Endverstärker an Receiver anschliessen

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scynet
Neuling
#1 erstellt: 21. Sep 2017, 11:50
Hallo Freunde des guten Tons,
mein Name ist Alfred und ich komme aus Mecklenburg -Vorpommern. Ich habe bereits viel hier im Klassik Bereich gelesen und mich gerade angemeldet um eine Frage stellen zu können:
Ich habe seit 20 Jahren keine gute Stereoanlage mehr sondern nur noch diese kleinen Aktivboxen mit Subwoofer am Laptop für ca 100€. Mit zunehmendem Alter wird es immer schwieriger länger damit Musik zu hären ohne Ohrkrebs zu bekommen. Nun habe ich mich an meine alte Anlage und insbesondere an die eines Freundes erinnert, welche überwiegend aus Revox Bauteilen und Kühlschrankgrossen LS bestand. Weich, unaufdringlich und im ganzen Raum präsent. Es musste nicht weit aufgedreht werden um Hörgenuss zu haben.
Ich werde zu meinem Laptop einen Verstärker und LS aus dieser Zeit ergänzen und spekuliere auf Revox B780 Receiver und noch näher zu spezifizierende Ls. Nun meine Frage: Ist es möglich/sinnvoll, nach diesem Receiver eine Endstufe zu klemmen, um damit beispielsweise Bose 901 zu betreiben? Könnt Ihr mir Empfehlen diesen Receiver in revidierter Ausführung zu beschaffen und welche Ls damit zu betreiben. Der zu beschallende Raum ist klein ca20qm, die Bose 901 würde ich auch später ergänzen, wenn ich das ganze für Draussenpartys verwenden will. Was ich erreichen will ist, dass ich zumindest beim CD hören die Bässe spüren kann und auch höre wenn die Sängerin oder der Sänger versehentlich das Mikrofon befeuchtet , Luft holt oder ein Wort singt das mit P oder B beginnt. Beste Grüsse Alfred
Django8
Inventar
#2 erstellt: 21. Sep 2017, 11:54
Willkommen im Forum


Ist es möglich/sinnvoll, nach diesem Receiver eine Endstufe zu klemmen, um damit beispielsweise Bose 901 zu betreiben?

Möglich ja - sinnvoll nein. Der Revox hat ja bereits eine "eingebaute" sehr potente Endstufe - also warum da noch eine dranhängen ?

Gruss
Django


[Beitrag von Django8 am 21. Sep 2017, 12:23 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#3 erstellt: 21. Sep 2017, 12:02
Eben. @TE: Bevor Du dich auf irgend einen Lautsprecher festlegst: Wie ist Dein Raum den überhaupt beschaffen ? Die Größe hast Du ja bereits schon genannt (4 x 5 m). Kannst Du mal eine kleine Skizze bzgl. der Möbelierung und der angedachten Aufstellungspositionen machen ? Falls Dachschrägen oder Durchbrüche vorhanden sind, bitte kenntlich machen.
scynet
Neuling
#4 erstellt: 21. Sep 2017, 12:48
IMG_0033

Eine Dachschräge gibt es nicht.
scynet
Neuling
#5 erstellt: 21. Sep 2017, 12:49
Die Deckenhöhe ist 2,4 m, am liebsten würde ich die LS an der Längsseite an die Decke hängen.

DieEndstufe dachte ich wäre notwendig um genügend Leistung zu haben, ausserdem gefallen mir grosse Endstufen. Aber wenns nicht nötig ist, umso besser.


[Beitrag von scynet am 21. Sep 2017, 12:53 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#6 erstellt: 21. Sep 2017, 13:14
Hm.... eine ziemlich harte Nuß, denn genau genommen gibt es da nirgends eine raumakustisch passende Möglichkeit für die Boxen-Aufstellung. Aufgrund der Positionen Deiner Türen, des Duchbruchs, der Fenster und nicht zuletzt des Ofens (gehe mal davon aus, der ist fest montiert)

Das einzige, was Du machen kannst, sind zwei Dinge:

Vorschlag A) Komplett auf den Receiver verzichten und da wo die Anlage steht, eine gute Soundbar aufstellen

Vorschlag B) im unmittelbarem Bereich des Sofas Nahfeld-Studiomonitore (z.B. KEF LS50) auf Ständern platzieren (Positionierung ähnlich wie Rear-Boxen)
Dann spielt sich das akustische Geschehen zwar nicht vor, sondern neben und hinter Dir ab, dafür aber in genießbarer Qualität


[Beitrag von soundrealist am 21. Sep 2017, 13:18 bearbeitet]
soundrealist
Inventar
#7 erstellt: 21. Sep 2017, 13:20

scynet (Beitrag #5) schrieb:
am liebsten würde ich die LS an die Decke hängen.

.


Keine gute Idee.... denn kein Musiker spielt von der Decke
13mart
Stammgast
#8 erstellt: 21. Sep 2017, 13:41

soundrealist (Beitrag #6) schrieb:
Hm.... eine ziemlich harte Nuß, denn genau genommen gibt es da nirgends eine raumakustisch passende Möglichkeit für die Boxen-Aufstellung.

