HIFI Klassiker

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*CrazyDee*
Neuling
#1 erstellt: 28. Jan 2011, 12:55
Hallo HIFI-Kenner,

da meine persönlichen HIFI-Kenntnisse leider stark begrenzt sind, suche ich hier jetzt mal Rat zu folgenden Fragen:

Leider hat sich mein Fisher-Verstärker kürzlich verabschiedet, eine defekte Endstufe lautete die Prognose, so dass ich mich jetzt auf die Suche nach einem Ersatz begebe. Durch meine eingeschränkten Mittel(studiere nebenbei), war schnell klar, dass es auf einen gebrauchten Receiver, oder auch Verstärker hinaus laufen würde, wozu ich dann folgende Überlegung hatte. Ich wollte eigentlich schon immer einen dieser wuchtigen HIFI-Klassiker in meinem Wohnzimmer als Blickfang haben, also was ich suche ist ein Gerät in Aluminiumoptik(edelstahl?), mit großen Anzeigen, Drehknöpfen und Kippschaltern, halt etwas nicht nur für die Ohren sondern auch Augen. Bei Ebay und co. gibt es dazu ja reichlich auswahl, auch für den kleinen Geldbeutel. Wenn hier jemand etwas brauchbares für einen guten Preis anzubieten hat, bin ich natürlich auch nicht abgeneigt. Allerdings soll das ganze ja nicht nur schick aussehen, sondern auch die wohnung gut beschallen und ich habe mich gefragt, inwiefern ich solch ein Gerät in Kombination mit einem DVD-Player betreiben kann, an den er nämlich angeschlossen werden soll!? Hat das für eines der beiden Geräte irgendeinen nachteiligen Effekt, oder ist das völlig egal? Einige dieser Klassiker haben ja z.B. diese fünfpoligen Anschlüsse, gibt es da einen Adapter auf Chinch oder macht das keinen Sinn? Außerdem soll ein Plattenspieler(Telefunken HS660) betrieben werden und die Boxen sind JVC S-66 BE(50W rms, 8 Ohm), falls das irgendwie wichtig dafür ist. Ich hab schon so ein bischen rausgelesen, dass einige HIFI-Spezies ja auf die Klangqualität von z.B. älteren Grundigmodellen schwören, aber wie sieht dass in dieser Kombination aus? Welche Leistung sollte so ein Klassiker denn aufweisen um die vorhandenen Boxen auch nicht nur klanglich sondern auch mit schwung zu betreiben? Im Idealfall wäre es noch eine gute Sache wenn ich den Computer ebenfalls daran anschliessen könnte, z.B. über den Fernseher(jaja ich weis). Ihr merkt schon Fragen über Fragen, über ein Thema, von dem ICH leider wenig Ahnung habe. Deshalb wäre ich auf jeden Fall für jeden hilfreichen Tip sehr dankbar


[Beitrag von *CrazyDee* am 28. Jan 2011, 17:51 bearbeitet]
stallion007
Stammgast
#2 erstellt: 28. Jan 2011, 22:30
Natürlich kann man CD-Player, DVD-Player, Computer und Fernseher auch an einen Hifi-Klassiker anschliessen. Dafür gibt es natürlich DIN/Chinch-Adapter, kann sein, dass es Unterschiede in der Beschaltung gibt, aber das kann man durch umstecken einfach lösen. Die meisten Hifi-Klassiker Verstärker oder Receiver haben einen eingebauten Phonovorverstärker, größe meist neben MM auch MC, also der Plattenspieler sit kein Problem.
Was die Leistung angeht, braucht keinen Monsterreceiver damit es vernünftig klingt. Es ist zwar grundsätzlich besser, wenn die Ausgangleistung höher als die Belastbarkeit der Boxen (wegen der Gefahr des Clippens), aber wenn man nicht wirklich laut Musik hört, oder Parties beschallen will (sollte mit Hifi ohnehin nicht machen!), ist das nicht so wichtig.
Wenn es denn was von Grundig sein soll, kann ich dir folgende Geräte empfehlen:

XV5000 + A5000 Vor- und Endverstärkerkombi
sind die größten Grundig-Geräte der frühen 80er. Machen optisch schon was her, sind aber zwei Geräte also nicht ganz billig, wobei der XV5000 deutlich günstiger aber nicht schlechter ist als SXV6000 und XV7500. MM und MC

