich weiß ja eben nicht ob er defekt ist. Knacksen tut er beim Batterie-test, aber es kommt kein Ton raus. Na dann werd ich mich mal auf die Suche nach einem Sinus-Ton machen. Vielleicht kann man sowas ja irgendwo runterladen.
Hmmm mit dem Mitteltöner hast du wohl recht. Der hört sich anders an als der andere. Vielleicht mach ich aus 2 LS einen (der eine hat den defekten MT, der andere den defekten (?) HT)
Wie gesagt ist nich so wild, die Boxen waren gratis
Schönen Abend!
doc


[Beitrag von doc_relax am 31. Dez 2004, 16:56 bearbeitet]
sakly
Inventar
#8 erstellt: 31. Dez 2004, 17:05
Lad dir halt einfach einen Software-Sinusgenerator runter und schließ den Verstärker am PC an.
Wenn der HT noch knackt, wird er wohl noch laufen. Kann wirklich die Weiche sein, manchmal fliegt der Elko dann doch noch nicht komplett, wenn's so gerade knapp an der Grenze ist...
Du kannst auch einfach den HT an die andere Weiche anstöpseln, wenn du die Box eh schon auseinanderbauen willst. Zur not geht das sogar parallel zum anderen, da ja nur zu Testzwecken.
doc_relax
Inventar
#9 erstellt: 31. Dez 2004, 18:11
Alles klar,
danke für den Tip, habe einen 440 Hz Sinuston heruntergeladen. Habe dann beide HTs zum Vergleichen an den Verstärker angeschlossen. Ergebnis: der HT scheint ok zu sein, beide hören sich gleich an!
Optisch kann ich nichts feststellen an der Weiche. Dort sind 3 Elkos drauf, bezeichnet: "Rauh", "Glatt" und "Tonfrequenz". Letzterer sitzt bei den Anschlüssen für den Bass. Hat jemand aufgrund der Bezeichnung einen Tip welcher Elko der Übeltäter sein könnte? Dank, Gruß und Rutsch
doc
sakly
Inventar
#10 erstellt: 31. Dez 2004, 18:21
Vermutlich der Glatte. Der sollte genau vor dem Hochtöner in Reihe geschaltet sein, also einen Pol am Pluspol des Hochtöners angelötet haben.
Der Rauhe ist wahrscheinlich Teil des Bandpasses für den Mitteltöner und der Tonfrequenzelko ist wohl Teil des Tiefpasses, da er ja beim Bass parallel liegt.
doc_relax
Inventar
#11 erstellt: 31. Dez 2004, 18:49
Hi Sakly,
vielen Dank für deine Hilfe. Es ist der Rauhe. Der hat jedenfalls die Verbindung zum HT und ist am Minuspol angeschaltet *wunder*
Naja scheint richtig zu sein, die andere Weiche ist genauso aufgebaut. Wie gesagt ich kenn mich mit dem Kram nicht aus, kann nur das wiedergeben was ich sehe...
Zweck0r
Moderator
#12 erstellt: 31. Dez 2004, 20:35
Hi,

nimm die Pappröhre aus einer Klopapierrolle, setz die auf die Mitteltonkalotte und saug sie heraus. Ist das zu anstrengend, probier es vorsichtig mit dem Staubsauger.

Grüße,

Zweck
sakly
Inventar
#13 erstellt: 01. Jan 2005, 01:13
Gut, der Rauhe kann das auch sein. Dann tausche ihn und höre, ob es was bringt. Sollte eigentlich danach funktionieren.

BTW: Frohes neues Jahr
Superhirn
Stammgast
#14 erstellt: 25. Mrz 2005, 08:04
Frage: Was heißt denn "rauh" und "glatt"?

Ich hab' grad zwei Grundig Boxen M 800, da ist vermutlich bei beiden der "glatte" defekt. Ein HT spielt leise und der andere gar nicht, beim Knack-Test funzen sie aber.


[Beitrag von Superhirn am 25. Mrz 2005, 08:17 bearbeitet]
detegg
Inventar
#15 erstellt: 25. Mrz 2005, 10:47
Moin,

... die Bezeichnungen "glatt" u. "rauh" beschreiben die Oberflächen der verwendeten Folien im Aufbau der Elektrolytkondensatoren. "Rauh" hat eine größere Oberfläche und läßt damit größere Kapazitätswerte zu.

... "Tonfrequenz" ist die allg. Bezeichnung für unipolare Elko´s - hier sind im Prinzip intern zwei gepolte Elko´s gegeneinander geschaltet - dazu gehören auch die obigen Typen.

... Elko´s altern - das könnte der Grund für den Ausfall in Deiner Grundig M800 sein

Gruß - Detlef
doc_relax
Inventar
#16 erstellt: 27. Mrz 2005, 21:30
Hallo Superhirn,
letztendlich war bei mir doch der HT selbst defekt, nicht der Kondensator! Obwohl es knackte! Der Test ist also kein 100%iger Garant für die Funktion des HTs (besonders wenn er noch leise spielt, das war bei mir der Fall).
Also evtl. mal mit einem anderen HT gegentesten.
Gruß
doc
fred127
Ist häufiger hier
#17 erstellt: 12. Jan 2009, 19:34
Hi,

wollte keinen neuen Thread erstellen und habe hier schon einig Infos gefunden, daher stelle ich meine Fragen hier:

Wenn ein HT beim Batterietest knackt und nen Frequenzton von 10khz ohne Mängel spielt, kann ich davon ausgehen, dass er voll funktioniert?
Bin mir da nämlich nicht so sicher, da er bei 14khz oder 1050hz keinen Ton von sich gab. (ich habe vorher geprüft, ob ich 14khz überhaupt hören kann )

Gruß und schönen Abend

fred127

edith:

hat sich schon erledigt... musste doch genauer hinhören bei 14khz


[Beitrag von fred127 am 12. Jan 2009, 20:21 bearbeitet]
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