Wieso denn? Wenn man die Zeichnung im Kopf auf die richtigen
Maßverhältnisse bringt (4m x 5m), ist die angedachte Aufstellung
doch ganz brauchbar.

Scynet, lege dich bitte nicht auf einen Lautsprecher fest, es gibt
so Vieles, was älter ist und funktionieren kann. Selbst hören ist
dabei der einzig gangbare Weg.

Gruß Mart
soundrealist
Inventar
#9 erstellt: 21. Sep 2017, 13:48
Klick mal auf Vergrößern. Die Kästen auf dem Foto sind nicht die Boxen, sondern ein Tisch und ein Ofen.
Wenn Du diese Dinge ebenfalls maßstäblich vergrößerst, ebenso wie das Sofa, Türen und Fenster wird es vermutlich sehr eng.


[Beitrag von soundrealist am 21. Sep 2017, 13:51 bearbeitet]
Django8
Inventar
#10 erstellt: 21. Sep 2017, 13:50

Hm.... eine ziemlich harte Nuß, denn genau genommen gibt es da nirgends eine raumakustisch passende Möglichkeit für die Boxen-Aufstellung.

Kommt drauf an, welche Ansprüche man hat. Alfred schreibt ja:

Was ich erreichen will ist, dass ich zumindest beim CD hören die Bässe spüren kann und auch höre wenn die Sängerin oder der Sänger versehentlich das Mikrofon befeuchtet , Luft holt oder ein Wort singt das mit P oder B beginnt.

Das gelingt m.E. (und das muss jeder selber wissen) auch mit einer "brauchbaren", aber nicht perfekten Aufstellung der Boxen. Denn ich wage mal zu behaupten, dass eine (nahezu) optimale Aufstellung der Boxen nur in den seltenen Fälle realistisch machbar ist. Und: Wer sitzt schon dauernd auf dem genau platzierten Sofa, um Musik zu hören ?

Keine gute Idee.... denn kein Musiker spielt von der Decke

100% ige Zustimmung
HP-UX
Stammgast
#11 erstellt: 21. Sep 2017, 14:11
Die BOSE 901 kann auch an der Decke aufgehängt werden.
Wichtig hierbei ist, der richtige Abstand zur Rückwand / Ecke und die Beschaffenheit der Rüchwand.
Wenn die symetrisch sind, könnte es mit der 901 klappen.
Aber:
Der Raum ist mit 20qm rel. klein für die 901.
Weiterhin brauchen die Lautsprecher schon eine Endstufe mit ausreichend Leistung.
Leider kenne ich den Revox Receiver nicht, und kann daher nicht beantworten, ob die Vor / Endstufe aufgetrennt ist, und / oder zus. Endstufen angeschlossen werden kann. Jedenfalls wirst du an der Raumakkustik was tun müssen.

Gruß
HP-UX
scynet
Neuling
#12 erstellt: 21. Sep 2017, 14:53
Ja, es ist tatsächlich sehr eng, daher die Idee mit der Decke, aber wenns nicht gut ist lass ich das. Es muss nicht perfekt sein, aber wie Django8 schreibt :brauchbar, das wäre toll. Ich werde versuchen ein solches Kef ls50 probe zu hören.
scynet
Neuling
#13 erstellt: 22. Sep 2017, 15:51
Hallo, ich wollte mich noch für die freundliche Aufnahme im Forum und für die Antworten bedanken das ging sehr schnell und unkompliziert.

Das Revox B780 Gerät habe ich jetzt bei Ebay bestellt, ebenso wie ein paar Jamo E700 Lautsprecher damit ich überhaupt mal etwas hören kann. So kann ich mich erstmal an das Problem heran tasten.
Ich bin sehr gespannt ob der Receiver funktioniert, wenn nicht hab ich hier im Forum schon von Adressen oder Leuten gelesen, die sowas reparieren.
Wenn Interesse besteht berichte ich über den Fortgang der Geschichte.
Beste Grüsse Alfred Kiefer
Apalone
Inventar
#14 erstellt: 24. Sep 2017, 09:18

soundrealist (Beitrag #6) schrieb:
....und da wo die Anlage steht, eine gute Soundbar aufstellen....


eine Soundbar für Musik?!?

Was ist das denn für ein kruder Vorschlag...
soundrealist
Inventar
#15 erstellt: 24. Sep 2017, 10:11
Es gibt durchaus eine Reihe von Soundbars, die nicht nach Brüllwürfelbauweise zusammengeschustert werden, sondern genau wie klassische Hifi-Aktiv-Boxen konstruiert sind. Und die kommen dann in der Regel auch aus reinen, jahrzehntelang bewährten Boxenschmieden. Genau so klingt es dann auch. Dadurch kann man in kritischen räumlichen Situationen vermeiden, daß die Reflektionen an den Seitenwänden zu früh "aufschlagen".Wenn dann auch die Stereobasis-Simulation in der Elektronik gur funktioniert ist damit unter umständen mehr gewonnen als "nur" mit einem guten Lautsprechern, aber verkorxter Aufstellung.Unter dem Strich je nach Situation also gerade auch für Musik sinnvoll.