V5000
entspricht weitgehend XV500 und A5000 in einem Gerät, hat aber bis auf LEDs für Netz und Quellen keine Anzeigen, was dem Klang natürlich keinen Abbruch tut. MM und MC

V2000
weniger Leistung und Einstellungsmöglichkeiten, klang aber auch gut

V7200 und V7500 aus der Nachfolgeserie sind klanglich auch nicht schlechter, aber die Fronten und Schalter sehen nicht so gut und mehr klassisch aus. Die sind aber sehr günstig zu bekommen

Wobei richtig große Verstärker und Receiver hauptsächlich von japanischen Herstellern gebaut wurden, die wirklich großen haben aber natürlich auch ihren Preis. Für weitere Anregungen kannst du dir die alten Prospekte der verschieden Hersteller auf http://wegavision.pytalhost.com/ ansehen.
*CrazyDee*
Neuling
#3 erstellt: 29. Jan 2011, 12:44
Sehr gut, das beantwortet doch schon mal ein paar grundsätzliche Fragen. Was die Marke angeht, bin ich da eigentlich nicht so festgelegt.
toyo
Stammgast
#4 erstellt: 29. Jan 2011, 14:52
Den Grundig V2000 kann ich auch vorbehaltslos empfehlen.
Ist ein unauffälliger und sehr robuster Vollverstärker mit schlichten Desing. Einzig die Siebelkos sind bei den meisten der Geräte trocken und sollten getauscht werden.
Sind Elkos mit Gummistopfen, der wohl als Überlastschutz dient und nach 30Jahren so gut wie bei jedem V2000 fehlt. Bei 2 von 3 der Verstärker die ich schon da hatte war das der Fall. (Der dritte hatte andere Kondensatoren verbaut)
Wenn man dabei ist sollte man sinnvollerweise auch noch die paar kleinen Elkos im Vor und Endverstärker tauschen.
Und schon hat man einen tollen Verstärker für ein paar weitere Jahrzehnte.

Vom Desing her ein anderes Kaliber ist der Grundig SV 2000.
Auch schön schlicht aber extrem Flach, wirkt in meinen Augen noch gefälliger als der V2000. Schön sind auch die Kühlrippen die rechts und links über die ganze Breite des Gehäuses gehen...
Ist genauso robust und unauffällig, auch Modular aufgebaut, aber nochmal ein Stück Wartungsfreundlicher wie der V2000.

Den V2000 bekommt man etwa zum halben Preis des SV
er hat auch leicht bessere Messwerte, aufgrund der Bauhöhe mussten beim SV da wohl Kompromisse eingegangen werden.
Vom klang her nehmen sich die beiden Verstärker nichts.
Ich hör nicht Linear (Ausnahme über KH), deswegen ist bei mir sogut wie immer der Loundness Schalter an. Und die Grundig Loudness ist schon genial. Zumindest können meine anderen Verstärker da nicht mithalten.
*CrazyDee*
Neuling
#5 erstellt: 29. Jan 2011, 18:00
Vom Design her spricht mich ja der Grundig R2000 sehr an, zumal ein grundüberholter bei Ebay gerade im Angebot ist. Was meint ihr, wie macht der sich im Betrieb mit den JVC S-66 BE(50W Rms und 8 Ohm)?


[Beitrag von *CrazyDee* am 29. Jan 2011, 18:02 bearbeitet]
toyo
Stammgast
#6 erstellt: 29. Jan 2011, 20:54
Der R2000 hat den gleichen Verstärkerteil wie der V2000.
Nach ein Schnäppchen schaut mir das aber nicht aus, da ist die Auktion zu gut gemacht.
Aber wenn die Siebelkos schon getauscht sind dann ist das absolut ok. Da einer schon fast 10€ Kostet und 2Stück hat der Receiver...

Die JVC kenn ich nicht und wie die an dem Verstärker klingen wird dir wohl auch kaum einer sagen können, musst du eben selber anhören.


[Beitrag von toyo am 29. Jan 2011, 20:55 bearbeitet]
niclas_1234
Inventar
#7 erstellt: 29. Jan 2011, 22:06
Also ich kann nur zum v 2000 was sagen.

Ich habe den Verstärker von minem Opa der ihn Stolz benutzt hat. nun habe ich ihn und ich muss sagen:

Seit 32 Jahren ohne Proleme sauberer und guter Grundigklang.

Der V 2000 kann richtig Dampf machen und hat gerne Lautsprecher die auch mehr Grundton abkönnen da er untenrum viel Output hat.

Aber der Verstärker hat tolle optik und Haptik .

Von mir aus Daumen hoch für den V 2000.
*CrazyDee*
Neuling
#8 erstellt: 30. Jan 2011, 04:02
Naja ob es ein Schnäppchen wird, hängt ja ein stück weit noch vom zufall ab. Werde bis zu meiner Höchstgrenze mitgehen und hoffen, dass ich ihn bekomme weil ich den schon ziemlich sexy finde. Also dann drückt mir mal die Daumen, wenns klappt gibts natürlich eine Rückmeldung dazu wie sich diese Kombi macht. Die Boxen waren übrigens ein Schnapper, für 20€, obwohl ich zu der Qualität auch nichts sagen kann, weil ich sie bisher nur einzeln an dem kaputten Fisher dran hatte, was eher wenig aussagekräftig war.
*CrazyDee*
Neuling
#9 erstellt: 30. Jan 2011, 22:57
So, leider ist es tatsächlich kein schnäppchen geworden, aber ich konnte dann doch nicht widerstehen und hab nochmal erhöht. Weiteres folgt.
*CrazyDee*
Neuling
#10 erstellt: 10. Feb 2011, 17:41
Danke nochmal an alle für die hilfreichen Ratschläge, hab das gute stück mittlerweile in betrieb genommen, was -anders als erwartet- völlig problemlos war und bin über alle maßen begeistert vom Klangbild.
MacPhantom
Inventar
#11 erstellt: 10. Feb 2011, 18:21
Allgemeine Frage: warum wird hier gleich Grundig genannt? Gibt auch ganz tolle Japaner (Pioneer, Sony, Kenwood, Technics, JVC, etc.), die sich im gleichen Feld bewegen. Patriotismus, wie es scheint.
niclas_1234
Inventar
#12 erstellt: 10. Feb 2011, 18:36

Patriotismus, wie es scheint.


Ich kenne die ganzen Japaner großteils nicht. Wiso sollte man etwas empfehlen was man nicht kennt.

*CrazyDee*
Neuling
#13 erstellt: 10. Feb 2011, 19:08

MacPhantom schrieb:
Allgemeine Frage: warum wird hier gleich Grundig genannt? Gibt auch ganz tolle Japaner (Pioneer, Sony, Kenwood, Technics, JVC, etc.), die sich im gleichen Feld bewegen. Patriotismus, wie es scheint.


Mit Patriotismus hat das wohl eher nichts zu tun, sondern mit meiner Einleitung zu dem Thema und damit, dass ich die Grundigmodelle der 70er und 80er auch optisch sehr ansprechend finde und die Antworten sich darauf bezogen haben, ganz einfach.
toyo
Stammgast
#14 erstellt: 10. Feb 2011, 19:10

MacPhantom schrieb:
Allgemeine Frage: warum wird hier gleich Grundig genannt? Gibt auch ganz tolle Japaner (Pioneer, Sony, Kenwood, Technics, JVC, etc.), die sich im gleichen Feld bewegen. Patriotismus, wie es scheint.


Nimm mal deine Nippon Brille ab.
Von Grundig steht was im anfangs Post des TE.
Dann wurden eben ein paar brauchbare Grundig Geräte genannt.
Und natürlich Gibt es gute, günstige und vergleichbare Geräte von Pioneer, Sony, Kenwood, Technics usw aber wenn nichtmal du verrätst welche das sind werden die wohl weiterhin ein Schattendasein fristen
MacPhantom
Inventar
#15 erstellt: 10. Feb 2011, 20:08

toyo schrieb:
Nimm mal deine Nippon Brille ab. ;)