Allerdings kosten solche Soundbars dann natürlich auch nicht gerade weniger alsvergleichbare Aktivboxen.


[Beitrag von soundrealist am 24. Sep 2017, 11:06 bearbeitet]
DaPickniker
Inventar
#16 erstellt: 24. Sep 2017, 14:38
Gerade die Bose 901 brauchen einen Verstärker mit sehr viel Leistung weil bei der Entzerrung durch die Aktiv EQ die tiefen und hohen Frequenzen um ca 15 bis 20 db angehoben werden.

Ich hatte die Bose selber mal ein knappes Jahr ( selbst restauriert ) und anfangs mit einer Hitachi HMA 7500 Endstufe ( 2 x 75 Watt RMS / 8 Ohm ) in Betrieb und die Leistung von der Hitachi war für höhere Lautstärken ( wegen der Entzerrung ) schon sehr knapp.

Hatte mir dann damals vom Thomann eine PA Endstufe ( T AMP TA 1400 2 x 450 Watt RMS / 8 Ohm ) besorgt und damit die Bose betrieben was dann schon richtig Spass gemacht hatte..

Man muss aber bedenken dass die Bose 901 nicht neutral klingen und meiner Meinung nicht für ernsthaftes Hören geeignet sind.. Aber für Partys sind die Dinger mit entsprechenden Amping schon gut und machen richtig Alarm.. .
scynet
Neuling
#17 erstellt: 25. Sep 2017, 18:11
Revox b780 ist heute angekommen und ich musste zu Arbeit...
Jetzt hab ich ihn angeschlossen an ein paar alte Phillips brüllwürfel und irgend eine Antenne angeschlossen. Meine Güte, ich wusste gar nicht dass die Sendeanstalten ein solch gutes Signal ausstrahlen.1506362561431-1294835459

1506362735050-324934986

Die Antenne war irgendwo dabei.
Ein paar Probleme hat b780. Antenne Eingang steckt ein Stück kabel drinn, mittenregler lässt sich endlos drehen. Aber ich bin begeistert. Dass die bose 901 Power brauchen hab ich gelesen, dieses Forum ist sehr informativ. Sorry für die schlechte Schrift, Handy.
DaPickniker
Inventar
#18 erstellt: 25. Sep 2017, 20:39
Na wenn du mit dieser Antenne ( welche für UKW eigentlich ungeeignet ist ) schon guten rauschfreien Empfang hast kannst du mal sehen wie gut die UKW Tuner von Revox damals waren und sind. Mit einer Mehrelement Aussenantenne macht dann Radiohören erst richtig Spass .

Das Stück Antennenkabel lässt sich sicher irgendwie entfernen. Wenn es gar nicht anders geht kann man ja immernoch eine andere Buchse einbauen.
soundrealist
Inventar
#19 erstellt: 26. Sep 2017, 06:19
Wobei man hier natürlich dazu sagen muss: Das Revoxgerät hat auch ein wirklich sehr gutes, leistungsfähiges Empfangsteil an Bord. Zu jener Zeit war FM ja die einzige Möglichkeit Radio zu hören. Revox hat eigentlich schon immer nach dem Grundsatz gebaut "bestmöglich oder gar nicht". Und als ein aus der Studiotechnik kommender Premiumanbieter auch eine hohe Verantwortung gegenüber dem eigenem Namen. Vergleicht man derartige Empfangsteile mit den heutigen in FM-AVR-Receivern, liegen da Lichtjahre dazwischen.

Klar, mit digitalem Empfang wie z.B. über eine Sat-Anlage kann natürlich auch er nicht mehr mithalten. Aber im FM-Bereich holt er raus, was überhaupt nur rauszuholen ist


[Beitrag von soundrealist am 26. Sep 2017, 06:20 bearbeitet]
scynet
Neuling
#20 erstellt: 10. Okt 2017, 16:33
Ich habe jetzt alles angeschlossen und kann sehr gut Musik hören und Filme anschauen mit Sound. Die Jamo 700 sind etwas Bassschwach, klar, aber kein Vergleich zu vorher wo man nach 2-3 etwas lauter gehörten Liedern abschaltet weil es in den Ohren weh tut. Ich habe die Boxen erstmal auf ca 2m höhe stehen auf Regalen, Eure Vorraussagen das das nicht optimal ist treffen zu, im Stehen hört man mehr als im sitzen. Ich bin erstmal sehr zufrieden weils einfach viel besser ist als vorher. Jetzt werde ich mich in Ruhe nach einem weiteren Boxenpaar umschauen und überlegen wie ich das ganze besser positioniere. Besonders begeistert mich der Revox B780, allein den an die alten Boxen an zu schliessen brachte schon ein ganz anderes Hörerlebnis. Danke nochmal für die hilfreichen Tipps, ich werde weiter berichten.
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