Ok.
Mein Post bezog sich auch weniger auf die Frage des Threaderstellers sondern eher allgemein aufs Hifi-Forum. Da wird von "Taunussound", "Grundig-Loudness" und dergleichen geredet und die deutschen Hersteller werden fast jedes Mal hoch in den Himmel gelobt. Nur so eine Beobachtung, die ich schon länger mache.
toyo
Stammgast
#16 erstellt: 10. Feb 2011, 23:57
Wo liest du das?
Hatte den Eindruck im Hifi-Klassiker Bereich bisher noch nicht. Ich werde da immer nur von Technics/Pioneer/Maranz Stammtischen über Sony/Pioneer/Kenwood Klassiker der 70er bis zu Technics/Sony/Maranz/Pioneer/Kenwood,da gibts was seltenes in der Bucht! Thread erschlagen.
Wenn dann zwischendrinn ein paar spezielle Personen die alten Deutschen HiFi Geräte in den Himmel loben ist das doch auch ok, wird schon sein Grund haben und schlecht sind die Geräte ja auch nicht...
Jeremy
Inventar
#17 erstellt: 12. Feb 2011, 16:44

toyo schrieb:
Wo liest du das?
Hatte den Eindruck im Hifi-Klassiker Bereich bisher noch nicht. Ich werde da immer nur von Technics/Pioneer/Maranz Stammtischen über Sony/Pioneer/Kenwood Klassiker der 70er bis zu Technics/Sony/Maranz/Pioneer/Kenwood,da gibts was seltenes in der Bucht! Thread erschlagen...


Und Sansui nicht vergessen - gell! S A N S U I !
germi1982
Moderator
#18 erstellt: 12. Feb 2011, 22:59

MacPhantom schrieb:
Allgemeine Frage: warum wird hier gleich Grundig genannt? Gibt auch ganz tolle Japaner (Pioneer, Sony, Kenwood, Technics, JVC, etc.), die sich im gleichen Feld bewegen. Patriotismus, wie es scheint.


Was heißt hier Patriotismus? In anderen Threads werden immer die von dir genannten und Amis empfohlen, hier geschieht das ein Mal nicht und schon wird hier gekotzt!

Typisch!

Ich habe den Eindruck so mancher hat seinen Japaner noch nicht aufgemacht, reingeschaut, ein paar Messungen dran gemacht und evt. ein paar Bauteile ausgetauscht...dann reden wir mal über Servicefreundlichkeit beim Aufbau von Geräten...

Zudem taugen auch die UKW-Teile von japanischen Geräten nicht viel, die Senderdichte war hier schon immer höher als bei denen oder in den USA. Da brauchts weitaus bessere Trennschärfe...mit meinem Sanyo-Radio bekomme ich hier wenig Sender rein. Mit dem Zenith (USA) bekomme ich weitaus mehr, aber teilweise überlagern die sich gegenseitig so dass man zwei Sender auf ein Mal hören kann....

Die besten Tuner und Receiver mit den besten Empfangseigenschaften kamen nicht aus Japan oder den USA, die kamen aus Europa!! Revox, SABA und Braun hatten so ziemlich die besten UKW-Teile.

Und nicht jedes deutsche Gerät hat Taunussound...

Bei den Japanern gibt es nicht viele Hersteller die wirklich herrausstechend sind. Da wäre z.B. Nakamichi zu nennen. Die hatten wirklich Innovationen und haben exzellente Geräte gebaut, z.B. deren Plattendreher oder das Dragon Tapedeck.


[Beitrag von germi1982 am 13. Feb 2011, 01:32 bearbeitet]
Philips_777
Schaut ab und zu mal vorbei
#19 erstellt: 01. Mrz 2011, 19:12
Hallo.
Habe von meinem Vater ein Philips Ah 777 bekommen.
Das war das Spitzengerät von 1978.
Bin sehr Geschmeichelt von seinem ausehen.
Der Klang ist warm und sehr Ruhig aber nicht träge.

Ps:Ich war mit den Japanischen Hi-fi Geräten die ich hatte auch nicht zufrieden.


[Beitrag von Philips_777 am 01. Mrz 2011, 19:15 bearbeitet]
Ralf_Hoffmann
Inventar
#20 erstellt: 01. Mrz 2011, 21:47
Ahoi

Du musst ein glücklicher Mensch sein, dass du deinen 777ner gleich in 5 Threads vorstellst.
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